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Dokumentenidentifikation DE69717547T2 20.11.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0815770
Titel Verbesserungen an oder in Bezug auf Möbel
Anmelder Fray Design Ltd., Bradley, West Yorkshire, GB
Erfinder Fray, Barry, Keighley, West Yorkshire BD20 9LE, GB
Vertreter U. Ostertag und Kollegen, 70597 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 69717547
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 23.06.1997
EP-Aktenzeichen 973044035
EP-Offenlegungsdatum 07.01.1998
EP date of grant 04.12.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.11.2003
IPC-Hauptklasse A47B 13/02
IPC-Nebenklasse A47B 13/10   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft die Verbesserung an oder in Bezug auf Möbel, insbesondere, aber nicht ausschließlich, Tische oder andere Möbel, welche eine Arbeitsfläche bereitstellen.

An Möbel, und insbesondere an Tische, wird häufig die Anforderung gestellt, daß sie Vielseitigkeit hinsichtlich der bereitgestellten Formen der obenliegenden Fläche, der Möglichkeit, in welcher aneinander anliegende Einheiten zueinander angeordnet werden können und der Orientierung, aus der die obere obenliegende Fläche aus einer sitzenden Position heraus genutzt werden kann, aufweisen.

Vorhandene Tische bestehen üblicherweise aus einer ebenen obenliegenden Fläche, die auf einer Trägerstruktur befestigt ist. Die Struktur besteht normalerweise aus einem steifen Rahmen, wobei eine Anordnung von aufrechten Elementen in einer festen Anordnung durch Querelemente miteinander verbunden sind. Obwohl solche Einheiten zueinander angeordnet werden können, ist ihre Geometrie festgelegt. Dies schränkt die obenliegende Form, die auf irgendeinem vorgegebenen Träger verwendet werden kann, ein, und bedeutet ebenso, daß, wenn Benutzer versuchen, ihre Beine aus bestimmten Richtungen unter die Oberfläche zu bringen, diese gegen den Träger stoßen oder diese stark in ihrer Bewegung behindert werden.

Ähnliche Probleme bestehen für zusammenklappbare Trägerstrukturen, da diese im aufgebauten Zustand ebenfalls starre Einheiten darstellen. Ein Möbel-Trägersystem ist aus der DE 21 38 590 A bekannt. Aus dem aufgebauten Zustand jedoch sind Komponenten, die schwenkbar relativ zueinander befestigt sind, nicht aus der DE 21 38 590 A ableitbar.

Die vorliegende Erfindung setzt sich u. a. die Aufgabe, ein System bereitszustellen, welches eine Vielseitigkeit bietet in der Position, aus der ein Benutzer das Möbel verwenden kann, in dem Profil der obenliegenden Fläche, welche in Kombination mit dem Träger verwendet werden kann, und in der Art, in der eine Vielzahl solcher Elemente mit anderen oder mit Elementen bekannter Art zusammengebaut werden können. Ein einfach zudemontierendes System mit einem geringeren Verstauvolumen ist ebenso eine Zielsetzung.

Entsprechend einem ersten Aspekt der Erfindung stellen wir ein Möbel-Trägersystem bereit, welches im zusammengebauten Zustand eine Mehrzahl von Teilen umfasst, wobei die Teile ein aufrechtes Element und davon abgehend ein sich seitlich erstreckendes Element umfassen wobei das sich seitlich erstreckende Element einen Abschnitt einschließt, der geeignet ist, den Boden zu berühren und/oder einen Abschnitt einschließt, der geeignet ist, eine Arbeitsfläche zu tragen, wobei zwei oder mehr derartige Teile relativ zueinander schwenkbar um einen gemeinsamen Nabenort befestigt sind.

Auf diese Weise können die relativen Positionen der Träger eingestellt werden, um ein vielseitiges Trägersystem zu gewährleisten, welches eine breite Vielzahl von Arbeitsoberflächen-Profilen und Nutzungs-Positionen in sich vereinigt. Der Träger wird vorzugsweise nur aus solchen Teilen gebildet.

Vorzugsweise sind die aufrechten Elemente schwenkbar mit wenigstens einem anderen aufrechten Element an dem Nabenort verbunden. Alternativ kann ein Endabschnitt eines sich seitlich erstreckenden Elementes schwenkbar mit einem Endabschnitt eines anderen oder eines aufrechten Elementes an dem Nabenort verbunden sein. In einer weiteren Alternative können die Teile schwenkbar mit einem eigenen, die Nabe bildenden Element verbunden sein.

Vorzugsweise ist jedes Teil schwenkbar mit zwei anderen Teilen verbunden. Auf diese Weise wird eine im wesentlichen kreisförmige Nabe mit davon abgehenden Elementen bereitgestellt. Die Nabe, ob vollständig oder nicht, kann einen Durchgang für eine Verkabelung festlegen. Die Verkabelung kann für eine elektrische Stromversorgung oder für Kommunikationszwecke sein.

Die Schwenkverbindung kann durch einen Drehzapfen bereitgestellt werden, der in Abschnitte der verbundenen Teile eingreift. Alternativ können die Teile durch ein flexibles Material miteinander verbunden sein, welches eine relative aber geführte Bewegung ermöglicht. Insbesondere ist bevorzugt, daß die Schwenkverbindung lösbar sein sollte. Auf diese Weise kann die Reihenfolge und die Zahl von Teilen in einem Trägersystem wie gewünscht variiert werden.

Die Schwenkbewegung erfolgt vorzugsweise im wesentlichen in der horizontalen Ebene. Ein aufrechtes Element ist ein solches, welches sich von dem Boden weg erstreckt. Ein seitliches Element ist ein solches, welches sich über dem Boden erstreckt. Diese Elemente müssen selbstverständlich nicht vertikal oder horizontal verlaufen.

Vorzugsweise erstreckt sich eine Vielzahl der Elemente in Umfangrichtung in Bezug auf den Nabenort. Der Winkel, der die entsprechenden Elemente trennt, ist auf Grund der schwenkbaren Befestigung variabel.

Die Länge der sich seitlich erstreckenden Elemente kann einstellbar sein. Alternativ können kompatible Teile bereitgestellt werden, die eine unterschiedliche vorgefertigte seitliche Erstreckungen aufweisen.

Obwohl lineare Elemente vorgezogen werden, kann die Ausbildung variabel sein, z. B. durch andere Schwenkpunkte, die an den sich seitlich erstreckenden Elementen an der Nabe entfernten Positionen bereitgestellt werden. Alternativ können auch gebogene Elemente, im höchsten Maße bevorzugt mit komplementärer Biegung, benutzt werden.

Vorzugsweise sind die sich seitlich erstreckenden Elemente relativ verlängerbar. Verlängerbare Elemente für den Arbeitsoberflächen-Träger werden besonders bevorzugt. Die Verbindung mit dem Boden kann durch ein sich seitlich erstreckendes Element, welches sich in mehrere Richtungen erstreckt, bereitgestellt werden, z. B. durch einen kreisförmigen Fuß. Es wird bevorzugt, daß die Bodenanliegeelemente ebenfalls in nur einer spezifischen Richtung verlängerbar sind, wie z. B. Stangen.

Vorzugsweise werden wenigstens drei Elemente mit am Boden anliegenden Abschnitten bereitgestellt.

Vorzugsweise werden mindestens drei Elemente mit die Arbeitsoberfläche tragenden Abschnitten bereitgestellt.

Die die Arbeitsfläche tragenden Abschnitte können auf Teilen angebracht werden, welche ein aufrechtes und ein sich seitlich erstreckendes Element aufweisen, wobei das seitliche Element nur zum oberen Ende hin oder unmittelbar am oberen Ende des aufrechten Elementes vorgesehen ist. Die am Boden anliegenden Abschnitte können an Teilen bereitgestellt werden, welche ein aufrechtes und ein sich seitlich erstreckendes Element aufweisen, wobei das seitliche Element nur in Richtung des oder an dem Boden des aufrechten Elementes bereitgestellt wird. Solche Komponenten können in alternierender Anordnung um die Nabe herum bereitgestellt werden.

Die am Boden anliegenden Abschnitte können an Elementen bereitgestellt werden, welche an ein einziges aufrechtes Element angehängt sind, wobei die Positionen der Elemente relativ zueinander fixiert sind. Die die Arbeitsfläche tragenden Elemente sind vorzugsweise frei zu bewegen.

Die am Boden und/oder der Arbeitsoberfläche anliegenden Abschnitte können nur einen Abschnitt des sich seitlich erstreckenden Elementes aufweisen, oder sich im wesentlichen durch die Gesamtheit des sich seitlichen Elementes hindurch erstrecken.

Vorzugsweise stellen eine oder mehr der Teile ein Element bereit, welches einen am Boden anliegenden Abschnitt und einen eine Arbeitsfläche tragenden Abschnitt aufweist.

Die am Boden anliegenden und die die Arbeitsfläche tragenden Abschnitte können an voneinander getrennten Elementen angebracht sein, welche sich von dem gleichen aufrechten Element erstrecken. Die Richtung, in der sich solche Elemente von dem gleichen aufrechten Element erstrecken, kann parallel oder versetzt sein.

Alternativ können der am Boden anliegende Abschnitt und der an der Arbeitsfläche anliegende Abschnitt mit demselben sich seitlich erstreckenden Element verbunden sein. Z. B. kann der am Boden anliegende Abschnitt durch ein weiteres aufrechtes Element bereitgestellt werden, welches von dem sich seitlich erstreckenden Element weghängt, das den an der Arbeitsfläche anliegenden Abschnitt trägt. Das weitere aufrechte Element kann an dem relativ zu der Nabe weiter entfernten Ende des seitlichen Elementes oder an einer mittleren Position bereitgestellt werden. Alternativ kann der am Arbeitstisch anliegende Abschnitt durch ein aufrechtes Element bereitgestellt werden, welches derart von einem sich seitlich erstreckenden Element abgeht, daß es den am Boden anliegenden Abschnitt bildet.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist wenigstens eines der Teile ein aufrechtes Element mit einem seitlich abgehenden Element an oder in der Nähe des oberen Endes des aufrechten Elementes auf, wobei das seitlich abgehende Element ein weiteres am Boden anliegendes aufrechtes Element an oder nahe dem entfernten Ende des seitlichen Elementes bereitstellt. Die aufrechten Elemente sind vorzugsweise schwenkbar relativ zueinander über einen Drehpunkt befestigt, der die beiden direkt miteinander verbindet.

In einer weiteren Verbesserung kann das System mit einem oder mehr Teilen ausgestattet sein, welche nur die die Arbeitsfläche tragenden Abschnitte bereitstellen. Diese Teile können abwechselnd mit Teilen des bevorzugten Ausführungsbeispieles um die Nabe herum angebracht sein.

Zwei oder mehr Naben können durch eine sich seitlich erstreckende Verstrebung miteinander verbunden werden. Die seitliche Erstreckung dieser Verstrebung kann einstellbar sein. Die Verstrebung kann fest oder schwenkbar mit einer, beiden oder allen ihrer entsprechenden Naben verbunden sein. Ein direktes Anhängen an ein aufrechtes Element wird bevorzugt.

Zwei oder mehr Teile können durch Verbindungselemente an von der Nabe entfernten Positionen miteinander verbunden werden. Die Verbindungselemente können Teile miteinander verbinden, welche an derselben Nabe hängen. Alternativ oder zusätzlich können die Verbindungselemente Teile einer Nabe mit Teilen einer anderen Nabe miteinander verbinden.

Die Verbindungselemente können von einstellbarer Länge sein. In einer bevorzugten Ausführung werden die Verbindungselemente als variables Parallelogramm oder als fester rechtwinkliger oder quadratischer Rahmen bereitgestellt.

Die Verbindungselemente können die sich seitlich erstreckenden oder aufrechten Elemente verbinden.

Es wird bevorzugt, daß die Verbindungselemente mit Vorsprüngen ausgestattet sind, die in Aussparungen an den Teilen eingreifen oder vice versa. Insbesondere wird ein Vorsprung bevorzugt, welcher komplementär zu oder aufgenommen in einer Vertiefung in einem aufrechten Element ist.

Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung stellen wir ein Möbelstück bereit, welches eine Arbeitsoberfläche und ein Trägersystem gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung aufweist.

Das Möbel kann jeden der oben beschriebenen auswählbaren Merkmale des Trägersystems aufweisen. Die Arbeitsoberfläche kann eine Tischfläche, eine Küchenoberfläche oder jeden Arbeitsbereich aufweisen, an dem ein Benutzer zu sitzen wünschen mag.

Vorzugsweise sind die Arbeitsoberfläche und das Trägersystem lösbar miteinander verbunden.

Die Verbindungen sind vorzugsweise an den sich seitlich erstreckenden Elementen befestigt. Vorzugsweise ist die Befestigung mit einem an der Arbeitsoberfläche anliegenden Abschnitt, einem an den Teilen anliegenden Abschnitt und einem Verbindungsabschnitt zwischen den beiden ausgestattet. Es wird bevorzugt, daß der die Teile verbindende Abschnitt ein zu dem Teil komplementäres Profil aufweist. Vorzugsweise ist der die Arbeitsoberfläche verbindende Abschnitt komplementär zu der Unterseite der Arbeitsoberfläche und mehr noch bevorzugt auch zu dem Teil komplementär. Vorzugsweise ist ebenfalls der Verbindungsabschnitt komplementär.

Eine Befestigung mit parallelem Teil und an der Arbeitsoberfläche anliegenden Abschnitten sowie vorzugsweise einem senkrechten Verbindungsabschnitt wird ins Auge gefasst.

Die Arbeitsoberfläche kann an der Befestigung durch in Aussparungen eingreifende Nasen, lösbare Befestigungen oder dgl. befestigt werden.

Die Befestigungen können unabhängig voneinander bereitgestellt werden.

Der an der Arbeitsfläche anliegende Abschnitt kann sich über die Begrenzungen der Teile und/oder des an den Teilen anliegenden Abschnittes hinaus erstrecken.

Gemäß einem dritten Aspekt der Erfingung stellen wir ein Möbelträgerteil bereit, welches ein aufrechtes Element und ein sich seitlich erstreckendes Element aufweist, wobei das sich seitlich erstreckende Element einen am Boden anliegenden Abschnitt und/oder einen die Arbeitsfläche tragenden Abschnitt aufweist und wobei das Teil mit einem ersten schwenkbaren Verbindungsmittel ausgestattet ist, welches im aufgebauten Zustand zu einem schwenkbaren Befestigungsmittel komplementär sein sollte, welches an einem getrennten zweiten Teil angebracht ist und weiter mit einem zweiten schwenkbaren Befestigungsmittel ausgestattet ist, welches im aufgebauten Zustand zu einem schwenkbaren Befestigungsmittel komplementär ist, welches an einem getrennten dritten Teil angebracht ist.

Vorzugsweise sind das erste und das zweite schwenkbare Befestigungsmittel unterschiedliche, d. h. komplementäre Teile.

Das Element kann ebenfalls weitere auswählbare Merkmale, wie oben im ersten Aspekt beschrieben, aufweisen.

Verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden nur beispielhaft und mit Bezug auf die angefügte Zeichnung beschrieben. In dieser zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Tisches nach dem Stand der Technik;

Fig. 2 eine Seitenansicht eines Teiles der Erfindung;

Fig. 3 eine ebene Ansicht eines Möbelstückes gemäß eines ersten Ausführungsbeispieles der Erfindung;

Fig. 4 eine ebene Ansicht eines Möbelstücks gemäß des ersten Ausführungsbeispieles in einer unterschiedlichen. Ausbildung;

Fig. 5 eine perspektivische Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispieles der Erfindung;

Fig. 6 eine Ansicht eines Möbelstückes gemäß eines dritten Ausführungsbeispieles der Erfindung;

Fig. 7 eine Ansicht eines vierten Ausführungsbeispieles der Erfindung;

Fig. 8 eine perspektivische Ansicht eines Verbindungsrahmens; und

Fig. 9 eine perspektivische Ansicht einer Befestigung.

Fig. 1 veranschaulicht einen typischen Tisch nach dem Stand der Technik. Die Trägerstruktur besteht aus einem aufrechten Element 2 an jeder Ecke, welches den Boden berührt. Die aufrechten Elemente werden durch horizontale Elemente 4 an ihrer Oberseite miteinander verbunden. Diese Elemente 4 bilden eine Ebene, auf der eine nicht dargestellte Arbeitsoberfläche durch verschiedene Mittel befestigt werden kann. Um der Struktur eine Steifheit zu geben, sind zusätzliche Verstrebungselemente 6 zwischen drei der aufrechten Elemente 2 vorgesehen. Diese verhindern ein unerwünschtes Verwinden der Gesamtstruktur. Der Zwischenraum 8 zwischen einem Paar von aufrechten Elementen wird offengelassen, um den Beinen des Benutzers Zugang zu gewähren.

Tische dieser Art können nicht erfolgreich von den anderen Richtungen benutzt werden, da die Verstrebungselemente 6 im Weg sind. Die unveränderliche Natur der Trägerstruktur bedeutet außerdem, daß die Form und der Abmessungen von Tischplatten begrenzt sind. Wenn sich die Tischplatte zu weit jenseits der Begrenzung der Elemente 4 in jede Richtung erstreckt, kommt es zu einer Beweglichkeit der Oberfläche, was aus der Sicht des Benutzers unerwünscht ist. Wenn eine ungleichmäßig geformte Platte benutzt werden soll, muß sich diese ebenso über die Elemente 4 hinaus in alle Richtungen erstrecken oder den Rahmen in einer unansehnlichen Weise unverdeckt lassen.

Die vorliegende Erfindung stellt eine Trägerstruktur bereit, welche eine Anordnung von Teilen 10 aufweist, wie in Fig. 2 veranschaulicht ist. Diese bestehen aus einem aufrechten Element 12, welches mit einem sich seitlich erstreckenden Element 14 verbunden ist, das mit einem weiteren aufrechten Element 16 verbunden ist. Sowohl das Element 12 als auch das Element 16 berühren den Boden. Die Gesamtträgerstruktur besteht aus einer Anordnung von solchen Teilen, die zusammen oder in Kombination mit einem oder mehreren der anderen unten beschriebenen Teiletypen verbunden sind. Ein Scharnier 17 verbindet angrenzende Teile.

Wie in Fig. 3 veranschaulicht, wird diese Trägerstruktur dazu benutzt, um einen oberseitig quadratischen Tisch 20 mit einem gebogenen Profil 22 zu tragen. Der Träger ermöglicht einen ungehinderten Zugang zu dem normalen Arbeitsplatz durch den Bogen 22, wobei die Tischfläche 20 ausreichend gestützt wird.

Angrenzende Teile 10 sind derart miteinander verbunden, daß jedes relativ zu dem anderen am entfernteren Ende frei zu einem bestimmten Winkel schwenkbar ist. Eine Anordnung von angrenzenden Teilen 10, die in dieser Weise verbunden sind, bilden eine Nabe 18.

Das Trägersystem kann mit der bloßen Minimalzahl der Teile 10 ausgestattet sein, um die gewünschte Unterstützung zu gewährleisten oder es können zusätzliche Teile 10a in Fig. 3 bereitgestellt sein, um bei Bedarf verwendet zu werden.

Wenn die Tischplatte 20 entweder dauernd oder zeitweise nicht mehr an die Anforderungen angepasst ist, kann der Träger problemlos mit verschieden gestalteten Tischplatten 24 benutzt werden. Wie in Fig. 4 dargestellt, wurde eine ungleichmäßige Platte bereitgestellt und die schwenkbaren Befestigungen der Teile 10 wurden dazu benutzt, um die Teile auseinanderzustellen und somit eine ausreichende Unterstützung zu gewährleisten.

In Fällen, in denen der Trägerstruktur gerade geeignete Teile 10 fehlen, können zusätzliche Teile 10a schwenkbar an der vorhandenen Nabe 18 angebracht werden.

Fig. 5 veranschaulicht eine Ausführung der Erfindung, in der sowohl Teile vom Typ 10 mit zwei aufrechten und, einem seitlichen Element als auch Teile vom Typ 30 bereitgestellt werden. Die Teile 30 bestehen aus einem aufrechten Element 32, welches relativ zu anderen Teilen 30 oder Teilen 10 schwenkbar befestigt werden kann. Das aufrechte Element 32 trägt ein sich seitlich erstreckendes Element 34. Das Element 34 ist mit einer geringeren seitlichen Erstreckung als Element 14 dargestellt und kann dazu genutzt werden, dort die Tischplatte zu tragen, wo eine vollständiges Teil 10 auf Grund der Anwesenheit des aufrechten Elements 16 unkomfortabel wäre. Wiederum ist eine vollständige Flexibilität gewährleistet.

In der in Fig. 6 dargestellten Anordnung sind die Naben 18 von zwei Trägerstrukturen durch ein Element 40 miteinander verbunden. Dieses Element verbindet die zwei schwenkbaren Systeme, um eine zusätzliche Unterstützung für den Gesamttisch zu gewährleisten, welcher in diesem Fall aus einer Tischplatte aus einem rechtwinkligen und einem frei geformten Anschnitt besteht. Durch die Bereitstellung des Elementes 40 als eines mit variabler Länge kann der Abstand zwischen den Naben verkleinert oder vergrößert und wie erforderlich fixiert werden. Jede geeignete Feststellmöglichkeit kann genutzt werden, um die einmal eingestellte Länge des Elementes 40 aufrechtzuerhalten.

Eine weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung nach Fig. 7 stellt ein System bereit, bei dem drei oder mehr Teile des Typs 30 schwenkbar mit einer Serie von Teilen 50 eines weiteren Typs verbunden sind. Die Teile 50 weisen ein aufrechtes Element 52 auf, welches dazu geeignet ist, an angrenzenden aufrechten Elementen drehbar befestigt zu werden (51). Von dem aufrechten Element 52 führt ein sich seitlich erstreckendes Element 54 weg, welches wenigstens teilweise am Boden anliegt. Somit stellt dieses Ausführungsbeispiel ein System bereit, bei dem die Verbindung mit, dem Boden und die Unterstützung für die Tischplatte unabhängig voneinander bereitgestellt werden.

In Fig. 8 sind zwei Naben 18 über einen Verbindungsrahmen 100 miteinander verbunden, welcher die Enden der seitlichen Elemente 14 und der aufrechten Elemente 16 verbindet.

Der Verbindungsrahmen wird aus einer Serie von Verbindungselementen 102 in einem steifen Rahmen gebildet. Der Verbindungsrahmen 100 und die Teile 10 sind durch abwärts gewinkelte Vorsprünge 104 miteinander verbünden, welche in die hohlen aufrechten Elemente 16 eingreifen.

Die obere Fläche des Verbindungsrahmens 100 kann fluchtend mit der oberen Fläche des seitlichen Elementes 14 angeordnet sein.

Die schwenkbare Befestigung der aufrechten Elemente relativ zueinander kann auf viele Arten erreicht werden, z. B. unter Verwendung von Innen- und Außenteilen mit Bohrungen, die zur Aufnahme eines Drehzapfens geeignet sind.

Wie in Fig. 9 dargestellt, ist ein seitliches Element 14 mit zwei Befestigungen 200 ausgestattet. Die Befestigungen sind aus an der Arbeitsoberfläche anliegenden Abschnitten 202, aus an Teilen anliegenden Abschnitten 204 und einem Verbindungsabschnitt 206 gebildet.

Der an der Arbeitsoberfläche anliegende Abschnitt 202 erstreckt sich über das Element 14 hinaus und ist mit einem Paar Öffnungen 208 versehen, die so ausgebildet sind, daß sie Nasen auf der Unterseite der Arbeitsplatte aufnehmen können.

Die Befestigung der Platte, des Tisches oder der Arbeitsfläche auf der Trägerstruktur kann gleichermaßen in irgendeiner gewünschten Weise erfolgen, vom einfachen dortigen Aufliegen darauf bis zur Bereitstellung von geeigneten Befestigungen, die mit den aufrechten oder seitlichen Elementen zusammenwirken.

Bei vielen modernen Tischanwendungen müssen Elektro- und Kommunikations-Kabel nahe und sicher an dem Arbeitsplatz bereitgestellt werden. Die Nabe der vorliegenden Erfindung stellt einen bequemen Kanal für diesen Zweck bereit. In manchen Ausführungsbeispielen, wie etwa in Fig. 5, liegt ein umschlossener Kanal vor, in anderen, wie etwa in Fig. 3, ist der Kanal an einer Seite offen, kann aber zu dem gewünschten Zweck verwendet werden. Eine geeignete Abdeckung 70 kann bei Bedarf vorgesehen sein. Wenn die Abdeckung wenigstens in vertikaler Richtung flexibel ist, wird die vollständige Flexibilität der schwenkbaren Träger auch mit der angebrachten Abdeckung aufrechterhalten.

Bei Nichtgebrauch, zur Lagerung oder für Transportzwecke kann die Arbeitsoberfläche abgenommen und die schwenkbaren Verbindungen können dazu verwendet werden, den Träger zu einem minimalen Volumen zusammenzuklappen. Der Träger kann bei einer nachfolgenden Verwendung einfach wieder in die gewünschte Ausbildung aufgefächert werden.

Eine sehr große Zahl von Anordnungen wird ermöglicht, indem Teile des vorher beschriebenen Typs in einer Vielzahl von Längen hergestellt und in einer geeigneten Reihenfolge zusammengebaut werden.


Anspruch[de]

1. Möbel-Trägersystem, das im zusammengebauten Zustand eine Mehrzahl von Teilen (10) umfasst und bei dem die Teile (10) ein aufrechtes Element (12) und davon abgehend ein sich seitlich erstreckendes Element (14) umfassen, wobei das sich seitlich erstreckende Element (14) einen Abschnitt, der den Boden berühren kann und/oder einen Abschnitt aufweist, der eine Arbeitsoberfläche tragen kann, wobei zwei oder mehr derartiger Teile relativ zueinander schwenkbar um einen gemeinsamen Nabenort (18) befestigt sind.

2. Trägersystem nach Anspruch 1, bei dem vorzugsweise jedes Teil schwenkbar mit zwei anderen Teilen verbunden ist.

3. Trägersystem nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Schwenkverbindung von einem Drehzapfen gebildet wird, der in Abschnitte der verbundenen Teile eingreift, oder die Teile miteinander durch ein flexibles Material verbunden sind.

4. Trägersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem sich eine Mehrzahl der Elemente radial bezüglich des Nabenorts (18) erstreckt, wobei der Bogen, der die jeweiligen Elemente trennt, auf Grund der Schwenkbefestigung variabel ist.

5. Trägersystem nach einem vorhergehenden Anspruch, bei dem die Länge der sich seitlich erstreckenden Elemente einstellbar ist.

6. Trägersystem nach einem vorhergehenden Anspruch, bei dem mindestens eines der Teile (10) ein aufrechtes Element (12) mit einem seitlich abgehenden Element bei oder nahe dem oberen Ende des aufrechten Elements umfasst, wobei das seitlich abgehende Element ein weiteres, den Boden berührendes aufrechtes Element bei oder nahe dem entfernten Ende des seitlichen Elements aufweist.

7. Trägersystem nach einem vorhergehenden Anspruch, bei dem zwei oder mehr Naben durch eine sich seitlich erstreckende Strebe verbunden sind.

8. Trägersystem nach einem vorangehenden Anspruch, bei dem zwei oder mehr Komponenten durch Verbindungselemente an einem Ort entfernt von der Nabe miteinander verbunden sind.

9. Möbelstück, umfassend eine Arbeitsoberfläche und ein Trägersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8.

10. Möbel-Trägerkomponente (10), umfassend ein aufrechtes Element (12) und ein sich seitlich erstreckendes Element (14), wobei das sich seitlich erstreckende Element (14) einen den Boden berührenden Abschnitt und/oder einen eine Arbeitsplatte tragenden Abschnitt aufweist und wobei das Teil (10) mit einem ersten Schwenkbefestigungsmittel (17) ausgestattet ist, das so angepasst ist, dass es in zusammengebautem Zustand komplementär zu einem Schwenkbefestigungsmittel ist, das auf einem getrennten zweiten Teil getragen wird, und auch mit einem zweiten Schwenkbefestigungsmittel ausgestattet ist, das so angepasst ist, dass es im zusammengebauten Zustand komplementär zu einem Schwenkbefestigungsmittel ist, das auf einem getrennten dritten Teil getragen ist.







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