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Dokumentenidentifikation DE19942527B4 15.01.2004
Titel Gehäuse für Kohlebürsten eines Kommutatormotors
Anmelder ATLANTA KABEL Steinmüller GmbH + Co. KG, 58515 Lüdenscheid, DE
Erfinder Kleindopp, Günter, 58849 Herscheid, DE
Vertreter Haßler, W., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 58507 Lüdenscheid
DE-Anmeldedatum 07.09.1999
DE-Aktenzeichen 19942527
Offenlegungstag 15.03.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 15.01.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.01.2004
IPC-Hauptklasse H01R 39/38
Zusammenfassung Ein Gehäuse für Kohlebürsten eines Kommutatormotors. Das technische Problem ist eine Vereinfachung des Aufbaus des Gehäuses bei hoher thermischer und mechanischer Stabilität. Auf einer Trägerplatte (1) sind Kammern (2) angeordnet, in denen Kohlebürsten (5, 5') radial verschiebbar sind; je zwei in Umfangsrichtung benachbarte Kohlebürsten (5 bzw. 5') sind durch Kabel (9) mit einer Anschlußplatte (6) verbunden; die Trägerplatte (1) weist Aufnahmen (3) für die Anschlußplatten (6) auf; die Trägerplatte (1), die nach oben offenen Kammern (2) und die Aufnahmen (3) sind als Formteil aus einer Polymerkeramik ausgebildet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrtfft ein Gehäuse für Kohlebürsten eines Kommutatormotors.

Ein derartiges Gehäuse muß eine hohe thermische Stabilität und gute Erschütterungsfestigkeit aufweisen, damit ein Langzeitbetrieb des Kommutatormotors sichergestellt ist.

Die DE 44 07 781 A1 beschreibt eine Kohlehalterplatte und Kohleführungen aus Polymerkeramik. Hier sind für die elektrischen Anschlußkabel der Kohlebürsten und für die Anschlußplatten besondere zusätzliche Bauteile erforderlich, die Herstellung und Montage der Bauteile erschweren. Die Teile müssen eine hohe mechanische und thermische Stabilität aufweisen. Vor allem müssen die Anschlußplatten erschütterungsfrei festgelegt werden.

Die DE 94 14 326 U1 beschreibt einen Kohlebürstenhalter aus Polymerkeramik. Die Kohlehalterplatte nimmt jedoch Kohleführungen aus zwei identischen Hälften auf. Eine erschütterungsfreie Halterung der Anschlußplatten oder ein integrierter Aufbau der Anordnung sind nicht angegeben.

Die DE 39 36 672 A1 beschreibt einen Bürstenhalter, auf dessen Trägerplatte Kammern für die Kohlebürsten als besondere Bauteile angeordnet und befestigt sind. Die Kabel für die Kohlebürsten müssen ebenfalls durch besondere Bauelemente auf der Trägerplatte festgelegt werden. Die Anschlußdrähte für die Kohlebürsten sind über einen Großteil des Umfangs der Trägerplatte verlegt, so daß eine Erschütterungsfreiheit nicht gewährleistet ist. Entsprechendes gilt für den Kohlebürstenhalter nach der DE 44 12 319 A1.

Aufgabe der Erfindung ist eine Vereinfachung des Aufbaus des Gehäuses bei hoher thermischer und mechanischer Stabilität und eine erschütterungsfreie Halterung der Anschlußplatten. Insbesondere sollen alle Teile in Kammern und Aufnahmen ohne besondere Befestigungselemente gehalten sein.

Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Die Erfindung unterscheidet sich insofern vom Stand der Technik, als die Polymerkeramik nach der Spritzgießtechnik als Spritzgießformteil verarbeitet werden kann. Es ist so eine freie Gestaltung der Formgebung sowohl des Gehäuses als auch des Deckels möglich. Die Polymerkeramik stellt ein anorganisch-organisches Kompositmaterial dar. Dadurch ist eine hohe thermische Stabilität gegeben. Der einheitliche Werkstoff der Polymerkeramik sichert eine gute Verarbeitbarkeit und eine stabile und erschütterungsfreie Halterung der Trägerplatten.

Eine Verrastung und Halterung des Deckels ist dadurch gewährleistet, daß der Deckel mit Leisten hinter Nasen an den Kammerwänden greift.

Die Ausrichtung des Deckels wird dadurch gesichert, daß der Deckel durch Anschläge an den Kammerwänden fixiert ist.

Ein Ausführungsbeispiel wird anhand der Zeichnungen erläutert, in denen darstellen:

1 eine Explosionsansicht der Anordnung mit Blickrichtung auf die Trägerplatte und

2 eine Explosionsansicht mit Blickrichtung auf die Unterseite der Trägerplatte.

Das Gehäuse umfaßt eine Trägerplatte 1 mit radial ausgerichteten Kammern 2, in denen Kohlebürsten 5, 5' in radialer Richtung verschiebbar sind, und Aufnahmen 3 für Anschlußplatten 6 sowie mindestens eine Einführungsöffnung 4 für nicht dargestellte Anschlußleitungen zu den Anschlußplatten 6. Insgesamt sind entsprechend der Wicklungskonfiguration des Kommutatormotors vier Kammern 2 für vier Kohlebürsten 5, 5' vorgesehen, wobei die Paare der Kohlebürsten 5, 5' jeweils gleiches Potential haben. Jede Kammer 3 weist eine Führung 7 für eine Kohlebürste 5 bzw. 5' und eine Auflage 8 für eine Feder 15 zum Andruck der betreffenden Kohlebürste an einem nicht dargestellten Schleifring auf.

Die gesamte Trägerplatte 1 mit den Kammern 4 ist als Formteil, insbesondere Spritzgießformteil aus einer Polymerkeramik ausgebildet. Die Polymerkeramik besteht aus einer makromolekularen organischen bzw. teilpyrolisierten Matrix und oberflächenreaktiven anorganischen Füllstoffen. Dieser Werkstoff hat eine hohe thermische Stabilität und läßt sich plastisch durch Spritzgießen oder Pressen formen.

Diejenigen Kohlebürsten 5 bzw. 5', die gleiches Potential führen, sind durch angeschweißte, nachgiebige Kabel 9 mit der jeweiligen Anschlußplatte 6 verbunden. Die Anschlußplatten 6 sitzen jeweils erschütterungsfrei in den Aufnahmen 3.

Das Gehäuse ist durch einen Deckel 10 aus Polymerkeramik abgeschlossen. Der Deckel 10 ist an der Trägerplatte 1 verrastet, indem Nasen 11 der Trägerplatte 1 hinter Leisten 12 der Deckels 10 greifen. Die Leisten 12 besitzen Ausbrüche 13, in die die Nasen 11 eintauchen. Anschläge 14, die mit den Wänden der Kammern 2 zusammenwirken, begrenzen die Drehung des Deckels 10 und dienen außerdem zur Ausrichtung der jeweiligen Feder 15.


Anspruch[de]
  1. Gehäuse für Kohlebürsten eines Kommutatormotors, gekennzeichnet durch folgende Merkmale: auf einer Trägerplatte (1) sind Kammern (2) angeordnet, in denen Kohlebürsten (5, 5') radial verschiebbar sind;

    je zwei in Umfangsrichtung benachbarte Kohlebürsten (5 bzw. 5') sind durch Kabel (9) mit einer Anschlußplatte (6) verbunden;

    die Trägerplatte (1) weist Aufnahmen (3) für eine erschütterungsfreie Halterung der Anschlußplatten (6) auf;

    die Trägerplatte (1), die nach oben offenen Kammern (2) und die Aufnahmen (3) sind als einstöckiges Spritzgießformteil aus einer Polymerkeramik ausgebildet;

    ein mit der Trägerplatte (1) verrastbarer Deckel (10) ist ebenfalls aus Polymerkeramik geformt.
  2. Gehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (10) mir Leisten (12) hinter Nasen (11) an den Kammerwänden greift.
  3. Gehäuse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (10) durch Anschläge (14) an den Kammerwänden fixiert ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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