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Dokumentenidentifikation EP1249805 05.02.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0001249805
Titel Intrusionsmelder
Anmelder Siemens Building Technologies AG, Zürich, CH
Erfinder Stierli, Peter, 8713 Uerikon, CH;
Meier, Janko, 8645 Jona, CH;
Siegwart, David, 8708 Männedorf, CH
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 50101260
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 14.04.2001
EP-Aktenzeichen 011092632
EP-Offenlegungsdatum 16.10.2002
EP date of grant 02.01.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.02.2004
IPC-Hauptklasse G08B 5/36

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Intrusionsmelder, mit einem Spannungsregler für die Eingangsspannung, einer Melderelektronik und einer Alarmanzeige.

Bei bekannten Intrusionsmeldern dieser Art ist die beispielsweise durch eine Leuchtdiode gebildete Alarmanzeige parallel zur Melderelektronik angeordnet, so dass im Melder zwei Stromkreise gebildet sind. Ein erster Kreis vom Spannungsregler zur Melderelektronik und ein zweiter Kreis vom Spannungsregler zur Leuchtdiode. Immer wenn die Leuchtdiode zur Anzeige eines Alarms eingeschaltet wird, muss der Spannungsregler zusätzlichen Strom liefern, was sich auf den Stromverbrauch des Melders negativ auswirkt. Da aber heute auch Intrusionsmelder mit immer weniger Strom auskommen müssen, besteht insbesondere bei den so genannten Bus-Meldern der Wunsch nach einer Senkung des Stromverbrauchs. Bus-Melder sind Melder, die mit zwei Drähten direkt an eine Zentrale angeschlossen sind, wobei Speisung und Datenübertragung über dieselben Drähte erfolgen.

Durch die Erfindung soll nun ein insbesondere für den Bus-Betrieb geeigneter Intrusionsmelder angegeben werden, der sich durch einen reduzierten Stromverbrauch auszeichnet. Dabei soll aber die Verwendung für Bus-Betrieb nicht als einschränkend verstanden werden.

Die erfindungsgemässe Lösung der gestellten Aufgabe ist dadurch gekennzeichnet, dass die Alarmanzeige in Serie zur Melderelektronik angeordnet ist und mit dem Strom betrieben wird, den die Melderelektronik benötigt.

Bei der erfindungsgemässen Serienschaltung von Melderelektronik und Alarmanzeige fliesst unabhängig davon, ob die Alarmanzeige eingeschaltet ist, immer gleich viel Strom und die Alarmanzeige benötigt im eingeschalteten Zustand keinen zusätzlichen Strom vom Spannungsregler.

Eine erste bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Intrusionsmelders ist dadurch gekennzeichnet, dass die Alarmanzeige zwischen dem Spannungseingang der Schaltung und dem Spannungsregler angeordnet ist.

Eine zweite bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Intrusionsmelders ist gekennzeichnet durch einen parallel zur Alarmanzeige angeordneten Schalter zur Überbrückung der Alarmanzeige.

Eine dritte bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter im normalen Betriebszustand des Melders geschlossen ist und nur im Alarmfall oder fürTestzwecke geöffnet wird.

Vorzugsweise ist dieser Schalter durch die Melderelektronik oder von einer Zentrale aus betätigbar.

Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und der Zeichnungen näher erläutert; es zeigt:

Fig. 1
ein Blockschaltbild mit den zum Verständnis der Erfindung wesentlichen Teilen der Schaltung eines Intrusionsmelders bekannter Bauart; und
Fig. 2
ein Blockschaltbild mit den zum Verständnis der Erfindung wesentlichen Teilen der Schaltung eines erfindungsgemässen Intrusionsmelders.

In Fig. 1 ist ein Ausschnitt aus der Schaltung eines Intrusionsmelders dargestellt, wobei dieser Intrusionsmelder beispielsweise ein üblicher Passiv-Infrarotmelder ist, wie er von der Siemens Building Technologies AG, Cerberus Division und von derAlarmcom AG vertrieben wird. Derartige Melder enthalten einen Pyrosensor, einen Infrarotspiegel oder eine Fresnellinsen-Anordnung zur Fokussierung der auftreffenden Infrarotstrahlung auf denPyrosensor und eine Schaltung zur Auswertung der Signale des Pyrosensors. Der Melder kann beispielsweise ein so genannter Bus-Melder sein, welcher mit zwei Drähten direkt an eine Zentrale angeschlossen ist, wobei Speisung und Datenübertragung über die selben Drähte erfolgen. Der Melder kann aber auch auf andere Art mit der Zentrale verdrahtet oder er kann ein Funkmelder oder ein nicht an eine Zentrale angeschlossener so genannter Stand-alone-Melder sein.

Das Bezugszeichen 1 bezeichnet den Eingang der Schaltung, das Bezugszeichen 2 einen Spannungsregler, das Bezugszeichen 3 die Melderelektronik und das Bezugszeichen 4 eine Alarmanzeige, welche durch eine Leuchtdiode (LED) oder durch einen akustischen Signalgeber gebildet ist. Am Eingang 1 liegt beispielsweise eine Spannung von 12 V, die imSpannungsregler 2 auf beispielsweise 5 V herabgeregelt wird. Der Spannungsregler 2 kann durch ein einziges Bauteil gebildet sein, es kann sich aber auch um eine Spannungsstabilisierung aus mehreren Bauteilen handeln. Die Melderelektronik 3 enthält als Herzstück einen Mikroprozessor, einen Mikrokontroller, einen ASIC oder eine Auswerteeinheit ohne Mikroprozessor, Mikrokontroller oder ASIC. Die Alarmanzeige 4, welche parallel zur Melderelektronik 3 geschaltet ist, ist im normalen Betriebszustand, wenn kein Alarmzustand detektiert wird, ausgeschaltet.

Im Alarmfall, bei Detektion eines Eindringlings, wird die Alarmanzeige 4 durch die Melderelektronik 3 eingeschaltet und gibt während einigen Sekunden ein Alarmsignal ab, so dass der Alarm nicht nur an die Zentrale gemeldet sondern auch direkt am Melder angezeigt wird. Immer wenn die Alarmanzeige 4 eingeschaltet wird, muss der Spannungsregler 2 zusätzlichen Strom liefern. Zur Senkung des Stromverbrauchs kann die Alarmanzeige mit Strompulsen betrieben werden und gibt dann nicht mehr ununterbrochen während beispielsweise 3 Sekunden ein Alarmsignal ab, sondern nur drei kurze Alarmsignale im Sekundentakt. Dieser intermittierende Betrieb kann sich aber bei Detektionstests negativ auswirken.

Ein häufig durchgeführter Detektionstest ist der so genannte Gehtest, bei dem der Melder ferngesteuert oder durch einen auf einen im Melderinneren angeordneten Reed-Kontakt wirkenden Magnet in einen Testmode umgeschaltet wird und eine Person den vom Melder überwachten Raum durchschreitet. Bei diesem Gehtest muss die Alarmanzeige 4 ebenfalls ein Alarmsignal ageben, sobald die beiden Kriterien Alarm und Testmode erfüllt sind.

Bei der in Fig. 2 dargestellten Schaltung, in der gleiche Komponenten wie in Fig. 1 mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet sind, ist die Alarmanzeige 4 nicht parallel zur Melderelektronik 3 angeordnet, sondern in Serie zu dieser, und liegt zwischen dem Eingang 1 und dem Spannungsregler 2. Parallel zur Alarmanzeige 4 ist ein Schalter 5 angeordnet. Bei geöffnetem Schalter 5 fliesst der Strom vom Eingang 1 zum Spannungsregler 3 durch die Alarmanzeige 4, bei geschlossenem Schalter 5 ist die Alarmanzeige 4 überbrückt und der Strom fliesst nicht durch diese. Die Steuerung des Schalters 5 erfolgt durch die Melderelektronik 3 oder über die Zentrale. Im Normalfall ist der Schalter 5 geschlossen und die Alarmanzeige 4 ist ausgeschaltet. Nur im Alarmfall und für einen Gehtest wird der Schalter 5 geöffnet.

Bei der in Fig. 2 dargestellten Schaltung fliesst unabhängig davon, ob die Alarmanzeige 4 eingeschaltet ist, oder nicht, gleich viel Strom, so dass für den Betrieb der Alarmanzeige kein zusätzlicher Strom vom Spannungsregler 2 erforderlich ist. Wie schon erwähnt wurde, kann die Alarmanzeige 4 durch eine Leuchtdiode oder durch einen akustischen Signalgeber gebildet sein. Obwohl eine Leuchtdiode zur Anzeige eines Alarms bereits mit ca. 0.5 bis 1 mA betrieben werden muss, liegt der gesamte Stromverbrauch des Melders bei Verwendung einer Leuchtdiode als Alarmanzeige 4 unter 1 mA.


Anspruch[de]
  1. Intrusionsmelder, mit einem Spannungsregler (2) für die Eingangsspannung, einer Melderelektronik (3) und einer Alarmanzeige (4), dadurch gekennzeichnet, dass die Alarmanzeige (4) in Serie zur Melderelektronik (3) angeordnet ist und mit dem Strom betrieben wird, den die Melderelektronik (3) benötigt.
  2. Intrusionsmelder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Alarmanzeige (4) zwischen dem Spannungseingang (1) der Schaltung und dem Spannungsregler (2) angeordnet ist.
  3. Intrusionsmelder nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen parallel zur Alarmanzeige (4) angeordneten Schalter (5) zur Überbrückung der Alarmanzeige (4).
  4. Intrusionsmelder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (5) im normalen Betriebszustand des Melders geschlossen ist und nur im Alarmfall oder für Testzwecke geöffnet wird.
  5. Intrusionsmelder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (5) durch die Melderelektronik (3) oder von einer Zentrale aus betätigbar ist.
  6. Intrusionsmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Alarmanzeige (4) durch eine Leuchtdiode oder einen akustischen Signalgeber gebildet ist.






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