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Dokumentenidentifikation DE10243490A1 08.04.2004
Titel Zinken für Wegekehrgeräte
Anmelder Fiedler Maschinenbau und Technikvertrieb GmbH, 01877 Putzkau, DE
Erfinder Fiedler, Frank, 01877 Putzkau, DE;
Golbs, Markus, 01877 Bischofswerda, DE
Vertreter Mühlisch, A., Dipl.-Ing. Pat.-Ing., Pat.-Anw., 01904 Neukirch
DE-Anmeldedatum 19.09.2002
DE-Aktenzeichen 10243490
Offenlegungstag 08.04.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.04.2004
IPC-Hauptklasse E01H 1/04
IPC-Nebenklasse A01D 89/00   
Zusammenfassung Zinken für Wegekehrgeräte, insbesondere für Zinkenwellen (1) von motorangetriebenen Laubkehrmaschinen, die aus federnden Materialien bestehen und in beweglicher Aufhängung (2) an der Zinkenwelle (1) gelagert sind. Jeder Zinken (3) ist hinter seiner Aufhängung (2) an der Zinkenwelle (1) zu einer Schraubenfeder (4) mit mindestens einem vollen Gang gewendelt. In dem nachfolgenden Teil des Zinkens (3) ist ein relativ weiter Bogen (6) enthalten. Diesem Bogen (6) folgt ein kurzes gerades Zinkenstück (7). In der Zinkenwelle (1) ist der Zinken (3) drehbar auf einem Rundstab aufgehangen. Die Schraubenfedern (4) sind von einem Rundstab (5), diesen umgreifend, geführt. Die Übergänge von den federnden Elementen (4, 6) in dem Zinken (3) zu den Geradteilen sind fließend bogenförmig. Die Zinken (3) sind so an der Zinkenwelle (1) befestigt, daß sich die Schraubenfeder (4) und der gleichsinnig wirkende Bogen (6) beim Bewegen des Zinkens (3) gegen einen Festkörper entspannen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen federnden Zinken für Besen von Wegekehrgeräten, insbesondere für Zinkenwellen von motorangetriebenen Laubkehrmaschinen, zum Einsammeln von Laub, Papier oder dergleichen von Straßen, Wiesen, Wegen oder Sandflächen.

Wegekehrgeräte, sogenannte Laubbesen, als Handgeräte sind bekannt. Sie haben vom Stiel des Laubbesens strahlenförmig ausgehende, gerade, langstielige und federnde Zinken, deren vorderes Ende zum Boden hin abgekröpft ist. Es sind auch Laubbesen bekannt, deren federnden Zinken parallel zueinander in zwei Reihen hintereinander angeordnet sind. Aus dem Gebrauchsmuster DE 201 12 518.8 U1 ist eine motorangetriebene Laubkehrmaschine bekannt, in der sich in einem quer zur Fahrtrichtung geführten geschlossenen Rahmen eine Zinkenwelle befindet, die mit einer oder mehreren, Biomasse, insbesondere Laub, durch Aufspießen und Harken aufnehmenden Zinkenleisten versehen ist. Die Zinken dieser Zinkenleisten sind analog zu den federnden Zinken der Laubbesen geformt.

Kann man bei der Handarbeit individuell den Druck auf den Laubbesen dem Untergrund anpassen, damit das Gerät schonen und den Bruch von Federzinken einzuschränken, ist das bei einer Laubkehrmaschine kaum möglich. Auch bei einer beweglichen und federnden Aufhängung brechen die Zinken durch Materialermüdung direkt an der Aufhängung oder in der Federung. Durch Hindernisse auf den zu bearbeitenden Flächen wie Wurzeln oder Steinen brechen die Zinken auch auf den gerade, langstielige Teilen bzw. direkt an der Abkröpfung.

Ziel und Aufgabe der Erfindung ist es einen federnden Zinken für Besen von Wegekehrgeräten, insbesondere für motorangetriebene Laubkehrmaschinen zu finden, der auch bei schwierigem Untergrund relativ bruchfest ist.

Die Lösung dieser Aufgabe ist Gegenstand der im ersten Anspruch offenbarten Erfindung. Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Untersuchungen an einer Zinkenwelle einer bekannten Laubkehrmaschine haben ergeben, daß die Zinken relativ kurze Lebensdauer haben und zum größten Teil direkt an ihrer Einspannung und zum anderen, wenn sie federnd nachgebend befestigt sind, auf den gerade, langstielige Teilen bzw. direkt an der Abkröpfung brechen. Bei den erfindungsgemäßen Zinken für Wegekehrgeräte, insbesondere für Zinkenwellen von motorangetriebenen Laubkehrmaschinen, die aus federnden Materialien bestehen, wird das vermieden. Dazu ist jeder Zinken unmittelbar nach seiner federnden Ausfhängung wie eine Schraubenfeder mit mindestens einem vollen Gang gewendelt. Danach ist in dem Zinken nach einem geraden Teilstück ein relativ weiter Bogen enthalten, dem ein kurzes gerades Zinkenstück folgt, dessen Ende über den Untergrund geführt diesen abkehrt. Die Übergänge von den federnden Elementen in dem Zinken zu den geraden Teilstücken sind fließend bogenförmig. In die Schraubenfedern kann sich ein Rundstab, der von den Schraubenfedern umgriffen wird, befinden. Die Zinken sind so am Wegekehrgerät befestigt, daß sich die Schraubenfeder und der gleichsinnig wirkende Bogen beim Bewegen des Zinkens gegen den Untergrund und besonders gegen einen Festkörper aufbiegend entspannen.

Die Erfindung soll nachstehend an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden. Die zugehörige Zeichnung zeigt die Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Zinkens.

An einer Zinkenwelle 1 ist in einem Lager 2 ein Streifen 3 aus Federstahl als Zinken befestigt. Der Streifen 3 ist unmittelbar nach dem Lager 2 zu einer Schraubenfeder 4 gewendelt. In der Schraubenfeder 4 befindet sich ein Rundstab 5. Nach der Schraubenfeder 4 ist der Streifen 3 zu einem Bogen 6 gebogen. Das freie Ende 7 des Streifens 3 hat bei der Umdrehung der Zinkenwelle 1 Kontakt mit dem Untergrund 8. In der mit Pfeil dargestellten Drehrichtung der Zinkenwelle 1 werden die Schraubenfeder 4 und der Bogen 6 beim Kontakt des Endes 7 mit dem Untergrund 8 aufgebogen und dabei wird das Ende 7 über den Untergrund 8 geschleift, wobei lose aufliegendes Gut wie Laub mitgenommen, Sand und Kies jedoch zwar bewegt aber nicht aufgesammelt werden. Durch das Aufbiegen der Schraubenfeder 4 und des Bogens 7 wird der Streifen 3 wesentlich weniger belastet, als ein ohne diesen Federelementen versehener Streifen, wodurch die Bruchgefahr wesentlich verringert wird.

1. Zinkenwelle 2. Lager 3. Streifen 4. Schraubenfeder 5. Rundstab 6. Bogen 7. Ende 8. Untergrund

Anspruch[de]
  1. Zinken für Wegekehrgeräte, insbesondere für Zinkenwellen (1) von motorangetriebenen Laubkehrmaschinen, aus federnden Materialien in beweglicher Aufhängung (2), dadurch gekennzeichnet, daß der Zinken (3) vor seiner Aufhängung (2) zu einer Schraubenfeder (4) mit mindestens einem vollen Gang gewendelt ist, daß in dem nachfolgenden Teil ein relativ weiter Bogen (6) enthalten ist und daß diesem Bogen (6) ein kurzes gerades Zinkenstück (7) folgt.
  2. Zinken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er in der Zinkenwelle (1) drehbar auf einem Rundstab aufgehangen ist.
  3. Zinken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufhängung (2) in der Zinkenwelle (1) ein Bogenstück zur Schraubenfeder (4) hin folgt.
  4. Zinken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubenfedern (4) von einen Rundstab (5) , diesen umgreifend, geführt sind.
  5. Zinken nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Übergänge von den federnden Elementen (4, 6) in dem Zinken (3) zu den Geradteilen fließend bogenförmig sind.
  6. Zinken nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zinken (3) so am Wegekehrgerät befestigt sind, daß sich die Schraubenfeder (4) und der gleichsinnig wirkende Bogen (6) beim Bewegen des Zinken (3) gegen einen Festkörper entspannen.
  7. Zinken nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, daß an die auf dem Untergrund (8) schleifenden Enden (7) der Zinken (3) Spitzen aus abriebfesten Material austauschbar angefügt sind.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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