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Dokumentenidentifikation DE10334603A1 26.02.2004
Titel Einrast-Festhaltegriff und zugehöriges Zusammenbauverfahren
Anmelder Lear Corp., Southfield, Mich., US
Erfinder Allen, Robert E., Flint, Mich., US;
Reddypogu, Samuel M., Farmington Hills, Mich., US;
Curtis, David W., South Lyon, Mich., US;
Miller, Thomas A., Royal Oak, Mich., US;
Braybrook, Jeffrey, Brighton, Mich., US;
Dugan, John L., Monroe, Mich., US;
Prasatek, Anthony A., Rochester, Mich., US
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Anmeldedatum 29.07.2003
DE-Aktenzeichen 10334603
Offenlegungstag 26.02.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.02.2004
IPC-Hauptklasse B60N 3/02
Zusammenfassung Es werden eine Haltegriffanordnung und ein Verfahren zum Anbau eines Festhaltegriffs an ein Fahrzeug vorgeschlagen. Die Haltegriffanordnung weist zwei Basiseinheiten auf, von denen jede einen primären Vorsprung und einen Hilfsvorsprung aufweist, die im Presssitz in eine Öffnung gedrückt werden, die in einem Bauteil eines Fahrzeugs vorgesehen ist. Auf dem Vorsprung sind Arretierungsvorrichtungen vorgesehen, und zwar so ausgebildet, dass sie mit einem Fahrzeug mit minimaler Kraft zusammengebaut werden können und eine Abzugskraft erfordern, die erheblich größer ist als die Einführungskraft. Ein Verfahren zum Anbauen des Festhaltegriffs an ein Fahrzeug kann dadurch erzielt werden, dass ausgeformte Vorsprünge in Löcher eingeführt werden, die in einem Karosseriebauteil des Fahrzeugs vorgesehen sind. Die Vorsprünge weisen Arretierungsvorrichtungen auf, die zusammengedrückt werden, wenn die Vorsprünge in die Löcher eingeführt werden, und sich aufweiten, nachdem die Vorsprünge vollständig in die Löcher eingeführt werden.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Festhaltegriff für Fahrzeuge und ein Verfahren zum Zusammenbau des Festhaltegriffes mit einem Fahrzeug durch einen Einrastvorgang.

Festhaltegriffe sind in Personenkraftfahrzeugen, Lastkraftfahrzeugen und Sportwagen zu dem Zweck vorgesehen, die Insassen beim Besteigen und Verlassen eines Fahrzeugs zu unterstützen. Festhaltegriffe können statisch oder dynamisch sein. Dynamische Handgriffe sind zwischen einer ausgefahrenen Position und einer eingefahrenen Position bewegbar. Es sind sehr viele verschiedene Konstruktionen für Festhaltegriffe verfügbar. Momentan erhältliche Festhaltegriffe können an dem Dach durch den Dachhimmel hindurch angebracht sein oder können an einer der Dachhalterungssäulen angebracht sein, die als die A-, B- oder C-Säule bekannt sind, entweder direkt oder über ein Verkleidungsteil. Die A-Säule ist jene Dachhalterungssäule, die sich zwischen der Windschutzscheibe und dem Fenster der ersten Sitzreihe befindet. Die B-Säule ist jene Dachhalterungssäule zwischen der vorderen und der hinteren Tür oder in einem Coupé jene Säule, die hinter den Türen des Fahrzeugs angeordnet ist. Die C-Säule ist jene Dachhalterungssäule, die sich zwischen der hinteren Tür und dem Rücklicht des Fahrzeugs befindet. Festhaltegriffe sind üblicherweise in der Nähe der Türausschnitte angeordnet, so dass sie einfach von einem Passagier ergriffen werden können, wenn er das Fahrzeug besteigt oder verlässt.

Festhaltegriffe nach dem Stand der Technik, wie sie im US-Patent Nr. 5,259,089 und in der Offenlegungsschrift DE 36 07 744 A1 beschrieben werden, werden normalerweise mit herkömmlichen Befestigungsmitteln an einem Loch befestigt, das in einem Metallblechteil vorgesehen ist. Festhaltegriffe weisen zwei Enden auf und benötigen zumindest zwei Befestigungsmittel, welche die beiden Enden des Festhaltegriffes zur Montageoberfläche ausrichten und dort befestigen. Hierdurch ist eine beträchtliche Menge an Zeit bei dem endgültigen Zusammenbauvorgang erforderlich und werden die Kosten für den Zusammenbau erhöht. Festhaltegriffe müssen Kräften von mehr als 1400 Newton standhalten, die auf den Handgriff einwirken, ohne dass sie sich von der Montageoberfläche lösen. Bislang bestand die einzige Vorgehensweise, die den Erfindern bekannt ist, zur Bereitstellung eines ausreichend robusten Festhaltegriffs, um derartigen Kräften standzuhalten, darin, den Festhaltegriff mit dauerhaften Befestigungsmitteln zu befestigen, die an dem Fahrzeug bei dem endgültigen Zusammenbauvorgang angebracht werden müssen. Die maximale Einführungskraft beim Zusammenbau derartiger Haltegriffe mit einem Fahrzeug darf nicht 68,6 Newton pro Handfläche überschreiten.

Andere Vorgehensweisen, die im Stand der Technik vorgeschlagen wurden, umfassen komplizierte Schnappanordnungen, beispielsweise derartige Einrichtungen, wie sie in den US-Patenten 5,662,375, 4,912,808 und 4,404,709 vorgeschlagen wurden. Diese Vorrichtungen sind aus vielen Teilen bestehende Anordnungen, die sich schwierig konsistent herstellen lassen und zusammenbauen lassen, nämlich auf solche Weise, dass sie den erforderlichen Anforderungen an die Einführungskraft und die Abziehkraft genügen, die für Festhaltegriffe vorhanden sind.

Die vorliegende Erfindung betrifft die Überwindung des voranstehend geschilderten Problems, wie dies nachstehend zusammengefasst wird.

Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Handgriffanordnung zum Unterstützen von Passagieren beim Besteigen und Verlassen eines Fahrzeugs zur Verfügung gestellt, die einen Festhaltegriff aufweist, der mit zwei Enden versehen ist, bei denen jeweils ein Halter vorgesehen ist. Zwei Basiseinheiten, wobei für jedes Ende des Festhaltegriffes eine Basiseinheit vorgesehen ist, werden zur Verfügung gestellt, die zumindest ein Einrastelement aufweisen, das dazu ausgebildet ist, im Presssitz in eine Öffnung eingedrückt zu werden, die in einem Bauteil des Fahrzeugs vorgesehen ist. Diese Einrastelemente sind so ausgebildet, dass sie in der Öffnung gegen eine Abzugskraft gehaltert werden, die wesentlich größer ist als jene Kraft, die dazu benötigt wird, das Einrastelement im Presssitz in die Öffnung einzudrücken. Das Basiselement bildet eine Aufnahme für ein Befestigungsmittel aus, welches den Halter des Haltegriffs an der Basiseinheit befestigt.

Gemäß einem anderen Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Anbauen eines Festhaltegriffes an ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt, welches die Ausbildung zumindest zweiter Löcher in einem Karosseriebauteil umfasst. Es wird ein Festhaltegriff zur Verfügung gestellt, der zwei entgegengesetzte Enden aufweist. Zwei Basiseinheiten werden auf jedem der entgegengesetzten Enden des Festhaltegriffes zur Verfügung gestellt, von denen jede zwei Vorsprünge aufweist, die mit Arretierungsvorrichtungen versehen ist. Der Festhaltegriff wird mit den Basiseinheiten außerhalb des Fließbands zusammengebaut, während der Schritt des Anbauens der Basiseinheiten an das Fahrzeug so durchgeführt wird, dass jeder der Vorsprünge in eines der Löcher in dem Karosseriebauteil eingeführt wird. Die Arretierungsvorrichtungen werden zusammengedrückt, wenn die Vorsprünge in die Löcher eingeführt werden und weiten sich dann wieder auf, nachdem die Vorsprünge ausreichend weit in die Löcher eingeführt wurden. Der Festhaltegriff wird durch die Arretierungsvorrichtungen gegen Kräfte gehaltert, die nach dem Anbringen auf den Festhaltegriff einwirken.

Gemäß einem anderen Aspekt der Erfindung kann die Basiseinheit zwei ausgeformte Einrastelemente aufweisen, die ein primäres Einrastelement und ein Hilfseinrastelement umfassen, das kleiner ist als das primäre Einrastelement. Jedes Einrastelement ist ein Vorsprung, der einen Längszugang aufweist, der mit zumindest einer Arretierungsvorrichtung versehen ist, die zum Längszugang hin und von diesem weg bewegt werden kann. Die Arretierungsvorrichtung bewegt sich zum Zugang hin, wenn das Einrastelement in die Öffnung in dem Bauteil des Fahrzeugs eingeführt wird, und bewegt weg von dem Zugang, nachdem es eingeführt wurde. Die Arretierungsvorrichtung kann auch als Zunge bezeichnet werden, die eine Zugangsnockenoberfläche aufweist, welche die Arretierungsvorrichtung umfasst, wenn der Vorsprung ursprünglich in das Loch eingeführt wird, sowie eine Rückkehrnockenoberfläche, die in dem Loch aufgenommen wird, und dem Entfernen des Vorsprungs Widerstand leistet. Weiterhin sind zwei Deckel vorgesehen, um die Halter eines der Befestigungsmittel zu umschließen, und um teilweise eine der Basiseinheiten zu umschließen.

Andere Aspekte des Verfahrens gemäß der Erfindung umfassen die Ausbildung von zwei Löchern mit großem Durchmesser und von zwei Löchern mit kleinem Durchmesser in dem Fahrzeug zur Aufnahme von zwei primären Vorsprüngen und zwei Hilfsvorsprüngen, die auf den ausgeformten Basiseinheiten vorgesehen sind. Die Arretierungsvorrichtungen, die auf den Basiseinheiten vorgesehen sind, umfassen ausgeformte Auslegerzungen auf entgegengesetzt orientierten Seiten der Vorsprünge, welche Zugangsnockenoberflächen aufweisen, die die Arretierungsvorrichtung zusammendrücken, wenn der Vorsprung ursprünglich in das Loch eingeführt wird, und Rückkehrnockenoberflächen, über welche das Loch geht, die einem Abziehen der Vorsprünge widerstehen. Die Vorsprünge können als Teil der Basiseinheiten einstöckig mit diesen durch Spritzguß hergestellt werden. Gemäß dem Verfahren kann das Festhaltegriffende mit den Basiseinheiten durch ein Befestigungsmittel zusammengebaut werden, bevor die Basiseinheiten an dem Fahrzeug angebracht werden.

Die Erfindung wird nachstehend anhand zeichnerisch dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert, aus welchen weitere Vorteile und Merkmale hervorgehen. Es zeigt:

1 eine Perspektivansicht in Explosionsdarstellung eines Endes einer Festhaltegriffanordnung, die gemäß der vorliegenden Erfindung ausgebildet ist;

2 eine Aufsicht auf eine Basiseinheit einer Festhaltegriffanordnung;

3 eine teilweise weggeschnittene Teilansicht eines Endes einer Festhaltegriffanordnung;

4 eine Querschnittsansicht entlang der Linie 4-4 in 3, und

5 eine Querschnittsansicht entlang der Linie 5-5 in 3.

In 1 ist ein Ende einer Festhaltegriffanordnung 10 in Perspektivansicht in Explosionsdarstellung gezeigt. Die Festhaltegriffanordnung 10 weist eine Basiseinheit 12 und einen Haltegriff 14 auf, der an der Basiseinheit 12 angebracht ist. Eine Abdeckung 16 deckt ein Ende des Haltegriffes 14 auf der Basiseinheit 12 ab. Die Festhaltegriffanordnung 10 wird mit einem Fahrzeug (nicht gezeigt) über ein Verkleidungsteil zusammengebaut, beispielsweise einen Dachhimmel 18, und zwar an einem Bauteil des Fahrzeugs, wie etwa einem inneren Dachfeld 20, das aus Metallblech oder einem anderen starren Baumaterial besteht. Ein primäres Loch 22 und ein Hilfsloch 24 werden so ausgebildet, dass sie durch den Dachhimmel 18 und das Dachfeld 20 erstrecken. Primäre Vorsprünge 28 und Hilfsvorsprünge 26 werden in den primären Löchern 22 bzw. den Hilfslöchern 24 aufgenommen. Der primäre Vorsprung 28 weist zwei entgegengesetzte, primäre Arretierungsvorrichtungen 32 auf. Der Hilfsvorsprung 30 weist zwei Hilfsarretierungsvorrichtungen 34 auf. Die Arretierungsvorrichtungen 32, 34 werden zusammengedrückt, wenn die Vorsprünge 28, 30 in die Löcher 22, 24 eingeführt werden. Die Arretierungsvorrichtungen 32, 34 bewegen sich voneinander weg, um die Basiseinheit 12 an dem inneren Dachfeld 20 zu verriegeln, nachdem die Vorsprünge 28, 30 vollständig in die Löcher 22, 24 in dem Dachfeld 20 eingeführt wurden.

Ein Befestigungsmittel 36 wird dazu verwendet, eine Halterzunge 38 des Haltegriffs 14 an der Basiseinheit 12 zu befestigen. Das Befestigungsmittel 36 wird in einem Schlitz 40 aufgenommen, der in der Halterzunge 38 vorgesehen ist. Ein Loch 42 ist in der Basiseinheit 12 zur Aufnahme des Befestigungsmittels 36 vorgesehen. Das Loch 42 erstreckt sich koaxial zum primären Vorsprung 28.

In den 1 und 2 ist die Basiseinheit 12 in Ansicht von jener Oberfläche aus dargestellt, an welcher die Basiseinheit angebracht werden soll. Diese Oberfläche kann eine Dachsäule oder eine innere Dachoberfläche sein. Die Festhaltegriffanordnung kann auch an anderen Orten eingesetzt werden, beispielsweise auf einer Hecktür, oder an anderen Orten im Inneren eines Fahrzeugs.

Wie aus den 1, 2 und 3 hervorgeht, gelangen Abdeckungslappen 44 in Eingriff mit Lappenaufnahmeschlitzen 46 in der Basiseinheit 12. Die Abdeckungslappen 44 sind als Teil der Abdeckung 16 ausgebildet und werden dazu verwendet, die Abdeckung 16 abnehmbar an der Basiseinheit 12 zu befestigen. Eine Plattform 48 haltert die primären und die Hilfsvorsprünge 28 und 30. Schlitze 50 sind in der Nähe der primären und der Hilfsvorsprünge 28 bzw. 30 vorgesehen sowie der primären und der Hilfsarretiervorrichtungen 32 bzw. 40. Die Schlitze 50 ermöglichen einen Zugriff zu den Arretierungsvorrichtungen 32, 34, wenn es erforderlich wird, die Festhaltegriffanordnung 10 von dem inneren Dachfeld 20 zu entfernen.

Nunmehr werden unter Bezugnahme auf die 3 bis 5 die primären und die Hilfsvorsprünge 28 bzw. 30 genauer beschrieben. Der primäre Vorsprung 28 weist eine geringfügig geringere Länge, jedoch einen größeren Durchmesser, als der Hilfsvorsprung 30 auf. Das distale Ende des primären Vorsprungs 28 weist eine Schulter 52 auf, die als Führung und zum Erleichtern des Einführens des primären Vorsprungs 28 in das primäre Loch 22 dient. Der primäre Vorsprung weist eine zentrale Halterung 58 auf. Das Loch 42, welches das Befestigungsmittel 36 aufnimmt, ist in der zentralen Halterung 58 vorgesehen. Die zentrale Halterung 58 ist an einem Ende mit der Schulter 52 verbunden. Die Arretierungsvorrichtungen 32 verlaufen von der Schulter 52 aus zurück zur Plattform 48 hin. Die Arretierungsvorrichtungen 32 weisen eine Zugangsrampenoberfläche 60 auf, die als Nockenoberfläche dient, wenn der Vorsprung 28 in das primäre Loch 22 eingeführt wird. Die primären Arretierungsvorrichtungen 32 werden zusammengedrückt, wenn der Vorsprung in das primäre Loch 22 eingeführt wird. Wenn das Ende der Zugangsrampenoberfläche 60 erreicht ist, weiten sich die primären Arretierungsvorrichtungen 32 auf, wenn die Rückkehrrampenoberfläche 62 durch das primäre Loch 22 in dem inneren Dachfeld 20 gelangt. Eine fluchtende Oberfläche 64 ist auf der Basiseinheit 12 vorgesehen. Die fluchtende Oberfläche 64 wird fluchtend mit dem Dachhimmel 18 befestigt, wenn die Festhaltegriffanordnung 10 vollständig mit dem Dachhimmel 18 und dem inneren Dachfeld 20 zusammengebaut ist. Das Befestigungsmittel 36, das in dem Schlitz 40 der Halterzunge 38 aufgenommen ist, gelangt ebenfalls in Eingriff mit dem Loch 42. Die Abdeckung 16, in 4 gestrichelt dargestellt, umschließt die Halterzunge 38 und das Befestigungsmittel 36 zusammen mit der Basiseinheit 12.

Ebenfalls unter Bezugnahme auf die 3 und 5 wird der Hilfsvorsprung 30 genauer erläutert. Der Hilfsvorsprung 30 weist ebenfalls eine zentrale Halterung 68 auf, die sich von der Basiseinheit 12 bis zu dem abgerundeten Punkt 54 erstreckt. Die Arretierungsvorrichtungen 34 erstrecken sich von dem abgerundeten Punkt 54 aus zur Plattform 48 hin. Zugangsrampenoberflächen 70 der Arretierungsvorrichtungen 34 arbeiten auf ähnliche Weise wie die Zugangsrampenoberflächen 60 des primären Vorsprungs 28. Wenn der Hilfsvorsprung 30 in das Hilfsloch 24 eingeführt wird, werden die Hilfsarretiervorrichtungen 34 zueinander hin zusammengedrückt, bis der breiteste Punkt des Hilfsvorsprungs 30 an dem inneren Dachfeld 20 vorbeigeht. Gelangt der Hilfsvorsprung 30 weiter in das Hilfsloch 24 hinein, gelangt das Dachfeld 20 in Eingriff mit der Rückkehrrampenoberfläche 72, bis eine fluchtende Oberfläche 74 der Basiseinheit 12 in Berührung mit dem Dachhimmel 18 gelangt.

Die Rückkehrrampenoberflächen 62 und 72 verriegeln die Basiseinheit 12 in dem primären Loch 22 und dem Hilfsloch 24. Die Einführungskraft, die zum Einführen des Festhaltegriffes 10 erforderlich ist, kann auf ein Maximum von 7 kg pro Handfläche begrenzt werden, durch Steuern der Abmessungen und der Winkelorientierung der Zugangsrampenoberfläche 60. Die Festhaltegriffanordnung muss einer Herausziehkraft von mehr als 1400 Newton widerstehen, bis sie abgenommen werden kann. Dies wird dadurch erzielt, dass die Rückkehrrampenoberfläche 62 in einem relativ steilen Winkel in Bezug auf die Löcher 22 und 24 in dem Dachfeld 20 gehalten wird.

Die Basiseinheit 12 kann ein einstöckiges, durch Spritzguß hergestelltes Teil sein, welches die primären und die Hilfsvorsprünge 28 bzw. 30, die Arretierungsvorrichtungen 32 und 34, den Schulterabschnitt 52 und den abgerundeten Punkt 54 aufweist. Alternativ kann die Basiseinheit aus zwei oder mehr Teilen hergestellt sein.

Zwar wurden Ausführungsformen der Erfindung erläutert und beschrieben, jedoch sollen diese Ausführungsformen nicht sämtliche möglichen Formen der Erfindung erläutern und beschreiben. Die im Text verwendeten Begriffe sind beschreibende, jedoch nicht einschränkende Begriffe, und es wird darauf hingewiesen, dass verschiedene Änderungen vorgenommen werden können, ohne vom Wesen und Umfang der Erfindung abzuweichen.


Anspruch[de]
  1. Haltegriffanordnung zur Unterstützung von Passagieren beim Besteigen und Verlassen von Fahrzeugen, wobei vorgesehen sind:

    ein Haltegriff, der zwei Enden aufweist, wobei jedes Ende mit einem Halter versehen ist;

    ein Befestigungsmittel, das im Eingriff mit jedem der Halter steht, und

    zwei Basiseinheiten, mit einer Basiseinheit für jedes Ende des Haltegriffs, wobei jede Basiseinheit zumindest ein Einrastelement aufweist, das dazu ausgebildet ist, im Presssitz in eine Öffnung eingebracht zu werden, die in einem Bauteil des Fahrzeugs vorgesehen ist, wobei das Einrastelement so ausgebildet ist, dass es in der Öffnung gegen eine Abzugskraft gehaltert wird, die größer ist als jene Kraft, die dazu erforderlich ist, das Einrastelement im Presssitz in die Öffnung einzubringen, wobei jedes der Basiselemente ein Loch für das Befestigungsmittel aufweist, welches einen der Halter des Haltegriffs an einer der Basiseinheiten befestigt.
  2. Haltegriffanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Basiseinheit zwei Einrastelemente aufweist, nämlich ein primäres Einrastelement und ein Hilfseinrastelement, wobei das Hilfseinrastelement kleiner ist als das primäre Einrastelement.
  3. Haltegriffanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Loch für das Befestigungsmittel koaxial in dem primären Einrastelement angeordnet ist.
  4. Haltegriffanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Einrastelement ein Vorsprung ist, der eine Längsachse aufweist, wobei zumindest eine Arretierungsvorrichtung vorgesehen ist, die zur Achse hin und von dieser weg bewegbar ist, und sich die Arretierungsvorrichtung zur Achse hin bewegt, wenn das Einrastelement in die Öffnung in dem Bauteil des Fahrzeugs eingeführt wird, und weg von der Achse, nachdem es eingeführt wurde.
  5. Haltegriffanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierungsvorrichtung eine Zunge ist, die eine Zugangsnockenoberfläche aufweist, welche die Arretierungsvorrichtung zusammendrückt, wenn der Vorsprung anfangs in das Loch eingeführt wird, und eine Rückkehrnockenoberfläche, die in dem Loch aufgenommen wird und einem Entfernen des Vorsprungs widersteht.
  6. Haltegriffanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierungsvorrichtungen sich von der Nähe des distalen Endes des Vorsprungs bis zu einem zentralen Halterungsabschnitt des Basiselements erstrecken.
  7. Haltegriffanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Abdeckungen vorgesehen sind, von denen jede einen der Halter, eines der Befestigungsmittel und teilweise eine der beiden Basiseinheiten umschließt.
  8. Verfahren zum Zusammenbau eines Festhaltegriffes mit einem Fahrzeug, mit folgenden Schritten:

    Ausbildung von zumindest zwei Löchern in einem Karosseriebauteil;

    Bereitstellung eines Festhaltegriffes, der zwei entgegengesetzte Enden aufweist;

    Bereitstellung von zwei Basiseinheiten an jedem der entgegengesetzten Enden, wobei die Basiseinheiten jeweils zumindest zwei Vorsprünge aufweisen, die mit Arretierungsvorrichtungen versehen sind;

    Zusammenbau des Festhaltegriffes mit den Basiseinheiten;

    Zusammenbau der Basiseinheiten mit dem Fahrzeug durch Einführen jedes der Vorsprünge in eines der Löcher in dem Karosseriebauteil;

    Zusammendrücken der Arretierungsvorrichtungen, wenn die Vorsprünge in die Löcher eingeführt werden, und

    Aufweiten jeder der Arretierungsvorrichtungen, nachdem die Vorsprünge ausreichend weit in die Löcher eingeführt wurden, wobei der Festhaltegriff durch die Arretierungsvorrichtungen gegen Kräfte gehaltert wird, die auf den Festhaltegriff nach dem Installieren einwirken.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt der Ausbildung der zumindest zwei Löcher umfasst, zwei Löcher mit großem Durchmesser und zwei Löcher mit kleinem Durchmesser auszubilden, die kleiner sind als die Löcher mit großem Durchmesser, und der Schritt der Bereitstellung eines Festhaltegriffes mit zumindest zwei Vorsprüngen umfasst, zwei primäre Vorsprünge und zwei Hilfsvorsprünge auszuformen, die einen verringerten Querschnitt in Bezug auf die primären Vorsprünge aufweisen, auf den ausgeformten Basiseinheiten.
  10. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierungsvorrichtungen zwei frei tragende Zungen auf entgegengesetzt orientierten Seiten jedes der Vorsprünge sind, wobei jede der Arretiervorrichtungen eine Zugangsnockenoberfläche aufweist, welche die Arretierungsvorrichtungen zusammendrückt, wenn der Vorsprung ursprünglich in das Loch eingeführt wird, sowie eine Rückkehrnockenoberfläche, über welche das Loch gelangt, welche einem Abziehen der Vorsprünge widersteht.
  11. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass mittels Spritzguß zwei Vorsprünge mit den Basiseinheiten einstöckig hergestellt werden, wobei die Arretierungsvorrichtungen eine Zugangsnockenoberfläche aufweisen, welche die Arretierungsvorrichtung zusammendrückt, wenn der Vorsprung ursprünglich in das Loch eingeführt wird, sowie eine Rückkehrnockenoberfläche, über welche das Loch gelangt und welche einem Entfernen der Vorsprünge widersteht.
  12. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Festhaltegriffenden mit den Basiseinheiten durch ein Befestigungsmittel zusammengebaut werden, bevor die Basiseinheiten an dem Fahrzeug angebracht werden.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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