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Dokumentenidentifikation DE69907361T2 19.02.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000992296
Titel Vorrichtung zum Trennen von Walzstäben
Anmelder Danieli & C. Officine Meccaniche S.p.A., Buttrio, Udine, IT
Erfinder Bordignon, Giuseppe, 33050 Bicinicco (UD), IT;
De Luca, Andrea, 33047 Remanzacco (UD), IT;
Pecoraro, Luca, 33100 Udine, IT
Vertreter Strehl, Schübel-Hopf & Partner, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69907361
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 24.09.1999
EP-Aktenzeichen 991188376
EP-Offenlegungsdatum 12.04.2000
EP date of grant 02.05.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.02.2004
IPC-Hauptklasse B21B 39/00
IPC-Nebenklasse B21B 43/00   B65G 47/88   B65G 47/29   

Beschreibung[de]
GEBIET DER ERFINDUNG

Die Erfindung betrifft eine Trennvorrichtung für Walzstäbe, wie im Oberbegriff des Anspruchs 1 dargelegt (siehe z. B. GB-A-1 011 217).

Die Erfindung wird innerhalb der Zone verwendet, in der Schichten oder Bündel von Stäben hergestellt werden, um die von der stromabwärts bezüglich der Walz- oder Endbearbeitungslinie liegenden Kühlzone anlangenden Stäbe zu trennen, zu beabstanden und auszurichten, um eine bessere, regelmäßigere und genauere Bündelung der Stäbe zu erhalten.

Die Erfindung erlaubt es, in Zusammenwirkung mit einer Gegenvorrichtung, Schichten oder Bündel herzustellen, die aus einer gewünschten Anzahl von Stäben bestehen, und sie erlaubt es, Zählfehler dadurch zu vermeiden, dass Stäbe übereinander liegen und entlang der Transportebene verdreht sind.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird bei der Herstellung langer Walzerzeugnisse in Stabform, insbesondere dann, wenn diese von einem Mehrprofil-Walzvorgang herrühren, verwendet.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Stromabwärts bezüglich der Endbearbeitungskette verfügen Walzanlagen für Stäbe und Profile normalerweise über eine Kühlzone und eine Zone zum Erzeugen von Bündeln oder Schichten, in denen die Stäbe gezählt werden und, wenn die gewünschte Anzahl zur Erzeugung eines Bündels erreicht ist, zusammengebunden und ausgestoßen werden.

Beim Bündelherstellschritt besteht das Problem, dass die in der Trägerebene angeordneten Stäbe, insbesondere dann, wenn sie einen Mehrprofil-Herstellprozess verlassen, häufig übereinander liegen und in der Längsrichtung verdreht sind, so dass es schwierig ist, sie genau und fehlerfrei zu zählen, und es schwierig ist, den letzten Stab einer Schicht vom ersten Stab der nächsten Schicht zu trennen.

Es existierten Vorschläge für Trennvorrichtungen, die das Vorderende des letzten Stabs in einer Schicht in Bezug auf die Trägerebene anheben, um ihn vom benachbarten Stab zu trennen.

Dieses Anheben ist zeitweilig problematisch, und es kann solche Stäbe nicht trennen, die über einen beträchtlichen Teil ihrer Länge übereinander liegen oder verdreht sind. Darüber hinaus kann das Anheben von Stäben aus der Trägerebene bewirken, dass sie axial fehlausgerichtet werden.

Andere Lösungen haben bewegliche Blätter oder Arme vorgeschlagen, die unter der Trägerebene angeordnet sind und in den Zwischenraum zwischen zwei benachbarten Stäben eingeführt werden können, um sie zu trennen.

Diese Maßnahmen können Stäbe nur entsprechend den Vorderenden trennen, und sie können verdrehte und überlappende Stäbe nicht beseitigen.

Darüber hinaus führen sie nur zu einer minimalen Trennung, die nicht dazu ausreicht, genaues Zählen und leichte Handhabung zu gewährleisten.

Diese Probleme führen daher zu Fehlern und zur Erzeugung von nicht homogenen Schichten, was zu beträchtlichen Problemen im anschließenden Schritt des Zusammenbindens und Verpackens der Stabbündel führt.

Die Probleme sind im Fall von Mehrprofil-Walzvorgängen und zunehmend geringer Dicke von Stäben noch größer, in welchem Fall die Möglichkeit noch größer ist, dass die Stäbe übereinander liegen und in der Trägerebene verdreht sind.

Die Anmelderin hat die Erfindung entworfen, getestet und realisiert, um die Mängel im Stand der Technik zu überwinden und weitere Vorteile zu erzielen.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Die Erfindung ist im Hauptanspruch dargelegt und gekennzeichnet, während die abhängigen Ansprüche andere Eigenschaften der Hauptausführungsform beschreiben.

Der Zweck der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zu schaffen, die es erlaubt, benachbarte Stäbe auf einer Trägerebene effizient zu trennen und zu beabstanden, die an eine Zusammenbind- oder Verpackungszone zu liefern sind, wo Schichten zu erzeugen sind.

Ein weiterer Zweck besteht darin, am Auslass der Trennvorrichtung Stäbe zu erhalten, die in der Längsrichtung vollkommen ausgerichtet sind, um an die Verpackungs- oder Schichterzeugungszone geliefert zu werden.

Die erfindungsgemäße Trennvorrichtung arbeitet mit einer Gegeneinrichtung zusammen, die dazu geeignet ist, die Stäbe zu zählen, die fortschreitend entlang einer Trägerebene geschickt werden.

Die Trägerebene besteht aus Bewegungselementen, die in der Längsrichtung voneinander getrennt sind und dazu geeignet sind, die Stäbe in einer Richtung rechtwinklig zur Stabachse zu verschieben.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform wirkt die erfindungsgemäße Vorrichtung auch mit einer Teilbeabstandungseinrichtung zusammen, die entsprechend dem Vorderende der Stäbe wirkt.

Die erfindungsgemäße Trennvorrichtung verfügt über mehrere Separatorbaugruppen, die in einer Richtung ausgerichtet angeordnet sind, die im Wesentlichen parallel zur Längsachse der auf der Trägerebene angeordneten Stäbe verläuft.

Jede Separatorbaugruppe ist im Zwischenraum zwischen zwei benachbarten Bewegungselementen auf der Trägerebene angeordnet und verfügt über mindestens eine Separatoreinrichtung, die einer Bewegungseinrichtung zugeordnet ist, die dazu beeignet ist, dafür zu sorgen, sie hinsichtlich einer im Wesentlichen horizontalen Achse zu verdrehen.

Gemäß einer Variante verfügt jede Separatorbaugruppe über ein Paar von Separatoreinrichtungen, die einander gegenüberstehen und sich auf einer jeweiligen Horizontalachse mit entgegengesetzten Rotationsrichtungen drehen.

In diesem Fall kann jede Separatoreinrichtung auf einen jeweiligen Stab einwirken, und zwei benachbarte Stäbe werden durch die Einwirkung der jeweiligen Separatoreinrichtung in entgegengesetzten Richtungen voneinander beabstandet.

Gemäß einer weiteren Variante verfügt jede Separatorbaugruppe über zwei oder mehr Separatoreinrichtungen oder zwei oder mehr Paare von Separatoreinrichtungen, die in der Längsrichtung entlang dem Stab angeordnet sind, wobei jede auf ein jeweiliges Segment eines zugehörigen Stabs einwirken kann.

In diesem Fall können, gemäß einer weiteren Ausführungsform, die zwei oder mehr Separatoreinrichtungen oder die zwei oder mehr Paare von Separatoreinrichtungen in zeitlichem Ablauf entsprechend ihrer Position in Bezug auf das Vorderende der Stäbe auf diese einwirken.

Genauer gesagt, wirkt als Erstes die dem Vorderende des Stabs am nächsten liegende Separatoreinrichtung, dann, aufeinanderfolgend die Separatoreinrichtungen, die allmählich weiter entfernt vom Vorderende des Stabs liegen, um so eine fortschreitende Trennung zweier benachbarter Stäbe zu bestimmen.

Die Separatoreinrichtungen verfügen über eine erste Inaktivitätsposition, bei der sie unter die die Stäbe tragende Ebene zurückgezogen sind, und eine zweite Betriebsposition, in der sie fortschreitend über die Trägerebene gebracht werden und durch Einführen zwischen zwei benachbarte Stäbe dafür sorgen, dass diese fortschreitend getrennt werden.

Die Separatoreinrichtungen verfügen über ein Bogenprofil, das dazu geeignet ist, allmählich auf einen Stab einzuwirken, wenn die Einrichtungen über die Trägerebene gebracht werden.

Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist das Bogenprofil jeder der Separatoreinrichtungen durch mindestens ein zweites Segment mit der Funktion des Verschiebens des entsprechenden Stabs, während die Separatoreinrichtung angehoben wird, und ein zweites Segment gebildet, das keinerlei Verschiebung des Stabs erzeugt, und zwar selbst dann, wenn die Separatoreinrichtung weiter in Bezug auf die Trägerebene angehoben wird.

Gemäß einer Variante werden die Separatorbaugruppen zeitlich fortschreitend aktiviert, wobei die vorderste Separatorbaugruppe als erste aktiviert wird und dann alle anderen allmählich aktiviert werden, um dafür zu sorgen, dass zwei benachbarte Stäbe fortschreitend von ihrem Vorder- und ihrem Hinterende beabstandet werden.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die beigefügten Zeichnungen sind als nicht beschränkendes Beispiel angegeben, und sie zeigen eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung.

1 zeigt eine dreidimensionale Ansicht der erfindungsgemäßen Trennvorrichtung für Walzstäbe, die bei einer Ebene zum Tragen von Stäben angewandt ist;

2a, 2b und 2c zeigen jeweilige Seitenansichten einer Separatorbaugruppe der erfindungsgemäßen Vorrichtung in drei verschiedenen Betriebspositionen;

3 ist eine Draufsicht einer erfindungsgemäßen Separatorbaugruppe;

4 ist eine Draufsicht eines Paars von Separatorbaugruppen gemäß der Erfindung, die im Zwischenraum zwischen zwei benachbarten Bewegungselementen auf der Trägerebene angeordnet sind.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM

Es wird auf die beigefügten Figuren Bezug genommen, in denen die Bezugszahl 10 allgemein eine Baugruppe zum Trennen von Walzstäben 12 bezeichnet, bei der es sich um einen Teil einer Trennvorrichtung mit mehreren derartigen Baugruppen 10 handelt, die in einer Richtung ausgerichtet angeordnet sind, die im Wesentlichen parallel zur Längsachse der Stäbe 12 verläuft.

Die Stäbe 12 treffen von der Kühlzone oder dem Kühlbett ein, das stromabwärts bezüglich der Walz- oder Endbearbeitungslinie liegt, und sie sind auf einer Trägerebene 11 angeordnet, die durch eine Anzahl kettenförmiger Bewegungselemente 14 gebildet ist, die parallel zueinander angeordnet und in der Längsrichtung beabstandet sind.

Die Bewegungselemente 14 werden durch jeweilige Einrichtungen 26 angetrieben, und sie können die Stäbe 12 in einer Richtung "A" rechtwinklig zu deren Längsachse vom Einlass bis zum Auslass der Trägerebene 11 fortschreitend verschieben.

Stromabwärts der Trägerebene 11 existiert eine Zone (hier nicht dargestellt), in der Bündel oder Schichten von Walzstäben 12 erstellt werden, wo sich geeignete Vorrichtungen zum Zusammenbinden und Verpacken von herkömmlichem Typ befinden.

In Zusammenwirkung mit dem Vorderende der Stäbe 12 und stromaufwärts der Separatorbaugruppen 10 existiert eine Zähler/Beabstandungs-Vorrichtung 13, die dazu geeignet ist, die Vorderenden benachbarter Stäbe 12 voneinander zu trennen und teilweise zu beabstanden.

Die Zähler/Beabstandungs-Vorrichtung 13 kann vom Typ mit Endlosschraube oder von anderem herkömmlichem Typ sein.

Wenn die Stäbe 12 vom Kühlbett her eintreffen und auf die Trägerebene 11 ausgegeben werden, sind sie im Allgemeinen übereinanderliegend angeordnet, falls nicht sogar verdreht und verschlungen; dies macht es extrem schwierig, sie korrekt zu zählen und auf effiziente Weise Bündel und ordentliche, homogene Schichten zu erzeugen.

Die Funktion der Zähler/Beabstandungs-Vorrichtung 13 besteht darin, auf das Vorderende jedes Stabs 12 einzuwirken und es in Bezug auf die Vorschubrichtung der Bewegungselemente 14 zu beschleunigen, um so zwei benachbarte Stäbe zumindest hinsichtlich des vorderen Segments des Vorderendes zu trennen.

Die Separatorbaugruppen 10 sind in den Zwischenräumen zwischen zwei benachbarten Bewegungselementen 14 angeordnet, und sie sind dazu geeignet, fortschreitend zu arbeiten, vorteilhafterweise in zeitlicher Abfolge ausgehend von der dem Vorderende eines Stabs 12 am nächsten liegenden Baugruppe 10a bis zur entferntesten Baugruppe 10b, um einen Stab 12 über seine gesamte Länge fortschreitend vom benachbarten Stab zu trennen.

Anders gesagt, kann die erste Separatorbaugruppe 10a in den Zwischenraum zwischen den Vorderenden zweier benachbarter Stäbe 12, hervorgerufen durch die Einwirkung der Zähler/Beabstandungs-Vorrichtung 13, eingeführt werden, die folgende Separatorbaugruppe 10 wird in den durch die erste Separatorbaugruppe 10a hervorgerufenen Zwischenraum eingeführt usw., bis die Hinterenden der Stäbe 12 getrennt sind.

Das Ergebnis dieses Vorgangs besteht darin, dass zwei benachbarte Stäbe 12 voneinander getrennt und um einen gewünschten Wert beabstandet sind, so dass sie effizient gezählt und besser gehandhabt werden können.

Darüber hinaus sind stromabwärts der Trennvorrichtung vollkommen ausgerichtete und parallele Stäbe 12 erhalten.

In diesem Fall existieren zwischen zwei benachbarten Bewegungselementen 14 zwei Separatorbaugruppen 10, gemäß der Erfindung, jedoch ist der Fall derselbe, wenn nur eine Separatorbaugruppe 10, oder drei oder mehr Baugruppen 10, im Zwischenraum zwischen zwei Bewegungselementen 14 existieren.

Jede Separatorbaugruppe 10 verfügt über eine Separatoreinrichtung, die in diesem Fall aus drei Paaren von Trennhaken 15 besteht, die gleichzeitig aktiviert werden können.

Genauer gesagt, verfügt jede Baugruppe 10, gesehen in der Richtung vom Vorderende der Stäbe 12 zum Hinterende, über ein erstes Paar von Haken, nämlich einen rechten 15a und einen linken 115a, ein zweites Paar von Haken, nämlich einen rechten 15b und einen linken 115b, sowie ein drittes Paar von Haken, nämlich einen rechten 15c und einen linken 115c.

Die Haken jedes Paars sind identisch, und sie sind spiegelglatt an den jeweiligen Haltern angebracht und nach Form und Größe verschieden von den Haken eines anderen Paars, wie dies nachfolgend erläutert wird.

Genauer gesagt, bestehen die Haken 15 aus zwei im Wesentlichen rechtwinklig zueinander stehenden Armen, nämlich einem ersten Arm 29, der im Wesentlichen gerade ist und für alle Haken 15 identisch ist, und einem zweiten Bogenarm 30 mit anderer Größe und Form abhängig von der Position in Bezug auf die Zähler/Beabstandungs-Vorrichtung 13.

Die rechten Haken 15a, 15b und 15c jedes Paars sind hebelförmig an einem jeweiligen Trägerhalter angebracht, der aus einem ersten Zylinder 16 besteht, der sich um seine eigene im Wesentlichen horizontale Achse 17 drehen kann.

Die linken Haken 115a, 115b und 115c sind an einem jeweiligen Trägerhalter befestigt, der aus einem zweiten Zylinder 18 besteht, der geeigneterweise um seine eigene im Wesentlichen horizontale Achse 19, parallel und koplanar zur Achse 17, gedreht werden kann.

Die zwei Zylinder 16 und 18 sind mit ihren jeweiligen Enden an zwei Halteplatten 27 befestigt, und sie sind im Wesentlichen parallel zu den Stäben 112 angeordnet.

Die Haken 15 liegen in einer vertikalen Ebene im Wesentlichen rechtwinklig zur Achse der Stäbe 12, und sie drehen sich in dieser.

Die Drehbewegung der jeweiligen Zylinder 16 und 18 dient zum Bewegen aller Haken 15 von einer ersten Inaktivitätsposition unter der durch die Bewegungselemente 14 (2a) definierten Trägerebene 11 in eine Position fortschreitend über dieser Trägerebene 11, um die zwei benachbarten Stäbe 12a und 12b wechselseitig zu trennen und zu beabstanden.

Die 2b zeigt eine zweite, nämlich eine Zwischenarbeitsposition, während die 2c die Haken 15 in ihrer maximal angehobenen Position in Bezug auf die Trägerebene 11 zeigt, entsprechend dem Maximalwert "i" der Trennung, wie sie für die zwei benachbarten Stäbe 12a und 12b erzielbar ist.

In diesem Fall werden die zwei Zylinder 16 und 18 gleichzeitig und auf koordinierte Weise durch die Einwirkung eines einzelnen Stellglieds 20 verstellt, das vom Typ mit Ausfahreinrichtungen ist, die auf eine Verlängerung 22 eines Hebelelements 21 einwirken, das fest mit dem zweiten Zylinder 18 verbunden ist.

Das Stellglied 20 ist durch eine Anbauplatte 28 an eine der Halteplatten 27 angebaut.

Ein zweite Verlängerung 23 des Hebelelements 21 ist durch eine Querstange 24 mit einer Schelle 25 verbunden, die fest mit dem ersten Zylinder 16 verbunden ist.

Bei dieser Konfiguration sorgt die Zielwirkung des Stellglieds 20 dafür, dass sich das Hebelelement 21, und damit der zweite Zylinder 18, um die Rotationsachse 19 dreht; diese Drehung wird durch die Querstange 24 auf den ersten Zylinder 18 übertragen.

Die Querstange 24 kann der Größe nach so eingestellt werden, dass die Paare von Haken 15 geeignet eingestellt werden können.

Durch die Drehung der zwei Zylinder 16 und 18 werden die Haken 15 angehoben und fortschreitend über die Trägerebene 11 der Stäbe 12 verstellt.

Die Umkehrbewegung des Stellglieds 20 bewirkt eine umgekehrte Drehung der Zylinder 16 und 18, mit sich ergebender Absenkung der Haken 15 in eine Position unter der Trägerebene 11.

Der zweite Arm 30 jedes Hakens 15 verfügt über ein gekrümmtes Profil, um, wenn er angehoben ist, eine Verschiebebewegung des Stabs 12 auf der Trägerebene 11 hervorzurufen.

Genauer gesagt, verfügt der zweite Arm 30 über ein Innenprofil 31 mit einem Doppelbogen, der durch ein erstes, oberes Segment 31a und ein folgendes zweites, unteres Segment 31b gebildet ist.

Das erste, obere Segment 31a bewirkt eine fortschreitende Querverschiebung des Stabs 12, während der zugehörige Haken 15 in Bezug auf die Trägerebene 11 angehoben wird, während das zweite, untere Segment 31b selbst dann keine wesentliche Verschiebung des Stabs 12 mehr hervorruft, wenn der Haken 15 seine Aufwärtsbewegung in Bezug auf die Trägerebene 11 fortsetzt.

Für die Funktion jeder Separatorbaugruppe 10 ist die 1 in Kombination mit den 2a, 2b und 2c zu berücksichtigen.

In der 2a befinden sich alle Haken 15 in der Inaktivitätsposition unter der Trägerebene 11; die Stäbe 12a und 12b werden auf der Trägerebene 11 verschoben, wobei nur die jeweiligen Segmente ihrer Vorderenden durch die Zähler/Beabstandungs-Vorrichtung 13 teilweise getrennt werden, während die restlichen Segmente zum Hinterende hin überlappen und gegeneinander verdreht sind.

Wenn sich die Stäbe 12a und 12b über den ersten Separatorbaugruppen 10 befinden, wird dafür gesorgt, dass sich die Haken 15 durch Betätigen des Stellglieds 20 nach oben bewegen.

Die Haken 15 werden, wie zuvor angegeben, alle gleichzeitig aktiviert; jedoch treffen die Haken 15a, 115a des ersten Paars, die diejenigen sind, die der Zähler/Beabstandungs-Vorrichtung 13 am nächsten liegen, als Erstes auf die jeweiligen Stäbe 12a und 12b, da die jeweiligen zweiten Arme 30 länger als die zweiten Arme 30 der zweiten Haken 15b, 115b sind, die ihrerseits länger als die zweiten Arme 30 der dritten Haken 15c, 115c sind.

Beim Übergang von der in der 2a dargestellten Position in die in der 2b dargestellte führt sich das erste obere Segment 31a des Profils 31 des Hakens 15a selbst in den Zwischenraum zwischen zwei benachbarten Stäben 12 ein, wie er durch die Zähler/Beabstandungs-Vorrichtung 13 erzeugt wurde, und er verschiebt den jeweiligen Stab 12a fortschreitend dadurch nach links, dass er auf das Segment des Stabs einwirkt, das dem Vorderende des Stabs 12 am nächsten liegt; der Haken 115a verschiebt den Stab 12b in gleichem Ausmaß nach rechts.

Auf identische Weise gelangen an einer Position stromabwärts, und mit geringer Verzögerung, die zweiten Haken 15b und 115b in Kontakt mit den jeweiligen Stäben 12a bzw. 12b, und sie führen sich selbst in den durch die ersten Haken 15a und 115a erzeugten Zwischenraum ein, und sie üben dank der Gestaltung ihres Innenprofils 31 eine weitere Wirkung einer fortschreitenden Trennung, Beabstandung und Ausrichtung der Stäbe 12a, 12b aus.

An einer Position noch weiter stromabwärts, und nach einer weiteren kurzen Verzögerung, treten auch die dritten Haken 15c und 115c in den Zwischenraum zwischen den zwei Stäben 12a und 12b ein, und mit ihrem Innenprofil 31 wirken sie auf solche Weise, dass sie die Stäbe 12 weiter trennen.

Diese Beabstandungswirkung breitet sich fortschreitend von einer Separatorbaugruppe 10 zur nächsten zum Hinterende der Stäbe 12 aus.

Die Beabstandungswirkung erfolgt nur für das obere Segment 31a des Innenprofils 31 der Haken 15.

Wenn das obere Segment 31a durchgelaufen ist, bewirkt ein weiteres Anheben der Haken 15 keine wesentliche Querverschiebung der Stäbe l2 mehr.

Da an allen Haken 15 der Punkt, an dem das obere Segment 31a auf das untere Segment 31b der jeweiligen Innenprofile 31 wechselt, auf einem einzelnen Bogen angeordnet ist, wie es aus der 2b erkennbar ist, ist der Stab 12, der die jeweilige Separatorbaugruppe 10 verlässt, für dieses spezielle Längssegment perfekt ausgerichtet.

Das fortschreitende Eingreifen der aufeinanderfolgenden Separatorbaugruppen 10 bewirkt die sich ergebende fortschreitende Ausrichtung des die Trennzone verlassenden Stabs 12 über seine gesamte Länge, wie es aus der 1 erkennbar ist, mit Beabstandung und perfekter Ausrichtung zum vorangehenden Stab 12.

Die Haken 15 verfügen auch über ein bogenförmiges Außenprofil 131, um zu verhindern, dass irgendein Stab 12c, der in eine Zwischenposition außerhalb der Haken 15 verrutschen kann, bei der anschließenden Schließ- und Absenkbewegung zum Wiederherstellen der in der 2a dargestellten Inaktivitätsposition abgeschert wird.


Anspruch[de]
  1. Trennvorrichtung für Walzstäbe (12), die sich auf einer Trägerebene (11) in einer Richtung im Wesentlichen rechtwinklig zu ihrer Achse vorwärts bewegen, wobei die Trägerebene (11) über mehrere parallele Bewegungselemente (14) verfügt, die in der Vorschubrichtung der Stäbe (12) voneinander beabstandet sind, mit einer Zähler/Beabstandungs-Vorrichtung (13), die die Stäbe (12) entsprechend einem Vorderendesegment derselben voneinander trennen kann, wobei die Vorrichtung mit Folgendem versehen ist: mehreren Separatorbaugruppen (10), die ausgerichtet entlang einer Richtung parallel zur Längsachse der Stäbe (12) jeweils im Zwischenraum zwischen zwei benachbarten Bewegungselementen (14) angeordnet sind und von denen jede über eine Separatoreinrichtung mit einer ersten Inaktivitätsposition mit Anordnung unter der Trägerebene (11) und eine zweite Aktivitätsposition verfügt, in der sie sich fortschreitend über der Trägerebene (11) befinden, wobei sie, durch Einschieben zwischen zwei benachbarte Stäbe (12) für fortschreitende Trennung derselben sorgen können, dadurch gekennzeichnet, dass die Separatoreinrichtung über mindestens ein Hakenelement (15) verfügt, das sich in einer im Wesentlichen horizontalen Achse dreht und über mindestens ein bogenförmiges Innenprofil (31) verfügt, das auf einen jeweiligen Stab (12) einwirken kann, wenn das Hakenelement (15) von der ersten Position unter der Trägerebene (11) allmählich in die zweite Position über der Trägerebene (11) verstellt wird.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das bogenförmige Innenprofil (31) des Hakenelements (15) über ein erstes oberes Segment (31a) verfügt, dessen Funktion darin besteht, einen jeweiligen Stab (12) in der Querrichtung zu verschieben, wenn das Hakenelement (15) in Bezug auf die Trägerebene (11) angehoben wird.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Bogenprofil (31) des Hakenelements (15) über ein zweites unteres Segment (31b) verfügt, das zu keinerlei Verschiebung des zugehörigen Stabs (12) führt, und zwar selbst dann, wenn das Hakenelement (15) weiter in Bezug auf die Trägerebene (11) angehoben wird.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Hakenelement (15) aus einem ersten Arm (29), der an einer zugehörigen Halterung und einem Verstellelement (16, 18) befestigt ist, und einem zweiten bogenförmigen Arm (30) besteht, der im Wesentlichen rechtwinklig zum ersten Arm (29) verläuft.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Separatorbaugruppe (10) über ein Paar von Hakenelementen (15a, 115a) verfügt, die einander gegenüberstehen und sich um jeweilige Horizontalachsen (17, 19) mit entgegengesetzten Rotationsrichtungen drehen, wobei jedes der Hakenelemente (15a, 115a) auf jeweilige benachbarte Stäbe (12a, 12b) einwirken, um dafür zu sorgen, sie in zueinander entgegengesetzten Richtung voneinander zu beabstanden.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Separatorbaugruppe (10) über zwei oder mehr Paare von Hakenelementen (15) verfügt, wobei jedes Paar aus einander gegenüberstehenden und identischen Hakenelementen (15) verfügt, die jedoch andere Form und Größe (15) als die des benachbarten Paars haben, wobei die Paare der Hakenelemente in der Längsrichtung entlang dem Stab (12) beabstandet sind und sie sich gleichzeitig von der ersten Inaktivitätsposition unter der Trägerebene (11) in die zweite Betriebsposition über der Trägerebene (11) drehen können.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei oder mehr Paare von Hakenelementen (15) jeder Separatorbaugruppe (10) in zeitlicher Abfolge ausgehend von denen, die dem Vorderende eines Stabs (12) am nächsten liegen, auf die Stäbe einwirken können.
  8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass in jedem Separatorelement (10) die Hakenelemente (15) des Paars, die dem Vorderende des Stabs (12) am nächsten liegen, über jeweilige zweite Arme (30) verfügen, die länger als die zweiten Arme (30) der Hakenelemente (15) des jeweiligen benachbarten Paars, das am weitesten entfernt vom Vorderende des Stabs (12) liegt, sind.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Paar von Hakenelementen (15) über ein jeweiliges rechtes Hakenelement (15a, 15b, 15c) und ein jeweiliges linkes Hakenelement (115a, 115b, 115c) verfügt, wobei die rechten und die linken Hakenelemente hebelförmig auf jeweiligen Trägerhaltern (16, 18) angebracht sind, die sich um jeweilige Rotationsachsen (19) drehen, die zueinander parallel und koplanar sind.
  10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass das erste obere Segment (31a) und das zweite obere Segment (31b) des Innenprofils (31) jedes Hakenelements (15) einen Umkehrpunkt bildet, wobei die Umkehrpunkte aller rechten Hakenelemente (15a, 15b, 15c) bzw. aller linken Hakenelemente (115a, 115b, 115c) im Wesentlichen auf einem einzelnen jeweiligen Bogen ausgerichtet sind, so dass der Stab (12) stromabwärts bezüglich der Separatorbaugruppe (10) und für das Segment, das der Einwirkung der Separatorbaugruppe (10) unterzogen wird, auf einer einzelnen Achse ausgerichtet ist.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Separatorbaugruppen (10) in zeitlicher Abfolge ausgehend von der Baugruppe (10a), die dem Vorderende des Stabs (12) am nächsten liegt, bis zur Baugruppe (10b), die vom Vorderende des Stabs (12) am weitesten entfernt ist, aktiviert werden können, um einen Stab (12) über seine gesamte Länge fortschreitend vom benachbarten Stab (12) zu trennen.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hakenelemente (15) über ein bogenförmiges Außenprofil (131) verfügen, um nicht zu bewirken, dass irgendein Stab (12c), der zwischen zwei Hakenelementen (15) eines Paars positioniert ist, während der entgegengesetzten Bewegung des Schließens und Absenkens der Hakenelemente (15) positioniert ist, abgeschert wird.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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