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Dokumentenidentifikation DE69909055T2 18.12.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 1056340
Titel BIOZIDE WIRKUNGSSTEIGERUNG UNTER VERWENDUNG VON DIETHANOLAMIDE
Anmelder Buckman Laboratories International, Inc., Memphis, Tenn., US
Erfinder KING, E., Vanja, Memphis, US;
WHITTEMORE, S., Marilyn, Memphis, US;
ZHOU, Xiangdong, Memphis, US
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69909055
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 24.02.1999
EP-Aktenzeichen 999360175
WO-Anmeldetag 24.02.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/US99/03943
WO-Veröffentlichungsnummer 0099043209
WO-Veröffentlichungsdatum 02.09.1999
EP-Offenlegungsdatum 06.12.2000
EP date of grant 25.06.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.12.2003
IPC-Hauptklasse A01N 37/20

Beschreibung[de]
BEREICH DER ERFINDUNG

Die Erfindung betrifft Zusammensetzungen und Verfahren zur Kontrolle des Wachstums von Mikroorganismen auf einer Vielzahl von Substraten und in wässrigen Systemen. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Kombination zumindest eines Biozides mit zumindest einem Diethanolamid, wobei das Diethanolamid die biozide Wirkung des Biozides potenziert.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Eine große Vielzahl an handelsüblichen, industriellen, landwirtschaftlichen und Holzmaterialien oder -Produkten neigen zu mikrobiologischem Befall oder Zersetzung, welche ihren ökonomischen Wert verringert oder zunichte macht. Beispiele derartiger Materialien oder Produkte schließen Oberflächenbeschichtungen, Bauholz, Saatgut, Pflanzen, Leder und Kunststoffe ein. Die verschiedenen Temperaturen, bei denen derartige Materialien oder Produkte hergestellt, gelagert oder verwendet werden sowie ihre intrinsischen Merkmale machen sie anfällig gegenüber Wachstum, Befall und Zersetzung durch gewöhnliche Mikroorganismen wie Algen, Pilze, Hefen und Bakterien. Diese Mikroorganismen können während der Herstellung oder anderer industrieller Prozesse, durch das Aussetzen an der Luft von Behältern, Röhren, Ausrüstung und Menschen eingeführt werden. Sie können ebenfalls eingeführt werden bei Verwendung eines Materials oder Produktes, beispielsweise durch vielfaches Öffnen und wieder Verschließen von Packungen oder auf Grund des Rührens oder Entfernens von Material mit kontaminierten Gegenständen.

Wässrige Systeme neigen ebenfalls in hohem Maße zu mikrobiologischem Wachstum, Befall und Zersetzung. Diese wässrigen Systeme können Frischwasser-, Brackwasser- oder Salzwassersysteme sein. Beispielhafte wässrige Systeme schließen Latexe, Tenside, Dispersionsmittel, Stabilisatoren, Verdickungsmittel, Haftstoffe, Stärken, Wachse, Proteine, Emulgatoren, Zellulose-Produkte, Metallbearbeitungsflüssigkeiten, Kühlwasser, Abwasser, Brauchwasser, wässrige Emulsionen, wässrige Detergentien, Beschichtungszusammensetzungen, Farbzusammensetzungen und in wässrigen Lösungen, Emulsionen oder Suspensionen zubereitete Harze ein, ohne auf diese beschränkt zu sein. Diese Systeme enthalten häufig relativ große Mengen an Wasser und organischem Material, was bewirkt, dass sie für mikrobiologisches Wachstum und somit Befall und Zersetzung gut geeignete Umgebungen darstellen.

Mikrobiologische Zersetzung wässriger Systeme kann sich in Form einer Vielzahl von Problemen, wie ein Verlust an Viskosität, Gasbildung, unangenehmen Gerüchen, verringertem pH, Emulsionsspaltung, Farbänderung und Gelierung manifestieren. Zudem kann eine mikrobiologisches Verderben wässriger Systeme ein Faulen des damit zusammenhängenden Wassertransportsystems bewirken, welches Kühltürme, Pumpen, Wärmetauscher und Pipelines, Heizsysteme, Berieselungssysteme und andere ähnliche Systeme einschließt.

Ein weiteres unangenehmes Phänomenen, welches in wässrigen Systemen auftritt, insbesondere in wässrigen Flüssigkeiten aus industriellen Verfahren, stellt Schleimbildung dar: Schleimbildung kann in Frischwasser-, Brackwasser- oder Salzwassersystemen auftreten. Schleim besteht aus verfilzten Abscheidungen von Mikroorganismen, Fasern und Trümmern. Er kann faserartig, pastös, Gummiartig, Tapioca-ähnlich oder hart sein und einen charakteristischen, nicht wünschenswerten Geruch aufweisen, welcher sich von dem des wässrigen Systems, in dem er gebildet wurde, unterscheidet. Die bei seiner Bildung involvierten Mikroorganismen stellen primär verschiedene Spezies von Sporen-bildenden und nicht Sporen-bildenden Bakterien dar, insbesondere gekapselte Formen von Bakterien, welche Gelatineartige Substanzen ausscheiden, die die Zellen einhüllen oder ummanteln. Schleimmikroorganismen schließen ebenfalls faserförmige Bakterien, faserförmige Pilze vom Schimmel-Typ, Hefe und Hefeähnliche Organismen ein. Schleim verringert die Ausbeuten bei der Produktion und verursacht bei industriellen Wassersystemen ein Verstopfen, Anschwellen und andere Probleme.

Verschiedene als Biozide bekannte Chemikalien wurden verwendet, um eine mikrobiologisches Verderben von industriellen Systemen, Rohmaterialien und Produkten zu verhindern. Beispiele solcher Biozide schließen ein:

TCMTB-Formulierungen, enthaltend das Fungizid 2-(Thiocyanomethylthio)-benzothiazol (TCMTB), welche aus dem Stand der Technik bekannt sind und oft verwendet wurden, um biologisches Faulen, einschließlich Biofilm- und Schleimbildung, in wässrigen Systemen zu kontrollieren oder zu verhindern. TCMTB wird seit mehr als 20 Jahren zur industriellen Mikroorganismuskontrolle verwendet. TCMTB ist bekannt dafür, bei der Kontrolle von Bakterien und Pilzen in verschiedenen wässrigen Systemen nützlich zu sein und ist käuflich erwerbbar von Buckman Laboratories, Inc., Memphis, IN, unter den Markennamen BUSAN® 30WB und BUSAN® 1030 mit 30% aktivem Bestandteil. Die Herstellung und Verwendung von 2-(Thiocyanomethylthio)-benzothiazol als Mikrobiozid und als Konservierungsmittel wird beschrieben in den U.S. Patenten Nr. 3,520,976, 4,293,559, 4,866,081, 4,595,691, 4,944,892, 4,839,373 und 4,479,961 und diese führen Beispiele an für mikrobiozide Eigenschaften von 2-(Thiocyanomethylthio)- benzothiazol. U.S. Patenten Nr. 5,413,795 beschreibt Zusammensetzungen, in denen TCMTB auf einem festen Träger adsorbiert ist.

Kathon: eine zwei Komponenten-Mikrobiozid-Mischung aus 5-Chlor-2-methyl-4- isothiazolin-3-on (CMI) und 2-Methyl-4-isothiazolin-3-on (MI). Kathon stellt ein Breitspektrum-Mikrobiozid dar, welches in der Faserstoff- und Papierindustrie verwendet wird. Kathon wird ebenfalls dafür empfohlen, Bakterien und Pilze in Papierbeschichtungen und Beschichtungskomponenten auf Wasser Basis zu kontrollieren. Kathon ist erhältlich von Rohm und Haas, Philadelphia PA und als Busan® 1078 von Buckman Laboratories, Memphis, IN. Busan® 1078 enthält 1,15 Gew.% an CMI und 0,35 Gew.% an MI als aktive Bestandteile. CMI und MI weisen die folgenden chemischen Strukturen auf:

Bronopol: 2-Brom-2-nitropropan-1,3-diol. Bronopol ist erhältlich als MYACIDE® von Angus Chemical Company, Northbrook, IL. Bronopol wird verwendet bei der Wasserbehandlung, bei Flüssigkeiten der Ölproduktion, bei Abwassereinleitungsbrunnen und bei Faserstoff und Papier. Die chemische Formel von Bronopol lautet:

IPBC: Iodpropargylbutylcarbamat. IPBC ist erhältlich von Troy Chemical, Newark, NJ. IPBC stellt ein wirksames Fungizid, insbesondere bei Oberflächenbeschichtungszusammensetzungen, wie Farbformulierungen, dar. IPBC ist offenbart in den U.S. Patenten Nr. 3,923,870 und 5,219,875. IPBC weist die folgende chemische Formel auf:

IPC: Iodpropargylcarbamat. IPC, ein wirksames Mikrobiozid in wässrigen Systemen und auf einer Vielzahl an Substraten, ist in den U.S. Patenten Nr. 4,945,109 und 5,328,926 offenbart. Die chemische Formel von IPC lautet:

DBNPA: 2,2-Dibrom-3-nitrilopropionamid. DBNPA ist erhältlich von Dow Chemical Company, Midland, MI und Buckman Laboratories, Memphis, TN als das Produkt BUSAN® 94. DBNPA ist ein Breitspektrumsbakterizid, welches insbesondere Verwendung findet, um Schleim in der Faserstoff und Papierindustrie zu kontrollieren. BUSAN® 94 enthält 20 Gew.% DBNPA als aktiven Bestandteil. DBNPA hat die chemische Struktur:

Tribromphenol: 2,4,6-Tribromphenol. Tribromphenol ist ein Fungizid, erhältlich von Great Lakes Chemical, West Lafayette, IN unter dem Markennamen GREAT LAKES PH-73. Die chemische Formel von Tribromphenol ist:

BIT: 1,2-Benzisothiazolin-3-on. 1,2-Benzisothiazolin-3-on stellt ein Biozid dar, welches bei vielfältigen wässrigen Systemen, wie Metallbearbeitungsflüssigkeiten, Farben, Haftmitteln, Produkten auf Stärkebasis, Zellulose-Ether-Lösungen, Harz- und Gummi- Emulsionen nützlich ist. 1,2-Benzisothiazolin-3-on ist erhältlich von ICI Specialty Chemicals, Melbourne, Australia als das Produkt PROXEL GXL-20, eine wässrige Lösung von Dipropylenglykol, mit 20 Gew.% 1,2-Benzisothiazolin-3-on als aktiven Bestandteil. 1,2-Benzisothiazolin-3-on weist die folgende chemische Struktur auf:

Propiconazol, auch bekannt als (RS)-1-2-[(2,4-Dichlorphenyl)-2-propyl-1,3-dioxalan-2- ylmethyl]-1H-1,2,4-triazol, stellt ein handelsübliches Biozid dar, welches ein einigermaßen gutes toxikologisches Profil und biozide Aktivität aufzeigt. Propiconazol ist käuflich erhältlich von Buckman Laboratories, Inc., Memphis, TN, z. B. als eine Formulierung, die etwa 24% aktive Stoffe unter dem Markennamen BUSAN® 1292 enthält. Propiconazol weist die folgende chemische Struktur auf:

Andere Biozide schließen Kalium N-Hydroxymethyl-N-methylthiocarbamat, als aktiver Inhaltsstoff zu 30% im BUSAN® 52-Produkt und 2-Brom-4'-hydroxyacetophenon, als aktiver Inhaltsstoff zu 30% in BUSAN® 90, ein. Diese Produkte sind erhältlich von Buckman Laboratories, Memphis, TN.

US 3,629,454 offenbart antimikrobielle Zusammensetzungen, welche das Diethanolamid einer höher gesättigten Fettsäure mit einem bekannten antimikrobiellen Wirkstoff, ausgewählt aus Natrium-Bithionolat, dem Zinksalz von 1-Hydroxy-2-pyridinthion, Hexachlorophen und Parachlormetaxylenol, umfasst.

US 5,622,911 offenbart ein Verfahren zur Steigerung der Effizienz einer Agro-Chemikalie (wie einem Fungizid oder einem Bakterizid) durch Anwendung der Agro-Chemikalie zusammen mit einem Diethanolamid.

Obwohl derartige Biozide existieren, ist die Industrie andauernd auf der Suche nach einer Kosten-effizienteren Technologie, welche den gleichen oder einen besseren Schutz bei geringeren Kosten und geringerer Konzentration bietet. Die Konzentration herkömmlicher Biozide und die entsprechenden Behandlungskosten für eine derartige Verwendung können vergleichsweise hoch ausfallen. Wichtige Faktoren bei der Suche nach Kosteneffizienten Fungiziden schließen die Dauer der bioziden Wirkung, eine verringerte Umweltbelastung, die Mühelosigkeit der Verwendung und die Wirksamkeit des Biozides bezogen auf das spezifische Gewicht ein.

Zusammenfassung der Erfindung

Im Hinblick auf die Suche der Industrie nach Kosten-effizienteren Bioziden liefert die Erfindung eine Verbesserung gegenüber gebräuchlichen Produkten oder Praktiken.

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steigerung der Wirksamkeit eines Biozides. Dieses Verfahren wendet mindestens ein Biozid und mindestens ein Diethanolamid auf ein Substrat oder ein wässriges System an, welches anfällig ist gegenüber dem Wachstum von Mikroorganismen. Das Biozid ist ausgewählt aus Kalium N- Hydroxymethyl-N-methylthiocarbamat, 2-Thiocyanomethylthiobenzothiazol, Propiconazol, 2-Brom-4'-hydroxyacetophenon, Natrium 2-Mercaptobenzothiazol oder einer Mischung daraus. Bei dem Diethanolamid handelt es sich um ein C&sub1;&sub2;-C&sub2;&sub2;- Fettsäurediethanolamid. Das Diethanolamid wird in einer Menge angewandt, die effektiv zur Steigerung der bioziden Aktivität des Biozides ist. Die Kombination des Biozides mit einem Diethanolamid erzielt eine überlegene biozide Aktivität bei niedrigeren Konzentrationen und zu geringeren Kosten als das Biozid alleine gegenüber mikrobiologischem Befall oder Zersetzung wie oben diskutiert.

Eine Ausführungsform der Erfindung stellt eine biozide Zusammensetzung bereit. Die Zusammensetzung enthält (a) mindestens ein Biozid und (b) mindestens ein Fettsäurediethanolamid, wobei besagtes Biozid Kalium N-Hydroxymethyl-N- methylthiocarbamat, 2-Thiocyanomethylthiobenzothiazol, Propiconazol, 2-Brom-4'- hydroxyacetophenon, Natrium 2-Mercaptobenzothiazol oder eine Mischung daraus darstellt, und wobei besagtes Diethanolamid ein C&sub1;&sub2;-C&sub2;&sub2;-Fettsäurediethanolamid ist. In der Zusammensetzung liegen das Biozid (a) und das Diethanolamid (b) in einer kombinierten Mange vor, welche effektiv zur Kontrolle des Wachstums von mindestens einem Mikroorganismus ist. Besagter Mikroorganismus ist ausgewählt aus Algen, Pilzen und Bakterien.

Eine weitere Ausführungsform der Erfindung stellt ein Verfahren zur Kontrolle des Wachstums eines Mikroorganismus auf einem Substrat bereit. Dieses Verfahren bringt ein Substrat, welches anfällig gegenüber dem Wachstum von Mikroorganismen ist, mit mindestens einem Biozid und einem Diethanolamid in Kontakt, wobei besagtes Biozid Kalium N-Hydroxymethyl-N-methylthiocarbamat, 2-Thiocyanomethylthiobenzothiazol, Propiconazol, 2-Brom-4'-hydroxyacetophenon, Natrium 2-Mercaptobenzothiazol oder eine Mischung daraus ist, und wobei besagtes Diethanolamid ein C&sub1;&sub2;-C&sub2;&sub2;-Fettsäurediethanolamid ist. Das Biozid und das Diethanolamid liegen in einer kombinierten Menge vor, welche wirksam ist zur Kontrolle des Wachstums von mindestens einem Mikroorganismus auf dem Substrat. Der Mikroorganismus ist ausgewählt aus Algen, Pilzen und Bakterien.

Die Kombination von Biozid und Diethanolamid gemäß der Erfindung kann verwendet werden zur Kontrolle des Wachstums von Mikroorganismen in wässrigen Systemen. Daher stellt eine andere Ausführungsform der Erfindung ein Verfahren zur Kontrolle des Wachstums von Mikroorganismen in einem wässrigen System dar, welches in der Lage ist das Wachstum eines Mikroorganismus zu unterstützen. Dieses Verfahren behandelt das wässrige System mit mindestens einem Biozid und mindestens einem Diethanolamid, wobei besagtes Biozid Kalium N-Hydroxymethyl-N-methylthiocarbamat, 2- Thiocyanomethylthiobenzothiazol, Propiconazol, 2-Brom-4'-Hydroxyacetophenon, Natrium 2-Mercaptobenzothiazol oder eine Mischung daraus ist, und wobei besagtes Diethanolamid ein C&sub1;&sub2;-C&sub2;&sub2;-Fettsäurediethanolamid ist. Das Biozid und das Diethanolamid liegen in einer kombinierten Menge vor, die wirksam ist zur Kontrolle das Wachstum mindestens eines Mikroorganismus in dem wässrigen System.

Die Kombination der Erfindung aus dem Biozid und dem Diethanolamid ist nützlich zur Verhinderung eines mikrobiologischen Befalls, einer Zersetzung oder eines Verderbens verschiedener Arten von Rohmaterialien und Produkten wie Leder, Textilien, Faserstoff, Papier und Pappe, Beschichtungen, Bauholz, sowie landwirtschaftliche Produkte wie Saatgut und Feldfrüchte. Vorteilhafter Weise kann die Kombination in verschiedenen industriellen Prozessen zur Herstellung und Verarbeitung dieser Produkte verwendet werden. Entsprechend wenden weitere Ausführungsformen der Erfindung die Kombination an, um das Wachstum von Mikroorganismen auf oder in derartigen industriellen Produkten, Rohmaterialien oder Prozessen zu kontrollieren. Die vorgenannten und andere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden weiter verdeutlicht aus der folgenden detaillierten Beschreibung und den bevorzugten Ausführungsformen.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steigerung der Wirksamkeit eines Biozides. Dieses Verfahren wendet mindestens ein Biozid und mindestens ein Diethanolamid auf ein Substrat oder ein wässriges System an, welches anfällig gegenüber dem Wachstum von Mikroorganismen ist. Das Biozid ist ausgewählt aus Kalium N-Hydroxymethyl-N- methylthiocarbamat, 2-Thiocyanomethylthiobenzothiazol, Propiconazol, 2-Brom-4'- Hydroxyacetophenon, Natrium 2-Mercaptobenzothiazol oder einer Mischung daraus. Das Diethanolamid ist ein C&sub1;&sub2;-C&sub2;&sub2;-Fettsäurediethanolamid. Das Diethanolamid wird in einer Menge angewandt, die effektiv ist zur Steigerung der bioziden Aktivität des Biozides.

Gemäß der Erfindung zeigt die Kombination eines Biozides und eines Diethanolamides eine unerwartete, verstärkte biozide Wirkung. Das heißt, die Kombination eines Biozides und eines Diethanolamides erzielt bei niedrigeren Biozid-Konzentrationen im Vergleich zu der bioziden Fähigkeit des Biozides alleine, eine überlegene biozide Aktivität, obwohl die Menge an verwendetem Diethanolamid selber keine biozide Wirkung aufweist. Daher potenziert das Diethanolamid die biozide Aktivität des Biozides. Eine derartige überlegene Wirkung zeigt einen bestimmten ökonomischen Vorteil und steigert die Wirksamkeit eines individuellen Biozides bezogen auf das spezifische Gewicht.

Das Diethanolamid kann zusammen mit einem bestimmten Biozid und in der gleichen Weise wie dieses benutzt wird verwendet werden. Bevorzugt werden der Formulierung des Biozides ein oder mehrere Diethanolamide beigemengt.

In einer Ausführungsform betrifft die Erfindung eine biozide Zusammensetzung aus mindestens einem Biozid und mindestens einem Diethanolamid, wobei besagtes Biozid Kalium N-Hydroxymethyl-N-methylthiocarbamat, 2-Thiocyanomethylthiobenzothiazol, Propiconazol, 2-Brom-4'-Hydroxyacetophenon, Natrium 2-Mercaptobenzothiazol oder eine Mischung daraus ist, und wobei besagtes Diethanolamid ein C&sub1;&sub2;-C&sub2;&sub2;-Fettsäurediethanolamid darstellt. Das Biozid und das Diethanolamid liegen in einer kombinierten Menge vor, die effektiv ist, um das Wachstum mindestens eines Mikroorganismus zu kontrollieren. Mischungen von Diethanolamiden können ebenfalls verwendet werden.

Eine allgemeine Synthese von Diethanolamiden mischt Diethanolamin mit einer Fettsäure oder einer Mischung von Fettsäuren in einem molaren Verhältnis von 1 : 1. Die Mischung wird anschließend für mehrere Stunden unter Rückfluss im Vakuum erhitzt und Wasser wird entfernt. Falls eine Mischung von Säuren verwendet wird, wird ein durchschnittliches Molekulargewicht auf Basis des Verhältnisses der individuellen Säuren in der Mischung berechnet. Die Beendigung der Redaktion kann mittels IR- Analyse oder dem Gehalt an freier Fettsäure verfolgt werden.

Fettsäuren stellen Carbonsäuren dar, welche von einem Tier oder einer Pflanze, aus einem Fett oder Öl stammen oder in ihnen enthalten sind. Fettsäuren setzen sich zusammen aus einer Kette von Alkyl-Gruppen enthaltend etwa 4 bis etwa 22 Kohlenstoffatome (üblicherweise geradzahlig) und weisen eine endständige Carbonsäure-Gruppe auf. Fettsäuren können geradkettig oder verzweigt, gesättigt oder ungesättigt und sogar aromatisch sein. Fettsäuren, die bei der Herstellung des Diethanolamides verwendet werden können, schließen Laurylsäure, Decansäure, Undecensäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, Palmitoleinsäure, Ölsäure, Isoölsäure, Linolsäure, Linolensäure und Phenylstearinsäure ein, ohne jedoch auf diese beschränkt zu sein. Die in dieser Erfindung eingesetzten Fettsäuren weisen lange Alkyl-Ketten im Bereich von C&sub1;&sub2;-C&sub2;&sub2; auf, wobei C&sub1;&sub6;-C&sub2;&sub0; bevorzugt ist. Ungesättigte Fettsäuren wie Ölsäure, Isoölsäure, Linolsäure und Linolensäure sind bevorzugt.

Mischungen von Fettsäuren können ebenfalls bei der Herstellung von Mischungen aus Diethanolamid verwendet werden. Beispielsweise stellen Tallölfettsäuren, Palmölfettsäuren und Kokosnussölfettsäuren Mischungen von Fettsäuren dar, welche zur Herstellung einer Mischung von Diethanolamiden verwendet werden können. Tallölfettsäure (TOFA), welche überwiegend eine Mischung aus Ölsäure (ungefähr 45 Gew.%) und Linolensäure (ungefähr 36 Gew.%) und anderen Fettsäuren darstellt, ist erhältlich von Arizona Chemical Company, Panama Cita, Florida. Eine andere Mischung von Fettsäuren wird unter dem Markennamen Century MO-5 von Union Camp Chemical Company aus Jacksonville, Florida verkauft. Die Century MO-5 Fettsäuremischung enthält etwa 46 Gew.% Isoölsäure, 37 Gew.% Ölsäure und 17 Gew.% gesättigte Fettsäuren wie Palmitinsäure und Stearinsäure. Mischungen von Fettsäuren stellen eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dar.

In Abhängigkeit von der Anwendung können biozide Zusammensetzungen gemäß der Erfindung in verschiedenen aus dem Stand der Technik bekannten Formen hergestellt werden. Beispielsweise kann die Zusammensetzung in flüssiger Form als eine wässrige Lösung, Dispersion, Emulsion oder Suspension, eine Suspension oder Dispersion in einem Nicht-Lösungsmittel, oder als eine Lösung durch Lösen des Biozides und des Diethanolamides in einem Lösungsmittel oder einer Kombination von Lösungsmitteln hergestellt werden. Geeignete Lösungsmittel schließen folgende ein, sind aber nicht auf diese beschränkt: Methylether von Glykolen, M-Pyrrol oder Petroleumdestillate. Die biozide Zusammensetzung kann als ein zur Verdünnung vor seiner beabsichtigen Verwendung gedachtes Konzentrat hergestellt werden. Übliche Additive wie Tenside, Emulgatoren, Dispersionsmittel u. ä. können, wie aus dem Stand der Technik bekannt ist, zur Steigerung der Löslichkeit des Biozides oder Diethanolamides in einer flüssigen Zusammensetzung oder System, wie einer wässrigen Zusammensetzung oder System, verwendet werden. In vielen Fällen kann die biozide Zusammensetzung der Erfindung durch einfaches Rühren gelöst werden.

Biozide Zusammensetzungen der Erfindung können ebenfalls in fester Form, beispielsweise als ein Pulver oder eine Tablette, unter Verwendung von aus dem Stand der Technik bekannten Mitteln hergestellt werden. Bei einem bevorzugtem Herstellungsverfahren wird ein flüssiges, das Biozid enthaltende, Produkt auf einem Träger wie Kieselgur oder Kaolin abgeschieden und mit einem Diethanolamid in Form einer Flüssigkeit oder einer Lösung gemischt, um ein Pulver oder eine Tablette zu bilden.

Das Biozid und das Diethanolamid können in einer einzigen Zusammensetzung kombiniert werden. Alternativ können das Biozid und das Diethanolamid derart als separate Komponenten angewandt werden, dass die für die beabsichtigte Verwendung kombinierte Menge wirksam ist, um das Wachstums mindestens eines Mikroorganismus zu kontrollieren.

Wie oben diskutiert potenziert das Diethanolamid den bioziden Effekt des Biozides. Daher liefert eine Kombination aus Diethanolamid mit einem Biozid eine überlegene biozide Aktivität zur Kontrolle des Wachstums von Mikroorganismen im Vergleich zu der bioziden Fähigkeit des Biozides alleine. Obwohl das Diethanolamid eine biozide Aktivität bei Konzentrationen oberhalb bestimmter Schwellenniveaus aufweisen kann, ist das Diethanolamid bei den verwendeten Konzentrationen nicht biozid wirksam.

Gemäß der Erfindung bedeutet die Kontrolle des Wachstums eines Mikroorganismus auf einem Substrat oder in einem wässrigen Systemen die Kontrolle bis zu einem, bei einem oder unterhalb eines gewünschten Niveau(s) und für einen gewünschten Zeitraum für das spezielle Substrat oder System. Diese kann variieren von der vollständigen Verhinderung oder Hemmung von mikrobiologischem Wachstum bis zur Kontrolle bei einem bestimmten gewünschten Niveau und für eine gewünschte Zeit. Die hier beschriebene Kombination aus Biozid und Diethanolamid kann in vielen Fällen die mikrobiologische Gesamtzahl auf nicht nachweisbare Grenzen verringern und die Zahl bei diesem Niveau für einen signifikanten Zeitraum aufrechterhalten. Entsprechend kann die Kombination verwendet werden, um ein Substrat oder System zu konservieren.

Die wirksame Menge oder der wirksame Prozentsatz der Kombination eines Biozides und eines Diethanolamides, welche nötig sind, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen, wird ein wenig variieren in Abhängigkeit von dem zu schützenden Substrat oder wässrigen System, den Bedingungen für das mikrobielle Wachstum, dem speziellen Biozid und dem Grad an gewünschtem Schutz. Für eine spezielle Anwendung kann die Menge der Wahl durch Routine-Testung verschiedener Mengen vor der Behandlung des gesamten betroffenen Substrates oder Systems bestimmt werden. Im Allgemeinen reicht die auf einem Substrat verwendete wirksame Menge von etwa 0,0001% bis etwa 4% (w/w); bevorzugt von etwa 0,0001% bis etwa 0,2%. Bei wässrigen Systemen kann eine wirksame Menge von etwa 0,5 bis etwa 5000 ppm, bevorzugter von etwa 5 bis etwa 1000 ppm bezogen auf das wässrige System und am meisten bevorzugt von etwa 10 bis etwa 25 ppm reichen. Ähnliche Mengen kontrollieren wirksam Schleimbildung. Zur Schleimkontrolle reichen wirksame Mengen bevorzugt von etwa 1 bis etwa 200 ppm, und bevorzugter von etwa 1 bis etwa 25 ppm bezogen auf das wässrige System, und in einigen Fällen von weniger als 0,5 ppm.

In einer bevorzugten Ausführungsform stellen Kombinationen eines Biozides und eines Diethanolamides diejenigen Kombinationen dar, welche ein Gewichtsverhältnis von Biozid zu Diethanolamid von etwa 99 : 1 bis etwa 1 : 99 aufweisen. Bevorzugter reicht das Gewichtsverhältnis von etwa 60 : 10 bis etwa 10 : 60, und am meisten bevorzugt von etwa 50 : 50 bis etwa 25 : 75. Das Gewichtsverhältnis kann in Abhängigkeit von dem Biozid, der beabsichtigten Verwendung, dem betroffenen Mikroorganismus sowie dem speziellen Material, Produkt oder System auf dem (das) die Kombination gemäß der Erfindung angewandt wird variieren.

Die Kombination aus einem Biozid und einem Diethanolamid kann in einer Vielzahl von industriellen Verwendungen und Prozessen zur Mikroorganismus-Kontrolle angewandt werden. Die Kombination kann an Stelle von anderen Bioziden und in der gleichen Weise wie andere Biozide, welche traditionell in der bestimmten Industrie Verwendung finden, eingesetzt werden. Wie oben diskutiert schließen solche Industrien die Leder- Industrie, die Bauholz-Industrie, die Papier herstellende Industrie, die Textil-Industrie, die landwirtschaftliche Industrie und die Beschichtungs-Industrie ein, ohne jedoch auf diese beschränkt zu sein. Die Kombination eines Biozides und eines Diethanolamides kann ebenfalls bei denjenigen wässrigen Systemen verwendet werden, die zuvor diskutiert wurden, und welche anfällig sind gegenüber einem mikrobiologischen Befall oder einer Zersetzung. Die durch einen mikrobiologischen Befall und eine Zersetzung bei diesen verschiedenen Anwendungen hervorgerufenen Probleme wurden oben beschrieben. Die Verwendung der Kombination eines Biozides und eines Diethanolamides gemäß der Erfindung zur Kontrolle des Wachstums von Mikroorganismen in speziellen beispielhaften Anwendungen ist unten beschrieben.

Die Erfindung betrifft ebenfalls ein Verfahren zur Kontrolle des Wachstums von Mikroorganismen auf verschiedenen Substraten. Das Verfahren umfasst den Schritt der Kontaktierung eines gegenüber mikrobiologischem Wachstum oder Befall anfälligen Substrates mit einem Biozid und einen Diethanolamid, wie oben beschrieben, wobei besagtes Biozid Kalium N-Hydroxymethyl-N-methylthiocarbamat, 2-Thiocyanomethyl- thiobenzothiazol, Propiconazol, 2-Brom-4'-hydroxyacetophenon, Natrium 2-Mercaptobenzothiazol oder eine Mischung daraus ist und wobei besagtes Diethanolamid ein C&sub1;&sub2;- C&sub2;&sub2;-Fettsäurediethanolamid ist. Das Biozid und das Diethanolamid liegen vor in einer kombinierten Menge vor, die wirksam ist zur Kontrolle des Wachstums von mindestens einem Mikroorganismus auf dem Substrat. Bevorzugt kann das Verfahren verwendet werden, um im Wesentlichen jegliches mikrobiologische Wachstum auf dem Substrat zu eliminieren oder zu verhindern. Wie oben diskutiert können das Biozid und das Diethanolamid zusammen oder als separate Zusammensetzungen angewandt werden. Bevorzugte Anwendungen dieses allgemeinen Verfahrens sind unten diskutiert.

In der Leder Industrie kann die Kombination eines Biozides und eines Diethanolamides gemäß der Erfindung verwendet werden zur Kontrolle des Wachstums von Mikroorganismen auf einem Fell während eines Gerbverfahrens. Um diese Kontrolle zu erzielen, wird das Fell mit einer kombinierten Menge eines Biozides und eines Diethanolamides, welche wirksam zur Kontrolle des Wachstums von mindestens einem Mikroorganismus auf dem Fell ist, kontaktiert. Die Kombination des Biozides und des Diethanolamides kann bei dem Gerbverfahren in ähnlichen Mengen verwendet werden und in einer ähnlichen Weise, die auch bei der Anwendung anderer in der Gerbindustrie eingesetzten Biozide verwendet wird. Die Art des Fells kann jegliche Art von Fell oder Haut sein, die gegerbt wird, beispielsweise Kuhfell, Schlangenhaut, Alligatorhaut, Schafhaut u. ä.. Die zu verwendende Menge wird in gewissem Maße von dem Grad an erforderlichem mikrobiologischen Widerstand abhängen und kann vom Fachmann schnell bestimmt werden.

Ein typischer Gerbprozess umfasst eine Vielzahl an Stufen, einschließlich aber nicht beschränkt auf eine Beizstufe, eine Chrom-Gerbungs-Stufe, eine pflanzliche Gerbstufe, eine post-Gerbungs-Waschstufe, eine Nachgerbungs-Stufe, eine Färbestufe und eine Fettlicker-Stufe. Die Kombination eines Biozides und eines Diethanolamides kann zusätzlich zu den Stufen, in denen ein bekanntes mikrobiologisches Problem auftritt, während aller Verfahrensstufen in dem Gerbverfahren verwendet werden. In jeder Stufe kann die Kombination aus einem Biozid und einem Diethanolamid eine Komponente der geeigneten Gerbflotte sein, die auf das der Gerbung unterzogene Fell angewandt wird.

Die Einbringung des Biozides und eines Diethanolamides in eine Gerbflotte schützt das Feil vor mikrobiologischem Verderbenwährend des Gerbprozesses. Bevorzugt wird die Kombination einheitlich in eine geeignete Flotte dispergiert, beispielsweise unter Rühren, um in einem Gerbprozess verwendet zu werden. Typische Gerbflotten schließen, zum Beispiel, eine Beizflotte, eine Chrom-Gerbungsflotte, eine pflanzliche Gerbungsflotte, eine post-Gerbungs-Waschflotte, eine Nachgerungsbflotte, eine Farbflotte und ein Fettlicker ein. Dieses Anwendungsverfahren stellt sicher, dass die auf die Felle angewandte Kombination vor mikrobiologischem Befall, Verderben oder anderer mikrobiologischer Zersetzung schützt.

In einer gewissen analogen Weise, kann die Kombination der Erfindung ebenfalls zur Kontrolle des Wachstums von Mikroorganismen auf einem Textilsubstrat in einem Textilherstellungsprozess angewandt werden. Das in Kontakt Bringen des Textilsubstrates mit einer Kombination eines Biozides und eines Diethanolamides gemäß der Erfindung kontrolliert wirksam das Wachstum eines Mikroorganismus auf dem Textilsubstrat. In einem Textilverfahren kann die Kombination in ähnlichen Mengen und in einer ähnlichen Weise wie andere Biozide, die üblicherweise in derartigen Verfahren eingesetzt werden, Verwendung finden. Wie eine Person mit üblichen Fertigkeiten anerkennen wird, hängen bestimmte Mengen im Allgemeinen von dem Textilsubstrat und dem Grad an erforderlichem mikrobiologischen Widerstand ab.

Der Schritt des in Kontakt Bringens des Textilsubstrates mit der Kombination aus einem Biozid und einem Diethanolamid kann erreicht werden unter Verwendung von im Textilbereich bekannten Maßnahmen. Zur Kontrolle des mikrobiologischen Wachstums, wird bei einem Textilverfahren im Allgemeinen das Textilsubstrat in ein Bad getaucht, welches ein Biozid, alleine oder mit anderen Chemikalien, welche zur Behandlung des Textilsubstrates verwendet werden, enthält. Alternativ kann das Textilsubstrat mit einer das Biozid enthaltenden Formulierung besprüht werden. In dem Bad oder dem Spray liegt die Kombination aus Biozid und Diethanolamid gemäß der Erfindung in einer kombinierten Menge vor, welche wirksam ist zur Kontrolle des Wachstums von mindestens einem Mikroorganismus auf dem Textilsubstrat. Bevorzugt stellen das Bad und das Spray Zusammensetzungen auf Wasser-Basis dar.

Um den Wert ihrer Rohmaterialien und Produkte zu erhalten, muss auch die Bauholzindustrie das Wachstum von Mikroorganismen kontrollieren, um eine mikrobiologische Verderben des Bauholzes zu vermeiden. Die Kombination eines Biozides und eines Diethanotamides gemäß der Erfindung ist wirksam zur Kontrolle des Wachstums von Mikroorganismen auf Bauholz.

Die Kombination eines Biozides und eines Diethanolamides kann zum Schutz des Bauholzes in ähnlichen Mengen und in einer ähnlichen Weise eingesetzt werden, die für andere in der Bauholzindustrie verwendete Biozide Anwendung findet. Das in Kontakt Bringen des Bauholzes mit einer wirksamen Menge der Kombination kann erreicht werden beispielsweise durch Besprühen des Bauholzes mit einer wässrigen Formulierung, welche die Kombination eines Biozides und eines Diethanolamides enthält, durch Eintauchen des Bauholzes in ein Tauchbad, welches die Kombination enthält, oder andere aus dem Stand der Technik bekannte Maßnahmen. Das Eintauchen des Bauholzes in ein wässriges Bad ist bevorzugt.

Das Biozid und das Diethanolamid werden bevorzugt einheitlich in einem Bad dispergiert (z. B. durch Rühren), bevor das Bauholz in das Bad getaucht wird. Im Allgemeinen wird das Bauholz in das Bad getaucht, hochgezogen, ihm erlaubt abzutropfen und anschließend luftgetrocknet. Wie aus dem Stand der Technik bekannt ist, wird die Tauchzeit von einer Vielfalt an Faktoren abhängen, wie dem Biozid, dem Grad an gewünschtem mikrobiologischen Widerstand, dem Feuchtigkeitsgehalt des Bauholzes, der Art und Dichte des Holzes etc.. Um das Eindringen der Kombination in das zu behandelnde Bauholz zu fördern kann Druck angewandt werden. Es kann ebenfalls auf die obere Oberfläche des Bauholzes ein Vakuum angelegt werden, um das Bauholz zu entgasen und ein gesteigertes Benetzen des Bauholzes durch ein die biozide Kombination enthaltendes Bad zu fördern.

Die Kombination eines Biozides und eines Diethanolamides gemäß der Erfindung hat auch Verwendungen in der landwirtschaftlichen Industrie. Um das Wachstum von Mikroorganismen auf Saatgut oder einer Pflanze zu kontrollieren, muss das Saatgut oder die Pflanze mit einem Biozid und einem Diethanolamid in einer kombinierten Menge, welche wirksam zur Kontrolle des Wachstums von mindestens einem Mikroorganismus auf dem Saatgut oder der Pflanze ist, in Kontakt gebracht werden. Dieser Schritt des in Kontakt Bringens kann erreicht werden unter Verwendung von Maßnahmen und Mengen wie sie in der landwirtschaftlichen Industrie für andere Biozide bekannt sind. Beispielsweise kann das Saatgut oder die Pflanze mit einer wässrigen Formulierung, welche die Kombination aus Biozid und Diethanolamid enthält, besprüht werden oder in ein Bad getaucht werden, welches die Kombination enthält. Nachdem das Saatgut oder die Pflanze besprüht oder getaucht wurden, werden sie üblicherweise mittels aus dem Stand der Technik bekannter Maßnahmen wie Abtropfen, Heiztrocknung oder Lufttrocknung getrocknet. Für Pflanzen oder Feldfrüchte kann die Kombination ebenfalls mittels eines Bodenbewässerers angewandt werden. Eine Bewässerung des Bodens ist besonders vorteilhaft, wenn die betreffenden Mikroorganismen den die Pflanze umgebenden Boden bevölkern.

Noch ein weiterer Aspekt der Erfindung stellt ein Verfahren zur Kontrolle des Wachstums von Mikroorganismen in einem wässrigen System dar, welches in der Lage ist derartiges Wachstum zu unterstützen. Das wässrige System wird derart mit einem Biozid und einem Diethanolamid gemäß der Erfindung behandelt, dass das Biozid und das Diethanolamid in einer kombinierten Menge vorliegen, welche wirksam ist zur Kontrolle des Wachstums von mindestens einem Mikroorganismus in dem wässrigen System. Dies schließt die Kontrolle, und bevorzugt die Verhinderung, von Schleimbildung in dem wässrigen System ein.

Beispiele verschiedener wässriger Systeme schließen Latexe, Tenside, Dispersionsmittel, Stabilisatoren, Verdickungsmittel, Haftmittel, Stärken, Wachse, Proteine, Emulgatoren, Zelluloseprodukte, wässrige Emulsionen, wässrige Detergentien, Beschichtungszusammensetzungen, Farbzusammensetzungen, Alaun-Zusammensetzungen, und in wässrigen Lösungen, Emulsionen oder Suspensionen zubereitete Harze ein, ohne jedoch auf diese beschränkt zu sein. Die Kombination kann ebenfalls in wässrigen Systemen angewandt werden, welche in industriellen Prozessen Verwendung finden, wie Metallbearbeitungsflüssigkeiten, Kühlwasser (sowohl Zulauf-Kühlwasser als auch Abfluss-Kühlwasser) und Abwässer, einschließlich Abwässer oder Wasser von sanitären Einrichtungen, welche einer Abfallbehandlung im Abwasser unterzogen werden, z. B. Abwasseraufbereitung.

Wie bei den anderen oben diskutierten Anwendungen kann die Kombination eines Biozides und eines Diethanolamides gemäß der Erfindung in denselben Mengen und in derselben Weise verwendet werden, wie traditionell in diesen verschiedenen wässrigen Systemen verwendete Biozide. Die Kombination schützt nicht nur das wässrige System vor der Verwendung oder bei Speicherung, sondern in vielen Fällen schützt sie das wässrige System bei Gebrauch oder in geeigneten Anwendungen, sogar nachdem das wässrige System getrocknet ist. Beispielsweise bei Verwendung in einer Farbformulierung schützt die Kombination nicht nur die Farbe in der Dose, sondern ebenfalls den Farbfilm nach Aufbringung auf ein Substrat.

Eine weitere Ausführungsform der Erfindung stellt ein Verfahren zur Kontrolle des Wachstums von Mikroorganismen auf Papier oder in einem Papierherstellungsverfahren dar, z. B. in einer Zellstoff- oder Papieraufschlämmung und auf einem fertigen Papierprodukt wie Pappe. Das Papier, der Faserstoff oder die Aufschlämmung wird mit einem Biozid und einem Diethanolamid gemäß der Erfindung in einer kombinierten Menge in Kontakt gebracht, welche wirksam ist zur Kontrolle des Wachstums von mindestens einem Mikroorganismus auf dem Papier, dem Faserstoff oder in einer Aufschlämmung. Der Schritt des in Kontakt Bringens wird erreicht unter Verwendung von Maßnahmen und Mengen wie sie aus dem Bereich der Papierherstellung bekannt sind.

Beispielsweise kann gemäß diesem Aspekt der Erfindung eine Papierbahn auf einer Papierherstellungsmaschine (oder ein Nass-Überwalzungs-Faserstoff) mit der Kombination eines Biozides und eines Diethanolamides durch Sprühen einer wässrigen Dispersion, welche das Biozid und das Diethanolamid enthält, auf den Faserstoff nachdem der Faserstoff die Pressen in einem Papierherstellungsverfahren verlässt, kontaktiert werden. Oder das Biozid und das Diethanolamid können in ein Bad eingebracht werden, welches bei der Nass- oder Leimpresse verwendet wird, und die Papierbahn mittels Walzen der Papierbahn in Kontakt gebracht werden, um die Kombination mit jedweden anderen bei der Presse angewandten Mitteln in die Papierbahnen einzubringen. Alternativ kann der Faserstoff durch Mischung des Biozides und des Diethanolamides in die Faserstoff/Weißwasser-Mischung, bevorzugt bevor der Faserstoff das Bildungssieb erreicht, in Kontakt gebracht werden.

Bei Behandlung von Papier (welches Pappe und andere Zelluloseprodukte oder -Substrate einschließt) können das Biozid und das Diethanolamid zu den Faserstoffaufschlämmungen in den Stoffauflauf, in die Substratbildungslösung oder in das Weißwassersystem zugegeben werden, um das Wassersystem selber zu behandeln oder um es in den Papierkörper aufzunehmen. Alternativ kann wie bei anderen bekannten Bioziden die Kombination aus einem Biozid und einem Diethanolamid gemäß der Erfindung in eine Beschichtung, welche zum Beschichten des fertigen Papiers verwendet wird, gemischt werden.

Die Aktivität der oben beschriebenen Kombinationen wurde unter Verwendung von Standardlabortechniken wie unten in diskutiert bestätigt. In vielen Fällen potenziert das Diethanolamid den bioziden Effekt des bestimmten Biozides. Die folgenden Beispiele sind dazu gedacht, die Erfindung zu illustrieren, nicht sie zu beschränken.

BEISPIELE Herstellung von N,N-Diethanoltallölfettsäureamid

1,24 mol Tallölfettsäure (350 g, 282 g/mol) wurden zu 1,24 mol Diethanolamin (130 g, 105,14 g/mol) in einen mit einem Rührer ausgestatteten Dreihals-Rundkolben gegeben. Die Mischung wurde für mehrere Stunden unter Rückfluss im Vakuum erhitzt. Aliquote Teile wurden entfernt, um zur Überwachung der Beendigung der Redaktion die Bildung eines Amidpeaks mittels IR zu detektieren.

Potenzierende Wirkung des Diethanolamides

Die folgenden Materialien und Verfahren wurden verwendet, um die potenzierende Wirkung eines Diethanolamides mit verschiedenen Bioziden zu bestimmen.

Materialien: 1. Mikroorganismen

(1) Pseudomonas aeruginosa ("Ps. aeruginosa") ATCC 15442 (ein Bakterium)

(2) Aspergillus niger ("A. niger") ATCC 9642 (ein Pilz)

2. Biozide

(1) Kalium N-Hydroxymethyl-N-methylthiocarbamat, als aktiver Bestandteil zu 30% im BUSAN® 52 Produkt;

(2) 2-Thiocyanomethylthiobenzothiazol als BUSAN® 1030;

(3) 24% aktives Propiconazol als BUSAN® 1292; und

(4) 2-Brom-4'-Hydroxyacetophenon als BUSAN® 90

3. Diethanolamide

(1) N,N-Diethanoltallölfettsäureamid; und

(2) Diethanolamid von Century MO-5.

4. Wachstumsmedien

(1) Antibakterieller Test:

NaCl, 8,0 g; Glukose, 1,0 g; Trypton, 1,0 g; DI Wasser, 1,0 l.

(2) Fungizider Test:

KH&sub2;PO&sub4;, 0,7 g; MgSO&sub4;·7 H&sub2;O, 0,7 g; MnSO&sub4;·7 H&sub2;O, 1,0 mg; NaCl, 5,0 mg; FeSO&sub4;·7 H&sub2;O, 2,0 mg; ZnSO&sub4;·7 H&sub2;O, 2,0 mg; NH&sub4;NO&sub3;, 1,0 g; Glukose, 10,0 g; DI Wasser, 1,0 l.

Verfahren:

5 ml des Wachstumsmediums wurden in Teströhren suspendiert und das Kulturmedium wurde bei 121ºC für 20 Minuten autoklaviert. Biozide wässrige Lagerlösungen wurden zu jeder Röhre zugegeben, um die gewünschten Biozid-Diethanolamid-Konzentrationen in ppm zu erhalten. Zu den Kontrollröhren wurde kein Biozid zugegeben. Alle Röhren wurden durch Zugabe von 0,1 ml Impfkultur geimpft, um eine bakterielle Konzentration von etwa 10&sup6; Zellen/ml (10&sup6; Sporen/ml für den Pilztest) zu erhalten. Nach jeder Zugabe wurden die Rühren kräftig geschüttelt, um die Bestandteile vollständig zu durchmischen. Alle geimpften Röhren wurden bei 37ºC für den antibakteriellen Test und bei 28ºC für den fungiziden Test platziert. Das Bakterienwachstum wurde nach 5-7 Tagen und das Pilzwachstum wurde nach 10-14 Tagen überprüft.

Das MIC von jedem Biozid und Diethanolamid, alleine wirkend und in Kombination, wurde auf einer Wachstum-nicht-Wachstum-Basis bestimmt. Tabellen 1-16 zeigen sowohl die geringsten Konzentrationen von jedem Biozid und Diethanolamid separat, für die kein Wachstum vorlag, als auch die geringsten Konzentrationen an Biozid in Kombination mit Diethanolamid, für die kein Wachstum vorlag. Ein Plus (+)-Zeichen repräsentiert die Anwesenheit von Pilz- oder bakteriellem Material und ein Minus (-)- Zeichen repräsentiert die Abwesenheit von Pilz- oder bakteriellem Material. Die einzigen Tabellen, welche eine neutrale Wirkung demonstrieren, sind Tabellen 2 und 4, in denen sowohl Diethanolamid von Century MO-5 als auch N, N-Diethanoltallölfettsäureamid eine neutrale Wirkung gegenüber Ps. aeruginosa aufwiesen. Dies beruht auf der Tatsache, dass Propiconazol keine antibakteriellen Aktivität innerhalb des getesteten Konzentrationsbereiches, das heißt, bis zu 2000 ppm, aufweist.

Tabelle 1 Kombination von BUSAN® 1292 mit Diethanolamid von Century MO-5 gegenüber A. niger
Tabelle 2 Kombination von BUSAN® 1292 mit Diethanolamid von Century MO-5 gegenüber Ps. aeruginosa
Tabelle 3 Kombination von BUSAN® 1292 mit N,N-Diethanoltallölfettsäureamid gegenüber A. niger
Tabelle 4 Kombination von BUSAN® 1292 mit N,N-Diethanoltallölfettsäureamid gegenüber Ps. aeruginosa
Tabelle 5 Kombination von BUSAN® 1030 mit Diethanolamid von Century MO-5 gegenüber A. niger
Tabelle 6 Kombination von BUSAN® 1030 mit Diethanolamid von Century MO-5 gegenüber Ps. aeruginosa
Tabelle 7 Kombination von BUSAN® 1030 mit N,N-Diethanoltallölfettsäureamid gegenüber A. niger
Tabelle 8 Kombination von BUSAN® 1030 mit N,N-Diethanoltallölfettsäureamid gegenüber Ps. aeruginosa
Tabelle 9 Kombination von BUSAN® 52 mit Diethanolamid von Century MO-5 gegenüber A. niger
Tabelle 10 Kombination von BUSAN® 52 mit Diethanolamid von Century MO-5 gegenüber Ps. aeruginosa
Tabelle 11 Kombination von BUSAN® 52 mit N,N-Diethanoltallölfettsäureamid gegenüber A. niger
Tabelle 12 Kombination von BUSAN® 52 mit N,N-Diethanoltallölfettsäureamid gegenüber Ps. aeruginosa
Tabelle 13 Kombination von BUSAN® 90 mit Diethanolamid von Century MO-5 gegenüber A. niger
Tabelle 14 Kombination von BUSAN® 90 mit Diethanolamid von Century MO-5 gegenüber Ps. aeruginosa
Tabelle 15 Kombination von BUSAN® 90 mit N,N-Diethanoltallölfettsäureamid gegenüber A. niger
Tabelle 16 Kombination von BUSAN® 90 mit N,N-Diethanoltallölfettsäureamid gegenüber Ps. aeruginosa


Anspruch[de]

1. Verfahren zur Steigerung der Effektivität eines Biozides, umfassend den Schritt der Anwendung mindestens eines Biozides und mindestens eines Diethanolamides auf ein Substrat oder wässriges System, welches anfällig für das Wachstum von Mikroorganismen ist, wobei es sich bei besagtem Biozid um Kalium-N-hydroxymethyl-N- methylthiocarbamat, 2-Thiocyanomethylthiobenzothiazol, Propiconazol, 2-Brom-4'- hydroxyacetophenon, Natrium-2-mercaptobenzothiazol oder eine Mischung daraus handelt, und wobei besagtes Diethanolamid ein C&sub1;&sub2;-C&sub2;&sub2; Fettsäurediethanolamid ist und in einer Menge angewandt wird, die effektiv ist, um die biozide Aktivität des Biozides zu steigern.

2. Biozide Zusammensetzung umfassend:

(a) mindestens ein Biozid, ausgewählt aus Kalium-N-hydroxymethyl-N- methylthiocarbamat, 2-Thiocyanomethylthiobenzothiazol, Propiconazol, 2-Brom-4'- hydroxyacetophenon, Natrium-2-mercaptobenzothiazol oder einer Mischung daraus, und

(b) mindestens ein C&sub1;&sub2;-C&sub2;&sub2; Fettsäurediethanolamid,

wobei (a) und (b) in einer kombinierten Menge vorliegen, die effektiv ist, um das Wachstum mindestens eines Mikroorganismus zu kontrollieren.

3. Biozide Zusammensetzung gemäß Anspruch 2, wobei besagte Zusammensetzung in einer flüssigen Form, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus einer wässrigen Lösung, Dispersion, Emulsion oder Suspension, vorliegt.

4. Verfahren oder biozide Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Gewichtsverhältnis von Biozid zu Diethanolamid von 99 : 1 bis 1 : 99 reicht.

5. Verfahren oder biozide Zusammensetzung gemäß Anspruch 4, wobei besagtes Gewichtsverhältnis von 60 : 10 bis 10 : 60 reicht.

6. Verfahren oder biozide Zusammensetzung gemäß Anspruch 5, wobei besagtes Gewichtsverhältnis von 50 : 50 bis 25 : 75 reicht.

7. Verfahren zur Kontrolle des Wachstums von Mikroorganismen auf einem Substrat, umfassend den Schritt der Kontaktierung eines Substrates, welches anfällig für das Wachstum von Mikroorganismen ist, mit

(a) mindestens einem Biozid ausgewählt aus Kalium-N-hydroxymethyl-N- methylthiocarbamat, 2-Thiocyanomethylthiobenzothiazol, Propiconazol, 2-Brom-4'- hydroxyacetophenon, Natrium-2-mercaptobenzothiazol oder einer Mischung daraus, und

(b) mindestens einem C&sub1;&sub2;-C&sub2;&sub2; Fettsäurediethanolamid,

und wobei (a) und (b) in einer kombinierten Menge vorliegen, die effektiv zur Kontrolle des Wachstums mindestens eines Mikroorganismus auf besagtem Substrat ist.

8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei besagtes Substrat Haut, ein Textilsubstrat, Bauholz, Saatgut oder eine Pflanze ist.

9. Verfahren gemäß Anspruch 7 oder Anspruch 8, wobei besagte kombinierte Menge von 0,0001% bis 4% (w/w) reicht.

10. Verfahren gemäß Anspruch 9, wobei besagte kombinierte Menge von 0,0001% bis 0,2% (w/w) reicht.

11. Verfahren zur Kontrolle des Wachstums von Mikroorganismen in einem wässrigen System, welches in der Lage ist, das Wachstum eines Mikroorganismus zu unterstützen, umfassend den Schritt der Behandlung besagten wässrigen Systems mit

(a) mindestens einem Biozid ausgewählt aus Kalium-N-hydroxymethyl-N- methylthiocarbamat, 2-Thiocyanomethylthiobenzothiazol, Propiconazol, 2-Brom-4'- hydroxyacetophenon, Natrium-2-mercaptobenzothiazol oder einer Mischung daraus, und

(b) mindestens einem C&sub1;&sub2;-C&sub2;&sub2; Fettsäurediethanolamid

und wobei (a) und (b) in einer kombinierten Menge vorliegen, die effektiv ist zur Kontrolle des Wachstums mindestens eines Mikroorganismus.

12. Verfahren gemäß Anspruch 11, wobei besagtes wässriges System ein Latex, eine Metallbearbeitungsflüssigkeit, eine wässrige Emulsion, ein wässriges Tensid, Kühlwasser oder eine wässrige Harzzubereitung ist.

13. Verfahren gemäß Anspruch 11 oder Anspruch 12, wobei besagte kombinierte Menge von 0,5 bis 5000 ppm bezogen auf das wässrige System reicht.

14. Verfahren gemäß Anspruch 13, wobei besagte kombinierte Menge von 5 bis 1000 ppm bezogen auf das wässrige System reicht.

15. Verfahren gemäß Anspruch 14, wobei besagte kombinierte Menge von 10 bis 25 ppm bezogen auf das wässrige System reicht.

16. Verfahren zur Kontrolle des Wachstums von Mikroorganismen auf Papierfaserstoff oder Papier in einem Papierherstellungsprozess, umfassend den Schritt der Kontaktierung des Papierfaserstoffes oder Papiers mit

(a) mindestens einem Biozid ausgewählt aus Kalium-N-hydroxymethyl-N- methylthiocarbamat, 2-Thiocyanomethylthiobenzothiazol, Propiconazol, 2-Brom-4'- hydroxyacetophenon, Natrium-2-mercaptobenzothiazol oder einer Mischung daraus, und

(b) mindestens einem C&sub1;&sub2;-C&sub2;&sub2; Fettsäurediethanolamid,

und wobei (a) und (b) in einer kombinierten Menge vorliegen, die effektiv zur Kontrolle des Wachstums mindestens eines Mikroorganismus ist.

17. Verfahren nach Anspruch 16, wobei besagter Faserstoff durch Mischung besagten Biozides und besagten Diethanolamides in einer Papierfaserstoffaufschlämmung vor Erreichen eines Struktursiebes in einem Papierherstellungsprozess in Kontakt gebracht wird.

18. Verfahren oder biozide Zusammensetzung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei besagte Fettsäure Stearinsäure, Palmitinsäure, Ölsäure, iso-Ölsäure, Linolsäure oder eine Mischung daraus umfasst.

19. Verfahren oder biozide Zusammensetzung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei besagtes C&sub1;&sub2;-C&sub2;&sub2; Fettsäurediethanolamid ein N,N- Diethanoltallölfettsäureamid; Diethanolamide einer Mischung aus Fettsäuren umfassend iso-Ölsäure, Ölsäure, Palmitinsäure und Stearinsäure; oder eine Mischung daraus ist.

20. Verfahren oder eine biozide Zusammensetzung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei besagter Mikroorganismus ausgewählt ist aus Algen, Pilzen und Bakterien.







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