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Dokumentenidentifikation DE69626894T2 18.12.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0751600
Titel Vorrichtung zum Prüfen der Erde eines elektrischen Verbrauchers, insbesondere der Karosserie eines Elektrofahrzeuges
Anmelder Fiat Auto S.p.A., Turin/Torino, IT
Erfinder Guerzoni,Roberto, 10045 Piossasco, IT;
Varrone,Piergiorgio, 10025 Pino Torinese, IT
Vertreter Kohler Schmid + Partner GbR, 70565 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 69626894
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 24.06.1996
EP-Aktenzeichen 961101698
EP-Offenlegungsdatum 02.01.1997
EP date of grant 26.03.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.12.2003
IPC-Hauptklasse H02H 5/10

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Prüfen der Erdung eines elektrischen Verbrauchers, insbesondere des Aufbaus bei Elektrofahrzeugen.

Es ist bekannt, dass bei Elektro-Straßenfahrzeugen, aus Gründen der Größe und Kosten, die von den Halbleiter-Leistungselementen und dem Traktionsmotor erzeugte Wärme mittels Flüssigkeitskühlern abgegeben wird. Die Kühlflüssigkeit umfasst eine Mischung aus nicht entmineralisiertem Wasser und Frostschutzmittel und ist deshalb nicht elektrisch isolierend. Folglich ist der Kühler aus Sicherheitsgründen elektrisch mit dem Aufbau verbunden. Die Halbleiter-Leistungselemente des Batterieladegeräts, das von dem Wechselstromsystem gespeist wird, sind an diesem Selben Kühler angebracht. Jeder Verlust an Isolation von solchen Halbleitergeräten oder -elementen wird deshalb in einen Leckstrom an den Kühler und somit an den Aufbau umgewandelt. Um Risiken für Menschen zu verhindern, wird der Aufbau deshalb mit der Erde verbunden, wenn die Batterien wieder aufgeladen werden. Weiterhin gibt es aufgrund der dünnen Isolationen in solchen Halbleitervorrichtungen beträchtliche Streukapazitäten in Bezug auf den Kühler, und somit existieren Ströme, deren Stärke für Personen gefährlich ist. Diese Kapazitäten sind nirgendwo aufgeführt, bei 3 KW Batterieladegeräten können sie jedoch insgesamt 5000 pF erreichen. Das bedeutet, dass ein Kapazitätsleckstrom von ca. 1 mA, der für Menschen tödlich ist, sich bildet, wenn er nicht korrekt mittels der entsprechenden Leitung an die Erde geleitet wird.

Potenziell gefährliche Leckströme werden auch durch die Tatsache verursacht, dass, um die Standards bezüglich der Eliminierung von Harmonischen in dem System zu erfüllen, die Schaltung zum Wiederaufladen der Batterie ein Eingangsfilter des symmetrischen/asymmetrischen Typs aufweist, das beachtliche Kapazitäten in Bezug auf Erde hat.

Es ist deshalb klar, dass die Unterbrechung der Erdeverbindung des Fahrzeugaufbaus im Zuge des Wiederaufladens der Batterie ein unmittelbares und extrem ernstes Risiko eines Stromschlags für den Benutzer darstellt, da das Fahrzeug auf Gummi ruht und deshalb vom Boden isoliert ist. Da das Kabel, das das Fahrzeug mit dem Wechselstromsystem verbindet, auch unweigerlich vom "losen" (nicht-stationären) Typ (selbst wenn entsprechend den bekannten Regeln konstruiert), wird es durch den Benutzer oft benutzt, wodurch die Unversehrtheit dieses Kabels deshalb nicht sicher für immer garantiert werden kann, da der Benutzer für die Handhabung und Wartung verantwortlich ist.

Elektrische Energieverteilungs-Einheiten sind normalerweise mit einem Differenz- Schutzschalter ausgerüstet, der die Energiezufuhr unterbrechen kann, wenn der in einer Versorgungsleitung fließende Strom, generell bekannt als "Phase", den in der anderen Versorgungsleitung fließenden Strom, generell bekannt als "Rückführleitung" oder "neutral", um mindestens 30 mA überschreitet; er greift deshalb nicht ein, wenn ein unbeabsichtigter Kontakt des Benutzers zwischen Aufbau und Boden, wenn die Erdleitung nicht korrekt ist, verursacht, daß ein Strom von über 1 mA jedoch weniger als 30 mA in dem Körper des Benutzers fließt. In diesen Fällen entsteht deshalb eine direkte Gefahr für die Sicherheit der Person.

Schließlich ist es sinnvoll, zu erwähnen, wie die oben beschriebenen Situationen ebenfalls entstehen können, wenn die gesamte Elektrofahrzeug-Traktionseinheit perfekt konstruiert ist, gemäß den momentanen Standards, und perfekt ohne Fehler oder unzulässigen Eingriff betrieben wird.

Es sind Vorrichtungen auf dem Markt erhältlich, mit denen sowohl die Erdverbindung als auch der Betrieb des Differentialschalters geprüft werden kann. Diese Vorrichtungen führen eine willkürliche Last zwischen der Versorgungsleitung und Erde ein, wodurch bewirkt wird, wenn alles in Ordnung ist, dass die Energieverteilung für das Differential unterbrochen wird. Der Nachteil solcher Vorrichtungen liegt in der Tatsache, dass die Prüfung nur in unregelmäßigen Abständen und auf die Initiative des Benutzers hin ausgeführt werden kann, so dass kontinuierliches und automatisches Prüfen der Fehlerfreiheit der Einheit nicht möglich ist.

Schließlich sollte nicht vergessen werden, dass bei den momentan auf dem Markt erhältlichen Vorrichtungen der Prüfknopf der Differentialschalter eine willkürliche Last zwischen einer Phase stromaufwärts und der anderen stromabwärts des Differentials schließt, wodurch insgesamt der zugeordnete Leiter von einer tatsächlichen Verbindung mit der Erde ausgeschlossen wird und somit die tatsächliche Erdung der Verbraucher gar nicht geprüft wird.

Es ist deshalb wesentlich, eine Vorrichtung einzuführen, die sofort die Versorgung vom Wechselstromsystem her an das Fahrzeug unterbricht, wenn eine effektive Verbindung des Aufbaus mit der Erde nicht vorhanden ist. Für eine korrekte Zuordnung der entsprechenden Verantwortlichkeiten ist es auch erforderlich, dass die obengenannte Vorrichtung, mit zugeordnetem Sicherheitstrennschalter, an Bord des Elektrofahrzeugs vorhanden ist.

GB-A-2167 618 offenbart eine elektrische Schutzschaltung zum Schutz von Personen vor den Auswirkungen eines Fehlers im Versorgungsnetz für eine elektrische Anlage/Einrichtung. Die Schaltung umfasst eine Halbleiterschaltung, um periodisch für eine vorbestimmte Periode in jedem Netzzyklus bei einem relativ niedrigen Spannungswert einen Stromfluss zwischen der Spannung führenden Leitung des Versorgungsnetzes und der lokalen Netzerde zu prüfen, ohne das Erdpotential in der Stromversorgung bedeutend zu stören und um ein Ausgangssignal bereitzustellen, das den Stromfluss anzeigt, eine Einrichtung zum Feststellen des Werts des Ausgangssignals, um den Wert der Erdimpedanz festzustellen, und eine Stromkreis- Unterbrechungseinrichtung, die von der Feststelleinrichtung gesteuert wird, um die Stromversorgung von der Anlage/Einrichtung im Fall einer unakzeptabel hohen Erdimpedanz abzuschalten.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zum Prüfen der Erdung von elektrischen Verbrauchern bereitzustellen, die das Risiko für Menschen unter den oben beschriebenen Bedingungen eliminiert.

Erfindungsgemäß ist eine Vorrichtung vorgesehen zum Prüfen der Erdung von elektrischen Verbrauchern, insbesondere des Aufbaus bei Elektrofahrzeugen, die an elektrische Leitungen angeschlossen werden kann, die zumindest eine erste elektrische Energieversorgungsleitung und eine Erdleitung aufweisen; wobei ein Kontakt eines Sicherheitsschalters längs der ersten Versorgungsleitung vorgesehen ist; wobei die Vorrichtung einen Überwachungsabschnitt aufweist, der an die elektrischen Leitungen angeschlossen ist, und in der Lage ist, die Integrität der Erdleitung zu überwachen und ein Kontrollsignal bei Abwesenheit der Integrität zu erzeugen; dadurch gekennzeichnet, dass sie weiterhin einen Aktivierungsabschnitt für den Sicherheitsschalter aufweist, der an die elektrischen Leitungen angeschlossen ist und in der Lage ist, einen Strom in der ersten Versorgungsleitung zu erzeugen, so dass in der Gegenwart des Kontrollsignals das Eingreifen des Sicherheitsschalters bewirkt wird.

Zum besseren Verständnis der Erfindung wird nun eine bevorzugte Ausführungsform nur anhand eines nicht erschöpfenden Beispiels in Bezug auf die beiliegende Zeichnung beschrieben, wobei die einzige Figur einen Verdrahtungsplan der Vorrichtung zeigt.

In der einzigen Figur wird die Vorrichtung mit 1 bezeichnet. Die Vorrichtung 1 ist mit einer ersten Versorgungsleitung 2, mit einer zweiten Versorgungsleitung 3 und mit einer Erdleitung 4 verbunden, die die Traktionseinheit des Elektrofahrzeugs, in Diagrammform mit 33 bezeichnet, mit einer elektrischen Energieverteilungseinheit, in Diagrammform mit 34 bezeichnet, verbinden. Die Kontakte 5 und 6 eines Differentialschalters 7 sind jeweils an den Versorgungsleitungen 2 und 3 zwischengeschaltet, wobei der Schalter an Bord des Fahrzeugs angeordnet ist und dazu dient, die Verteilung der elektrischen Energie jedes mal zu unterbrechen, wenn Ströme an den zwei Versorgungsleitungen fließen, die um mindestens 30 mA differieren (und im Falle von Überströmen aufgrund von Fehlern oder Kurzschlüssen).

Die Vorrichtung 1 umfasst einen Überwachungsabschnitt 28, der mit den Leitungen 2, 3 und 4 verbunden ist und die Integrität der Erdleitung überwachen soll und ein Steuersignal erzeugen soll, falls eine solche Integrität nicht vorhanden ist, und einen Interventions-Aktivierungsabschnitt 29, der mit den Versorgungsleitungen 2, 3 verbunden ist, das Steuersignal empfängt und dazu vorgesehen ist, wenn er durch den Überwachungsabschnitt aktiviert wurde, einen Stromfluss zwischen den Versorgungsleitungen 2 und 3 zu erzeugen, wobei dessen Wert dergestalt ist, dass der Differentialschalter 7 eingreift (interveniert).

Im Einzelnen definiert der Überwachungsabschnitt 28 einen Strompfad von niedrigem Wert zwischen einer der Versorgungsleitungen 2, 3 (Leitung, an welcher die Spannung vorliegt) einerseits und der Erdleitung 4 andererseits und verifiziert den tatsächlichen Stromfluss als Nachweis der Integrität der Erdleitung 4. Wenn die Erdleitung 4 unterbrochen wird, detektiert der Überwachungsabschnitt 28 die Abwesenheit des Stromflusses und durch Öffnen des Schalters 16 erzeugt er das Steuersignal, das den Interventions-Aktivierungsabschnitt 29 aktiviert. Der Abschnitt 29 definiert wiederum einen Strompfad zwischen den Versorgungsleitungen 2 und 3 und der Wert eines solchen Stroms ist größer als die Interventionsschwelle des Differentialschalters 7. Dieser Strompfad, der gewöhnlich offen ist, wird von dem von dem Abschnitt 28 erzeugten Steuersignal geschlossen, so dass, wenn der Abschnitt 29 aktiviert wird, er die Intervention des Differentialschalters 7, das Öffnen der Kontakte 5 und 6 und somit die Unterbrechung der Verbindung zwischen der elektrischen Energie-Verteilungseinheit 34 und der Traktionseinheit 33 des Elektrofahrzeugs bewirkt.

Der Überwachungsabschnitt 28 weist eine Diode 8 auf, deren Anode mit der Versorgungsleitung 2 stromabwärts des Kontakts S verbunden ist, und deren Kathode mit einem ersten Anschluss eines Widerstands 9 verbunden ist. Die Anode einer Diode 10, deren Kathode mit dem ersten Anschluss des Widerstands 9 verbunden ist, ist mit der Versorgungsleitung 3 stromabwärts des Kontakts 6 verbunden. Der zweite Anschluss des Widerstands 9 ist sowohl mit einem ersten Anschluss eines Kondensators 11 als auch einem ersten Anschluss eines Widerstands 12 verbunden. Der zweite Anschluss des Widerstands 12 ist sowohl mit der Kathode einer Schutzdiode 14 und der Anode einer Licht emittierenden Diode (LED) 15 verbunden. Das von der LED 15 emittierte Licht stellt das Steuersignal für den Interventions-Aktivierungsabschnitt 29 dar. Die Kathode der LED 15, die Anode der Schutzdiode 14 und der zweite Anschluss des Kondensators 11 sind miteinander mit der Erdleitung 4 mittels eines Prüfschalters 13 verbunden, welcher gewöhnlich geschlossen ist. Der Zweck dieses Schalters besteht darin, die Unterbrechung der Erdleitung zu simulieren, um eine Prüfung der Operation der Vorrichtung 1 auszuführen zu können.

Der Interventions-Aktivierungsabschnitt 29 umfasst einen Schalter 16, der zusammen mit der LED 15 einen optischen Isolator 17 bildet und zwischen der Versorgungsleitung 2 stromabwärts des Kontakts 5 (Knoten 30) und einem Knoten 31 angeordnet ist. Der Knoten 31 ist wiederum mit der Anode einer Diode 19 verbunden und über einen Widerstand 18 mit der Versorgungsleitung 3 stromabwärts des Kontakts 6. Die Kathode der Diode 19 ist sowohl mit dem Knoten 30 über einen Kondensator 20 und mit der Kathode einer Zenerdiode 21 verbunden. Die Anode der Zenerdiode 21 ist mit einem Knoten 32 über einen Widerstand 22 verbunden. Zwei Dioden 23 und 24 sind antiparallel zwischen dem Knoten 30 und dem Knoten 32 angeordnet. Die Diode 23, eine Schutzdiode, hat eine Anode, die mit dem Knoten 30 verbunden ist, während die Diode 24 der Art einer Licht emittierenden Diode (LED) ist und zusammen mit einem Schalter 25 einen optischen Isolator 26 bildet. Der Schalter 25 ist zwischen der Versorgungsleitung 2 stromabwärts des Kontakts 5 (Knoten 30) und, über einen Widerstand 27, der Versorgungsleitung 3 stromaufwärts des Kontakts 6 eingeschaltet.

Die Komponenten CS6005, gefertigt von International Rectifiers, die die gewünschten Spannungspegel, geringe Leckströme und einen Strom in den LEDs 15, 24 von nur 5 mA, deutlich unterhalb der 30 mA, welche der Differentialschalter 7 als Kippwert nimmt, garantieren, werden vorzugsweise als optische Isolatoren 17 und 26 verwendet.

Die Vorrichtung 1 arbeitet wie folgt. Die Wechselstrom-Netzspannung, die an der Leitung 2, 3 anliegt, und zu diesem Zeitpunkt als "Phase" arbeitet, wird durch die Diode 8 oder 10 gleichgerichtet, die mit der Phasenleitung selbst verbunden ist, und von der RC- Einheit gefiltert, die von dem Widerstand 9 und Kondensator 11 gebildet wird. Tatsächlich ist bei der Verteilung der elektrischen Energie mit, geerdetem Neutralleiter eine der zwei Phasen 2, 3 auf Erdpotential und die andere bildet die eigentliche Versorgung. Die Präsenz der zwei Dioden 8 und 10 ermöglicht somit einen zufälligen Anschluss der zwei Phasen 2 und 3. Folglich ist unabhängig von der Leitung 2 oder 3, an welcher die Netzspannung anliegt, eine Gleichspannung über dem Kondensator 11 vorhanden. Deshalb gelangt ein Strom (begrenzt durch den Widerstand 12 selbst auf 5 mA) durch den Widerstand 12, wobei der Strom die LED 15 des optischen Isolators 17 speist, was das Schließen des Schalters 16 und somit das Kurzschließen der Knoten 30 und 31 gestattet. Die Versorgungsleitungen 2 und 3 stromabwärts des Differentialschalters 7 sind somit über dem Widerstand 18 eines solchen Werts, dass der Strom der zwischen den zwei Leitungen fließt begrenzt wird, verbunden. Der Kurzschluss zwischen den Knoten 30 und 31 verhindert ein Laden des Kondensators 20 über der Diode 19; folglich gelangt kein Strom durch die LED 24, der Schalter 25 ist offen und es besteht keine Verbindung zwischen den Leitungen 2 und 3 über den Widerstand 27. Der Abschnitt 29 ist deshalb inaktiv.

Wenn die Verbindung der Erdleitung 4 unterbrochen wird, fließt kein Strom in der LED 15 und der Schalter 16 öffnet sich; der Kondensator 20 kann nun über den Widerstand 18 und die Diode 19 geladen werden. Sobald die Auslösespannung der Zenerdiode 21 überschritten wird, speist der Strom (begrenzt durch den Widerstand 22) die LED 24 des optischen Isolators 26 wodurch der Schalter 25 geschlossen werden kann. Der Widerstand 27 wird somit zwischen den Versorgungsleitungen 2 stromabwärts des Kontakts 5, und 3 stromaufwärts des Kontakts 6 verbunden und ist dergestalt, dass er einen Strom erzeugt, der zwischen den Leitungen 2 und 3 höher als 30 mA ist. Dieser Strom wird von dem Differentialschalter 7 detektiert, der daraufhin die Kontakte 5 und 6 öffnet und sowohl von der Vorrichtung 1 selbst als auch von der Traktionseinheit von der Stromversorgung trennt.

Wenn die Netzspannung an der Leitung 3 vorhanden ist, bleibt die Vorrichtung 1 mit ihr über den Widerstand 27 stromaufwärts des Differentialschalters 7 verbunden; dies bildet jedoch kein Risiko für Personen insofern dass der Leckstrom des Schalters 25 in der Größenordnung von ein paar Zehntel Ampere ist.

Um eine inkorrekte Intervention durch den Differentialschalter 7 während der Zündungs- Transienten der Vorrichtung 1 zu verhindern, ist die Zeitkonstante der von dem Widerstand 9 und Kondensator 11 gebildeten Einheit kleiner als die der von dem Widerstand 18 und dem Kondensator 20 gebildeten Einheit.

Die Vorrichtung 1 hat die folgenden Vorteile. Zuerst ermöglicht sie, dass die Verbindung zwischen der Verteilungseinheit und der Traktionseinheit des Fahrzeugs sofort unterbrochen wird sobald die Erdleitung unterbrochen wird, wodurch sie sicher verhindert, dass gefährliche Leckströme den Verbraucher über einen Kontakt mit dem Aufbau erreichen können. Die beschriebene Vorrichtung ist auch einfach, zuverlässig und verwendet billige Komponenten und reduziert somit die Gesamtkosten.

Es ist abschließend klar, dass Modifikationen und Variationen an der beschriebenen und gezeigten Prüfvorrichtung erfolgen können. Insbesondere ist es möglich, einen weiteren gesteuerten Schalter an der Versorgungsleitung 3 stromaufwärts der Verbindung mit der Vorrichtung 1 oder in Reihe mit dem Widerstand 27 einzufügen, um zu verhindern, dass jeglicher Leckstrom durch den Schalter 25 das Fahrzeug erreicht. Alternativ dazu ist es möglich, einen separaten Differentialschalter allein für das Prüfen der Integrität der Erdleitung (und der zugeordneten Leckströme) zu verwenden, wobei seine eigenen Kontakte in Reihe mit den Kontakten des bereits vorgesehenen Differentialschalters angeordnet sind.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung (1) zum Prüfen der Erdung eines elektrischen Verbrauchers (33), insbesondere des Aufbaus bei Elektrofahrzeugen, die an elektrische Leitungen (2-4) angeschlossen werden kann, die zumindest eine erste elektrische Energieversorgungsleitung (2) und eine Erdleitung aufweisen; wobei ein Kontakt (5) eines Sicherheitsschalters (7) längs der ersten Versorgungsleitung vorgesehen ist; wobei die Vorrichtung (1) einen Überwachungsabschnitt (28) aufweist, der an die elektrischen Leitungen angeschlossen ist, der in der Lage ist, die Integrität der Erdleitung zu überwachen und ein Kontrollsignal bei Abwesenheit der Integrität zu erzeugen; dadurch gekennzeichnet, dass sie weiterhin einen Aktivierungsabschnitt (29) für den Sicherheitsschalter aufweist, der an die elektrischen Leitungen angeschlossen ist und in der Lage ist, einen Strom in der ersten Versorgungsleitung zu erzeugen, so, dass in der Gegenwart des Kontrollsignals das Eingreifen des Sicherheitsschalters bewirkt wird.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Überwachungsabschnitt (28) einen ersten Strompfad, der zwischen der ersten Versorgungsleitung (2) und der Erdleitung (4) angeordnet ist, eine Detektionseinrichtung (15), die in der Lage ist, den Fluss des Stroms zu detektieren, der entlang des Strompfads fließt, und das Kontrollsignal bei Abwesenheit des Stromflusses zu erzeugen, aufweist.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Strompfad erste Gleichrichtungs- und Filtereinrichtungen (8, 9, 11) aufweist, und dadurch dass die Detektionseinrichtung eine opto-elektronische Einrichtung (15) aufweist, die stromabwärts von den ersten Gleichrichtungs- und Filtereinrichtungen angeschlossen ist und fähig ist, ein optisches Signal bei Anwesenheit von Strom zu erzeugen.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Gleichrichtungs- und Filtereinrichtungen (8, 9, 11) eine RC-Einheit (9, 11) und eine erste Diode (8) aufweisen, die zwischen der ersten Versorgungsleitung (2) und der RC-Einheit (9, 11) eingeschaltet sind, und dadurch, dass sie eine resistive Strombegrenzungseinrichtung (12) in Serie mit der opto-elektronischen Einrichtung (17) aufweist.

5. Vorrichtung nach Anspruch 4, wobei die elektrischen Leitungen (2-4) eine zweite Versorgungsleitung (3) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Gleichrichtungs- und Filtereinrichtungen (8, 9, 11) eine zweite Diode (10) aufweisen, die zwischen der zweiten Versorgungsleitung und der RC-Einheit (9, 11) angeschlossen ist, wobei homologe Anschlusspunkte der ersten und zweiten Diode (8, 10) zusammen an die RC- Einheit angeschlossen sind.

6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die elektrischen Leitungen (2-4) eine zweite Versorgungsleitung (2) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktivierungsabschnitt (29) einen zweiten Strompfad aufweist, der zwischen der ersten und der zweiten Versorgungsleitung (2, 3) eingeschaltet ist und eine Schaltereinheit (16-26) aufweist, die von dem Steuersignal und der resistiven Einrichtung (27) gesteuert wird, die fähig ist, diesen Strom zu erzeugen.

7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die gesteuerte Schaltereinheit (16-26) aufweist: zweite Gleichrichtungs- und Filtereinrichtungen (18-20) zwischen der ersten und der zweiten Versorgungsleitung (2, 3), die eine Ausgangsspannung erzeugen; einen ersten gesteuerten Schalter (16), der an den zweiten Gleichrichtungs- und Filtereinrichtungen angeschlossen ist, wobei der erste Schalter von dem Steuersignal gesteuert wird und die zweiten Gleichrichtungs- und Filtereinrichtungen bei Anwesenheit des Steuersignals deaktiviert; ein Schwellenelement (21), das an die zweite Gleichrichtungs- und Filtereinrichtungen angeschlossen ist, die fähig sind, ein Steuersignal zu erzeugen, wenn die Ausgangsspannung der zweiten Gleichrichtungs- und Filtereinrichtungen eine vorbestimmte Schwelle erreicht, und eine Schalterstufe (26), die in Serie mit der resistiven Vorrichtung (27) angeordnet ist und in der Lage ist, bei Vorhandensein des Kontrollsignals zu schließen.

8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Gleichrichtungs- und Filtervorrichtungen (18-20) einen Kondensator und einen Widerstand (18) aufweisen, die gegenseitig hintereinander zwischen der ersten und zweiten Versorgungslinie (2, 3) angeschlossen sind; dadurch, dass der erste gesteuerte Schalter ein opto-elektronisches Element (16) aufweist, dass parallel zu dem Kondensator angeordnet ist; dadurch, dass die Schalterstufe (26) einen Opto-Isolator bildet, der ein emittierendes Lichtelement (24) parallel zu dem Kondensator und ein Licht empfangendes Element (25) in Serie mit der resistiven Vorrichtung (27) einschließt; und dadurch, dass das Schwellenelement eine Zenerdiode (21) aufweist, die in Serie mit dem Licht emittierenden Element angeordnet ist.

9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Prüfschalter (13) aufweist, der zwischen der Erdleitung (4) und dem Überwachungsabschnitt (28) eingeschaltet ist.

10. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherheitsschalter ein Differentialschalter ist.







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