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Dokumentenidentifikation DE20212815U1 12.02.2004
Titel Gussasphaltkocher
Anmelder LT Linnhoff Maschinenbau GmbH, 21614 Buxtehude, DE
Vertreter Diehl, Glaeser, Hiltl & Partner, 22767 Hamburg
DE-Aktenzeichen 20212815
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 12.02.2004
Registration date 08.01.2004
Application date from patent application 15.08.2002
IPC-Hauptklasse E01C 19/08

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen verfahrbaren Gussasphaltkocher, aufweisend einen Kocherrahmen für den Kocher und die zugehörigen Aggregate mit Einfüll- und Auslassöffnung.

Bislang werden Gussasphaltkocher, wenn sie verfahrbar sein sollen, über Dieselmotorfahrzeuge bewegt. Dies führt im Allgemeinen zu keinen Problemen, es sei denn, ein solcher Gussasphaltkocher soll in einem Parkhaus eingesetzt werden oder in irgendeinem anderen Raum, in welchem die Abgase des Dieselmotors unerwünscht sind. Eine ähnliche Problematik tritt auch auf, wenn die Geräusche des Dieselmotors stören.

Natürlich könnte man ein anderweitig angetriebenes Fahrzeug konstruieren, das die Bedingungen hinsichtlich Geräusch- und Abgasentwicklung erfüllt, nur würde dies zu einem Spezialfahrzeug führen, das relativ teuer wäre, sowohl in der Fertigung als auch im Einsatz.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird hingegen nach einem einfach aufgebauten verfahrbaren Gussasphaltkocher gesucht, der einerseits alle Umweltanforderungen erfüllt, und dennoch einen weiten Einsatzbereich überdeckt, insbesondere, wenn die Verfahrbarkeit nicht allein für den Gussasphaltkocher erforderlich ist.

Dies wird bei einem verfahrbaren Gussasphaltkocher der eingangs genannten Art dadurch erreicht, dass der Rahmen lösbar an den Baumbefestigungsteilen eines vermittels eines Gasmotors angetriebenen Staplerfahrzeugs befestigt ist, wobei der Baum zuvor demontiert ist.

Der Kern der vorliegenden Erfindung beruht darin, ein Staplerfahrzeug einzusetzen, so wie es für das Transportieren und Einlagern von Waren üblich ist. Für den Einsatz bei Asphaltarbeiten wird lediglich der Baum des Staplerfahrzeugs demontiert und der Rahmen des Gussasphaltkochers an dessen Stelle befestigt. Dies bedeutet, dass das eigentliche Staplerfahrzeug für alle bisherigen Zwecke eingesetzt werden kann und sein Einsatzzweck erweitert wird, nämlich um einen Gussasphaltkocher an die gewünschte Stelle zu transportieren und dort auch in Betrieb zu nehmen, um heißen Asphalt auszugeben.

Am Gussasphaltkocher selbst sind auch keine wesentlichen Veränderungen erforderlich, bis auf Befestigungsmittel, die am Rahmen ausgestaltet sind und mit den Befestigungsmitteln für den Baum des Staplerfahrzeuges zusammenwirken können. Es handelt sich hierbei um einfache Verbindungen wie Zapfen oder Achsen, die in entsprechenden Lagerschalen gehaltert werden, so dass nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung der Gussasphaltkocher relativ zum Staplerfahrzeug auch noch um eine horizontale Achse quer zur Fahrtrichtung verschwenkbar ist. Dies ist beispielsweise in Parkhäusern für Kraftfahrzeuge erforderlich, damit auch die dort vorhandenen relativ großen Steigungen mit ihren abrupten Übergängen genommen werden können.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die hydraulischen Steuerkräfte aus den Aggregaten des Staplerfahrzeugs hergeleitet. So lässt sich beispielsweise der Antrieb für das Rührwerk aus dem zweiten Kreislauf des Staplerfahrzeugs herleiten, während beispielsweise die Betätigung des Auslasses über den dritten Steuerkreis des Staplerfahrzeugs durchgeführt wird.

Es liegt im Rahmen der vorliegenden Erfindung, die Heizeinrichtung für den Kocher aus dem Tank für den Gasmotor zu speisen.

Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen beispielsweise erläutert.

1 zeigt eine Seitenansicht eines verfahrbaren Gussasphaltkochers gemäß der Erfindung.

2 zeigt eine entsprechende Darstellung, in welcher der Kocherrahmen nach oben verschwenkt worden ist.

In den Figuren ist mit 10 ein Staplerfahrzeug bezeichnet, so wie dieses in der Praxis eingesetzt wird. Mit 11 ist der Gasmotor bezeichnet. Die Teile 12 und 13 sind diejenigen Elemente, an denen normalerweise der so genannte Baum eines Staplerfahrzeugs befestigt wird. Im unteren Teil wird der Baum auf die Befestigungsmittel 12 aufgesetzt und kann um die Achse, die horizontal durch diese Befestigungsmittel 12 hindurchgeht, verschwenkt werden. Die Verschwenkbewegung wird über einen Kippzylinder 13 ausgeführt.

Gemäß der Erfindung ist nun an den Befestigungsmitteln 12 und 13 kein Baum befestigt, sondern ein Rahmen 21 eines Gussasphaltkochers 20. Es handelt sich hierbei um denjenigen Rahmen, der die einzelnen Teile des Gussasphaltkochers aufnimmt und an dessen einer Stirnseite ein nach oben gerichteter Befestigungsteil vorhanden ist, der nun wiederum mit dem ausfahrbaren Teil des Kippzylinders 13 verbunden werden kann.

Auf dem Rahmen 21 befindet sich der eigentliche Kocher. Er weist bei 22 eine Einfüllöffnung und bei 23 zwei Auslassöffnungen auf, nämlich eine, die in Fahrtrichtung des Fahrzeugs 10 ausgerichtet ist und eine, die seitlich dazu angeordnet ist, um die entsprechenden Asphaltarbeiten seitlich zum Fahrzeug durchführen zu können.

Das Staplerfahrzeug 10 kann in der üblichen Art und Weise mit dem Baum als Gabelstapler eingesetzt werden. Nach Entfernen des Baums kann der Rahmen 21 der Gussasphaltkochers 20 dort befestigt werden. Es sind dann die einzelnen Leitungsverbindungen herzustellen, um das Rührwerk und die Auslassöffnungen hydraulisch über die Hydraulikkreise des Staplerfahrzeugs 10 betätigen zu können.

2 zeigt den verfahrbaren Gussasphaltkocher in dem Moment, wo das Fahrzeug eine Steigung nehmen muss, und da diese in Parkhäusern für Kraftfahrzeuge im Allgemeinen im Bereich von 10° liegen, muss eine Schwenkbewegung des Gussasphaltkochers durchgeführt werden, damit dessen Rahmen nicht mit der Fahrbahn in Berührung gelangt.

Es liegt im Rahmen der Erfindung, anstelle eines Gasmotors auch einen Elektromotor einzusetzen, sofern dieser mit einem Baum entsprechend ausgebildet ist, und die im Betrieb vorherzusehenden Beanspruchungen erfüllen kann.


Anspruch[de]
  1. Verfahrbarer Gussasphaltkocher, aufweisend einen Kocherrahmen für den Kocher und die zugehörigen Aggregate mit Einfüll- und Auslassöffnung, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (21) lösbar an den Baumbefestigungsteilen (12, 13) eines vermittels eines Gasmotors (11) angetriebenen Staplerfahrzeugs (10) befestigt ist, wobei der Baum zuvor demontiert ist.
  2. Gussasphaltkocher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (21) über mindestens einen Kippzylinder (13) des Staplerfahrzeugs (10) um eine horizontale Achse verschwenkbar ist.
  3. Gussasphaltkocher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zu betätigenden Teile (22, 23) des Gussasphaltkochers (20), wie Rührwerk, Einfüll- und Auslassöffnung über die Hydraulikkreise des Staplerfahrzeugs (10) gesteuert werden.
  4. Gussasphaltkocher nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinrichtung des Gussasphaltkochers (20) aus dem Tank für den Gasmotor (11) gespeist wird.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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