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Dokumentenidentifikation DE19505083B4 15.04.2004
Titel Senker mit umkehrbarer Drehrichtung
Anmelder Noga Engineering Ltd., Nahariya, IL
Erfinder Hirsch, Mordechai, Nahariya, IL;
Avraham, Beny, Lod, IL
Vertreter Blumbach, Kramer & Partner GbR, 65187 Wiesbaden
DE-Anmeldedatum 15.02.1995
DE-Aktenzeichen 19505083
Offenlegungstag 09.11.1995
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 15.04.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.04.2004
IPC-Hauptklasse B23B 51/10
IPC-Nebenklasse B25G 3/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen handbetätigten Senker zum entgraten von Innen- und Außenrändern von Löchern, insbesondere einen Senker mit einer Spitzsenkeinrichtung mit umkehrbarer Drehrichtung.

Senker werden am häufigsten dazu verwendet, das äußere Ende eines Lochs oder eines Hohlraums zu vergrößern, um den Kopf einer Schraube aufzunehmen.

Senker werden ferner häufig dazu verwendet, Grate auf Rändern von Löchern zu entfernen, wenn das Loch durch Bohren oder andere bekannte Verfahren hergestellt wird.

Ränder von in Metallplatten ausgebildeten "chern sind für bekannte Senker, wie sie die DE 252 434 0 A1 schreibt, die im wesentlichen kegelförmig ausgebildet sind, wobei sich entlang der kegelförmigen Fläche mehrere Schneidkanten erstrecken, die bezüglich der kegelförmigen Fläche einen Freiwinkel bilden, von beiden Seiten des Lochs leicht zugänglich. Bei in rohrförmige Elemente gebohrten Löchern kann jedoch nur der äußere Rand des Lochs entgratet werden, während der innere Rand des Lochs nicht zugänglich ist. Außerdem können handbetätigte bekannte kegelförmige Senker nur in einer Drehrichtung einen Schneidvorgang ausführen, was ein großer Nachteil ist, weil die Bedienungsperson ihr Handgelenk hin und herbewegen muß, um das Entgraten von Hand auszuführen, so daß die Rückwärtsbewegung bei bekannten Senkern nicht zum Entgraten beiträgt.

In der Patentschrift US 3170224 wird ein Senker beschrieben, der einen beweglichen Schneideinsatz aufweist, dessen Position nicht verstellt und fixiert werden kann. Daher eignet sich auch dieser Senker nicht zum Glätten der Innenseite von Löchern.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen handbetätigten Senker für Innen- und Außenränder von Löchern bereitzustellen, der dazu geeignet ist, raube Kanten zu glätten und Grate zu entfernen, die in rohrförmigen Teilen oder anderen unzulänglichen Seitenflächen gebildet werden. Ferner ist es Aufgabe der Erfindung einen Senker bereitzustellen, der von Hand betätigt werden kann und der dazu geeignet ist, Grate von durch Bohren hergestellten Löchern sowohl durch eine vorwärts- als auch einer rückwärtsgerichtete kreisförmige Bewegung des Werkzeuges zu entfernen.

Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.

Erfindungsgemäß wird ein handbetätigter Senker bereitgestellt, mit: (a) einem im wesentlichen flachen Schneideinsatz mit einer oder mehreren Schneidkanten und einer mittigen Queröffnung, (b) einem Schaft mit einem Längsschlitz an einem Ende davon, wobei die Breite des Schlitzes etwas größer ist als die Breite des Schneideinsatzes, und (c) einer am Ende des Schaftes, quer zum Schlitz stabil befestigten zylinderförmigen Halteeinrichtung für den Schneideinsatz, wodurch eine Drehbewegung des Schneideinsatzes im Schlitz des Schaftes ermöglicht wird, um verschiedene Positionen der Schneidkanten relativ zur Position des Schaftes einzustellen.

Vorzugsweise hat der Schneideinsatz die Form eines gleichschenkligen, wahlweise abgeflachten Dreiecks und weist vier Schneidkanten im wesentlichen entlang den beiden Enden der beiden gleichen Seiten des Dreiecks auf.

Daher können durch die Drehbewegung des Schneideinsatzes im Schaft die Schneidkanten des erfindungsgemäßen Senkers verschiedene Positionen annehmen, wodurch sowohl der Außen- als auch der Innenrand gebohrter Löcher entgratet werden kann.

Die Position des Schneideinsatzes kann durch, die Bedienungsperson von Hand eingestellt werden. Wenn das Lochinnere durch die Bedienungsperson nicht zugänglich ist, kann die Position des Schneideinsatzes durch eine dem Senker zugeordnete Einrichtung außerhalb des zu entgrateten Lochs eingestellt werden.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Beispiels unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben; es zeigen:

1 eine perspektivische Explosionsansicht des erfindungsgemäßen Werkzeugs;

2 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen handbetätigten Werkzeugs;

3 eine andere perspektivische Ansicht des in den 1 und 2 dargestellten Schneideinsatzes;

4 eine Querschnittansicht dreier verschiedener Positionen des Schneideinsatzes des in 2 dargestellten Werkzeugs;

5 eine Querschnittansicht eines anderen erfindungsgemäßen Werkzeugs, wobei der Schneideinsatz an drei verschiedenen Positionen dargestellt ist; und

6 eine Querschnittansicht des in 5 dargestellten Werkzeugs in Verbindung mit einem gesenkten Loch.

Der in 1 dargestellte Senker 1 weist auf: einen zylinderförmigen Schaft 8, wobei das Ende 2 des Schaftes in ein Spannfutter oder durch eine bekannte Befestigungseinrichtung in einen Halter eingesetzt werden kann. Ein in der Mitte des anderen Endes des Schaftes angeordnetem Längsschlitz 3 hat eine konstante Breite und bildet zwei gleiche Endabschnitte 4, die jeweils kreisförmige, einander gegenüberliegende Queröffnungen 5 aufweisen.

Ein kreisförmiger Stift 6 hat eine Länge, die im wesentlichen dem Durchmesser des Schaftes 8 entspricht, und einen Durchmesser, der etwas kleiner ist als der Durchmesser der Öffnungen 5.

Ein in 3 ausführlicher dargestellter (flacher Schneideinsatz 10 hat im wesentlichen die Form eines gleichschenkligen Dreiecks und insgesamt vier Schneidkaten 11 (in der Figur sind drei dargestellte entlang den beiden Enden der beiden gleichen Seiten des Dreiecks. Eine in Querrichtung verlaufende kreisförmige Öffnung 12 erstreckt sich über die Mitte des Schneideinsatzes 10 und hat einen Durch messer, der etwas größer ist als der Durchmesser des Stifts 6.

Das Werkzeug 1 kann durch dessen Hersteller folgendermaßen zusammengesetzt werden: Der Schneideinsatz 10 wird im Schlitz 3 angeordnet, so daß die Mitte seiner in Querrichtung verlaufenden Öffnung 12 sich in einer geraden Linie mit den Mitten der beiden Öffnungen 5 des Schaftes 8 erstreckt. Der zylinderförmige Stift 6 wird daraufhin in die drei Öffnungen gedrückt und durch eine Preßpassung im Schaft 8 befestigt.

Beim zusammengesetzten Senker 1 kann der Schneideinsatz 10 sich auf dem Stift 6, der als Gelenkpunkt dient, frei drehen.

Der Senker 1 dient, wenn er in einem Halter 14 befestigt ist, als Handsenker 20 zum Entfernen rauher Kanten von Bohrlöchern.

Die in den 2 und 4a dargestellte Position des Schneideinsatzes 10 des Werkzeugs 20 ist dazu geeignet, rauhe Kanten im Außenrand eines der Bedienungsperson zugewandten Lochs zu entgraten, während die in 4c dargestellte Position, bei der der Schneideinsatz um 180° gedreht ist, dazu geeignet ist, den Innenrand eines Lochs und insbesondere von in rohrförmige Elemente gebohrten Löchern, zu entgraten. Um den Schneideinsatz in das Loch einzuführen, so daß dessen Schneidkanten 11 wie in 4c dargestellt am Innenrand des Lochs anliegen, wird der Schneideinsatz 10 um 90° geschwenkt, und der Schaft 8 wird zusammen mit dem Schneideinsatz 10 in der in 4b dargestellten Position durch das Loch eingeführt. Der Schneideinsatz 10 wird daraufhin in die Position c geschwenkt und zur Bedienungsperson hin gezogen, so daß die Schneidkanten 11 am Innenrand des Lochs anliegen. Die Bedienungsperson kann nun den Halter einige Male um etwa eine halbe Umdrehung oder etwas weiter hin- und herbewegen, während das Werkzeug nach außen gegen den Innenrand des Lochs gezogen wird, so daß die Schneidkanten gegen den Innenrand des Lochs gedrückt und die Grate

durch die hin- und hergehende Drehbewegung des Senkers entfernt werden.

Nach dem Abschluß des Entgratungsvorgangs wird der Schneideinsatz 10 in die Position b geschwenkt und das Werkzeug aus dem entgrateten Teil entfernt.

Durch den Aufbau des Schneideinsatzes 10, bei dem vier Schneidkanten für die Entgratungsfunktion vorgesehen sind – Schneidkanten 11b und 11d für die Drehung im Uhrzeigersinn und Schneidkanten 11a und 11c für die Drehbewegung entgegen dem Uhrzeigersinn – wird zum Vorteil der Bedienungsperson Arbeitskraft eingespart. Daher findet das Entgraten sowohl bei der Drehbewegung im als auch bei der Drehbewegung entgegen dem Uhrzeigersinn statt, so daß auch die Drehbewegung entgegen dem Uhrzeigersinn für die Entgratungsfunktion ausgenutzt wird.

Wenn die Position des zu entgratenden Lochs derart ist, daß die Fläche des Innenrands des Lochs für die Finger der Bedienungsperson nicht zugänglich ist, weist das Werkzeug eine Einrichtung auf, mit der die Schwenkbewegung des Schneideinsatzes 10 von der Position b zur Position c ausgeführt werden kann. Diese Einrichtung, durch die der Schneideinsatz geschwenkt werden kann, ist außerhalb des durch Senken zu bearbeitenden Teils angeordnet.

Ein Beispiel einer solchen Einrichtung ist für einen in den 5 und 6 dargestellten handbetätigten Senker 20 dargestellt. Die in den Figuren dargestellte externe Einrichtung hat die Form eines gebogenen Drahtes 27, der in einem sich entlang des Schaftes 28 erstreckenden Längsschlitz 26 parallel zum oberen Schlitz 23 angeordnet ist. Die Maße des Schlitzes 26 sind derart, daß der gebogene Draht 27 sich in Längsrichtung frei bewegen kann, wodurch die Position des Schneideinsatzes 10 eingestellt wird, wie nachstehend beschrieben wird.

Der gebogene Draht 27 weist einen sich aus dem Schaft 28 heraus erstreckenden Knopf 29 auf. Drei am Schaft 28 entlang des Rands des Schlitzes 26 stabil befestigte kleine Stifte 34, 35 und 38 führen und begrenzen die Bewegung des gebogenen Drahtes 27 im Schlitz 26.

Das obere Ende des gebogenen Drahtes 27 ist durch eine Feder in der in 5 durch Pfeile dargestellten Richtung vorgespannt. Die Stifte 36 und 38 dienen zum Begrenzen der Längsbewegung des gebogenen Drahtes 27 im Schlitz 26, so daß keine Abwärtsbewegung über den Stift 38 hinaus, wie in der Stellung (d) dargestellt, und keine Aufwärtsbewegung über den Stift 36 hinaus, wie in der Stellung (f) dargestellt, zugelassen wird. Die Stifte 34 und 36 führen den gebogenen Draht 27, so daß dieser im Schlitz 26 verschiebbar ist.

Wenn der gebogene Draht 27 in seiner obersten Position (Position (f)) angeordnet ist, wurde der Schneideinsatz 10 in seine Längsposition geschwenkt, bei der er in das Querloch 40 des rohrförmigen Teils 42 eingeführt werden kann, wie in 6 dargestellt. Anschließend wird der Knopf 29 nach unten zu seiner untersten Position – Position (d) – gezogen und der Halter nach außen gezogen, so daß die Schneidkanten 11 des Schneideinsatzes 10 gegen den Innenrand 44 des Lochs 46 gedrückt werden. Durch eine hin- und hergehende Drehbewegung des Halters werden die rauhen Kanten des Rands 44 entgratet.

Wenn der Entgratungsvorgang abgeschlossen ist, wird das Werkzeug nach hinten in das Querloch 40 gedrückt und der Knopf 29 in seine oberste Position – Position (f) – geschoben, um den Senker 20 aus dem rohrförmigen Teil 42 zu entfernen.


Anspruch[de]
  1. Handbetätigter Senker zum Entgraten von Innen- und Außenrändern von Löchern, mit:

    (a) einem im wesentlichen flachen symmetrischen Schneideinsatz mit einer oder mehreren Schneidkanten und einer mutigen Queröffnung;

    (b) einem Schaft mit einem Längsschlitz an einem Ende davon, wobei die Breite des Schlitzes etwas größer ist als die Breite des Schneideinsatzes; und

    (c) einer am Ende des Schaftes, quer zum Schlitz stabil befestigten zylinderförmigen Halteeinrichtung für den Schneideinsatz, wodurch eine Drehbewegung des Schneideinsatzes im Schlitz des Schaftes ermöglicht wird, um verschiedene Positionen der Schneidkanten relativ zur Position des Schaftes einzustellen.
  2. Senker nach Anspruch 1, wobei der Schaft des Senkers in einem Halter fest gehalten wird.
  3. Senker nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Schneideinsatz im wesentlichen die Form eines gleichschenkligen, wahlweise abgeflachten Dreiecks besitzt und vier Schneidkanten im wesentlichen entlang den beiden Enden der beiden gleichen Seiten des Dreiecks aufweist, wobei die Höhe des Dreiecks dem Durchmesser des den Schneideinsatz haltenden Schaftes im wesentlichen gleich ist und wobei die Drehrichtung umkehrbar ist.
  4. Senker nach einem der Ansprüche 1 bis 3 zum Entgraten des Innenrands von Bohrlöchern in Metallteilen, mit einer Einrichtung zum Steuern der Drehung des Schneideinsatzes, wobei die Einrichtung dem Schaft zugeordnet und außerhalb des zu entgratenden Teils angeordnet ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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