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Dokumentenidentifikation EP0896956 02.10.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0896956
Titel Pegelmechanismus für eine Vor- oder Fertigform einer Glasmaschine
Anmelder GPS Glasproduktions-Service GmbH, 45329 Essen, DE
Erfinder Emrath, Norbert, 45721 Haltern, DE;
Ertner, Helmut, 47669 Wachtendonk, DE
DE-Aktenzeichen 59809392
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, IT, LI, SE
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 17.06.1998
EP-Aktenzeichen 981111222
EP-Offenlegungsdatum 17.02.1999
EP date of grant 27.08.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.10.2003
IPC-Hauptklasse C03B 9/16
IPC-Nebenklasse C03B 9/193   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Pegelmechanismus für eine Vor- oder Fertigform einer Glasmaschine, mit einem Pegelhalter, der in Längsrichtung der Vor- oder Fertigform hin- und herbewegbar ist, und einem Servomotor, mittels dem die Antriebsenergie für die Bewegung des Pegelhalters erzeugbar ist.

Aus der DE 92 12 648 U ist ein derartiger Pegelmechanismus für eine Vorform einer Glasmaschine bekannt, bei der die Bewegung des Pegelhalters unter Einsatz eines Servomotors als Antriebsquelle bewerkstelligt wird.

Die Abtriebswelle des Servomotors steht mittels eines Riementriebs mit einer Gewindespindel in Antriebsverbindung, an der eine Spindelmutter durch Drehung der Gewindespindel auf- und abwärts bewegbar ist. Die Spindelmutter wiederum steht mittels eines Verbindungsgliedes mit Pegelhaltern in Antriebsverbindung.

Abgesehen davon, daß aufgrund der im Falle des bekannten Pegelmechanismus vorgesehenen Anordnung des Servomotors ein erhöhter Raumbedarf auftritt, ergibt sich wegen der Übertragung der Antriebsenergie über den Riementrieb und den Spindeltrieb auf die mit dem Pegelhalter verbundene Spindelmutter ein beträchtlicher konstruktiv-technischer Aufwand.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den gattungsgemäßen Pegelmechanismus für eine Vor- oder Fertigform einer Glasmaschine derart weiterzubilden, daß unter erheblicher Platzeinsparung eine konstruktiv-technisch zuverlässigere und weniger aufwendige Übertragung der Antriebsenergie vom Servomotor auf den Pegelhalter möglich ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Servomotor in einer Verlängerung der Längsachse der Hin- und Herbewegung des Pegelhalters angeordnet ist. Hierdurch ist es möglich, die Antriebsenergie für die Längsbewegung des Pegelhalters in einer Achse zu erzeugen, die eine mehrfache Umlenkung bei der Übertragung vom Servomotor auf den Pegelhalter erübrigt. Darüber hinaus kann durch die erfindungsgemäße Anordnung des Servomotors der Raumbedarf für den Pegelmechanismus insgesamt erheblich reduziert werden.

Zweckmäßigerweise ist der Servomotor mittels eines Spindeltriebes in Antriebsverbindung mit dem Pegelhalter. Im Spindeltrieb wird die vom Servomotor erzeugte Drehbewegung in die für die Bewegung des Pegelhalters erforderliche Hin- und Herbewegung umgesetzt, wobei es ohne weiteres möglich ist, daß das hin- und herbewegliche Glied des Spindeltriebes sich längs einer Achse bewegt, welche mit der Längsachse der Hin- und Herbewegung des Pegelhalters fluchtet.

Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, einen derartigen Spindeltrieb als Hubspindeltrieb und diese als Kugel-gewindetrieb auszubilden, wobei die hin- und herbewegliche Hubspindel fest mit dem Pegelhalter verbunden ist. Der Einsatz eines Kugelgewindetriebs hat einen auf einen Bruchteil reduzierten Reibwert des Hubspindeltriebs zur Folge, womit ein hoher Wirkungsgrad, die Vermeidung eines sog. Stick-Slip-Effekts, eine geringe Erwärmung, ein geringer Verschleiß, höhere mögliche Drehzahlen, eine lange Lebensdauer und eine gleichbleibende Genauigkeit einhergehen.

Vorteilhaft ist ein Mutterglied des Hubspindeltriebs in den Rotor des Servomotors eingebaut. Die Hubspindel ist linear durch den Servomotor bewegbar. Somit steht die Hubspindel rotatorisch fest, während das Mutterglied die Drehbewegung vollzieht und damit die Hubspindel linear durch den Motor bewegt.

Im folgenden wird die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert, in der die für die Erfindung wesentlichen Teile eines Pegelmechanismus prinzipiell dargestellt sind.

Ein hinsichtlich seiner für die Erfindung wesentlichen Bauteile in der einzigen Figur prinzipiell dargestellter Pegelmechanismus gliedert sich in einen oberen Pegelzylinder 1 und einen unteren Pegelzylinder 2.

Dem unteren Pegelzylinder 2 ist ein Servomotor 3 zugeordnet, mittels dem die Antriebsenergie zur Hin- und Herbewegung des in der einzigen Figur nicht dargestellten Pegelhalters erzeugbar ist. Der Servomotor 3 ist in einer Verlängerung der Längsachse 4 der Hin- und Herbewegung des in der einzigen Figur nicht dargestellten Pegelhalters angeordnet.

Zwischen dem Servomotor 3 und dem in der Figur nicht dargestellten Pegelhalter ist ein Hubspindeltrieb 5 vorgesehen, mittels dem die seitens des Servomotors 3 erzeugte Rotationsenergie in die Hin- und Herbewegung des Pegelhalters umwandelbar ist.

Der Hubspindeltrieb 5 hat ein Mutterglied 6, auf das die Rotationsenergie des Servomotors 3 übertragen wird. Das Mutterglied 6 ist in Axialrichtung des Hubspindeltriebs 5 innerhalb des unteren Pegelzylinders 2 fixiert. Zu diesem Zweck ist in den Rotor des Servomotors 3 das Mutterglied 6 eingebaut. Das Mutterglied 6 wird von einer Hubspindel 7 des Hubspindeltriebs 5 durchgriffen, welche rotationsfest innerhalb des unteren Pegelzylinders 2 angeordnet ist und welche aufgrund des Gewindeeingriffs mit dem Mutterglied 6 des Hubspindeltriebs 5 bei einer Rotation des Mutterglieds 6 eine Längsbewegung ausführt. Durch diese Ausgestaltung wird erreicht, daß die Hubspindel 7 rotatorisch feststeht, während das Mutterglied 6 die Drehbewegung vollzieht und damit die Hubspindel 7 linear durch den Servomotor 3 bewegt. Je nach Drehrichtung des Servomotors 3 bzw. des Mutterglieds 6 bewegt sich die Hubspindel 7 des Hubspindeltriebs 5 in der einzigen Figur auf- oder abwärts.

Als besonders vorteilhaft erweist sich bei dieser Ausgestaltung mit dem rotierenden Mutterglied 6, daß auf einer feststehenden Gewindespindel mehrere Vorschubeinheiten angebracht werden können, die völlig unabhängig voneinander im Rahmen ihrer Bewegungsmöglichkeiten Positionen anfahren können.

An ihrem muttergliedfernen Ende ist die Hubspindel 7 fest mit einem Verbindungsglied 8 verbunden, das in geeigneter Weise mit dem in der einzigen Figur nicht dargestellten Pegelhalter verbunden ist.

Im Betrieb des Servomotors 3 überträgt dieser eine Drehbewegung auf das Mutterglied 6 des Hubspindeltriebs 5. Hierdurch wird die Hubspindel 7 des Hubspindeltriebs 5 in eine Aufwärts- oder Abwärtsbewegung versetzt, welche aufgrund der Verbindung der Hubspindel 7 über das Verbindungsglied 8 mit dem in der Figur nicht dargestellten Pegelhalter zu einer Auf- oder Abwärtsbewegung des Pegelhalters und damit des Pegels der Vor- oder Fertigform der Glasmaschine führt.

Der Hubspindeltrieb 5 ist gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung als Kugelgewindetrieb ausgebildet. Hierdurch ist es möglich, die Antriebsenergieübertragung zwischen dem Servomotor 3 und dem in der Figur nicht dargestellten Pegelhalter möglichst reibungsarm und mit großer Schnelligkeit durchzuführen. Aufgrund der exakten Regelbarkeit des Servomotors 3 kann die für den Pegelhalter bzw. den Pegel vorgegebene Bewegung hinsichtlich ihres Ablaufs mit großer Exaktheit durchgeführt werden. Darüber hinaus kann mittels einfacher Änderung der Programmierung eines Steuerteils des Servomotors 3 die Auf- und Abwärtsbewegung des Pegelhalters bzw. des Pegels an unterschiedliche Anforderungen angepaßt werden.


Anspruch[de]
  1. Pegelmechanismus für eine Vor- oder Fertigform einer Glasmaschine, mit einem Pegelhalter, der in Längsrichtung der Vor- oder Fertigform hin- und herbewegbar ist, und einem Servomotor (3), mittels dem die Antriebsenergie für die Bewegung des Pegelhalters erzeugbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Servomotor (3) in einer Verlängerung der Längsachse (4) der Hin- und Herbewegung des Pegelhalters angeordnet ist.
  2. Pegelmechanismus nach Anspruch 1, dessen Servomotor (3) mittels eines Spindeltriebs (5) in Antriebsverbindung mit dem Pegelhalter steht.
  3. Pegelmechanismus nach Anspruch 2, bei dem der Spindeltrieb als Hubspindeltrieb (5) ausgebildet ist, dessen Hubspindel (7) fest mit dem Pegelhalter verbunden ist.
  4. Pegelmechanismus nach Anspruch 3, bei dem der Hubspindeltrieb als Kugelgewindetrieb ausgebildet ist.
  5. Pegelmechanismus nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Mutterglied (6) des Hubspindeltriebs (5) in den Rotor des Servomotors (3) eingebaut ist.
  6. Pegelmechanismus nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubspindel (7) linear durch den Servomotor (3) bewegbar ist.






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