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Dokumentenidentifikation DE10216496A1 23.10.2003
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von Schläuchen, insbesondere Feuerwehrschläuchen
Anmelder Rud. Prey GmbH, 24113 Kiel, DE
Erfinder Prey, Karl-Heinz, 24105 Kiel, DE
Vertreter Patentanwälte Hauck, Graalfs, Wehnert, Döring, Siemons, 20354 Hamburg
DE-Anmeldedatum 11.04.2002
DE-Aktenzeichen 10216496
Offenlegungstag 23.10.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.10.2003
IPC-Hauptklasse A62C 33/02
IPC-Nebenklasse F26B 3/00   F26B 15/00   
Zusammenfassung Verfahren zum Trocknen von Schläuchen, insbesondere Feuerwehrschläuchen, bei dem ein im Querschnitt begrenzter Warmluftstrom nahezu ausschließlich durch mehrere beabstandet übereinander oder nebeneinander angeordnete relativ kompakte Schlauchpakete geleitet wird, derart, daß der Warmluftstrom im wesentlichen nur durch die Schlauchanordnung hindurch und unmittelbar an den seitlich außen liegenden Schlauchflächen entlang strömt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Trocknen von Schläuchen, insbesondere Feuerwehrschläuchen nach dem Patentanspruch 1 oder 2.

Feuerwehrschläuche, die bekanntlich einen Textilmantel aufweisen, müssen nach Gebrauch bzw. einer Reinigung getrocknet werden. Es ist bekannt, Feuerwehrschläuche in Schlauchtrocknungstürmen zu trocknen. Häufig steht ein solcher Schlauchtrocknungsturm nicht zur Verfügung. Alternativ werden dann die Schläuche in Trocknungsschränken, Trocknungskanälen oder Prozeßtrocknerstrecken getrocknet. Ein Trocknungskanal ist etwa in DE 31 22 063 A1 beschrieben. Mehrere Schläuche werden parallel in einem horizontal angeordneten Kanal einem Warmluftstrom ausgesetzt, der von einem Heizgebläse erzeugt wird. Die Warmluft wird anschließend getrocknet und rückgeführt, wobei eine Wärmerückgewinnung vorgesehen ist, um den Energieaufwand zu optimieren.

Bei diesem Verfahren ist nach dem Füllen des Kanals während des zwei- bis dreistündigen Trocknungsvorgangs kein Schlauchpflegebetrieb möglich.

Aus DE 40 06 859 A1 ist bekannt geworden, mehrere nebeneinander angeordnete Feuerwehrschläuche horizontal quer zu einem Warmluftstrom zu führen, wobei gleichzeitig Wassertropfen und feuchte Luft von der Schlauchoberfläche abgesaugt werden. Bei diesem Verfahren findet die Entfeuchtung in einem Arbeitsgang während des Waschvorgangs statt, wobei Durchlaufzeiten von ca. 5 Minuten realisiert werden. Es lässt sich jedoch auf diese Weise keine vollständige Außentrocknung erzielen.

Aus DE 42 14 815 C1 ist auch bekannt geworden, von Feuerwehrschläuchen außen Wasser abzusaugen und anschließend bei einer Förderung des Schlauches zu einer Wickelvorrichtung einen Warmluftstrom auf die Außenseite des Schlauches zu richten. Mit diesem Verfahren ist nur eine Vorentnässung möglich.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Trocknen von Schläuchen, insbesondere Feuerwehrschläuchen anzugeben, mit dem eine vollständige Trocknung des Schlauchmantels mit geringstmöglichem Energieeinsatz erzielt werden kann, wobei ein kontinuierliches paralleles Arbeiten im Zusammenspiel mit einer Schlauchpflegeanlage anzustreben ist.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Patentansprüche 1 und 2 gelöst.

Der Grundgedanke des Verfahrens nach Patentanspruch 1 geht von dem bereits erwähnten Trocknungsschrank aus, der bisher neben anderen Verfahren zur Trocknung von Feuerwehrschläuchen verwendet wird. Ein Trocknungsschrank der bekannten Art weist mehrere übereinander angeordnete Fächer auf, deren Boden luftdurchlässig ist. Ein zumeist an der Oberseite angeordnetes Heizgebläse erzeugt einen Warmluftstrom, der von oben nach unten durch den Trocknungsschrank gelenkt wird. Die nassen Feuerwehrschläuche werden vorher lose aufgewickelt und als Wickel in die Fächer des Trocknungsschrankes eingelegt, wobei zu den einzelnen Fächern Klappen oder Türen führen, die im Betrieb geschlossen werden. Nachteilig bei derartigen Trocknungsschränken ist, daß ein großer Teil des Warmluftstromes ungenutzt durch den Trocknungsschrank hindurchtritt, da bekanntlich der Luftstrom den Weg des geringsten Widerstandes nimmt. Ferner entweicht beim Öffnen des Schrankes eine nicht unerhebliche Wärmemenge.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird der Warmluftstrom im wesentlichen durch die Schlauchpakete selbst hindurchgelenkt bzw. zu den außen liegenden seitlichen Schlauchflächen, so daß ein inniger Kontakt zwischen dem Warmluftstrom und dem Schlauchmantel hergestellt wird, ohne daß nennenswerte Luftmengen ungenutzt am Schlauchpaket vorbeigeführt werden.

Wenn vorstehend und nachstehend von einem Schlauchpaket gesprochen wird, dann umfaßt diese Bezeichnung sowohl übliche Schlauchwickel, die vorzugsweise gelockert sind, damit Warmluft in den Abständen zwischen einzelnen Windungen hindurch treten kann, als auch andere kompakte Schlauchanordnungen, beispielsweise in Mäanderform oder mehr oder weniger ungeregelt zusammengepackt. Letzteres kann z. B. der Fall sein, wenn ein Schlauch durch automatische Zuführung, etwa über Rollen, in ein Fach des Strömungskanales eingebracht oder in sogenannte Buchten abgelegt wird.

Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht eine rasche, intensive und vollständige Trocknung einer Mehrzahl von Feuerwehrschläuchen mit einem minimalen Energie- und Arbeitsaufwand.

Bei dem Verfahren nach Patentanspruch 2 sind die Schlauchpakete in ähnlicher Weise angeordnet wie bei dem Verfahren nach Patentanspruch 1. Sie werden darüber hinaus schrittweise oder kontinuierlich entgegen der Strömungsrichtung des Warmluftstromes bewegt. Hierbei erfolgt eine vollständige Ausnutzung der zur Trocknung eingesetzten Energie. Der oberste bereits am weitesten getrocknete Schlauch wird der wärmsten und trockensten Luft ausgesetzt, so daß auch die Restfeuchte wirkungsvoll entzogen werden kann. Der Zeitdurchlauf des einzelnen Schlauches entspricht dabei der physikalisch notwendigen Trocknungszeit. Vorteilhaft bei diesem Verfahren ist, daß ein kontinuierliches Arbeiten möglich ist. Ferner kann die Verweildauer des Schlauches während des Förderzyklus in Einklang gebracht werden mit dem Pflegedurchsatz einer vorgeschalteten Schlauchpflegeanlage.

Als Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung ist eine längliche, einen Strömungskanal bildende Trockenkammer vorgesehen, in der die Schlauchpakete auf luftdurchlässigen Ablageflächen abgelegt sind. Die Strömungsrichtung ist quer zu den Ablageflächen bzw. den Schlauchpaketen, wobei der Querschnitt des Kanals so ausgeführt ist, daß die Schlauchpakete diesen im wesentlichen ausfüllen, jedoch ausreichend Zwischenräume belassen, damit die Warmluft hindurchtreten und die Trocknung vornehmen kann. Besonders vorteilhaft ist ein kreisförmiger Querschnitt des Strömungskanals, insbesondere wenn die Schlauchpakete in Form von losen Wickeln vorliegen. Es können jedoch auch quadratische oder auch rechteckige Querschnitte vorgesehen werden, wobei sich dann die äußere Lage an die Kontur des Querschnitts anpaßt. Werden auf einer Ablagefläche zwei Pakete nebeneinander angeordnet, kann auch ein ovaler oder rechteckiger Querschnitt gewählt werden.

Es ist denkbar, die Schlauchpakete auf im Strömungskanal fest angeordneten Böden oder dergleichen abzulegen. Vorzuziehen ist nach einer Ausgestaltung der Erfindung die Verwendung von getrennten Paletten, auf welchen außerhalb der Trocknungskammer die Schlauchpakete abgelegt werden, um anschließend mit den Paletten in die Trocknungskammer eingebracht zu werden. Dies erleichtert das Beladen und Entladen der Schlauchpakete und die Herstellung der gewünschten Schlauchkonfiguration (z. B. loser Wickel) vor dem Beladevorgang.

Falls gewünscht ist, die Schlauchpakete schrittweise oder kontinuierlich durch den Strömungskanal entgegengesetzt der Strömungsrichtung des Warmluftstromes zu bewegen, sieht eine Ausgestaltung der Erfindung eine Fördervorrichtung vor, die der Trocknungskammer zugeordnet ist, wobei die Beladeöffnung in einem Endbereich und die Entladeöffnung im anderen Endbereich der Trocknungskammer angeordnet ist. Die Fördervorrichtung kann ein Linearförderer sein, beispielsweise in Form eines Hubzylinders oder dergleichen. Es kann jedoch auch eine Endlosfördervorrichtung vorgesehen werden, wobei zumindest ein Fördertrum innerhalb des Strömungskanals bewegt wird und der andere Teil der Schleife außerhalb des Strömungskanals liegen kann. Es kann jedoch auch daran gedacht sein, den Strömungskanal in U-Form oder als vollständige Schleife auszuführen und mit einer Endlosfördervorrichtung zu versehen, beispielsweise in Form eines sogenannten Paternosters. Hierbei kann der Rückführungsteil des Strömungskanals ebenfalls zur Trocknung herangezogen werden, beispielsweise indem ein zweites Gebläse vorgesehen wird oder die Warmluft in diesen Teil dann nicht entgegengesetzt der Förderrichtung gerichtet ist, sondern in der Förderrichtung. Bei der zuletzt beschriebenen Ausführungsform ist ggf nachteilig, daß mehr Platz benötigt wird. Vorteilhaft daran ist, daß Belade- und Entladeöffnung als nur eine Öffnung in günstiger Tischhöhe liegen können.

Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Paletten stapelbar ausgebildet, wobei zwischen benachbarten Paletten ausreichend Raum für die Aufnahme eines Schlauchpaketes gebildet ist. Die einzelnen Schlauchpakete sollten einen gewissen Abstand voneinander aufweisen. Ist das Schlauchpaket in Form eines Wickels aufgenommen, dann sollte dieser Abstand z. B. dem halben Durchmesser eines Schlauches entsprechen. Die Paletten können dabei einen variablen Stapelabstand besitzen, um die Leistung an verschiedene Schlauchdurchmesser anzupassen.

Zwecks Stapelbarkeit können die Paletten als Kasten oder Steigen ausgebildet sein, wobei eine Wandung vorgesehen ist, die Strömungsleiteigenschaften aufweist. Zwischen der Wandung einer Palette und der Wandung des Strömungskanals können Dichtelemente in Form von Dichtlamellen, Manschetten oder dergleichen angeordnet sein, die mit der Wandung der übereinander gestellten Kassetten zusammenwirken.

In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung kann die Wandung der Paletten auch ganz oder teilweise abnehmbar ausgeführt sein, um das Aufschieben eines Schlauchpaketes auf eine Palette zu erleichtern, falls nicht vorgezogen wird, die Wandung mit einer Öffnung, die durch eine Klappe oder Tür verschlossen werden kann, auszubilden.

Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen werden, den Boden der Palette mit einer Öffnung zu versehen. Falls das Schlauchpaket in Form eines Wickels vorliegt, der in aufgelockerter Form auf der Palette liegt, ist nach dem Trocknen ein Nachwickeln erforderlich. Dieses Nachwickeln kann noch innerhalb der Palette erfolgen, indem über die Öffnung im Boden die Dorne der Nachwickelvorrichtung eingreifen. Ein eng gewickelter Schlauch läßt sich naturgemäß leichter handhaben als ein locker gewickelter Schlauch, wie dies für den Trocknungsvorgang geboten ist.

Wie schon erwähnt, kann die Fördervorrichtung von einer Hubvorrichtung gebildet sein, die beispielsweise eine Hubplattform aufweist, auf welche die beladenen Paletten nach und nach aufgeschoben werden. Die Hubvorrichtung bildet mit den nach und nach zugeführten Paletten einen Stapel, der mittels einer selbsttätig lösbaren Verriegelungsvorrichtung gehalten werden kann, wenn die Hubvorrichtung einen vorgegebenen Hub ausgeführt hat. Die Verriegelungsvorrichtung kann z. B. eine Klinke oder dergleichen aufweisen, welche das Anheben eines Stapels ermöglicht, jedoch bei einer entgegengesetzten Bewegung an der Unterseite des Stapels bzw. der untersten Palette angreift, um den Stapel in der eingenommenen Position zu halten.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.

Die einzige Figur zeigt schematisch eine Vorrichtung zum Trocknen von Feuerwehrschläuchen nach der Erfindung.

In der Figur bezeichnet 10 einen aufrecht stehenden Strömungskanal, der im wesentlichen durch einen Blechmantel 12 von kreisrundem Querschnitt gebildet ist. Das obere Ende des aufrecht stehenden Blechmantels 12, der eine geeignete Wärmeisolierung (nicht gezeigt) aufweisen kann, ist verschlossen, weist jedoch eine nicht gezeigte Eintrittsöffnung auf für Warmluft, die in Richtung des Pfeils 14 von oben nach unten strömt. Sie wird erzeugt von einem Gebläse 16, das mit elektrischen Heizwiderständen 18 zusammenwirkt. Der Anschlußkasten für Gebläse und Heizung ist mit 20 bezeichnet.

Am Boden des Strömungskanals, der mit 22 bezeichnet ist, befindet sich ein Abluftrohr 24 für die eingetragene Luft. Auf dem Boden 12 innerhalb des Strömungskanals 10 ist auch eine Hubeinrichtung 26 angeordnet, die mit einem Hubtisch 28 zusammenwirkt. Der Hubtisch kann um einen bestimmten Hub angehoben werden, wie durch gestrichelte Linien angedeutet. Dieser wird motorisch oder manuell bewegt.

Der Mantel 12 hat in Höhe des Hubtisches 28 in seiner abgesenkten Lage eine Beladeöffnung 30, die von einer Klappe 32 geschlossen werden kann. In der Zeichnung ist sie in der geöffneten Position dargestellt. Im oberen Endbereich weist der Mantel 12 eine Entladeöffnung 34 auf, welche von einer Klappe 36 verschlossen werden kann, die bei 38 schwenkbar gelagert ist. An der Unterseite der Entladeöffnung 34 befindet sich eine Entnahmeeinrichtung 40.

Die Klappen 32 und 36 können vertikal oder horizontal schwenkend oder als Hub- oder Steckklappen ausgebildet sein.

Innerhalb des Strömungskanals 10 befindet sich eine Anzahl von übereinander gestapelten Paletten 42, deren Außenkontur an den Querschnitt des Strömungskanals 10 angepaßt ist, wobei nur ein relativ schmaler Spalt zur Kanalwand hin frei bleibt. Jede Palette 42 weist einen luftdurchlässigen Boden auf und eine Seitenwand 44. Mithin verwirklicht der gezeigte Stapel seinerseits einen Strömungskanal, welcher durch die einzelnen Wände der Paletten 42 gebildet ist. Der gezeigte Stapel bzw. die unterste Palette 42 wird von einer Klinke 48 abgestützt, die an der Innenseite des Mantels 12 schwenkbar gelagert ist derart, daß sie eine Bewegung des Stapels bzw. der Paletten nach oben erlaubt, nicht jedoch eine entgegengesetzte Bewegung. Der hierfür vorgesehene Anschlag für die Klinke 48 ist nicht dargestellt.

In Höhe der Beladeöffnung 30 ist ein Vorlagetisch 50 dargestellt, dem ein sogenannter Nasswickler 52 vorgeordnet ist. Gereinigte Schläuche werden mit Hilfe des Nasswicklers 52 zu einem Wickel einfach oder hälftig gewickelt und der Vorlagetisch 50 in Richtung Beladeöffnung 30 gefördert. Dies kann von Hand geschehen oder automatisch.

Zwischen dem Vorlagetisch 50 und der Beladeöffnung 30 ist eine Auflagefläche 54a vorgesehen, auf der eine Palette 42 abgelegt ist. Die Auflagefläche 54a ist um soviel tiefer als der Vorlagetisch 50, daß der Wickel 54 einfach in die Palette 42 auf der Auflagefläche 54 geschoben werden kann. Die Palette 42 wird mit einem Wickel beladen, der vom Vorlagetisch 50 oder direkt vom Nasswickler genommen wird. Der Wickel wird auf der Palette liegend entweder von Hand oder auf automatische Weise unter Ausnutzung der Palettenfläche gelockert, so daß sich zwischen den Windungen des Wickels ein gewisser Abstand einstellt. Der Wickel ist bei 54 gestrichelt angedeutet. Aus dieser Beschreibung ergibt sich, daß der Durchmesser der Palette so bemessen ist, daß der Wickel 54 in lockerer Form aufgenommen wird, ohne daß jedoch große Freiflächen auf der Außenseite des Wickels 54 gebildet sind.

Von der Auflagefläche 54a wird dann die Palette 42 mit dem Wickel 54 auf den Hubtisch 28 gefördert. Dies kann ebenfalls von Hand oder auch auf anderem Wege automatisch erfolgen. Anschließend hebt der Hubtisch 28 die neue Palette 52 zunächst an bis an den Stapel darüber, und anschließend in einem Zuge den gesamten Stapel, bis die Klinke 48 die Unterseite der neuen Palette untergreifen kann. Danach wird der Hubtisch 28 wieder in seine Ausgangsposition abgesenkt. Dieser Vorgang kann sich taktweise wiederholen, wobei der Takt abgestellt ist auf die Gesamtzeit, welche eine Palette innerhalb des Strömungskanals 10 verbleiben soll, bis eine komplette Trocknung des jeweils aufgenommenen Schlauches stattgefunden hat. Dies soll der Fall sein, wenn die Palette die oberste Position in Höhe der Entladeöffnung 34 erreicht hat. Die oberste Palette wird über die geöffnete Entladeöffnung 34 mittels Entnahmevorrichtung 40 entnommen. Dies kann wiederum automatisch erfolgen oder von Hand. Anschließend kann die Palette wieder auf die Auflage 54a aufgelegt werden, was wiederum von Hand oder auf automatischem Wege stattfinden kann. Unterhalb der Auflagefläche 54a ist eine Nachwickeleinrichtung 56 angeordnet, die vorzugsweise das waagerechte Verschieben des Schlauchwickels gestattet und über eine Öffnung im Boden der Palette 42 den lockeren Schlauchwickel eng wickeln kann, damit er schlauchlagerfertig stramm gewickelt und wurfausrollfähig für den nächsten Löscheinsatz gehandhabt, transportiert und verstaut werden kann. Nach diesem Vorgang ist die Palette wieder bereit zur Aufnahme des nächsten Nassschlauches.

Es sei noch erwähnt, daß die Abluft am Abluftrohr 24, die noch eine gewisse Wärme und eine hohe Feuchtigkeit enthält, behandelt werden kann, beispielsweise durch ein entsprechendes Trocknen, damit sie zum Gebläse 16 zurückgeführt werden kann. Außerdem kann eine Wärmerückgewinnung über eine Wärmepumpe oder dergleichen vorgenommen werden (nicht gezeigt).

Falls die Entladeöffnung 34 aus ergonomischen Gründen zu hoch zu liegen kommt, kann durch entsprechende konstruktive Vorkehrungen dafür gesorgt werden, daß Kanal und Hubtisch tiefer angeordnet werden und die Beladung mittels einer Rutsche oder dergleichen erfolgt, auf der die Paletten nach unten gleiten.

Auch kann die Entladeöffnung oder auch die Be- und Entladeöffnung um 90° geschwenkt zur Anlagenbedienseite ausgerichtet sein und ggf. ein Stufenpodest vorgelagert sein, wobei die Beladung dann nicht mehr verschiebend von der Auflage 54 erfolgt.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Trocknen von Schläuchen, insbesondere Feuerwehrschläuchen bei dem ein im Querschnitt begrenzter Warmluftstrom nahezu ausschließlich durch mehrere beabstandet übereinander oder nebeneinander angeordnete relativ kompakte Schlauchpakete geleitet derart, daß der Warmluftstrom im wesentlichen nur durch die Schlauchanordnung hindurch und unmittelbar an den seitlich außen liegenden Schlauchflächen entlang strömt.
  2. 2. Verfahren zum Trocknen von Schläuchen, insbesondere Feuerwehrschläuchen bei dem ein im Querschnitt begrenzter Warmluftstrom nahezu ausschließlich durch mehrere beabstandet übereinander oder nebeneinander angeordnete relativ kompakte Schlauchpakete geleitet wird und die Schlauchpakete kontinuierlich oder schrittweise entgegen dem Warmluftstrom vorbewegt werden.
  3. 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine längliche, einen Strömungskanal bildende Trockenkammer vorgesehen ist, in der Schlauchpakete auf luftdurchlässigen Ablageflächen abgelegt sind, die quer zur Strömungsrichtung des Warmluftstromes eines Warmluftgebläses in Abständen zueinander angeordnet sind, und den Querschnitt im Strömungskanal im wesentlichen ausfüllen.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablageflächen von getrennten Paletten gebildet sind, die über eine Beladeöffnung in die Trockenkammer (10) einführbar und über eine Entladeöffnung (34) entnehmbar oder über eine gemeinsame Be- und Entladeöffnung einführbar sind.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Fördereinrichtung der Trockenkammer (10) zugeordnet ist, wobei die Beladeöffnung (30) in einem Endbereich und die Entladeöffnung (34) im anderen Endbereich der Trockenkammer (10) bzw. einer Förderstrecke angeordnet ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Paletten (42) stapelbar ausgebildet sind, wobei zwischen Böden benachbarter Paletten (42) ausreichend Raum für die Aufnahme eines Schlauchpakets gebildet ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Paletten (42) kasten- oder steigenförmig ausgebildet sind und vorzugsweise eine luftundurchlässige Wandung (44) aufweisen.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung der Paletten ganz oder teilweise lösbar anbringbar ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Abschnitt der Wandung der Paletten als Klappe, Tür oder dergleichen ausgebildet ist.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils zuletzt in die Trocknungskammer eingesetzte Palette alle darüberliegenden Paletten trägt.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden der Paletten (42) eine Öffnung aufweist für Dorne einer Nachwickeleinrichtung (56).
  12. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenfläche der Paletten (42) so bemessen ist, daß die Windungen eines lockeren Schlauchwickels einen Abstand voneinander aufweisen können.
  13. 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß eine Hubeinrichtung (26, 28) an einem Ende einer stehend angeordneten Trockenkammer (10) vorgesehen ist zum schrittweisen Anheben eines Stapels von Paletten (42) in der Trockenkammer (10) und eine selbsttätig lösbare Verriegelungsvorrichung (48) die jeweils unterste Palette (42) nach einem Hub in ihrer Position festhält bzw. verriegelt.
  14. 14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß in der Trockenkammer (10) flexible Dichtelemente (60) angeordnet sind, die mit der Außenseite der Wandung (44) der Paletten (42) in Eingriff sind.
  15. 15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß ein Auflagefläche (50a) in Höhe der Beladeöffnung (30) vorgesehen ist.
  16. 16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Vorlagetisch (50) und der Beladeöffnung (30) eine Nachwickelvorrichtung (56) angeordnet ist.
  17. 17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 16, gekennzeichnet durch eine Rückführvorrichtung für den Luftstrom am Ende des Strömungskanals zum Heizgebläse, gegebenenfalls über eine Wärmerückgewinnungs- und/oder Trocknungsvorrichtung.
  18. 18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des Strömungskanals (10) rechteckig, quadratisch oder kreisförmig ist.
  19. 19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagefläche (50a) in einer Ebene mit der Beladeöffnung angeordnet ist und der Vorlagetisch (50) mindestens auf einer Höhe mit der Palettenoberkante angeordnet ist.






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