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Dokumentenidentifikation DE10233554C1 11.12.2003
Titel Mundschutzkondom
Anmelder Drexler, Konrad, 90443 Nürnberg, DE
Erfinder Drexler, Konrad, 90443 Nürnberg, DE
DE-Anmeldedatum 24.07.2002
DE-Aktenzeichen 10233554
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 11.12.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.12.2003
IPC-Hauptklasse A61F 6/00
Zusammenfassung Für den Oralverkehr wird ein Mundschutzkondom vorgestellt, das zweiteilig ausgebildet ist. Ein wiederverwendbares, sterilisierbares Mundstück oder Mundteil deckt bei Gebrauch die Lippen und die angrenzende Mundpartie eines Benutzers ab und wird mit den Zähnen in einer im Mundstück außen ausgebildeten, umlaufenden Flansch festgehalten. Die Zunge wird beim oralen Verkehr durch eine Durchgangsöffnung oder einen Durchgangskanal geschoben und in ein Zungenkondom, das an dem Mundstück lösbar befestigt ist, eingeführt. Das Zungenkondom ist konisch ausgebildet und hat die Form einer Schlumpfmütze. Das Zungenkondom ist ein Einmalartikel. Das Mundschutzkondom schützt vor ansteckenden Geschlechtskrankheiten wie das durch den HIV hervorgerufene AIDS.

Beschreibung[de]

Für den oralen Geschlechtsverkehr sind aus den Schriften WO 91/05527 A1, WO 089/01768 A1, US 5657765 und US 4949731 einteilige Mundschutzkondome bekannt, die bei Gebrauch die Mundpartie eines Benutzers bedecken und mittels um den Kopf geführte Bänder oder mit den Zähnen gehalten werden. Diese Mundschutzkondome sind in der Regel Einmalartikel und aufgrund ihrer Ausgestaltung mit Furchen für die Zähne, einteilig angeformten Haltebändern oder Anformung zur Anpassung an die Mundpartie eines Benutzers aufwändig und daher kostspielig.

Aufgabe der Erfindung ist es daher kostengünstigere Varianten zu schaffen, bei denen die Abfallmenge reduziert wird und die sich an die Zungenform eines Benutzers formend anpassen.

Diese Aufgabe wird mit den im Anspruch 1 genannten Maßnahmen gelöst. Vorteilhaft dabei ist, dass das Mundschutzkondom zweiteilig ausgebildet ist. Eine zweiteilige Ausbildung ist sonst nur bei auf den Penis eines Benutzers aufziehbaren Kondomen z. B. aus US 4949731 bekannt und eignet sich nicht für den Oralverkehr. Bei dem erfindungsgemäßen Mundschutzkondom ist ein aufwändig gestaltetes, die Lippen und in einer besonders bevorzugten Ausführungsform auch die Zähne eines Benutzers berücksichtigendes, wiederverwendbares, sterilisierbares Mundstück vorgesehen, an das ein Zungenkondom anbringbar ist. Das Zungenkondom ist ein Einmalartikel und hat insbesondere am Ende eine Form, die an eine Schlumpfmütze erinnert. Als Material bietet sich ein üblicherweise bei Kondomen verwendetes Material an.

Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel beschrieben. Die Fig. 1-5 zeigen dabei:

Fig. 1 eine Rückseitenansicht des Mundstücks des erfindungsgemäßen Mundschutzkondoms,

Fig. 2 und Fig. 4 jeweils eine Seitenansicht des gebrauchsfertigen, erfindungsgemäßen Mundschutzkondoms,

Fig. 3 eine Draufsicht auf das Mundstück des erfindungsgemäßen Mundschutzkondoms

Fig. 5 eine Draufsicht auf ein gebrauchsfertiges, erfindungsgemäßes Mundschutzkondom

Das erfindungsgemäße Mundschutzkondom besteht aus einem Mundstück (1) mit einer oval der Gesichtsform angepassten Schutzvorrichtung (2), die die Lippen und den angrenzenden Mundbereich abdecken. Das Mundstück (1) hat zwei ovale Öffnungen (5), die so im Durchmesser ausgebildet sind, das sie den verschiedenen Zungenarten entsprechen. Dadurch dass das Mundstück (1) sterilisierbar ist, ist es mit seiner Schutzvorrichtung (2), ein wiederverwendbares Teil. Das Mundstück (1) mit seiner Schutzvorrichtung (2)kann in verschiedenen Materialien mit unterschiedlichen Shorhärten gemäß der Verträglichkeit hergestellt werden. Durch Geschmack-form und Farbgebung wird die Lust beim Oralverkehr erhöht.

Zur Bildung eines gebrauchsfertigen Mundschutzkondom wird in die Nut (4) des Mundstücks (1), ein Zungenkondom (3), ein Einmalartikel, aufgezogen. Das Zungenkondom (3) hat die Form, ähnlich einer Schlumpfmütze. Seine nach vorne hin konisch verengte Form (9) und (10) soll die x-verschiedenen Zungenarten in der Breite und Länge abdecken. Der halbrunde abgeschlossene Zungenspitzenkanal (8) hat die Funktion, dass die Zungenspitze einen optimalen Sitz erhält. Um dem Zungenkondom (3)beim Gebrauch eine wohltuende Wirkung zuverleihen, kann es geschmacklich, in der Außenoberfläche strukturiert und farbig sein.

Das erfindungsgemäße Mundschutzkondom, hat wie in Fig. 1 und 2 dargestellt im inneren des Mundstück (1) einen Durchgangskanal (6). Am offendn Ende des Durchgangskanal (6) ist ein Flansch (7) angebracht.

Die Handhabung des Mundschutzkondom wird erfolgt wird im folgenden beschrieben.

Das Mundstück (1) mit seiner Schutzvorrichtung (2) wird vom Benutzer erfasst, in dem man das Mundstücks (1) bei geöffneten Mund einführt bis die Schutzvorrichting (2) die Lippen und den angrenzenden Mundbereich abdeckt. Durch leichtes Schließen des Kiefers wird mit den Vorderzähnen wird das Mundstück festgehalten. Durch den Durchgangskanal (6) mit den ovalen Öffnungen (5), des Mundstücks (1), wird die Zunge durchgeschoben bis zum Zungenkondom (3), der in der Nut (4) aufgezogen wird. Im Zungenspitzenkanal (8) wird die Zungenspitze fixiert.

Die erfinderische Ausführungsform kann auch wie dargestellt aus einem Mundstück (1a) und einer separaten individuell gestalteten Schutzvorrichtung (2a) sein, die auf das Mundstück 1a aufgeschoben wird. Der Zungenkondom 3 wird in die Nut (4) des Mundstücks (1a), aufgezogen. Material, Form, Geschmack, Farbe und strukturierte Außenoberfläche bleiben gleich wie oben beschrieben.


Anspruch[de]
  1. 1. Mundschutzkondom bestehend aus einem Zungenkondom (3) und einem Mundstück (1), wobei
    1. a) das aus einem sterilisierbaren Material bestehende Mundstück (1) mit einer Schutzvorrichtung (2) versehen ist, die bei Gebrauch die Lippen und den angrenzenden Bereich des Mundes eines Benutzers abdeckt,
    2. b) das Mundstück (1) in seiem Inneren einen Durchgangskanal (6) aufweist, durch den die Zunge eines Benutzers durchschiebbar ist,
    3. c) das Zungenkondom (3) aus einem elastischen, dünnwandigen Material besteht, ein verschlossenes und ein offenes Ende aufweist,
    4. d) das Zungenkondom (3) eine Schlumpfmützenähnliche Form hat, indem der Durchmesser des Zungenkondoms (3) zum verschlossenen Ende hin kleiner wird, wobei ein Zungenspitzenkanal (8) das verschlossene Ende des Zungenkondoms (3) bildet.
  2. 2. Mundschutzkondom nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mundstück (1) eine umlaufende Nut (4) aufweist, in der sich bei Gebrauch ein verstärkter Rand, der das offene Ende des Zungenkondoms (3) bildet, befindet.
  3. 3. Mundschutzkondom nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, das es aus zwei zusammenfügbaren Teilen besteht, das Mundstück (1) mit umlaufender Nut (4) und einer seperat individuell gestalteten Schutzvorrichtung (2a), die über den Flansch (7) und den Kanal (6) des Mundstück (1) zur Nut (4) aufgeschoben wird.






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