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Aufzug oder Fahrtreppe - Dokument DE20023348U1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE20023348U1 29.01.2004
Titel Aufzug oder Fahrtreppe
Anmelder Ziehl-Abegg AG, 74653 Künzelsau, DE
Vertreter Patent- und Rechtsanwaltssozietät Maucher, Börjes & Kollegen, 79102 Freiburg
DE-Aktenzeichen 20023348
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.01.2004
Registration date 18.12.2003
Application date from patent application 11.03.2000
File number of patent application claimed 00 10 5193.7
IPC-Hauptklasse B66B 5/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Aufzug oder Fahrtreppe mit einer Aufzugselektrik, die eine übergeordnete Steuerung und einen Antrieb umfasst, wobei der Antrieb wenigstens einen Elektromotor beinhaltet, der über Schaltelemente mit einem Wechselstrom-Versorgungsnetz verbindbar ist und wobei eine mit der Steuerung verbundene Überwachungseinrichtung zur Überwachung des Betriebszustands und zur Unterbrechung des Energieflusses im Störungsfall vorgesehen ist.

Bei Aufzügen oder Fahrtreppen bestehen hohe Sicherheitsanforderungen. In allen Betriebssituationen muss deshalb sichergestellt sein, dass keine Fehlfunktionen auftreten und im Störungsfall ein unkontrollierter Betrieb ausgeschlossen ist.

Für den Betrieb eines Aufzugs oder dergleichen sind eine Aufzugssteuerung sowie ein Aufzugsantrieb vorgesehen. Die Aufzugssteuerung hat im wesentlichen die nachfolgenden Aufgaben:

  • – Ermittlung der aktuellen Position des Fahrkorbes im Schacht
  • – Auswertung der eingehenden Rufe (Kabinen- und Außenrufe)
  • – Entscheidung welche Position als nächstes angefahren wird
  • – Sicherheitsfunktionen:

  • – Überwachung der Kabinentüren

  • – Überwachung der Schachttüren

  • – Überwachung der Fahrkorbgeschwindigkeit

  • – Überwachung der Schutzräume

  • – Überwachung der Endschalter

  • – Überwachung der Fahrzeiten

Der Aufzugsantrieb umfasst im wesentlichen zumindest einen Elektromotor, Schaltelemente zum Verbinden mit einem Stromversorgungsnetz sowie zum Umkehren der Laufrichtung und eine Überwachungseinrichtung, um im Störungsfall den Energiefluss zwischen Stromversorgungsnetz und Motor zu unterbrechen. Aus Sicherheitsgründen werden als Schaltelemente zwei voneinander unabhängige Schütze verwendet. Überwacht werden die Hauptschaltglieder dieser Schütze, wobei bei jedem Zwischenhalt, Richtungswechsel oder Stillsetzen des Aufzuges kontrolliert wird, ob die Hauptschaltglieder beider Schütze geöffnet sind und der Energiefluss unterbrochen ist. Ist dies nicht der Fall, wird durch die Überwachungseinrichtung ein erneutes Anfahren des Aufzuges verhindert. Zur Verhinderung eines ungewollten Anlaufs des Antriebsmotors erfolgt eine allpolige, elektromechanische Trennung des Antriebsmotors von seinem speisenden Netz. Die Trennung wird über Leistungsschütze vorgenommen. Diese elektromechanischen Schalter sind jedoch durch Kontaktabbrand verschleißbehaftet und können beim Kontaktieren auch verschweißen und dann nicht mehr geöffnet werden, weshalb beim Einsatz in Aufzugssteuerungen mit entsprechend höheren Sicherheitsanforderungen mindestens zwei in Reihe geschaltete Hauptschaltglieder eingesetzt werden müssen. Durch die in der Regel große Schalthäufigkeit und Belastung beim Einsatz in Aufzugsanlagen ist es erforderlich, die vergleichsweisen teuren Schütze von Zeit zu Zeit auszutauschen, wodurch entsprechend hohe Betriebskosten entstehen.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Aufzug oder eine Fahrtreppe unter Beibehaltung der hohen Sicherheitsanforderungen zu schaffen, wobei ein praktisch verschleißfreier Betrieb möglich ist und damit einerseits die Betriebskosten gesenkt und andererseits die Betriebssicherheit dadurch noch erheblich erhöht werden kann.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, dass zwischen dem Wechselstrom-Versorgungsnetz und dem Elektromotor ein Umrichter zwischengeschaltet ist, der einen an das Wechselstrom-Versorgungsnetz angeschlossenen, steuerbaren Gleichrichter mit Ansteuerelektronik zum Ein- und Ausschalten der Gleichspannung aufweist, weiterhin steuerbare, zusammen mit einer weiteren Ansteuerelektronik zu einem Frequenzumrichter gehörende Halbleiterschalter, eine Strommessvorrichtung zur Messung des Motorstroms sowie einen Microcontroller als Teil der Überwachungseinrichtung zum Überprüfen, ob am Ende jedes Fahrabschnittes bei stehendem Motor ein Motorstrom fließt und zum Sperren des erneuten Einschaltens der Gleichspannung in diesem Betriebszustand im Fall eines Motorstromflusses und zum Unterbrechen der Ansteuerung der Halbleiterschalter des Frequenzumrichters.

Die bei bisherigen Aufzügen vorgesehenen Schütze mit ihren mechanischen Kontakten können dadurch entfallen, ohne dass Nachteile bezüglich der Sicherheit eintreten. Durch das verschleißfreie Ein- und Ausschalten des Motors ist vielmehr die Betriebssicherheit und Lebensdauer der Anlage insgesamt wesentlich erhöht und gleichzeitig sind Überwachungsmaßnahmen vorhanden, durch welche die bisherigen Sicherheitsanforderungen hinsichtlich der Betriebsüberwachung weiterhin zumindest erfüllt sind.

Dazu ist eines der in der Regel zwei bislang vorgesehenen Schütze durch die mit einer Ansteuerelektronik verbundenen Halbleiterschalter des Frequenzumrichters ersetzt, zu deren Überwachung die Strommessvorrichtung vorgesehen ist. Die Funktion des zweiten, sonst vorgesehenen Schützes übernimmt der steuerbare Gleichrichter, dessen Ansteuerung nach jeder Fahrt des Aufzuges abgeschaltet wird.

Es sind somit, vergleichbar mit den beiden elektromechanischen Schaltern bei bisherigen Aufzugssteuerungen, ebenfalls zwei voneinander unabhängige Schalter vorhanden, die aber durch elektronische Schalter oder elektronische Baugruppen gebildet sind.

Zweckmäßigerweise ist eine Messeinrichtung zur Überwachung der vom steuerbaren Gleichrichter gelieferten, kondensatorgepufferten Gleichspannung vorgesehen. Somit wird die Gleichspannung als kondensatorgepufferte Zwischenkreisspannung dem Elektromotor über den Frequenzumrichter zugeführt, wobei die Zwischenkreisspannung bei abgeschalteter Gleichspannung überwacht und im Störungsfall bei Überschreiten eines vorgebbarer, gegenüber dem Fahrbetriebszustand abgesenkten Gleichspannungsschwellwertes der Zwischenkreisspannung die Ansteuerung der Halbleiterschalter des Frequenzumrichters unterbrochen wird. Zur zusätzlichen Sicherheit kann im Störungsfall bei Überschreiten eines vorgebbaren Gleichspannungsschwellwertes außer dem Sperren der Halbleiterschalter des Frequenzumrichters eine Fehlermeldung an eine übergeordnete Steuerung vorgenommen werden, welche die Ansteuerversorgungsspannung der Halbleiterschalter unterbricht.

Die vorgesehenen Überwachungseinrichtungen dieser elektronischen Baugruppen genügen zumindest den gleichen Sicherheitsanforderungen wie bisher. Hinzu kommt, dass durch den Einsatz eines Wechsel- oder Frequenzumrichters ein geregelter Betrieb des Antriebsmotors über einen großen Betriebsbereich möglich ist.

Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen aufgeführt. Nachstehend ist die Erfindung mit ihren wesentlichen Einzelheiten anhand der Zeichnungen noch näher erläutert.

Es zeigt:

1 ein Blockschaltbild einer Aufzugselektrik mit einer Aufzugssteuerung, einem Umrichter, einem Versorgungsnetz sowie einem Elektromotor und

2 ein Schaltungsausschnitt zweier zu einem Frequenzumrichter gehörender Halbbrücken.

Zu einer Aufzugselektrik 1 (1) gehört neben einer Aufzugssteuerung 2 ein im ganzen mit 3 bezeichneter Antrieb, der im vorliegenden Fall einen Elektromotor 4 sowie einen Umrichter 5 umfasst. Der Umrichter 5 ist dabei die Baugruppe, die zwischen den Elektromotor 4 und einem Wechselstrom-Versorgungsnetz 6 geschaltet ist. Im Ausführungsbeispiel handelt es sich um ein dreiphasiges Wechselstrom-Versorgungsnetz und um einen dreiphasigen Elektromotor.

Der Umrichter 5 dient dazu, den Elektromotor 4 ans Netz zu schalten oder von diesem zu trennen sowie zur Drehrichtungsumkehr. Der Umrichter 5 beinhaltet zwei innerhalb der Leistungsübertragung zwischen dem Netz 6 und dem Elektromotor 4 seriell geschaltete Baugruppen, die unabhängig voneinander auf ihre Funktion hin überwacht werden und mittels denen jeweils für sich ein Sicherheitsabschalten des Energieflusses zum Motor 4 im Störungsfall möglich ist.

Eine dieser beiden Baugruppen ist ein steuerbarer Gleichrichter 7 mit zugehöriger Ansteuerelektronik 8 und die andere Baugruppe ist im wesentlichen durch einen Frequenzumrichter 9 mit steuerbaren Halbleiterschaltern 12 sowie einer Ansteuerelektronik 13 gebildet.

Der steuerbare Gleichrichter 7 ist im Ausführungsbeispiel eine halbgesteuerte Brückenschaltung, die bei der hier vorgesehenen Drehstromversorgung drei Dioden D1 bis D3 sowie drei Thyristoren T1 bis T3 umfasst. Sind die Thyristoren T1 bis T3 von der Ansteuerelektronik 8 angesteuert, so liefert der Gleichrichter 7 eine Ausgangsgleichspannung, die als Zwischenkreisspannung UZK dem Frequenzrichter 9 zugeführt wird. Durch einen Kondensator 10 ist die Zwischenkreis-Gleichspannung gepuffert.

Werden die Thyristoren T1 bis T3 gesperrt, indem sie nicht mehr von der Ansteuerelektronik 8 angesteuert werden, was bei jedem Stop des Aufzugs beziehungsweise des Antriebsmotors 4 der Fall ist, so sinkt die auch am Kondensator 10 anstehende Zwischenkreisspannung entsprechend dessen Entladung ab. Eine Messeinrichtung 11 ist zur Messung dieser Zwischenkreisspannung vorgesehen.

Die Zwischenkreisspannung dient als Eingangs-Gleichspannung für den Frequenzumrichter 9. Dieser weist steuerbare Halbleiterschalter 12 sowie eine Ansteuerelektronik 13 für diese Halbleiterschalter auf. Es sind drei Gruppen von jeweils eine Halbbrücke 14 bildenden Halbleiterschaltern 12 vorgesehen, wobei jede Halbbrücke 14 durch zwei mit ihren Kollektor-Emitterstrecken in Reihe geschalteten Halbleiterschaltern 12 zusammensetzt ist. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Halbleiterschalter durch IGBTs gebildet. Die Halbbrücken 14 sind jeweils an dem Plus- und dem Minus-Pol der Zwischenkreisspannung angeschlossen und an dem jeweiligen Verbindungsknoten zwischen Emitter und Kollektor ist der Motor 4 mit seinen Strängen UVW angeschlossen. Durch diese Brückenschaltung kann der Motor 4 in bekannter Weise in seiner Laufrichtung umgesteuert werden. Mit Hilfe der Ansteuerelektronik 13 kann die Ansteuerfrequenz der Halbleiterschalter 12 variiert werden, so dass der Motor auch mit unterschiedlichen Drehzahlen zwischen Null und maximaler Drehzahl betrieben werden kann.

Zur Überwachung des Frequenzumrichters 9 ist eine Strommessvorrichtung 15 vorgesehen, mittels der die Motorströme in den Phasensträngen gemessen werden kann. Die Messeinrichtung 11 zur Messung der Zwischenkreisspannung hinter dem steuerbaren Gleichrichter 7 und die Strommessvorrichtung 15 zur Messung der Motorströme sind an einen Microcontroller 16 als Teil einer Überwachungseinrichtung angeschlossen. Der Microcontroller 16 ist mit einer Schnittstelle 17 verbunden, an die die Aufzugssteuerung 2 angeschlossen ist.

Mit 18 ist noch ein Netzteil, vorzugsweise ein Schaltnetzteil zur Erzeugung der intern innerhalb des Umrichters 5 benötigten Spannungen bezeichnet, wobei dieses Netzteil aus der Zwischenkreisspannung versorgt wird. Außerdem sind noch zwei Baugruppen in die Zuleitung der Wechselspannung zu dem Gleichrichter 7 vorgesehen und zwar eine Baugruppe 19 mit Netzdrosseln und eine Baugruppe 20 mit einem Funkentstörfilter.

Nach jeder Fahrt des Aufzuges wird der Elektromotor 4 zum Stillstand gebracht, wobei dies durch den ihn steuernden Frequenzumrichter 9 erfolgt. In der Stillstandsphase erfolgt dann eine Überwachung der beiden Baugruppen – einerseits des steuerbaren Gleichrichters 7 und andererseits des Frequenzumrichters 9. In der Stopp-Phase des Aufzugs wird dazu die Ansteuerung des Gleichrichters 7 abgeschaltet. Dadurch sinkt die Zwischenkreisspannung UZK entsprechend der Entladekurve am Kondensator 10 ab. Dieser Spannungsverlauf wird durch die Messeinrichtung 11 überwacht. Sollte die Zwischenkreisspannung bei abgeschaltetem Gleichrichter 7 nicht in dem vorgesehenen Maße absinken, so wird ein erneutes Anfahren des Aufzuges durch den Frequenzumrichter selbst verhindert, indem die Halbleiterschalter 12 nicht angesteuert werden. Gleichzeitig wird der Fehler an die übergeordnete Aufzugssteuerung 2 gemeldet. Die übergeordnete Steuerung 2 ist mit einem Sicherheitsrelais 21 (vgl. 2) verbunden, mit dem die Spannungsversorgung der Ansteuerelektronik 13 für die Halbleiterschalter 12 abschaltbar ist. Im Fehlerfall wird somit nicht nur über die Ansteuerung des Frequenzumrichters ein Durchschalten der Halbleiterschalter 12 verhindert, sondern es wird zur zusätzlichen Sicherheit auch die zur Ansteuerung notwendige Spannungsversorgung komplett abgeschaltet. Damit ist auch bei einer ungewollten Ansteuerung der Halbleiterschalter 12 sicher ein Anlaufen des Elektromotors 4 im Fehlerfall verhindert.

In 2 ist die Ansteuerung von zwei der drei in 1 gezeigten Halbbrücken 14 dargestellt. Gut zu erkennen ist dabei, dass die Ansteuerung der Halbleiterschalter über Optokoppler 22 erfolgt, die ansteuerseitig mit einer gemeinsamen Versorgungsspannung, im vorliegenden Fall 5 Volt sowie mit dem Microcontroller 16 des Umrichters 5 verbunden sind. In der Zuleitung der 5 Volt-Spannungsversorgung für die Ansteuerelektronik ist der Kontakt 23 des Sicherheitsrelais 21 geschaltet. Durch Öffnen dieses Kontaktes 23 wird die komplette Spannungsversorgung der Ansteuerelektronik für alle sechs Frequenzumrichter-Halbleiterschalter 12 gleichzeitig abgeschaltet. Über einen hier nicht dargestellten, zwangsgeführten Kontakt wird der Schaltzustand des Sicherheitsrelais 21 an die übergeordnete Steuerung 2 gemeldet. Über einen weiteren, ebenfalls zwangsgeführten Kontakt kann auch der Microcontroller 16 des Umrichters 5 das Schalten des Sicherheitsrelais überwachen und bei Fehlfunktion ein erneutes Anfahren verhindern. Die Funktion des Schaltgliedes wird nach jeder Fahrt überprüft und überwacht.

Die Strommessvorrichtung 15 ist mit Stromsensoren zur Überwachung des Motorstroms verbunden. Tritt während des Stillstandes des Antriebs im Fehlerfall ein Stromfluss auf, so wird bewirkt, dass der steuerbare Gleichrichter 7 abgeschaltet wird. Die Strommessvorrichtung 15 ist dazu mit dem Microcontroller 16 verbunden und dieser mit der Ansteuerelektronik 8 für die Thyristoren T1 bis T3 des Brückengleichrichters 7. Über einen potentialfreien Kontakt wird die übergeordnete Aufzugssteuerung 2 über die Fehlfunktion unterrichtet. Über die übergeordnete Steuerung kann dann wiederum das Sicherheitsrelais 21 angesteuert werden und die Spannungsversorgung der Ansteuerelektronik des Frequenzumrichters 9 unterbrochen werden. Die Strommessvorrichtung 15 ist für den geregelten Betrieb des Elektromotors 4 erforderlich und wird zusätzlich für die Überwachung, wie vorbeschrieben, mitbenutzt.

Insgesamt ist durch die erfindungsgemäße Aufzugselektrik durch Einsatz elektronischer Schaltelemente in Verbindung mit Überwachungseinrichtungen zur Kontrolle von deren Funktion die Betriebssicherheit der Anlage wesentlich erhöht und es lassen sich damit wesentlich längere, wartungsfreie Betriebszyklen ohne Sicherheitseinbußen realisieren. Durch die praktisch verschleißfreien Baugruppen erübrigen sich kostenintensive Wartungsarbeiten mit Austausch von Baugruppen, wie dies bisher in vergleichsweise kurzen Zeitabständen erforderlich war.

Dies wird, kurz zusammengefasst, erreicht, indem innerhalb der Energieübertragung zwischen speisendem Netz 6 und Elektromotor 4 zwei seriell geschaltete Baugruppen vorgesehen sind, die jeweils unabhängig voneinander ein- und ausschaltbar sind und deren Funktion jeweils überwacht wird. Die erste Schaltbaugruppe ist durch den steuerbaren Gleichrichter 7 und die zweite Schaltbaugruppe durch den Frequenzumrichter 9 beziehungsweise dessen Halbleiterschalter 12 gebildet.

Die Funktionsüberwachung des steuerbaren Gleichrichters 7 erfolgt durch Messung der Zwischenkreisspannung UZK und die Überwachung des Frequenzumrichters 9 durch Messung der Motorströme.

Tritt ein Fehler beim steuerbaren Gleichrichter 7 auf, so kann ein ungewolltes Anlaufen des Elektromotors 4 verhindert werden, indem zum einen der Motor durch den Frequenzumrichter 9 nicht angesteuert wird und indem zum anderen die übergeordnete Steuerung die Ansteuerspannung der Halbleiterschalter des Frequenzumrichters abschaltet.

Tritt ein Fehler im Frequenzumrichter 9 auf, wird dies bei Stillstand des Motors 4 durch Messen des oder der Motorströme registriert und der steuerbare Gleichrichter 7 bleibt dann für die nächste, vorgesehene Anlaufphase gesperrt, so dass der Frequenzumrichter von seiner Energiezufuhr getrennt bleibt. Erwähnt sei in diesem Zusammenhang, dass bei abgeschaltetem, steuerbarem Gleichrichter 7 noch eine vom Kondensator 10 gepufferte, abgesenkte Zwischenkreisspannung UZK am Frequenzumrichter 9 ansteht, so dass im Fehlerfall diese Spannung einen reduzierten Motor-Stromfluss bei Fehlern innerhalb des Frequenzumrichters 9 bewirken kann. Diese Ströme reichen zwar nicht zum Anlaufen des Motors 4, jedoch kann ein Fehler über diese Strommessung registriert und das Einschalten des steuerbaren Gleichrichters 7 verhindert werden.


Anspruch[de]
  1. Aufzug oder Fahrtreppe mit einer Aufzugselektrik, die eine übergeordnete Steuerung und einen Antrieb umfasst, wobei der Antrieb wenigstens einen Elektromotor beinhaltet, der über Schaltelemente mit einem Wechselstrom-Versorgungsnetz verbindbar ist und wobei eine mit der Steuerung verbundene Überwachungseinrichtung zur Überwachung des Betriebszustands und zur Unterbrechung des Energieflusses im Störungsfall vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Wechselstrom-Versorgungsnetz (6) und dem Elektromotor (4) ein Umrichter (5) zwischengeschaltet ist, der einen an das Wechselstrom-Versorgungsnetz (6) angeschlossenen, steuerbaren Gleichrichter (7) mit Ansteuerelektronik (8) zum Ein- und Ausschalten der Gleichspannung aufweist, weiterhin steuerbare, zusammen mit einer weiteren Ansteuerelektronik (13) zu einem Frequenzumrichter (9) gehörende Halbleiterschalter (12), eine Strommessvorrichtung (15) zur Messung des Motorstroms sowie einen Microcontroller (16) als Teil der Überwachungseinrichtung zum Überprüfen, ob am Ende jedes Fahrabschnittes bei stehendem Motor ein Motorstrom fließt und zum Sperren des erneuten Einschaltens der Gleichspannung in diesem Betriebszustand im Fall eines Motorstromflusses und zum Unterbrechen der Ansteuerung der Halbleiterschalter (12) des Frequenzumrichters (9).
  2. Aufzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Messeinrichtung (11) zur Überwachung der vom steuerbaren Gleichrichter (7) gelieferten, kondensatorgepufferten Gleichspannung vorgesehen ist.
  3. Aufzug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Microcontroller (16) vorzugsweise über eine Schnittstelle (17) mit der übergeordneten Steuerung (2) verbunden ist.
  4. Aufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der steuerbaren Gleichrichter (7) durch eine halbgesteuerte Brückenschaltung gebildet ist, die bei Drehstromversorgung insbesondere drei Dioden (D1-D3) und drei Thyristoren (T1-T3) umfasst.
  5. Aufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die steuerbaren Halbleiterschalter (12) des Frequenzumrichters (9) durch vorzugsweise drei Halbbrücken (14) bei Einsatz eines dreiphasigen Motors gebildet ist und dass als Halbleiterschalter (12) insbesondere IGBTs (Isolatet Gate Bipolar Transistors) vorgesehen sind.
  6. Aufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ansteuerung der Halbleiterschalter (12) des Frequenzumrichters (9) Optokoppler (22) vorgesehen sind, die ansteuerseitig mit einer gemeinsamen Versorgungsspannung sowie mit dem Microcontroller (16) des Umrichters (5) verbunden sind und dass in die Zuleitung dieser Versorgungsspannung ein zu einem von der übergeordneten Steuerung (2) ansteuerbares Sicherheitsrelais (21) gehörender Kontakt (23) eingesetzt ist.
  7. Aufzug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitsrelais (21) einen potentialfreien Kontakt zur Rückmeldung seiner Funktion an die übergeordnete Steuerung (2) und vorzugsweise einen weiteren potentialfreien Kontakt zur Rückmeldung seiner Funktion an den Mikroprozessor (16) aufweist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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