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Dokumentenidentifikation DE20315923U1 05.02.2004
Titel Lineal
Anmelder Haas-Achenbach, Josef, 50678 Köln, DE
Vertreter W. Bauer und Kollegen, 50968 Köln
DE-Aktenzeichen 20315923
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 05.02.2004
Registration date 24.12.2003
Application date from patent application 13.10.2003
IPC-Hauptklasse B43L 7/00

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Lineal mit einer darauf aufgebrachten Abbildung.

Auf dem Markt sind viele unterschiedliche Lineale erhältlich. Im Sinne der vorliegenden Erfindung sind solche Lineale gemeint, die eine im Wesentlichen rechteckige Außenkontur aufweisen. Entscheidend ist aber, dass eine Längserstreckung eine Quererstreckung des Lineals deutlich übersteigt.

Grundsätzlich sind Lineale meist aus Holz oder Kunststoff gefertigt und weisen entlang einer Längskante eine Skalierung auf. Es sind sowohl einfarbige als auch mehrfarbige Lineale erhältlich. Auch werden bunte Lineale für Kinder angeboten.

Problematisch ist, dass die beschriebenen Lineale zwar eine für eine Verzierung nutzbare Fläche aufweisen, diese jedoch auf Grund der Proportionen des Lineals nur eingeschränkt verwendbar sind. Insofern beschränkt sich die Gestaltung eines Lineals in der Regel lediglich auf farbliche Gestaltungen oder Beschriftungen. Hinzu kommt, dass es sich bei Linealen in der Regel um Billigartikel handelt, deren Herstellungskosten durch die Gestaltung der Fläche möglichst kaum erhöht werden sollen.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Lineal zu schaffen, dass kostengünstig herstellbar ist und dennoch eine ansprechende Optik aufweist. Es soll dem Bedarf nachgekommen werden, dass der Verbraucher ein Lineal benutzen möchte, dass ihm optisch gefällt und ihn vorzugsweise an ein positives Erlebnis erinnert. Das Lineal soll sich auch als Souvenirartikel eignen.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch einen Lineal mit

  • – einer Skalierung,
  • – einer auf dem Lineal angeordneten Grundfläche, die in etwa die gleichen Proportionen wie das Lineal selbst aufweist,
  • – einem auf der Grundfläche angeordneten und sich entlang der Grundfläche erstreckenden Träger, der im Wesentlichen die Abmessungen der Grundfläche aufweist,
  • – einem auf dem Träger aufgebrachten Panoramabild.

Als Träger kann vorteilhafte Weise eine Klebefolie verwendet werden, auf die das Panoramabild aufgebracht ist. Die Klebefolie kann schnell und einfach auf das Lineal aufgeklebt werden. Auch hat sich gezeigt, dass mit Hilfe von Klebefolien eine dauerhafte und feste Verbindung erreicht werden kann.

Alternativ ist es auch möglich, das Panoramabild auf einen festeren Träger aufzubringen, der dann aufgeklebt oder in eine entsprechende Halterung seitlich eingeschoben wird und sich letztendlich vor der Grundfläche befindet. Somit ist es möglich, das Panoramabild nachträglich auszuwechseln.

In einer bevorzugten Ausführung bildet das Lineal den Träger, das Panoramabild wird also direkt auf das Lineal bzw. auf die Grundfläche gedruckt.

Ein Panoramabild zeigt vorteilhafterweise Inhalte, die in dem entsprechenden Format der Grundfläche darstellbar sind, ohne das gezeigte Objekte oder Gegenstände darauf relativ zueinander verändert werden müssen. Dies wiederum bedeutet, dass vorzugsweise sich längs erstreckende Inhalte geeignet sind.

Besonders geeignet sind deshalb beispielsweise Skylines von Städten, aus der Vogelperspektive gezeigte Fluss- oder Schluchtabschnitte, Gebirgsketten, breite Gebäude, längliche Bauwerken (wie z.B. Teile der chinesischen Mauer) oder Menschengruppen wie Sportmannschaften oder Orchester. Die Erfindung soll aber nicht auf diese Beispiele beschränkt sein, sie erstreckt sich vielmehr auf alle denkbaren Panoramabilder.

Panoramabilder sind genau deswegen besonders geeignet, weil ihr oft als "ungünstig" empfundenes Verhältnis zwischen Quer- und Längserstreckung bei der erfindungsgemäßen Verwendung mit einem Lineal sogar zum Vorteil wird.

Durch die Hinzufügung einer solchen Abbildung wird das Erscheinungsbild des Lineals vollständig verändert. Insbesondere eignet sich die Verwendung von Panoramabildern zur Schaffung äußerst ansprechender Souvenirs.

Grundsätzlich wird der Träger derart auf der Grundfläche angebracht, dass das Panoramabild dem Benutzer dann zugewandt ist, wenn er das Lineal verwendet. Bei der Verwendung von transparenten Kunststoffmaterialien hat es sich allerdings gezeigt, dass dann optisch besonders ansprechende Effekte erzielt wird, wenn der Träger auf der dem Benutzer abgewandten Seite des Lineals angebracht wird, wobei dann das Panoramabild durch das transparente Lineal hindurch sichtbar ist. Dies führt zu einem quasi dreidimensionalen Effekt. Auch ist es möglich, durch die farbige Gestaltung des transparenten Materials weitere optisch ansprechende Effekte zu erzielen.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei sind die Figuren nicht einschränkend, sondern lediglich als Beispiele zu verstehen. Es zeigen:

1: ein erfindungsgemäßes Lineal ohne Träger und Abbildung,

2: ein erfindungsgemäßes Lineal mit Träger und Abbildung,

3: ein erfindungsgemäßes Lineal mit entfernbaren Träger,

4: das erfindungsgemäße Lineal aus 3 im Querschnitt.

1 zeigt ein Lineal 10 mit einer Skalierung 12. Das Lineal weist zwei Längskanten 16 und zwei Querkanten 18 auf, wobei die Skalierung 12 entlang einer der Längskanten 16 angeordnet ist. Zwischen der Skalierung 12 und der gegenüberliegenden Längskante 16 erstreckt sich zwischen den Querkanten 18 eine Grundfläche 20. Diese Grundfläche 20 ist beidseitig des Lineals 10 vorhanden.

2 zeigt das erfindungsgemäße Lineal mit einem Träger 22, der auf der Grundfläche 20 angebracht ist und wiederum ein Panoramabild 24 aufweist. Dabei kann der Träger 22 ebenfalls wahlweise auf einer der beiden Seiten des Lineals 10 angeordnet sein, das Panoramabild 24 sollte (muss aber nicht) dem Benutzer aber dann zugewandt sein, wenn er das Lineal 10 benutzt. Insofern ist es bei einem transparenten Material möglich, den Träger 22 rückseitig anzuordnen.

Besonders einfach und schnell ist das erfindungsgemäße Lineal 10 herzustellen, wenn als Träger eine Klebefolie verwendet wird, auf den das Panoramabild 24 aufgedruckt ist. Als Panoramabild 24 eignet sich insbesondere ein . Panoramafoto, das konventionell oder digital erstellt werden kann.

3 zeigt eine Alternative zur Verwendung einer Klebefolie. Der Träger 22 besteht aus einem festen Material und ist in eine Halterung 26 einschiebbar. diese Ausführung hat den Vorteil, dass der Träger 22 und damit das Panoramabild 24 austauschbar sind.

In 4 ist das Lineal 10 mit der Halterung 26 und dem Träger 22 im Querschnitt gezeigt.

Die Halterung 26 weist Halterungsarme 28 auf, die den eingeschobenen Träger umgreifen. Die Halterungsarme 28 erstrecken sich vorzugsweise entlang der Längskanten 16 der Grundfläche 20. Weiterhin können Halterungsarme 28 an den Querseiten 18 vorgesehen sein, wobei dann die Halterungsarme 28 einer Seite der Grundfläche wegklappbar ausgeführt sein müssen, um den Träger in Richtung der gezeigten Pfeile hinein und wieder hinausschieben zu können. Alternativ sind auch andere Halterungen 26 denkbar, die den Träger 22 in seiner Position halten, auch kann es ausreichen, wenn die Längsseiten 16 und nur eine Querseite 18 oder die Querseiten 18 und nur eine Längsseite 16 Halterungsarme 28 aufweisen.

Zusätzlich kann eine transparente Schutzfolie 30 eingeschoben werden, die das Panoramabild 24 schützt. Das Panoramabild 24 wird also zwischen die Grundfläche 20 und die Schutzfolie 30 geschoben.

Die beschriebenen Ausführungsformen sind nur beispielhaft zu verstehen, die Erfindung umfasst alle gleichwirkenden Ausführungsformen.


Anspruch[de]
  1. Lineal (10) mit

    – einer Skalierung (12)

    – einer auf dem Lineal (10) angeordneten Grundfläche (20), die in etwa die gleichen Proportionen wie das Lineal (10) selbst aufweist,

    – einem auf der Grundfläche (20) angeordneten und sich entlang der Grundfläche (20) erstreckenden Träger (22), der im Wesentlichen die Abmessungen der Grundfläche (20) aufweist,

    – einem auf den Träger (22) aufgebrachten Panoramabild (24).
  2. Lineal (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (22) durch eine Klebefolie gebildet ist, die auf der Grundfläche (20) aufgeklebt ist.
  3. Lineal (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (22) durch das Lineal (10) selbst gebildet ist, also Teil des Lineals (10) ist.
  4. Lineal (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (22) aus einem festen Material besteht und in eine Halterung (26) einschiebbar ist.
  5. Lineal (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (26) aus Haltearmen (28) gebildet ist, die sich entlang von Längskanten (16) und mindestens entlang einer Querkante (18) erstrecken.
  6. Lineal (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Panoramabild (24) durch eine Fotografie gebildet ist.
  7. Lineal (10) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Panoramabild (24) durch eine digitale Fotografie gebildet ist.
  8. Lineal (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Panoramabild (24) eine Skyline einer Stadt zeigt.
  9. Lineal (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abbildung einen Abschnitt eines Flusses oder einer Schlucht aus der Vogelperspektive zeigt.
  10. Lineal (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abbildung ein Gebäude zeigt.
  11. Lineal (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Panoramabild (24) übe die gesamte Länge des Lineals (10) erstreckt.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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