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Dokumentenidentifikation DE10235632A1 19.02.2004
Titel Motorspindel oder Hauptspindelantrieb für Werkzeugmaschinen
Anmelder Franz Kessler KG, 88422 Bad Buchau, DE
Erfinder Rondé, Uwe, Dr.-Ing., 88422 Bad Buchau, DE;
Kades, Helmut, 88422 Bad Buchau, DE
Vertreter Patentanwälte Eisele, Dr. Otten, Dr. Roth & Dr. Dobler, 88212 Ravensburg
DE-Anmeldedatum 02.08.2002
DE-Aktenzeichen 10235632
Offenlegungstag 19.02.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.02.2004
IPC-Hauptklasse B23Q 5/10
Zusammenfassung Es wird eine Motorspindel oder ein Hauptspindelantrieb für Werkzeugmaschinen vorgeschlagen, bei der eine gut handhabbare, sicher isolierte und platzsparende Ausführung der Trennstelle zwischen den Kabelenden des Motors und den zugehörigen Verlängerungskabeln möglich ist. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass für jede stromführende Anschlussleitung eine separate Steckverbindung (1) am Spindelgehäuse (19) vorgesehen ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Motorspindel oder einen Hauptspindelantrieb für Werkzeugmaschinen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Hauptspindelantriebe oder Motorspindeln für die Werkzeugmaschinenindustrie werden im Regelfall durch elektrische Motoren angetrieben. Die zur Drehmomenterzeugung notwendigen Ströme werden hierbei über Kabel dem Motor zugeführt. Aus fertigungstechnischen Gründen gibt es im Regelfall eine Trennstelle der Kabel unmittelbar an der Motorspindel und an dem Hauptspindelantrieb, d.h. hier werden die Kabelenden der Motor- bzw. Statorwicklungen mit entsprechenden Verlängerungskabeln verbunden.

Nach dem heutigen Stand der Technik in handelsüblichen Motorspindeln oder Hauptspindelantrieben wird diese Trennstelle auf drei verschiedene Arten ausgeführt.

In einer Ausführung wird eine Verlängerung der Kabel über Kabelschuhe und Schrauben erzeugt, d.h. an den zu verbindenden Kabelenden werden Kabelschuhe angebracht, z.B. vercrimpt, die dann miteinander verschraubt werden. Die Verbindungsstelle ist gegenüber der Umgebung zu isolieren.

Eine andere Ausführungsform besteht darin, alle Kabelenden des Motors auf eine Stromschiene in einem Gehäuse zu führen, wo sie mittels Schrauben befestigt werden. Zugleich werden die Kabelenden eines gegenüberliegenden Kabels ebenfalls verschraubt. Nachteilig bei dieser Ausführung ist der große Montageaufwand sowie die Größe des Klemmkastens.

Schließlich werden in einer dritten Ausführungsform die zu verbindende Kabelenden des Motors zusammen in eine gemeinsames Steckergehäuse geführt und dort angelötet oder vercrimpt. Dasselbe wird mit dem Verlängerungskabel durchgeführt, wobei eine der beiden Seiten als Stecker, die andere Seite als Buchse ausgeführt ist. Nachteilig bei dieser Ausführung ist die Beschränkung hinsichtlich der zu verbindenden Stromstärken bzw. die hohen Kosten solcher Steckverbindungen und die aus Schutzgründen unter Berücksichtigung der zu verbindenden Stromstärken notwendige Größe einer solchen Steckverbindung.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Motorspindel oder einen Hauptspindelantrieb vorzuschlagen, bei der eine gut handhabbare, sicher isolierte und platzsparende Ausführung der Trennstelle möglich ist.

Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Motorspindel oder einem Hauptspindelantrieb der einleitend genannten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Durch die in den Unteransprüchen genannten Maßnahmen sind vorteilhafte Ausführungen und Weiterbildungen der Erfindung möglich.

Dementsprechend zeichnet sich eine erfindungsgemäße Motorspindel oder Hauptspindelantrieb für Werkzeugmaschinen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 dadurch aus, dass für jede stromführende Anschlussleitung eine separate Steckverbindung am Spindelgehäuse vorgesehen ist.

Eine Steckverbindung für jedes einzelne stromführende Kabel, d.h. im Falle eines Drehstrommotors für jede einzelne Phase, kann wesentlich kleiner bei ausreichender Isolation und mechanischer Sicherheit ausgeführt werden als ein Mehrfachstecker, der alle Phasen sowie zusätzliche Leitungen, wie Nullleiter oder Schutzleiter, in einem Steckvorgang verbindet.

Separate Steckverbindungen für stromführende Kabel bieten neben der geringeren Größe gegenüber einem Mehrfachstecker zudem den Vorteil, dass die räumliche Anordnung aller erforderlicher Steckverbindungen wesentlich flexibler vorgenommen werden kann als im Falle eines Mehrfachsteckers. Darüber hinaus wird der Austausch eines solchen stromführenden Verlängerungskabels ebenso erleichtert, wie der motorseitige Anschluss an eine solche Steckverbindung.

Letzteres ist insbesondere dann der Fall, wenn ein separater Durchlass am Motorgehäuse, beispielsweise auf der rückwärtigen Stirnseite des Spindelantriebs, vorgesehen ist, so dass die einzelnen Kabel relativ weit voneinander beabstandet und gut zugänglich zu verbinden sind.

Vorteilhafterweise werden die Durchlässe und somit die zugehörigen Steckverbindungen für die einzelnen zu verbindenden Kabel entlang einer Kreislinie angebracht, in deren Mittelpunkt die Achse des Motorantriebs verläuft. Zum einen kommt dies dem Aufbau eines Stators entgegen, bei dem die anzuschließenden Wicklungsenden ebenfalls auf einer Kreislinie liegen, zum andern können so die erfindungsgemäßen separaten Steckverbindungen ringförmig um die üblicherweise vorhandene zentrale Lagereinheit für die Motorspindel oder den Hauptspindelantrieb angebracht werden, ohne den Außenumfang des Spindelgehäuses zu vergrößern.

Erfindungsgemäß wird die elektrische Steckverbindung in Form eines Steckers und einer zugehörigen Buchse mit entsprechenden Isolationshülsen ausgebildet, wobei in einer bevorzugten Ausführungsform die entsprechenden Buchsen am Spindelgehäuse angebracht werden. Die Buchsen lassen sich in der Regel auf eine kürzere Länge im Vergleich zu Steckern realisieren, so dass diese Ausführungsform ein besonders kompaktes Motorgehäuse mit Steckverbindungen ergibt. Grundsätzlich könnte jedoch auch der Stecker an dem Spindelgehäuse und die Buchse an dem zugehörigen Verlängerungskabel angebracht werden.

Eine besonders einfache Möglichkeit der Isolation des stromführenden Kontaktes ergibt sich dadurch, dass zwei Isolationshülsen der Buchse einerseits und des Steckers andererseits ineinander schiebbar ausgebildet werden. Hierdurch ergibt sich ein lückenloser Isolationsmantel bei hergestellter Steckverbindung, durch die die gewünschte Sicherheit erzielt und insbesondere auch den entsprechenden Vorschriften entsprochen werden kann.

Vorteilhafterweise durchsetzt die gehäuseseitige Isolationshülse die Wandung des Spindelgehäuses. Hierdurch kann das motorseitige Kabelende sich bis in die Isolationshülse erstrecken und dort mit dem erforderlichen Steckkontakt verbunden werden. Somit kann die Isolation der Steckverbindung durch eine einzige Isolationshülse einer Buchse bzw. eines Steckers hergestellt werden, ohne dass motorseitig weitere Isolationselemente vorgesehen werden müssen.

Bevorzugt wird der elektrische Kontakt mit Hilfe von Kontaktelementen wie z.B. eines elektrisch leitenden Kontaktstifts einerseits und einer elektrisch leitenden Kontakthülse andererseits hergestellt, indem der Kontaktstift in die Kontakthülse beim Schließen der Steckverbindung eingeführt wird. Der Kontaktstift kann hierbei sowohl steckerseitig als auch buchsenseitig vorgesehen werden, wobei je nach Ausführungsform im zugehörigen korrespondierenden Bauteil dann die Kontakthülse vorzusehen ist.

Mit Hilfe derartiger ineinander führbarer Kontaktelemente, wie dem oben angeführten Kontaktstift sowie der Kontakthülse, lässt sich insbesondere eine reibschlüssige Kontaktverbindung herstellen. Eine reibschlüssige Kontaktverbindung wiederum gewährleistet eine sichere, dauerhafte elektrische Verbindung zwischen den beiden Kontaktelementen.

Ein solcher Reibschluss wird in einer besonders vorteilhaften Ausführungsform über Federelemente bewirkt, die in einer bevorzugten Weiterbildung dieser Ausführung in Form von Spiralfederringen angebracht werden. Federelemente sorgen bekannterweise bei elektrischen Steckverbindungen für eine gute Kontaktierung, wobei Spiralfederringe den Vorteil bewirken, dass ein Prellen des Kontakts aufgrund eines mechanischen Impulses nicht möglich ist und darüber hinaus der elektrische Kontakt rund um den Kontaktstift gleichmäßig und damit über eine große Kontaktfläche erfolgt. Eine große Kontaktfläche ist nicht zuletzt aufgrund der hohen Ströme (> 100 A), die bei Motorspindeln oder Hauptspindelantrieben üblich sind, von Vorteil.

Vorteilhafterweise wird eine erfindungsgemäße Steckverbindung über ein Crimpelement mit den zu verbindenden Kabelenden verbunden. Crimpelemente bieten bei gutem und dauerhaftem elektrischen Kontakt fertigungstechnische Vorteile und haben sich für derartige Zwecke bewährt.

In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Verbindung wird das Crimpelement, das mit einem Kabelende vercrimpt wird, mit einem der oben angeführten Kontaktelemente, d.h. mit dem Kontaktstift bzw. der Kontakthülse, lösbar verbunden. Neben den o.a. Vorteilen bei der Herstellung des Crimpelementes ergibt sich hierdurch die Möglichkeit, die gleichen Kontaktelemente für unterschiedliche Kabeldurchmesser zu verwenden, an die lediglich die Crimpelemente angepasst werden müssen. Nach dem Vercrimpen der Kabelenden wird an die Crimpelemente das entsprechende Kontaktelement für die Steckverbindung angefügt und verbunden, z.B, verschraubt.

In einer Weiterbildung der Erfindung ist weiterhin eine Winkelarretierung vorgesehen, die ein Schließen der Steckverbindung nur bei vorgegebener Winkelorientierung der beiden Verbindungselemente, d.h. des Steckers bzw. der Buchse ermöglicht.

Eine solche Winkelarretierung bietet den Vorteil, dass sich die geschlossene Steckverbindung nicht verdrehen lässt und somit auch ein verdrehen des Kabels bzw. der innenliegenden Bauelemente unterbunden ist.

Darüber hinaus kann mit Hilfe zweier Winkelarretierungen, die unter entsprechenden Winkeln angebracht werden, auch eine Leitungskodierung stattfinden. Dies bedeutet, dass nur gleichkodierte Stecker und Buchsen zu einer erfindungsgemäßen Steckverbindung zueinander passen. Sofern nicht nur am Motorgehäuse, sondern auch am gegenüberliegenden Ende des Verlängerungskabels, d.h. üblicherweise an der Motorsteuerung eine entsprechende Kodierung vorgesehen wird, kann hierdurch sichergestellt werden, dass die einzelnen stromführenden Leitungen stets richtig angeschlossen werden, da die Steckverbindungen nur so zu schließen sind.

Auch bei gut beschrifteten Kabeln besteht sonst die Gefahr, dass die Anschlüsse beim Herstellen der Steckverbindungen vertauscht werden, was zu Fehlfunktionen und gegebenenfalls auch zu Defekten bei der Inbetriebnahme der Motorspindel oder des Hauptspindelantriebes bzw. deren Steuerung führen kann.

Eine Winkelarretierung kann beispielsweise dadurch erzeugt werden, dass eine achsenparallele Feder und eine entsprechende Nut in jeweils einem der beiden Verbindungselemente, d.h. dem Stecker und der Buchse, vorgesehen sind. Diese Nut- und Federführung kann beispielsweise in den Isolationshülsen angebracht werden.

Eine andere Form der Winkelarretierung könnte zwischen dem Steckergehäuse und dem Buchsengehäuse stattfinden, beispielsweise indem ein an einem Gehäuse angebrachter Vorsprung in eine Ausnehmung des korrespondierenden gegenüberliegenden Gehäuses eingreift.

Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ergibt sich dadurch, dass die Isolationshülse und das zugehörige Gehäuse wenigstens bereichsweise eine drehsymmetrische Kontur aufweist. Auf diese Weise kann die Isolationshülse und somit auch die dort vorgesehene Winkelarretierung in bestimmten unterschiedlichen Winkelstellungen in das entsprechende Gehäuse eingebaut werden. In Verbindung mit einer weiteren festen Winkelarretierung, beispielsweise zwischen Steckergehäuse und Buchsengehäuse, ergibt sich somit durch einfaches Verdrehen der Isolationshülse beim Einbau in das entsprechende Gehäuse eine Kodierung, die zur Unterscheidung der verschiedenen Leitungen verwendbar ist.

Zur Absicherung der erfindungsgemäßen Steckverbindung werden weiterhin vorzugsweise Dichtelemente wie O-Ringe zwischen den an- bzw. ineinanderzufügenden Verbindungselementen vorgesehen, um die Steckverbindung vor Verschmutzung und eindringender Feuchtigkeit zu schützen. Darüber hinaus wird mit solchen Dichtelementen eventuell bestehenden oder künftigen Sicherheitsvorschriften Genüge getan.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird anhand der Figuren nachfolgend näher erläutert.

Im Einzelnen zeigen

1 einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Steckverbindung,

2 eine Draufsicht auf eine Isolationshülse,

3 eine Draufsicht auf eine das Gegenstück zur Isolationshülse gem. 1 bildende Isolationshülse,

4 eine Draufsicht auf eine Isolationshülse gemäß 3 in entgegengesetzter Blickrichtung,

5 eine Seitenansicht einer kompletten Steckverbindung und

6 einen Ausschnitt aus einer Draufsicht auf die hintere Stirnseite eines Spindelgehäuses.

Die Steckverbindung 1 gemäß 1 umfasst eine spindelseitige Buchse 2 und einen kabelseitigen Stecker 3. Ein einzelnes motorseitiges Anschlusskabel, das in 1 nicht näher dargestellt ist, wird mit dem Crimpelement 4 verbunden, d.h. vercrimpt, wobei das Kabelende in die Crimphülse 5 eingeführt und dort vercrimpt wird.

Die Crimphülse 5 umfasst einen Vorsprung 6, auf den hohler Kontaktstift 7 aufgesteckt ist. Der Kontaktstift 7 weist an einem Ende eine Querschnittsvergrößerung 8 mit einem Anschlagkegel 9 auf. Der Kontaktstift 7 wird auf dem Vorsprung 6 des Crimpelements 4 mittels einer Schraube 10 befestigt.

Zur Aufnahme der Schraube 10 ist der Kontaktstift 7 stirnseitig mit einer Bohrung 11 versehen. Beim Einschrauben der Befestigungsschraube wird das Crimpelement 4 auf den Kontaktstift 7 gezogen, bis das Crimpelement 4 einerseits und der Kontaktstift 7 andererseits aneinander stoßen.

Das Crimpelement 4 ist in eine Isolationshülse 12 eingelegt, die einen sechskantförmigen Innenquerschnitt 13 aufweist (vgl. 2), der an einen sechskantförmigen Außenquerschnitt 14 eines Ringkragens 15 des Crimpelementes 4 angepasst ist. Dementsprechend kann das Crimpelement 4 nur in bestimmten Winkelstellungen in die Isolationshülse 12 bis zum Anschlag an einen Ringsteg 16 eingeschoben werden. Beim Aufschrauben des Kontaktstiftes 7 auf das Crimpelement 4 schlägt dieser mit seiner Querschnittsvergrößerung 8 auf der gegenüberliegenden Seite des Ringstegs 16 an, so dass sich sowohl eine axiale als auch aufgrund des Ringkragens 15 eine in radialer Richtung feste Fixierung der verschraubten Einheit ergibt.

Die Isolationshülse 12 ist in ein Gehäuse 17 eingelegt, das endseitig mit einem Befestigungsflansch 18 zur Befestigung an einem Spindelgehäuse 19 versehen ist. Zwei O-Ringe 20, 21 dienen hierbei zur Abdichtung gegenüber dem Spindelgehäuse 19 einerseits bzw. dem Gehäuse 17 der Buchse 2 andererseits.

Der gegenüberliegende Stecker 3 ist wiederum mit einem Crimpelement 22 versehen, das mit der Seele des anzuschließenden Verlängerungskabels 24 vercrimpt wird.

Die Seele 23 des Anschlusskabels 24 ist hierbei in die Crimphülse 25 eingeführt und dort vercrimpt. Das Crimpelement 22 weist wiederum einen Ringkragen 26 auf, der umfangseitig eine Sechskantform aufweist. Die Crimphülse 25 bzw. das gesamte Crimpelement 22 ist in eine Isolationshülse 27 eingefügt, so dass der Ringkragen 26 an einem Ringsteg 28 der Isolationshülse 27 anschlägt. Auf der gegenüberliegenden Seite wird eine Kontakthülse 29 über eine verbindungsschraube 30 mit dem Crimpelement 22 verschraubt, so dass die steckerseitige Stirnseite 31 der Kontakthülse 29 an dem Ringsteg 28 anschlägt. Somit ergibt sich wiederum eine in axialer Richtung als auch in radialer Richtung gesicherte Fixierung der aus dem Crimpelement 22 und Kontakthülse 29 bestehenden Einheit in der Isolationshülse 27.

Die Isolationshülse 27 weist im Bereich der Crimphülse 22 einen sechskantförmigen Innenquerschnitt 32 und einen sechskantförmigen Außenquerschnitt 33 (vgl. 3) auf, so dass sie drehfest in ein Steckergehäuse 34 mit einem korrespondierenden Innensechskantprofil 35 einzusetzen ist.

Die Fixierung im Steckergehäuse 34 wird über eine Doppelverschraubung 37 vorgenommen, wobei mit Hilfe einer Überwurfmutter 38 und einem Klemmring 39 eine feste Klemmung mit dem Anschlusskabel 24 vorgenommen wird.

Über einen O-Ring 40 und einen in den Klemmring 39 eingelegten Dichtring 41 ergibt sich hierbei wiederum ein dichter Abschluss des Steckers 3.

In 2 ist eine Nut 42 in der Isolationshülse 12 der Buchse 2 erkennbar. In diese Nut 42 passt eine Feder 43 der Isolationshülse 27 des Steckers 3 (siehe 4). Auf diese Weise werden die beiden Isolationshülsen 12, 27 beim Ineinanderschieben, d.h. beim Herstellen der Steckverbindung 1 drehfest verbunden.

Über die Außen- bzw. Innenquerschnitte in Sechskantform 13, 32, 33 sowie die entsprechenden Sechskantprofile im Steckergehäuse 34 bzw. im Buchsengehäuse 17 ergibt sich eine Winkelarretierung, so dass die gesamte Steckverbindung 1 drehfest ausgebildet ist.

Eine solche Winkelarretierung kann außerdem beispielsweise durch einen Vorsprung 44 am Steckergehäuse 34 bewerkstelligt werden, der in eine entsprechende Ausnehmung 45 auf Seiten des Buchsengehäuses 17 eingreift. Die Ausnehmung 45 kann beispielsweise durch zwei Nocken 46, 47 gebildet werden, d.h. sie braucht den Vorsprung 44 nicht vollständig umschließen.

Durch das Anbringen von zwei Winkelarretierungen lassen sich die Buchse 2 und Stecker 3 kodieren, d.h. eine Steckverbindung 1 lässt sich nur dann bewerkstelligen, wenn die Winkelpositionen der beiden Winkelarretierungen zueinander passen.

6 zeigt einen Ausschnitt eines Spindelgehäuses 19, an dem innenseitig ein Lagerflansch 48 für die zentrale Spindellagerung sichtbar ist. Der Lagerflansch 48 nimmt einen großen Bereich des Spindelgehäuses 19 ein, da aufgrund der aufzunehmenden Kräfte eine entsprechend stabile Lagerung erforderlich ist. Dementsprechend bleibt bei einem erwünschten kleinen Außendurchmesser des Gesamtgehäuses 19 nur wenig Platz für den Anschluss der Anschlusskabel 24.

In 6 ist erkennbar, wie die einzelnen Steckverbindungen 1 bzw. Buchsen 2 auf einer Kreislinie um den Lagerflansch 48 herum angeordnet und mit ihren Befestigungsflanschen 18 über Schrauben 49 am Spindelgehäuse verschraubt sind.

In 1 ist weiterhin erkennbar, wie in dieser speziellen Ausführungsform der Reibschluss zwischen der Kontakthülse 29 einerseits und dem Kontaktstift 7 andererseits bewerkstelligt wird. Die Kontakthülse 29 umfasst drei Nuten 50, in die Spiralfederringe 51 eingelegt sind. Diese Spiralfederringe 51 werden beim Einschieben des Kontaktstifts 7 in die Kontakthülse 29 gedehnt und legen sich hierbei reibschlüssig an beiden Kontaktelementen 7, 29 an. Dabei wird zugleich gewährleistet, dass eine große Kontaktfläche für die zu erwartenden großen Ströme sichergestellt ist. Zugleich wird über diesen Reibschluss die Steckverbindung 1 gegen ein unbeabsichtigtes Lösen gesichert.

Ein weiterer Spiralfederring 52, der in eine Nut der Buchse 2 eingelegt ist, sichert zusätzlich die Steckverbindung 1 gegen ein unbeabsichtigtes Lösen. Darüber hinaus ist über einen O-Ring 53 die dichte Verbindung zwischen Stecker 3 und Buchse 2 gewährleistet.

Die dargestellte Ausführungsform beschreibt nur beispielsweise eine Möglichkeit, wie eine Steckverbindung für ein einzelnes stromführendes Kabel einer Motorspindel oder eines Hauptspindelantriebes für Werkzeugmaschinen platzsparend, schmutz- und feuchtigkeitsdicht sowie mit guter Isolation zu realisieren ist. Wesentlich bei der Erfindung ist der Umstand, dass einzelne Steckverbindungen für einzelne stromführende Kabel vorgesehen werden, so dass das Spindelgehäuse 19 sehr kompakt und ohne hervorstehende Anschlusskabel ausgestaltet werden kann.

Durch die lösbare Verbindung zwischen den Crimpelementen 4, 22 einerseits und den Kontaktelementen 7, 29 andererseits können dabei die Kontaktelemente 7, 29 für beliebige Kabelquerschnitte verwendet werden, da lediglich die Crimpelemente 4, 22 angepasst werden müssen.

1 Steckverbindung 2 Buchse 3 Stecker 4 Crimpelement 5 Crimphülse 6 Vorsprung 7 Kontaktstift 8 Querschnittsvergrößerung 9 Anschlagnagel 10 Schraube 11 Bohrung 12 Isolationshülse 13 Innenquerschnitt 14 Außenquerschnitt 15 Ringkragen 16 Ringsteg 17 Gehäuse 18 Befestigungsflansch 19 Spindelgehäuse 20 O-Ring 21 O-Ring 22 Crimpelement 23 Seele 24 Anschlusskabel 25 Crimphülse 26 Ringkragen 27 Isolationshülse 28 Ringsteg 29 Kontakthülse 30 Verbindungsschraube 31 Stirnseite 32 Innenquerschnitt 33 Außenquerschnitt 34 Steckergehäuse 35 Innensechskantprofil 37 Doppelverschraubung 38 Überwurfmutter 39 Klemmring 40 O-Ring 41 Dichtring 42 Nut 43 Feder 44 Vorsprung 45 Ausnehmung 46 Nocken 47 Nocken 48 Lagerflansch 49 Schraube 50 Nut 51 Spiralfederring 52 Spiralfederung 53 O-Ring

Anspruch[de]
  1. Motorspindel oder Hauptspindelantrieb für Werkzeugmaschinen mit wenigstens einem Elektromotor zum Antrieb einer Spindelwelle mit mehreren stromführenden Anschlussleitungen und mit einem Spindelgehäuse mit wenigstens einem Durchlass für die Anschlussleitungen, dadurch gekennzeichnet, dass für jede stromführende Anschlussleitung eine separate Steckverbindung (1) am Spindelgehäuse (19) vorgesehen ist.
  2. Motorspindel oder Hauptspindelantrieb nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass ein separater Durchlass in dem Spindelgehäuse (19) für jede stromführende Anschlussleitung vorgesehen ist.
  3. Motorspindel oder Hauptspindelantrieb nach einem der vorgenannten Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Steckverbindungen (1) entlang einer Kreislinie angeordnet sind.
  4. Motorspindel oder Hauptspindelantrieb nach einem der vorgenannten Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Steckverbindung (1) eine Buchse (2) und einen Stecker (3) mit Isolationshülsen (12, 27) aufweist.
  5. Motorspindel oder Hauptspindelantrieb nach einem der vorgenannten Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Isolationshülsen (12, 27) ineinander schiebbar sind.
  6. Motorspindel oder Hauptspindelantrieb nach einem der vorgenannten Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die gehäuseseitige Isolationshülse (12) die Wandung des Spindelgehäuses (19) durchsetzt.
  7. Motorspindel oder Hauptspindelantrieb nach einem der vorgenannten Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass ein Kontaktstift (7) und eine Kontakthülse (29) als Kontaktelemente vorgesehen sind.
  8. Motorspindel oder Hauptspindelantrieb nach einem der vorgenannten Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass Kontaktelemente (7, 29) reibschlüssig miteinander verbindbar sind.
  9. Motorspindel oder Hauptspindelantrieb nach einem der vorgenannten Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der Reibschluss über Federelemente (51) hergestellt ist.
  10. Motorspindel oder Hauptspindelantrieb nach einem der vorgenannten Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass als Federelemente für den Reibschluss Spiralfederringe (51) vorgesehen sind.
  11. Motorspindel oder Hauptspindelantrieb nach einem der vorgenannten Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass ein Crimpkontakt (4, 22) zur Anschlussleitung und/oder zum Verbindungskabel (24) zu einer Steuereinheit vorgesehen ist.
  12. Motorspindel oder Hauptspindelantrieb nach einem der vorgenannten Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass ein Crimpelement (4, 22) mit einem Kontaktelement lösbar verbunden ist.
  13. Motorspindel oder Hauptspindelantrieb nach einem der vorgenannten Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass eine Winkelarretierung (13, 14, 32, 33, 35, 42 43, 44, 45) vorgesehen ist.
  14. Motorspindel oder Hauptspindelantrieb nach einem der vorgenannten Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass eine Leitungskodierung durch die relativen Winkelpositionen zweier Winkelarretierungen (42, 43, 44, 45) vorhanden ist.
  15. Motorspindel oder Hauptspindelantrieb nach einem der vorgenannten Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Winkelarretierung in den Isolationshülsen (12, 27) angebracht ist.
  16. Motorspindel oder Hauptspindelantrieb nach einem der vorgenannten Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Isolationshülsen (12, 27) eine achsenparallele Feder (43) und eine entsprechende Nut (42) in jeweils einer Isolationshülse (12, 27) aufweisen.
  17. Motorspindel oder Hauptspindelantrieb nach einem der vorgenannten Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass eine Winkelarretierung (44, 45) zwischen einem Steckergehäuse (34) und einem Buchsengehäuse (17) vorgesehen ist.
  18. Motorspindel oder Hauptspindelantrieb nach einem der vorgenannten Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Isolationshülsen (12, 27) und/oder Steckergehäuse (34) und/oder das Buchsengehäuse (17) wenigstens bereichsweise eine drehsymmetrische Kontur (13, 14, 32, 33, 35) aufweisen.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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