PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69812552T2 29.01.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000921772
Titel EINSTELLBARER ADAPTER FÜR EINE UNTERSCHENKELPROTHESE
Anmelder Gramtec Innovation AB, Kinna, SE
Erfinder GRAMNÄS, Finn, S-511 56 Kinna, SE
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69812552
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IT, LI, NL, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 02.04.1998
EP-Aktenzeichen 989142120
WO-Anmeldetag 02.04.1998
PCT-Aktenzeichen PCT/SE98/00612
WO-Veröffentlichungsnummer 0098043559
WO-Veröffentlichungsdatum 08.10.1998
EP-Offenlegungsdatum 16.06.1999
EP date of grant 26.03.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.01.2004
IPC-Hauptklasse A61F 2/76

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen verstellbaren Adapter, insbesondere für eine Unterschenkelprothese, einschließlich eines Adaptergehäuses, das an der Unterschenkelprothese anbringbar ist, eines sphäroidischen Adapterkopfs, der beweglich im Adaptergehäuse montiert und durch Stellmittel des Adaptergehäuses verstellbar ist, und eines Prothesenmanschetten-Befestigungsglieds, das relativ zum Adapterkopf seitwärts verschiebbar ist, wobei Letzterer an einer Prothesenmanschette und mit Hilfe eines Verbindungsstücks am Adaptergehäuse anbringbar ist, wobei der sphäroidische Teil des Adapterkopfs in montierter Stellung in das Adaptergehäuse integriert ist und somit eine Einheit durch zwei gegenseitig bewegliche Teile gebildet wird, die mit Hilfe der Stellmittel unabhängig von der Verstellbarkeit und der Befestigung des Adapterkopfs am Prothesenmanschetten-Befestigungsglied in unterschiedlichen Stellungen feststellbar sind, wobei sich im Adapterkopf ein durchgehendes Langloch befindet, durch das sich das Verbindungsstück erstreckt und das unabhängig von der Verstellbarkeit des Adaptergehäuses relativ zum Adapterkopf eine Querbewegung zwischen dem Adapterkopf und dem Prothesenmanschetten-Befestigungsglied ermöglicht.

Prothesen für das Knie, den Unterschenkel oder den Fuß werden normalerweise unter Verwendung einer Prothesenmanschette am Knochen des Prothesenträgers angebracht. Bisher ist die Verwendung von Adaptern vorgeschlagen worden, um die Prothese im gewünschten Winkel und quer zur Prothesenmanschette verstellbar zu machen.

US-A-5013325 (SE-B-8602143-3) beschreibt eine Unterschenkelprothese mit einem solchen Adapter, einschließlich eines Prothesenmanschetten-Befestigungsglieds zur Befestigung an der unteren Manschette der Prothese. Auf der Seite, die der Prothesenmanschette zugewandt ist, ist das Prothesenmanschetten-Befestigungsglied an ein Adapterglied geschraubt, das eine kleine Halbkugel um den Schraubenschaft herum einschließt, wobei eine Drehung der Halbkugel gegen eine entsprechende sphäroidische Innenfläche in einem Adaptergehäuse, das an seinem gegenüberliegenden Ende an einer Unterschenkelprothese befestigt ist, ermöglicht wird. In einem bestimmten Abstand von der Halbkugel befindet sich eine konzentrisch befestigte Scheibe, an die die Prothesenmanschettenbefestigung anstößt. Weiterhin befinden sich außen auf dem Adaptergehäuse runde Vorsprünge mit durchgehenden Gewindelöchern in einem bestimmten Winkel zur Mittellinie, in die von unten Befestigungsschrauben eingeschraubt werden können, so dass ihre Vorderseiten gegen die an der Halbkugel befestigte Scheibe drücken, wodurch das Adaptergehäuse in unterschiedliche Winkelpositionen gedrückt wird. Das durchgehende Loch im Prothesenmanschetten-Befestigungsglied ist wesentlich größer als die sich darin befindenden Befestigungsschrauben, wodurch es unter Verwendung einer Zwischenscheibe möglich ist, das Prothesenmanschetten-Befestigungsglied relativ zum Adaptergehäuse in unterschiedlichen, seitwärts verstellbaren Stellungen zu befestigen. Unter Verwendung dieser Konstruktion ist es möglich, ohne Demontage der Prothese unterschiedliche Winkelstellungen zu erreichen. Durch den kleinen Radius der Kugel ist der Winkei jedoch nur in einem relativ geringen Ausmaß variierbar. Gleichzeitig ist eine Seitwärtsverstellung möglich, wobei hier jedoch die gesamte Prothese einschließlich der Prothesenmanschette abgenommen werden muss, um die Schrauben für die Seitwärtsverstellung zu erreichen. All das erschwert die Montage.

Bei anderen Typen ähnlicher Adapter sind die beiden Verstelifunktionen in einem solchen Maße getrennt, dass die Konstruktionen groß und unhandlich sind.

Aufgabe dieser Erfindung ist die Schaffung eines verstellbaren Adapters für eine Unterschenkelprothese, bei der die oben genannten Nachteile im Wesentlichen beseitigt sind. Das wird dadurch erreicht, dass der Adapter die Merkmale aufweist, die in den Oberbegriffen der Patentansprüche beschrieben sind.

Im Folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Ausführungsformen, die in den beigefügten Zeichnungen schematisch dargestellt sind, ausführlicher beschrieben.

1 bis 6g repräsentieren nicht die Erfindung nach Anspruch 1.

1 zeigt schematisch eine Ausführungsform einer Unterschenkelprothese mit eingeschlossenem Adapter im Querschnitt von der Seite.

2 ist eine Seitenansicht des Adapters nach 1.

3 ist eine Seitenansicht des Adapters nach 2 in aufgelösten Einzelteilen.

4 ist eine Darstellung in aufgelösten Einzelteilen entsprechend 3 mit den wichtigsten Teilen des Adapters im Querschnitt.

5 ist eine Draufsicht eines im Adapter eingeschlossenen Adapterkopfs.

6a bis 6g zeigen unterschiedliche Einstellungen des Adapters in Seitenansicht und im Querschnitt.

7 zeigt einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Adapter in verblockter Stellung.

8 zeigt den Adapter nach 7 um 90 Grad gedreht in gelöster Stellung.

1 zeigt schematisch einen Prothesenfuß 1 mit einem angrenzenden langen beinartigen Glied, vorzugsweise einem Rohr, 2 aus einem geeigneten leichten festen Material, zum Beispiel Aluminium. An dem Ende, das dem Prothesenfuß abgewandt ist, ist das beinartige Glied 2 an einem Adapter 3 befestigt, der an einer Prothesenmanschette 5 angebracht ist, wobei ein Prothesenmanschetten-Befestigungsglied 4 verwendet wird, das relativ zum Befestigungsende des beinartigen Glieds verstellbar ist.

2 bis 4 zeigen den Adapter nach 1 in einem größeren Maßstab von der Seite in aufgelösten Einzelteilen bzw. in aufgelösten Einzelteilen im Querschnitt. Aus den Zeichnungen wird deutlich, dass das oben erwähnte Prothesenmanschetten-Befestigungsglied 4 im Adapter 3 eingeschlossen ist. Dieses Glied besteht gemäß der gezeigten Konstruktion aus einer runden Scheibe mit Außennuten 6, die die Befestigung des Glieds 4 an der Prothesenmanschette erleichtern. In der gezeigten Konstruktion hat die Scheibe ein zentrales Gewindeloch 7 (siehe 1 und 4). Aus Gründen, die bald erläutert werden sollen, können das Prothesenmanschetten-Befestigungsglied 4 oder das zentrale Loch 7 ein (nicht gezeigtes) Langloch einschließen. Weiterhin befindet sich im Adapter 3 ein Adapterkopf 8, der aus einem Bund mit einer runden ringförmigen Endfläche 9 besteht, die dem Prothesenmanschetten-Befestigungsglied 4 zugewandt ist und gegen dieses drückt. An die Endfläche 9 schließt sich ein konischer Abschnitt 10 an, der ab einer Halbierungslinie 11 in eine im Wesentlichen konzentrische Kugelform 12 übergeht. Der kugelförmige Teil 12 des Adapters endet in einer runden ringförmigen Fläche 13, die im Wesentlichen parallel zur gegenüberliegenden Endfläche 9 des Adapterkopfs verläuft. Weiterhin gibt es ein Adaptergehäuse 14, das einen rohrförmigen Abschnitt 15 einschließt, der an der rohrförmigen Struktur anbringbar ist, weshalb sich am unteren Teil des Abschnitts 15 ein Schlitz 16 befindet (siehe zum Beispiel 1), während das Material auf beiden Seiten des Schlitzes 16 Befestigungsglieder 17 für ein Verbindungsstück 18, zum Beispiel einen Bolzen, aufweist, mit dem das Ende des rohrförmigen Teils, das durch den Schlitz etwas elastisch ist, am oberen Ende der rohrförmigen Struktur 2 befestigt werden kann. An dem Ende, das dem geschlitzten Teil des rohrförmigen Abschnitts 15 des Adaptergehäuses 14 abgewandt ist, trifft die rohrförmige Struktur auf eine becherförmige Muffe 19, die konzentrisch mit dem rohrförmigen Abschnitt 15 angeordnet ist und einen größeren Durchmesser als der Abschnitt 15 hat.

Die Muffe 19 und der rohrförmige Abschnitt treffen an einem ringförmigen Verbindungsstück 20 aufeinander, das im Wesentlichen senkrecht zur Mittellinie des Adaptergehäuses befestigt ist. Durch dieses Verbindungsstück erstrecken sich mehrere, vorzugsweise vier, Gewindelöcher 21, die in gleichen Abständen zueinander winklig angeordnet sind und zur Aufnahme von Befestigungsschrauben 22 oder dergleichen dienen. An dem Ende des Bunds 19, das dem rohrförmigen Abschnitt 15 abgewandt ist, hat der Bund eine ringförmig umlaufende Nut für eine Sicherungsscheibe 24 mit einem Loch 25, vorzugsweise mit einer Form, die komplementär zur sphäroidischen Form 12 ist, und mit einer Berührungslinie, die sich bei symmetrischer Montage in der Mitte der sphäroidischen Fläche 12 befindet, also im montierten Zustand mit ihrer kleineren Öffnung axial aus dem Rundteil heraus gedreht ist, so dass durch den zunehmenden Durchmesser des sphäroidischen Teils 12 in der Abwärtsrichtung der Adapterkopf nach dem Einführen in die Muffe 19 und der Befestigung der Sicherungsscheibe 24 nicht mehr aus der Muffe gezogen, aber durch Betätigung der Befestigungsschrauben im gewünschten Winkel arretiert werden kann. Die Sicherungsscheibe 24 hat vorzugsweise einen (nicht gezeigten) Schlitz, der ihr Einführen in die Nut 23 erleichtert.

Der Innendurchmesser der Öffnung in der Muffe 19 ist etwas größer als der Außendurchmesser der Endfläche 13 des sphäroidischen Teils 12 des Adapterkopfs, so dass er in die Muffe passt und an seiner ringförmigen Endfläche gegen die Befestigungsschrauben 22 im Adaptergehäuse 14 drückt (siehe zum Beispiel 1), wo sich der Mittelteil 11 des Adapterkopfs oberhalb der Muffe 19 befindet. Durch Einführen der Sicherungsscheibe 24 in die Nut 23 im Adaptergehäuse 14 nach dern Einführen des Adapterkopfs 8 in das Adaptergehäuse verhindert die Sicherungsscheibe das Herausziehen des Adapterkopfs aus der Muffe 19, während der Adapterkopf gleichzeitig mit Hilfe des sphäroidischen Teils 12 auf einen bestimmten Winkel relativ zur Längsachse des Adaptergehäuses einstellbar ist. Das winklige Loch 25 in der Sicherungsscheibe 24 trägt somit auch dazu bei, diese Winkeleinstellung weich und reibungslos zu gestalten, ohne dass der sphäroidische Teil 12 und die Kante des Lochs 25 aneinander kratzen.

In 4 wird aus dem Querschnitt des Adapterkopfs 8 deutlich, dass der Adapterkopf ungefähr in Höhe des äußeren Mittelteils 11 eine innere Trennwand aufweist, die ein durchgehendes ovales Loch 27 hat, das symmetrisch zum Zentrum der inneren Trennwand 26 angeordnet ist, was in 5 deutlich zu sehen ist, wo der Adapterkopf in Draufsicht dargestellt ist.

Ein Verbindungsstück 28 dient der inneren Verbindung zwischen dem Prothesenmanschetten-Befestigungsglied 4 und dem Adapterkopf B. Im gezeigten Beispiel ist dieses Verbindungsstück ein Schraubenbolzen, der durch das ovale Loch 27 im Adapterkopf geführt und mit seinem Gewindeschaft in das Gewindeloch 7 im Prothesenmanschetten-Befestigungsglied 4 geschraubt wird. Ein Teil des Verbindungsstücks 28 passt nicht durch das ovale Loch 27. So ist im vorliegenden Fall der Durchmesser des Bolzenkopfs größer als die Weite des Lochs 27. Somit ist das Verbindungsstück verwendbar, ohne dass sein Kopf durch das Loch 27 passt. Da dieses Loch oval ist, kann das Verbindungsstück 28 in unterschiedlichen Stellungen entlang des Lochs befestigt werden, wodurch die Verstellbarkeit entlang des Lochs ermöglicht wird. Bei der alternativen Konstruktion des Prothesenmanschetten-Befestigungsglieds mit einem Langloch an Stelle des zentrierten Lochs 7 unter Verwendung einer (nicht gezeigten) Gleitnut im Prothesenmanschetten-Befestigungsglied ist es möglich, eine Mutter als Verbindungsstück 28 zu verwenden, die sich entlang des Lochs im Prothesenmanschetten-Befestigungsglied 4 selbsttätig arretiert. Somit wird das Ausmaß der Verstellbarkeit des Prothesenadapters weiter erhöht.

In 6a bis 6g ist der Adapter 3 im Querschnitt in unterschiedlichen Einstellungen zwischen dem Prothesenmanschetten-Befestigungsglied 4 und dem Adapterkopf 8 sowie zwischen dem Adapterkopf 8 und dem Adaptergehäuse 14 zu sehen. Auf diese Art und Weise wird eine große Vielfalt von Einstellungen ermöglicht, die außerdem aufgrund des großen sphäroidischen Teils des Adapterkopfs in der Muffe des Adaptergehäuses mit einem niedrigen und besonders kompakten Adapter erreichbar ist.

So zeigt 6a, wie der Adapterkopf 8 verstellt wird, so dass seine Mittellinie eine direkte Verlängerung der Mittellinie des Adaptergehäuses 14 bildet und daher keine Winkelverschiebung der Mittellinie zu verzeichnen ist. Andererseits wird die Achse des Prothesenmanschetten-Befestigungsglieds 4 parallel zur Mittellinie des Adapterkopfs 8 und daher auch parallel zur Mittellinie des Adaptergehäuses verschoben. Die Zeichnung zeigt, dass das durch die Verschiebung des Verbindungsstücks 28 in die äußerste linke Stellung innerhalb des ovalen Lochs 27 im Adapterkopf erreicht wird.

Auch in den Stellungen in 6b und 6c gibt es keine Winkelverschiebung zwischen dem Adapterkopf 8 und dem Adaptergehäuse. Dabei befindet sich in 6b das Prothesenmanschetten-Befestigungsglied 4 in seiner äußersten rechten Stellung, während das Verbindungsstück 28 in 6c zentral im Loch 27 angeordnet ist, so dass die Mittellinie des Prothesenmanschetten-Befestigungsglieds 4 nicht nur parallel zu den Mittellinien des Adaptergehäuses 14 und des Adapterkopfs 8 verläuft, sondern auch mit diesen zusammenfällt.

In 6d und 6e wird gezeigt, wie sich das Prothesenmanschetten-Befestigungsglied 4 und der Adapterkopf 8 in den gleichen Positionen zueinander befinden wie in 6c, wobei aber der Adapterkopf 8 in beiden Fällen im Adaptergehäuse 14 relativ zu Letzterem gedreht worden ist, so dass ihre jeweiligen Mittellinien einen Winkel bilden. Diese relative Winkelverstellung wird in 6d dadurch erreicht, dass die vordere Befestigungsschraube 22a fast vollständig aus ihrem Loch 21 herausgeschraubt wird, während die hintere Schraube im entsprechenden Maße in ihr Loch hineingeschraubt wird. Somit hebt die hintere Schraube 22b, wie in der Zeichnung zu sehen ist, den rechten Teil des Adapterkopfs 8 an, wobei dieser durch die sphäroidische Außenfläche, die sich innerhalb des Muffenteils des Adaptergehäuses befindet, in der Muffe kippt und dort in einem nach links verschobenen Winkel (siehe Zeichnung) ruht, wobei die Mittellinien des Adapterkopfs und des Prothesenmanschetten-Befestigungsglieds im maximal nach links verschobenen Winkel zur Mittellinie des Adaptergehäuses verlaufen.

In 6e ist die Situation entgegengesetzt zu 6d. Hier wird die vordere Befestigungsschraube 22a maximal in ihr Loch hineingeschraubt, während die hintere Schraube 22b herausgeschraubt wird. Der Winkel der zusammenfallenden Mittellinien von Prothesenmanschetten-Befestigungsglied 4 und Adapterkopf 8 relativ zur Mittellinie des Adaptergehäuses 14 ist so groß wie der in 6d, wobei jedoch in 6e die Mittellinien des Prothesenmanschetten-Befestigungsglieds 4 und des Adapterkopfs 8 im nach rechts verschobenen Winkel zur Mittellinie des Adaptergehäuses verlaufen.

6f und 6g schließlich zeigen zwei Stellungen, in denen sich das Adaptergehäuse 14 und der Adapterkopf 8 im gleichen Winkel zueinander wie in 6d und 6e befinden und die Winkelverstellung auf die gleiche Art und Weise erfolgt wie in den Fällen 6d bzw. 6e. Zusätzlich wurden in 6f und 6g die Mittellinien des Prothesenmanschetten-Befestigungsglieds 4 und des Adapterkopfs 8 auf die gleiche Art und Weise und mit den gleichen Mitteln parallel zueinander verschoben wie in 6a bzw. 6b.

Zur Vereinfachung der Darstellung ist in 6d bis 6g die Art und Weise der relativen Winkelverschiebung zwischen dem Adapterkopf 8 und dem Adaptergehäuse 14 nur in der Ebene des Papiers dargestellt. Hier sind also nur die vordere Befestigungsschraube 22a bzw. die hintere Befestigungsschraube 22b in ihre jeweils neutrale Stellung hinein- bzw. herausgeschraubt worden. Da das Adaptergehäuse 14 auch mehr als zwei, vorzugsweise vier, Befestigungsschrauben 22, die in gleichen Abständen zueinander angeordnet sind, haben kann, wird vorausgesetzt, dass die Winkelverstellung auch in einer Ebene, die senkrecht zur Ebene des Papiers verläuft, und/oder in einer Kombination der Ebenen erfolgen kann. Das heißt, dass jede gewünschte Einstellung des Winkels zwischen dem Adaptergehäuse und dem Adapterkopf und dadurch zwischen dem Unterschenkelrohr und dem Prothesenmanschetten-Befestigungsglied 4 möglich ist, während gleichzeitig eine Seitwärtsverschiebung des Unterschenkelrohrs 2 und des Prothesenmanschetten-Befestigungsglieds 4 erreichbar ist. Da der Adapterkopf 8 keine feste Stellung relativ zum Adaptergehäuse 14 hat, ist der Adapterkopf auch relativ zum Adaptergehäuse 14 drehbar, so dass eine Parallelverschiebung der Mittellinien des Prothesenmanschetten-Befestigungsglieds 4 und des Adapterkopfs 8 in jede beliebige Richtung senkrecht zur Mittellinie des Adaptergehäuses möglich ist.

Unter Verwendung des großen sphäroidischen Adapterkopfs dieser Konstruktion, der auf die beschriebene Art und Weise in Stellungen relativ zum Adaptergehäuse arretierbar ist und eine eingebaute Funktion der Seitwärtsverschiebung aufweist, wird eine äußerst kompakte und somit Platz sparende Konstruktion sowie die totale Versteilbarkeit einer extern angebrachten Prothese für das Knie, den Unterschenkel oder den Fuß erreicht.

Die oben beschriebene Funktion der Seitwärtsverschiebung des Adapters wird durch Anziehen der Schraube, die vom Inneren des Adaptergehäuses 14 aus zugänglich ist, blockiert. Das bedeutet, dass die Unterschenkelprothese 2 abgenommen werden muss, wenn sie verstellt werden soll. Wie in 7 und in 8 zu sehen ist, kann die erfindungsgemäße Einstellung ohne Demontage der Unterschenkelprothese erfolgen. Zu diesem Zweck ist als Verbindungsstück 28 eine Schraube mit einem zylindrischen Kopf 31 vorhanden, die in einer Bohrung 34 im Prothesenmanschetten-Befestigungsglied 4 axial verschiebbar ist. Der Schraubenkopf 31 hat eine radiale konische Vertiefung 32, die hinsichtlich der Schraubenachse eine schräge Berührungsfläche ergibt. Im Prothesenmanschetten-Befestigungsglied 4 befindet sich ein Stellglied 33 in Form einer Anschlagschraube, deren inneres Ende eine konische Spitze 35 aufweist. Diese soll so mit der konischen Vertiefung zusammenwirken, dass das Verbindungsstück 28 axial verschiebbar ist, wenn die Anschlagschraube etwas aus ihrem Gewindeloch 36 herausgeschraubt ist, so dass das Adaptergehäuse 14 in die Lage versetzt wird, sich quer zum Prothesenmanschetten-Befestigungsglied zu bewegen (siehe 8). Nach der Einstellung dieser Teile relativ zueinander kann die Anschlagschraube 33 in die konische Vertiefung im Arretierglied hineingeschraubt werden, wobei die konische Spitze 35 mit der schrägen Berührungsfläche der Vertiefung 32 zusammenwirkt und die Schraube in einem solchen Maße anhebt, dass die Mutter 30 die Trennwand 26 berührt (siehe 7).

Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Beispiele beschränkt, sondern kann im Rahmen der folgenden Patentansprüche modifiziert werden.


Anspruch[de]
  1. Verstellbarer Adapter, insbesondere für eine Unterschenkelprothese, einschließlich eines Adaptergehäuses (14), das an der Unterschenkelprothese (2) anbringbar ist, eines sphäroidischen Adapterkopfs (8), der beweglich im Adaptergehäuse montiert und durch Stellmittel (22) des Adaptergehäuses verstellbar ist, und eines Prothesenmanschetten-Befestigungsglieds (4), das relativ zum Adapterkopf (8) seitwärts verschiebbar ist, wobei Letzterer an einer Prothesenmanschette (5) und mit Hilfe eines Verbindungsstücks (28) am Adaptergehäuse (14) anbringbar ist, wobei der sphäroidische Teil (12) des Adapterkopfs (8) in montierter Stellung in das Adaptergehäuse (14) integriert ist und somit eine Einheit durch zwei gegenseitig bewegliche Teile gebildet wird, die mit Hilfe der Stellmittel (22) unabhängig von der Verstellbarkeit und der Befestigung des Adapterkopfs am Prothesenmanschetten-Befestigungsglied (4) in unterschiedlichen Stellungen feststellbar sind, wobei sich im Adapterkopf (8) ein durchgehendes Langloch (27) befindet, durch das sich das Verbindungsstück (28) erstreckt und das unabhängig von der Bewegung zwischen Adaptergehäuse (14) und Adapterkopf (8) eine Querbewegung zwischen dem Adapterkopf (8) und dem Prothesenmanschetten-Befestigungsglied (4) ermöglicht; dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsstück (28) eine schräge Berührungsfläche (32) hat, die mit einem Stellglied (33) zusammenwirkt, das radial im Prothesenmanschetten-Befestigungsglied (4) beweglich ist und das bei einer Bewegung in die eine Richtung das Verbindungsstück (28) anhebt und bei einer Bewegung in die Gegenrichtung das Verbindungsstück (28) absenkt, wobei der Adapterkopf (8) mit dem Prothesenmanschetten-Befestigungsglied (4) verblockt bzw. von diesem gelöst wird, um die Querbewegung zwischen dem Adapterkopf (8) und dem Prothesenmanschetten-Befestigungsglied (4) zu ermöglichen.
  2. Adapter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsstück (28) aus einer Schraube (29) und einer Mutter (30) besteht und dass sich die Berührungsfläche (32) im Kopf (31) der Schraube befindet, wobei die Berührungsfläche die Form einer konischen Vertiefung hat.
Es folgen 7 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com