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Dokumentenidentifikation DE60003133T2 27.11.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 1086826
Titel Walze zum Zuführen von Druckfarbe in einer Schablonendruckmaschine
Anmelder Riso Kagaku Corp., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Yamamoto, Yosuo, Inashiki-gun, Ibaraki-ken, JP;
Endo, Toshihiro, Inashiki-gun, Ibaraki-ken, JP
Vertreter Klunker, Schmitt-Nilson, Hirsch, 80797 München
DE-Aktenzeichen 60003133
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 20.09.2000
EP-Aktenzeichen 001205657
EP-Offenlegungsdatum 28.03.2001
EP date of grant 04.06.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.11.2003
IPC-Hauptklasse B41N 7/06

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG Gebiet der Erfindung

Diese Erfindung bezieht sich auf eine Walze zum Zuführen von Druckfarbe innerhalb einer Schablonendruckmaschine und auf ein Schablonendrucksystem, das solch eine Zuführungswalze umfasst.

Beschreibung des verwandten technischen Gebiets

Es sind eine Außendruck-Schablonendruckmaschine und eine Innendruck-Schablonendruckmaschine bekannt. Die Außendruck- Schablonendruckmaschine umfasst eine Drucktrommel, um die eine Schablone gewunden ist, eine Rakelwalze, welche Druckfarbe an die innere Umfangsoberfläche der Drucktrommel zuführt, und eine äußere Andruckwalze, welche ein Druckpapier gegen die äußere Umfangsoberfläche der Drucktrommel drückt, wobei die Schablone dazwischen liegt.

Die Innendruck-Schablonendruckmaschine umfasst eine zylindrische Drucktrommel mit einer flexiblen porösen Umfangswand, um die eine Schablone gewunden ist, einen innerhalb der Drucktrommel angeordneten Druckfarbenzuführungsbereich, eine hintere Andruckwalze, die in einem bestimmten Abstand von der Druckwalze angeordnet ist und sich parallel zu der Druckwalze ausdehnt, und eine innere Andruckwalze, welche innerhalb der Drucktrommel angeordnet ist und angepasst ist, die flexible Umfangswand der Drucktrommel nach außen zu deformieren, um die Umfangswand und die darauf befindliche Schablone gegen die hintere Andruckwalze zu drucken. Bei der Innendruck-Schablonendruckmaschine wird ein Druckpapier zwischen die Schablone auf der deformierten Umfangswand der Drucktrommel und die hintere Andruckwalze geführt, wenn gedruckt wird.

Bei der Außendruck-Schablonendruckmaschine wird durch die Rakelwalze Druckfarbe an die innere Umfangsoberflache der Drucktrommel zugeführt und bei der Innendruck- Schablonendruckmaschine wird durch die innere Andruckwalze Druckfarbe an die innere Umfangsoberfläche der Drucktrommel zugeführt. In dieser Beschreibung beinhaltet der Begriff "Walze zum Zuführen von Druckfarbe" verschiedene Walzen zum Zuführen von Druckfarbe an die innere Umfangsoberfläche der Drucktrommel, einschließlich der Rakelwalze im Fall der Außendruck-Schablonendruckmaschine und der inneren Andruckwalze im Fall der Innendruck-Schablonendruckmaschine.

In einer Schablonendruckmaschine wird allgemein W/O- Emulsionsdruckfarbe oder Öldruckfarbe verwendet. Solche Druckfarbe für Schablonendruckmaschinen weist sowohl eine niedrige Polarität als auch eine niedrige Oberflächenspannung auf, da darin Pigment, Lösungsmittel, Harz und/oder Aktivator enthalten ist. Demzufolge wurde die Oberflächenschicht der Walze zum Zuführen von Druckfarbe herkömmlicher Weise aus Metall oder Gummi gebildet. Für Druckfarbe, die eine besonders niedrige Polarität aufweist, wird ein Material ausgewählt, welches gut benetzt werden kann, z. B. ein Metall mit hoher Oberflächenpolarität oder Gummi. Wenn Gummi ausgewählt wird, soll dieses nicht stark anschwellen.

Entsprechend den Bedürfnissen und dem Fortschritt der Drucktechnik wurden verschiedene Druckfarben für Schablonendruck entwickelt. Z. B. hat eine ultraviolett härtende Druckfarbe dadurch Aufmerksamkeit auf sich gezogen, dass sie aufgrund ihrer Aushärtung, wenn sie ultravioletten Strahlen ausgesetzt ist, und dem damit verbundenen unmittelbaren Trocknen zu der Rationalisierung des Druckprozesses beitragen kann, dass sie keine Luftverschmutzung durch Lösungsmittel oder Ähnliches verursacht, und dass sie einen Film erzeugen kann, welcher stark ist und einen hohen Widerstand gegen Abnutzung aufweist. Jedoch wird die ultraviolette Druckfarbe erzeugt, indem ein Träger aus fotoempfindlichem Oligomer und Monomer gebildet wird und ein Fotoinitiator zu dem Träger hinzugefügt wird und ist allgemein hochviskos.

Die Verwendung der ultraviolett härtenden Druckfarbe mit herkömmlichen Schablonendruckmaschinen führt aufgrund der Unterschiede der Eigenschaften zu der allgemein in der Schablonendruckmaschine verwendeten Öldruckfarbe und Ähnlichem zu den folgenden Problemen.

Erstens besteht aufgrund der Neigung zum Aushärten von ultraviolett härtender Druckfarbe bei einer darauf wirkenden großen Reibungskraft die Angst, dass die Druckfarbe aushärtet, wenn sie für eine lange Zeit zwischen Metallelementen in der Drucktrommel gleitet. Zweitens kann die Druckfarbe aufgrund der höheren Polarität der ultraviolett härtenden Druckfarbe im Vergleich zu der herkömmlichen für Schablonendruckmaschinen verwendeten Druckfarbe in die Walze zum Zuführen von Druckfarbe einziehen, wenn die Walze zum Zuführen von Druckfarbe aus herkömmlicher Weise verwendetem Gummi gebildet ist, und die Walze zum Zuführen von Druckfarbe anschwellen lassen, wodurch die Haltbarkeit der Walze zum Zuführen von Druckfarbe verschlechtert wird und mechanische Störungen der sich in Kontakt mit der Walze zum Zuführen von Druckfarbe befindlichen Komponenten erzeugt werden. Drittens wird, wenn eine Walze zum Zuführen von Druckfarbe aus einem Gummimaterial niedriger Polarität gebildet wird, um ein Anschwellen der Walze zum Zuführen von Druckfarbe zu verhindern, eine Benetzbarkeit der Walze zum Zuführen von Druckfarbe hinsichtlich der Druckfarbe schlecht, wodurch Verschmierungen in dem gedruckten Bild entstehen können. Diese Tendenz wird mit steigender Temperatur verstärkt, da die Viskosität der ultraviolett härtenden Druckfarbe mit einer angestiegenen Temperatur niedriger wird.

Es gibt eine Mehrzahl von Dokumenten, die Walzen zum Zuführen von Druckfarbe entsprechend dem Oberbegriff von Anspruch 1 offenbaren, welche eine aus Chloroprenkautschuk, Fluorgummi und EPDM gebildete Oberflächenschicht aufweisen (US-A-5,113,760; EP 0 662 394 und JP 04 185 458).

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Im Blick der zuvor angegebenen Beobachtungen und Beschreibung ist die primäre dieser Erfindung zugrundeliegende Aufgabe, eine Walze zum Zuführen von Druckfarbe für eine Schablonendruckmaschine anzugeben, eiche ein Aushärten der ultraviolett härtenden Druckfarbe verhindern kann, durch die ultraviolett härtende Druckfarbe weniger zum Anschwellen neigt, die gut mit der ultraviolett härtenden Druckfarbe benetzt werden kann, und die auch dann eine hohe Haltbarkeit aufweist, wenn sie der ultraviolett härtenden Druckfarbe ausgesetzt ist.

Nach dieser Erfindung ist eine Walze zum Zuführen von Druckfarbe mit den Merkmalen von Anspruch 1 angegeben.

Die Walze zum Zuführen von Druckfarbe muss nicht vollständig aus solch einem Material gebildet sein, sondern sie muss nur an ihrer Oberflächenschicht aus solch einem Material gebildet sein. Z. B. kann die Walze zum Zuführen von Druckfarbe gebildet sein, indem ein Band solch eines Materials um eine Metallwalze gewickelt wird. In diesem Fall ist es vorzuziehen, dass das Band von einer wesentlichen Dicke ist, die die Haltbarkeit der Walze zum Zuführen von Druckfarbe berücksichtigt. Es braucht nicht gesagt zu werden, dass die Walze zum Zuführen von Druckfarbe vollständig aus solch einem Material gebildet werden kann. In diesem Fall kann die Haltbarkeit der Walze zum Zuführen von Druckfarbe weiter erhöht werden.

Der Ausdruck "Kontaktwinkel" wird allgemein wie folgt definiert. Wenn eine Flüssigkeit auf der Oberfläche eines sich in Luft befindlichen Gegenstandes existiert, wie in Fig. 1 gezeigt, ist von den Winkeln zwischen der Oberfläche des Gegenstandes und einer Tangente, welche die Flüssigkeit an dem Kontaktpunkt P berührt, in dem sich der Gegenstand, die Flüssigkeit und die Luft treffen, der Winkel, der die Flüssigkeit umfasst (in Fig. 1 mit θ bezeichnet), als der "Kontaktwinkel" definiert. In dieser Beschreibung bedeutet der "Kontaktwinkel" den Kontaktwinkel, wenn destilliertes Wasser bei 23ºC als die Flüssigkeit verwendet wird. Entsprechend dieser Erfindung sollte der Kontaktwinkel des Hautmaterials der Walze zum Zuführen von Druckfarbe nicht größer als 100º und vorzugsweise nicht größer als 98º sein.

Als das Material, welches einen Kontaktwinkel nicht größer als 100º aufweist, sid Chloroprenkautschuk, EPDM-Gummi (Copolymer aus Ethylen, Propylen und Dien), Fluorgummi, NBR (70º) (Acrylnitril-Butadien-Vulkanisat) und Ähnliches vorzuziehen.

Das Anschwellverhältnis ist allgemein als eine Änderung des Volumens oder der Masse definiert, wenn Gummi oder Ähnliches Gas oder Flüssigkeit aufnimmt. In dieser Beschreibung bedeutet das "Anschwellverhältnis" eine Masseänderung eines Materials, wenn das Material für eine Woche in 50ºC warme ultraviolett härtende Druckfarbe eingetaucht wird. Das heißt, dass das Material ein Anschwellverhältnis nicht größer als + oder -5% aufweist, bedeutet, dass die Masse des Materials nach dem Eintauchen in dem Bereich von 0,95 bis 1,05 liegt, wenn die Masse des Materials vor dem Eintauchen 1 ist. Entsprechend dieser Erfindung sollte das Anschwellverhältnis des Hautmaterials der Walze zum Zuführen von Druckfarbe nicht großer als ±5% und vorzugsweise nicht größer als + oder -3% sein. Die Materialien, welche ein Anschwellverhältnis nicht größer als ±5% aufweisen, umfassen Chloroprenkautschuk, EPDM- Gummi, Fluorgummi, natürlicher Kautschuk und Ähnliches.

Weiter sollte das Hautmaterial für die Walze zum Zuführen von Druckfarbe nach dieser Erfindung ein nichtmetallisches Material sein, welches bei normalen Temperaturen fest ist.

Entsprechend dieser Erfindung kann durch Verwendung eines nichtmetallischen Materials als das Hautmaterial der Walze zum Zuführen von Druckfarbe, welches einen Kontaktwinkel nicht größer als 100º und ein Anschwellverhältnis hinsichtlich eines ultraviolett aushärtenden Monomers nicht größer als + oder - 5% aufweist, ein Aushärten der Druckfarbe aufgrund einer Gleitreibung verhindert werden, eine Benetzbarkeit der Walze zum Zuführen von Druckfarbe hinsichtlich der Druckfarbe so verbessert werden, dass ein Verschmieren des Bildes unterdrückt wird, und ein Anschwellen der Walze zum Zuführen von Druckfarbe durch die ultraviolett härtende Druckfarbe kann unterdrückt werden, wodurch die Haltbarkeit der Walze zum Zuführen von Druckfarbe gesichert werden kann.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Fig. 1 zeigt eine Ansicht zur Darstellung des Kontaktwinkels,

Fig. 2 zeigt eine schematische Querschnittsdarstellung einer Außendruck-Schablonendruckmaschine, die eine Walze zum Zuführen von Druckfarbe nach dieser Erfindung verwendet, und

Fig. 3 zeigt eine schematische Querschnittsdarstellung einer Innendruck-Schablonendruckmaschine, welche eine Walze zum Zuführen von Druckfarbe nach dieser Erfindung verwendet.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Fig. 2 zeigt eine Außendruck-Schablonendruckmaschine, bei der eine Walze zum Zuführen von Druckfarbe nach einer Ausführungsform dieser Erfindung verwendet wird. Die Schablonendruckmaschine 10 umfasst eine zylindrische Drucktrommel 2, welche ein Paar Endplatten aufweist und um ihre Längsachse rotieren kann, eine Rakelwalze 1, die innerhalb der Drucktrommel 2 angeordnet ist, eine nahe der Rakelwalze 1 angeordnete Abstreifwalze 5, und eine äußere Andruckwalze 3, welche nach oben und unten bewegbar unterhalb der Drucktrommel 2 angeordnet ist. Die Umfangswand der Drucktrommel 2 ist in einem zu dem Druckbereich korrespondierenden Bereich druckfarbendurchlässig und um die Umfangswand der Drucktrommel 2 ist eine Schablone gewunden.

Nachfolgend wird der Betrieb der in Fig. 2 gezeigten Außendruck-Schablonendruckmaschine kurz beschrieben. Die Drucktrommel 2 wird durch einen (nicht gezeigten) Hauptmotor in eine Richtung entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht. Druckpapiere P werden nacheinander von einem Papierzuführbereich 20 zugeführt und in einer bestimmten Position in Bezug auf die Drucktrommel 2 durch eine nachgeordnete Papierzuführwalze 4 zwischen die Drucktrommel 2 und die äußere Andruckwalze 3 eingeführt. Die äußere Andruckwalze 3 drückt das Druckpapier P synchron mit der Drehung der Drucktrommel 2 gegen die äußere Umfangsoberfläche der Drucktrommel 2, wodurch Druckfarbe durch den druckfarbendurchlässigen Bereich der Drucktrommel 2 und den Perforationen in der Schablone auf das Druckpapier P übertragen wird. Die Abstreifwalze 5 bildet einen mit der Rakelwalze 1 assoziierten Druckfarbenbrunnen 6 und in dem Druckfarbenbrunnen 6 befindliche Druckfarbe wird gleichförmig über die äußere Umfangsoberfläche der Rakelwalze 1 verteilt und dient als ein Vorrat für die kontinuierliche Zuführung von Druckfarbe an die Schablone. Die Rakelwalze 1 ist gleichförmig mit Druckfarbe beschichtet und empfangt gleichzeitig einen Druck und/oder Einfluss von der äußeren Andruckwalze 3. Nach dem Drucken wird das Druckpapier P mittels eines Trenners 7 von der Drucktrommel 2 getrennt.

Fig. 3 zeigt eine Innendruck-Schablonendruckmaschine, bei der eine Walze zum Zuführen von Druckfarbe nach einer Ausführungsform dieser Erfindung verwendet wird. Die in Fig. 3 gezeigte Schablonendruckmaschine 30 umfasst eine zylindrische Drucktrommel 22, welche um ihre Längsachse drehbar ist, eine innere Andruckwalze 21, die innerhalb der Drucktrommel 22 angeordnet ist, und eine hintere Andruckwalze 25, welche unterhalb der Drucktrommel 22 angeordnet ist, um den Druck von der Drucktrommel 22 zu empfangen. Die Umfangswand der Drucktrommel 22 ist durch ein feinmaschiges Sieb gebildet, welches Druckfarbe gleichmäßig abgeben kann. Da das Sieb flexibel ist und seine Enden nicht fixiert sind, wird die Umfangswand der Drucktrommel 22 leicht zu der hinteren Andruckwalze 25 hin deformiert, wenn die innere Andruckwalze 21 zu der hinteren Andruckwalze 25 hin bewegt wird, um die Umfangswand der Drucktrommel 22 zu der hinteren Andruckwalze 25 zu drücken.

Nachfolgend wird der Betrieb der in Fig. 3 gezeigten Innendruck-Schablonendruckmaschine kurz beschrieben. Die Drucktrommel 22 wird durch einen (nicht gezeigten) Hauptmotor in eine Richtung entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht. Druckpapiere P werden aufeinander folgend von einem Papierzuführungsbereich 20 zugeführt und über eine nachgeordnete Papierzuführungswalze 24 zu einem Blattgreifer 26 auf der hinteren Andruckwalze 25 geführt. Wenn erkannt wird, dass das Druckpapier P durch die nachgeordnete Papierzuführungswalze 24 an den Blattgreifer 26 geführt wurde, wird eine elektromagnetische Kupplung 27 betätigt, um die innere Andruckwalze 21 zu der hinteren Andruckwalze 25 hin zu bewegen, wodurch die Umfangswand der Drucktrommel 22 und die um die Drucktrommel 22 gewundene Schablone, welche flexibel sind, nach außen deformiert und in einen Oberflächenkontakt an die hintere Andruckwalze 25 gedrückt werden, wobei das Druckpapier P zwischen der Schablone und der hinteren Andruckwalze 25 angeordnet ist. In diesem Zustand wird Druckfarbe durch die Umfangswand der Drucktrommel 22 und die Perforationen in der Schablone auf das Druckpapier P übertragen und es wird gedruckt. Nach dem Drucken wird das Druckpapier P von der Drucktrommel 22 getrennt, indem der Blattgreifer 26 das Druckpapier P loslässt und Auswurf- Abziehwalzen 28 die Seiten des Druckpapiers P abziehen.

Wie der obigen Beschreibung entnommen werden kann, wird im Fall der Außendruck-Schablonendruckmaschine zwischen der Rakelwalze 1 und der inneren Umfangsoberfläche der Drucktrommel 2 und im Fall der Innendruck- Schablonendruckmaschine zwischen der inneren Andruckwalze 21 und der inneren Umfangsoberfläche der Drucktrommel 22 eine Gleitreibung erzeugt. Weiter wird zwischen den gegenüberliegenden Enden der Rakelwalze 1 und den Endplatten der Drucktrommel 2 und zwischen gegenüberliegenden Enden der inneren Andruckwalze 21 und den Endplatten der Drucktrommel 22 eine Gleitreibung erzeugt. Wird Druckfarbe verwendet, wie z. B. ultraviolett aushärtende Druckfarbe, welche hochviskos ist und zum Aushärten neigt, wenn sie einer hohen Reibkraft ausgesetzt ist, ist die Neigung vorhanden, dass an diesen Teilen Druckfarbe aushärtet. Nach dieser Erfindung wird es verhindert, dass ultraviolett aushärtende Druckfarbe durch die Gleitreibungskraft aushärtet, indem ein nichtmetallisches Material als ein Hautmaterial der Walze zum Zuführen von Druckfarbe (z. B. die Rakelwalze im Fall der Außendruck- Schablonendruckmaschine und die innere Andruckwalze im Fall der Innendruck-Schablonendruckmaschine) verwendet wird, welches einen Kontaktwinkel nicht größer als 100º und ein Anschwellverhältnis hinsichtlich eines ultraviolett aushärtenden Monomers nicht größer als + oder -5% aufweist.

Beispiel

Innere Andruckwalzen für eine Innendruck- Schablonendruckmaschine wurden jeweils aus Chloroprenkautschuk, EPDM-Gummi, Fluorgummi, NBR mit hohem Kohlenstoffanteil, NBR (70º), natürlicher Kautschuk, Aluminium, Urethangummi und Silikongummi hergestellt. Diese inneren Andruckwalzen wurden in eine Schablonendruckmaschine SR7400 (RISO KAGAKU CORPORATION) eingebaut. Bei einem normalen Verfahren wurde Druckfarbe aus den folgenden Komponenten vorbereitet.

Epoxidacrylatoligomer (Herima Chemicals, Inc.) 20 Teile

Dipentaerythritol-Hexaacrylat (Toagosai Co., Ltd.) 34 Teile

Phenylethylenoxidmodifiziertes Acrylat (Toagosai Co., Ltd.) 34 Teile

Ofenruß (Mitsubishi Chemical Corporation) 4 Teile

Irgacure 907 (Ciba-Geigy) 3 Teile

BENTON 38 (RHEOX Inc.) 3 Teile

Solsperse S24000 GR (ZENEKA Ltd.: Pigmentlösungsmittel) 1 Teil

Polymerisationsverhinderer 0,1 Teil

Das Anschwellverhältnis der Materialien wurde erhalten, indem die Materialien für eine Woche in 50ºC warmes Phenoxytetraethylenglykolacrylat (ultraviolett aushärtendes Monomer) eingetaucht wurden und eine Gewichtsänderung vor und nach dem Eintauchen der Materialien gemessen wurde. Der Kontaktwinkel der Materialien wurde mittels eines Verfahrens für festsitzende Tropfen mit destilliertem Wasser gemessen, indem ein CA-DT-A-Modell-Kontaktwinkelmesser verwendet wurde (Kyouwa Interface Science Co., Ltd.).

Die Walzen wurden auf der Grundlage beurteilt, ob Druckfarbe ausgehärtet ist, wie die Haltbarkeit der Walzen war, und ob ein Verschmieren eines Bildes beobachtet wurde. Ob Druckfarbe ausgehärtet wurde, wurde auf der Grundlage bestimmt, ob eine Aushärtung von Druckfarbe auf der Drucktrommel beobachtet wurde, nachdem 50000 Kopien mit einer nicht perforierten Schablone gedruckt wurden. Die Haltbarkeit der Walze wurde auf der Grundlage beurteilt, ob sich die Lücke zwischen der inneren Andruckwalze und der Abstreifwalze von dem Ursprungszustand geändert hat, nachdem die Walze für eine Woche in Ruhe gelassen wurde, nachdem sie 50000 Kopien mit einer nicht perforierten Schablone gedruckt hat. Das Verschmieren eines Bildes wurde beurteilt, indem mit der höchsten Geschwindigkeit der Schablonendruckmaschine SR7400 bei 35ºC (Umgebungstemperatur) mit einer Schablone gedruckt wurde, welche entsprechend eines Originals perforiert war, das Buchstaben in einer kleinen Punktgröße aufweist, und der Grad des Verschmierens der Buchstaben visuell beobachtet wurde. Das Ergebnis war, wie in der folgenden Tabelle 1 gezeigt.

In Tabelle 1 bedeutet

0 bei "Aushärtung", dass keine Aushärtung der Druckfarbe beobachtet wurde und x bei "Aushärtung", dass Aushärtung von Druckfarbe beobachtet wurde;

0 bei "Haltbarkeit", dass die Haltbarkeit hoch war und x bei "Haltbarkeit", dass die Haltbarkeit niedrig war;

0 bei "Verschmieren", dass keine Verschmierung beobachtet wurde und x bei "Verschmierung", dass Verschmierungen beobachtet wurden. Das Anschwellverhältnis bezeichnet relative Werte, wenn die Masse der Walze vor dem Eintauchen als 1 angenommen wird.

Wie aus Tabelle 1 entnommen werden kann, wurde in dem Fall der aus einem nichtmetallischen Material hergestellten Walzen, welches einen Kontaktwinkel nicht größer als 100º aufweist und ein Anschwellverhältnis nicht größer als + oder -5% aufweist (Chloroprenkautschuk, EPDM-Gummi, Fluorgummi) ein Aushärten von Tinte nicht beobachtet, die Haltbarkeit der inneren Andruckwalze nicht gestört und ein Verschmieren des Bildes nicht beobachtet. In dem Fall der aus einem Material hergestellten Walze, welches einen Kontaktwinkel größer als 100º aufweist und ein Anschwellverhältnis nicht größer als + oder -5% aufweist (natürlicher Kautschuk, Silikongummi) wurde ein Verschmieren des Bildes aufgrund von schlechter Benetzbarkeit beobachtet. In dem Fall, der aus einem Material hergestellten Walzen, welches größer als + oder -5% im Anschwellverhältnis war und nicht größer als 100º im Kontaktwinkel (NBR(70º), Urethangummi), war die Haltbarkeit der inneren Andruckwalze aufgrund des Anschwellens verschlechtert. In dem Fall der aus Metall bestehenden Walze (Aluminium) wurde ein Aushärten der Druckfarbe beobachtet, obwohl Aluminium ein Anschwellverhältnis nicht größer als + oder -5% und einen Kontaktwinkel nicht größer als 100º aufweist.

Auf diese Weise kann durch die Verwendung eines nichtmetallischen Materials als Hautmaterial der Walze zum Zuführen von Druckfarbe, welches einen Kontaktwinkel nicht großer als 100º aufweist und ein Anschwellverhältnis hinsichtlich eines ultraviolett aushärtenden Monomers nicht größer als + oder -5% aufweist, ein Aushärten der Druckfarbe aufgrund einer Gleitreibung unterdrückt werden, eine Benetzbarkeit der Walze zum Zuführen von Druckfarbe hinsichtlich der Druckfarbe so verbessert werden, dass ein Verschmieren des Bildes unterdrückt wird, und die Haltbarkeit der Walze zum Zuführen von Druckfarbe gesichert werden.


Anspruch[de]

1. Eine Walze zum Zuführen von Druckfarbe, welche innerhalb einer Drucktrommel einer Schablonendruckmaschine angeordnet ist und Druckfarbe an die innere Umfangsoberflache der Drucktrommel zuführt, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ihre Oberflächenschicht aus einem nichtmetallischen Material gebildet ist, welches einen Kontaktwinkel nicht größer als 100º und ein Anschwellverhältnis hinsichtlich eines ultraviolett aushärtenden Monomers nicht größer als + oder -5% aufweist, und

die Walze geeignet ist, ultraviolett aushärtende Druckfarbe zuzuführen, wobei das Anschwellverhältnis eine Massenänderung eines Materials bedeutet, wenn solch ein Material für eine Woche in 50ºC warmes ultraviolett aushärtendes Monomer eingetaucht wird und wobei der Kontaktwinkel gemessen wird, wenn destilliertes Wasser bei 23ºC als eine Flüssigkeit verwendet wird.

2. Ein Schablonendrucksystem, umfassend die Walze zum Zuführen von Druckfarbe nach Anspruch 1 und angepasst, eine ultraviolett aushärtende Druckfarbe zu verwenden, die ein ultraviolett aushärtendes Monomer umfasst.







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