PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE60003748T2 18.03.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0001046670
Titel UV-absorbierende Harzzusammensetzung
Anmelder Nippon Mitsubishi Oil Corp., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Sasaki, Makoto, Yokohama-shi, Kanagawa-ken 231-0815, JP;
Ishii, Takafumi, Yokohama-shi, Kanagawa-ken 231-0815, JP;
Yuasa, Hitoshi, Yokohama-shi, Kanagawa-ken 231-0815, JP
Vertreter Samson & Partner, Patentanwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 60003748
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 20.04.2000
EP-Aktenzeichen 008500712
EP-Offenlegungsdatum 25.10.2000
EP date of grant 09.07.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.03.2004
IPC-Hauptklasse C08K 5/34
IPC-Nebenklasse C08L 33/04  

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft eine neue Harzzusammensetzung, die ein Ultraviolett-Absorptionsvermögen aufweist.

Seit langem wird ein Verfahren oder eine Technik eingesetzt, bei welchem bzw. bei welcher eine Zusammensetzung, welche ein Ultraviolett-absorbierendes Mittel enthält, über einer Oberfläche eines Glases oder eines andersartigen Materials aufgetragen wird zu dem Zwecke, ultraviolettes Licht abzuschirmen oder dieses daran zu hindern, das Glas oder die Materialien auszubleichen oder zu verschlechtern. Die meisten der herkömmlichen Zusammensetzungen, die für solche Zwecke eingesetzt werden können, sind gemischte Produkte aus einer Ultraviolettabsorbierenden Substanz und einem Matrix-Polymer. Als Ultraviolett-absorbierende Substanz wird üblicherweise eine Verbindung, die ein Benzotriazol- oder Hydroxybenzophenon-Gerüst aufweist, verwendet und als Matrix-Polymer wird ein synthetisches acrylisches Harz verwendet. Wenn dieser Zusammensetzungstyp jedoch als Überzugsmasse verwendet wird, muss er aufgrund von geringer Löslichkeit in Wasser in einem organischen Lösemittel gelöst werden. Dementsprechend kann ein Problem entstehen, welches Sicherheit bei der Handhabung und Umweltverschmutzung involviert. Darüber hinaus können Zusammensetzungen des gemischten Typs zur Bildung von Filmen führen, denen Festigkeit und Dauerhaftigkeit fehlen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass das Mischen eines Matrix-Polymers, sogar obwohl dieses hervorragende Festigkeit und Dauerhaftigkeit aufweist, mit einem Ultraviolett-absorbierenden Mittel die Festigkeit und Dauerhaftigkeit des resultierenden Films verringern wird. Wenn ein hartes Polymer als Matrix verwendet wird, um eine solche Verringerung auszugleichen, tritt das Problem auf, dass der Film brüchig wird.

Obwohl es nicht absolut unmöglich ist, eine Ultraviolettabsorbierende Zusammensetzung zu erhalten, die in Wasser hochgradig löslich ist, kann nicht erwartet werden, dass eine solche Zusammensetzung ein ausreichendes Ultraviolett-Absorptionsvermögen aufweist.

Obwohl es darüber hinaus ebenfalls nicht unmöglich ist, sowohl Ultraviolett-Absorptionsvermögen als auch Löslichkeit in Wasser beizubehalten, indem eine polymere Verbindung mit einem Benzotriazol- oder Hydroxybenzophenon-Gerüst, die zum Ultraviolett-Absorptionsvermögen beiträgt, mit einem Monomex-, das ein wasserlösliches Polymer ergibt, copolymerisiert wird, ist das resultierende Copolymer notwendigerweise teuer und ist selbstverständlich in seiner industriellen Anwendung eingeschränkt.

Es ist ein Gegenstand der Erfindung, eine Ultraviolettabsorbierende Harzzusammensetzung bereitzustellen, die ein hohes Ultraviolett-Absorptionsvermögen aufweist und zur Herstellung einer Überzugsmasse auf Wasserbasis, welche auch in der Lage ist, einen Film mit ausreichender Festigkeit und Dauerhaftigkeit zu bilden, verwendet werden kann.

KURZE ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Nach intensiver Forschung an Kombinationen von verschiedenen Materialien ist jetzt entdeckt worden, dass die Probleme des Standes der Technik alle zugleich gelöst werden können, indem eine spezielle acrylische Verbindung und eine spezielle Melamin-Verbindung und ein Ultraviolett-absorbierendes Mittel mit einer speziellen Struktur in einem vorher festgelegten Mischungsverhältnis gemischt werden.

Gemäß der Erfindung wird eine Ultraviolett-absorbierende Harzzusammensetzung bereitgestellt, die erhalten wird durch Mischen von 100 Gewichtsteilen eines acrylischen Copolymers mit einer Säurezahl von 20 bis 200 mg KOH/g und einer massegemittelten Molekülmasse von 4000 bis 200000, 30 bis 80 Gewichtsteilen einer Melamin-Verbindung und 3 bis 15 Gewichtsteilen einer Verbindung, angegeben durch die Formel

worin R1 Wasserstoff oder Chlor ist, R2 eine C1-C5-Alkylgruppe ist und R3 eine C1-C12-Alkylgruppe ist.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Ein acrylisches Copolymer zur Verwendung für die vorliegende Erfindung hat eine Säurezahl von 20 bis 200 mg KOH/g, vorzugsweise 40 bis 100 mg KOH/g. Eine Säurezahl unter 20 mg KOH/g würde zu verringerter Löslichkeit in einem Wasser enthaltenden Lösemittel führen, während jene, die 200 mg KOH/g übersteigt, zu einer verringerten Wasserbeständigkeit des Films aus einer Zusammensetzung, die durch Mischen des Copolymers mit einer Melamin-Verbindung und einer Ultraviolett-absorbierenden Substanz erhalten wird, führen würde. Der hier verwendete Begriff „Säurezahl" bezeichnet die Menge in Milligram von Kaliumhydroxid, welche benötigt wird, um 1 g eines acrylischen Copolymers zu neutralisieren.

Darüber hinaus hat das acrylische Copolymer eine massegemittelte Molekülmasse von 4000 bis 200000. Die Obergrenze der massegemittelten Molekülmasse ist 200000, vorzugsweise 60000, mehr bevorzugt 50000 und noch mehr bevorzugt 30000, und die Untergrenze ist 6000 und mehr bevorzugt 8000.

Eine massegemittelte Molekülmasse unter 4000 würde eine verringerte Härte und Dauerhaftigkeit des Films aus einer Zusammensetzung, die erhalten wird, indem das Copolymer mit einer Melamin-Verbindung und einer UV-absorbierenden Substanz gemischt wird, bedingen, während eine solche, die 200000 übersteigt, zu einer übermäßig erhöhten Viskosität einer Zusammensetzung, die erhalten wird, indem das Copolymer mit einer Melamin-Verbindung und einer W-absorbierenden Substanz gemischt wird, führen würde, was zur Bildung eines brüchigen Films führt. Der hier verwendete Begriff „massegemittelte Molekülmasse" bezeichnet einen Wert, der unter Verwendung von GPC (Gelpermeationschromatographie) auf der Grundlage von Styrol berechnet wird.

Das oben beschriebene acrylische Copolymer kann hergestellt werden, indem eine Monomermischung, die ein oder mehrere Monomer(e) mit einem Säurerest, wie einer Carboxylgruppe, und ein oder mehrere andere Monomer(e), das bzw. die damit palymerisierbar ist bzw. sind, enthält, copolymerisiert wird.

Beispiele von Monomeren, die eine Säuregruppe aufweisen, sind Monocarbonsäuren, wie Acrylsäure und Methacrylsäure, Dicarbonsäuren, wie Maleinsäure und Itaconsäure, und Monoester dieser Dicarbonsäuren. Unter diesen sind Acrylsäure und Methacrylsäure die am meisten bevorzugten.

Typische Beispiele von Monomeren, die mit Monomeren, die eine Säuregruppe aufweisen, polymerisiert werden können, sind Al-kylester und Arylalkylester von Acrylsäure und Methacrylsäure und speziellere Beispiele sind Methyl(meth)acrylat, Ethyl(meth) acrylat, Propyl(meth)acrylat, n-Butyl (meth) acrylat, Isobutyl(meth)acrylat, tert.-Butyl(meth)acrylat, 2-Hexyl(meth)acrylat, Stearyl(meth)acrylat, Cyclohexyl(meth)acrylat, Benzyl(meth)acrylat, Phenyl(meth)acrylat, Hydroxyethyl(meth)– acrylat, Hydroxypropyl(meth)acrylat, Hydroxybutyl(meth)acrylat, 1,4-Butandiolmono(meth)acrylat und Dimethylaminoethyl(meth)acrylat.

Der Begriff „(Meth)acrylat", der hier verwendet wird, bezeichnet sowohl Acrylat als auch Methacrylat.

Styrol, &agr;-Methylstyrol, Vinyltoluol, Acrylnitril, Methacrylnitril, Vinylacetat, Vinylpropionat, Acrylamid, Methylolacrylamid und Methylolmethacrylamid sind als Monomere, die mit einem Monomer, das eine Säuregruppe aufweist, polymerisiert werden können, ebenfalls geeignet.

Obwohl die oben exemplifizierten Monomere für eine Copolymerisation mit einem Monomer, das eine Säuregruppe aufweist, verwendet werden können, ist es üblich, ein acrylisches Monomer und ein methacrylisches Monomer in Kombination zu verwenden. In dem Falle, wo Acrylsäure oder Methacrylsäure als Monomer, das eine Säuregruppe aufweist, verwendet wird, liegt das Gewichtsverhältnis eines acrylischen Monomers zu einem methacrylischen Monomer vorzugsweise im Bereich von 1 : 0,1 bis 1 : 5, vorzugsweise 1 : 0,5 bis 1 : 3.

Das bevorzugte methacrylische Monomer ist Methylmethacrylat. Es ist besonders bevorzugt, dass Methylmethacrylat 10 bis 50 Masseprozent einer zu copolymerisierenden Monomermischung einnimmt. Die zu copolymerisierende Monomermischung enthält vorzugsweise (Meth)acrylat, das eine Hydroxylgruppe aufweist, wie 2-Hydroxyethyl(meth)acrylat, 3-Hydroxypropyl(meth)acrylat und 4-Hydroxybutyl(meth)acrylat, in einer Menge von 0,2 bis 5 Mole pro 1 kg gesamtes Monomer.

Eine bevorzugte Zusammensetzung der Monomermischung ist die Kombination von acrylischem Alkylester, Methylmethacrylat, Methacrylsäure und 2-Hydroxyethylacrylat und das Gewichtsverhältnis dieser Monomere liegt im Bereich von 4 bis 14 : 3 bis 10 : 1 bis 4 : 1 bis 6.

Die Copolymerisation der Monomermischung kann durch ein jegliches herkömmliches Verfahren, wie eine in Lösung erfolgende Polymerisation und eine in Suspension erfolgende Polymerisation, ausgeführt werden. Geeignete Polymerisationsstarter sind Azobisisobutyronitril und Benzoylperoxid.

Ein anderer Bestandteil, der die erfindungsgemäße UV-absorbierende Harzzusammensetzung bildet, ist eine Melamin-Verbindung. Die Melamin-Verbindung, wie sie hier verwendet wird, bezieht sich auf eine Verbindung, die durch die nachstehende Formel (2) oder (3) angegeben wird

In den Formeln (2) und (3) sind R4 bis R13 jeweils unabhängig voneinander Wasserstoff oder eine C1-C4-Alkylgruppe. Vorzugsweise sind alle von R4 bis R13 Alkylgruppen, unter welchen eine Methylgruppe bevorzugt ist.

Eine Melamin-Verbindung der Formel (3) ist das Dimer einer Melamin-Verbindung der Formel (2) und diese Verbindungen können in einem geeigneten Verhältnis gemischt werden.

Ein Mischungsverhältnis der Melamin-Verbindung mit dem acrylischen Copolymer liegt im Bereich von 30 bis 80 Gewichtsteilen, vorzugsweise 40 bis 65 Gewichtsteilen der Melamin--Verbindung pro 100 Gewichtsteile des acrylischen Copolymers. Weniger als 30 Gewichtsteile der Melamin-Verbindung würden nicht so viele Wirkungen, die durch die Zugabe von dieser erhalten werden, bereitstellen, während mehr als 80 Gewichtsteile der Melamin-Verbindung eine Quervernetzung von dieser selbst herausfordern würde, was möglicherweise zur Bildung eines brüchigen oder fragilen Films führen würde.

Der Ultraviolett-absorbierende Bestandteil der Harzzusammensetzung der Erfindung ist eine Verbindung, die durch die obige Formel (1) angegeben wird. In der Formel (1) ist R1 Wasserstoff oder Chlor, ist aber aufgrund von dessen Ultraviolett-Absorptionsvermögen bevorzugt Chlor. R2 ist eine C1-C5-Alkylgruppe. Bevorzugte Alkylgruppen für R2 sind Methyl-, Ethyl-, Isopropyl-, tert.-Butyl- und tert.-Amylgruppen. R3 ist eine C1-C12-Alkylgruppe, vorzugsweise eine C6-C10-Alkylgruppe.

Eine der bevorzugten Verbindungen der Formel (1) ist eine Verbindung, in welcher R1 Chlor ist, R2 tert.-Butyl ist und R3 Octyl ist, und die andere ist eine Verbindung, in welcher R1 Chlor ist, R2 Ethyl ist und R3 n-Hexyl ist.

Die Verbindung der Formel (1) wird in einer Menge von 2 bis 15 Gewichtsteilen, vorzugsweise 5 bis 10 Gewichtsteilen bezogen auf 100 Gewichtsteile des acrylischen Copolymers eingemischt. Weniger als 3 Gewichtsteile der Verbindung würden der resultierenden Harzzusammensetzung kein ausreichendes Ultraviolett-Absorptionsvermögen verleihen, während mehr als 15 Gewichtsteile von jener eine verringerte Härte oder Dauerhaftigkeit des Films aus der resultierenden Zusammensetzung bewirken würden.

Die erfinderische Harzzusammensetzung kann in eine Überzugsmasse auf Wasserbasis umgewandelt werden durch Neutralisierung mit Ammoniak oder einer Aminverbindung in einer Menge die durch die Säurezahl des acrylischen Copolymers bestimmt wird, wobei die Konzentration des nicht-flüchtigen Anteils dieser Überzugsmasse auf Wasserbasis innerhalb des Bereichs von 5 bis 40 Masseprozent eingestellt werden kann. Eine Aminverbindung, die für die Neutralisierung verwendet wird, kann ein aliphatisches Amin oder ein Alkylolamin sein. Das aliphatische Amin kann ein primäres, sekundäres oder tertiäres Amin sein. Spezielle Beispiele von Aminverbindungen für die Neutralisierung sind Triethylamin, Octylamin, Monoethanolamin und Diisopropanolamin. Die Menge einer Aminverbindung, die für die Neutralisierung benötigt wird, wird innerhalb des Bereichs von 0,6 bis 1,0 chemisches Äquivalent der Säuregruppe des acrylischen Copolymers ausgewählt.

Das acrylische Copolymer kann neutralisiert werden, bevor oder nachdem es mit der Melamin-Verbindung und der Verbindung der Formel (1) gemischt wird bzw. gemischt worden ist.

Ein für die Herstellung einer Überzugsmasse auf Wasserbasis verwendetes Lösemittel kann ein mit Wasser verdünntes hydrophiles organisches Lösemittel sein. Beispiele von hydrophilen organischen Lösemitteln sind Diethylenglycoldimethylether, Propylenglycolmonomethylether, Methylcellosolve, Butylcellosolve und 3-Methoxybutanol. Das Mischungsverhältnis des hydrophilen organischen Lösemittels zu Wasser wird aus dem Bereich von 5 bis 30 Gewichtsteilen von hydrophilem organischem Lösemittel pro 100 Gewichtsteile Wasser ausgewählt.

Die aus der erfinderischen Harzzusammensetzung hergestellte Überzugsmasse kann über der Oberfläche eines aus Metall, Glas oder einem synthetischen Harz hergestellten Gegenstands durch ein jegliches geeignetes Verfahren, wie durch Balkenbeschichtung, Tauchbeschichtung, Schleuderbeschichtung und Walzenbeschichtung, aufgetragen und dann durch Erwärmen gehärtet werden, wodurch auf dem Gegenstand ein Film gebildet wird, der nicht nur ein Ultraviolett-Abschirmungsvermögen, sondern auch Festigkeit und Dauerhaftigkeit aufweist.

Die aus der Harzzusammensetzung der Erfindung hergestellte Überzugsmasse kann in wirksamer Weise verwendet werden, um einen Glas- oder Kunststoffbehälter, in welchem Lebensmittel oder Kosmetika aufbewahrt werden, Windschutzscheiben von Kraftfahrzeugen oder Gehäusen, Lichtquellen oder Abdeckungen davon, Linsen für Brillen und optische Linsen und verschiedene organische Materialien, wie repräsentiert durch Holz, zu behandeln, um in der Lage zu sein, vor ultravioletten Strahlen zu schützen oder diese abzuschirmen.

Ein Schaumverhütungsmittel, das herkömmlichen Harzüberzugsmassen üblicherweise zugesetzt wird, kann der aus der erfinderischen Harzzusammensetzung hergestellten Überzugsmasse zugesetzt werden. Darüber hinaus können, sofern erforderlich, ein Egalisier- oder Verlaufmittel und ein Oberflächengleitmittel zugesetzt werden zu dem Zweck, die Gleichförmigkeit und die Gleiteigenschaften des Films anzupassen oder einzustellen.

Die Erfindung wird mittels der folgenden Beispiele, die allein zu Veranschaulichungszwecken bereitgestellt werden, weiter beschrieben.

Die GPC-Messung in jedem Beispiel wurde unter den folgenden Bedingungen ausgeführt: Lösemittel: Tetrahydrofuran Konzentration: 1 Masse-% Säule: GMH6 x2 Temperatur: 23°C Flussrate: 1 ml/min Eingespritzte Probe: 150 &mgr;l Detektor: Refraktometer Kalibrierungskurve: Polystyrol

Beispiel 1 Propylacrylat 500 g Methylmethacrylat 250 g Methacrylsäure 100 g 2-Hydroxyethylacrylat 150 g Azobisisobutyronitril 50 g

Die Mischung der obigen Bestandteile wurde tropfenweise zu 2000 ml unter Rückfluss kochendem Isopropanol über 3 h zugesetzt und weitere 3 h unter Rückfluss gekocht, wodurch ein acrylisches Copolymer mit einer Säurezahl von 65,1 und einer massegemittelten Molekülmasse von 16000 erhalten wurde. 100 g von diesem Copolymer und 50 g einer Melamin-Verbindung vom methylierten Vollether-Typ wurden in 80 g Butylcellosolve gelöst. Zu dieser Mischung wurden Triethylamin in einer Menge, die 0,8 chemischem Äquivalent der Säurezahl des Copolymers entsprach, und reines Wasser in einer Menge von 320 g zugesetzt, gefolgt von der Zugabe von 8 g einer Ultraviolettabsorbierenden Substanz der Formel

wodurch eine homogene Lösung erhalten wurde.

Die Lösung wurde über die Oberfläche eines Glases aufgetragen und durch Erwärmen bei 150°C für 20 min gehärtet, wodurch ein Ultraviolett-abschirmender Film mit den folgenden hervorragenden Eigenschaften gebildet wird: Bleistiftritzhärte H Gitterschnitthaftungstest 100/100 Ultraviolett-Durchlässigkeit 15,1% (Wellenlänge 390 nm,Filmdicke 20 &mgr;m) .

Beispiel 2 Butylacrylat 400 g Methylmethacrylat 250 g Benzylacrylat 100 g Methacrylsäure 70 g 2-Hydroxyethylacrylat 230 g Azobisisobutyronitril 80 g

Die Mischung der obigen Bestandteile wurde tropfenweise 2000 ml unter Rückfluss kochendem Isopropanol über 3 h zugesetzt und weitere 3 h unter Rückfluss gekocht, wodurch ein acrylisches Copolymer mit einer Säurezahl von 45,6 und einer massegemittelten Molekülmasse von 13000 erhalten wurde. Eine homogene Lösung wurde hergestellt, indem der Vorgehensweise von Beispiel 1 gefolgt wurde mit der Ausnahme der Verwendung dieses Copolymers.

Die Lösung wurde über die Oberfläche eines Glases aufgetragen und durch Erwärmen bei 150°C für 20 min gehärtet, wodurch ein Ultraviolett-abschirmender Film mit den folgenden hervorragenden Eigenschaften gebildet wird: Bleistiftritzhärte H Gitterschnitthaftungstest 100/100 Ultraviolett-Durchlässigkeit 15,3% (Wellenlänge390 nm, Filmdicke &mgr;20m).

Beispiel 3 Acrylsäure 100 g Butylacrylat 200 g 2-Ethylhexylacrylat 300 g Vinyltoluol 200 g Benzylmethacrylat 200 g Azobisisobutyronitril 10 g

Die Mischung der obigen Bestandteile wurde tropfenweise zu 2000 ml bei 65°C gehaltenem Isopropanol über 3 h zugesetzt und dann bei 65°C weitere 3 h umgesetzt. Die Mischung wurde dann im Verlauf von 1 h auf 85°C erwärmt und dann bei 85°C 3 h umgesetzt, wodurch ein acrylisches Copolymer mit einer Säurezahl von 77,9 und einer massegemittelten Molekülmasse von 175000 erhalten wurde. 100 g des resultierenden Copolymers und 30 g einer Melamin-Verbindung vom methylierten Vollether-Typ wurden in 80 g Butylcellosolve gelöst. Zu dieser Mischung wurde Triethanolamin in einer Menge, die 0,8 chemischem Äguivalent der obigen Säurezahl entsprach, zugesetzt, gefolgt von der Zugabe von 8 g einer Ultraviolett-absorbierenden Substanz der Formel

Die Mischung wurde gerührt, um eine homogene Mischung zu erhalten, gefolgt von der Zugabe von 320 g reinem Wasser, wodurch eine Lösung erhalten wurde.

Die Lösung wurde über die Oberfläche eines Glases aufgetragen und durch Erwärmen bei 130°C für 30 min gehärtet, wodurch ein Ultraviolett-abschirmender Film mit den folgenden hervorragenden Eigenschaften gebildet wird: Bleistiftritzhärte HB Gitterschnitthaftungstest 100/100 Ultraviolett-Durchlässigkeit 19,0% (Wellenlänge 390 nm, Filmdicke 10 &mgr;m).

Beispiel 4 Acrylsäure 80 g N-Butoxymethylacrylsäureamid 200 g 2-Ethylhexylacrylat 320 g Styrol 200 g 3-Phenoxy-2-hydroxypropylmethacrylat 200 g Azobisisobutyronitril 10 g

Die Mischung der obigen Bestandteile wurde tropfenweise zu der Mischung aus 500 g Isopropanol und 500 g Butylcellosolve über 2 h zugesetzt und bei 70°C 3 h umgesetzt. Die Mischung wurde dann im Verlauf von 1 h auf 85°C erwärmt und dann bei 85°C 3 h umgesetzt, wodurch ein acrylisches Copolymer mit einer Säurezahl von 62,3 und einer massegemittelten Molekülmasse von 65000 erhalten wurde. 100 g des resultierenden Copolymers und 50 g einer Melamin-Verbindung vom methylierten Vollether-Typ wurden zu 50 g Butylcellosolve und 50 g Isopropanol hinzugesetzt und darin gelöst. Zu dieser Mischung wurde N,N-Dimethylethanolamin in einer Menge, die 0,8 chemischm Äquivalent der obigen Säurezahl entsprach, zugesetzt, gefolgt von der Zugabe von 10 g einer Ultraviolett-absorbierende Substanz der Formel

Die Mischung wurde gehürt, um eine homogene Mischung zu er- halten gofolgt von der Zugabe von 500 g reinem Wasser, wod- durch eine Lösung erhalten wurde.

Die Lösung wurde über die Oberfläche eines Glases aufgetragen und durch Erwärmen bei 160°C für 20 min gehärtet, wodurch ein Ultraviolett-abschimender Film mit den folgenden hervorragen- den Eingeschaften gebildet wird: Bleistiftritzhärte FB Gitterschnitthaftungstest 100/100 Ultraviolett-Durchlässigkeit 5,6%(Wellenlänge 390 nm, Filmdicke 10 &mgr;m).

Vergleichsbeispiel 1 Butylacrylat 550 g Methylmethacrylat 20 g Benzylacrylat 100 g Acrylsäure 70 g 2-Hydroxyethylacrylat 230 g Azobisisobutyronitril 280 g

Die Mischung der obigen Bestandteile wurde tropfenweise zu 2000 ml von unter Rückfluss kochendem Isopropanol über 3 h zugesetzt und weitere 3 h unter Rückfluss gekocht, wodurch ein acrylisches Copolymer mit einer Säurezahl von 45,6 und einer massegemittelten Molekülmasse von 3000 erhalten wurde. Eine homogene Lösung wurde hergestellt, indem der Vorgehensweise von Beispiel 1 gefolgt wurde mit der Ausnahme der Verwendung von diesem Copolymer.

Die Lösung wurde über die Oberfläche eines Glases aufgetragen und durch Erwärmen bei 150°C für 20 min gehärtet, wodurch ein Film gebildet wurde, dessen Ultraviolett-Abschirmungsvermögen ausreichend war, der aber zu weich war, als dass dessen Härte ausreichend gewesen wäre. Bleistiftritzhärte 3B Gitterschnitthaftungstest 100/100 Ultraviolett-Durchlässigkeit 15,9% (Wellenlänge 390 nm, Filmdicke 20 &mgr;m).

Vergleichsbeispiel 2 Butylacrylat 400 g Methylmethacrylat 200 g Benzylacrylat 100 g Methacrylsäure 20 g 2-Hydroxyethylacrylat 80 g Azobisisobutyronitril 10 g

Die Mischung der obigen Bestandteile wurde tropfenweise zu 2000 ml von unter Rückfluss kochendem Isopropanol über 3 h zugesetzt und weitere 3 h unter Rückfluss gekocht, wodurch ein acrylisches Copolymer mit einer Säurezahl von 13,0 und einer massegemittelten Molekülmasse von 24000 erhalten wurde. Es wurde ein Versuch unternommen, eine homogene Lösung herzustellen, indem der Vorgehensweise von Beispiel 1 gefolgt wurde mit der Ausnahme der Verwendung von diesem Copolymer. Jedoch fiel die Ultraviolett-absorbierende Substanz aus, was zu einem Fehlschlagen der Herstellung einer homogenen Lösung führte.


Anspruch[de]
  1. Ultraviolett-absorbierende Harzzusammensetzung, die erhalten wird durch Mischen von 100 Gewichtsteilen eines acrylischen Copolymers mit einer Säurezahl von 20 bis 200 mg KOH/g und einer massegemittelten Molekülmasse von 4000 bis 200000, 30 bis 80 Gewichtsteilen einer Melamin-Verbindung und 3 bis 15 Gewichtsteilen einer Verbindung, angegeben durch die Formel
    worin R1 Wasserstoff oder Chlor ist, R2 eine C1-C5-Alkylgruppe ist und R3 eine C1-C12-Alkylgruppe ist.
  2. Ultraviolett-absorbierende Harzzusammensetzungnach Anspruch 1, wobei das acrylische Copolymer eine Säurezahl von 30 bis 150 mg KOH/g und eine massegemittelte Molekülmasse von 6000 bis 100000 aufweist.
  3. Ultraviolett-absorbierende Harzzusammensetzung nach Anspruch 1, wobei die Melamin-Verbindung eine Verbindung ist, die durch Formel (2) oder (3) angegeben wird,
    wobei R4 bis R13 jeweils unabhängig voneinander Wasserstoff oder eine C1-C4-Alkylgruppe sind.
  4. Ultraviolett-absorbierende Harzzusammensetzung nach Anspruch 1, wobei die Ultraviolett-absorbierende Substanz eine Verbindung ist, die durch die Formel (1), in welcher R1 Chlor ist, R2 tert.-Butyl ist und R3 Octyl ist, angegeben wird.
  5. Ultraviolett-absorbierende Harzzusammensetzung nach Anspruch 1, wobei die Ultraviolett-absorbierende Substanz eine Verbindung ist, die durch die Formel (1), in welcher R1 Chlor ist, R2 Ethyl ist und R3 n-Hexyl ist, angegeben wird.
  6. Überzugsmasse auf Wasserbasis, die durch Neutralisieren der Harzzusammensetzung von Anspruch 1 mit Ammoniak oder einer Aminverbindung erhalten wird.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com