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Dokumentenidentifikation DE20316919U1 08.04.2004
Titel Dachflächenfenster mit Sonnenschutzelement
Anmelder Colt International Holdings AG, Baar, CH;
Bilfinger Berger AG, 68165 Mannheim, DE
Vertreter Busse & Busse Patentanwälte, 49084 Osnabrück
DE-Aktenzeichen 20316919
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 08.04.2004
Registration date 04.03.2004
Application date from patent application 04.11.2003
IPC-Hauptklasse E06B 9/24
IPC-Nebenklasse E06B 5/00   E04D 13/035   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Dachflächenfenster mit einem Fensterrahmen, der an einem mit der Dachfläche verbindbaren Einbaurahmen um zumindest eine im wesentlichen horizontale Achse verschwenkbar befestigt ist, und einem auf der Außenseite des Dachflächenfensters angebrachten Sonnenschutzelement. Daneben bezieht sich die Erfindung auf ein Sonnenschutzelement als Aufsatzmodul für ein Dachflächenfenster.

Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, Dachflächenfenster mit Sonnenschutzelementen zu versehen. Als Sonnenschutzelemente werden Rollos und Rolladen verwendet, die von außen auf den Fensterrahmen aufgesetzt werden. Der Sonnenschutz ist wichtig, da sich schon die normalen Dachflächen durch Sonnenstrahlen sehr stark aufheizen. Zusätzliche direkte Sonneneinstrahlung durch Dachflächenfenster erhöht die Wärme im Dachbereich. Zudem können Teppiche, Möbel, Vorhangstoffe und dergleichen durch die direkte Sonneneinstrahlung ausbleichen, und Pflanzen, die im Bereich des Dachflächenfensters aufgestellt sind, können durch die direkte Sonneneinstrahlung vertrocknen. Jalousien können auf der Innenseite der Dachflächenfenster befestigt werden, dort können sie das Licht und die Wärmestrahlung, die bereits durch die Glasfenster hindurch in den Dachraum eingetreten ist, nicht in vollem Umfang nach draußen zurück reflektieren. Bei den Jalousien ergibt sich also auch eine deutliche Erwärmung der Raumluft im Bereich des Dachflächenfensters. Zudem ist das Dachflächenfenster nur schwer von innen zu reinigen, wenn eine Jalousie die Innenfensterfläche abdeckt.

Die bekannten außen auf das Dachflächenfenster aufgesetzten Sonnenschutzelemente können eine direkte Sonneneinstrahlung nur verhindern, wenn sie vollständig geschlossen sind. Dann ist jedoch der Raum, der durch das Dachflächenfenster erhellt werden soll, vollständig verdunkelt, und die Sicht nach draußen ist verdeckt. Demgemäß wäre es wünschenswert, ein Dachfenster bzw. ein außen aufsetzbares Sonnenschutzelement für Dachflächenfenster zu schaffen, das einerseits eine direkte Sonneneinstrahlung in den Dachraum verhindert und andererseits aber noch ausreichend Streulicht in den Raum hineinläßt und einen Ausblick aus dem Dachflächenfenster ermöglicht.

Die Aufgabe wird für ein gattungsgemäßes Dachflächenfenster gelöst, indem das Sonnenschutzelement ein mit dem Dachflächenfenster verbundenes und in eine zu diesem veränderte Winkellage verschwenkbares Trägerelement sowie an dem Trägerelement beabstandet zueinander angeordnete Sonnenschutzlamellen aufweist.

Für ein Sonnenschutzelement als Aufsatzmodul für ein Dachfenster wird die Aufgabe gelöst, indem das Sonnenschutzelement ein mit dem Dachflächenfenster verbundenes und in eine zu diesem veränderte Winkellage verschwenkbares Trägerelement sowie an dem Trägerelement beabstandet zueinander angeordnete Sonnenschutzlamellen aufweist, und das Trägerelement entweder an einem Ende über zumindest ein Drehgelenk mit dem Fensterrahmen und am gegenüberliegenden Ende über eine Koppelstange mit dem Fensterrahmen oder an einem Ende über zumindest ein Drehgelenk mit dem Einbaurahmen und am gegenüberliegenden Ende über einen verschieblich ausgebildeten Anlenkpunkt mit dem Fensterrahmen verbindbar ist.

Bei außen an dem Dachflächenfenster angebrachten Sonnenschutzlamellen ergibt sich zumindest im Sommer bei hoch stehender Sonne eine gute Abschattung gegen eine direkte Sonneneinstrahlung. Morgens, abends und im Winter ist eine Abschattung vielfach gar nicht erwünscht, so daß sich bei entsprechend günstigem Anstellwinkel der Sonnenschutzlamellen und entsprechend dimensioniertem Abstand und Breite der Sonnenschutzlamellen ohne weitere manuell ausgelöste oder automatisierte Einstellungen ein optimaler Sonnenschutz und ideale Lichtverhältnisse im Dachraum einstellen. Die direkten Sonnenstrahlen und die Wärmestrahlung werden außen von den Sonnenschutzlamellen umgelenkt, so daß sich von diesen Strahlen der Dachraum nicht erwärmen kann. Da diese Vorteile erzielt werden, ohne daß die Sonnenschutzelemente jeweils eingestellt werden müssen, ergibt sich auch kaum ein Verschleiß oder Reparaturbedarf. Weitere Vorteile ergeben sich dadurch, daß das Sonnenschutzelement durch das verschwenkbare Trägerelement in veränderte Winkellagen zum Dachflächenfenster verstellt werden kann: die Außenseite des Dachflächenfensters ist für Reinigungszwecke gut zugänglich, und die Winkelstellung der Sonnenschutzlamellen kann durch ein Verschwenken des Sonnenschutzelementes insgesamt verändert werden. Außerdem wird der Ausblick nicht behindert, wenn das Dachflächenfenster geöffnet wird, da das Sonnenschutzelement nach oben wegschwenken kann.

Das Dachflächenfenster und das Sonnenschutzelement sind besonders für einen tiefliegenden Einbau geeignet, bei dem die Außenkanten der Sonnenschutzlamellen im Einbauzustand des Dachflächenfensters und des Sonnenschutzelements bündig zur umgebenden Dachfläche liegen oder zumindest um ein Maß über die umgebende Dachfläche aus Dachziegeln, Zinkblech und dergleichen hervorstehen, das geringer ist als die Breite der Sonnenschutzlamellen. Hieraus resultiert eine geringe Angriffsfläche für Wind und andere Witterungseinflüsse, ein besonderer Vorteil ist jedoch auch in der optischen Wirkung zu sehen. Je nach Gestaltung der Oberflächen der Sonnenschutzlamellen, beispielsweise durch Form, Farbe und Material, sind die Öffnungen für die Dachflächenfenster von außen kaum als solche wahrnehmbar. Damit eignen sich die erfindungsgemäßen Dachflächenfenster und Sonnenschutzelemente insbesondere für denkmalpflegerische Anwendungen.

Weitere Ausgestaltungen und Abwandlungen der Erfindung ergeben sich aus den Merkmalen der Unteransprüche, der gegenständlichen Beschreibung und den Zeichnungen.

Die Erfindung soll nun anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. Es zeigen:

1: eine Querschnittsansicht durch einen mit einem Dachflächenfenster versehenen Dachraum,

2: eine schematische Darstellung eines nur mit dem Fensterrahmen verbundenen Trägerelementes, und

3: eine schematische Darstellung eines an einem Ende mit dem Einbaurahmen verbundenen Trägerelementes, und

4: einen Querschnitt durch ein Dachfenster entlang der Linie A-A in 1.

In 1 ist ein Dachraum 2 mit einem Dachflächenfenster 4 gezeigt. In einen Einbaurahmen 6 ist ein Fensterrahmen 8 eingelegt, der eine Fensterscheibe 10 umgrenzt. Der Einbaurahmen 6 ist in eine passend dimensionierte Dachöffnung eingelegt. Der Einbaurahmen weist einen umlaufenden Kragen auf, der von außen auf die umgebende Dachfläche aufgelegt ist, und einen Schenkel, der in die Dachöffnung hineinragt. Mit einer inneren Abkantung umgrenzt der Einbaurahmen 6 die eigentliche Fensteröffnung, Der Fensterrahmen 8 ist zumindest teilweise auf den Einbaurahmen 6 aufgelegt und an diesem befestigt.

Auf das Dachflächenfenster 4 ist das Sonnenschutzelement aufgelegt, das aus dem Trägerelement 12 und den damit verbundenen Sonnenschutzlamellen 14 besteht. Das Trägerelement 12 kann beispielsweise aus zwei Hohlprofilen bestehen, die längs zur Fallinie des Daches auf das Dachfenster 4 aufgelegt sind. Das Trägerelement 12 kann auch aus einem einzelnen Rohr, Flacheisen, Blechen, einem Rahmen oder dergleichen bestehen. Die Sonnenschutzlamellen 14 können direkt, über je einen oder einen gemeinsamen Halter, über eine Drehlagerung mit oder ohne Antrieb oder auf sonstige Weise an dem Trägerelement 12 befestigt sein. Die Sonnenschutzlamellen 14 können starr auf dem Trägerelement 12 befestigt sein, oder der Anstellwinkel ist über entsprechend ausgestaltete Beschläge oder Stellmittel wahlweise einstellbar.

In 1 ist gut erkennbar, daß die Sonnenstrahlen, die aus einem Winkel auf das Dachfenster 4 fallen, der durch den Pfeil S1 angedeutet ist, nicht direkt in den Dachraum 2 einstrahlen können, sondern von den Sonnenschutzlamellen 14 abgelenkt werden. Das Maß der Reflektion hängt dabei auch von der Ausgestaltung der Sonnenschutzlamellen 14 ab. Die Sonnenschutzlamellen können einen konvexen, konkaven oder flachen Querschnitt aufweisen, sie können auf der Ober- oder Unterseite verchromt, verspiegelt, hell oder dunkel lackiert oder perforiert sein, sie können aus einem transparenten oder semitransparentem Material, aus Metall, Kunststoff oder Holz hergestellt sein, und dergleichen. Die konkrete Ausgestaltung der Sonnenschutzlamellen richtet sich nach den konkreten Anforderungen des jeweiligen Anwendungsfalls. Auch die Abmessungen und der Abstand der einzelnen Sonnenschutzlamellen voneinander wird individuell festgelegt.

In 2 ist eine schematische Darstellung eines mit dem Fensterrahmen 8 verbundenen Trägerelementes 12 zu sehen. Der Fensterrahmen 8 ist um zwei im wesentlichen horizontale Achsen verschwenkbar: einmal kann der Fensterrahmen 8 um die obere Achse 16 ganz nach außen geschwenkt werden, oder der Fensterrahmen 8 wird um die etwa mittige Achse 18 teilweise nach innen und außen verschwenkt. In 2 ist eine Schwenkstellung gezeigt, bei der der Fensterrahmen 8 um die Achse 18 geschwenkt ist. Der Fensterrahmen 8 kann noch weiter auf geschwenkt werden, aber auch wieder zurück in die Schließstellung. Die Erfindung ist auch für Lösungen brauchbar, bei denen der Fensterrahmen nur um eine einzige horizontale Achse verschwenkbar ist.

Das Trägerelement 12 ist mit dem Fensterrahmen 8 über ein Drehgelenk verbunden und bewegt sich mit dem Fensterrahmen 8. Das Drehgelenk ist nicht näher dargestellt, es kann aus Achsstummeln oder einer Welle bestehen, die am Fensterrahmen 8 oder dem Trägerelement 12 an einem Ende ortsfest befestigt sind und am anderen Ende in einem Lager drehbar gelagert sind. In der in vollen Linien dargestellten etwa horizontalen Schwenklage des Fensterrahmens 8 zeigen die an dem Trägerelement 12 befestigten Sonnenschutzlamellen 14, die in der Schließstellung des Fensterrahmens 8 etwa horizontal stehen, nach oben in Richtung des Himmels. Die in 1 durch den Pfeil S1 dargestellten Sonnenstrahlen können bei dieser Schwenkstellung des Fensterrahmens 8 wieder nahezu ungehindert in den Dachraum 2 fallen. Um dies zu verhindern, kann das Trägerelement 12 um eine Schwenkachse 20 nach oben verschwenkt werden, beispielsweise in die in gestrichelten Linien dargestellte räumliche Lage. Dadurch ergibt sich wieder eine flachere Lage der Sonnenschutzlamellen 14, die auf diese Weise wieder direkt einfallendes Sonnenlicht reflektieren und vom Dachraum 2 fernhalten können.

An seinem oberen Ende wird das Trägerelement 12 von einer Koppelstange 22 abgestützt, die an einem Ende mit dem Trägerelement 12 und am anderen Ende mit dem Fensterrahmen 8 verbunden ist. In dem in 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Koppelpunkt der Koppelstange 22 mit dem Fensterrahmen 8 verschieblich, indem die Koppelstange in einer Kulisse 24 geführt ist. Je nach Schwenklage des Trägerelements 12 relativ zum Fensterrahmen 8 ergibt sich über die Länge der Kulisse 24 ein unterschiedlicher Koppelpunkt. Wenn die Kulisse 24 beispielsweise mit einer Zahnung versehen ist, kann die Koppelstange und damit auch das Trägerelement 12 in unterschiedlichen Schwenklagen arretiert werden. Natürlich ist es auch möglich, die Koppelstange 22 am Fensterrahmen fest und den Koppelpunkt zum Trägerelement 12 verschieblich auszubilden.

Anstelle oder zusätzlich zur Koppelstange kann auch ein in 2 nicht dargestelltes motorisches Stellmittel, wie beispielsweise ein Elektromotor, verwendet werden, um den Anstellwinkel des Trägerelements 12 und damit des Sonnenschutzelements relativ zum Dachflächenfenster 4 zu verändern. Entsprechende Stellantriebe sind beispielsweise von fernbetätigbaren Dachfenstern bekannt. Durch ein motorisches Stellmittel kann das Trägerelement 12 auch in einer Schwenklage festgelegt sein. Eine Festlegung des Trägerelements 12 kann jedoch auch durch einfache mechanische Verriegelungselemente erfolgen.

Wenn die Außenfläche des Dachflächenfensters 4 gereinigt werden soll, kann der Fensterrahmen weiter über die in 2 gezeigte Schwenkstellung hinaus nach innen gedreht werden, bis die Außenfläche des Dachflächenfensters 4 von innen gut zugänglich ist. Um die Fensterscheibe 10 zu reinigen, kann das Trägerelement 12 auf einfache Weise an seinem freien Ende vom Fensterrahmen 8 weggeschwenkt werden, die Fensterscheibe ist dann ohne Behinderung durch die Sonnenschutzlamellen 14 zugänglich.

3 zeigt eine schematische Darstellung eines Trägerelementes 12, das an einem Ende nicht mit dem Fensterrahmen 8, sondern über ein Drehlager mit dem Einbaurahmen 6 verbunden ist. Die Sonnenschutzlamellen sind aus Gründen der zeichnerischen Vereinfachung nicht näher dargestellt. Die Schwenkachse 26 ist – ebenso wie die Schwenkachse 20 in 2 – nicht konzentrisch mit den Achsen 16 und 18, um die der Fensterrahmen 8 schwenkbar ist. Es ist zwar möglich, die Schwenkachse 26 konzentrisch zur Schwenkachse 16 auszubilden, dadurch wird jedoch der Einbau des Sonnenschutzelementes schwieriger und das System ist insgesamt weniger flexibel. An seinem anderen Ende ist das Trägerelement 12 über eine Koppelstange 22 mit dem Fensterrahmen 8 verbunden. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Koppelstange 22 drehbeweglich mit dem Fensterrahmen 8 verbunden, und der Anlenkpunkt der Koppelstange 22 am Trägerelement 12 ist in einer Kulisse 24 verschieblich. Andere Verbindungslösungen sind jedoch auch möglich.

In dem in 3 gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Fensterrahmen 8 in vollen Linien in einer geöffneten Position gezeigt, in der der Fensterrahmen 8 um die Achse 16 verschwenkt ist. Das Sonnenschutzelement mit dem Trägerelement 12 ist einer annähernden Parallellage zum Fensterrahmen 8 dargestellt, in der das Trägerelement 12 um die Schwenkachse 26 verschwenkt ist. Die Schließstellung des Fensterrahmens 8 und des Sonnenschutzelements beziehungsweise des Trägerelements 12 ist durch gestrichelte Linien angedeutet. In strichpunktierten Linien ist die Schwenkstellung des Fensterrahmens 8 dargestellt, wenn dieser um die Achse 18 verschwenkt wird. Da das Trägerelement 12 im Ausführungsbeispiel nur um die Drehachse 26 verschwenkbar ist, ergibt sich für die in strichpunktierten Linien angedeutete Schwenkstellung des Fensterrahmens 8 eine Schwenkstellung für das Trägerelement 12, die in etwa der Schwenkstellung entspricht, die für das Trägerelement 12 in vollen Linien dargestellt ist.

Gleichwertig zu einer Verbindung des Trägerelements 12 mit dem Fensterrahmen 8 durch eine Koppelstange 22 sind andere Lösungen, wie beispielsweise Schubleisten, die in einer Kulisse geführt sein können. Ein Beispiel für eine solche Konstruktion findet sich in 4, in der eine ausschnittsweise Querschnittsansicht einer Einbausituation eines Dachflächenfensters 4 entlang der Linie A-A aus 1 dargestellt ist. Auf den Fensterrahmen 8 ist ein Gelenk 28 aufgesetzt, das wiederum mit einem Querträger 30 verbunden ist. Auf der Leiste 30 ist eine Schiene 32 aufgesetzt. Die Schiene 32 ist in eine Nut 34 des Trägerelementes 12 eingeschoben und dort entlang der Nutrichtung frei beweglich. Bei einer Bewegung des Fensterrahmens 8 kann die Schiene 32 diese Bewegung auf das Trägerelement 12 übertragen, wobei ein räumlicher Versatz zwischen dem Fensterrahmen 8 und dem Trägerelement 12 durch eine Gleitbewegung der Schiene 32 in der Nut 34 ausgeglichen werden kann. Der Vorteil einer solchen Verbindung ist in den hohen Haltekräften einer solchen Verbindung und der dauerhaften Funktion zu sehen, wobei die Verbindung auch bei starkem Wind ohne Klappergeräusche bleibt.

In 4 ist auch gut sichtbar, wie der Einbaurahmen 6 in eine Dachöffnung eingehängt wird. Das Kragenstück 36 des Einbaurahmens 6 liegt von außen auf dem Balken 38 der Dachkonstruktion auf. Die nach außen weisende Fläche des Dachbalkens 38 ist als Oberfläche der das Dachflächenfenster 4 umgebenden Dachfläche zu sehen. Irgendwelche weiteren Materialien zur Abdeckung des Daches, wie Dachziegel, Dachpappe, Zink- oder Kupferblech oder dergleichen, sind aus Gründen der zeichnerischen Vereinfachung nicht näher dargestellt, obwohl diese in der Praxis noch auf dem Dachbalken 38 aufliegen. Dadurch, daß das Höhenmaß H1 des Schenkels 40 größer ist als das Höhenmaß H2 des Fensterrahmens 8, ergibt sich eine zurückgesetzte Einbautiefe des Fensterrahmens 8, die so groß ist, daß die Außenkante der Sonnenschutzlamellen 14 trotzdem zumindest nahezu bündig mit der Oberfläche der übrigen Dachfläche abschließt, wie es in 4 dargestellt ist. Ein optisch und technisch noch ansprechendes Resultat ergibt sich auch, wenn die Außenkanten der Sonnenschutzlamellen 14 um ein Maß über die umgebende Dachfläche hervorstehen, das geringer ist als die Breite B der Sonnenschutzlamellen 14. Durch eine solche Konstruktion ergibt sich eine windgeschützte Montage der Sonnenschutzlamellen, die dadurch nicht vollständig den Kräften des Windes ausgesetzt sind. Eine solche Ausführung ist auch optisch ansprechend.

Durch die Ausbildung des Sonnenschutzelementes als Aufsatzmodul kann dieses leicht an das Dachflächenfenster 4 bei dessen Herstellung angebaut werden, oder das Sonnenschutzmodul 4 ist auf leichte Weise auch für vorhandene Dachflächenfenster 4 nachrüstbar. Die Ausführung als Aufsatzmodul setzt voraus, daß dieses über wenige Schnittstellen an den Fensterrahmen 8 oder den Einbaurahmen 6 anbaubar ist. Der Anbau des Aufsatzmoduls kann beispielsweise in der Weise erfolgen, indem das Trägerelement 12 mitsamt den erforderlichen Drehgelenken uns sonstigen Beschlägen auf den Fensterrahmen (8) aufschraubbar ausgestaltet ist, oder der Querträger wird einends an dem Einbaurahmen 6 mittels entsprechender Anbaubeschläge und andernends über entsprechende Kulissen 24 und Koppelstangen 22 mit dem Fensterrahmen 8 verbunden. Beide Möglichkeiten können sehr schnell montiert werden. Soweit gewünscht, kann für eine Nachrüstlösung zusätzlich ein Einbaurahmen 6 vorgesehen sein, der einen größeren Höhenversatz H1 aufweist als der übliche vorhandene Einbaurahmen 6.


Anspruch[de]
  1. Dachflächenfenster (4) mit einem Fensterrahmen (8), der an einem mit der Dachfläche verbindbaren Einbaurahmen (6) um zumindest eine im wesentlichen horizontale Achse (16, 18) verschwenkbar befestigt ist, und einem auf der Außenseite des Dachflächenfensters (4) angebrachten Sonnenschutzelement, dadurch gekennzeichnet, daß das Sonnenschutzelement ein mit dem Dachflächenfenster (4) verbundenes und in eine zu diesem veränderte Winkellage verschwenkbares Trägerelement (12) sowie an dem Trägerelement (12) beabstandet zueinander angeordnete Sonnenschutzlamellen (14) aufweist.
  2. Dachflächenfenster (4) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (16, 18) zur Verschwenkung des Fensterrahmens (8) nicht konzentrisch ist mit der Schwenkachse (20, 26) des Trägerelements (12).
  3. Dachflächenfenster (4) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerelement (12) an einem Ende über zumindest ein Drehgelenk mit dem Fensterrahmen (8) und am gegenüberliegenden Ende über eine Koppelstange (22) mit dem Fensterrahmen (8) verbunden ist.
  4. Dachflächenfenster (4) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Anlenkpunkt der Koppelstange (22) am Fensterrahmen (8) oder am Trägerelement (12) verschieblich ausgebildet ist.
  5. Dachflächenfenster (4) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerelement (12) an einem Ende über zumindest ein Drehgelenk mit dem Einbaurahmen (6) und am gegenüberliegenden Ende über einen Anlenkpunkt mit dem Fensterrahmen (8) verbunden ist.
  6. Dachflächenfenster (4) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Anlenkpunkt verschieblich ausgebildet ist.
  7. Dachflächenfenster (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerelement (12) in zumindest einer Schwenkstellung festlegbar ist.
  8. Dachflächenfenster (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Sonnenschutzelement als Aufsatzmodul ausgebildet ist.
  9. Dachflächenfenster (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Einbaurahmen (6) einen Höhenversatz (H1) aufweist, der größer ist als das Höhenmaß (H2) des Fensterrahmens (8).
  10. Dachflächenfenster (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenkanten der Sonnenschutzlamellen (14) im Einbauzustand des Dachflächenfensters (4) bündig zur umgebenden Dachfläche liegen oder zumindest um ein Maß über die umgebende Dachfläche hervorstehen, das geringer ist als die Breite der Sonnenschutzlamellen (14).
  11. Dachflächenfenster (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Anstellwinkel der Sonnenschutzlamellen (14) verstellbar ist.
  12. Dachflächenfenster (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkstellung des Trägerelementes (12) und/oder der Anstellwinkel der Sonnenschutzlamellen (14) motorisch einstellbar ist. 13 Dachflächenfenster (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Sonnenschutzlamellen (14) die komplette Fensterebene abdecken.
  13. Sonnenschutzelement als Aufsatzmodul für ein Dachflächenfenster (4), dadurch gekennzeichnet, daß das Sonnenschutzelement ein mit dem Dachflächenfenster (4) verbundenes und in eine zu diesem veränderte Winkellage verschwenkbares Trägerelement (12) sowie an dem Trägerelement (12) beabstandet zueinander angeordnete Sonnenschutzlamellen (14) aufweist, und das Trägerelement (12) entweder an einem Ende über zumindest ein Drehgelenk mit dem Fensterrahmen (8) und am gegenüberliegenden Ende über eine Koppelstange (22) mit dem Fensterrahmen (8) oder an einem Ende über zumindest ein Drehgelenk mit dem Einbaurahmen (6) und am gegenüberliegenden Ende über einen verschieblich ausgebildeten Anlenkpunkt mit dem Fensterrahmen (8) verbindbar ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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