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Dokumentenidentifikation DE69906856T2 22.01.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000943311
Titel Methode für die Inhibition von Haarwuchs
Anmelder Kao Corp., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Tsuji, Naoko, Haga-gun, Tochigi, JP;
Moriwaki,Shigeru,, Haga-gun, Tochigi, JP;
Ohuchi, Atsushi, Haga-gun, Tochigi, JP;
Takema, Yoshinori, Haga-gun, Tochigi, JP;
Suzuki, Yasuto, Haga-gun, Tochigi, JP;
Imokawa, Genji, Haga-gun, Tochigi, JP
Vertreter HOFFMANN · EITLE, 81925 München
DE-Aktenzeichen 69906856
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 14.01.1999
EP-Aktenzeichen 991003492
EP-Offenlegungsdatum 22.09.1999
EP date of grant 16.04.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.01.2004
IPC-Hauptklasse A61K 7/06
IPC-Nebenklasse A61K 7/155   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG Gebiet der Erfindung

Diese Erfindung betrifft ein Verfahren zur Inhibition von Haarwachstum, und genauer ausgedrückt ein Verfahren zur Inhibition von Haarwachstum, wodurch das Haarwachstum auf Armen und Beinen und dgl. effektiv inhibiert werden kann, und die Verwendung eines spezifischen Enzym-Inhibitors für die Herstellung eines Haarwachstums-Inhibitors.

Beschreibung des Stands der Technik

Eine biologische Funktion des Kopfhauthaares und des Körperhaares liegt darin, wichtige Organe des Kopfes, des Brustraumes, der Gliedmaßen und dergleichen zu schützen. Mit der Entwicklung von Kleidung und Schutzmitteln wurde jedoch die organschützende Funktion des Körperhaares unwesentlich.

Das Kopfhauthaar soll im allgemeinen dick sein. In den letzten Jahren hat sich jedoch angesichts des ästhetischen Aussehens die Tendenz erhöht, dass bevorzugt ist, kein Haar, insbesondere auf den Gliedmaßen und dgl. zu haben. Daher werden verschiedene Verfahren zur Entfernung des Körperhaares entwickelt und verwendet. Spezifische Beispiele davon umfassen mechanische Entfernungsverfahren unter Verwendung eines Rasierers, Haar-Auszupfgerätes oder dgl., Verfahren unter Verwendung eines Epilators, zum Herausziehen von Körperhaaren aus den Wurzeln, Verfahren unter Verwendung eines Haarentferners zur Entfernung von Körperhaaren durch chemische Reaktion, etc.

Jedoch werden diese Verfahren zur Entfernung des Körperhaares durch die physikalische oder chemische Irritation der Haut begleitet und die Dauerhaftigkeit der Entfernungswirkungen bei dem Körperhaar ist beschränkt, obwohl es zwischen diesen Verfahren einige Unterschiede gibt. Daher muss eine solche Behandlung des Körperhaares nach einer bestimmten Zeitperiode erneut durchgeführt werden. Es ist somit gewünscht, die Entfernungsbehandlung des Körperhaares zu erleichtern.

JP 08 157 448 betrifft 2-Amino-3-mercaptopropionamidderivate, von denen gesagt wird, dass sie als Reduktionsmittel für Haarpräparate nützlich sind, wie primäre Mittel oder Wellenformungsmittel oder Mittel zum Entkrausen von Haar, Vorbehandlungsmittel zum Färben von Haar, oxidative Haarfarbstoffe oder Depilationsmittel. Die Verbindungen sollen eine geringe Schädigung beim Haar verursachen.

WO 95/07924 betrifft Verfahren zur Erzeugung von Nukleinsäurezusammensetzungen für die Behandlung von Zuständen, die die Haut und verwandte Strukturen beeinträchtigen. Nukleinsäuremoleküle, wie Ribozyme, die spezifisch mit den kutanen biologischen Molekülen Wechselwirken und die Expression dieser modifizieren, können als effektive, sichere, therapeutische oder kosmetische Reagenzien entwickelt werden. Diese Ribozyme sollen für die Behandlung von Störungen, einschließlich Altern, Umgebungseinfluss, Entzündung und genetische Prädisposition nützlich sein. Sie werden ebenfalls zur Verhinderung von Hirutismus verwendet.

WO 98/25580 betrifft die Verminderung von Haarwachstum durch Inhibition der Aktivität einer Matrix-Metalloproteinase in der Haut.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Demzufolge ist es ein Ziel dieser Erfindung, ein Verfahren zur Inhibition von Haarwachstum zu geben, durch das das Wachstum von Körperhaar wirksam inhibiert werden kann, zur Verminderung der Anzahl von Entfernungsbehandlungen des Körperhaares.

Angesichts der genannten Umstände haben die Erfinder intensive Untersuchungen durchgeführt. Als Ergebnis wurde überraschenderweise festgestellt, dass Inhibitoren von elastaseartigen Enzymen, die Elastin verdauen, das als strukturelles Protein in der Arterie, Sehne, Haut oder dgl. bekannt ist, und Inhibitoren von neutralen Endopeptidasen, die Enzyme sind, die Opioid-Peptide wie Enkephalin verdauen und Neutropeptide wie Substanz P und Bradykinin eine ausgezeichnete Inhibitionswirkung beim Haarwachstum aufweisen, wodurch diese Erfindung vollendet wurde.

Gemäß dieser Erfindung wird die Verwendung eines Inhibitors von elastaseartigen Enzymen oder eines neutralen Endopeptidaseinhibitors zur Herstellung einer Haarwachstums-Inhibitorzusammensetzung angegeben.

Gemäß dieser Erfindung kann eine ausgezeichnete Inhibitionswirkung beim Haarwachstum erzielt werden und Haarwachstumsinhibitoren mit hoher Sicherheit für den menschlichen Körper können ebenfalls vorgesehen werden.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG

1 erläutert in Diagrammform die Beziehung zwischen einem Haarzyklus und der Aktivität einer Elastase im kutanen Gewebe.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN MERKMALE

Als Inhibitor von elastaseartigen Enzymen, die bei der Praxis dieser Erfindung nützlich sind, ist ein Elastaseinhibitor, insbesondere ein Inhibitor von elastaseartigen Enzymen, die von einem dermoepidermalen Fibroblasten abstammen, bevorzugt. Solche Inhibitoren umfassen Substanzen, die Inhibitionsaktivität von wenigstens 50% bei 1 mM in einem Enzym-Aktivitätsmesssystem unter Verwendung einer Enzymlösung, die z. B. von kultivierten menschlichen Fibroblasten mit einer 0,1% Triton X-100/02 M Tris-Salzsäure-Pufferlösung (pH: 8,0) und mit N-Succinyl-Ala-Ala-Ala-p-nitroanilid als Subtrat extrahiert ist, entfalten.

Als neutraler Endopeptidaseinhibitor, der bei der Praxis dieser Erfindung nützlich ist, ist ein Inhibitor einer neutralen Endopeptidase bevorzugt, der von einem dermoepidermalen Fibroblast stammt. Solche Inhibitoren umfassen Substanzen, die eine Inhibitionsaktivität von wenigstens 50% bei 1 mM in einem Enzym-Aktivitätsmessystem entfalten, wobei eine Enzymlösung verwendet wird, die zum Beispiel von kultivierten menschlichen Fibroblasten mit einer 0,1% Triton X-100/02 M Tris-Salzsäure-Pufferlösung (pH: 8,0) und mit Glutaryl-Ala-Ala-Phe-4-methoxy-2-naphthylamin als Substrat in einer MES (2-Morpholinoethansulfonsäure)-Pufferlösung (100 mM, pH; 6,5), zu der Natriumchlorid (300 mM) gegeben worden ist, extrahiert wird.

Beispiele solcher elastaseartiger Enzyminhibitoren oder neutraler Endopeptidseinhibitoren umfassen Phosphonsäurederivate, Mercaptopropionamidderivate und Salze davon, wie nachfolgend definiert.

Die Phosphonsäurederivate umfassen Verbindungen mit der folgenden allgemeinen Formel (1):



worin R1 ein Wasserstoffatom, eine Hydroxylgruppe, Kohlenwasserstoffgruppe, die substituiert sein kann, oder ein Zuckerrest, der substituiert sein kann, ist, R2 ein Wasserstoffatom, eine Kohlenwasserstoffgruppe, die substituiert sein kann, oder ein gegebenenfalls substituierter Zuckerrest ist, und R3 ein Wasserstoffatom oder -CH(R4)COOH (worin R4 ein Wasserstoffatom oder eine gegebenenfalls substituierte Kohlenwasserstoffgruppe ist), und Salze davon.

In der Formel (1) können die Kohlenwasserstoffgruppen, die durch R1, R2 und R4 dargestellt sind, und substituiert sein können, gesättigte oder ungesättigte Kohlenwasserstoffgruppen sein, und Beispiele davon umfassen Alkyl, Alkenyl, Alkenyl, cyclische Alkyl-, cyclische Alkenyl-, aromatische Kohlenwasserstoff- und Aralkylgruppen. Diese Kohlenwasserstoffgruppen haben bevorzugt 1 bis 24 Kohlenstoffatome, insbesondere 1 bis 18 Kohlenstoffatome.

Von den Kohlenwasserstoffgruppen, dargestellt durch R1, R2 und R4 sind die Alkyl-, cyclischen Alkyl-, aromatischen Kohlenwasserstoff- und Aralkylgruppen bevorzugt. Die Alkylgruppen sind bevorzugt lineare oder verzweigte Alkylgruppen mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen, wobei n-Propyl, Isopropyl-, n-Butyl-, Isobutyl-, tert-Butyl- und Isoamylgruppen mehr bevorzugt sind. Die zyklischen Alkylgruppen sind bevorzugt 5- bis 7-gliedrige alicyclische Alkylgruppen, wobei Cyclopentyl- und Cyclohexylgruppen mehr bevorzugt sind. Die aromatischen Kohlenwasserstoffgruppen sind bevorzugt aromatische Kohlenwasserstoffgruppen mit 6 bis 14 Kohlenstoffatomen, wie Phenyl- und Naphthylgruppen. Die Aralkylgruppen sind bevorzugt Alkylgruppen mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen, die durch eine aromatische Kohlenwasserstoffgruppe mit 6 bis 12 Kohlenstoffatomen substituiert sind, und Beispiele dvon umfassen 2-Phenylethyl (= Phenethyl), 2-(1-Naphthyl)ethyl und 2-(2-Nahthyl)ethylgruppen.

Beispiele von Atomen oder Gruppen, die an den Kohlenwasserstoffgruppen substituiert sein können, dargestellt durch R1, R2 und R4, umfassen Halogenatome, eine Hydroxylgruppe Alkoxylgruppen, Acylgruppen, eine Aminogruppe, die geschützt sein kann, und heterocyclische Gruppen. Die Halogenatome umfassen Chlor-, Brom- und Jodatome. Die Alkoxylgruppen sind bevorzugt Alkoxylgruppen mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen und Beispiele davon umfassen Methoxy-, Ethoxy- und Isopropoxygruppen. Die Acylgruppen sind bevorzugt Alkanoylgruppen mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen, und Beispiele davon umfassen Acetyl-, Propionyl- und Butyrylgruppen. Beispiele der Aminogruppe, die geschützt sein kann, umfassen Amino-, C1-8-Acylamino- und C1-6-Alkylamino-di- (C1-6-alkyl)aminogruppen. Die heterozyklischen Gruppen sind bevorzugt 5 bis 14-gliedrige, monozyklische oder verschmolzene Ringgruppen, die als Heteroatome 1 bis 3 Stickstoff-, Sauerstoff- und/oder Schwefelatome aufweisen, und Beispiele davon umfassen Pyridyl, Pyridazinyl, Furyl, Thienyl, Indolyl, Thiazolyl, Imidazolyl, Benzofuryl und Benzothienylgruppen.

Die Zuckerreste umfassen Monosaccharidreste und Oligosaccharidreste. Beispiele der Gruppen, die an diesen Zuckerresten substituiert sein können, umfassen Alkyl-, Acyl-, Aralkylgruppen. Beispiele der Alkyl-, Acyl- und Aralkylgruppen umfassen die gleichen C1-12-Alkyl-, C1-6-Acyl- und C6-12-Aryl-C1-6-Alkylgruppen, die oben erwähnt sind.

Diese Phosphonsäurederivate können z. B. entsprechend dem Verfahren hergestellt werden, das in der offengelegten japanischen Patentanmeldung 105698/1993 beschrieben ist.

Die Mercaptopropionamidderivate umfassen z. B. Verbindungen mit der folgenden allgemeinen Formel (2):



worin R5 ein Wasserstoffatom oder eine Acylgruppe, R6 ein Wasserstoffatom oder eine Kohlenwasserstoffgruppe, die substituiert sein kann, ist, R7 ein Wasserstoffatom, eine Carboxylgruppe, Alkoxycarbonylgruppe, Kohlenwasserstoffgruppe, die substituiert sein kann, heterozyklische Gruppe, die substituiert sein kann, oder Acylgruppe ist und n eine Zahl von 1 bis 20 ist.

In der Formel (2) umfassen die Acylgruppen, dargestellt durch R5 und R7, Alkanoylgruppen und Arylcarbonylgruppen. Die Alkanoylgruppen sind bevorzugt Alkanoylgruppen mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen und Beispiele davon umfassen Acetyl-, Propionyl- und Butyrylgruppen. Die Arylcarbonylgruppen sind bevorzugt solche mit 7 bis 15 Kohlenstoffatomen, und Beispiele davon umfassen Benzoyl-, substituierte Benzoyl-, Naphthylcarbonyl- und substituierte Naphthylcarbonylgruppen. Beispiele der Gruppen oder Atome, die an den Benzoyl- und Naphthylcarbonylgruppen substituiert sind, umfassen C1-6-Alkylgruppen, C1-6-Alkoxygruppen, Halogenatome, Aminogruppe, Hydroxylgruppe und C1-6-Alkanoyloxygruppen. n ist bevorzugt 1 bis 6, mehr bevorzugt 1 bis 2.

Die Kohlenwasserstoffgruppen, die durch R6 und R7 dargestellt sind und substituiert sein können, umfassen die gleichen Gruppen, die oben für R1, R2 und R4 erwähnt sind.

Die heterozyklische Gruppe, dargestellt durch R7 ist bevorzugt eine 5 bis 14-gliedrige, monozyklische oder verschmolzene Ringgruppe mit 1 bis 3 Stickstoff-, Sauerstoff- und/oder Schwefelatomen als Heteroatome und Beispiele davon umfassen Pyridyl, Pyridazinyl, Furyl, Thienyl, Indolyl, Thiazolyl, Imidazolyl, Benzofuryl, Benzothienyl, Pyrrolidinyl, Piperidinyl, Morpholinyl und Piperazinylgruppen. Beispiele von Atomen oder Gruppen, die an der heterozyklischen Gruppe substituiert sein können, umfassen Halogenatome, eine Hydroxylgruppe, Alkoxylgruppen, Acylgruppen und eine Aminogruppe, die geschützt sein kann. Spezifische Beispiele dieser Substituenten umfassen die gleichen Substituenten wie die Substituenten der oben für R1, R2 und R4 erwähnten Kohlenwasserstoffgruppen.

Die Alkoxycarbonylgruppe, dargestellt durch R1, umfasst Alkoxycarbonylgruppen, deren Alkoxyanteil 1 bis 12 Kohlenstoffatome hat und spezifische Beispiele davon umfassen Methoxycarbonyl-, Ethoxycarbonyl-, Isopropoxycrbonyl- und Butoxycarbonylgruppen.

Diese Mercaptopropionamidderivate können entsprechend dem Verfahren hergestellt werden, das z. B. in der offengelegten japanischen Patentanmeldung 24353/1982 beschrieben ist. Übrigens ist bekannt, dass diese Mercaptopropionamidderivate eine Inhibitionswirkung auf Säuger-Kollagenasen aufweisen, aber es ist überhaupt nicht bekannt, dass sie eine Inhibitionswirkung auf elastaseartige Enzyme haben.

Die Phosphonsäurederivate und Mercaptopropionamidderivate können in der Form von pharmazeutisch akzeptablen Salzen oder Hydraten verwendet werden. Beispiele der Salze umfassen Alkalisalze, Erdalkalisalze, organische Aminsalze und Aminosäuresalze. Beispiele der Alkalisalze umfassen das Natriumsalz und Kaliumsalz. Beispiele der Erdalkalisalze umfassen das Calciumsalz und Magnesiumsalz. Beispiele der organischen Aminsalze umfassen die Ammoniumsalze, Methylaminsalze, Triethylaminsalze und Pyridiniumsalze. Beispiele der Aminosäuresalze umfassen die Argininsalze, Lysinsalze und Histidinsalze. Die Alkalisalze und Aminosäuresalze sind mehr bevorzugt. Als Stelle, an denen ein Salz gebildet wird, können die Anteile des Phosphonsäurerestes und die Carboxylgruppe in den Phosphonsäurederivaten und die Anteile der Thiolgruppe und Carboxylgruppe in den Mercaptopropionamidderivaten erwähnt werden. Wenn ein Salz gebildet wird, kann das Salz an beiden oder an einem dieser Reste gebildet sein.

Bezüglich der Haarwachstums-Inhibitorzusammensetzung, die bei der Praxis dieser Erfindung nützlich ist, gibt es keine Beschränkung. Jedoch wird sie bevorzugt in der Form einer externen Hautpflegezusammensetzung, insbesondere einer kosmetischen Zusammensetzung verwendet, die die Haarentfernung, Depilation oder Rasur betrifft. Spezifische Beispiele einer solchen kosmetischen Zusammensetzung umfassen Haarentferner in der Form einer Paste, Creme oder eines Aerosols, Depilatormittel in der Form von Wachs, Gel oder Blättern, Nachbehandlungszusammensetzungen, die für eine Behandlung nach der Haarentfernung oder Depilation verwendet werden, wie Lotion und Creme, Antiperspirantien und Deodorant-Kosmetika wie Deodorant-Lotion, Deodorant-Pulver, Deodorant-Spray und Deostift, Behandlungszusammensetzungen vor dem Rasieren, wie eine Vorrasierlotion, Rasierzusammensetzungen wie eine Rasiercreme, und Behandlungszusammensetzungen nach dem Rasieren wie eine After-Shave-Lotion.

Es ist bevorzugt, dass die Menge des aktiven Bestandteils, der in die Haarwachstums-Inhibitorzusammensetzung dieser Erfindung eingefügt wird, im allgemeinen 0,0001 bis 10 Gew.%, insbesondere 0,001 bis 3 Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Inhibitorzusammensetzung, angesichts der Inhibitionswirkung beim Haarwachstum, Profitabilität, etc. ist.

In die Haarwachstums-Inhibitorzusammensetzung dieser Erfindung können verschiedene wahlweise Bestandteile, die allgemein für Kosmetika verwendet werden, quasi-Arzneimittel und Arzneimittel geeignet nach Bedarf eingefügt werden, solange hierdurch kein schädlicher Einfluss auf die Auswirkungen dieser Erfindung ausgeübt wird. Beispiele solcher optionalen Bestandteile umfassen gereinigtes Wasser, Ethanol, ölige Substanzen, Feuchtigkeitsmittel, Verdicker, Konservierungsmittel, Emulgatoren, medizinisch wirksame Mittel, Pulver, Ultraviolettabsorber, Pigmente, Parfümbasen und Emulsionsstabilisatoren.

Beispiel 1: (Haarzyklus und Elastaseaktivität)

Nachdem die Fascie von der rasierten Rückenhaut von SD-Ratten (männlich) mit einem Alter von 5 bis 13 Wochen, die sich in verschiedenen Haarwachstumsstufen befinden, entfernt war, wurden kutane Gewebespecies mit einem Durchmesser von 4 mm hergestellt. Eine Phosphatpufferlösung (PBS) wurde dann in einen peripheren Teil einer Petri-Schale für eine Organkultur (Falcon 3037) zum Konstanthalten der Feuchtigkeit gegeben, und die kutanen Gewebespecies (6 Gewebespecies pro Schale) wurden auf ein dreieckiges Netz, das auf einer inneren Schale angeordnet war, so gegeben, dass die Epidermis nach oben gerichtet war. Ein flüssiges Medium (Dulbecco's modifiziertes Eagle Medium (DMEM), 0,7 ml) wurde in die innere Schale zum Durchführen der Kultur bei 31°C für 24 h in einer Gasphase mit 60% O2 und 5% CO2 gegeben. Der somit erhaltene Kulturüberstand wurde für die Messung der Elastaseaktivität verwendet.

Die Messung der Elastaseaktivität wurde entsprechend dem Verfahren von Bieth et al. (Biochem. Biophys. Res. Commun., 53, 383-390 (1973)) durchgeführt. Mehr spezifisch wurde eine 20 mM Lösung N-Succinyl-(Ala)3-p-nitroanilid als Substrat verwendet und in einem Anteil von 5 &mgr;l pro 95 &mgr;l des Kulturüberstandes zugegeben. Eine Reaktion wurde 4 h bei 37°C durchgeführt, und eine Absorbans bei 410 nm wurde gemessen, unter Bestimmung der Menge an Nitroanilin, das durch Reaktion mit dem Enzym gebildet war. Im Hinblick auf die Enzymaktivität wurde die Aktivität als eine Einheit betrachtet, die 1 nmol pro h Nitroanilin bildet.

Wie aufgrund der Ergebnisse wie in 1 ersichtlich ist, entsprach der Anstieg und der Abstieg der Aktivität einer Elastase in dem kutanen Gewebe, das in dem Kulturüberstand freigesetzt war, sehr stark dem Haarzyklus davon. Mehr spezifisch wurde ein hoher Wert in einer Haarfollikel-Bildungsphase (Wachstumsphase) entfaltet, und ein Abstieg des Aktivitätswertes wurde in einer Übergangsphase oder in einer Restphase beobachtet. Dieses Ergebnis legt nahe, dass ein Anstieg der Aktivität der Elastase in dem kutanen Gewebe für die Haarfollikelbildung oder deren Wachstum unverzichtbar ist.

Testbeispiel 1: Elastaseaktivitätsinhibitionstest in kultivierten menschlichen Fibroblasten

Normale menschliche Fibroblasten, die kommerziell von Dainippon Pharmaceutical Co., Ltd. erhältlich sind, wurden in einen DMEM mit 10% fötalem Rinderserum subkultiviert und für diesen Test verwendet. Die von einer Petri-Schale mit einem Gummispatel getrennten Zellen wurden in physiologischer Saline suspendiert, mit Hilfe eines zentrifugalen Gerätes mit geringer Geschwindigkeit gesammelt und dreimal mit physiologischer Saline gewaschen. Die somit behandelten Zellen wurden in einem 0,1% Triton X-100/0,2 M Tris-HCl Puffer (pH: 8,0) suspendiert und durch Ultraschall zerrupft, zur Verwendung als Enzymlösung.

125 mM N-Succinyl-(Ala)3-p-nitroanilid wurden als Substrat für die Messung der Enzymaktivität verwendet, und jedes Subjekt (1 &mgr;l; die Konzentration ist in Tabelle 1 gezeigt) wurde zu der Enzymlösung (100 mL) zur Durchführung einer 1-ständigen Reaktion bei 37°C zugegeben. Die Reaktion wurde durch Zugabe von Essigsäure (5 &mgr;l) gestoppt. Die Menge an gebildetem Nitroanilin wurde durch Messung einer Absorbans bei 405 nm durch ein Spektrophotometer bestimmt. Der Prozentsatz der Inhibition der Elastaseaktivität durch das Subjekt ist in Tabelle 1 gezeigt.

Tabelle 1
Testbeispiel 2: Inhibitionstest bezüglich neutraler Endopeptidaseaktivität in kultivierten menschlichen Fibroblasten

Normale menschliche Fibroblasten, die kommerziell von Dainippon Pharmaceutical Co., Ltd. erhältlich waren, wurden in einem DMEM mit 10% fötalem Rinderserum subkultiviert und bei diesem Test verwendet. Die von einer Petri-Schale mit einem Gummispatel getrennten Zellen wurden in Phosphat-gepufferter physiologischer Saline suspendiert, mit Hilfe eines Gentrifugaltrenners mit geringer Geschwindigkeit gesammelt und 3-mal mit Phosphat gepufferter physiologischer Saline gewaschen. Die somit behandelten Zellen wurden in einem 0,1% X-100/02 M Tris-HC1 Puffer (pH: 8,0) suspendiert und durch Ultraschall zerrupft zur Verwendung als Enzymlösung.

Die Enzymlösung (2 &mgr;l), eine Lösung (1 &mgr;l) einer jeden Zielverbindung und 20 mM Glutaryl-Ala-Ala-Phe-4-methoxy-2-naphthylamin als Substrat für die Messung der Enzymaktivität wurden zu 100 &mgr;l einer MES-Pufferlösung (100 mM, pH: 6,5) gegeben, zu der Ntriumchlorid (300 mM) gegeben war, zur Durchführung einer einstündigen Reaktion bei 37°C. Die Reaktion wurde durch Zugabe von Phosphoramidon gestoppt, unter Erhalt einer Endkonzentration von 0,4 &mgr;m Aminopeptidase M wurde zur Reaktionsmischung gegeben, unter Erhalt einer Endkonzentration von 20 mU, zur Durchführung einer 15 minütigen Reaktion bei 37°C. Die Menge an gebidetem 4-Methoxy-2-naphthylamin wurde durch Messen der Fluoreszenzintensität bei einer Exzitationswellenlänge von 340 nm und einer Fluoreszenzwellenlänge von 425 nm durch ein Fluoreszenzsspektrophotometer bestimmt, zur Feststellung der Inhibition in % der neutralen Endopeptidaseaktivität durch die Zielverbindung. Die Inhibition in % der neutralen Endopeptidaseaktivität durch das Subjekt ist in Tabelle 2 gezeigt.

Tabelle 2
Testbeispiel 3: Test der Inhibition der Regeneration von Mausrückenhaar

Das Rückenhaar einer Gruppe von 5 C3H-Mäusen mit einem Alter von 6 Wochen wurde über 2 × 4 cm2 mit Hilfe des elektrischen Haarschneiders und eines elektrischen Rasierers rasiert, so dass die Haut nicht beschädigt wurde. Jedes Subjekt wurde 2mal täglich in einer Menge von 100 &mgr;L/Zeit über 4 Wochen auf die rasierten Stellen aufgetragen. Das Subjekt wurde in einem Lösungsmittel (80%-iger Ethanol) zur Herstellung einer Lösung mit einer Konzentration, die in der folgenden Tabelle 3 gezeigt ist, aufgelöst. Nur das Lösungsmittel wurde auf die Kontrollgruppe aufgetragen. Nach 3 Wochen wurde jede rasierte Seite bei einer fixierten Vergrößerung zur Beobachtung des Zustandes des regenerierten Haars fotografiert, zum Vergleich des regenerierten Haarflächenverhältnisses (regenerierte Haarfläche/rasierte Fläche) der Testgruppe mit der der Kontrollgruppe. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 gezeigt.

Tabelle 3

Wie aufgrund der Tabellen 1 bis 3 ersichtlich ist, hatten die Subjekte, die Elastaseinhibitoren oder neutrale Endopeptidaseinhibitoren sind, eine ausgezeichnete Inhibitionswirkung auf das Haarwachstum.

Beispiel 2: Haarwachstums-Inhibitionslotion

Die zu A gehörenden Komponenten wurden aufgelöst und die zu B gehörenden Komponenten getrennt aufgelöst. Die Lösung B wurde zu der Lösung A zum gleichmäßigen Rühren und Mischen beider Lösungen gegeben, unter Erhalt einer Haarwachstums-Inhibitionslotion.

Beispiel 3: Haarwachstumsinhibitionscreme

Die zu A gehörenden Komponenten wurden zum Schmelzen erwärmt und die zu B gehörenden Komponenten wurden getrennt zum Schmelzen erwärmt. Die Schmelze B wurde zu der Schmelze A zum gleichmäßigen Rühren und Mischen beider Schmelzen zum Emulgieren gegeben. Die resultierende Emulsion wurde dann gekühlt, unter Erhalt einer Haarwachstums-Inhibitionscreme.

Beispiel 4: Haarwachstumsinhibitionsschaum

Die zu A gehörenden Komponenten wurden gleichmäßig vermischt und in einen Behälter gegeben. Die Komponente B wurde in den Behälter entsprechend einem per se im Stand der Technik bekannten Verfahren gegeben, unter Erhalt eines Haarwachstums-Inhibitionsschaumes.

Beispiel 5: Aerosol

Die zu A gehörenden Komponenten wurden gleichmäßig vermischt und in einen Behälter gegeben. Die Komponente B wurde in dem Behälter entsprechend einem per se im Stand der Technik bekannten Verfahren gegeben, unter Erhalt eines Aerosols.


Anspruch[de]
  1. Verwendung eines Inhibitors von elastaseartigen Enzymen oder eines neutralen Endopeptidaseinhibitors zur Herstellung einer Haarwachstums-Inhibitorzusammensetzung.
  2. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2, worin der Inhibitor von elastaseartigen Enzymen ein Inhibitor eines elastaseartigen Enzyms ist, das von einem dermoepidermalen Fibroblasten abstammt.
  3. Verwendung nach Anspruch 1, worin der neutrale Endopeptidaseinhibitor ein Inhibitor einer neutralen Endopeptidase ist, die von einem dermoepidermalen Fibroblasten stammt.
  4. Verwendung nach Anspruch 1, worin die Haarwachstums-Inhibitorzusammensetzung ein Mittel zum topischen auftragen auf eine Fläche ist, bei der die Inhibition von Haarwachstum gewünscht ist.
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