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Dokumentenidentifikation DE20311897U1 05.02.2004
Titel Indifferenzkurven-Lineal
Anmelder Gollick, Simon, 94469 Deggendorf, DE
DE-Aktenzeichen 20311897
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 05.02.2004
Registration date 24.12.2003
Application date from patent application 01.08.2003
IPC-Hauptklasse B43L 11/00

Beschreibung[de]
Stand der Technik

Beispiele für Kurvenlineale üblicher Bauart, transparent oder nichttransparent, aus Metall, Kunststoff oder anderen geeigneten Materialien sind Parabelschablonen, mit deren Hilfe sich i.d.R. die Normalparabelfunktion f(x)=x2 in der Einheit [cm] mechanisch darstellen lässt, herkömmliche gerade Lineale unterschiedlicher Länge mit Maßeinteilung, mit deren Hilfe sich gerade Linien darstellen lassen, Zirkel bzw. Zirkellineale mit Hilfe derer Kreise unterschiedlicher Radien darstetlbar sind, formbare Kurvenlineale, welche einen manuell geformten Kurvenverlauf beibehalten und dadurch die Nachzeichnung genau dieses Verlaufs ermöglichen, sowie Geodreiecke und andere Winkelmessgeräte zur mechanischen Darstellung von Winkeln. Geodreiecke ermöglichen es oft zusätzlich, durch die parallel zur längsten Seite verlaufenden Markierungen Parallelen zu bereits vorhandenen Linien einzuzeichnen.

Probleme, die zu lösen sind

Unbefriedigend am Stand der Technik ist, dass kein passendes technisches Hilfsmittel existiert, welches Indifferenz- oder ähnliche Kurven einfach und effizient, mit geringem Aufwand wiederholbar an derselben Stelle oder um ein bestimmtes Maß in eine beliebige Richtung verschoben an einer anderen Stelle in einem kartesischem Koordinatensystem oder an jeder anderen Anlegekante darstellen lässt. Entsprechende Kurven müssen bis dato freihändig gezeichnet werden, wodurch sowohl die Sauberkeit und Übersichtlichkeit solcher Zeichnungen als auch die Bearbeitungszeit leidet. Zur Erläuterung von Indifferenzkurven: V.a. im Studium der Wirtschaftswissenschaften (speziell im Grundstudium) tritt häufig das Problem der grafischen Darstellung von Indifferenzkurven auf. Diese sind als Höhenlinien in einer zweidimensionalen Darstellung zu interpretieren, durch sie wird eine dritte Dimension darstellbar. Diese Höhenlinien, auch Isoquanten genannt, in der Wirtschaftswissenschaftlichen Anwendung oft als Indifferenzkurven interpretiert, da auf diesen Linien in jedem Punkt der gleiche Nutzen entsteht, der Konsument also „indifferent" zwischen den einzelnen Punkten auf dieser Höhenlinie ist, sollen nach rechts oben im 1. Quadranten eines Koordinatensystems geöffnet sein und approximativ einen hyperbolischen Verlauf oder einen anderen gewünschten Verlauf aufweisen. Je weiter die Kurve vom Ursprung entfernt liegt, umso höher das Niveau der Kurve, also umso höher ist der dargestellte Wert der dritten Dimension in der zugrundeliegenden zweidimensionalen Darstellung.

Lösung

Dieses Problem wird mit den im Schutzanspruch 1 aufgeführten Merkmalen auf einfache und kostensparende Weise gelöst.

Erreichte Vorteile

Die Erfindung ist leicht und kostengünstig herzustellen. Sie bringt bei der Erstellung von grafischen Darstellung eine Zeitersparnis, da nicht mehr freihändig gezeichnet werden muss. Weiterhin fassen sich mehrere identische Skizzen ohne grossen Aufwand anfertigen um z.B. grafische Vergleiche anzustellen. Ein weiterer Vorteil liegt in der Reproduzierbarkeit dieser Kurven an derselben Stelle: Es kann eine Vorab-Bleistift-Skizze nachträglich mit dokumentenechtem Stift genau nachgezeichnet werden, mehrere Kurven in der gleichen Zeichnung somit auch nachträglich farblich unterschieden werden.

Wirtschaftliche Vorteile

Die Erfindung ist leicht und kostengünstig herzustellen. Als Markt werden v.a. Studenten der Wirtschaftswissenschaften angesehen, sowie alle Studenten, die wirtschaftswissenschaftliche Grundlagenvorlesungen besuchen. So waren im Studienjahr 2001/02 in den Rechts-Wutschafts- und Sozialwissenschaften 154309 Studenten im ersten Semester eingeschrieben, im Jahr darauf 164803 (Quelle: Statistische Bundesamt, im Internet unter http://www.destatis.de/basis/d/biwiku/hochtab4.htm am 30.07.03). Geht man nun grob vereinfachend davon aus, dass zwei fünftel dieser Zahl reine Wirtschaftswissenschaftler sind, von diesen wiederum jeder fünfte als Käufer für das Lineal gewonnen werden kann, so bewegt man sich in einer Größenordnung von ca. 20000 Indifferenzkurvenlinealen pro Jahr, wobei dies nur die Nachfrager beschreibt, die jährlich neu dazu kommen.

Beschreibung des Indifferenzkurven-Lineals

Ein Ausführungsbeispiel wird anhand der 1 erläutert. Diese Beispiel basiert auf einem handelsüblichen Geodreieck mit der Maßeinheits-Skala auf der Hypothenusenseite 1 sowie den Markierungslinien 9 für Parallelendarstellung sowie 10 für millimeterfeine Abstufung von Parallelen. Auf der der längsten Kante gegenüberliegenden Seite befindet sich die Vorrichtung 7 zur Darstellung von Indifterenzkurven. Hier setzt man das Zeichengerät an und führt es maximal von 12 nach 13 oder umgekehrt. Der Kurvenverlauf ist, wenn die Hilfslinien 6 als Parallelen zur Ordinate und die Hilfslinien 5 als Parallelen zur Abszisse in einem beliebigen vorgegebenen Koordinatensystem angelegt werden, nach rechts oben offen, er entspricht approximativ einem hyperbolischem Verlauf.

Um eine Kurve mit Hilfe des Indifferenzkurvenlineals zu zeichnen, legt man das Lineal in der Art an, dass 7 genau an der Stelle liegt, wo die Kurve gezeichnet werden soll. Dabei ist zu beachten, dass eine der Hilfslinien 6 oder eine Parallele dazu mit der Ordinate (möglicherweise fiktiv, wenn z.B. nur auf kariertem Papier gezeichnet wird) zur Deckung gebracht wird, ebenso wie eine der Hilfslinien 5 mit der Abszisse (möglicherweise fiktiv, wenn z.B. nur auf kariertem Papier gezeichnet wird) zur Deckung gebracht wird. Durch Ablesen der Skaleneinteilung 4 auf beiden Seiten 2 und 3 ist somit eindeutig die Lage der Kurve relativ zum vorgegebenen Bezugsrahmen (hier. Koordinatensystem) bestimmt und kann jederzeit im gleichen oder in einem anderen Koordinatensystem reproduziert werden.

Die Verlängerungen der Hilfslinien 6 und 5 schneiden sich im gleichen Winkel, in dem sich die Koordinatenachsen schneiden in das die Kurve eingezeichnet werden soll. Da es sich i.d.R. um kartesische Koordinatensystem handelt werden hier 90° angenommen.

Die Hilfslinien 11 sind hervorgehoben, um damit eine Standardkurve zu ermöglichen, die besonders schnell und einfach zu zeichnen ist, da man die hervorgehobenen Linien besonders leicht mit vorhandene Koordinatenachsenlinien zur Deckung bringen kann.

Das verwendete Material ist möglichst transparent, um die Hilfslinien auf dem Lineal leicht mit bereits auf der Unterlage vorhandenen Linien zur Deckung bringen zu können. Es kann aus Metall, Kunststoff oder ähnlich geeignetem Material gefertigt sein.


Anspruch[de]
  1. Indifferenzkurven-Lineal, dadurch gekennzeichnet, dass eine dreieckige, gleichschenklig rechtwinklige Zeichenhilfe an dem Eck gegenüber der Hypotenuse derart modifiziert wird, dass sie auf dieser Seite eine Einbuchtung besitzt, deren Kantenverlauf approximativ hyperbolisch ist, d. h. der Kantenverlauf hat seinen Scheitel genau mittig zur Hypotenusenseite, der geschnittene Radius nimmt zur Aussenseite etwas ab; der Abstand des Scheitelpunkts zum gedachten Schnittpunkt der beiden Katheten betrage 5 Einheiten vorzugsweise Zentimeter, der Abstand der beiden Kantenendpunkte 12 und 13 in 1 zum gedachten Schnittpunkt der beiden Katheten betrage 4,5 Einheiten, vorzugsweise Zentimeter.
  2. Indifferenzkurven-Lineal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es aus transparentem, für herkömmliche Lineale verwendetem Kunststoff oder einem artverwandtem Material als flache Platte gefertigt ist, vorzugsweise mit einer Dicke von 1 bis 2 Millimeter.
  3. Indifferenzkurven-Lineal nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass es aufgedruckte, aufgeprägte oder in anderer Weise dauerhaft sichtbar gemachte Hilfslinien besitzt derart, dass die erste Art von Hilfslinien ein Verlauf parallel zur einen Kathete aufweisen, wobei eine gleichmäßige Einteilung der Abstände zwischen den Linien vorgesehen ist, und dass die zweite Art von Hilfslinien einen Verlauf parallel zur anderen Kathete aufweisen, wobei ebenfalls eine gleichmäßige Einteilung der Abstände zwischen den Linien vorgesehen ist und sich entsprechende Hilfslinien beider Arten genau auf der Seitenhalbierenden der Hypotenuse schneiden, wobei der Abstand zwischen den Linien vorzugsweise in 0,5 cm beträgt.
  4. Indifferenzkurvenlineal nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass es nicht auf der Grundform einer handelsüblichen, dreieckigen Winkelzeichenhilfe basiert
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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