PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19907161C2 18.12.2003
Titel Anordnung eines Zylinders in einer Rotationsdruckmaschine
Anmelder MAN Roland Druckmaschinen AG, 63075 Offenbach, DE
Erfinder Koppelkamm, Günter, 08541 Neuensalz, DE;
König, Michael, 08529 Plauen, DE
Vertreter Freitag, E., Dipl.-Ing., Pat.-Ass., 08525 Plauen
DE-Anmeldedatum 19.02.1999
DE-Aktenzeichen 19907161
Offenlegungstag 24.08.2000
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.12.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.12.2003
IPC-Hauptklasse B41F 13/08
IPC-Nebenklasse B41F 13/26   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Anordnung eines Zylinders in einer Rotationsdruckmaschine, nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Aus der DE 44 04 758 A1 ist ein Verfahren und Vorrichtung zum Wechsel der Bespannung eines Zylinders einer Rotationsdruckmaschine mit einem Zylinder bekannt, der aus einem Zylinderkörper mit einem Zylinderballen und einem ersten Lagerzapfen als Einheit und einem mit dem Zylinderballen lösbar fest verbundenen zweiten Lagerzapfen besteht und mittels die Lagerzapfen aufnehmender Lagerungen jeweils in einer Bohrung einer Gestellwand gelagert ist. Der Zylinderkörper wird unter Trennung von dem in der entsprechenden Gestellwand verbleibenden zweiten Lagerzapfen durch eine mittels Auseinanderfahren von die Gestellwand verkörpernden Trägerwänden geschaffene Öffnung axial aus dem Gestell ausgefahren. Diese Lösung ist für einen häufigen Wechsel der hülsenförmigen Bespannung des Zylinderballens besonders, hingegen auf Grund ihres relativ hohen technischen Aufwandes und des seitlichen Platzbedarfs an der Maschine für eine bloße Demontagemöglichkeit des Zylinders weniger geeignet.

Die DE 44 06 573 A1 zeigt eine Vorrichtung zur Entnahme von Druckwerkszylindern aus Rotationsdruckmaschinen, wobei ein Druckwerkszylinder zwecks Aus-/Einbau zwischen den Gestellwänden schräg stellbar ist und die Lagerbohrungen mit ausreichend großem Durchmesser für die schräggestellten Zapfen versehen sind.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung eines Zylinders in einer Rotationsdruckmaschine gemäß der eingangs genannten Art zu schaffen, die bei relativ kleinem Abstand zwischen den Gestellwänden und Gewährleistung einer möglichst großen Zylindersteifigkeit mit geringem technischen Aufwand einen Wechsel des Zylinderkörpers ermöglicht.

Diese Aufgabe wird durch eine Anordnung mit den Merkmalen nach Anspruch 1 erfüllt.

Die Erfindung ermöglicht bei relativ kleinem Abstand zwischen den Gestellwänden einen Wechsel des Zylinders. Auf Grund lediglich der Lösbarkeit des zweiten Lagerzapfens und dessen starrer Flanschverbindung mit dem Zylinderkörper wird eine hohe Zylindersteifigkeit erreicht. Die eingesetzten technischen Mittel sind wenig Aufwand erfordernd einfach gestaltet und zu handhaben. Der Platzbedarf für einen Zylinderwechsel an der Maschine ist relativ gering.

Die Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 einen in Gestellwänden gelagerten Zylinder

Fig. 2 die Einzelheit X von Fig. 1

Fig. 3 die Montage des Zylinders mit einem Einschwenken des Zylinderkörpers zwischen die Gestellwände

Ein in Fig. 1 in einer Rotationsdruckmaschine fertig montiert dargestellter Zylinder 1 ist aus einem als Einheit aus einem ersten Lagerzapfen 2 und einem Zylinderballen 3 bestehenden Zylinderkörper 4 und einem zweiten Lagerzapfen 5 zusammengesetzt.

Die Lagerzapfen 2; 5 sind jeweils mittels einer Lagerung 6; 7 in einer Bohrung 8; 9 einer Gestellwand 10; 11 gelagert, wobei die Lagerungen 6; 7 jeweils von der Außenseite der Gestellwand 10; 11 in die Bohrung 8; 9 einbaubar sind.

Der zweite Lagerzapfen 5 besitzt einen Flansch 12, der mittels durch die von der Lagerung 7 freigemachte Bohrung 9 von der Außenseite der Gestellwand 11 betätigbaren Befestigungsschrauben 13 stirnseitig mit dem Zylinderballen 3 fest verbunden ist (Fig. 2). Dazu besitzen der Flansch 12 und der Zylinderballen 3 zu dessen Achse senkrechte, planparallele Anlageflächen 14; 15 und zur gegenseitigen Zentrierung eine koaxiale Konusverbindung 16 (Fig. 2).

Der Durchmesser der Bohrung DB1 ist größer als der Außendurchmesser DF des Flansches 12, so dass der zweite Lagerzapfen 5 von der Außenseite der Gestellwand 11 durch die von der Lagerung 7 freigemachte Bohrung 9 montierbar ist.

Fig. 3 zeigt einen Wechsel des Zylinderkörpers 4 mit dem Einschwenken zwischen die Gestellwände 10; 11. Dazu besitzt die den ersten Lagerzapfen 2 aufnehmende Bohrung 8 einen die für das Einfädeln erforderliche, strichpunktiert dargestellte Schrägstellung des ersten Lagerzapfens 2 in der von der Lagerung 6 freigemachten Bohrung 12 ermöglichenden Durchmesser DB2.

Der Zylinderkörper 4 wird beim Wechsel durch nicht dargestellte, bekannte Montagehilfsmittel und Hebezeuge gehalten und bewegt. In der waagerechten Betriebslage des Zylinderkörpers 4 gemäß Fig. 3 wird zunächst der zweite Lagerzapfen 5 durch die Bohrung 9 an den Zylinderkörper 4 herangeführt und dabei über die Konusverbindung 16 koaxial ausgerichtet sowie darauf an dem Zylinderballen 3 befestigt. Anschließend werden von außen die Lagerungen 6; 7 unter Aufschieben auf die Lagerzapfen 2; 5 in die Bohrungen 8; 9 eingebaut. Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen 1 Zylinder

2 erster Lagerzapfen

3 Zylinderballen

4 Zylinderkörper

5 zweiter Lagerzapfen

6 Lagerung

7 Lagerung

8 Bohrung

9 Bohrung

10 Gestellwand

11 Gestellwand

12 Flansch

13 Befestigungsschraube

14 Anlagefläche

15 Anlagefläche

16 Konusverbindung

DB1 Durchmesser

DB2 Durchmesser

DF Außendurchmesser


Anspruch[de]
  1. 1. Anordnung eines Zylinders (1) in einer Rotationsdruckmaschine, mit

    einem aus einem Zylinderballen (3) und einem ersten Lagerzapfen (2) als feste Einheit bestehenden Zylinderkörper (4),

    einem zweiten Lagerzapfen (5) mit einem Flansch (12), über den der zweite Lagerzapfen (5) lösbar fest mit dem Zylinderballen (3) verbunden ist,

    einer eine Lagerung (6, 7) für den jeweiligen Lagerzapfen (2, 5) aufnehmenden Bohrung (8, 9) in einer Gestellwand (10, 11),

    dadurch gekennzeichnet, dass

    die Lagerungen (6, 7) der Lagerzapfen (2, 5) jeweils von der Außenseite der Gestellwand (10, 11) in die Bohrung (8, 9) einsetzbar gestaltet sind,

    der Flansch (12) des zweiten Lagerzapfens (5) stirnseitig mit dem Zylinderballen (3) verschraubt ist derart, dass die Befestigungsschrauben (13) für den Flansch (12) durch die von der Lagerung (7) freigemachte Bohrung (9) von der Außenseite der Gestellwand (11) betätigbar angeordnet sind,

    der Durchmesser (DB1) der Bohrung (9) für den zweiten Lagerzapfen (5) größer als der Außendurchmesser (DF) des Flansches (12) ist,

    die Bohrung (8) für den ersten Lagerzapfen (2) einen Durchmesser (DB2) besitzt, der beim Wechsel des Zylinderkörpers (4) zwischen den Gestellwänden (10, 11) eine dafür erforderliche Schrägstellung des ersten Lagerzapfens (2) in der von der Lagerung (6) freigemachten Bohrung (8) gestattet.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Lagerzapfen (5) zum Zylinderkörper (4) formschlüssig koaxial zentrierbar ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com