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Dokumentenidentifikation DE60001903T2 18.12.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 1105238
Titel ABSTREIFVORRICHTUNG FÜR EIN ROHR
Anmelder Gaz de France (G.D.F.) Service National, Paris, FR
Erfinder PFEIFFER, Dominique, F-60950 Ermenonville, FR;
LECOINTE, Patrick, F-95570 Bouffemont, FR
Vertreter Dr. Weber, Dipl.-Phys. Seiffert, Dr. Lieke, 65183 Wiesbaden
DE-Aktenzeichen 60001903
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 20.06.2000
EP-Aktenzeichen 009516170
WO-Anmeldetag 20.06.2000
PCT-Aktenzeichen PCT/FR00/01698
WO-Veröffentlichungsnummer 0000078486
WO-Veröffentlichungsdatum 28.12.2000
EP-Offenlegungsdatum 13.06.2001
EP date of grant 02.04.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.12.2003
IPC-Hauptklasse B23B 5/16

Beschreibung[de]

Der Bereich der vorliegenden Erfindung umfasst Vorrichtungen, so wie sie in der Präambel des Anspruchs 1 beschrieben sind. Eine derartige manuelle Vorrichtung zum Schaben ist aus dem Dokument BE-A-882 419 bekannt. Diese Vorrichtungen werden verwendet, um den Oberflächenzustand eines Stücks einer Rohrleitung zu verbessern, und zwar beispielsweise vor dem Verschweißen mit einer anderen Rohrleitung. Man verwendet diese manuellen Vorrichtungen insbesondere zum Schaben eines Stücks einer Hauptrohrleitung für die Erdgasversorgung durch eine Rotationsbewegung um die äußere Oberfläche, bevor diese Hauptrohrleitung mit Hilfe eines Abzweiganschlusses mit einer sekundären Rohrleitung verbunden wird.

Im Rahmen der so genannten Polyethylentechnik wird die Verbindung von zwei Rohrleitungen, in denen zum Beispiel Erdgas fließt, oder genauer gesagt die Verbindung des Abzweigstücks eines Abzweiganschlusses mit einer sekundären Rohrleitung durch Elektroschweißen einer Muffe um diese röhrenförmigen Stücke hergestellt. Damit die Schweißung wirksam ist, ist es ratsam, die oxidierte, äußere Oberfläche der sekundären Rohrleitung und des Abzweigstücks des Abzweiganschlusses zu entfernen. Die Erlangung einer guten Schweißung erfordert deshalb ein vorheriges Abschaben dieser zwei Stücke. Dieses Schaben wird im Allgemeinen mit Hilfe eines Schabeisens vom Typ eines Farbschabers (Holzgriff versehen mit einem transversal verlaufenden Messer aus Metall) durchgeführt. Das Schaben mit diesem Typ von Werkzeug ist nicht gleichmäßig, und die Dicke des entfernten Materials lässt sich nicht kontrollieren. Die abgeschabten röhrenförmigen Elemente weisen insbesondere zahlreiche Facetten bzw. Schabflächen auf. Außerdem ist das Schaben des unteren Stücks des röhrenförmigen Elements nicht einfach und kann deutliche Riefen hervorrufen, wenn das Werkzeug kratzt.

In der Vergangenheit sind ebenfalls ringförmige Schabeisen hergestellt worden, wie dasjenige, das in EP-A-0 649 694 beschrieben ist. Da diese Schabeisen für Rohre aus geraden Stabelementen konzipiert worden sind, sind sie auf unrunden Rohren, die einen gewissen Biegeradius aufweisen, nicht immer wirkungsvoll (Rohre mit kleinem Durchmesser werden gebogen in Kränzen geliefert). Weiterhin ist diese Werkzeugbestückung schwierig herzustellen, demzufolge teuer und ziemlich störanfällig im Gebrauch aufgrund der Anzahl von Teilen, aus der sie sich zusammensetzt.

Andererseits beschreibt das Dokument BE-A-882 419 ein Werkzeug zum Abschälen von Rohren umfassend:

- eine ringförmige Struktur, die eine Öffnung aufweist, welches sich längs einer Hauptachse erstreckt und durch eine innere, periphere Oberfläche der ringförmigen Struktur begrenzt ist, die dazu bestimmt ist, das Rohr in dicht schließender Form aufzunehmen, um es zu führen,

- ein Messer, das an der ringförmigen Struktur befestigt wird und eine Scheidkante aufweist, welche von der inneren, peripheren Oberfläche übersteht, um in das Innere der Öffnung hineinzuragen

Nichtsdestoweniger dient dieses Werkzeug im Wesentlichen dazu, das Rohr mit Hilfe von zwei Messern, die senkrecht angeordnet sind, zuzurichten und abzufasen, so dass der Arbeitsgang des Abschabens der äußeren Oberfläche des Rohrs nur innerhalb einer kurzen Entfernung in Bezug auf das Ende des Rohrs durchgeführt werden kann. Demzufolge gestattet dieses Werkzeug es nicht, anschließend eine zufrieden stellende Verschweißung des Abzweiganschlusses durchzuführen. Dieses Problem wird durch eine Vorrichtung gelöst, so wie sie in dem Anspruch 1 definiert ist.

Die Lösung der Erfindung, die es ermöglicht, eine Oberflächenbearbeitung des Rohrs durchzuführen, d. h. mit anderen Worten ein Abschaben seiner äußeren Oberfläche auf einer zufrieden stellenden Länge besteht darin, dass die Öffnung die ringförmige Struktur durchläuft und teilweise durch eine Schulter blockiert wird, die eine Einschnürungszone für die Öffnung festlegt, wobei diese Schulter eine Höhe in Bezug auf die innere, periphere Oberfläche der ringförmigen Struktur aufweist, und zwar geringfügig kleiner als diejenige der Auskragung, die durch die Schneidkante in Bezug auf die innere, periphere Oberfläche der ringförmigen Struktur gebildet wird, so dass die Schulter einen Anschlag für ein nicht geschabtes Stück des Rohrs festlegt und den Durchgang eines geschabten Stücks des Rohrs durch diese Einschnürung gestattet.

So kann ein Stück des Rohrs nur dann aus der Vorrichtung herauskommen, wenn die Oberfläche dieses gesamten Stücks vollständig bearbeitet worden ist. Mit anderen Worten steuert die Vorrichtung selbst ihren Vorschub in Bezug auf das Rohr längs der Hauptachse, indem sie diesen Vorschub nur zulässt, wenn das Schaben vollständig an dem zuvor abgeschabten Rohrstück durchgeführt worden ist. Unter diesen Bedingungen gibt es kein Risiko, dass man ein Schaben in Form einer Schraubenlinie durchführt und nicht geschabte Rohrstücke im Inneren der Schraubenlinie weiter bestehen bleiben. Die Unteransprüche beschreiben vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung.

In einer vorteilhaften Ausführungsform erstreckt sich die Schneidkante in axialer Richtung in die Öffnung, und zwar im Abstand von der Schulter und wenigstens bis zu der Grenze der Einschnürungszone der Öffnung und zum Teil sogar bis in das Innere dieser Zone.

So bewegt sich die Vorrichtung, indem auf sie eine Schubkraft in Verbindung mit einer Drehkraft ausgeübt wird, während ihres Schabens automatisch vorwärts in Bezug auf das Rohr, so dass tatsächlich eine kontinuierliche Oberflächenbearbeitung durchgeführt wird.

Darüber hinaus weist eine vorteilhafte Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung die folgenden charakteristischen Merkmale auf

- die ringförmige Struktur ist leicht flexibel und weist eine Dicke längs der Hauptachse und eine Breite in radialer Richtung zu dieser Achse auf,

- die ringförmige Struktur weist einen radial verlaufenden Schlitz auf, der die gesamte Dicke und die gesamte Breite der ringförmigen Struktur durchquert, und

- der radial verlaufende Schlitz liegt im Wesentlichen dem Messer diametral gegenüber.

So kann sich die ringförmige Struktur derart verformen, dass sie sowohl während der Positionierung als auch während des Schabens leichte Verformungen im Durchmesser des Rohrs wie beispielsweise die eventuelle Unrundheit des zu schabenden röhrenförmigen Elements absorbiert. Dieser Schlitz macht es überdies möglich, das Festklemmen des Rohres sowie die Dicke des Spans in einem gewissen Maß zu variieren.

Um einen geeigneten Verlauf des Innendurchmessers der Öffnung der ringförmigen Struktur sicherzustellen, erstreckt sich der radial verlaufende Schlitz der ringförmigen Struktur im Wesentlichen längs der Hauptachse der ringförmigen Struktur.

Um die Abführung des Spans zu verbessern, weist die ringförmige Struktur vorzugsweise eine radial verlaufende Öffnung auf, die sich über einen Teil der ringförmigen Dicke der Struktur und radial über die gesamte Breite der ringförmige Struktur erstreckt, wobei das Messer sich wenigstens teilweise in das Innere oder in die Verlängerung dieser Öffnung erstreckt, um den Span zu entfernen, der während des Schabens gebildet wird.

Um die Vorrichtung in einfacher Weise produzieren zu können und um ihr ein geringes Gewicht zu geben, ist die ringförmige Struktur vorteilhafterweise teilweise ausgespart und aus Kunststoff(en) hergestellt.

Gemäß einer anderen vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist die ringförmige Struktur auf ihrer äußeren Oberfläche Vertiefungen auf, um die Vorrichtung in die Hand zu nehmen, und insbesondere konkave Vertiefungen, die geeignet sind, um den Daumen und den Zeigefinger oder den Mittelfinger einer Hand aufzunehmen. Das Ergreifen mit der Hand wird daher verbessert, um die Vorrichtung in einfacher Weise um das Rohr zu drehen und ein (schraubenförmiges) Schaben längs des Umfangs sicherzustellen, wobei dies in regelmäßiger und leichter Form durchgeführt werden kann, weil nur ein geringer Druck durch die Finger des Bedieners erforderlich ist.

Um das Schaben und die Bildung des Spans zu verbessern, weist das Messer im Querschnitt eine gebogene Kerbe in der Nähe von einem Ende seiner Schneidkante auf.

Um die Herstellungskosten zu senken, ohne jedoch das Leistungsvermögen der Vorrichtung zu reduzieren, wird das Messer vorzugsweise in einen Hohlraum der ringförmigen Struktur geklebt und weist einen Ausschnitt oder eine Ausstülpung auf, deren Form geeignet ist, in eine komplementäre Form einzugreifen, die in dem Hohlraum der ringförmigen Struktur hergestellt worden ist, um das Messer während der Rotation seitlich zu blockieren. So wird das Messer, obwohl es festgeklebt ist, bei einem Hindernis mechanisch nicht weniger festgehalten, um während des Schabens jeden Fehler aufgrund einer ungewollten Verschiebung des Messers, wenn man die Vorrichtung dreht, zu vermeiden.

Um zudem in einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung die Wartung und Pflege des Messers und seine Haltbarkeit zu verbessern:

- erstreckt sich das Messer über eine festgelegte Strecke in den Hohlraum, der in der ringförmigen Struktur längs der Hauptachse ausgespart worden ist,

- ist die Schneidkante des Messers durch einen Rücksprung unterbrochen, so dass das Messer nur über ein Stück dieser festgelegten Strecke aus der inneren, peripheren Oberfläche der ringförmigen Struktur hervorragt.

So kann die Länge des Messers bei einer gegebenen Schneidkante vergrößert werden, was die Einschränkungen, die für das Messer gelten, verringert werden.

Die Erfindung und ihre Verwirklichung werden mit Hilfe der folgenden Beschreibung noch besser verständlich, wobei auf die Zeichnungen Bezug genommen wird, in denen:

- die Abb. 1 die Darstellung eines in der Mitte verlaufenden Schnitts durch einen Abzweiganschluss ist, der auf einer Hauptrohrleitung montiert und mit einer sekundären Rohrleitung verbunden ist,

- die Abb. 2 eine Vorderansicht einer Vorrichtung gemäß der Erfindung ist,

- die Abb. 3 eine Rückansicht der Vorrichtung ist,

- die Abb. 4 eine Schnittansicht der Vorrichtung längs der Ebene ist, die in der Abb. 2 mit IV-IV gekennzeichnet ist,

- die Abb. 5 eine Ansicht des Messers in vergrößertem Maßstab ist,

- die Abb. 6 eine Ansicht des Messers ebenfalls in vergrößertem Maßstab gemäß dem Pfeil ist, der in der Abb. 5 mit VI gekennzeichnet ist,

- die Abb. 7 eine Ansicht der Einzelheit in vergrößertem Maßstab ist, die in der Abb. 4 mit VII gekennzeichnet ist, wobei das Messer weggelassen wurde.

In der Abb. 1 ist ein Abzweiganschluss 110 dargestellt, der dazu dient, über ein seitliches Abzweigstück 112 eine sekundäre Rohrleitung 120 und eine Hauptrohrleitung 100 zu verbinden, die zum Beispiel Erdgas transportiert, um Wohnungen (einzeln stehende Häuser, Gebäude) zu versorgen. Die sekundäre Rohrleitung 120 sowie das seitliche Abzweigstück 112 des Abzweiganschlusses 110 sind in der Regel aus Kunststoff hergestellt, zum Beispiel aus Polyethylen, und haben vorzugsweise den gleichen Außendurchmesser. Die sekundäre Rohrleitung 120 muss an das Abzweigstück 112 des Abzweiganschlusses 110 angeschlossen werden, und diese Stücke werden miteinander verschweißt, zum Beispiel durch Erwärmen einer äußeren Muffe 130, deren Innendurchmesser im Wesentlichen gleich dem Außendurchmesser der sekundären Rohrleitung 120 und des Abzweigstücks 112 des Abzweiganschlusses 110 ist. Damit bei der Wiederherstellung des Gastransports kein Risiko einer Undichtheit auftritt, muss die Schweißstelle vollkommen dicht sein. Zu diesem Zweck verwendet man eine Vorrichtung 10, die weiter unten beschrieben ist, um die äußere Oberfläche 115 des Abzweigstücks 112 und die äußere Oberfläche 125 der sekundären Rohrleitung 120 über eine Länge zu schaben, die wenigstens gleich derjenigen einer Hälfte der Muffe 130 ist. So sind die äußeren Oberflächen 115 und 125 des Abzweigstücks 112 und der sekundären Rohrleitung 120 vorbereitet, damit der Arbeitsgang des Verschweißens der Muffe 130 (Elektroschweißen) unter den bestmöglichen Bedingungen abläuft.

In der Abb. 2 ist eine manuelle Vorrichtung 10 zum Schaben durch eine Rotationsbewegung um ein Rohr aus Kunststoff dargestellt, wobei dies in der Regel ein Rohr des Abzweigstücks 112 des Abzweiganschlusses 110 und der sekundäre Rohrleitung 120 der Abb. 1 ist.

Diese Vorrichtung 10 ist als eine ringförmige Struktur 11 (ein Ring) realisiert, die ausgespart (siehe Abb. 3) ist und in der Regel aus Kunststoff (zum Beispiel PVC) hergestellt ist und eine Hauptachse xx' (siehe Abb. 4) aufweist, längs der ein sich öffnender Durchlass 20 verläuft, der von einer ringförmigen Wand 12 der ringförmigen Struktur 11 umgeben ist. Diese ringförmige Struktur 11 weist ebenfalls eine Dicke E (siehe Abb. 4) längs der Achse xx' und eine Breite L senkrecht zu dieser gleichen Achse (d. h. radial) auf.

Die Öffnung 20 weist einen Innendurchmesser D auf, der so bemessen ist, dass die Vorrichtung 10 um die Rohre 112 und 120 geschoben werden kann, deren äußere Oberflächen 115 und 125 geschabt werden sollen, das heißt, der Innendurchmesser D ist geringfügig größer als der Außendurchmesser dieser Rohre.

Eine Schulter 50, die sich auf der Oberfläche 12 der ringförmigen Struktur 11 befindet und parallel zu der Achse xx' verläuft, reduziert örtlich die Öffnung 20 an einem axialen Ende der ringförmigen Struktur 11. Die Einschnürungszone 52 der Öffnung 20, die durch die Schulter 50 gebildet wird, weist einen Durchmesser auf, der kleiner ist als der Durchmesser D, der im Abstand zu dieser Schulter vorhanden ist.

Die ringförmige Struktur 11 ist weiterhin über ihre gesamte Dicke E und über ihre gesamte Breite L so geschlitzt, dass der Kunststoff, der diese ringförmige Struktur 11 bildet, in Wirklichkeit durch einen Schlitz 13 unterbrochen ist. Dieser Schlitz 13, der im Wesentlichen einem Messer 30 diametral gegenüberliegt und zwischen den als Vertiefungen ausgebildeten Zonen 16 angeordnet ist, die dazu vorgesehen sind, dass ein Bediener die Vorrichtung an ihnen mit der Hand ergreift, verleihen der Vorrichtung 10 die notwendige Elastizität, um eventuelle Fehler (Unrundheit) des zu schabenden, röhrenförmigen Elements 112 zu absorbieren, und zwar sowohl bei der Positionierung als auch während des Schabens.

In den Abb. 2 und 3 ist der Schlitz 13 geradlinig, erstreckt sich längs der Hauptachse xx' und weist eine im Wesentlichen konstante Breite auf. Er könnte im Querschnitt eine leichte V-Form aufweisen.

Das Messer 30, das vorzugsweise aus Metall und (aus Kostengründen) nicht austauschbar ist, erstreckt sich längs der Hauptachse xx'. Es wird (zum Beispiel in geklebter Form) in einer Vertiefung 14 eingesetzt, die in der ringförmigen Struktur 11 angeordnet ist. Es weist eine Schneidkante 32 auf, die geringfügig aus der Oberfläche 12 der ringförmigen Struktur hervorsteht und in das Innere der Öffnung 20 in Richtung der Hauptachse xx' der Vorrichtung 10 ragt.

In der Nähe des Messers 30, das heißt stromabwärts in Bezug auf eine Drehrichtung der Vorrichtung, die in der Abb. 2 mit R gekennzeichnet ist (Vorzugsrichtung der Uhrzeiger) weist die ringförmige Struktur 11 eine Öffnung 15 auf, die sich nicht längs ihrer gesamten Dicke E erstreckt, aber die gesamte Breite L durchquert, um es zu ermöglichen, dass ein Span 40 aus Kunststoff, der während des Schabens gebildet wird, aus der Vorrichtung 10 ausgestoßen werden kann.

Wie man in den Abb. 2 und 5 sehen kann, weist das Messer 30 im Querschnitt einen gebogenen Ausschnitt 34 auf, der mit einer Ausstülpung 17 von komplementärer Form, die in der der Vertiefung 14 der ringförmigen Struktur 11 vorgesehen ist, zusammenwirkt, um das Messer 30, das sich gemäß der Hauptachse xx' während des Schabens dreht, zu blockieren (sofern das Messer überdies festgeklebt ist, wird es in einer noch festeren Weise gehalten).

Das Messer 30 weist ebenfalls im Querschnitt in der Nähe seiner Schneidkante 32 eine gebogene Kerbe 36 auf, die dazu bestimmt ist, das Schaben sowie die Bildung und Ausformung des Spans zu verbessern.

Die Schneidkante 32 des Messers 30 weist einen axialen Rücksprung 38 auf, der sich im Wesentlichen an der Grenze der Öffnung 15 befindet. So erstreckt sich die Schneidkante 32 im Inneren der Vertiefung 14 über einen geringeren Abstand als das Messer. Das freie Stück der Schneidkante hat keine Schabfunktion, sondern ergänzt die nutzbare Oberfläche des Messers für eine effektive Wartung der Vertiefung 14. Die Schneidkante 32 ist vollständig in der Verlängerung der Aussparung 15 angeordnet.

Auf der äußeren Oberfläche 11a der ringförmigen Struktur 11 sind Vertiefungen 16 vorgesehen (siehe Abb. 2 und 3), damit ein Bediener dort seine Finger positionieren kann, und zwar vorzugsweise den Daumen und den Zeigefinger oder den Mittelfinger, um die Vorrichtung 10 zu drehen, ohne dass diese durchrutscht, und er manuell - dank des Schlitzes 13, der die Elastizität sicherstellt - den Druck, der auf diese Vorrichtung ausgeübt wird, variieren kann. In dem vorliegenden Fall sind diese Formen 16 ausgerundet, konkav und liegen diametral gegenüber.

Die Verwendung der so beschriebenen Vorrichtung 10 ist sehr einfach. Nach der Positionierung des Schabers 10 auf dem Rohr 112 und dann auf dem Rohr 120 oder umgekehrt (das Rohr 112 ist in der Abb. 4 als Phantombild gezeichnet, um ein bessere Übersichtlichkeit sicherzustellen) reicht es aus, den Schaber um das zu schabende Rohr in Uhrzeigerrichtung zu drehen (Pfeil R in der Abb. 2), indem man mit den Fingerspitzen einen leichten Druck auf die Formen 16 ausübt, um den Schaber vorwärts zu bewegen.

Gemäß der Darstellung in der Abb. 7, in der das Messer 30 nicht wiedergegeben ist, um die Übersichtlichkeit der Abbildung zu verbessern, weist die Einschnürungszone 52 einen Durchmesser d auf, der kleiner als der Durchmesser des Rohres vor dem Schaben ist. So stößt ein nicht geschabtes Stück 112a des Rohrs gegen eine als Anschlag dienende radial verlaufende Kante 50a der Schulter 50.

Da die Höhe s der Auskragung, die durch die Schneidkante 32 in Bezug auf die Wand 12 gebildet wird, größer ist als die Höhe h der Schulter 50, läuft ein geschabtes Stück 112b des Rohrs unbehindert durch die Einschnürung 52 der Öffnung. Die Höhe h der Schulter 50 ist hier gleich der Hälfte der Differenz des Durchmessers D (der Öffnung im Abstand zu der Einschnürungszone 52 der Öffnung) und des Durchmessers d (der Öffnung am Ort dieser Einschnürung 52).

Da die Kante 32 des Messers 30 sich kontinuierlich in die Öffnung 12 bis zu der Grenze der Einschnürungszone 52 der Öffnung erstreckt, die den Anschlag bildet und sich sogar geringfügig im Inneren dieser Zone befindet, wird das Stück 112b des geschabten Rohrs kontinuierlich vergrößert (während das Gegenteil für die nicht geschabte Zone 112a zutrifft), indem man das nicht geschabte Stück gegen die radial verlaufende Oberfläche 50a der Schulter 50 drückt und den Schaber 10 dreht.

Dies ermöglicht insbesondere ein fortschreitendes Eindringen des Schabers 10 in die zu schabenden Rohre, wobei vermieden wird, dass der Schaber zu schnell eindringt (und der Vorschub des Werkzeugs begrenzt wird) und eine Schraubenlinie erzeugt, die zu einem Zustand der Oberfläche führt, welcher für den nachfolgenden Schweißvorgang unbefriedigend ist.

Man erhält so eine regelmäßige Schabung längs des Umfangs (weder Facetten noch Riefen, die man häufig bei herkömmlichen manuellen Schabern findet) und eine gute Abführung des Spans durch die Öffnung 15 des Rings 11.

Aufgrund der niedrigen Stückkosten dieses Schabers, der in Serienproduktion durch ein Gussverfahren hergestellt wird, kann ein Material verwendet werden, das nach einmaligem oder mehrmaligem Gebrauch wegwerfbar ist.

Die Erfindung ist keineswegs auf die bevorzugte Ausführungsform beschränkt, die zu Beispielzwecken dargestellt ist.

So könnte die Schulter, die sich hier fast über den gesamten Umfang der Öffnung (mit Ausnahme des Ortes der Öffnung 15) erstreckt, diskontinuierlich sein und insbesondere aus einem oder mehreren Klötzchen bestehen.

Das Messer könnte andere Schneidformen aufweisen, aus anderen Materialien hergestellt werden, mit der ringförmigen Struktur mit Hilfe von mechanischen Mitteln verbunden sein oder auch in Bezug auf die Achse xx' geneigt sein.

Die ringförmige Struktur könnten ebenfalls aus Metall bestehen oder massiv sein.

Die Anzahl der konkaven Formen der äußeren Oberfläche der ringförmigen Struktur kann größer als zwei sein (zum Beispiel vier Formen, die jeweils gegenüberliegen), und zwar vor allem dann, wenn die Vorrichtung eine recht beträchtliche Abmessung hat (zum Beispiel einen Durchmesser von mehr als 10 Zentimeter, um Rohre mit großem Durchmesser zu schaben).

Schließlich kann man eventuell mehrere Messer vorsehen, die in regelmäßigen Abständen zueinander im Inneren der Öffnung verteilt sind.


Anspruch[de]

1. Manuelle Vorrichtung (10) zum Schaben durch eine Rotationsbewegung um die äußere Oberfläche (115; 125) eines Rohrs (112; 120) aus Kunststoff, wobei die Vorrichtung (10) umfasst:

- eine ringförmige Struktur (11), die eine Öffnung (20) aufweist, welche sich längs einer Hauptachse (xx') erstreckt und durch eine innere, periphere Oberfläche (12) der ringförmigen Struktur begrenzt ist, die dazu bestimmt ist, das Rohr in dicht schließender Form aufzunehmen, um es zu führen,

- ein Messer (30), das an der ringförmigen Struktur (11) befestigt wird und eine Schneidkante (32) aufweist, welche von der inneren, peripheren Oberfläche übersteht, um in das Innere der Öffnung (20) hineinzuragen,

gekennzeichnet dadurch, dass die Öffnung die ringförmige Struktur durchläuft und teilweise durch eine Schulter (50) blockiert wird, die eine Einschnürungszone (52) für die Öffnung festlegt, wobei diese Schulter eine Höhe (h) in Bezug auf die innere, periphere Oberfläche der ringförmigen Struktur aufweist,

und zwar geringfügig kleiner als diejenige(n) der Auskragung, die durch die Schneidkante in Bezug auf die innere, periphere Oberfläche der ringförmigen Struktur gebildet wird, so dass die Schulter einen Anschlag für ein nicht geschabtes Stück (112a) des Rohrs bildet und den Durchlass eines geschabten Stücks (112b) des Rohrs durch die Einschnürung gestattet.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass die Schneidkante sich in axialer Richtung in die Öffnung (20) im Abstand von der Schulter wenigstens bis zur Grenze der Einschnürungszone (52) der Öffnung und sogar zum Teil bis in das Innere dieser Zone (52) erstreckt.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, gekennzeichnet dadurch, dass:

- die ringförmige Struktur (11) leicht flexibel ist und eine Dicke (E) längs der Hauptachse (xx') und eine Breite (L) in radialer Richtung zu dieser Achse aufweist,

- die ringförmige Struktur einen radial verlaufenden Schlitz (13) aufweist, der die gesamte Dicke und die gesamte Breite der ringförmigen Struktur durchquert, und

- der radial verlaufende Schlitz (13) im Wesentlichen dem Messer (30) diametral gegenüberliegt.

4. Vorrichtung (10) nach Anspruch 3, gekennzeichnet dadurch, dass der radial verlaufende Schlitz (13) der ringförmigen Struktur (11) sich im Wesentlichen längs der Hauptachse (xx') der ringförmigen Struktur erstreckt.

5. Vorrichtung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet dadurch, dass:

- die ringförmige Struktur eine Dicke (E) längs der Hauptachse (xx') und eine Breite (L) in radialer Richtung zu dieser Achse aufweist,

- die ringförmige Struktur (11) eine radial verlaufende Öffnung (15) aufweist, die sich über ein Stück der Dicke (E) der ringförmigen Struktur und in radialer Richtung über die gesamte Breite (L) der ringförmigen Struktur erstreckt, und

- die Klinge (30) sich wenigstens teilweise in das Innere oder in die Verlängerung der Öffnung (15) erstreckt, um den Span zu entfernen, der während des Schabens gebildet wird.

6. Vorrichtung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet dadurch, dass die ringförmige Struktur (11) teilweise ausgespart ist und aus Kunststoff(en) hergestellt ist.

7. Vorrichtung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet dadurch, dass die ringförmige Struktur (11) auf ihrer äußeren Oberfläche (11a) Vertiefungen (16) aufweist, um die Vorrichtung (10) in die Hand zu nehmen, und insbesondere konkave Vertiefungen, die geeignet sind, um den Daumen und den Zeigefinger oder den Mittelfinger einer Hand aufzunehmen.

8. Vorrichtung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet dadurch, dass das Messer (30) im Querschnitt eine gebogene Kerbe (36) in der Nähe seiner Schneidkante (32) aufweist.

9. Vorrichtung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet dadurch, dass das Messer (30) in einen Hohlraum (14) der ringförmigen Struktur (11) geklebt wird und einen Ausschnitt (34) oder eine Ausstülpung aufweist, deren Form geeignet ist, in eine komplementäre Form einzugreifen, die in dem Hohlraum (14) der ringförmigen Struktur (11) hergestellt worden ist, um das Messer (30) während der Rotation seitlich zu blockieren.

10. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet dadurch, dass

- das Messer (30) sich über eine festgelegte Strecke in den Hohlraum erstreckt, der in der ringförmigen Struktur längs der Hauptachse ausgespart worden ist,

- die Schneidkante (32) des Messers durch einen Rücksprung (38) unterbrochen ist, so dass das Messer nur über ein Stück der festgelegten Strecke aus der inneren, peripheren Oberfläche der ringförmigen Struktur hervorragt.







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