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Dokumentenidentifikation DE10200643C2 24.12.2003
Titel Rechnernetzwerk
Anmelder ARADEX AG, 73547 Lorch, DE
Erfinder Vetter, Thomas, 73547 Lorch, DE
Vertreter Ruckh, R., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 73277 Owen
DE-Anmeldedatum 10.01.2002
DE-Aktenzeichen 10200643
Offenlegungstag 31.07.2003
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 24.12.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.12.2003
IPC-Hauptklasse G06F 15/163

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Rechnernetzwerk gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

An derartige Rechnernetzwerke sind Arbeitsstationen anschließbar, welche insbesondere als Maschinen oder Anlagen ausgebildet sind. Beispiele hierfür sind Förderanlagen, Werkzeugmaschinen und auch Informationssysteme wie Datenbanken, PPS-Systeme und dergleichen.

Zur Gewährleistung eines fehlerfreien Betriebs müssen derartige Anlagen und Maschinen gewartet und in geeigneter Weise durch Vergabe von Betriebsparametern eingestellt werden.

Da die vom Hersteller gelieferten Maschinen und Anlagen nicht von dessen Bedienpersonal laufend vor Ort ihres Einsatzes überprüft werden können, sind im Online-Betrieb arbeitende Ferndiagnose- und Fernwartungssysteme entwickelt worden. Bei derartigen Systemen ist die jeweilige Arbeitsstation über Modems und eine Telefonverbindung an eine Bedienstation angeschlossen, die beispielsweise von einem Personalcomputer gebildet ist.

Nachteilig bei derartigen Systemen sind zum einen die hohen Kosten für die Datenübertragung, welche im Wesentlichen durch die anfallenden Telefonkosten verursacht werden. Dieser Nachteil tritt insbesondere dann zutage, wenn über die Telefonverbindung eine Datenübertragung zwischen in unterschiedlichen Ländern installierten Stationen durchgeführt werden soll.

Weiterhin ist nachteilig, dass derartige Telefonverbindungen unzuverlässig sind und insbesondere anfällig gegen Störungen sind.

Eine weitere Schwierigkeit besteht darin, dass die zu wartenden Maschinen und Anlagen in einem industriellen Umfeld wie zum Beispiel Maschinenhallen oder gar im Freien installiert sind, wo keine geeigneten Telefonanschlüsse vorhanden sind.

Ein gattungsgemäßes Rechnernetzwerk ist aus der DE 198 48 618 A1 bekannt. Dieses dient zur Fernwartung und/oder Ferndiagnose eines Automatisierungssystems. Der Zugriff auf das Automatisierungssystem erfolgt über einen mit dem Internet verbundenen Rechner mittels eines Datenübertragungssystems. Das Datenübertragungssystem weist eine Sende-/Empfangseinheit auf, mittels derer eine E-Mail an das Automatisierungssystem gesendet wird, wobei in die E-Mail mittels eines Befehlsdecoders ein auszuführender Befehl verpackt wird. Am Ort des Automatisierungssystems befindet sich eine zweite Sende-/Empfangseinheit mittels derer die E-Mail empfangen wird. Die Sende-/Empfangseinheit weist einen Befehlsdecoder zur automatischen Erkennung des Befehls und zur Übergabe an die Anwendung, für die er bestimmt ist, auf.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein Rechnernetzwerk der eingangs genannten Art so auszubilden, dass eine sichere, zuverlässige und kostengünstige Überprüfung oder Beeinflussung des Betriebszustandes einer angeschlossenen Arbeitsstation ermöglicht wird.

Zur Lösung dieser Aufgabe sind die Merkmale des Anspruchs 1 vorgesehen. Vorteilhafte Ausführungsformen und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.

Das erfindungsgemäße Rechnernetzwerk weist wenigstens eine an dieses angeschlossene Arbeitsstation und wenigstens eine an dieses angeschlossene Bedienstation auf. Zwischen der Arbeitsstation und der Bedienstation sind mittels asynchroner Datenübertragung Dateien zur Überprüfung und/oder Beeinflussung des Betriebszustandes der Arbeitsstation übertragbar. Die Dateien sind mit Identifikationsnummern eineindeutig gekennzeichnet, welche in der eine eine Anfrage bildende Datei sendenden Bedien- oder Arbeitsstation generiert werden und welche in der die Datei empfangenden Bedien- oder Arbeitsstation zur Generierung einer Rückantwort erfassbar sind.

Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, zur Überprüfung und/oder Beeinflussung des Betriebszustandes einer Arbeitsstation Dateien asynchron, das heißt im Off-Line-Betrieb über das Rechnernetzwerk zu senden, an welches die Arbeitsstation angeschlossen ist.

Mittels dieser asynchronen Datenübertragung, die insbesondere durch Versenden von Emails zwischen der Arbeitsstation und einer Bedienstation erfolgt, wird ein kostengünstiger und zugleich zuverlässiger Datentransfer gewährleistet.

Das Rechnernetzwerk, welches insbesondere vom Internet oder auch beispielsweise von einem firmeninternen Intranet gebildet sein kann, bietet eine universelle Anschlussmöglichkeit für die anzuschließenden Arbeits- und Bedienstationen. Insbesondere sind derartige Anschlüsse in industriellen Umgebungen verfügbar, so dass dort installierte Maschinen und Anlagen an das Rechnernetzwerk anschließbar sind.

Dies gilt sowohl für stationäre Anlagen wie zum Beispiel Förderanlagen und Werkzeugmaschinen als auch für mobile Anlagen wie Schiffe und Flugzeuge. Während für stationäre Anlagen besonders eine leitungsgebundene Datenübertragung zum Einsatz kommt, erfolgt in Fällen mobiler Anlagen oder entfernt gelegener Anlagen wie zum Beispiel Bohrinseln die Datenübertragung über das Rechnernetzwerk drahtlos.

Die Bedienstation, mittels derer eine Ferndiagnose einer Arbeitsstation durch Überprüfung deren Betriebsparameter oder eine Einstellung einer Arbeitsstation durch Vorgabe deren Betriebsparameter durchgeführt wird, ist flexibel und an verschiedenen Orten an das Rechnernetzwerk anschließbar.

Die Datenübertragung kann sowohl von der Bedienstation als auch von der Arbeitsstation ausgelöst werden, in dem eine Datei als Anfrage an die jeweils andere angeschlossene Einheit abgesandt wird. Diese sendet als Rückantwort eine zweite Datei an die die Datenübertragung auslösende Einheit.

Erfindungsgemäß ist dabei die die Anfrage bildende Datei mit einer Identifikationsnummer gekennzeichnet, welche in der empfangenden Einheit erfasst wird. Durch die Identifikationsnummer ist diese Anfrage eineindeutig gekennzeichnet und kann daher in der empfangenden Einheit auch dann zugeordnet werden, wenn in beliebigen zeitlichen Reihenfolgen dort eine Vielzahl von Dateien eingeht. Damit ist gewährleistet, dass trotz einer nicht vorhersehbaren Übertragungszeit der die Anfrage bildenden Datei und einer nicht vorhersehbaren Reihenfolge von in der empfangenden Einheit auf die jeweilige Anfrage in eindeutiger und reproduzierbarer Weise eine Rückantwort generiert wird.

Die die Rückantwort bildende Datei enthält vorteilhaft die Identifikationsnummer der die Anfrage bildenden Datei, so dass die Rückantwort nach Empfang in der jeweiligen Einheit wieder eindeutig zugeordnet werden kann.

Auf diese Weise ist gewährleistet, dass bei der im Off-Line-Betrieb durchgeführten asynchronen Datenübertragung jeweils eine eineindeutige Zuordnung zwischen Anfragen und Rückantworten besteht. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn die Datenübertragung über das Rechnernetzwerk zeitweise unterbrochen ist. Die erfindungsgemäße Datenübertragung ist daher äußerst unempfindlich gegen externe Störungen und weist somit eine hohe Verfügbarkeit auf.

Besonders vorteilhaft enthält die Identifikationsnummer auch eine Versionsnummer N, mittels derer eine eindeutige Unterscheidung von mehreren Wiederholungen derselben Anfrage ermöglicht wird.

Anhand dieser Versionsnummer N wird in der empfangenden Einheit vorzugsweise jeweils nur auf die letzte, aktuelle Version einer Anfrage eine Rückantwort generiert, während frühere Unterlagen verworfen werden.

Damit wird trotz der asynchronen Datenübertragung eine eindeutige zeitliche Reihenfolge in der Auswertung und Abarbeitung der ausgesendeten Dateien gewährleistet.

In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung werden die Dateien vor Aussenden über das Rechnernetzwerk chiffriert und bei Empfang der Dateien wieder dechiffriert. Dadurch wird eine sichere Datenübertragung über das Rechnernetzwerk gewährleistet.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann die erfindungsgemäße asynchrone Datenübertragung parallel zu einer bekannten On-Line- Datenübertragung erfolgen. Durch die dadurch erzielte Redundanz der Datenübertragung wird eine hohe Fehlersicherheit erzielt.

Die Erfindung wird im Nachstehenden anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 Schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Rechnernetzwerks.

Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Rechnernetzwerks 1. Das Rechnernetzwerk 1 besteht im vorliegenden Fall aus einer Arbeitsstation und zwei Bedienstationen, welche an das Internet 2 angeschlossen sind. Prinzipiell kann anstelle des Internet 2 auch ein Intranet vorgesehen sein, welches beispielsweise von einem firmeninternen Netzwerk gebildet ist. Auch Kombinationen und derartiger Netzwerke sind möglich.

Das Rechnernetzwerk 1 gemäß Fig. 1 kann auch bezüglich der Anzahl der angeschlossenen Arbeits- und Bedienstationen variabel ausgebildet sein.

Die Arbeitsstation ist im vorliegenden Fall von der Steuereinheit 3 einer Werkzeugmaschine gebildet, die über ein Modem 4 an das Internet 2 angeschlossen ist. Generell kann die Arbeitsstation von mobilen oder stationären Maschinen und Anlagen wie zum Beispiel Fördereinrichtungen, Schiffen, Flugzeugen, Bohrinseln, Pressen oder auch Rechnersystemen wie Datenbanken, PPS- Systemen, Informationssystemen und Leitsystemen gebildet sein.

Die erste Bedienstation ist von einer stationären Rechnereinheit bestehend aus einer Workstation 5 und einem Mailserver 6 gebildet und ist über ein Modem 4' an das Internet 2 angeschlossen.

Die zweite Bedienstation ist von einer mobilen Rechenreinheit gebildet und besteht im vorliegenden Fall aus einem mobilen Personalcomputer 7 (Laptop). Dieser ist über ein Handy 8 an das Internet 2 anschließbar, wodurch eine Funkverbindung zum Internet 2 hergestellt werden kann.

Generell kann die Datenübertragung über das Rechnernetzwerk 1 leitungsgebunden und/oder drahtlos erfolgen.

Zur Überprüfung und/oder Beeinflussung von Betriebsparametern der Arbeitsstation erfolgt zwischen dieser und wenigstens einer der Bedienstationen eine asynchrone Datenübertragung im Off-Line-Betrieb. Hierzu werden von den einzelnen an der Datenübertragung teilnehmenden Einheiten, nämlich der Arbeitsstation und den Bedienstationen Dateien als Emails über das Internet 2 übertragen.

Zur Versendung der Dateien ist in den jeweiligen Einheiten jeweils ein von einem Steuerprogramm gebildeter Mailer vorgesehen. Mittels des Mailers werden die Emails selbsttätig im Batch-Betrieb versandt. Auch der Empfang der Emails erfolgt über den Mailer.

Jedem Mailer sind weitere Steuerprogramme zugeordnet, mittels derer die zu übertragenen Dateien komprimiert und dekomprimiert sowie chiffriert und dechiffriert werden können.

Damit wird eine Datei in einem ersten Monitor vor deren Versendung zunächst komprimiert und dann chiffriert. In dem Mailer der empfangenden Einheit wird die Datei dann zunächst dechiffriert und dann dekomprimiert.

Für das Komprimieren und Dekomprimieren können bekannte Steuerprogramme eingesetzt werden. Die Steuerprogramme zur Chiffrierung einer Datei arbeiten vorzugsweise nach asymmetrischen Chiffrierverfahren, bei welchen die Dateien mit einem individuellen Schlüssel kodiert werden, ohne dass ein universeller "Gegenschlüssel" zur Dechiffrierung der Schlüssel vorhanden ist. Der individuelle Schlüssel weist eine vorgegebene Bitbreite auf. Im vorliegenden Fall beträgt die Bitbreite 4096 Bit. Damit wird eine in hohem Maße abhörsichere und manipulationssichere Datenübertragung erhalten.

Zur Erhöhung der Manipulationssicherheit können über die Vergabe von Kennungen wie Passwörtern nur bestimmten Bedien- und Arbeitsstationen Zugang zum Rechnernetzwerk 1 gewährt werden.

Die Datenübertragung in dem erfindungsgemäßen Rechnernetzwerk 1 erfolgt derart, dass eine Einheit, nämlich die Arbeitsstation oder eine Bedienstation, eine Datei als Anfrage an eine andere angeschlossene Einheit sendet. Auf diese Anfrage wird als Rückantwort eine Datei an die Einheit zurückgesandt, von welcher die Anfrage ausging.

Diese Datenübertragung erfolgt vorzugsweise nach dem Master-Slave-Prinzip, wobei jeweils der Master von der Einheit gebildet ist, in welcher die Anfrage generiert wurde.

Wird beispielsweise von der Arbeitsstation eine Anfrage an den die zweite Bedienstation bildenden mobilen Personalcomputer 7 gesendet, so kann diese Anfrage von diesem an die die erste Bedienstation bildende Workstation 5 weiter geleitet werden, in welcher dann die Rückantwort generiert wird, die an die Arbeitsstation zurückgesendet werden.

Im Folgenden wird das Verfahren der erfindungsgemäßen Datenübertragung anhand des einfachsten Falls erläutert, bei welchen die eine Anfrage erhaltende Einheit unmittelbar die Rückantwort generiert, welche an die die Anfrage aussendende Einheit zurückgesendet wird.

Die eine Anfrage bildende Datei ist durch eine Identifikationsnummer eineindeutig gekennzeichnet. Die Identifikationsnummer enthält zweckmäßig das Datum und die Uhrzeit, zu welcher die die Anfrage bildende Datei generiert wurde. Zudem enthält die Identifikationsnummer eine spezifische Kennung zur Identifizierung der Datei. Bei der Datenübertragung kann es vorkommen, dass eine Datei bestimmten Inhalts mehrfach ausgesendet wird, das heißt eine Anfrage, die zum Beispiel in der Arbeitsstation generiert wird, wird wiederholt an eine Bedienstation gesendet. Zur Unterscheidung der einzelnen Wiederholungen ein und derselben Anfrage enthält die Identifikationsnummer eine Versionsnummer N, welche die Anzahl N der aktuell durchgeführten Wiederholung einer bestimmten Anfrage, die durch die aktuelle Kennung gekennzeichnet ist, angibt.

Die von einer ersten Einheit ausgesendete Anfrage wird in der zweiten, empfangenden Einheit anhand der Identifikationsnummer eindeutig identifiziert. Als Rückantwort wird von der zweiten Einheit an die erste Einheit eine Datei zurückgesendet, welche die Identifikationsnummer der die Anfrage bildenden Datei enthält. Dadurch ist unabhängig von der Anzahl und zeitlichen Reihenfolge von die der ersten und zweiten Einheit eingehend weiteren Dateien gewährleistet, dass die jeweilige Anfrage oder Rückantwort in eindeutiger Weise identifizierbar ist. Insbesondere ist eine eineindeutige Zuordnung von einer Anfrage und der zugehörigen Rückantwort gewährleistet.

Werden in einer Einheit in einem bestimmten Zeitintervall mehrere Wiederholungen der selben Anfrage registriert, so werden diese anhand der Versionsnummer N klassifiziert. Zweckmäßigerweise wird in diesem Fall nur auf die neueste Version einer Anfrage, das heißt die Anfrage mit der höchsten Versionsnummer N, eine Rückantwort generiert, wogegen die restlichen Anfragen verworfen werden. Durch die eindeutige Kennzeichnung der Wiederholungen einer Anfrage mit der Versionsnummer N ist gewährleistet, dass in der empfangenden Einheit eine Rückantwort auf die aktuellste Version der Anfrage auch dann generiert wird, wenn veraltete Anfragen aufgrund von Störungen der Datenübertragung gegebenenfalls später als die aktuellste Anfrage eintreffen.

Die Datenübertragung zwischen den Einheiten kann vorzugsweise so ausgebildet sein, dass bei fehlerfreiem Betrieb in dem Mailer einer Einheit innerhalb vorgegebener Zeitintervalle jeweils eine Anfrage von einer anderen Einheit eingeht. Ebenso erfolgen die Rückantworten innerhalb vorgegebener Zeitintervalle.

Bleibt auf eine Anfrage innerhalb des vorgegebenen Zeitintervalls eine entsprechende Rückantwort aus, so wird zweckmäßigerweise die Anfrage von der jeweiligen Einheit wiederholt.

Bleibt nach einer vorgegebenen Anzahl von Wiederholungen der Anfrage eine Rückantwort aus, so wird in der Einheit, in welcher die Anfragen abgesandt wurden in einer nicht dargestellten Fehlererfassungseinheit, die im Wesentlichen von einem Steuerprogramm gebildet ist, ein Notprogramm ausgelöst. Durch die Ausführung des Notprogrammes können insbesondere Fehler- oder Warnmeldungen generiert werden. Mittels dieser Fehler- und Warnmeldungen kann beispielsweise signalisiert werden, dass ein sicherer Betriebszustand der Arbeitsstation nicht mehr gewährleistet ist. Alternativ können mittels des Notprogramms Standardparameter in die Arbeitsstation geladen werden, durch welche ein definierter Betriebszustand der Arbeitsstation gewährleistet ist.

Gemäß einer ersten Ausführungsform werden in den einzelnen Einheiten, nämlich der Arbeitsstation und der Bedienstation, insbesondere der ersten Bedienstation, die Anfragen oder Rückantworten bildenden Dateien mittels Steuerprogrammen selbsttätig generiert.

Die Steuerprogramme erzeugen die einzelnen Dateien dabei durch Abarbeiten verschiedener Batch-Files. Alternativ können die Dateien durch Benutzereingaben generiert werden.

Die Generierung der Dateien wird im Folgenden anhand zweier Anwendungsbeispiele erläutert.

Das erste Ausführungsbeispiel betrifft die Fernwartung oder Ferndiagnose der Arbeitsstation. Innerhalb vorgegebener Wartungsintervalle wird über das der Arbeitsstation zugeordnete Steuerprogramm ein Batch-File abgearbeitet, wodurch eine eine Anfrage bildende Datei generiert wird, welche die aktuellen Betriebsparameter der Arbeitsstation enthält. Alternativ oder zusätzlich wird eine derartige Anfrage durch das Betriebspersonal generiert, wobei dies insbesondere bei Auftreten eines Fehlers in der Arbeitsstation der Fall ist. Die Anfrage wird in einer der Bedienstationen empfangen. Insbesondere für den Fall, dass die Anfrage an die zweite Bedienstation gerichtet ist, wird die Anfrage von einer Fachkraft analysiert und bearbeitet. Im einfachsten Fall wird die Anfrage in der jeweiligen Einheit mit einer Rückantwort quittiert, womit die Datenübertragung zur Abarbeitung der Anfrage beendet ist. Besonders vorteilhaft generiert die Fachkraft durch Benutzereingaben eine entsprechende Rückmeldung, mittels derer der Fehler in der Arbeitsstation lokalisiert ist und damit vor Ort an der Arbeitsstation behoben werden kann.

Insbesondere für den Fall, dass die Anfrage an die erste Bedienstation gerichtet wird, kann diese durch Arbeiten von Batch-Files mittels des Steuerprogramms auch automatisch bearbeitet werden. In der Bedienstation ist dann vorzugsweise ein Expertensystem oder dergleichen installiert, mittels dessen eine automatische Bearbeitung von Fehlerzuständen möglich ist. Die die Anfrage bildende Datei enthält dabei vorzugsweise mit Fehlernummern gekennzeichnete Fehlermeldungen. Im Expertensystem sind dann zu den einzelnen Fehlermeldungen Aktionen hinterlegt, mittels derer der Fehler behoben werden kann. Diese Aktionen werden als Steuerbefehle in der Rückantwort an die Arbeitsstation zurückgesendet.

Ein zweites Ausführungsbeispiel besteht in der Vorgabe von Verfahrensanweisungen, welche von einer Bedienstation an die Arbeitsstation übertragen werden. Diese Verfahrensanweisungen können als Anfragen in die Arbeitsstation eingelesen werden und über Rückmeldungen quittiert werden. Alternativ können die Verfahrensanweisungen auf Anfragen der Arbeitsstation in Form von Rückmeldungen in die Arbeitsstation eingelesen werden.

Mittels der Verfahrensanweisungen kann der Betrieb einer Arbeitsstation in vorgegebener Weise eingestellt werden. Auch kann damit ein automatischer Update- oder Upgrade-Service realisiert werden, in dem Arbeitsprogramme zum Betrieb der Arbeitsstation in diese eingelesen und dort implementiert werden. Auch das Versenden dieser Verfahrensanweisungen kann interaktiv über Benutzereingaben oder automatisiert im Batch-Betrieb erfolgen. Bezugszeichenliste 1 Rechnernetzwerk

2 Internet

3 Steuereinheit

4 Modem

4' Modem

5 Workstation

6 Mailserver

7 Personalcomputer

8 Handy

N Versionsnummer


Anspruch[de]
  1. 1. Rechnernetzwerk mit wenigstens einer an dieses angeschlossenen Arbeitsstation und wenigstens einer an dieses angeschlossenen Bedienstation, wobei zwischen der Arbeitsstation und der Bedienstation mittels asynchroner Datenübertragung Dateien zur Überprüfung und/oder Beeinflussung des Betriebszustandes der Arbeitsstation übertragbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass auszusendende, Anfragen bildende Dateien mit Identifikationsnummern eineindeutig gekennzeichnet sind, welche in der die Anfrage sendenden Bedien- oder Arbeitsstation generiert werden, und welche in der die Datei empfangenden Bedien- oder Arbeitsstation zur Generierung einer Rückantwort erfassbar sind.
  2. 2. Rechnernetzwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dateien mittels eines ein Steuerprogramm bildenden Mailers im Batch- Betrieb versendet werden.
  3. 3. Rechnernetzwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dateien mittels eines Mailers empfangen werden.
  4. 4. Rechnernetzwerk nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei Ausbleiben einer Rückantwort auf eine Anfrage innerhalb eines vorgegebenen Zeitfensters der Mailer die die Anfrage bildende Datei von neuem versendet.
  5. 5. Rechnernetzwerk nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die Identifikationsnummer eine Kennung sowie das Datum und die Uhrzeit des Zeitpunkts der Generierung der Datei enthält.
  6. 6. Rechnernetzwerk nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Identifikationsnummer eine Versionsnummer (N) zur Unterscheidung verschiedener Versionen einer Anfrage enthält, wobei N die Anzahl der durchgeführten Wiederholungen der Anfrage darstellt.
  7. 7. Rechnernetzwerk nach einem der Ansprüche 5-6, dadurch gekennzeichnet, dass die Identifikationsnummer einer Anfrage in der die zugehörigen Rückantwort bildenden Datei mit übertragen wird.
  8. 8. Rechnernetzwerk nach einem der Ansprüche 6-7, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils nur auf die Anfrage mit der höchsten Versionsnummer (N) eine Rückantwort generiert wird, wobei dieselben Anfragen mit niedriger Versionsnummer (N) verworfen werden.
  9. 9. Rechnernetzwerk nach einem der Ansprüche 4-8, dadurch gekennzeichnet, dass bei Ausbleiben einer Rückantwort auf eine mehrfach durchgeführte Anfrage in einer Fehlererfassungseinheit ein Notprogramm durchgeführt wird.
  10. 10. Rechnernetzwerk nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Notprogramms Fehler- oder Warnmeldungen über die Fehlererfassungseinheit ausgebbar sind.
  11. 11. Rechnernetzwerk nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Fehlererfassungseinheit der Arbeitsstation zugeordnet ist, so dass mittels des Notprogrammes Standardparameter zur Definition eines vorgegebenen Betriebszustandes der Arbeitsstation vorgebbar sind.
  12. 12. Rechnernetzwerk nach einem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, dass die Dateien vor deren Versendung komprimiert und nach deren Empfang dekomprimiert werden.
  13. 13. Rechnernetzwerk nach einem der Ansprüche 1-12, dadurch gekennzeichnet, dass die Dateien vor deren Versendung chiffriert und nach deren Empfang dechiffriert werden.
  14. 14. Rechnernetzwerk nach einem der Ansprüche 1-13, dadurch gekennzeichnet, dass in der Bedienstation und/oder der Arbeitsstation Steuerprogramme implementiert sind, mittels derer Anfragen oder Rückantworten bildende Dateien durch Abarbeiten von Batch-Files selbsttätig generiert werden.
  15. 15. Rechnernetzwerk nach einem der Ansprüche 1-14, dadurch gekennzeichnet, dass Anfragen oder Rückantworten bildende Dateien durch Benutzereingaben in die Bedienstation oder Arbeitsstation generierbar sind.
  16. 16. Rechnernetzwerk nach einem der Ansprüche 1-15, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenübertragung im Master-Slave-Betrieb erfolgt, wobei die die Datenübertragung startende Bedien- oder Arbeitsstation den Master bildet.
  17. 17. Rechnernetzwerk nach einem der Ansprüche 1-16, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsstation von einer Maschine, einem Rechnersystem oder einer Anlage gebildet ist.
  18. 18. Rechnernetzwerk nach einem der Ansprüche 1-17, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedienstation von einer stationären oder mobilen Rechnereinheit gebildet ist.
  19. 19. Rechnernetzwerk nach einem der Ansprüche 1-18, dadurch gekennzeichnet, dass eine Datei über mehrere Arbeitsstationen oder Bedienstationen übertragbar ist.
  20. 20. Rechnernetzwerk nach einem der Ansprüche 1-19, dadurch gekennzeichnet, dass dieses Bestandteil des Internet (2) ist, wobei die Dateien als Emails gesendet werden.
  21. 21. Rechnernetzwerk nach einem der Ansprüche 1-20, dadurch gekennzeichnet, dass dieses Bestandteil eines lokalen Intranets ist, wobei die Dateien als Emails gesendet werden.
  22. 22. Rechnernetzwerk nach einem der Ansprüche 1-21, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenübertragung drahtlos oder leitungsgebunden erfolgt.
  23. 23. Rechnernetzwerk nach einem der Ansprüche 1-22, dadurch gekennzeichnet, dass zur Durchführung einer Fernwartung einer Arbeitsstation von dieser eine Betriebsparameter enthaltende Datei an eine Bedienstation gesendet wird.
  24. 24. Rechnernetzwerk nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die die Betriebsparameter der Arbeitsstation enthaltende Datei eine Rückantwort auf eine Anfrage eine Bedienstation bildet.
  25. 25. Rechnernetzwerk nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die die Betriebsparameter der Arbeitsstation enthaltende Datei als Anfrage von der Arbeitsstation selbsttätig generiert wird.
  26. 26. Rechnernetzwerk nach einem der Ansprüche 1-21, dadurch gekennzeichnet, dass die Betriebsparameter einer Arbeitsstation über die von wenigstens einer Bedienstation an diese Arbeitsstation gesendeten Dateien vorgebbar sind.
  27. 27. Rechnernetzwerk nach einem der Ansprüche 1-26, dadurch gekennzeichnet, dass die asynchron übertragenen Dateien zusätzlich über ein Online-Datenübertragungssystem übertragen werden.






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