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Dokumentenidentifikation DE69906120T2 04.12.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 1131591
Titel AUSKLEIDUNG UND VERFAHREN ZUM AUSKLEIDEN EINER WAND EINER EINRICHTUNG ZUR TERMISCHEN BEHANDLUNG, FORMSTEIN UND VERANKERUNG DAFÜR
Anmelder Lafarge Réfractories, Issy les Moulineaux, FR
Erfinder BRAVIN, Daniel, F-69480 Anse, FR
Vertreter T. Wilcken und Kollegen, 23554 Lübeck
DE-Aktenzeichen 69906120
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 27.10.1999
EP-Aktenzeichen 999508492
WO-Anmeldetag 27.10.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/FR99/02616
WO-Veröffentlichungsnummer 0000026597
WO-Veröffentlichungsdatum 11.05.2000
EP-Offenlegungsdatum 12.09.2001
EP date of grant 19.03.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.12.2003
IPC-Hauptklasse F27D 1/12
IPC-Nebenklasse F27D 1/14   F23M 5/04   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Auskleidung und ein Verfahren zum Auskleiden einer Wand eines thermischen Geräts sowie einen Ziegel und eine entsprechende Verankerung. Das betroffene thermische Gerät kann insbesondere ein Ofen, ein Heizkessel oder eine Verbrennungskammer (FR 2 495 284 A) sein.

Insbesondere wird sie im Bereich der Heizkessel angewandt, deren Wände mit Rohrtafeln ausgestattet sind, die Rohre umfassen, die untereinander durch Rippen verbunden sind, wie zum Beispiel Verbrennungsöfen mit Rosten oder mit Wirbelbetten.

Solche Verbrennungskessel werden vorgesehen, um über das in den Rohren zirkulierende Fluid die Verbrennungswärme von Haushaltsmüll und Industrieabfall zurückzugewinnen, um diese Energie entweder in Form von Warmwasser für die Heizung von Kollektivbauten oder unter Hinzufügung eines Turbowechselgenerators zur Herstellung von elektrischem Strom zu verwenden.

Um jedoch die Rohrtafeln, die verschiedenen kombinierten Kräften ausgesetzt sind: Wärme-, mechanische und unterschiedliche chemische Angriffe, zu schützen, müssen sie zwingend mit einer feuerfesten Wand geschützt werden, die es so erlaubt, einen Schutz der Rohre aus Stahl des Heizkessels zu gewährleisten. Es ist auch zwingend, sie zu isolieren, damit die von der Verbrennung des Abfalls entwickelte Wärmebelastung nicht zu schnell von den Fluiden wiedergewonnen wird, die im Heizkessel zirkulieren.

Der Schutz der Rohrtafeln der Heizkessel ist obligatorisch und insbesondere mit der Notwendigkeit verbunden, in den Verbrennungsgasen während eines Minimums von zwei Sekunden eine Mindesttemperatur von 850ºC zwischen der letzten Sekundärluftversorgung und der nicht geschützten Zone der Heizkesselrohre zu erzielen, wobei diese Zeit zur Vernichtung der Dioxine, die für den Menschen giftig sind, erforderlich ist.

Es gibt Auskleidungen aus feuerfesten Betonsorten, deren Verankerungen aus feuerfestem Stahl direkt entweder auf die Rohre oder auf die Rippen geschweißt werden. Diese Auskleidungen verwenden eine große Menge von Verankerungen. Die auf Stud-Basis (Verankerungen, die auf die Rohre geschweißt sind), zum Beispiel, verwenden zwischen 500 und 700 Studs pro m², während die Verankerungen des Typs Karpfenschwanz, die auf die Rippen geschweißt werden, pro m² 60 bis 80 Verankerungen betragen. Das Ersetzen der Tafeln für die Instandhaltung wird auf Grund der Anwesenheit dieser zahlreichen Verankerungen sehr schwierig.

Andererseits ist das Auskleiden durch Gießen eines feuerfesten Betons extrem langwierig, weil jede Tafel in situ, eine nach der anderen, ausgeführt wird, um ihre Oberfläche perfekt abzugrenzen.

Andere Systeme, die nur mit vorgefertigten feuerfesten Ziegeln hergestellt werden, die durch Stahlverankerungen, die auf die Rippen geschweißt werden, angehängt werden, werden für den Schutz der Heizkesselwände verwendet. Die Präzision der Achsabstände zwischen diesen Aufhängungen ist jedoch derart, dass diese Achsabstände ein Spiel zwischen den Ziegeln definieren, das zwingend gleichförmig sein muss, und das eine sehr genaue Montage erforderlich macht, denn der Gesamtschutz der Heizkesselwände hängt davon ab. Jede Unregelmäßigkeit des Spiels ergibt nämlich die Gefahr, die Dichtungen zu beschädigen und daher die Abdichtung gegen die Gase und die chemische Korrosion zu beeinträchtigen.

Das europäische Patent EP-B2 080444 offenbart einen Ofen mit Blechwandauskleidung, der eine gegossene feuerfeste Beschichtung umfasst, die durch Verankerungen aus Stahl befestigt ist, die durch Gießen in vorgefertigte Verankerungselemente aus feuerfester Keramik eingelassen sind. Diese Verankerungselemente sind in eine feuerfeste monolithische Masse geformt und werden an der Wand des Ofens von durchquerenden Bolzen befestigt. Diese Technik erlaubt es, alte Beschichtungen zur Instandhaltung einfach zu ersetzen. Sie weist jedoch den Nachteil auf, dass sie ein eingeschränktes Anwendungsgebiet hat und insbesondere für die Beschichtung von Rohrtafeln ungeeignet ist.

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Auskleidungsbeschichtung einer Wand eines thermischen Geräts, die eine einfache und schnelle Demontage zulässt, inklusive an Rohrtafeln.

Die Auskleidungsbeschichtung der Erfindung bildet so eine kontinuierliche Schutzeinheit für Rohre von Rohrfafeln, die ein einfaches Ersetzen von Beschichtungsplatten, die die Wände bedecken, erlaubt.

Weitere mögliche Vorteile der Erfindung sind:

- ein inniger Kontakt zwischen der Auskleidungsbeschichtung und den Heizkesselrohren,

- eine glatte und massive Fläche auf der Feuerraumseite,

- die Anpassung an die Kurven der Wand,

- ein gutes zeitliches Halten der Verankerungen,

- eine Dichtheit der Beschichtung gegen Gase und chemische Korrosion.

Die Erfindung betrifft auch ein Auskleidungsverfahren einer Wand eines thermischen Geräts, das es erlaubt, eine Auskleidung mit den vorhergehenden Vorzügen zu erzielen. Das Verfahren der Erfindung kann es erlaubt es, in einem Durchgang und kontinuierlich den Schutz einer Wand eines thermischen Geräts durchzuführen, inklusive einer Wand aus Rohrtafeln. Dieses Verfahren erlaubt eine schnelle und einfache Durchführung.

Die Erfindung zielt auch auf einen feuerfesten Ziegel und eine feuerfeste Verankerung hin, die spezifisch an die Auskleidung und an das Auskleidungsverfahren der Erfindung angepasst sind.

Dazu hat die Erfindung eine Auskleidungsbeschichtung einer Wand eines thermischen Geräts zur Aufgabe, die:

- vorgefertigte feuerfeste Verankerungen, die an der Wand befestigt sind,

- eine monolithische feuerfeste Masse, die an der Wand mit Verankerungsmitteln befestigt ist, umfasst.

Die Auskleidung umfasst:

- mindestens einen feuerfesten vorgefertigten Ziegel, der auf der Wand zwischen mindestens zwei Verankerungen angeordnet wird, und

- mindestens eine zweite monolithische feuerfeste Masse, wobei jede der Massen an der Wand durch mindestens eine der Verankerungen befestigt wird und von einer der benachbarten Massen durch einen der Ziegel getrennt ist, wobei der Ziegel an der Wand durch neben diesem Ziegel liegende Massen gehalten wird.

Die Wand des thermischen Geräts kann aus jeder Oberfläche bestehen, wie zum Beispiel aus einer ebenen, linken Oberfläche oder aus der Oberfläche eines Rohrbündels, das aus einer abwechselnden Folge von Rohren und Rippen, die die Rohre verbinden, besteht. Die Auskleidungsbeschichtung wird vorzugsweise zwischen eine Wärmequelle, wie zum Beispiel einen Verbrennungsfeuerraum und die Wand eingefügt.

Unter "monolithischer" Masse versteht man eine Masse, die in situ auf der Wand angebracht und nicht vorgeformt wird. Dieses Anbringen kann durch Gießen, Spritzen oder Stampfen durchgeführt werden.

Die feuerfesten Ziegel weisen die Besonderheit auf, dass sie an der Wand von den Massen selbst nach dem Aushärten gehalten werden. So brauchen sie kein Befestigungsmittel an der Wand. Sie haben die Aufgabe, mehrere feuerfeste Massen abzugrenzen, wobei jede dieser Massen durch eine oder mehrere Verankerungen gehalten wird.

Die Auskleidungsbeschichtung der Erfindung spezifiziert sich im Vergleich zum Stand der Technik durch den kombinierten Gebrauch dreier Typen von Elementen: die Verankerungen, die Ziegel und die monolithischen Massen. Insbesondere führt die Beschichtung der Erfindung im Vergleich zum Patent EP-B2 080 444 die Anwesenheit feuerfester Ziegel ein, die die Formen der Wand annehmen können, wie zum Beispiel die Rohrformen, und die Aufgabe des Trennens der feuerfesten Massen ausüben, während die Verankerungen die Aufgabe des Befestigens dieser Massen erfüllen.

Da die Wand eine Fläche eines Rohrbündels ist, das aus einer Abwechslung von Rohren und Rippen, die die Rohre verbinden, besteht, deckt jeder der Ziegel vorzugsweise mindestens teilweise mindestens eines der Rohre, indem er die Form dieses Rohrs annimmt. Diese Ausführung erlaubt es insbesondere, ein sehr geringes Spiel zwischen den Ziegeln und dem Rohrbündel zu haben, was eine Abdichtung des Systems gegen Gase und chemische Korrosion erlaubt.

Jede der Verankerungen wird vorteilhafterweise an einer der Rippen befestigt. Die Montage wird hierbei erleichtert.

Bei einer besonderen Ausführungsform, bei der das Rohrbündel aus nebeneinander liegenden Rohrwänden besteht, besteht die Beschichtung außerdem vorteilhafterweise aus Beschichtungsplatten, wobei jede Tafel von mindestens einer der Platten bedeckt wird. Interessant ist, dass jede der Rohrtafeln von einer Folge von nebeneinander liegenden Platten bedeckt wird. Vorzugsweise sind diese Platten identisch und von einer Tafel zur daneben liegenden Tafel versetzt.

Vorteilhafterweise haben mindestens zwei Ziegel jeweils zwei einander ergänzende seitliche Flächen, die Seite an Seite an der Wand angeordnet sind und so eine Pufferzone zwischen zwei nicht verbundenen Teilen der Beschichtung bilden. Ein freier Raum wird nützlich zwischen diesen zwei Ziegeln vorgesehen, um eine oberflächliche Dehnung zwischen den entsprechenden Teilen der Beschichtung zu erlauben. Diese Ausführungsform macht insbesondere die Trennung der Auskleidung in Auskleidungsplatten mit gewünschten Längen möglich.

Die Auskleidung umfasst vorzugsweise geschmeidige Dichtungen, die auf den Ziegeln, zwischen den Ziegeln und den daneben liegenden feuerfesten Massen angeordnet werden. Solche Dichtungen gleichen die Dehnungen der monolithischen Massen aus. Sie sind vorteilhafterweise vorgeleimt und bei hoher Temperatur elastisch und haben eine Stärke, die von der Qualität der neben diesen Dichtungen liegenden feuerfesten Massen abhängt.

Die Ziegel haben vorzugsweise einen Querschnitt, der insgesamt abnimmt, je weiter er sich von der Wand entfernt. Das Abnehmen erstreckt sich in die breite Richtung, wobei der Querschnitt in einem oder mehreren Teilen des Ziegels konstant bleiben kann. Außerdem muss der Raum berücksichtigt werden, der von der Kontur des Querschnitts der Ziegel abgegrenzt wird, auch wenn bestimmte Teile des Ziegels auf Grund der Vorsprünge der Wand, die zum Beispiel auf die Rohre zurückzuführen sind, hohl sind. Außerdem können untere Teile des Ziegels auf dem Niveau solcher Vorsprünge der Wand abgeschnitten sein, wobei die insgesamt abnehmende Eigenschaft des Querschnitts trotz allem gegeben bleibt.

Es ist von Vorteil, dass die Auskleidung einen feuerfesten Verputz mit schwacher mechanischer Festigkeit umfasst, der auf der Oberfläche der Wand und der Verankerungen mindestens in Kontaktzonen zwischen den feuerfesten Massen aufgebracht wird. Dieser Verputz erlaubt ein besseres Demontieren der Auskleidungsbeschichtung bei einer Reparatur. Vorzugsweise hat der Verputz die gleichen thermischen Eigenschaften wie die monolithischen feuerfesten Massen.

Vorzugsweise wird die Auskleidungsbeschichtung durch Vergießen der feuerfesten Massen in einer Schalung erzielt, die eine obere Fläche umfasst. Diese obere Fläche der Schalung grenzt eine äußere Fläche der Beschichtung ab, die der Wand entgegengesetzt ist. Die Schalung, die für die feuerfesten Massen als Form dient, erlaubt es auch, die Ziegel durch Druck an der Wand zu halten und wird nach dem Aushärten der feuerfesten Massen entfernt. Sie erlaubt es, die Oberfläche der Beschichtung glatt und massiv zu formen.

Die Schalung erlaubt insbesondere die Durchführung von Wölbungen. Sie erlaubt es auch, eine äußere Fläche der Auskleidung zu erzielen, die dem Profil der Wand folgt. In diesem Fall wird die Schalung vorzugsweise aus geschmeidigen Werkstoffen hergestellt. Die Schalung macht auch das Einführen von Krümmungen in Bezug auf die Wand in die äußere Fläche der Auskleidung möglicht.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform, die auf dem Gebrauch einer Schalung beruht, dient mindestens eine der Verankerungen als abnehmbarer Befestigungsträger einer Schalung für das Vergießen der Massen an der Wand. Diese Verankerungen haben hierbei eine doppelte Aufgabe: Halten der feuerfesten Massen und vorübergehendes Befestigen der oberen Fläche der Schalung.

Mindestens eine dieser Verankerungen hat vorzugsweise einen Querschnitt, der insgesamt ab der Wand bis zu einer äußeren Fläche der Verankerung zunimmt, wobei die Auskleidung Mittel zum abnehmbaren Befestigen der Schalung an der Verankerung umfasst, die diese äußere Fläche durchqueren oder säumen.

Mit "Querschnitt" der Verankerung wird die Zone bezeichnet, die von der Kontur des Querschnitts der Verankerung abgegrenzt wird. Das Zunehmen versteht man hier in die breite Richtung, wobei der Querschnitt in einem oder mehreren Teilen der Verankerung konstant sein kann. Die Befestigungsmittel, "die die äußere Fläche der Verankerung" durchqueren, sind Mittel, die auf einem Eindringen der Verankerung beruhen, wie zum Beispiel eine Gewindebohrung, die mit einer Schraube zusammenwirkt. Die Befestigungsmittel, "die die äußere Fläche der Verankerung" säumen, sind Befestigungsmittel an den seitlichen Wänden der Verankerung.

Bei einer besonderen Ausführungsform, die Verankerungen verwendet, die eine doppelte Aufgabe des Befestigens der feuerfesten Massen und der Schalung haben, haben die Verankerungen verschiedene Längen, die von ihrer Position auf der Wand abhängen, und die feuerfesten Massen haben eine veränderliche Stärke, die den Längen der Verankerungen entsprechen. Diese Ausführungsform entspricht dem Gebrauch einer geschmeidigen Verschalung, deren obere Fläche den gewünschten Konturen folgt, die nicht den Konturen der Wand folgen.

Nach einer weiteren Ausführungsform der Auskleidung, die man durch Vergießen der feuerfesten Massen in einer Schalung erzielt, umfasst diese Auskleidung Mittel zum Befestigen von Schäften an der Wand, die die feuerfesten Massen durchqueren und ein abnehmbares Befestigen einer Schalung zum Vergießen dieser Massen an der Wand erlauben. Eine andere Ausführungsform kombiniert den Gebrauch von abnehmbaren Befestigungsschäften und Verankerungen, die als Träger und/oder Befestigung der Schalung dienen.

Vorteilhaft ist, dass die Auskleidung mindestens ein abnehmbares Befestigungsteil mindestens einer der Verankerungen umfasst, das fest mit der Wand verbunden ist. So können die Verankerungen sehr leicht für die Herstellung der Beschichtung installiert werden oder bei der Demontage zur Instandhaltung entfernt werden.

Die Verankerungen bestehen vorzugsweise aus Stahl und/oder aus feuerfester Keramik.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform umfasst mindestens eine der Verankerungen:

- einen metallischen Teil, vorzugsweise aus Stahl, der an der Wand befestigt wird und sich in die mit dieser Verankerung assoziierte feuerfeste Masse bis zu einem ersten Abstand von der Wand erstreckt, und

- einen keramischen Teil, der vom metallischen Teil, der sich in diese Masse bis zu einer zweiten Entfernung der Wand erstreckt, die größer ist als die erste Entfernung, gehalten wird, wobei sich der keramische Teil vorzugsweise bis zur äußeren Fläche der Masse erstreckt.

Solche Verankerungen erlauben es, einen Kompromiss zwischen dem Stahl und der Keramik zu erzielen. Die Verankerungen aus Stahl weisen nämlich den Nachteil auf, dass sie sich mit der Zeit verschlechtern, insbesondere unter der Einwirkung von Substanzen, die aus der Verbrennung von Abfall stammen, sie erlauben jedoch eine gute Befestigung an der Wand in den oben genannten Verankerungen ist der Teil aus Stahl zum Befestigen an der Wand vorhanden, er kann jedoch im Vergleich zur äußeren Fläche der Auskleidung ausreichend niedrig sein, um geschützt zu sein, und somit ein besseres zeitliches Halten zu bieten.

Bei einer ersten Ausführungsform einer solchen Verankerung dringt der Teil aus Stahl in das Innere des keramischen Teils ein. Bei einer zweiten Ausführungsform umfasst der keramische Teil Kerben, in welche Enden des metallischen Teils eingeführt werden.

Nach einer vorteilhaften Ausführungsform bestehen die feuerfesten Massen aus feuerfestem Beton. Bei einer Ausführungsform, die insbesondere bei Vorhandensein von sauren Gasen oder Rauchgasen interessant ist, bestehen die feuerfesten Massen aus feuerfesten Kunststoffmassen.

Die Erfindung hat auch einen feuerfesten vorgefertigten Ziegel zum Auskleiden einer Wand eines thermischen Geräts zur Aufgabe. Nach der Erfindung hat der Ziegel eine Form, die es diesem Ziegel erlaubt, auf der Wand durch Aushärten mindestens einer monolithischen feuerfesten Masse gehalten zu werden.

Diese Definition schließt insbesondere jeden parailelepipedischen Ziegel aus.

Vorzugsweise ist der Ziegel nach der Erfindung derart, dass er einer oder mehreren der Ausführungsformen der Beschichtung nach der Erfindung entspricht. Insbesondere hat der Ziegel vorzugsweise:

- eine Form, die teilweise die Form eines Rohrs annimmt und/oder

- einen global von einer Fläche zur gegenüberliegenden Fläche des Ziegels abnehmenden Querschnitt.

Die Erfindung hat auch eine vorgefertigte feuerfeste Verankerung zum Auskleiden einer Wand eines thermischen Geräts zur Aufgabe. Nach der Erfindung dient die Verankerung als abnehmbarer Befestigungsträger einer Schalung.

Im Vergleich zu den bekannten Verankerungen hat die Verankerung nach der Erfindung also eine Form, die es ihr erlaubt, als Träger zu dienen, und sie ist mit spezifischen Befestigungsmitteln versehen.

Vorzugsweise eignet sich die Verankerung nach der Erfindung für eine oder mehrere Ausführungsformen der Auskleidung nach der Erfindung. Insbesondere ist es vorteilhaft, dass die Verankerung einen global von der Basis, die zur Befestigung an der Wand bestimmt ist, und bis zu einer äußeren Fläche dieser Verankerungen zunehmenden Querschnitt hat und mit abnehmbaren Befestigungsmitteln einer Verschalung an der Verankerung ausgestattet ist, die diese äußere Fläche durchqueren oder säumen.

Die Erfindung betrifft auch ein Auskleidungsverfahren einer Wand eines thermischen Geräts, bei dem:

man vorgefertigte feuerfeste Verankerungen an der Wand befestigt und

- man eine feuerfeste Masse an der Wand anordnet, wobei diese Masse mit Verankerungen befestigt wird.

Nach der Erfindung:

- ordnet man vor dem Anbringen der feuerfesten Masse mindestens einen vorgefertigten feuerfesten Ziegel an der Wand zwischen mindestens zwei Verankerungen an, und

- ordnet man mindestens eine zweite feuerfeste Masse an der Wand an, wobei jede dieser Massen an der Wand von mindestens einer der Verankerungen befestigt wird, und zwei dieser Massen jeweils zur einen und zur anderen Seite dieses Ziegels gegossen werden und diesen Ziegel nach dem Aushärten an der Wand halten.

Das Auskleidungsverfahren nach der Erfindung erlaubt vorzugsweise das Herstellen einer Auskleidungsbeschichtung nach einer oder mehreren der Ausführungsformen der Erfindung.

Die Erfindung wird mit Hilfe besonderer Ausführungsbeispiele leichter verständlich, die unter Bezugnahme auf die anliegenden Figuren präsentiert sind, in welchen:

Fig. 1 im Schnitt I-I einen teilweisen Querschnitt einer Rohrtafel, die mit eine Auskleidungsbeschichtung nach der Erfindung bedeckt ist, darstellt;

Fig. 2 in Vorderansicht die Rohrtafel und die Auskleidungsbeschichtung der Fig. 1 darstellt;

Fig. 3 detailliert eine erste Ausführungsform einer Verankerung der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Beschichtung mit dem Anbringen einer Schalung auf der Auskleidung darstellt;

Fig. 4 detailliert eine zweite Ausführungsform einer Verankerung der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Auskleidung mit Anbringen einer Schalung auf der Beschichtung darstellt;

Fig. 5 detailliert feuerfeste Ziegel der Auskleidung der Fig. 1 und 2 darstellt;

Fig. 6 in Vorderansicht zwei nebeneinander liegende Rohrtafeln zeigt, die jede mit einer Auskleidungsbeschichtung nach der Erfindung bedeckt sind, die der in den Fig. 1 bis 5 abgebildeten ähnlich ist;

Fig. 7 eine dritte Ausführungsform einer Verankerung nach der Erfindung in Seitenansicht zeigt;

Fig. 8 einen Schnitt VIII-VIII der dritten Ausführungsform einer Verankerung nach Fig. 7 zeigt;

Fig. 9 eine vierte Ausführungsform einer Verankerung nach der Erfindung darstellt;

Fig. 10 eine andere Ausführungsform einer Auskleidungsbeschichtung einer Rohrtafel darstellt, die die Verankerungen der dritten und vierten Ausführungsform der Fig. 7 bis 9 umfasst sowie Befestigungsschäfte;

Fig. 11 in teilweisem Schnitt XI-XI die Rohrtafel mit Auskleidung der Fig. 10 mit einer Schalung bedeckt zeigt;

Fig. 12 in teilweisem Schnitt XII-XII eine Rohrtafel mit einer anderen Ausführungsform einer Auskleidungsbeschichtung nach der Erfindung darstellt

Fig. 13 in Vorderansicht die Rohrtafel mit der Auskleidungsbeschichtung der Fig. 12 bedeckt zeigt;

Fig. 14 in Vorderansicht zwei nebeneinander liegende Rohrtafeln mit Auskleidungsbeschichtungen zeigt, die denen der Fig. 12 und 13 ähneln.

Im Folgenden muss die technische Lehre der Figuren als die technische Lehre der Beschreibung ergänzend betrachtet werden.

Identische oder ähnliche Elemente verschiedener Ausführungsformen werden mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Außerdem werden ähnliche Elemente im Allgemeinen mit den Suffixen A bis E spezifiziert, die die Bezugszeichen ergänzen. Die Suffixe A bis D beziehen sich jeweils auf vier Ausführungsformen der Verankerungen und die Suffixe A und E beziehen sich auf zwei Ausführungsformen der Ziegel. Außerdem gelten in der ersten Ausführungsform der Ziegel die Suffixe A und A' jeweils für komplementäre Ziegel, die Paare bilden.

Eine Rohrtafel, bestehend aus Rohren 14, die untereinander durch geschweißte Rippen 4 verbunden sind, bildet eine Wand 16, die zu einem thermischen Feuerraum gekehrt ist (Fig. 1 und 2). Fluide, wie zum Beispiel Wasser, zirkulieren im Inneren der Rohre 14. Eine Auskleidungsbeschichtung, die die Rohrwand bedeckt, umfasst vorgefertigte, feuerfeste Verankerungen 1, vorgefertigte, feuerfeste Ziegel 2 und monolithische feuerfeste Massen 3 aus feuerfestem Beton, der in situ gegossen wird. Die Auskleidungsbeschichtung ist in Auskleidungsplatten 20 verteilt, die Seite an Seite entlang der Tafel im rechten Winkel zur Richtung der Rohre 14 in einer Abfolge von Platten 20j-1, 20j und 20j+1 getrennt von den Dichtungen 18 angeordnet sind. Die Dichtungen 18 sind zum Beispiel 3 mm breit. Jede Auskleidungsplatte 20 ist rechteckig und hat zum Beispiel Seiten mit einer Länge von 700 mm.

Bei einer ersten Ausführungsform der Verankerungen 1 mit dem Bezugszeichen 1A und in Fig. 3 dargestellt, umfasst die Verankerung 1A einen Teil aus Stahl 31A und einen keramischen Teil 32A. Der Teil aus Stahl 31A umfasst einen Gewindearm 35A und ein Anschlussteil 15A mit in etwa kegelstumpfförmiger und hohler Form, das einen Gipfel hat, der fest mit dem Gewindearm 35A verbunden ist. Das Anschlussteil 15A ist in den keramischen Teil 32A eingebaut. Letzterer bildet einen massiven Verankerungskopf mit einer in etwa kegelstumpfförmigen Form, mit einer kleinen Basis 39A auf der Ebene des Gewindearms 35A und einer großen Basis, die eine flache äußere Fläche 36A der Verankerung 1A über das Anschlussteil 15A hinaus bildet. Die äußere Fläche 36A ist vom Anschlussteil 15A über eine Distanz dA entfernt, die reicht, um den metallischen Teil 31A vor schädlichem Einsickern ausgehend von der äußeren Fläche 36A zu schützen. Der Gewindearm 35A ist an der Wand 16 mit einem Befestigungsteil 5 befestigt, das an eine der Rippen 4 geschweißt ist. Dieses Befestigungsteil 5, zum Beispiel des Typs einer Mutter, umfasst ein Innengewinde zum Verschrauben des Gewindearms 35A.

Da die Verankerung in etwa um eine Achse 70A dreht, ist der keramische Teil 32A mit einem Sackloch 37A versehen, das nach der Achse 70A der Verankerung 1A ausgehend von der äußeren Fläche 36A angeordnet ist. Dieses Sackloch 37A ist dazu bestimmt, einen Befestigungsdübel 10A zum Einführen einer Befestigungsschraube 9A zu erhalten.

Bei einer anderen Ausführungsform der Verankerung 1, die in Fig. 4 dargestellt und mit 1 B bezeichnet ist, haben die gleichen oder ähnlichen Elemente wie bei der Verankerung 1A die gleichen Bezugszeichen mit dem Suffix B an Stelle von A. Die Verankerung 1B unterscheidet sich von der Verankerung 1A dadurch, dass sich das Sackloch 37B etwa bis zum Gipfel des Anschlussteils 15B verlängert, wobei der Befestigungsdübel 10B dazu bestimmt ist, einen Gewindeschaft 13 zu enthalten, der von der äußeren Fläche 36B so heraussteht, dass er eine Mutter 38 erhalten kann.

Bei der vorliegenden Durchführungsart sind die Ziegel 2 in Paaren vorgesehen, wobei jedes Paar zwei Ziegel 2 jeweils mit den Bezugszeichen 2A und 2A' (Fig. 5) umfasst. Die Ziegel 2A und 2A' haben jeweils erste Flächen 43 und 44 in komplementärer Form, die vorgesehen sind, um Seite an Seite quer zur Wand 16 angeordnet zu werden. Diese ersten Flächen 43 und 44 sind vorzugsweise eben und, genauer, vorteilhafterweise parallel zu einer mittleren Ebene 71 zwischen den zwei Flächen 43 und 44, die zur Wand 16 im rechten Winkel steht angeordnet. Die Ziegel 2A und 2A' umfassen auch zweite Flächen 45 und 46, die eine Form haben, die sich an die Kontur von jeweils zwei Rohren 14 schmiegen, die neben diesen Flächen 45 und 46 liegen. Sie umfassen auch jeweils dritte Flächen 47 und 48, die jeweils den ersten Flächen 43 und 44 entgegengesetzt sind und einen schrägen Teil 17 umfassen, der eine Verengung der Ziegel 2A und 2A' erzeugt, während sie sich von den zwei Flächen 45 und 46 entfernt. Die dritten Flächen 47 und 48 werden von vierten Flächen 49 und 50 verlängert, die in etwa zu den ersten Flächen 43 und 44 parallel sind. Die Ziegel 2A und 2A' umfassen auch fünfte Flächen 51 und 52, die jeweils den zweiten Flächen 45 und 46 entgegengesetzt sind und vorzugsweise eben sind. Die ersten Flächen 43 und 44 und die fünften Flächen 51 und 52 sind an ihrer Schnittstelle abgeschnitten, so dass sie sechste Flächen 53 und 54 in Abfasungsform bilden.

Vorzugsweise sind die Ziegel 2A und 2A' identisch und symmetrisch in Bezug auf die Ebene 71 angeordnet.

Auf den vierten Flächen 49 und 50 der Ziegel 2A und 2A' sind geschmeidige Dichtungen 11 vorgeleimt. Diese Dichtungen 11 bestehen vorzugsweise aus feuerfesten Werkstoffen, die bei hoher Temperatur elastisch bleiben und sind dazu bestimmt, Dehnungen der Platten 20 auszugleichen.

Um die Auskleidungsbeschichtung nach einer ersten Ausführungsform entsprechend den vorhergehenden Ausführungen herzustellen, geht man wie folgt vor. Zuerst schweißt man die Befestigungsteile 5 auf einen Teil der Rippen 4 der auszukleidenden Rohrtafel. Die Befestigungsteile 5 sind regelmäßig innerhalb jedes Teils der Wand 16, die durch eine der Auskleidungsplatten 20 (Fig. 2) bedeckt werden soll, verteilt. Sie bilden vorzugsweise ein Netz paralleler und im rechten Winkel zu den Rohren 14 stehender Linien. Im rechten Winkel zu den Rohren 14 sind sie zum Beispiel auf jede zweite Rippe geschweißt (Fig. 1 und 2).

Danach trägt man mit Hilfe einer Bürste auf die Rohre 14 und die Rippen 4 einen feuerfesten Verputz mit schwacher mechanischer Festigkeit auf, der vorzugsweise die gleichen thermischen Eigenschaften hat wie der feuerfeste Beton 3, der anzubringen ist. Der Zement wird vorzugsweise selektiv in Zonen 12 aufgetragen, die dazu bestimmt sind, mit dem feuerfesten Beton 3 in Berührung zu sein.

Danach montiert man die vorgefertigten Verankerungen 1 durch Verschrauben in den Befestigungsteilen 5. Zuvor überzieht man den Gewindearm 35 der Verankerungen 1A oder 1B mit einer Schutzröhre 6, wie zum Beispiel mit einer Papperöhre, um zu vermeiden, dass die feuerfeste Pappe 3 den Gewindearm 35A (Fig. 3 und 4) blockiert. Mit Hilfe einer Bürste trägt man den feuerfesten Verputz in dünner Schicht auf die Verankerungen 1A oder 1B in Zonen 12 auf, die dazu bestimmt sind, mit dem feuerfesten Beton 3 in Kontakt zu sein.

Das Auftragen des feuerfesten Verputzes auf die Verankerung 1 muss ein Herausschrauben dieser Verankerung 1 bei der Demontage möglich machen.

Man ordnet auch die Ziegel 2 in Paaren 2A und 2A' auf der Ebene der Verbindungen 18 an, die zwischen den Auskleidungsplatten 20 (Fig. 1 und 2) vorgesehen sind. Jedes der Paare Ziegel 2A und 2A' bedeckt teilweise zwei benachbarte Rohre 14 (Fig. 5), wobei die ersten Flächen 43 und 44 der Ziegel 2A und 2A' zwischen einander einen freien Raum 56 haben, der dazu bestimmt ist, die Dichtung 18 zwischen den zwei Platten 20 zu bilden, die jeweils von zwei Ziegeln 2A und 2A' gesäumt sind. Die Abfasungen 53 und 54 grenzen einen oberen freien dreieckigen Raum 55 ab, der dazu bestimmt ist, ein Ausbauen der Platten 20 zu erleichtern. Außerdem lassen die zweiten unteren Flächen 45 und 46 zwischen den Ziegeln 2A und 2A' und der Rippe 4, die zwischen den Rohren 14, die von den Ziegeln 2A und 2A' bedeckt sind, enthalten sind, einen unteren Raum 57 frei, in dem es, nach einer besonderen Ausführungsform, von Interesse ist, zuvor den feuerfesten Verputz aufzutragen.

Dann positioniert man eine Schalung 7 über die Verankerungen 1 und die Ziegel 2. Diese Schalung 7 liegt auf einer äußeren Fläche 36 der Verankerungen 1A und 1B und auf den fünften Flächen 51 und 52 der Ziegel 2A und 2A' auf. Man befestigt die Schalung 7 auf jeder der Verankerungen 1A, indem man eine Druckplatte 8 auf der Schalung 7 über der betroffenen Verankerung 1A anlegt und die Schalung 7 durch eine Befestigungsschraube 9A blockiert, die die Druckplatte 8 und die Schalung 7 durchquert, indem sie sich in den Dübel 10A der Verankerungen 1A (Fig. 3) fügt.

In ähnlicher Weise befestigt man die Schalung 7 auf jeder der Verankerungen 1B mit dem Gewindeschaft 13, der im Dübel 10B positioniert ist, der die Schalung 7 durchquert, und eine Druckplatte 8, indem man eine Mutter 38 über der Druckplatte 8 (Fig. 4) festzieht.

Die Druckplatten 8 sind zum Beispiel Unterlegscheiben aus Stahl.

Die Schalung 7 ist ausreichend widerstandsfähig, um die Massen 3 feuerfesten Betons zu halten, der zu gießen ist, und wird vorzugsweise aus biegsamen Werkstoffen hergestellt. Vorteilhafterweise ist sie durchsichtig, so dass man visuell das gute Anbringen der Massen 3 feuerfesten Betons mitverfolgen kann. Bei anderen Ausführungsformen besteht die Schalung aus Holz oder Stahl.

Die so positionierte und befestigte Schalung hält die Ziegel 2 in Position.

Danach bringt man durch Gießen die Massen 3 feuerfesten Betons in der Schalung 7 an. Nach dem Aushärten entfernt man die Schrauben 9A, die Muttern 38, die Gewindeschäfte 13, die Druckplatten 8 und die Schalung 7, und man erzielt die äußere Oberfläche 26 der Auskleidungsbeschichtung bestehend aus einer glatten, massiven Fläche. Die Dübel 10, die nicht feuerfest sind, sind dazu bestimmt, durch die Wirkung der Temperatur des Feuerraums zu verschwinden.

Bei Anwesenheit mehrerer Rohrtafeln nebeneinander, die durch Dichtungen 19 getrennt sind, die zum Beispiel 9 mm stark sind (Figur b), führt man vorteilhafterweise eine Abfolge von Beschichtungsplatten 20 und 21 jeweils für jede der Rohrplatten durch. Die Dichtungen 18 zwischen den Auskleidungsplatten zweier benachbarter Tafeln werden daher vorteilhaft versetzt.

Nach einer dritten Ausführungsform der Verankerungen 1, mit den Bezugszeichen 1C und dargestellt in den Fig. 7 und 8, umfasst die Verankerung 1C einen Teil aus Stahl 31C, der eine in etwa hohle kegelstumpfförmige Form mit einer kleinen Basis 71 und zwei Innenrändern 73 und 74 hat, die der kleinen Basis 71 entgegengesetzt sind. Die Verankerung 1C umfasst auch einen keramischen Teil 32C mit in etwa massiver kegelstumpfförmiger Form, der mit zwei seitlichen Kerben 33 und 34 versehen ist. Der keramische Teil 32C wird auf dem Teil aus Stahl 31C durch Einführen der inneren Ränder 73 und 74 jeweils in die Kerben 33 und 34 gehalten, wobei der keramische Teil 32C eine kleine Basis 39C hat, die der kleinen Basis 71 des Teils aus Stahl 310 gegenüber angeordnet ist.

Das Befestigen der Verankerungen 1C auf der Rohrtafel erfolgt durch Schweißen der kleinen Basis 71 auf eine der Rippen 4. Die Verankerung 1C behält eine Tragaufgabe der Schalung 7 über die äußere ebene Fläche 36C ihres keramischen Teils 32C, hat jedoch keine Befestigungsfunktion der Schalung 7.

Eine vierte Ausführungsform der Verankerung 1 mit dem Bezugszeichen 1D, die in Fig. 9 dargestellt ist, betrifft nur einen Teil aus Stahl 31D und keinen keramischen Teil. Die Verankerung 1D, die in etwa eine Schalenform hat, wird mit einem Fuß 75 auf eine der Rippen 4 geschweißt. Die Verankerungen 1D haben solche Maße, dass sie nach dem Schweißen von der Schalung 7 entfernt bleiben, also von der oberen Fläche 26 der Auskleidungsbeschichtung. So dienen diese Verankerungen 1D ausschließlich dem Halten des feuerfesten Betons 3 auf dem Rohrbündel.

Bei einer besonderen Ausführung des Auskleidungsverfahrens, bei der Verankerungen 1C und 1D angewandt werden, schweißt man abwechselnd die Verankerungen 1C und 1D parallel zu den Rohren 14 auf die Rippen 4 (Fig. 10 und 11).

Außerdem befestigt man die Schalung 7 mit Hilfe der Gewindeschäfte 61, die sich quer zur Wand 16 erstrecken und eine ausreichende Länge haben, um die Entfernung zwischen der Wand 1b und der Schalung 7 zu decken, und zwar für das Einführen der Massen 3 feuerfesten Betons. Die Schäfte 61 wirken mit Befestigungsmuttern 60 zusammen, die auf bestimmte Rippen 4 auf der Ebene der Dichtungen 19 zwischen Rohrtafeln geschweißt werden und dazu bestimmt sind, Gewindeschäfte 61 aufzunehmen, sowie mit Spannmuttern 62, die dazu bestimmt sind, die Schalung 7 durch Druck zu spannen. Zum Beispiel gehören die Befestigungsmüttern 60, die Gewindeschäfte 61 und die Spannmuttern 62 zu dem unter dem Namen M 12 bezeichneten Typ.

Zur Durchführung des Auskleidungsverfahrens beginnt man damit, die Befestigungsmuttern 60 und die Verankerungen 1C und 1D zu schweißen, man trägt den feuerfesten Verputz wie bei den vorhergehenden Ausführungsformen auf, und man spannt die Schäfte 61 in den Befestigungsmuttern 60. Dann ordnet man die Schalung 7 auf den Verankerungen über der auszukleidenden Rohrtafel aufliegend an, und man befestigt sie mit den Gewindeschäften 61, indem man Druckplatten 8, die den weiter oben beschriebenen ähnlich sind, auf der Schalung 7 über den Gewindeschäften 61 anordnet und die Schalung 7 gegen die keramischen Teile 32C der Verankerungen 1C durch Schrauben der Muttern 62 auf den Gewindeschäften 61 gegen die Druckplatten 8 spannt.

Dann gießt man den feuerfesten Beton 3 in die Schalung 7 und entfernt nach dem Aushärten die Spannmuttern 62, die Druckplatten 8, die Schalung 7 und die Gewindeschäfte 61. So erzielt man Auskleidungsplatten 22 mit einer äußeren Fläche 26 in Form einer glatten, massiven Fläche.

Bei einer anderen Ausführungsform der Auskleidungsbeschichtung, die in den Fig. 12 und 13 dargestellt ist, sind die Ziegel 2 mit den Bezugszeichen 2E dazu vorgesehen, jeweils direkt zwischen zwei Massen 3 feuerfesten Betons mit den Bezugszeichen 3E und in Kontakt mit ihnen im rechten Winkel zu den Rohren 14 angeordnet zu werden.

Jeder der Ziegel 2E hat eine untere Fläche 81, die sich mindestens teilweise an die Form einer oder mehrerer Rohre 14 schmiegt und vorzugsweise von drei Rohren 14. Der Ziegel 2E umfasst auch seitliche Flächen 82 und 83, die so geneigt sind, dass sie eine Verengung des Ziegels 2E ergeben, indem sie sich von der unteren Fläche 81 entfernen. Die seitlichen geneigten Flächen 82 und 83 werden von seitlichen Flächen 84 und 85, die vorteilhafterweise im rechten Winkel zu einer mittleren Ebene der unteren Fläche 81 stehen, verlängert. Die seitlichen Flächen 84 und 85 werden mit biegsamen Dichtungen 11 bedeckt. Der Ziegel 2E umfasst auch eine obere Fläche 86, die vorzugsweise flach und zu dieser mittleren Ebene parallel ist. Außerdem ist der Ziegel 2E vorzugsweise in Bezug auf eine mittlere Ebene 72, die zu dieser mittleren Ebene im rechten Winkel steht, parallel.

Zum Herstellen einer Auskleidungsbeschichtung mit den Ziegeln 2E geht man ähnlich vor wie bei den vorhergehenden Ausführungsformen, jedoch indem man einen der Ziegel 2E mit einer oder mehreren Verankerungen 1 im rechten Winkel zu den Rohren 14 abwechselt. Vorteilhafterweise ordnet man eine einzige Verankerung 1 zwischen zwei der Ziegel 2E im rechten Winkel zur Richtung der Rohre 14 an.

Da die Ziegel 2E keine Trennung zwischen den Massen 3E feuerfesten Betons bilden, erzielt man so eine einzige Auskleidungsplatte 23 auf der auszukleidenden Rohrtafel.

Bei Anwesenheit mehrerer Rohrtafeln nebeneinander, bedeckt man jede von ihnen mit einer Auskleidungsplatte 23 oder 24 (Fig. 14), wobei die Reihen der Verankerungen 1 parallel zu den Rohren 14 vorzugsweise von einer Auskleidungsplatte zur anderen abgewechselt werden.

Die Erfindung deckt jede Kombination der weiter oben beschriebenen Ausführungsformen und Anwendungen, insbesondere den kombinierten Einsatz irgendeiner der Verankerungen 1 mit irgendeinem der Ziegel 2.

Die Anzahl der Verankerungen 1 wird ausreichend gering ausgewählt, um die Anzahl der Schweißungen an der Wand 16 auf eine Minimum zur reduzieren und doch die Massen 3 feuerfesten Betons korrekt zu halten. Im Allgemeinen können die Verankerungen im rechten Winkel zur Richtung der Rohre 14 relativ weit entfernt sein, sie müssen jedoch zahlreicher und vorzugsweise regelmäßig parallel zur Richtung der Rohre 14 verteilt sein.


Anspruch[de]

1. Einheit, gebildet aus einer Auskleidung und aus einer Wand einer thermischen Einrichtung, umfassend

- feuerfeste vorgefertigte Verankerungen (1), die an der Wand (16) befestigt sind, und

- eine feuerfeste Monolithmasse (3), die an der Wand (16) mit Verankerungen (1) befestigt ist,

dadurch gekennzeichnet, dass die Auskleidung Folgendes aufweist:

- mindestens einen feuerfesten Vorgefertigten Ziegel (2), der an der Wand (16) zwischen mindestens zwei Verankerungen (1) angeordnet ist, und

- mindestens eine zweite feuerfeste Monolithmasse, wobei jede der Massen (3) an der Wand (16) mit mindestens einer der Verankerungen (1) befestigt und von den benachbarten Massen (3) durch einen der Ziegel (2) getrennt ist, wobei der Ziegel (2) an der Wand (16) von den benachbarten Massen (3) neben dem Ziegel (2) gehalten wird.

2. Einheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wand (16) eine Oberfläche mit einem Rohrbündel ist, bestehend aus abwechselnden Rohren (14) und Rippen (4), die die Rohre (14) verbinden, wobei jeder der Ziegel (3) zumindest teilweise mindestens eines der Rohre (14) durch bündiges Umschließen der Form des Rohrs (14) deckt.

3. Einheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede der Verankerungen (1) an einer der Rippen (4) befestigt ist.

4. Einheit nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrbündel aus aneinander stoßenden Rohrtafeln besteht, wobei die Auskleidung aus Auskleidungsplatten (20-24) besteht, wobei jede der Tafeln von mindestens einer der Platten (20-24) bedeckt wird.

5. Einheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei Ziegel (2A, 2A') jeweils zwei komplementäre Seitenflächen (43, 44) aufweisen, die nebeneinander an der Wand (16) angeordnet sind und so eine Pufferzone (56) zwischen zwei getrennten Teilen (20, 21, 22) der Auskleidung bilden.

6. Einheit nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie nachgiebige Dichtungen (11) umfasst, die auf den Ziegeln (2), zwischen den Ziegeln (2) und den danebenliegenden feuerfesten Massen (3) angeordnet sind.

7. Einheit nach einem der Ansprüche 1 bis b, dadurch gekennzeichnet, dass die Ziegel (2) einen Querschnitt haben, der allmählich kleiner wird, je weiter man sich von der Wand (16) entfernt.

8. Einheit nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen feuerfesten Putz umfasst, der auf der Oberfläche der Wand (16) und der Verankerungen (1) zumindest in den Berührungszonen (12) mit den feuerfesten Massen (3) aufgetragen ist.

9. Einheit nach einem beliebigen der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Verankerungen (1A, 1B) als abnehmbarer Befestigungsträger für eine Verschalung (7) zum Gießen der Massen (3) an der Wand (16) dient.

10. Einheit nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Verankerungen (3A, 3B) einen Querschnitt (3) aufweist, der global ab der Wand (16) und bis zur äußeren Oberfläche (36A, 36B) der Verankerung (1A, 1B) zunimmt, und dadurch, dass die Auskleidung abnehmbare Mittel zum Befestigen (8-10, 37, 38) der Verschalung (7) an der Verankerung (1A, 1B) umfasst, die die äußere Oberfläche (36A, 36B) durchqueren oder an ihrem Rand liegen.

11. Einheit nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verankerungen (1) verschiedene Längen haben, die von ihrer Position an der Wand (16) abhängen, und dadurch, dass die feuerfesten Massen (3) eine veränderliche Stärke aufweisen, die den Längen der Verankerungen (1) entspricht.

12. Einheit nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass sie Mittel (60) zum Befestigen von Schäften (61) an der Wand (16) umfasst, die die Massen (3) durchqueren und ein abnehmbares Befestigen einer Verschalung (7) zum Gießen der Massen (3) an der Wand (16) erlauben.

13. Einheit nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass sie zumindest ein abnehmbares Befestigungsteil (5) für mindestens eine der Verankerungen (1A, 1B) umfasst, das mit der Wand. (16) fest verbunden ist.

14. Einheit nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Verankerungen (1A-1C) folgendes umfasst:

- einen metallischen Teil (31), bevorzugt aus Stahl, der an der Wand (16) befestigt ist und der sich in der feuerfesten Masse (3), die zu den Verankerungen (1A-1C) gehört, bis zu einem ersten Abstand von der Wand (16) erstreckt, und

- einen keramischen Teil (32), der an der Wand (16) vom metallischen Teil (31) gehalten wird und sich in die Masse (3) bis zu einem zweiten Abstand von der Wand erstreckt, der größer ist als der erste Abstand, wobei sich der keramische Teil (32) vorzugsweise bis zur äußeren Oberfläche (36) der Masse (3) erstreckt.

15. Einheit nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Massen (3) aus feuerfestem Beton bestehen.

16. Feuerfester vorgefertigter Ziegel (2) für eine Einheit zum Auskleiden einer Wand (16) einer thermischen Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, wobei die Wand (16) Rohre (14) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass er eine erste Oberfläche (43), die dazu bestimmt ist, im rechten Winkel zur Wand (16) in der Auskleidung angeordnet zu werden, eine zweite Oberfläche (45), die dazu bestimmt ist, die Kontur eines benachbarten Rohrs (14) in der Auskleidung bündig zu umschließen, eine dritte Oberfläche (47), die der ersten Oberfläche (44) entgegengesetzt ist und einen schrägen Teil (17) bildet, der eine Verjüngung des Ziegels erzeugt, indem sie sich von der zweiten Oberfläche (45) entfernt, eine vierte Oberfläche (49), die die dritte Oberfläche (47) verlängert und in etwa parallel zur ersten Oberfläche (43) ist, und eine fünfte flache Oberfläche (51) aufweist, die der zweiten Oberfläche (45) gegenüberliegt und stumpf abgeschnitten ist, um eine sechste Oberfläche (53) des Typs Abfasung zu bilden.

17. Feuerfester vorgefertigter Ziegel (2) für die Auskleidungseinheit einer Wand (16) einer thermischen Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, wobei die Wand (16) Rohre (14) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass er eine untere Oberfläche (81) umfasst, die mindestens teilweise die Form zumindest eines Rohrs (14) bündig umschließt, vorzugsweise aber drei Rohre (14), seitliche Oberflächen (82) und (83), die so geneigt sind, dass sie, wo sie sich von der unteren Oberfläche (81) entfernen, eine Verjüngung des Ziegels ergeben, seitliche Oberflächen (84) und (85), die die Oberflächen (82) und (83) verlängern und vorzugsweise im rechten Winkel zu einer mittleren Ebene der unteren Oberfläche (81), und eine obere Oberfläche (86) aufweist, die vorzugsweise eben und parallel zur mittleren Ebene der unteren Oberfläche (81) liegt.

18. Ziegel (2) nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass er zu einer mittleren Ebene (72) symmetrisch ist, die im rechten Winkel zur mittleren Ebene der unteren Oberfläche (81) liegt.

19. Feuerfeste vorgefertigte Verankerung (1) für die Auskleideeinheit einer Wand (16) einer thermischen Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, wobei die Wand (16) Rohre (14) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Teil aus Stahl (31A, 31B) und ein Teil aus Keramik (32A, 32B) aufweist, wobei das Teil aus Stahl (31A, 31B) einen Gewindearm (35A, 35B) und einen Anschlussteil (15A, 15B) in etwa hohler Kegelform umfasst, der in dem keramischen Teil (32A, 32B) eingelassen ist, mit einem Gipfel, der mit dem Gewindearm (35A, 358) fest verbunden ist, wobei das keramische Teil (32A, 328) ein Sackloch (37A, 37B) aufweist, das dazu bestimmt ist, einen Befestigungsdübel (10A, 10B) aufzunehmen.

20. Verfahren zum Auskleiden einer Wand (16) einer thermischen Einrichtung, bei dem:

- man feuerfeste vorgefertigte Verankerungen (1) in der Wand (16) befestigt; und

- man eine feuerfeste Masse (3) an der Wand (16) anbringt, wobei die Masse (3) mit den Verankerungen (1) befestigt wird,

dadurch gekennzeichnet, dass:

- man vor dem Anbringen der Masse (3) zumindest einen feuerfesten vorgefertigten Ziegel (2) an der Wand (16) zwischen zumindest zwei Verankerungen (1) anbringt; und

- man zumindest eine zweite feuerfeste Masse (3) an der Wand (16) anbringt, wobei jede der Massen (3) an der Wand (16) mit zumindest einer der Verankerungen (1) befestigt wird, wobei je eine Masse (3) zu jeder Seite des Ziegels (3) gegossen wird, die den Ziegel (2) nach dem Aushärten an der Wand (16) halten.

21. Verfahren zum Auskleiden nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass es das Herstellen einer Einheit nach einem der Ansprüche 1 bis 15 erlaubt.







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