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Dokumentenidentifikation DE10206998A1 11.12.2003
Titel Verfahren und Vorrichtung zum fälschungssicheren Kennzeichnen von Gegenständen
Anmelder Barcodat GmbH, 72280 Dornstetten, DE
Erfinder Stahl, Günther, 72280 Dornstetten, DE;
Schimanski, Ralf, 72280 Dornstetten, DE
Vertreter Klocke & Späth, 72160 Horb
DE-Anmeldedatum 19.02.2002
DE-Aktenzeichen 10206998
Offenlegungstag 11.12.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.12.2003
IPC-Hauptklasse G06K 1/12
IPC-Nebenklasse G06K 7/10   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum fälschungssicheren Kennzeichnen von Gegenständen mittels eines Strichcodes. Die Erfindung betrifft außerdem eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens mit mindestens einer Lichtquelle, optischen Einrichtungen zur Formung und Ausrichtung des Lichtstrahls sowie eine Auswerteeinrichtung.
Strichcodes und entsprechende Lesevorrichtungen sind allgemein bekannt und werden in vielfältiger Art und Weise zur Kennzeichnung bzw. Identifizierung insbesondere von Waren benutzt. Grundsätzlich können derartige Strichcodes nachgemacht werden, wobei jedoch je nach Art des Identifizierungssystems aufgrund der in dem Strichcode enthaltenen Information unter Umständen erkannt werden kann, dass es sich um einen nachgemachten Strichcode handelt.
Es gibt jedoch Anwendungsbereiche, wo es wichtig ist, dass von vornherein ein einfaches Kopieren eines Strichcodes verhindert werden soll. Dies kann beispielsweise für die Einführung von Rückgabesystemen von Interesse sein, beispielsweise Pfandflaschen, um zu verhindern, dass die bereits ohne Pfand im ...

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum fälschungssicheren Kennzeichnen von Gegenständen mittels eines Strichcodes. Die Erfindung betrifft außerdem eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens mit mindestens einer Lichtquelle, optischen Einrichtungen zur Formung und Ausrichtung des Lichtstrahls sowie eine Auswerteeinrichtung.

Strichcodes und entsprechende Lesevorrichtungen sind allgemein bekannt und werden in vielfältiger Art und Weise zur Kennzeichnung bzw. Identifizierung insbesondere von Waren benutzt. Grundsätzlich können derartige Strichcodes nachgemacht werden, wobei jedoch je nach Art des Identifizierungssystems aufgrund der in dem Strichcode enthaltenen Information unter Umständen erkannt werden kann, dass es sich um einen nachgemachten Strichcode handelt.

Es gibt jedoch Anwendungsbereiche, wo es wichtig ist, dass von vornherein ein einfaches Kopieren eines Strichcodes verhindert werden soll. Dies kann beispielsweise für die Einführung von Rückgabesystemen von Interesse sein, beispielsweise Pfandflaschen, um zu verhindern, dass die bereits ohne Pfand im umlaufenden Waren nachträglich mit einem entsprechenden Strichcode versehen werden, um in den Genuss des Pfandes zu gelangen, obwohl für diese Flaschen kein Pfand bezahlt wurde. Bei eine entsprechenden Anzahl von Einheiten kann sich die Fälschung der Strichcodes lohnen. So sind eine Vielzahl von Anwendungsfällen denkbar, bei denen sichergestellt werden muss, dass nicht ohne weiteres, d. h. mit relativ geringem Aufwand, eine Fälschung bzw. ein Kopieren des Strichcodes möglich ist.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit vorzuschlagen, mit der Gegenstände relativ fälschungssicher mit Strichcodes gekennzeichnet und auch detektiert werden können, das heißt der Aufwand für die Fälschung ist relativ hoch.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 5 gelöst. Sie wird außerdem durch einen Strichcode gemäß den Merkmalen des Anspruchs 9 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind den jeweiligen rückbezogenen Unteransprüchen zu entnehmen.

Gemäß dem Verfahren werden auf den Gegenständen oder einem Trägermaterial mindestens zwei Strichcodes mit unterschiedlichen optischen Eigenschaften angeordnet, die sich zumindest teilweise überlappen. Die einzelnen Strichcodes werden mittels eines den optischen Eigenschaften entsprechenden Lesesystems detektiert und in einer Auswerteeinrichtung ausgewertet. Als Lesesystem kann beispielsweise ein Laser, der mit einem entsprechend aufbereiteten Laserstrahl den Strichcode abtastet, oder ein CCD- Scansystem mit entsprechenden optischen Eigenschaften verwendet werden. Die Überlappungen der Strichcodes stellt damit das fälschungssichere Element dar, so dass in der Regel von einer weitgehenden wenn nicht sogar vollständigen Überlappung auszugehen ist. Durch die unterschiedlichen optischen Eigenschaften, die sich durch verschieden polarisierte Strichcodes, verschiedenfarbige Strichcodes d. h. unterschiedliche Reflexionseigenschaften auszeichnen, können die Strichcodes nur mit entsprechend darauf abgestimmten Lesesystemen erkannt und tatsächlich überhaupt gelesen werden. Übliche Lesesysteme können durch die Überlagerung von mindestens zwei Strichcodes keine Aussage mehr liefern. Der Aufwand für die Herstellung derartiger überlagerter Strichcodes ist ebenfalls erheblich und schwierig zu realisieren, so dass die Hürde für eine Fälschung sehr hoch gelegt wird. Die Strichcodes werden dann nacheinander mittels des Lesesystems, beispielsweise mit einem auf die optischen Eigenschaften abgestimmten Lesestrahls z. B. Laser oder CCD- System, detektiert und ausgewertet. Hierbei kann einerseits die räumliche Lage der sich überlappenden Strichcodes als weiteres Detektionsmerkmal, unabhängig von dem ohnehin in den Strichcodes enthaltenen Informationsgehalt verwendet werden. Auch der Informationsgehalt der Strichcodes selbst kann zur Auswertung und Überprüfung auf Originalität herangezogen werden.

Grundsätzlich können derartige Strichcodes direkt auf den Gegenständen oder auf einem Trägermaterial, wie beispielsweise Klebestreifen, aufgebracht werden. Letzteres ist häufig der Fall, so dass gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sich die Strichcodes auch auf der Vorder- und der Rückseite des Trägermaterials befinden und die Überlappung der Strichcodes in Bezug auf den Lesestrahl verstanden werden muss. Mit einem entsprechend geeignetem Lesesystem wird dann der auf der Rückseite angeordnete Strichcode durch das Trägermaterial hindurch gelesen und seine relative Position zu dem auf der Vorderseite gelesenen Strichcode als Echtheitsmerkmal ermittelt.

Wie bereits vorstehend erwähnt, können die einzelnen Strichcodes beispielsweise unterschiedliche sichtbare Farben aber auch unterschiedliche unsichtbare Farben, die beispielsweise nur im Infraroten oder ultravioletten Licht erkennbar sind. Bei einer weiteren, besonders bevorzugten Ausführungsform sind die Strichcodes unterschiedlich polarisiert und werden mittels entsprechend polarisierten Lesesystemen detektiert. Derartige Strichcodes erscheinen in der Ansicht mit einer unsauberen Kontur und sind mit üblichen Lesegeräten nicht zu detektieren. Erst bei der Betrachtung durch ein entsprechenden Polarisationsfilter wird das eine Mal der eine Strichcode und das andere Mal der andere Strichcode sichtbar. Derartige Strichcodes sind besonders schwierig und nur mit großem Aufwand nachzumachen.

Die erfindungsgemäße ausgestaltete Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens umfasst eine Einrichtung zum Abtasten von mindestens zwei sich mindestens teilweise überlappenden Strichcodes mit unterschiedlichen optischen Eigenschaften mittels eines den optischen Eigenschaften entsprechenden Lesesystems. Eine derartige Einrichtung kann beispielsweise im Falle von zwei unterschiedlichen überlagerten Strichcodes zwei entsprechende Lichtquellen, beispielsweise Laserquellen aufweisen, die das den optischen Eigenschaften entsprechende Licht erzeugen. Es ist jedoch auch möglich, nur eine Lichtquelle zu verwenden, und den Lesestrahl durch entsprechende geeignete optische Mittel wechselweise umzuformen, um nacheinander die beiden überlappenden Strichcodes zu detektieren. Eine entsprechende Auswerteeinrichtung kann dann zusätzlich aufgrund der erhaltenen Signale die Position der beiden sich überlappenden Strichcodes ermitteln und auf deren Richtigkeit überprüfen. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung eine Einrichtung zur Umschaltung der Polarisationsebene einer Ausleuchtung oder Abtastung auf. Eine entsprechend ausgestaltete Steuereinrichtung sorgt dafür, dass die Einrichtung zuerst den einen und anschließend den oder die anderen Strichcodes mit entsprechend optisch angepassten Eigenschaften des Lesesystems abtastet. Vorteilhafter Weise vergleicht die Auswerteeinrichtung die geometrischen Positionen der einzelnen Strichcodes zueinander als wesentliches zusätzliches Sicherheitsmerkmal.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit den begleitenden Zeichnungen näher erläutert. Es stellen dar:

Fig. 1 die schematische Darstellung eines Strichcodes wie er bei dem Verfahren Anwendung findet;

Fig. 2 ein Flussdiagram zur Erläuterung des Verfahrens und

Fig. 3 die schematische Darstellung einer Vorrichtung.

Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung einen ersten Strichcode 1 und einen zweiten Strichcode 2, die beispielsweise unterschiedlich polarisiert sind. Mit der Bezugsziffer 3 ist das sichtbare Ergebnis des überlagerten Strichcodes bezeichnet, der aus der Überlagerung der beiden Strichcodes 1 und 2 entstanden und damit unklar und nicht detektierbar ist. Erst durch die Betrachtung mit einem entsprechenden Polarisationsfilter können die Strichcodes 1 und 2 erkannt und detektiert werden.

Fig. 2 zeigt das schematische Flussdiagramm in der Form, dass im Block 4 die Erfassung und Auswertung des ersten Strichcodes erfolgt und beispielsweise im Block 7 zuerst einmal zwischengespeichert wird, anschließend in dem Block 5 die Erfassung und Auswertung des zweiten Strichcodes erfolgt und das Ergebnis ebenfalls im Block 7 zwischengespeichert wird. Im darauffolgenden Block 6 erfolgt in einer dritten Stufe die Auswertung der geometrischen Positionen der beiden erfassten Strichcodes im anschließenden mit Bezugsziffer 7 bezeichneten Block. Im Anschluss daran erfolgt die Prüfung der Echtheit, d. h. die Überprüfung des Vorhandenseins der Strichcodes sowie das Informationsgehalts und die Überprüfung darauf, ob die in geometrische Position der beiden Strichcodes zueinander als korrekt ermittelt wird. Im Anschluss daran werden die entsprechenden Ergebnisse ausgegeben bzw. weiterverarbeitet.

Zusätzlich können auch noch in den jeweiligen Strichcodes Informationen enthalten sein, die zur Echtheitsprüfung verwendet werden und beispielsweise einen Bezug von einem Strichcode zum anderen herstellen.

Fig. 3 zeigt die schematische Ansicht einer Leseeinrichtung 10, die in bekannter Art und Weise eine Lichtquelle, beispielsweise Laserquelle 11 aufweist. Der von der Laserquelle 11 ausgesandte Lesestrahl 16 wird mittels eines optischen Systems 12 geformt und mittels eines halbdurchlässigen Spiegels 13 zu einem sich drehenden Polygonspiegel 15 umgelenkt und mit diesem einen Strichcode 17 abgetastet. Die empfangenen Signale werden von dem Polygonspiegel 15 zu dem Empfänger 14 mit einer entsprechenden Auswerteeinrichtung weitergeleitet. In dem Ausführungsbeispiel beinhalten die optischen Einrichtungen eine dem Fachmann geläufige Einrichtung, mit der verschiedene Polarisationsfilter in den Lichtstrahl 16 eingebracht werden. Diese können entweder einzeln in den Lichtstrahl eingeschoben oder auch auf einer entsprechenden Scheibe angeordnet sein. Grundsätzlich können hier alle dem Fachmann geläufigen Maßnahmen zur Strahlformung und zum Einbringen von verschiedenen Filter vorgesehen sein. Selbstverständlich ist es auch möglich, anstelle einer Lichtquelle zwei Lichtquellen mit unterschiedlichen optischen Eigenschaften zu verwenden.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum fälschungssicheren Kennzeichnen von Gegenständen mittels eines Strichcodes, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Gegenständen oder einem Trägermaterial mindestens zwei Strichcodes (1, 2) mit unterschiedlichen optischen Eigenschaften angeordnet werden, die sich zumindest teilweise überlappen, und die einzelnen Strichcodes (1, 2) mittels eines den optischen Eigenschaften entsprechenden Lesesystems (16) detektiert und in einer Auswerteeinrichtung (14) ausgewertet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Strichcodes (1, 2) auf einer Seite oder auf der Vorder- und Rückseite der Trägermaterials angeordnet werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionen der überlappenden Strichcodes (1, 2) zueinander erfasst und ausgewertet wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Strichcodes unterschiedlich polarisiert werden und mittels entsprechend polarisierter Ausleuchtung oder Abtastung detektiert werden.
  5. 5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorangegangenen Ansprüche mit mindestens einer Lichtquelle, optischen Einrichtungen zur Formung und Ausrichtung des Lichtstahls bzw. Ausleuchtung sowie einer Auswerteeinrichtung, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (15) zum Abtasten von mindestens zwei sich mindestens teilweise überlappenden Strichcodes (1, 2) mit unterschiedlichen optischen Eigenschaften mittels eines den optischen Eigenschaften entsprechenden Lesesystems.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zum Abtasten (15) Mittel zur Umschaltung der Polarisationsebene des Lesesystems aufweist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zum Abtasten (15) zuerst den einen und anschließend den oder die anderen Strichcodes mit entsprechend optisch angepassten Eigenschaften des Lesesystems abtastet.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinrichtung (14) die geometrischen Positionen der einzelnen Strichcodes vergleicht.
  9. 9. Strichcode, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Strichcodes (1, 2) mit unterschiedlichen optischen Eigenschaften mindestens sich teilweise überlappend angeordnet sind.
  10. 10. Strichcode nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Strichcodes (1, 2) unterschiedlich polarisiert sind.






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