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Dokumentenidentifikation DE10257950B3 19.02.2004
Titel Gasbetriebenes Heizgerät
Anmelder Neuhaus, Siegfried, 57250 Netphen, DE
Erfinder Neuhaus, Siegfried, 57250 Netphen, DE
Vertreter Pürckhauer, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 57234 Wilnsdorf
DE-Anmeldedatum 12.12.2002
DE-Aktenzeichen 10257950
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.02.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.02.2004
IPC-Hauptklasse F24C 3/14
Zusammenfassung Es handelt sich um ein gasbetriebenes Heizgerät (1). Um ein derartiges Heizgerät (1) zu schaffen, bei dem einerseits die Brandgefahr auf ein Minimum reduziert ist und das andererseits auch im Freien verwendet werden kann, ohne daß die Flamme durch Windeinwirkung gelöscht wird, weist dasselbe einen an sich bekannten Gasbrenner (2) mit einer Gaseintrittsöffnung (3) und einer Flammenaustrittsöffnung (4) auf, wobei in die nach unten gerichtete Gaseintrittsöffnung (3) des Gasbrenners (2) ein Gewindestutzen (5) eines starren, rechtwinklig zum Gasbrenner (2) verlaufenden Anschlußrohres (6) eingeschraubt ist. Vom unteren Ende (9) des Gasbrenners (2) erstreckt sich koaxial ein einen radialen Abstand zu demselben aufweisenden und die Luftzuführbohrungen (10) des Gasbrenners (2) umschließender Windschutz (11). Vom oberen Ende (12) des Gasbrenners (2) ist ein sich oberhalb des Gasbrenners (2) mit radialem Abstand erstreckender Wind- und Sichtschutz (13) koaxial angeordnet. Am oberen Ende (14) des Wind- und Sichtschutzes (13) ist eine schalenförmige, einen radialen Abstand zu dem Wind- und Sichtschutz (13) aufweisende Abdeckung (15) vorgesehen, deren Boden (17) mit Abstand zu dem oberen Rand (18) des Wind- und Sichtschutzes (13) angeordnet ist. Dabei ist der seitliche Rand (19) der Abdeckung (15) nach unten gerichtet und umschließt den oberen Rand (18) des Wind- und Sichtschutzes (13) mit Abstand.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein gasbetriebenes Heizgerät.

Gasbetriebene Heizgeräte, wie beispielweise Strahler haben den Nachteil, daß dieselben wegen Ihrer relativ freien Flamme und der dadurch bedingten Brandgefahr kaum in Holzhütten o.dgl. verwendet werden können. Besonders bei Hochsitzen, die sehr offen gebaut sind, besteht das zusätzliche Problem, daß bei auftretendem Wind die Flamme gelöscht wird.

Eine im Freien verwendbare Kochvorrichtung ist in DE 41 27 077 C2 beschrieben. Diese bekannte Vorrichtung weist einen Gasbrenner mit Gasaustrittsöffnung und Flammenaustrittsöffnung auf, wobei in die nach unten gerichtete Gaseintrittsöffnung des Gasbrenners ein Anschlußrohr eingeschraubt ist. Ferner weist dies bekannte Kochvorrichtung, da sie im Freien verwendet werden soll, einen Windschutz auf, der mit radialem Abstand die Luftzuführbohrungen des Gasbrenners umschließt. Als Heizgerät für den vorgenannten Zweck ist diese bekannte Kochvorrichtung kaum geeignet und auch nicht vorgesehen.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein gasbetriebenes Heizgerät zu schaffen, bei dem einerseits die Brandgefahr auf ein Minimum reduziert ist und das andererseits auch im Freien verwendet werden kann, ohne daß die Flamme durch auftretenden Wind gelöscht wird.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.

Zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Das erfindungsgemäße gasbetriebene Heizgerät zeichnet sich vor allem dadurch aus, daß dank des Wind- und Sichtschutzes oberhalb des Gasbrenners im Bereich der Flamme die Brandgefahr durch das Heizgerät auf ein Minimum reduziert ist. Außerdem ist die Flamme durch diesen Wind- und Sichtschutz so geschützt, daß dieselbe durch Windböen nicht erlöschen kann, wobei es dann durch einen unkontrollierten Gasaustritt zu Gesundheitsschädigungen kommen könnte. Zusätzlich sorgt noch der im Bereich der Luftzuführbohrungen des Gasbrenners angeordnete Windschutz dafür, daß die Flamme nicht durch Windböen erlöschen kann.

Da bekanntlich warme Luft nach oben steigt, sorgt die Abdeckung auf dem Wind- und Sichtschutz dafür, daß zunächst der Wärmeaustritt nach unten erfolgt, wobei aufgrund der Form der Abdeckung die Wärme seitlich, d.h. breiter verteilt wird.

Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung anhand eines in der Zeichnung z.T. schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles eines gasbetriebenes Heizgerätes. Dabei zeigt

1 eine Seitenansicht des Heizgerätes und

2 vergrößert einen teilweise geschnitten dargestellten zugehörigen Gasbrenner.

Das in 1 dargestellte gasbetriebene Heizgerät 1 weist u.a. einen an sich bekannten Gasbrenner 2 (siehe auch 2) mit einer Gaseintrittsöffnung 3 und einer Flammenaustrittsöffnung 4 auf. Dabei ist in die nach unten gerichtete Gaseintrittsöffnung 3 des Gasbrenners 2 ein Gewindestutzen 5 eines starren , rechtwinklig zum Gasbrenner 2 verlaufenden Anschlußrohres 6 eingeschraubt.

Am äußeren Ende 7 des Anschlußrohres 6 ist eine Düse 8 mit einer Gasdurchtrittsöffnung von vorzugsweise 0,4 mm eingesetzt, an die ein Schlauch mit Gasregler (nicht dargestellt) angeschlossen wird, der die Verbindung zwischen dem Heizgerät 1 und der Gasflasche herstellt.

Ferner weist das Heizgerät 1 einen sich vom unteren Ende 9 des Gasbrenners 2 koaxial erstreckenden, einen radialen Abstand zu demselben aufweisenden und Luftzuführbohrungen 10 des Gasbrenners 2 umschließenden Windschutz 11 auf, der dafür sorgt, daß die Flamme nicht durch Windböen über die Luftzuführungsbohrungen 10 erlöschen kann.

Vom oberen Ende 12 des Gasbrenners 2 ist ein sich oberhalb des Gasbrenners 2 mit radialem Abstand erstreckender Wind- und Sichtschutz 13 koaxial angeordnet, wodurch Wind keinen direkten Zugriff auf die Flamme hat und diese dadurch nicht erlöschen kann. Außerdem ist durch den Wind- und Sichtschutz 13 die Flamme derart geschützt, daß bei einem versehentlichen Umstoßen des Heizgerätes 1 kaum ein Brand entstehen kann.

Am oberen Ende 14 des Wind- und Sichtschutzes 13 ist eine schalenförmige Abdeckung 15 vorgesehen, die vorzugsweise rechteckig ausgebildet ist und an mindestens zwei Seiten 16 einen radialen Abstand zu dem Wind- und Sichtschutz 13 aufweist. Der Boden 17 der Abdeckung 15 ist mit Abstand a zu dem oberen Rand 18 des Wind- und Sichtschutzes 13 angeordnet, wobei der seitliche Rand 19 der Abdeckung nach unten gerichtet ist und den oberen Rand 18 des Wind- und Sichtschutzes 13 ebenfalls mit Abstand umschließt. Die Abdeckung 15 ist über die beiden anderen Seiten 20 derselben mit dem Wind- und Sichtschutz 13 verbunden.

Die Flamme kann am unteren Rand des Wind- und Sichtschutzes 13 entzündet werden, wobei die Wärme über den oberen Rand 18 des Wind- und Sichtschutz 13 und den Boden 17 mit dem seitlichen Rand 19 der Abdeckung 15 nach unten abgeleitet wird.

Zur Standsicherheit des Heizgerätes 1 sind am unteren Ende 21 des Wind- und Sichtschutzes 13 mehrere nach unten gerichtete und schräg nach außen verlaufende Füße 22 angeordnet (hier als sogenanntes Dreibein dargestellt), wobei das Anschlußrohr 6 mit mindestens einem Fuß 22 unlösbar verbunden ist.

Zum Transport des Heizgerätes 1 ist an der Abdeckung 15 eine Trageeinrichtung 23 vorgesehen.

1 Heizgerät 2 Gasbrenner von 1 3 Gaseintrittsöffnung von 2 4 Flammenaustrittsöffnung von 2 5 Gewindestutzen von 6 6 Anschlußrohr von 1 7 äußeres Ende von 6 8 Düse in 7 9 unteres Ende von 2 10 Luftzuführbohrungen in 2 11 Windschutz für 10 12 oberes Ende von 2 13 Wind- und Sichtschutz von 1 14 oberes Ende von 13 15 Abdeckung auf 13 16 von 13 beabstandete Seiten von 15 17 Boden von 15 18 oberer Rand von 13 19 seitliche Rand von 15 20 mit 13 verbundene Seiten von 15 21 unteres Ende von 13 22 Füße von 1 an 13 23 Trageeinrichtung von 1 an 15 a Abstand zwischen 17 und 18

Anspruch[de]
  1. Gasbetriebenes Heizgerät mit einem Gasbrenner (2) mit einer Gaseintrittsöffnung (3) und einer Flammenaustrittsöffnung (4), wobei in die nach unten gerichtete Gaseintrittsöffnung (3) des Gasbrenners (2) ein Gewindestutzen (5) eines starren, rechtwinklig zum Gasbrenner (2) verlaufenden Anschlußrohres (6) eingeschraubt ist, mit einem koaxial sich vom unteren Ende (9) des Gasbrenners (2) erstreckenden, einen radialen Abstand zu demselben aufweisenden und die Luftzuführbohrungen (10) des Gasbrenners (2) umschließenden Windschutz (11), mit einem vom oberen Ende (12) des Gasbrenners (2) koaxial angeordneten, sich oberhalb des Gasbrenners (2) mit radialem Abstand erstreckenden Wind- und Sichtschutz(13), und mit einer am oberen Ende (14) des Wind- und Sichtschutzes (13) schalenförmigen, einen radialen Abstand zu dem Wind- und Sichtschutz (13) aufweisenden Abdeckung (15), deren Boden (17) mit Abstand zu dem oberen Rand (18) des Wind- und Sichtschutzes (13) angeordnet ist, wobei der seitliche Rand (19) der Abdeckung (15) nach unten gerichtet ist und den oberen Rand (18) des Wind- und Sichtschutzes (13) mit Abstand umschließt.
  2. Heizgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am unteren Ende (21) des Wind- und Sichtschutzes (13) mehrere nach unten gerichtete und schräg nach außen verlaufende Füße (22) angeordnet sind.
  3. Heizgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlußrohr (6) mit mindestens einem Fuß (22) unlösbar verbunden ist.
  4. Heizgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß am äußeren Ende (7) des Anschlußrohres (6) eine Düse (8) mit einer Gasdurchtrittsöffnung von 0,4 mm eingesetzt ist.
  5. Heizgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der Abdeckung (15) eine Trageeinrichtung (23) vorgesehen ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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