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Dokumentenidentifikation DE10217025A1 30.10.2003
Titel Offenend-Spinnrotor
Anmelder Wilhelm Stahlecker GmbH, 73326 Deggingen, DE
Erfinder Burchert, Mathias, 73326 Deggingen, DE
Vertreter Patentanwälte Ruff, Wilhelm, Beier, Dauster & Partner, 70174 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 11.04.2002
DE-Aktenzeichen 10217025
Offenlegungstag 30.10.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.10.2003
IPC-Hauptklasse D01H 4/24
IPC-Nebenklasse D01H 4/10   
Zusammenfassung Beschrieben wird ein Offenend-Spinnrotor, an dessen Rotorboden eine Abstützfläche für ein Reinigungselement vorgesehen ist. Der Boden ist mit wenigstens einer Aussparung zum radialen Ausrichten des Reinigungselementes zur Fasersammelrille versehen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Offenend-Spinnrotor mit einem hohlen Innenraum und einer darin befindlichen Fasersammelrille, einer den Innenraum zugänglich machenden offenen Vorderseite, einem den Innenraum an seiner Hinterseite abschließenden Rotorboden sowie mit einer ein Abstützen eines in den Innenraum einführbaren Reinigungselementes ermöglichenden Abstützfläche.

Ein Offenend-Spinnrotor dieser Art ist durch die DE 33 13 926 A1, Fig. 5, Stand der Technik. Durch die offene Vorderseite des bekannten Offenend-Spinnrotors ist eine rotierende Reinigungsbürste in den Innenraum einführbar und der Fasersammelrille zustellbar. Eine schalenförmige Bremse der Reinigungseinrichtung stützt sich dabei von außen gegen eine kegelförmige Fläche des Offenend-Spinnrotors ab und bremst diesen bis zum Stillstand ab. Damit soll erreicht werden, dass die aerodynamischen Lager, mit denen der bekannte Offenend- Spinnrotor gelagert ist, während des Reinigens der Fasersammelrille nicht belastet werden.

Mit Offenend-Spinnrotoren kann man nur dann gute Garne spinnen, wenn die Fasersammelrille sauber gehalten wird. Dies gilt insbesondere bei hohen Drehzahlen. Zum Reinigen der Fasersammelrille wiederum ist es wichtig, dass die Reinigungselemente möglichst exakt zur Fasersammelrille ausgerichtet werden.

Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zu Grunde, einen Offenend-Spinnrotor zu schaffen, der ein exaktes Ausrichten von Reinigungselementen möglich macht.

Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Abstützfläche am Rotorboden vorgesehen ist, der mit wenigstens einer Aussparung zum radialen Ausrichten eines Reinigungselementes zur Fasersammelrille versehen ist.

Die am Rotorboden befindliche Aussparung, die von vornherein zur Fasersammelrille genau positioniert ist, macht es möglich, ein in den Innenraum eingeführtes Reinigungselement genau auszurichten. Hierfür müssen natürlich am Reinigungselement die entsprechenden, der Aussparung zugeordneten Gegenflächen angebracht sein. Die Aussparung kann sich dabei vorteilhaft in der Rotorachse befinden oder auch koaxial zu dieser, beispielsweise als Ringnut, ausgebildet sein.

Da neben dem radialen Ausrichten eines Reinigungselementes zur Fasersammelrille auch ein axiales Ausrichten möglich sein soll, ist in Ausgestaltung der Erfindung der Aussparung ein axialer Anschlag zum axialen Ausrichten des Reinigungselementes zur Fasersammelrille zugeordnet. Ein solcher Anschlag kann beispielsweise als eine die Aussparung umgebende plane Fläche ausgebildet sein.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele.

Es zeigen:

Fig. 1 einen Axialschnitt durch einen vergrößert dargestellten erfindungsgemäßen Offenend- Spinnrotor und ein den Offenend-Spinnrotor umgebendes Rotorgehäuse,

Fig. 2 und 3 in gegenüber Fig. 1 verkleinerter und schematisierter Darstellung zwei weitere Ausführungen von erfindungsgemäßen Offenend-Spinnrotoren.

Der in Fig. 1 im Axialschnitt dargestellte Offenend-Spinnrotor 1 ist für einen nachfolgend noch näher zu erläuternden Wartungsvorgang vorbereitet. Er ist mit nicht dargestellten Bremsmitteln vorübergehend unbeweglich gehalten. Insbesondere handelt es sich um einen Offenend- Spinnrotor 1 mit heute üblichem kleinem Durchmesser von vorzugsweise weniger als 30 mm.

Der Offenend-Spinnrotor 1 ist in einem Rotorgehäuse 2 angeordnet und läuft in der durch das Rotorgehäuse 2 gebildeten Unterdruckkammer 3 bei Betrieb mit hohen Drehzahlen um. Während des Spinnens ist das Rotorgehäuse 2 mit einer nicht dargestellten Abdeckung dicht verschlossen. Mit A ist die Absaugrichtung des installierten Unterdruckes angegeben, die bei Betrieb des Offenend-Spinnaggregates in erster Linie dem Zweck dient, dem Offenend-Spinnrotor 1 das zu verspinnende Fasermaterial pneumatisch zuzuführen. Dem Offenend-Spinnrotor 1 ist ein Schaft 4 zugeordnet, der die Rückwand des Rotorgehäuses 2 abgedichtet durchdringt und in nicht dargestellter Weise außerhalb des Rotorgehäuses 2 gelagert und angetrieben ist.

Der Offenend-Spinnrotor 1 hat in bekannter Weise einen hohlen Innenraum 5 mit einer Fasersammelrille 6, die den größten Durchmesser des Innenraums 5 aufweist. Der Innenraum 5 kann über eine offene Vorderseite 8 des Offenend-Spinnrotors 1 bei Bedarf zugänglich gemacht werden. An seiner Hinterseite ist der Innenraum 5 durch einen Rotorboden 9, der teilweise durch eine Stirnfläche des Schaftes 4 gebildet wird, verschlossen.

Während eines bereits angesprochenen Wartungsvorganges, wenn der - ansonsten bei Betrieb rotierende - Offenend-Spinnrotor 1 stillgesetzt ist, kann dem Offenend-Spinnrotor 1 beispielsweise ein nur strichpunktiert angedeuteter Reinigungskopf 10 zugestellt werden, der vorzugsweise Bestandteil eines nicht dargestellten verfahrbaren Wartungsgerätes ist. Dieser Reinigungskopf 10 ist im Wartungsfalle entsprechend den Verstellrichtungen B und C verstellbar und kann bei Bedarf durch die offene Vorderseite 8 in den Innenraum 5 des Offenend-Spinnrotors 1 eingeführt werden. Der Reinigungskopf 10 dient insbesondere dem Zweck, die Fasersammelrille 6, in welcher die Garnbildung stattfindet, in bestimmten Zeitintervallen während einer Unterbrechung des Spinnvorganges zu reinigen. Der Reinigungskopf 10 besitzt nicht dargestellte Reinigungselemente, die beispielsweise der Fasersammelrille 6 zustellbare Schaber oder Bürsten oder auch Druckluftdüsen enthalten können. In Fig. 1 sind Druckluftstrahlen gepunktet angedeutet. Da der Offenend-Spinnrotor 1, wie bereits erwähnt, während des Reinigungsvorganges stillsteht, ist der Reinigungskopf 10 an einen nur angedeuteten Drehantrieb D angeschlossen, damit der gesamte Umfang der Fasersammelrille 6 von den Reinigungselementen erreicht werden kann.

Da die einzelnen Bauteile der Offenend-Spinnaggregate stets mit Toleranzen behaftet sind, ist vorgesehen, dass der Reinigungskopf 10 beim Einführen in den Innenraum 5 des Offenend- Spinnrotors 1 bezüglich der Fasersammelrille 6 genau ausgerichtet wird. Zu diesem Zwecke ist der Offenend-Spinnrotor 1 in erfindungsgemäßer Weise ausgebildet, wobei in seinem Innenraum 5 ein axialer Anschlag 11 vorgesehen ist, gegen welchen sich der Reinigungskopf 10 im Wartungsfalle abstützen kann. Der eine Abstützfläche 12 bildende axiale Anschlag 11 ist als plane Fläche gestaltet, wobei sich eine entsprechend gestaltete Anschlagfläche des Reinigungskopfes 10 an den axialen Anschlag 11 federnd anlegen kann. Damit ist zunächst ein genaues axiales Ausrichten des Reinigungskopfes 10 zur Fasersammelrille 6 gewährleistet.

Damit ein gleichmäßiges Reinigen der Fasersammelrille 6 möglich wird, ist es allerdings auch erforderlich, dass der Reinigungskopf 10 bzw. dessen Reinigungselemente auch in radialer Richtung zur Fasersammelrille 6 exakt ausgerichtet werden. Aus diesem Grund ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass neben der am Rotorboden 9 befindlichen Abstützfläche 12 zusätzlich wenigstens eine Aussparung 13 zum radialen Ausrichten eines Reinigungselementes zur Fasersammelrille 6 vorhanden ist. Diese Aussparung 13 kann sich, wie in Fig. 1 dargestellt, in der Rotorachse 14 befinden und beispielsweise als konische Führung ausgebildet sein. Sie kann allerdings auch, wie aus den schematischen Fig. 2 und 3 ersichtlich ist, als koaxial zur Rotorachse 14 angeordnete Ringnut 215 oder 315 ausgebildet sein.

In Fig. 2 erkennt man die Kontur eines Offenend-Spinnrotors 201, in dessen hohlen Innenraum 5 ein strichpunktiert angedeuteter Reinigungskopf 210 durch die offene Vorderseite 8 des Offenend- Spinnrotors 201 eingeführt wurde. Die Reinigungselemente des Reinigungskopfes 210 sollen die Fasersammelrille 6 des stillstehenden Offenend-Spinnrotors 201 reinigen. Der Rotorboden 209 weist zunächst einen als plane Fläche ausgebildeten axialen Anschlag 211 für eine entsprechend gestaltete Gegenfläche des Reinigungskopfes 210 auf. Zusätzlich ist im Rotorboden 209 eine koaxial zur Rotorachse 14 angeordnete Ringnut 215 vorgesehen, in welche ein entsprechend gestalteter Ringwulst des Reinigungskopfes 210 zum radialen Ausrichten einführbar ist.

Die Innenkontur des Offenend-Spinnrotors 301 nach Fig. 3 ist etwas anders gestaltet, entsprechend auch die Außenkontur des in den Innenraum 5 durch die offene Vorderseite 8 eingeführten, strichpunktiert angedeuteten Reinigungskopfes 310. Man erkennt die sich von der offenen Vorderseite 8 konisch erweiternde Fasergleitfläche 7, die in die Fasersammelrille 6 mündet. Der Rotorboden 309 ist wieder als plane Fläche gestaltet, die einen axialen Anschlag 311 für den Reinigungskopf 310 bildet. Zusätzlich ist eine bezüglich der Rotorachse 14 koaxial angeordnete Ringnut 315 zum radialen Ausrichten des Reinigungskopfes 310 zur Fasersammelrille 6 vorhanden.


Anspruch[de]
  1. 1. Offenend-Spinnrotor mit einem hohlen Innenraum und einer darin befindlichen Fasersammelrille, einer den Innenraum zugänglich machenden offenen Vorderseite, einem den Innenraum an seiner Hinterseite abschließenden Rotorboden sowie mit einer ein Abstützen eines in den Innenraum einführbaren Reinigungselementes ermöglichenden Abstützfläche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützfläche (12) am Rotorboden (9) vorgesehen ist, der mit wenigstens einer Aussparung (13) zum radialen Ausrichten eines Reinigungselementes zur Fasersammelrille (6) versehen ist.
  2. 2. Offenend-Spinnrotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Aussparung (13) in der Rotorachse (14) befindet.
  3. 3. Offenend-Spinnrotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung als koaxial zur Rotorachse (14) angeordnete Ringnut (215; 315) ausgebildet ist.
  4. 4. Offenend-Spinnrotor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Aussparung (13; 215; 315,) ein axialer Anschlag (11; 211; 311) zum axialen Ausrichten des Reinigungselementes zur Fasersammelrille (6) zugeordnet ist.
  5. 5. Offenend-Spinnrotor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (11; 211; 311) als plane Fläche ausgebildet ist.






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