PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE60003640T2 05.02.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0001161148
Titel SYNERGISTISCHE INSEKTIZIDE ZUSAMMENSETZUNGEN
Anmelder BASF AG, 67063 Ludwigshafen, DE
Erfinder TREACY, Frank, Michael, Newtown, US;
BORYSEWICZ, Frank, Raymond, Hamilton Square, US;
RENSNER, Erich, Paul, Yardley, US
DE-Aktenzeichen 60003640
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 07.03.2000
EP-Aktenzeichen 009137894
WO-Anmeldetag 07.03.2000
PCT-Aktenzeichen PCT/US00/05951
WO-Veröffentlichungsnummer 0000054592
WO-Veröffentlichungsdatum 21.09.2000
EP-Offenlegungsdatum 12.12.2001
EP date of grant 02.07.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.02.2004
IPC-Hauptklasse A01N 47/34
IPC-Nebenklasse A01N 47/38   A01N 47/40   A01N 43/56   A01N 37/50   A01N 43/36   

Beschreibung[de]
ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK

Obwohl zur Bekämpfung von Schadinsekten, wie Schädlingen in Landwirtschaft und Gartenbau oder Hygieneschädlingen, bereits insektizide Mittel und Zusammensetzungen entwickelt und in der Praxis allein oder in Form einer Mischung verwendet wurden, sucht man noch immer nach wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Zusammensetzungen zur Bekämpfung von Insekten. Insektizide Zusammensetzungen, mit denen verringerte Wirkdosierungen, eine bessere Umweltsicherheit und ein verringertes Auftreten von Resistenz der Insekten erzielt werden können, sind sehr erwünscht. Obwohl in der guten Schädlingsbekämpfungspraxis Insektenbekämpfungsmittel mit unterschiedlichen Wirkmechanismen abwechselnd im Turnus ausgebracht werden, wird mit solch einem Ansatz nicht unbedingt ein zufriedenstellender Insektenbekämpfungserfolg erzielt. Es wurden zwar Kombinationen von Insektenbekämpfungsmitteln untersucht, aber starker Synergismus wurde nicht immer gefunden. Eine insektizide Zusammensetzung, bei der keine Kreuzresistenz gegenüber existierenden Insektiziden Mitteln und keine Toxitizitätsprobleme auftreten und die Schadwirkung auf die Umwelt nur gering ist, zu erhalten, ist äußerst schwierig.

Es ist daher ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine synergistische insektizide Zusammensetzung bereitzustellen, mit der ein guter Bekämpfungserfolg in Kombination mit einem verringerten finanziellen Aufwand bei der Pflanzenproduktion und einer verringerten Umweltbelastung erzielt wird.

Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, Verfahren für die synergistische Bekämpfung von Insekten und einen verbesserten Pflanzenschutz bereitzustellen.

KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung stellt eine synergistische insektizide Zusammensetzung, die als wesentliche Wirkstoffe eine synergistisch wirksame Menge eines Neuronen-Natriumkanalantagonisten und eines Arylpyrrolinsektizids enthält, bereit.

Die vorliegende Erfindung stellt auch ein Verfahren zur synergistischen Bekämpfung von Insekten bereit, das dadurch gekennzeichnet ist, daß das Insekt mit einer synergistisch wirksamen Menge einer Kombination eines Neuronen-Natriumkanalantagonisten und eines Arylpyrrolinsektizids in Kontakt gebracht wird.

Die vorliegende Erfindung stellt weiterhin ein Verfahren für den verbesserten Schutz von Pflanzen gegen Besiedlung mit bzw. Befall durch Insekten bereit.

GENAUE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Weist die Kombination von zwei oder mehreren Substanzen unerwarteterweise eine hohe biologische Wirksamkeit, zum Beispiel eine insektizide Wirksamkeit, auf, so kann das Ergebnis als Synergismus bezeichnet werden. Der Mechanismus solch eines Synergismus ist nicht ganz geklärt und unterscheidet sich möglicherweise von Kombination zu Kombination. Der Ausdruck „Synergismus", wie er in der vorliegenden Anmeldung verwendet wird, bezieht sich jedoch auf eine bei einer Kombination von zwei oder mehreren biologisch wirksamen Komponenten beobachtete kooperative Wirkung, bei der die kombinierte Wirksamkeit der zwei oder mehreren Komponenten größer ist als die Summe der Wirksamkeit jeder Einzelkomponente.

Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß eine Zusammensetzung, die eine Kombination eines Neuronen-Natriumkanalantagonisten und eines Arylpyrrolinsektizids enthält, einen besseren Insektenbekämpfungserfolg mit niedrigeren Mengen an der Kombination der Wirkstoffe bewirkt, als dies bei alleiniger Verwendung des Neuronen-Natriumkanalantagonisten oder des Arylpyrrolinsektizids der Fall ist.

In Zusammenhang mit der vorliegenden Anmeldung bedeutet der Ausdruck „Neuronen-Natriumkanalantagonist" eine Verbindung, die die Fähigkeit einer Neuronenzelle, Natriumionen durch die Zellmembran zu transportieren, zu verhindern vermag. Solch eine Neuronenzelle kann nicht feuern, was beim Zielorganismus zur Lähmung und schließlich zum Tod führt. Beschreibungen von Neuronen-Natriumkanalantagonisten und ihrer Wirkungsweise finden sich in Pesticide Biochemistry and Physiology, 60: 177– 185, oder Archives of Insect Biochemistry and Physiology, 37: 91–103, die beide hiermit durch Bezugnahme als Bestandteil der vorliegenden Erfindung gelten.

Zu den Neuronen-Natriumkanalantagonisten zählen Verbindungen, wie sie in U.S. 5,543,573; U.S. 5,708,170; U.S. 5,324,837 und U.S. 5,462,938 und anderen Veröffentlichungen beschrieben sind. Beispiele der Neuronen-Natriumkanalantagonistenverbindungen, die sich für die erfindungsgemäße Zusammensetzung eignen, sind Verbindungen mit der Strukturformel



in der A CR4R5 oder NR6 bedeutet,

W O oder S bedeutet,

X, Y, Z, X', Y' und Z' jeweils unabhängig H, Halogen,

OH, CN, NO2, C1-C6-Alkyl, das gegebenenfalls durch eine oder mehrere Halogen-, C1-C3-Alkoxy-, C1-C3-Halogenalkoxy-, C3-C6-Cycloalkyl-, C2-C6-Alkenyloxy- oder Sulfonyloxy-Gruppen substituiert ist,

C1-C6-Alkoxy, das gegebenenfalls durch eine oder mehrere Halogen-, C1-C3-Alkoxy- oder C3-C6-Cycloalkyl-Gruppen substituiert ist,

C1-C6-Alkoxycarbonyl, C3-C6-Cycloalkylcarbonyloxy oder Phenyl, die gegebenenfalls durch eine oder mehrere Halogen-, C1-C4-Alkyl- oder C1-C4-Alkoxy-Gruppen substituiert sind,

Aminocarbonyloxy, das gegebenenfalls durch eine oder mehrere C1-C3-Alkyl-Gruppen substituiert ist,

C1-C6-Alkoxycarbonyloxy, C1-C6-Alkylsulfonyloxy, C2-C6-Alkenyl oder NR12R13 bedeuten,

m, p und q jeweils unabhängig eine ganze Zahl 1, 2 , 3 , 4 oder 5 bedeuten,

n eine ganze Zahl 0, 1 oder 2 bedeutet,

r eine ganze Zahl 1 oder 2 bedeutet,

t eine ganze Zahl 1, 2, 3 oder 4 bedeutet,

R, R1, R2, R3, R4 und R5 jeweils unabhängig H oder C1-C4-Alkyl bedeuten,

R6 H, C1-C6-Alkyl, C1-C6-Halogenalkyl, C1-C6-Alkoxyalkyl, C1-C6-Alkoxy, C1-C6-Halogenalkoxy, C2-C6-Alkenyl , C2-C6-Alkinyl, C1-C6-Alkylcarbonyl, C1-C6-Alkoxycarbonyl, C1-C6-Alkylthio oder C1-C6-Halogenalkylthio bedeutet,

R7 und R8 jeweils unabhängig H, Halogen, C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkylcarbonyloxy oder Phenyl, das gegebenenfalls durch eine oder mehrere Halogen-, CN-, NO2-, C1-C6-Alkyl-, C2-C6-Halogenalkyl-, C1-C6-Alkoxy- oder C1-C6-Halogenalkoxy-Gruppen substituiert ist, bedeuten,

R9 und R10 jeweils unabhängig H oder C1-C4-Alkyl bedeuten,

R11 H, C1-C6-Alkyl, C1-C6-Halogenalkyl, C1-C4-Alkylcarbonyl, C1-C6-Alkoxycarbonyl oder C1-C6-Halogenalkoxycarbonyl bedeutet,

R12 und R13 jeweils unabhängig H oder C1-C6-Alkyl bedeuten,

G H, C1-C6-Alkyl, das gegebenenfalls durch eine oder mehrere Halogen-, C1-C4-Alkoxy-, C1-C6-Halogenalkoxy-, CN-, NO2S(O)uR14-, COR15-, CO2R16-, Phenyl- oder C3-C6-Cycloalkyl-Gruppen substituiert ist,

C1-C6-Alkoxy, C1-C6-Halogenalkoxy, CN, NO2, S(O)uR17, COR18, CO2R19, Phenyl, das gegebenenfalls durch eine oder mehrere Halogen-, CN-, C1-C3-Halogenalkyl- oder C1-C3-Halogenalkoxy-Gruppen substituiert ist,

C3-C6-Cycloalkyl oder Phenylthio bedeutet,

Q Phenyl, das gegebenenfalls durch eine oder mehrere Halogen-, CN-, SCN-, NO2-, S(O)uR20-, C1-C4-Alkyl-, C1-C4-Halogenalkyl-, C1-C4-Alkoxyalkyl-, C1-C6-Alkoxy-, C1-C6-Halogenalkoxy- oder NR21R22-Gruppen substituiert ist, bedeutet,

u eine ganze Zahl 0, 1 oder 2 bedeutet,

R14, R15, R16, R18, R19, R21 und R22 jeweils unabhängig H oder C1-C6-Alkyl bedeuten,

R17 und R20 jeweils unabhängig C1-C6-Alkyl oder C1-C6-Halogenalkyl bedeuten,

R33 CO2R34 bedeutet,

R34 H, C1-C6-Alkyl, C1-C6-Halogenalkyl, Phenyl oder Halogenphenyl bedeutet, und die Konfiguration
mit der gebrochenen Linie eine Doppelbindung oder Einfachbindung (d. h. C-N bzw. C=N) bedeutet, oder eines ihrer Stereoisomeren.

Bevorzugte Neuronen-Natriumkanalantagonisten, die sich für die erfindungsgemäße Zusammensetzung eignen, sind diejenigen Verbindungen der Formel I, II oder III, bei denen die Konfiguration

mit der gebrochenen Linie eine Doppelbindung bedeutet.

Stärker bevorzugte Neuronen-Natriumkanalantagonisten, die sich für die erfindungsgemäße Zusammensetzung eignen, sind diejenigen Verbindungen der Formel I oder der Formel III, bei denen die Konfiguration mit der gebrochenen Linie eine Doppelbindung bedeutet.

Besonders bevorzugte Neuronen-Natriumkanalantagonisten, die sich für die erfindungsgemäße Zusammensetzung eignen, sind diejenigen Verbindungen der Formel I oder der Formel III, in der W O bedeutet, X Trifluormethoxy bedeutet und in 4-Stellung vorliegt, Y Trifluormethyl bedeutet und in 3-Stellung vorliegt, Z CN bedeutet und in 4-Stellung vorliegt, A CH2 bedeutet, n O bedeutet, m, p und q jeweils 1 bedeuten, R und R1 jeweils H bedeuten, Z' Cl bedeutet, R33 und G jeweils CO2CH3 bedeuten, Q p-(Trifluormethoxy)phenyl bedeutet, und die Konfiguration

mit der gebrochenen Linie eine Doppelbindung bedeutet, oder eines ihrer Stereoisomeren.

Zu weiteren Neuronen-Natriumkanalantagonistenverbindungen zählen diejenigen, die in U.S. 5,116,850 und U.S. 5,304,573 und anderen Veröffentlichungen beschrieben sind. Beispiele weiterer Neuronen-Natriumkanalantagonistenverbindungen, die sich für die erfindungsgemäße Zusammensetzung eignen, sind die Verbindungen mit der Strukturformel



in der W O oder S bedeutet,

X' und Y' jeweils unabhängig H, Halogen, CN, SCN, C1-C6-Alkyl, das gegebenenfalls durch eine oder mehrere Halogen-, NO2-, CN-, C1-C4-Alkoxy-, C1-C4-Alkylthio-, Phenyl-, Halogenphenyl-, C1-C4-Alkylsulfonyl-, C1-C4-Halogenalkylsulfonyl- oder C1-C4-Alkoxycarbonyl-Gruppen substituiert ist,

C2-C4-Alkenyl , C2-C4-Halogenalkenyl , C2-C4-Alkinyl , C2-C4-Halogenalkinyl , C3-C6-Cycloalkyl , C3-C6-Halogencycloalkyl, Phenyl, das gegebenenfalls durch eine oder mehrere Halogen-, CN-, NO2-, C1-C4-Alkyl-, C1-C4-Halogenalkyl-, C1-C4-Alkoxy-, C1-C4-Halogenalkoxy-, C1-C4-Alkylthio-, C1-C4-Alkylsulfonyl- oder C1-C4-Halogenalkylsulfonyl-Gruppen substituiert ist,

C1-C4-Alkylcarbonyl, C1-C4-Halogenalkylcarbonyl oder NR28R29 bedeuten,

m eine ganze Zahl 1, 2, 3, 4 oder 5 bedeutet,

G' Phenyl, das gegebenenfalls durch eine oder mehrere, gleiche oder verschiedene Gruppen aus der Reihe X' substituiert ist,

einen 5-gliedrigen heteroaromatischen Ring, der ein oder zwei Heteroatome aus der Gruppe 0 oder 1 Sauerstoffatom, 0 oder 1 Schwefelatom und 0, 1 oder 2 Stickstoffatome enthält, wobei der 5-gliedrige heteroaromatische Ring über Kohlenstoff gebunden und gegebenenfalls durch eine oder mehrere, gleiche oder verschiedene Gruppen aus der Reihe X' substituiert ist, oder

einen 6-gliedrigen heteroaromatischen Ring, der ein oder zwei Heteroatome aus der Reihe 0 oder 1 Sauerstoffatom, 0 oder 1 Schwefelatom und 0, 1 oder 2 Stickstoffatome enthält, wobei der 6-gliedrige heteroaromatische Ring über Kohlenstoff gebunden und gegebenenfalls durch eine oder mehrere, gleiche oder verschiedene Gruppen aus der Reihe X' substituiert ist, bedeutet,

Q' H, C1-C6-Alkyl, das gegebenenfalls durch einen oder mehrere Substituenten aus der Reihe Halogen, CN, C1-C3-Alkoxy, C1-C6-Alkoxycarbonyl oder Phenyl, das gegebenenfalls durch eine oder mehrere Halogen-, CN-, NO2-, C1-C4-Alkyl-, C1-C4-Halogenalkyl-, C1-C4-Alkylsulfonyl- oder C1-C4-Alkylsulfinyl-Gruppen substituiert ist, substituiert ist,

C2-C6-Alkenyl, C2-C6-Alkinyl oder Phenyl, das gegebenenfalls durch eine bis drei gleiche oder verschiedene Gruppen aus der Reihe X' substituiert ist, bedeutet,

R23, R24, R25, R26, R27, R28 und R29 jeweils unabhängig H oder C1-C4-Alkyl bedeuten, und die Konfiguration
mit der gebrochenen Linie eine Doppelbindung oder Einfachbindung (d. h. C-N bzw. C=N) bedeutet, oder eines ihrer Stereoisomeren.

Weitere bevorzugte erfindungsgemäße Neuronen-Natriumkanalantagonistenverbindungen sind diejenigen Verbindungen der Formel IV oder V, in der die Konfiguration

mit der gebrochenen Linie eine Doppelbindung bedeutet.

Weitere bevorzugte Neuronen-Natriumkanalantagonistenverbindungen, die sich für die erfindungsgemäße Zusammensetzung eignen, sind diejenigen Verbindungen der Formel IV oder V, in der W O bedeutet, X'' nd Y'' jeweils unabhängig H oder C1-C6-Halogenalkyl bedeuten, m 1 bedeutet, R23, R24, R25, R26 und R27 jeweils H bedeuten, G Phenyl, das gegebenenfalls durch ein oder mehrere Halogenatome substituiert ist, bedeutet, Q' Halogenphenyl oder C1-C4-Alkyl, das gegebenenfalls durch eine Phenyl- oder Halogenphenylgruppe substituiert ist, bedeutet, und die Konfiguration

mit der gebrochenen Linie eine Doppelbindung bedeutet, oder eines ihrer Stereoisomeren.

Zu den Arylpyrrolinsektiziden zählen diejenigen, die in U.S. 5,010,098, U.S. 5,492,925, U.S. 5,484,807 und U.S. 5,284,863 und anderen Veröffentlichungen beschrieben sind. Beispiele für die Arylpyrrolinsektizide, die sich für die erfindungsgemäße Zusammensetzung eignen, sind die Arylpyrrole mit der Strukturformel



in der Ar
bedeutet,

Hal Cl oder Br bedeutet,

x eine ganze Zahl 1, 2, 3, 4, 5 oder 6 bedeutet,

D H, C1-C6-Alkyl, das gegebenenfalls durch eine oder mehrere Halogen-, CN-, OH-, C1-C4-Alkoxy-, C1-C4-Halogenalkoxy-, C1-C5-Alkylthio-, C1-C4-Alkylcarbonyloxy-, C1-C4-Halogenalkylthio-, C2-C6-Alkenylcarbonyloxy-, Phenylcarbonyloxy-, Halogenphenylcarbonyloxy-, Phenoxy, Halogenphenoxy-, Phenyl-, Halogenphenyl- oder C1-C3-Alkylphenyl-Gruppen substituiert ist,

C2-C6-Alkenyl, C2-C6-Halogenalkenyl , CN, C2-C6-Alkinyl, C2-C6-Halogenalkinyl, Di-(C1-C4-alkyl)aminocarbonyl oder C3-C6-Polymethyleniminocarbonyl bedeutet,

L H oder Halogen bedeutet,

M und M1 jeweils unabhängig H, Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkyl, C1-C4-Halogenalkyl, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Halogenalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Halogenalkylthio, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Halogenalkylsulfonyl, C1-C4-Alkylcarbonyl, C1-C4-Halogenalkylcarbonyl oder NR35R36 bedeuten, oder, wenn M und M1 an benachbarte Kohlenstoffatome gebunden sind, sie gemeinsam mit den Kohlenstoffatomen, an die sie gebunden sind, einen Ring bilden können, in dem MM1 -OCH2O-, -OCF2O- oder -CH=CH-CH=CH- darstellt,

A' O oder S bedeutet,

R30 R31 und R32 jeweils unabhängig Wasserstoff, Halogen, NO2, CHO bedeuten, oder R31 und R32 gemeinsam mit den Kohlenstoffatomen, an die sie gebunden sind, einen Ring bilden können, in dem R31R32


darstellt,

L', L'', T und V jeweils unabhängig H, Halogen, CN oder NO2 bedeuten, mit der Maßgabe, daß nicht mehr als zwei Symbole aus der Gruppe L', L'', T oder V NO2 bedeuten, und

R35 und R36 jeweils unabhängig H oder C1-C4-Alkyl bedeuten.

Bevorzugte Arylpyrrole, die sich als ein wesentlicher Wirkstoff in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung eignen, sind diejenigen Arylpyrrole der Formel VI, in der D H oder Ethoxymethyl bedeutet, Ar Phenyl, das durch eine oder mehrere Halogen- oder Halogenmethyl-Gruppen substituiert ist, bedeutet und n 1 bedeutet.

Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind solche mit einer Neuronen-Natriumkanalantagonistenverbindung der Formel I oder der Formel III und einer Arylpyrrolverbindung der Formel VI als Wirkstoffe.

Stärker bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind solche mit einer Verbindung der Formel I oder der Formel III, in der W O bedeutet, X Trifluormethoxy bedeutet und in 4-Stellung vorliegt, Y Trifluormethyl bedeutet und in 3-Stellung vorliegt, Z CN bedeutet und in 4-Stellung vorliegt, A CH3 bedeutet, n 0 bedeutet, m, p und q jeweils unabhängig 1 bedeuten, R und R1 jeweils unabhängig H bedeuten, Z' Cl bedeutet, R33 und G jeweils unabhängig CO2CH3 bedeuten, Q p-(Trifluormethoxy)phenyl bedeutet, und die Konfiguration

mit der gebrochenen Linie eine Doppelbindung und ein Arylpyrrol der Formel VI, in der D H oder Ethoxymethyl bedeutet, Ar Phenyl, das durch eine oder mehrere Halogen- oder Halogenmethyl-Gruppen substituiert ist, bedeutet und x 1 bedeutet, bedeutet.

Besonders bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind diejenigen mit einer Verbindung der Formel I oder der Formel III, in der W O bedeutet, X Trifluormethoxy bedeutet und in 4-Stellung vorliegt, Y Trifluormethyl bedeutet und in 3-Stellung vorliegt, Z CN bedeutet und in 4-Stellung vorliegt, A CH3 bedeutet, n 0 bedeutet, m, p und q jeweils 1 bedeuten, R und R1 jeweils H bedeuten, Z' Cl bedeutet, R33 und G jeweils CO2CH3 bedeuten, Q p-(Trifluormethoxy)phenyl bedeutet, und die Konfiguration

mit der gebrochenen Linie eine Doppelbindung und ein Arylpyrrol der Formel VI, in der D H oder Ethoxymethyl bedeutet, Ar p-Chlorphenyl oder 3,5-Dichlorphenyl bedeutet und x 1 bedeutet, bedeutet, als Wirkstoffe.

In der Beschreibung und in den Ansprüchen bedeutet der Ausdruck „Halogenalkyl" eine Alkylgruppe CxH2x+1 mit 1 bis 2x + 1 Halogenatomen, die gleich oder verschieden sein können. Ähnlich bedeuten die Ausdrücke „Halogenalkenyl", „Halogenalkinyl", „Halogenalkoxy", „Halogenphenyl" und dergleichen eine Mono- bis Perhalogensubstitution, wobei die Halogene gleich oder verschieden sein können. Halogen bedeutet Cl, Br, I oder F.

Jede Verbindung der Formel I, II, III, IV und V weist Asymmetriezentren auf, die in der stereoisomeren R-Form oder S-Form angegeben sein können. Die vorliegende Erfindung beinhaltet auch die R-Form, die S-Form oder Mischungen, die die R-Form und die S-Form in einem beliebigen Verhältnis enthalten. Bei den Verbindungen der Formel III ist die S-Form bevorzugt.

Die Neuronen-Natriumkanalantagonistenverbindung der Formel I, II, III, IV oder V oder eine ihrer Mischungen läßt sich vorteilhaft mit einem Arylpyrrolinsektizid formulieren. Diese Formulierung kann dann zur Aufbringung auf das Insekt, seine Nahrungsquelle, seine Brutstätte oder seine Umwelt als verdünnte Spritzbrühe oder als fester Staub oder festes Staubkonzentrat in einem festen Streckmittel oder flüssigen Verdünnungsmittel dispergiert werden. Übliche Formulierungshilfsmittel sowie zusätzliche landwirtschaftlich unbedenkliche Wirkstoffe können zugegeben werden, was innerhalb des Erfindungsrahmens liegt.

Die Wirkstoffe der erfindungsgemäßen Zusammensetzung können auch getrennt als Spritzpulver, Emulsionskonzentrat, wäßriges oder flüssiges „Flowable"-Produkt, Suspensionskonzentrat oder in Form einer der traditionellen, für Insektenbekämpfungsmittel verwendeten Formulierungen formuliert werden und auf dem Feld mit Wasser oder einer anderen preisgünstigen Flüssigkeit im Spritztank gemischt werden, um als flüssige Spritzbrühe ausgebracht zu werden. Die getrennt formulierten Zusammensetzungen können auch der Reihe nach ausgebracht werden.

In der Praxis selbst wird die erfindungsgemäße Zusammensetzung als verdünnte Spritzbrühe, die aus einer beliebigen der obengenannten Formulierungen hergestellt wurde, auf das Blattwerk der Pflanze, den Stengel der Pflanze oder den Lebensraum des Insekts ausgebracht. In der Praxis wurde gefunden, daß die Wirkstoffe der erfindungsgemäßen Zusammensetzung dann starken Synergismus aufweisen, wenn sie in einem Verhältnis von ungefähr 1 : 10 bis 1 : 50 (Neuronen-Natriumkanalantagonistenverbindung zu Arylpyrrolinsektizid) vorhanden sind.

Bei den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen handelt es sich um verbesserte insektizide Zusammensetzungen, die sich insbesondere für den Schutz von wachsenden und geernteten Pflanzen, darunter Leguminosenkulturen, wie Sojabohnen, Schnittbohnen, Erbsen, Wachsbohnen und dergleichen, sowie Baumwolle, Futterpflanzen, Kohlgewächse, Blattgemüse, Tabak, Hopfen, Tomaten, Kartoffeln, Zierblumen wie Chrysanthemen, Rankengewächse wie Weintrauben, Sommer- und Winterkürbis oder Melone, sowie Obstbäume wie Kirsche, Pfirsich, Apfel oder Zitrus, vor Schädigung durch Insekten eignen.

Die erfindungsgemäße synergistische insektizide Zusammensetzung erweist sich gegen verschiedenste Lepidopteren- und Coleoptereninsekten, wie Helicoverpa zea (Baumwollkapselwurm), Heliothis virescens (Tabakknospeneule), Leptinotarsa decemlineata (Kartoffelkäfer), Diabrotica spp. (Maiswurzelwurm) und dergleichen, hochwirksam.

Außerdem kann die erfindungsgemäße Zusammensetzung bei der Vorbeugung und Bekämpfung von Hygieneschädlingen, wie Hausfliegen, Mücken, Schaben, Ameisen, Termiten und dergleichen, nützlich sein.

Diese und weitere Vorteile der Erfindung können aus den folgenden Beispielen deutlicher ersichtlich werden. Diese Beispiele dienen lediglich der Erläuterung der Erfindung und sind nicht als Einschränkung dieser aufzufassen.

BEISPIEL 1 Auswertung der synergistischen Insektizidwirkung einer Kombination Neuronen-Natriumkanalantagonist plus Arylpyrrolinsektizid

Bei dieser Auswertung werden im Labor gezüchtete Larven von Heliothis zea (Baumwollkapselwurm), Heliothis virescens (Tabakknospeneule) und pyrethroidresistentem Heliothis virescens verwendet. Die pyrethroidresistenten H. virescens stammen vom PEG-Stamm [Campannola & Plapp, Proceedings of Beltwide Cotton Conference (1988)].

Baumwollblätter werden ungefähr 3 Sekunden lang in 1 : 1 (v/v) acetonisch-wäßrigen Lösungen einer Prüfverbindung oder Lösungen einer Kombination von Prüfverbindungen eingetaucht. Nach dem Eintauchen werden die Blätter 2–3 Stunden lang an der Luft trocknen gelassen. Als Prüfareal werden Plastik-Bioassay-Platten mit einer Reihe von nach oben offenen Näpfchen (4,0 × 4,0 × 2,5 cm) verwendet. In jedes Näpfchen wurden abgeschnittene Teile eines behandelten Blatts, ein befeuchteter Baumwoll-Zahntupfer und eine einzelne Larve im dritten- Larvenstadium gegeben, und das Näpfchen wurde mit einer luftdurchlässigen durchsichtigen selbsthaftenden Plastikfolie abgedeckt und eine bestimmte Zeit lang unter kontinuierlichem Fluoreszenzlicht bei ungefähr 27°C aufbewahrt. Die Mortalität bzw. Morbidität der Larven wird 5 Tage nach der Behandlung ausgewertet. Alle Behandlungen werden 4–5mal in einer randomisierten vollständigen Blockanlage mit 16–32 Larven pro Behandlung wiederholt. Alle Werte werden einer log-Probit-Analyse unterzogen. Die Ergebnisse sind in den Tabellen I, II und III unten zusammengefaßt.

Tabelle I

Auswertung der synergistischen Bekämpfung des Baumwollkapselwurms
Tabelle II

Auswertung der synergistischen Bekämpfung der Tabakknospeneule
Tabelle III

Auswertung der synergistischen Bekämpfung der Tabakknospeneule (pyrethroidresistent)

Anspruch[de]
  1. Synergistische Insektizide Zusammensetzung, enthaltend eine synergistisch wirksame Menge eines Neuronen-Natriumkanalantagonisten und eines Arylpyrrolinsektizids, wobei die Natriumkanalantagonistenverbindung die Struktur der folgenden Formel aufweist


    in der A CR4R5 oder NR6 bedeutet,

    W O oder S bedeutet,

    X, Y, Z, X', Y' und Z' jeweils unabhängig H, Halogen, OH, CN, NO2, C1-C6-Alkyl, das gegebenenfalls durch eine oder mehrere Halogen-, C1-C3-Alkoxy-, C1-C3-Halogenalkoxy-, C3-C6-Cycloalkyl-, C2-C6-Alkenyloxy- oder Sulfonyloxy-Gruppen substituiert ist,

    C1-C6-Alkoxy, das gegebenenfalls durch eine oder mehrere Halogen-, C1-C3-Alkoxy- oder C3-C6-Cycloalkyl-Gruppen substituiert ist,

    C1-C6-Alkoxycarbonyl, C3-C6-Cycloalkylcarbonyloxy oder Phenyl, die gegebenenfalls durch eine oder mehrere Halogen-, C1-C4-Alkyl- oder C1-C4-Alkoxy-Gruppen substituiert sind,

    Aminocarbonyloxy, das gegebenenfalls durch eine oder mehrere C1-C3-Alkyl-Gruppen substituiert ist,

    C1-C6-Alkoxycarbonyloxy, C1-C6-Alkylsulfonyloxy, C2-C6-Alkenyl oder NR12R13 bedeuten,

    m, p und q jeweils unabhängig eine ganze Zahl 1, 2, 3, 4 oder 5 bedeuten,

    n eine ganze Zahl 0, 1 oder 2 bedeutet,

    r eine ganze Zahl 1 oder 2 bedeutet,

    t eine ganze Zahl 1, 2, 3 oder 4 bedeutet, R, R1, R2, R3, R4 und R5 jeweils unabhängig H oder C1-C4-Alkyl bedeuten,

    R6 H, C1-C6-Alkyl, C1-C6-Halogenalkyl, C1-C6-Alkoxyalkyl, C1-C6-Alkoxy, C1-C6-Halogenalkoxy, C2-C6-Alkenyl , C2-C6-Alkenyl , C1-C6-Alkylcarbonyl, C1-C6-Alkoxycarbonyl, C1-C6-Alkylthio oder C1-C6-Halogenalkylthio bedeutet,

    R7 und R8 jeweils unabhängig H, Halogen, C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkylcarbonyloxy oder Phenyl, das gegebenenfalls durch eine oder mehrere Halogen-, CN-, NO2-, C1-C6-Alkyl-, C2-C6-Halogenalkyl-, C1-C6-Alkoxy- oder C1-C6-Halogenalkoxy-Gruppen substituiert ist, bedeuten,

    R9 und R10 jeweils unabhängig H oder C1-C4-Alkyl bedeuten,

    R11 H, C1-C6-Alkyl, C1-C6-Halogenalkyl, C1-C4-Alkylcarbonyl, C1-C6-Alkoxycarbonyl oder C1-C6-Halogenalkoxycarbonyl bedeutet,

    R12 und R13 jeweils unabhängig H oder C1-C6-Alkyl bedeuten,

    G H, C1-C6-Alkyl, das gegebenenfalls durch eine oder mehrere Halogen-, C1-C4-Alkoxy-, C1-C6-Halogenalkoxy-, CN-, NO2S(O)uR14-, COR15-, CO2R16-, Phenyl- oder C3-C6-Cycloalkyl-Gruppen substituiert ist,

    C1-C6-Alkoxy, C1-C6-Halogenalkoxy, CN, NO2, S(O)uR17, COR18, CO2R19, Phenyl, das gegebenenfalls durch eine oder mehrere Halogen-, CN-, C1-C3-Halogenalkyl- oder C1-C3-Halogenalkoxy-Gruppen substituiert ist, C3-C6-Cycloalkyl oder Phenylthio bedeutet,

    Q Phenyl, das gegebenenfalls durch eine oder mehrere Halogen-, CN-, SCN-, NO2-, S(O)uR20-, C1-C4-Alkyl-, C1-C4-Halogenalkyl-, C1-C4-Alkoxyalkyl-, C1-C6-Alkoxy-, C1-C6-Halogenalkoxy- oder NR21R22-Gruppen substituiert ist, bedeutet,

    u eine ganze Zahl 0, 1 oder 2 bedeutet,

    R14, R15, R16, R18, R19, R21 und R22 jeweils unabhängig H oder C1-C6-Alkyl bedeuten,

    R17 und R2 0 jeweils unabhängig C1-C6-Alkyl oder C1-C6-Halogenalkyl bedeuten,

    R33 CO2R34 bedeutet,

    R34 H, C1-C6-Alkyl, C1-C6-Halogenalkyl , Phenyl oder Halogenphenyl bedeutet,

    X' und Y' jeweils unabhängig H, Halogen, CN, SCN, C1-C6-Alkyl, das gegebenenfalls durch eine oder mehrere Halogen-, NO2-, CN-, C1-C4-Alkoxy-, C1-C4-Alkylthio-, Phenyl-, Halogenphenyl-, C1-C4-Alkylsulfonyl-, C1-C4-Halogenalkylsulfonyl- oder C1-C4-Alkoxycarbonyl-Gruppen substituiert ist,

    C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Halogenalkenyl, C2-C4-Alkinyl, C2-C4-Halogenalkinyl, C3-C6-Cycloalkyl, C3-C6-Halogencycloalkyl, Phenyl, das gegebenenfalls durch eine oder mehrere Halogen-, CN-, NO2-, C1-C4-Alkyl-, C1-C4-Halogenalkyl-, C1-C4-Alkoxy-, C1-C4-Halogenalkoxy-, C1-C4-Alkylthio-, C1-C4-Alkylsulfonyl- oder C1-C4-Halogenalkylsulfonyl-Gruppen substituiert ist,

    C1-C4-Alkylcarbonyl, C1-C4-Halogenalkylcarbonyl oder NR28R29 bedeuten,

    G' Phenyl, das gegebenenfalls durch eine oder mehrere, gleiche oder verschiedene Gruppen aus der Reihe X' substituiert ist,

    einen 5-gliedrigen heteroaromatischen Ring, der ein oder zwei Heteroatome aus der Gruppe 0 oder 1 Sauerstoffatom, 0 oder 1 Schwefelatom und 0, 1 oder 2 Stickstoffatome enthält, wobei der 5-gliedrige heteroaromatische Ring über Kohlenstoff gebunden und gegebenenfalls durch eine oder mehrere, gleiche oder verschiedene Gruppen aus der Reihe X' substituiert ist, oder

    einen 6-gliedrigen heteroaromatischen Ring, der ein oder zwei Heteroatome aus der Reihe 0 oder 1 Sauerstoffatom, 0 oder 1 Schwefelatom und 0, 1 oder 2 Stickstoffatome enthält, wobei der 6-gliedrige heteroaromatische Ring über Kohlenstoff gebunden und gegebenenfalls durch eine oder mehrere, gleiche oder verschiedene Gruppen aus der Reihe X' substituiert ist, bedeutet,

    Q' H, C1-C6-Alkyl, das gegebenenfalls durch einen oder mehrere Substituenten aus der Reihe Halogen, CN, C1-C3-Alkoxy, C1-C6-Alkoxycarbonyl oder Phenyl, das gegebenenfalls durch eine oder mehrere Halogen-, CN-, NO2-, C1-C4-Alkyl-, C1-C4-Halogenalkyl-, C1-C4-Alkylsulfonyl- oder C1-C4-Alkylsulfinyl-Gruppen substituiert ist, substituiert ist,

    C2-C6-Alkenyl , C2-C6-Alkinyl oder Phenyl , das gegebenenfalls durch eine bis drei gleiche oder verschiedene Gruppen aus der Reihe X' substituiert ist, bedeutet,

    R23, R24, R25, R26, R27, R28 und R29 jeweils unabhängig H oder C1-C4-Alkyl bedeuten, und die Konfiguration
    mit der gebrochenen Linie eine Doppelbindung oder Einfachbindung bedeutet, oder

    eines ihrer Stereoisomeren,

    und wobei es sich bei dem Arylpyrrolinsektizid um eine Verbindung der Formel VI handelt


    in der Ar
    bedeutet,

    Hal Cl oder Br bedeutet,

    x eine ganze Zahl 1, 2, 3, 4, 5 oder 6 bedeutet,

    D H, C1-C6-Alkyl, das gegebenenfalls durch eine oder mehrere Halogen-, CN-, OH-, C1-C4-Alkoxy-, C1-C4-Halogenalkoxy-, C1-C5-Alkylthio-, C1-C4-Alkylcarbonyloxy-, C1-C4-Halogenalkylthio-, C2-C6-Alkenylcarbonyloxy-, Phenylcarbonyloxy-, Halogenphenylcarbonyloxy-, Phenoxy-, Halogenphenoxy-, Phenyl-, Halogenphenyl- oder C1-C3-Alkylphenyl-Gruppen substituiert ist,

    C2-C6-Alkenyl, C2-C6-Halogenalkenyl, CN, C2-C6-Alkinyl, C2-C6-Halogenalkinyl, Di-(C1-C4-alkyl)-aminocarbonyl oder C3-C6-Polymethyleniminocarbonyl bedeutet,

    L H oder Halogen bedeutet,

    M und M1 jeweils unabhängig H, Halogen, CN, NO2, C1-C4-Alkyl, C1-C4-Halogenalkyl, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Halogenalkoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Halogenalkylthio, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Halogenalkylsulfonyl, C1-C4-Alkylcarbonyl, C1-C4-Halogenalkylcarbonyl oder NR35R36 bedeuten, oder, wenn M und M1 an benachbarte Kohlenstoffatome gebunden sind, sie gemeinsam mit den Kohlenstoffatomen, an die sie gebunden sind, einen Ring bilden können, in dem MM1 -OCH2O-, -OCF2O- oder -CH=CH-CH=CH- darstellt,

    A' O oder S bedeutet,

    R30, R31 und R32 jeweils unabhängig Wasserstoff, Halogen, NO2, CHO bedeuten, oder R3 1 und R32 gemeinsam mit den Kohlenstoffatomen, an die sie gebunden sind, einen Ring bilden können, in dem R31R32


    darstellt,

    L', L'', T und V jeweils unabhängig H, Halogen, CN oder NO2 bedeuten, mit der Maßgabe, daß nicht mehr als zwei Symbole aus der Gruppe L', L'', T oder V NO2 bedeuten, und

    R35 und R36 jeweils unabhängig H oder C1-C4-Alkyl bedeuten.
  2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei das Verhältnis Neuronen-Natriumkanalantagonist zu Arylpyrrolinsektizid ungefähr 1 : 10 bis 1 : 50 beträgt.
  3. Zusammensetzung nach Anspruch 2, wobei der Neuronen-Natriumkanalantagonist und das Arylpyrrolinsektizid in einem inerten festen oder flüssigen Verdünnungsmittel dispergiert sind.
  4. Zusammensetzung nach Anspruch 1 mit einer Verbindung der Formel I oder Formel III, in der die Konfiguration
    mit der gebrochenen Linie eine Doppelbindung bedeutet.
  5. Zusammensetzung nach Anspruch 4, in der W O bedeutet, X Trifluormethoxy bedeutet und in 4-Stellung vorliegt, Y Trifluormethyl bedeutet und in 3-Stellung vorliegt, Z CN bedeutet und in 4-Stellung vorliegt, A CH2 bedeutet, n 0 bedeutet, m, p und q jeweils unabhängig 1 bedeuten, R und R1 jeweils unabhängig H bedeuten, Z' Cl bedeutet, R33 und G jeweils unabhängig CO2CH3 bedeuten und Q p-(Trifluormethoxy)phenyl bedeutet.
  6. Zusammensetzung nach Anspruch 1 mit einem Arylpyrrolinsektizid der Formel VI, in der D H oder Ethoxymethyl bedeutet, Ar Phenyl, das durch eine oder zwei Halogen- oder Halogenmethyl-Gruppen substituiert ist, bedeutet und x 1 bedeutet.
  7. Verfahren zur synergistischen Bekämpfung von Insekten, bei dem das Insekt mit einer synergistisch wirksamen Menge einer wie in Anspruch 1 beschriebenen Kombination aus einem Neuronen-Natriumkanalantagonisten und einem Arylpyrrolinsektizid in Kontakt gebracht wird.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei der Neuronen-Natriumkanalantagonist im Verhältnis von ungefähr 1 : 10 bis 1 : 50 zu dem Arylpyrrolinsektizid vorhanden ist und eine Neuronen-Natriumkanalantagonistenverbindung der Formel I oder Formel III aufweist, wobei die Konfiguration
    mit der gebrochenen Linie eine Doppelbindung bedeutet und W O bedeutet, X Trifluormethoxy bedeutet und in 4-Stellung vorliegt, Y Trifluormethyl bedeutet und in 3-Stellung vorliegt, Z CN bedeutet und in 4-Stellung vorliegt, A CH2 bedeutet, n 0 bedeutet, m, p und q jeweils unabhängig 1 bedeuten, R und R1 jeweils unabhängig H bedeuten, Z' Cl bedeutet, R33 und G jeweils unabhängig CO2CH3 bedeuten und Q p-(Trifluormethoxy)phenyl bedeutet.
  9. Verfahren nach Anspruch 7 mit einem Arylpyrrolinsektizid der Formel VI, in der D H oder Ethoxymethyl bedeutet, Ar Phenyl, das durch eine oder zwei Halogen- oder Halogenmethyl-Gruppen substituiert ist, bedeutet und x 1 bedeutet.
  10. Verfahren zum Schützen einer Pflanze gegen Besiedlung und Befall durch Insekten, dadurch gekennzeichnet, daß man eine synergistisch wirksame Menge einer Verbindung nach Anspruch 1 auf das Blattwerk oder den Stengel dieser Pflanze aufbringt.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com