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Dokumentenidentifikation DE10215695A1 23.10.2003
Titel Nautische Bodensenk-und Vorschubanlage für Globale Verfahren
Anmelder Göbel, Werner, Dipl.-Ing., 03103 Neupetershain, DE
Vertreter Patentanwaltskanzlei Gerald Haschick, 03046 Cottbus
DE-Anmeldedatum 10.04.2002
DE-Aktenzeichen 10215695
Offenlegungstag 23.10.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.10.2003
IPC-Hauptklasse E02B 5/08
IPC-Nebenklasse E02F 5/28   B63B 35/44   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine nautische Bodensenk- und Vorschubanlage zum Bau von Wasserkanälen und ungehinderten Bereinigung von befahrbaren Wassergräben, Flussläufen, Reinigungsstraßen entsprechender Breite und Untergrundsäuberung, um eine reibungslose Befahrbarkeit durch Wasserfahrzeuge, wie Boote, Schiffe etc., zu gewährleisten.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine nautische Bodensenk- und Vorschubanlage zum Bau von Wasserkanälen und ungehinderten Bereinigung von befahrbaren Wassergräben, Flussläufen, Reinigungsstraßen entsprechender Breite und Untergrundsäuberung, um eine reibungslose Befahrbarkeit durch Wasserfahrzeuge, wie Boote, Schiffe etc. zu gewährleisten.

Der Stand der Technik stellt sich dahingehend dar, dass zur Säuberung der befahrbaren Wassergräben, Flussläufe, Reinigungsstraßen entsprechender Breite und des Untergrundes entsprechende Saugspül- oder Greiferanlagen zum Einsatz kommen. Der Nachteil dieser technischen Lösung liegt darin begründet, dass diese Anlagen nur bedingt einsetzbar sind, da bei Durchführung der erforderlichen Säuberungsarbeiten die Standsicherheit durch Bodenrutschung nicht gegeben ist. Allgemeine Spülstromverfahren lassen nur eine bestimmte Rotationsbreite zu, welche zur Bewältigung der Aushubmassen nicht ausreicht.

Ziel der Erfindung ist es, eine bewegliche Wasserkanalanlage zu finden, welche Hindernisse oder andere im Bodenbereich vorliegende Einlagerungen umgeht und somit die Nachteile des Standes der Technik aufhebt.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine nautische Bodensenk- und Vorschubanlage zu finden, welche durch ihre Beweglichkeit uneingeschränkt in der Lage ist, Wasserkanäle zu schaffen, zu säubern bzw. zu spülen, Einlagerungen zu greifen und abzubaggern.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass sich die Bodensenk- und Vorschubanlage auf einer schwimmenden Plattform oder einem Schiff befindet. Sie kann höhenverstellbar durch Erweiterungs- oder Verkleinerungsbaueinheiten gestaltet werden, um Hindernisse oder andere im Bodenbereich befindliche Einlagerungen zu umgehen.

Die Bodensenk- und Vorschubanlage ist steuerbar. Zur eventuellen Stabilitätsverbesserung können entsprechende Erdanker oder seitliche Bodenverankerungen zum Einsatz kommen. Es besteht die Möglichkeit, die Bodensenk- und Vorschubanlage von der Rasensohle aus bis auf die notwendige Tiefe zu bringen oder durch Liegendbaggerung nach oben zur Rasensohle zu gelangen. Die Hubvorrichtung gestattet eine dementsprechende Tiefe, welche auch die Uferbegradigung und Anbaggerung einer schiefen Ebene erlaubt. Mit dieser Anlagenausführung ist ein lotrechtes oder pendelndes Entnehmen der bündigen, rolligen und leicht abbaubaren Boden- und Reststoffmassen gegeben. Die nautische Bodensenk- und Vorschubanlage ermöglicht eine diskontinuierliche Abbaggerung von Massen sowie auch kleinen Ablagerungen, die nach Übertage gefördert werden sollen, nach manueller oder elektronische Beobachtung. Der Einsatz der nautischen Bodensenk- und Vorschubanlage besitzt für die Menschheit, besonders für die Umwelt in Krisen-, Steppen- und Wüstengebieten, einen sehr hohen ökonomischen Wert, da es durch diese Einheit gelingt, die besagten Trockengebiete zu befeuchten und lebenswichtige Bäume, Sträucher, Pflanzen und Tiere als auch Wasseroasen zu erhalten.

Die Erfindung wird nun an einem Ausführungsbeispiel näher beschrieben, wobei eine Zeichnung gegeben ist.

Fig. 1 nautische Bodensenk- und Vorschubanlage

Die Fig. 1 zeigt eine nautische Bodensenk- und Vorschubanlage, welche für die Reinigung von Wasserkanalstraßen sowie für die Neubaggerung oder Begradigung dieser ausgeführt ist. Auf einer umlaufenden Lamellenkette an der Lamellenwand sind je nach Verwendungszweck eine bestimmte Anzahl von Grabwerkzeugen variabel angeordnet. Die nautische Bodensenk- und Vorschubanlage zum Ausheben von Wasserkanalstraßen ist mit einer umlaufenden Fräsbaggerkette, die eine bestimmte Anzahl von Grabwerkzeugen 3' besitzt, so ausgerüstet, dass ein kontinuierliches Abtragen 1 ermöglicht wird. Die Fräsvorschubeinrichtung 6, die durch Zwischenbaueinheiten verkleinert oder verlängert werden kann, und die mittels eines Antriebes 4 zur umlaufenden Bewegung und deren Abraum gestaltet wurde, entnimmt die Bodenmassen von unten nach oben. Die schwimmende Plattform 2, Schiff oder auch Pontonanlage genannt, besitzt auf der Deckfläche der Einheit die Tragwerkkonstruktion 5 und kann durch eine gegebenenfalls erforderliche Hubwerkseinrichtung entsprechend durch eine Hydraulikanlage oder mechanische Aufbauvariante betrieben werden, um die Höheneinstellung je nach erforderlicher Bodensenkung zu garantieren. Da die nautische Bodensenk- und Vorschubanlage durch eine Umlenkrolle 7 ausgestattet ist, kann die Stabilität je nach Erfordernis und dem entsprechenden Antrieb 4 statisch ausgelegt werden. Der Gesamtprozess des Fräsbaggerns wird durch die auf der Schwimmplattform 2 installierte Betriebseinheit motorisch arbeitsmäßig bedient. Der auf der Schwimmplattform 2 vorgesehene Aufnahmevorrichtungsaufbau 8 für ein Förderband kann die fräsgebaggerten Abraumteile auf diesen abwerfen und durch Bewegung nach der rechten oder linken Seite (90°) zur nautischen Bodensenk- und Vorschubanlage auf dem festen Erdreich nebenan abbaggern, damit diese Bodenmassen nicht in das wasserführende Kanalsystem gelangen. Eine Austauschbarkeit der Lamellengrabwerkzeuge 3' für Ersatzvorrichtungen sollte Bestandteil dieser Kombination sein. Bezugszeichen 1 kontinuierliches Abtragen

2 Schwimmplattform

3 Fräsbaggerkette

3' Lamellengrabwerkzeug

4 Antrieb

5 Tragwerkkonstruktion

6 Fräsbaggervorschubeinrichtung

7 Umlenkrolle

8 Aufnahmevorrichtungsaufbau


Anspruch[de]
  1. 1. Nautische Bodensenk- und Vorschubanlage zur Reinigung von Fluss- und Standwasserkanälen sowie zur Herstellung zusätzlicher und neu zu errichtender Wasserkanalstraßen dadurch gekennzeichnet, dass eine Höhenverstellbarkeit und eine Bewegungsvorrichtung zum horizontalen bzw. vertikalen Betrieb gegeben sind, wobei auf einer umlaufenden Lamellenkette (3) eine bestimmte Anzahl von Lamellengrabwerkzeugen (3') variabel angeordnet sind, die ein kontinuierliches Abtragen (1) von unten nach oben ermöglichen.
  2. 2. Nautische Bodensenk- und Vorschubanlage nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass eine Fräsbaggervorschubeinrichtung (6) durch einen Antrieb (4) bewegt und gesteuert wird.
  3. 3. Nautische Bodensenk- und Vorschubanlage nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass Hindernisse oder andere im Bodenbereich vorhandene Einlagerungen durch die Steuerung der auf einer Schwimmplattform (2) befindlichen Anlage umgangen werden können.
  4. 4. Nautische Bodensenk- und Vorschubanlage nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die fräsgebaggerten Abraumteile durch rechts- bzw. linksseitige Lenkbewegung auf dem Aufnahmevorrichtungsaufbau (8) ablegt werden.
  5. 5. Nautische Bodensenk- und Vorschubanlage nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass Erweiterungs- und Verkleinerungsbaueinheiten montierbar sind.






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