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Dokumentenidentifikation DE20311362U1 05.02.2004
Titel Zeichen-, Schreib- und Maltafel
Anmelder TRENDart.tv GmbH, 61197 Florstadt, DE
Vertreter Patentanwälte Möll und Bitterich, 76829 Landau
DE-Aktenzeichen 20311362
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 05.02.2004
Registration date 24.12.2003
Application date from patent application 24.07.2003
IPC-Hauptklasse B43L 1/12

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum löschbaren Zeichnen und Schreiben vor einem flächenförmigen Hintergrund gemäß dem Oberbegriff des Schutzanspruchs 1.

Gattungsbildende Tafeln sind bereits aus der deutschen Patentschrift 1 259 749 bekannt. Die dort offenbarte Tafel besteht aus einer Platte mit glatter Oberfläche. Die Oberfläche kann weiß oder farbig beschriftet oder aber mit einer ebenfalls weißen oder farbigen Folie als Unterlage bedeckt sein. Auf der Platte bzw. Folie ist eine Zwischenschicht angeordnet, die eine einen Beutel bildende Folie umfasst, die wiederum eine pastöse, deckende Fettschicht umschließt. Zum Erhalt eines ausreichenden Deckungsgrades kann die deckende Fettschicht mit Ruß eingefärbt sein. Durch lokale Verdrängung der deckenden Fettschicht mit Hilfe eines Zeichen- oder Malwerkzeugs kommt die weiße oder farbige Plattenoberfläche bzw. die Folie zum Vorschein, so dass auf diese Weise Schriftzeichen oder Zeichnungen erzeugt werden können.

Auch ist in der deutschen Patentschrift 1 259 749 schon die Idee angesprochen, die Unterlage austauschbar zu machen, indem eine Seite des Rahmens offen sein kann. Bei dieser Lösung besteht allerdings die Gefahr, dass die Unterlage beim unvorsichtigen Tragen der Tafel herausfällt und verloren geht. Ferner bereitet das Einfädeln der Unterlage durch die Öffnung in einer Rahmenseite einige Schwierigkeiten und setzt ein beträchtliches Maß an Geschicklichkeit voraus. Wenn man bedenkt, dass zu den Benutzern dieser Tafel vor allem Kleinkinder zählen, wird sehr schnell deutlich, dass die dort vorgeschlagene Lösung zum Austauschen der Unterlage in der Praxis nicht befriedigen kann.

Vor diesem Hintergrund stellt sich der Erfindung die Aufgabe, eine gattungsgemäße Tafel im Hinblick auf die Austauschbarkeit des Hintergrunds weiterzuentwickeln. Ein weiterer wichtiger Aspekt kommt in der konstruktiven Ausgestaltung der Tafel zum tragen, die eine wirtschaftliche Herstellung erst möglich macht. Schließlich ist es Aufgabe der Erfindung, eine kindgerechte Tafel im Hinblick auf Funktion, Ergonomie und verwendete Materialien zur Verfügung zu stellen.

Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Schutzanspruchs 1 gelöst.

Vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, den Abschnitt der Rückwand der Vorrichtung, der dem Mal- und Zeichenfeld gegenüberliegt, lösbar von der übrigen Rückwand auszubilden. Dadurch kann der Hintergrund in einfacher Weise in die Vorrichtung eingelegt und wieder entnommen werden. Auch Kinder, deren Feinmotorik noch nicht so weit entwickelt ist, sind dank der Erfindung in der Lage, den Hintergrund ohne fremde Hilfe auszutauschen, ohne dass dieser dabei Schaden nimmt. Durch das anschließende Schließen der Rückwand ist der Hintergrund in der Vorrichtung gefangen, so dass dieser nicht mehr unbeabsichtigt aus der Vorrichtung fallen kann und damit verloren geht.

Ein zusätzlicher Vorteil der Erfindung liegt darin, dass das Kissen mit der Rückwand eine Art Tasche bildet, die über den lösbaren Abschnitt geöffnet und geschlossen werden kann. In dieser Tasche können beispielsweise das Zeichen- und Malwerkzeug, aber auch andere kleine Gegenstände und Spielsachen verstaut werden.

In seiner weitesten Form umfasst die Erfindung auch eine Vorrichtung, bei der die übrige Rückwand und der lösbare Abschnitt vollständig voneinander trennbar sind. Bevorzugt wird jedoch eine Befestigung des lösbaren Abschnitts an der übrigen Rückwand mit Hilfe eines Scharniergelenks. Dadurch hängen die übrige Rückwand und der lösbare Abschnitt zusammen, so dass letzterer nicht verloren gehen kann. Darüber hinaus erfolgt bei der Durchführung der Schwenkbewegung zum Schließen der Rückwand eine Zwangsführung des lösbaren Abschnitts um die Scharnierachse, wodurch das Schließen der Rückwand erleichtert wird. Vor allem bei kleinen Kindern kommt dieser Vorteil zum tragen.

Eine vorteilhafte Ausführungsform des Scharniergelenks sieht hakenförmige Aufnahmen zur Aufnahme der Scharnierachse vor. Auf diese Weise gelingt eine sehr robuste Ausführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung, die vor allem im Hinblick auf den oft unsachgemäßen Umgang durch Kinder die Haltbarkeit der Vorrichtung erhöht. Weiter lässt die erfindungsgemäße Ausbildung des Scharniergelenks eine Trennung des lösbaren Abschnitts von der übrigen Rückwand zu, so dass im Falle von Beschädigungen nicht mehr funktionsfähige Teile durch neue ersetzt werden können. Ein weiterer Vorteil liegt in der einfachen Herstellung des Gelenks, beispielsweise im Spritzgussverfahren, so dass hierfür keine Extrateile benötigt werden.

Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht mindestens eine Verriegelung zwischen übriger Rückwand und dem lösbaren Abschnitt vor. Dadurch wird sichergestellt, dass ein ungewolltes Lösen des lösbaren Abschnitts von der übrigen Rückwand stattfindet. In diesem Zusammenhang ist eine Selbstarretierung der Verriegelung von besonderem Vorteil. Diese kann beispielsweise durch die Wahl eines elastischen Materials der verriegelnden Elemente erreicht werden. Beispielsweise ist es möglich, die sich gegenüberliegenden Längsränder von übriger Rückwand und lösbarem Abschnitt mit sich entsprechenden Wölbungen bzw. Hohlwölbungen auszubilden. Dies kann sowohl über die gesamte Länge der Längsränder als auch nur abschnittsweise oder punktuell geschehen.

Bei geeigneter Anzahl, Verteilung und Ausbildung der Verriegelungen kann allein mit Hilfe der Verriegelungen ein ungewolltes Lösen des lösbaren Abschnitts von der übrigen Rückwand verhindert werden. Bei einer solchen Ausbildungsform der Erfindung kann sich ein Scharniergelenk erübrigen.

In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird auf die Vorderseite der Rückwand ein Rahmen aufgesetzt, wodurch eine sehr stabile Grundkonstruktion entsteht. Durch die Dicke des Rahmens entsteht darüber hinaus eine Begrenzung des Mal- und Zeichenfelds, was kleinen Kindern eine Hilfestellung gegen das Hinausmalen über den Rand gibt.

Die Verbindung von Rahmen und Rückwand über eine Steckverbindung gereicht vor allem in herstellungstechnischer Hinsicht zu Vorteilen, da hier keine weiteren Verbindungsmittel notwendig sind, um ein leichtes und dauerhaftes Zusammenfügen der beiden Teile zu ermöglichen. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, das Kissen im Zuge des Zusammenfügens zwischen Rahmen und Rückwand einzuklemmen und zu fixieren. Eine besonders exakte und dauerhafte Fixierung entsteht dabei, wenn die Steckverbindung das Kissen durchdringt.

Aus wirtschaftlicher Sicht ist es von besonderem Vorteil, wenn die übrige Rückwand eine im wesentlichen identische Form wie der Rahmen aufweist. Dadurch können beide Teile in derselben Spritzgussform hergestellt werden. Auf diese Weise lassen sich die Investitionskosten niedrig halten:

Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die nicht durchscheinende Masse Graphit enthält. Dadurch lässt sich ein hoher Deckungsgrad erzielen, so dass schon wenig Masse ausreicht, um den Hintergrund zu verbergen. Das bedeutet gleichzeitig, dass zum Zeichnen oder Malen nur wenig Masse verdrängt werden muss, so dass der Malvorgang selbst erleichtert wird. Die Verwendung von Graphit hat ferner den Vorteil, dass von Graphit keine Gefahr der Gesundheitsschädigung ausgeht. Dies ist wiederum unter dem Aspekt der Kindertauglichkeit wichtig, da bei Kindern nicht ausgeschlossen werden kann, dass das Kissen absichtlich oder unabsichtlich geöffnet wird und in den Mund gelangt.

Die Anbringung seitlicher Griffmulden an der Rückwand und/oder dem Rahmen erleichtert die Handhabung der erfindungsgemäßen Vorrichtung, indem einem Abrutschen der Hände entgegengewirkt wird. Die Transportabilität der Vorrichtung wird durch einen Traggriff erleichtert, der sich insbesondere in Verbindung mit der Funktion der erfindungsgemäßen Vorrichtung als Tasche als sehr nützlich erweist. Der Traggriff wird vorzugsweise durch Anordnung einer Durchgreiföffnung im Randbereich gebildet. Durch ein allseitiges Ab- und Ausrunden von Kanten und Ecken wird die Verletzungsgefahr auf ein Minimum reduziert.

Die konkave Randausbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung berücksichtigt wiederum, dass vor allem Kinder aufgrund ihrer relativ kurzen Arme das Mal- und Zeichenfeld möglichst nahe am Körper haben wollen.

In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung weist der lösbare Abschnitt Führungs- und Haltemittel für den Hintergrund auf, wodurch sich eine exakte Positionierung des Hintergrunds relativ zum Mal- und Zeichenfeld erreichen lässt. Solche Führungs- und Haltemittel können beispielsweise seitliche Führungsnuten sein, in denen die Ränder des Hintergrunds zu liegen kommen. Zusätzlich oder alternativ können auch eine Haftschicht oder ein Zentrierdorn an dem lösbaren Abschnitt befestigt sein, die ein Verrutschen des Hintergrunds verhindern.

Weiter ist es von Vorteil, wenn der Hintergrund selbst wasserfest ist, beispielsweise durch Laminieren eines Papierbogens oder durch Verwendung eines Materials mit hohem Kunststoffanteil. Das ermöglicht, eine erfindungsgemäße Vorrichtung auch mit an den Strand zu nehmen, ohne befürchten zu müssen, dass der Hintergrund durch Wasser- oder Feuchteeinwirkung unbrauchbar wird.

Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, den lösbaren Teil der Vorrichtung selbst durch Beschichtung als Hintergrund zu verwenden. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass immer zumindest ein Hintergrund zur Verfügung steht. Ein Auswechseln des Hintergrunds ist dann durch zusätzliches Einlegen von blattförmigen Hintergründen möglich oder aber durch Austauschen des lösbaren Teils der Vorrichtung.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen

1 eine Vorderansicht auf eine erfindungsgemäße Vorrichtung,

2 eine Hinteransicht auf eine erfindungsgemäße Vorrichtung und

3 einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung entlang der in 2 dargestellten Linie III-III.

Die 1 und 2 zeigen die Erfindung in einer Vorder- und Rückansicht, während die 3 einen Schnitt durch die Vorrichtung betrifft. Dabei sind wegen der besseren Erkennbarkeit die wesentlichen Teile getrennt im Zustand vor dem Zusammenfügen dargestellt.

In den 2 und 3 sieht man zunächst eine Rückwand 1 mit einer zentralen Klappe 3 und einem die übrige Rückwand 2 bildenden rahmenartigen Teil, das eine Öffnung 11 umschließt. Durch Herausklappen der Klappe 3 aus der Rückseite 8 der Rückwand 1 entsteht die Öffnung 11. Über drei voneinander beabstandete Abschnitte weist der untere Längsrand 4 der übrigen Rückwand 2 in der Laibungsfläche der Öffnung 11 Haken 5 auf. Der obere Längsrand 6 besitzt in der Laibungsfläche der Öffnung 11 zwei Ausnehmungen 7, die eine Riegelrast für eine weiter unten näher erläuterte Verriegelung bilden. Die Vorderseite 9 der übrigen Rückwand 2 weist von der Oberfläche abstehende Verriegelungszapfen 10 auf, die in regelmäßigem gegenseitigem Abstand und in konstantem Abstand zur Öffnung 11 angeordnet sind.

Die Klappe 3 besitzt Abmessungen, die in etwa denen der Öffnung 11 entsprechen, wobei ein geringes Spiel zwischen dem Rand der Öffnung 11 und der Klappe 3 eingehalten ist. Der untere Rand 12 der Klappe 3 bildet ein Scharniergelenk 13 mit der übrigen Rückwand 2 aus. Zu diesem Zweck sind im Bereich der Haken 5 schmale, randparallele Schlitze in die Klappe 3 eingelassen. Das führt dazu, dass bei der Klappe 3 in der Gelenkachse jeweils ein Randsteg 14 stehen bleibt, der von dem Haken 5 unter Durchdringung des Schlitzes umgriffen wird.

Der obere Rand 15 der Klappe 3 besitzt zwei den Ausnehmungen 7 gegenüberliegende Riegel 16, wobei Riegel 16 und Ausnehmungen 7 zusammen eine Verriegelung ergeben. Die Riegel 16 sind dabei in durch Vertiefungen gebildete Linearführungen in Form von Vertiefungen in der Klappe 3 quer zum Rand 15 verschieblich angeordnet. Die Oberseite der Riegel 16 ist jeweils mit einem Steg 17 versehen, der einerseits als Anschlag für die Verriegelungs- bzw. Entriegelungsstellung dient und andererseits eine bessere Bedienbarkeit der Verriegelung gewährleistet.

Ferner sieht man in den 1 und 3 einen gegenüber der Vorderseite 9 der Rückwand 1 planparallelen Rahmen 18. Dessen äußere Abmessungen entsprechen denen der übrigen Rückwand 2, d. h. dass auch der Rahmen 18 die Öffnung 11 umgreift. Zur Befestigung des Rahmens 18 an der Vorderseite 9 der Rückwand 1 besitzt der Rahmen 18 an seiner der Rückwand 1 zugewandten Seite hohlzylindrische Stutzen 19, die mit den Verriegelungszapfen 10 fluchten. Der Innendurchmesser der hohlzylindrischen Stutzen 19 ist gleich groß oder etwas geringer gewählt als der Außendurchmesser der Verriegelzungszapfen 10, so dass beim Zusammenfügen des Rahmens 18 mit der Rückwand 1 eine feste, durch Reibschluss erzeugte Verbindung entsteht. Das Einführen der Verriegelungszapfen 10 in die hohlzylindrischen Stutzen 19 wird durch eine geringe Konizität am freien Ende der Verriegelungszapfen 10 gewährleistet.

Zwischen Rahmen 18 und Rückwand 1 sieht man ferner ein planparalleles Kissen 20, dessen äußere Abmessungen etwas größer sind als die Öffnung 11, so dass eine Überlappung mit dem Rahmen 18 und der Rückwand 1 gegeben ist. Das Kissen 20 besteht aus zwei deckungsgleichen Folien 21, deren Randbereiche umlaufend miteinander verschweißt sind, so dass zwischen den Folien 21 ein Raum entsteht. Dieser Raum ist gefüllt mit einer deckenden Masse 22, die sich im vorliegenden Beispiel zu 93 Gew.% aus Fett und 7 Gew.% aus Graphit zusammensetzt.

Im verschweißten Randbereich weisen die beiden Folien 21 eine Vielzahl von Stanzungen 23 auf, die jeweils mit den Stutzen 19 und Verriegelungszapfen 10 fluchten. Dadurch ist eine über die Klemmkraft hinaus wirkende Fixierung des Kissens 20 zwischen dem Rahmen 18 und der Rückwand 1 möglich.

Der gebrauchsfertige Zustand der erfindungsgemäßen Vorrichtung entsteht durch Zusammenfügen von Rahmen 18 und Rückwand 1 entlang der Achsen 24 bei gleichzeitiger Einklemmung des Kissens 20.

Das Einlegen bzw. Austauschen eines Hintergrunds 25 erklärt sich wie folgt. Zunächst werden die Verriegelungen der Klappe 3 gelöst, indem die Riegel 16 zur Mitte der Klappe 3 hin verschoben werden. Der Steg 17 erleichtert dabei das Ergreifen und dient ferner als Anschlag gegenüber der Klappe 3 sowohl für die Verriegelungs- als auch Entriegelungsstellung.

Durch das Entriegeln der Klappe 3 ist es möglich, diese um das Scharniergelenk 13 am unteren Rand der Öffnung 11 zu schwenken, wodurch in der Rückwand 1 die Öffnung 11 frei wird. Die Tiefe der Öffnung 11 wird dabei vom Kissen 20 begrenzt. Dieser Zustand ist in 3 dargestellt.

Nun kann ein geeigneter Hintergrund 25 entweder direkt in die Öffnung 11 oder aber, wie in 3 gezeigt, auf die Innenseite der Klappe 3 gelegt und in Richtung des Pfeils 26 bis zum Rand der Öffnung 11 geschoben werden. Durch Zurückschwenken der Klappe 3 in die Ebene der Rückwand 1 wird die Öffnung 11 wieder geschlossen. Gleichzeitig gelangt der Hintergrund 25 direkt an die Folie 21 des Kissens 20 und bildet auf diese Weise den Hintergrund zum Zeichnen und Malen.

Der Hintergrund 25 besteht im Regelfall aus einem Bogen Papier, dessen Vorder- und gegebenenfalls auch Rückseite sowohl Farb- als auch graphische Muster aufweisen können. Beispielsweise ist es möglich, durch Anbringen von horizontalen Linien die ersten Schreibversuche von Kindern zu erleichtern. In diesem Fall ist es wichtig, dass der Hintergrund 25 nicht relativ zum Kissen 20 verrutscht, da ansonsten eine exakte Linierung verloren gehen würde. Ebenso ist es möglich, den Hintergrund in verschiedenfarbige Bereiche aufzuteilen, wobei neben der Lage des Bereichs auch dessen Farbe vorgegeben ist. Beispielsweise kann der obere Randbereich des Hintergrunds blau eingefärbt sein, um die Farbe des Himmels vorzugeben; der untere Rand hingegen kann grün eingefärbt sein, um die Farbe einer Wiese wiederzugeben.

Das Erzeugen von Schriftzeichen und dergleichen kann dann mit Hilfe eines Werkzeugs geschehen, wobei unter Aufbringung von Druck auf der dem Hintergrund 25 gegenüberliegenden Seite des Kissens 20 die Masse 22 örtlich verdrängt wird. Auf diese Weise sind lediglich noch die beiden Folien 21 vorhanden, durch welche der Hintergrund durchscheint.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum löschbaren Zeichnen und Schreiben mit einer Rückwand (1), einem vor der Rückwand (1) angeordneten Kissen (20), das von einer durchscheinenden Folie (21) und einer von der Folie (21) eingeschlossenen verdrängungsfähigen, nicht durchscheinenden Masse (22) gebildet ist und einem zwischen Kissen (20) und Rückwand (1) angeordneten flächenförmigen Hintergrund (25), wobei die Schrift oder die Zeichnung durch Verdrängung der nicht durchscheinenden Masse (22) im Kissen (20) vor dem sich von der Masse (22) optisch abhebenden Hintergrund (25) erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückwand (1) zum Austauschen des Hintergrunds (25) einen flächigen Abschnitt (3) aufweist, der zur Erzeugung einer Öffnung (11) in der Rückwand (1) ganz oder teilweise von der übrigen Rückwand (2) lösbar ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der lösbare Abschnitt (3) über ein Scharniergelenk (13) an der Rückwand (1) befestigt ist und zur Erzeugung einer Öffnung (11) in der Rückwand (1) aufklappbar ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ausbildung des Scharniergelenks (13) die Rückwand (1) eine oder mehrere hakenförmige Aufnahmen (5) und der lösbare Abschnitt (3) eine Scharnierachse aufweist, die in der hakenförmigen Aufnahme (3) angeordnet ist.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der übrigen Rückwand (2) und dem lösbaren Abschnitt (3) mindestens eine Verriegelung vorgesehen ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4; dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelung einen Riegel (16) aufweist, der im lösbaren Abschnitt (3) angeordnet ist und eine Riegelrast (7), die in der übrigen Rückwand (2) angeordnet ist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelung selbst arretierend ist.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Vorderseite (9) der Rückwand (1) ein Rahmen (18) mit einer zentralen Öffnung (11) aufgesetzt ist, der das Zeichen- oder Schreibfeld definiert.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (18) und die Rückwand (1) über eine Steckverbindung (10, 19) miteinander verbunden sind.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Kissen (20) größer ist als die Öffnung (11) des Rahmens (18) und dass das Kissen (20) zur Befestigung zwischen Rahmen (18) und Rückwand (1) eingeklemmt ist.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckverbindung (10, 19) zur Fixierung des Kissens (20) das Kissen (20) durchdringt.
  11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die übrige Rückwand (2) im wesentlichen identisch mit dem Rahmen (18) ist, wobei der ganz oder teilweise lösbare Abschnitt (3) in Form und Größe der Öffnung (11) des Rahmens (18) entspricht.
  12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die nicht durchscheinende Masse (22) Graphit enthält.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die nicht durchscheinende Masse (22) Fett enthält.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Graphitanteil in der nicht durchscheinenden Masse (22) 5 bis 15 Gew.% vorzugsweise 7 Gew.% beträgt.
  15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückwand (1) und/oder der Rahmen (18) seitliche Griffmulden (28) aufweist.
  16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückwand (1) und/oder der Rahmen (18) einen Traggriff (27) aufweisen, der vorzugsweise durch Anordnung einer Durchgreiföftnung (30) in der Rückwand (1) oder dem Rahmen (18) gebildet ist.
  17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückwand (1) und/oder der Rahmen (18) einen konkaven Rand (29) aufweisen.
  18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass an dem lösbaren Abschnitt (3) Führungs- und Haltemittel für den Hintergrund (25) angeordnet sind.
  19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungs- und Haltemittel aus sich gegenüberliegenden achsparallelen Nuten bestehen, in denen die seitlichen Ränder des Hintergrunds (25) geführt sind.
  20. Vorrichtung nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungs- und Haltemittel mindestens einen Zentrierdorn umfassen, der mit einer im Hintergrund (25) angebrachten Durchbrechung korrespondiert.
  21. Vorrichtung nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungs- und Haltemittel eine Haftfläche umfassen, die in der Kontaktfläche zwischen Hintergrund (25) und lösbarem Abschnitt (3) angeordnet ist.
  22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Hintergrund (25) in verschiedene Felder mit zugeordneter Farbigkeit eingeteilt ist.
  23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Hintergrund (25) wasserfest ist.
  24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass der Hintergrund (25) von dem lösbaren Teil (3) gebildet ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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