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Dokumentenidentifikation DE10226685A1 08.01.2004
Titel Heizgerät mit Brenner und Wärmeübertrager
Anmelder Robert Bosch GmbH, 70469 Stuttgart, DE
Erfinder Schmuker, Franz, 73117 Wangen, DE;
Schaefer, Albrecht, 70771 Leinfelden-Echterdingen, DE;
Morawietz, Peter, 70569 Stuttgart, DE;
Boehringer, Martin, 70197 Stuttgart, DE;
Schoebel, Anke, 73207 Plochingen, DE
DE-Anmeldedatum 15.06.2002
DE-Aktenzeichen 10226685
Offenlegungstag 08.01.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.01.2004
IPC-Hauptklasse F28G 1/16
IPC-Nebenklasse F24H 8/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Heizgerät mit Brenner und Wärmeübertrager, insbesondere ein Brennwertheizgerät, bei dem der Wärmeübertrager als Gussteil ausgebildet ist, eine den Brenner aufnehmende Brennkammer aufweist und unterhalb der Brennkammer durch Noppen oder Rippen unterteilte Kanäle für das durchströmende Verbrennungsgas bildet. Ist nach der Erfindung vorgesehen, dass der Brenner aus der Brennkammer entnehmbar ist, dass die Noppen einen zentrischen vertikalen Durchgang mit eingesetztem Verdrängungskörper bilden, dass bei entnommenem Brenner der Verdrängungskörper auch über die Brennkammer aus dem Wärmeübertrager entfernbar ist und dass in den damit freien Vertikalkanal mit Brennkammer und Durchgang eine Reinigungseinrichtung mit Flüssigkeits-Hochdruckstrahl(en) einführbar ist, dann kann das Gussteil leicht von Korrosionsprodukten gereinigt werden, ohne dafür umfangreiche und zeitraubende Demontage- und Wiedereinbau-Arbeiten ausführen zu müssen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Heizgerät mit Brenner und Wärmeübertrager, bei dem der Wärmeübertrager als Sandgussteil ausgebildet ist, eine den Brenner aufnehmende Brennkammer aufweist und unterhalb der Brennkammer durch Noppen unterteilte Kanäle für das durchströmende Verbrennungsgas bildet.

Stand der Technik

Bei bekannten Brennwertheizgeräten dieser Art treten im Laufe der Betriebsdauer immer mehr oder weniger Korrosionsprodukte auf, die sich auf der mit den Verbrennungsgasen in Kontakt kommenden Oberflächen des Sandgussteils absetzen und daher eine Reinigung des Wärmeübertagers gerade im Bereich der Noppen mit den vielen Durchgangskanälen für die Verbrennungsgase erforderlich machen.

Dazu werden Spülvorgänge mit Wasser und/oder Chemikalien verwendet, wobei die Spülung auch mit Hochdruck-Wasserstrahlen erfolgen kann. Es ist auch bekannt, dass Korrosionsprodukte mit Bürste oder Schaber abgebogen werden. In jedem Fall sind dazu komplizierte und zeitaufwändige Demontage- und Wiederaufbaumontage-Arbeiten erforderlich.

Es ist Aufgabe der Erfindung, bei einem Heizgerät der eingangs erwähnten Art durch einfachen Aufbau eine Reinigung des Wärmeübertragers von Korrosionsprodukten zu ermöglichen, die im eingebauten Zustand des Wärmeübertragers im Brennwertheizgerät durchgeführt werden kann.

Vorteile der Erfindung

Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, dass der Brenner aus der Brennkammer entnehmbar ist, dass die Noppen einen zentrischen vertikalen Durchgang mit eingesetztem Verdrängungskörper bilden, dass bei entnommenem Brenner der Verdrängungskörper auch über die Brennkammer aus dem Wärmeübertrager entfernbar ist und dass in den damit freien Vertikalkanal mit Brennkammer und Durchgang eine Reinigungseinrichtung mit Flüssigkeits-Hochdruckstrahl(en) einführbar ist.

Bei diesem Aufbau kann der Brenner und der Verdrängungskörper leicht aus dem Sandguss-Wärmeübertrager entfernt und wieder eingesetzt werden. Im entfernten Zustand weist der Wärmeübertrager einen vertikalen Kanal auf, in den eine entsprechend dimensionierte Reinigungseinrichtung, die mit Hochdruck-Flüssigstrahlen) arbeitet, eingeführt und zum Abtrag der Korrosionsprodukte genutzt werden. Das führt zwangsläufig dazu, dass die Reinigungsflüssigkeit mit den abgetragenen Korrosionsprodukten über die Kondensatableitung aus dem Wärmeblock und dem Gerät abführbar ist. Diese Kondensatableitung ist sowieso im Brennwertheizgerät für das anfallende Kondensat erforderlich und kann bei der Reinigung des Wärmeübertragers auf einfache Weise mitgenutzt werden.

In der Reinigungsphase ist von Vorteil, wenn vorgesehen ist, dass der Brenner über eine Öffnung in der Oberseite des Sandgussteils einführbar und entnehmbar ist und dass die Öffnung mittels eines Deckels mit Einführung für eine Hochdruck-Versorgungsleitung freigebbar und verschließbar ist. Damit kann der Brenner schnell aus der Brennkammer entnommen werden und während der Reinigung verschließt der Deckel die Brennkammer, so dass die Reinigungsflüssigkeit auf dieser Seite nicht aus dem Wärmeübertrager austreten kann, sondern den Weg über die Kondensatableitung gehen muss.

Dabei stört auch eine Ausgestaltung den Reinigungsvorgang nicht, wenn vorgesehen ist, dass die Brennkammer vorzugsweise runden Querschnitt aufweist und im Bereich der Innenwandung mit vertikal ausgerichteten und angeformten Rippen versehen ist, sowie dass im Anschluss an die Brennkammer die Innenwandung des Sandgussteils radial angeformte Noppen trägt, die einen zentrischen Durchgang für den Einsatz eines einsetzbaren und entfernbaren Verdrängungskörper bilden. Dieser Verdrängungskörper kann dann über die Brennkammer leicht aus dem Wärmeübertrager entnommen werden, so dass für die einführbare Reinigungseinrichtung der Zugang gerade auch zu dem mit Noppen versehenen Bereich des Wärmeübertragers verbessert ist. Die Anordnung in diesem Bereich des Wärmeübertragers ist ja so getroffen, dass die Noppen in horizontalen Lagen angeordnet und in aufeinanderfolgenden Lagen jeweils in Umfangsrichtung gegeneinander versetzt sind, um möglichst viele kleine Durchgangskanäle für die Verbrennungsgase mit großer Oberfläche zu schaffen.

Die weitere Ausgestaltung sieht vor, dass die Reinigungseinrichtung mit einer oder mehreren Düsen versehen und von einem mit Wasser betriebenen Hochdruck-Reiniger speisbar ist. Dabei kann die Abtragung der Korrosionsprodukte dadurch verbessert werden, dass die Reinigungseinrichtung mit einer oder mehreren durch die austretenden Hochdruck-Wasserstrahlen in Rotation versetzbaren Düsen versehen ist, um wirklich alle Oberflächenbereiche mit dem (den) Hochdruck-Wasserstrahlen) zu beaufschlagen.

Nach einer Weiterbildung kann der Reinigungsvorgang dadurch erweitert werden, dass die Reinigungseinrichtung rund ausgebildet und im Durchmesser an den Durchmesser des Durchganges im Bereich der Noppen so angepasst ist, dass sie im Durchgang vertikal frei bewegbar ist.

Dieser Reinigungsvorgang im eingebauten Zustand des Wärmeübertragers im Brennwertgerät hat sich bei Geräten bewährt, in denen ein AlSi-Gussteil, beispielsweise als Sandguss- oder Druckgussteil, als Wärmeübertrager eingesetzt ist.

Zeichnung

Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:

  • 1 im Schnitt den Teil eines Brennwertheizgerätes mit dem eingesetzten Brenner und dem anschließenden Teil des Wärmeübertragers mit eingesetztem Verdrängungskörper und
  • 2 im Schnitt den Teil des Brennwertheizgerätes nach 1 bei entnommenem Brenner und Verdrängungskörper sowie eingeführter Hochdruck-Reinigungseinrichtung.
Ausführungsbeispiel

In der 1 ist nur der Teil 10 des Brennwertheizgerätes gezeigt, in dem der Wärmeübertrager mit dem Gussteil 11 eine Brennkammer 14 zur Aufnahme eines Brenners 16 bildet. Dabei kann die Oberseite des Sandgussteils 11 eine Öffnung 13 aufweisen, über die der Brenner 16 leicht aus der Brennkammer 14 entnommen werden kann. Dabei stören auch Rippen 12 nicht, die an der Innenwandung im Bereich der Brennkammer 14 vertikal ausgerichtet angeformt sind.

Im Anschluss an die Brennkammer 14 sind an die Innenwandung Noppen 15 radial zur Mittelachse ausgerichtet angeformt. Diese Noppen 15 sind in Lagen angeordnet, wobei in vertikal aufeinanderfolgenden Lagen die Noppen 15 in Umfangsrichtung jeweils gegeneinander versetzt sein können, um lange Durchgangswege für die Verbrennungsgase mit großem Flächenkontakt zu erreichen. Im Zentrum bilden die Noppen 15 einen zylindrischen Durchgang 19, in den ein Verdrängungskörper 17 eingesetzt ist, damit im Betrieb die Verbrennungsgase den Weg über die Durchgangswege zwischen den Noppen 15 nehmen müssen. Dies bringt einen guten Wärmeübergang und damit einen hohen Wirkungsgrad des Brennwertgerätes.

Wenn eine Reinigung des Wärmeübertragers vorgenommen werden muss, dann wird der mit Flansch 18 versehene Brenner 16 vom Gussteil 11 gelöst und aus der Brennkammer 14 entfernt. Über die Öffnung 13 und die Brennkammer 14 besteht nun Zugang zum Verdrängungskörper 17, der leicht aus dem Durchgang 19 entnommen und über die Brennkammer 14 aus dem Gussteil 11 herausgenommen werden kann. Damit ist ein vertikaler Kanal freigelegt, in den eine mit Flüssigkeit-Hochdruckstrahlen) arbeitende Reinigungseinrichtung eingeführt wird. Diese Reinigungseinrichtung 20 kann eine oder mehrere Düsen 21 tragen, die durch die austretende Flüssigkeit auch in Rotation versetzt werden können. Außerdem ist die Reinigungseinrichtung 20 so ausgelegt, dass sie im Bereich mit den Noppen 15 vertikal bequem verstellt werden kann, um alle Bereiche des Gussteils 11 mit Hochdruck-Flüssigkeitsstrahlen) beaufschlagen zu können.

Versorgt werden kann die Reinigungseinrichtung 20 über eine Hochdruckleitung 22 von einem handelsüblichen Hochdruck-Reiniger 25. Die Hochdruckleitung 22 ist dabei durch eine Öffnung 13' in einem Deckel 18' geführt, der die Brennkammer 14 verschließt. Damit wird verhindert, dass Hochdruck-Flüssigkeit an der Oberseite des Gussteils 11 austritt. Die aufgewändete Reinigungsflüssigkeit zusammen mit den abgelösten Korrosions- und Schmutzteilen verlässt das Brennwertheizgerät über die für den Abfluss des im Betrieb anfallenden Kondensats über die im Brennwertheizgerät vorgesehene Kondensatleitung.


Anspruch[de]
  1. Heizgerät mit Brenner und Wärmeübertrager, bei dem der Wärmeübertrager als Sandgussteil ausgebildet ist, eine den Brenner aufnehmende Brennkammer aufweist und unterhalb der Brennkammer durch Noppen oder Rippen unterteilte Kanäle für das durchströmende Verbrennungsgas bildet, dadurch gekennzeichnet,

    dass der Brenner (16) aus der Brennkammer (14) entnehmbar ist,

    dass die Noppen oder Rippen (15) einen zentrischen vertikalen Durchgang (19) mit eingesetztem Verdrängungskörper (17) bilden,

    dass bei entnommenem Brenner (16) der Verdrängungskörper (17) auch über die Brennkammer (14) aus dem Wärmeübertrager entfernbar ist und

    dass in den damit freien Vertikalkanal mit Brennkammer (14) und Durchgang (19) eine Reinigungseinrichtung (20) mit Flüssigkeits-Hochdruckstrahl(en) einführbar ist.
  2. Heizgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Brenner über eine Öffnung (13) in der Oberseite des Gussteils (11 ) einführbar und entnehmbar ist und dass die Öffnung (13) mittels eines Deckels (18) mit Einführung (13') für eine Hochdruck-Versorgungsleitung (22) freigebbar und verschließbar ist.
  3. Heizgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennkammer (14) vorzugsweise runden Querschnitt aufweist und im Bereich der Innenwandung mit vertikal ausgerichteten und angeformten Rippen (12) versehen ist.
  4. Heizgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Anschluss an die Brennkammer (14) die Innenwandung des Gussteils (11) radial angeformte Noppen oder Rippen (15) trägt, die einen zentrischen Durchgang (19) für den Einsatz eines einsetzbaren und entfernbaren Verdrängungskörper (17) bilden.
  5. Heizgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Noppen oder Rippen (15) in horizontalen Lagen angeordnet und in aufeinander folgenden Lagen jeweils in Umfangsrichtung gegeneinander versetzt sind.
  6. Heizgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungseinrichtung (20) mit einer oder mehreren Düsen (21) versehen und von einem mit Wasser betriebenen Hochdruck-Reiniger speisbar ist.
  7. Heizgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungseinrichtung (20) mit einer oder mehreren durch die austretenden Hochdruck-Wasserstrahlen in Rotation versetzbaren Düsen (21) versehen ist.
  8. Heizgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungseinrichtung (20) rund ausgebildet und im Durchmesser an den Durchmesser des Durchganges (19) im Bereich der Noppen oder Rippen (15) so angepasst ist, dass sie im Durchgang (19) vertikal frei bewegbar ist.
  9. Heizgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsflüssigkeit mit den abgetragenen Korrosionsprodukten über die Kondensatableitung aus dem Wärmeblock und dem Gerät abführbar ist.
  10. Heizgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeübertrager als AlSi-Gussteil hergestellt ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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