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Dokumentenidentifikation DE69909641T2 15.04.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0001129045
Titel MIT ZWEI SCHICHTEN WÄRMEHÄRTBARER POLYMERE BESCHICHTETE DEKORBAUPLATTEN UND VERFAHREN ZU DEREN HERSTELLUNG
Anmelder Thorstone Business Management Ltd., Colby, Isle of Wight, GB
Erfinder LEACH, Roger John, Leatherhead, Surrey KT24 6LN, GB
Vertreter Vossius & Partner, 81675 München
DE-Aktenzeichen 69909641
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 08.10.1999
EP-Aktenzeichen 999491822
WO-Anmeldetag 08.10.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/GB99/03335
WO-Veröffentlichungsnummer 0000020348
WO-Veröffentlichungsdatum 13.04.2000
EP-Offenlegungsdatum 05.09.2001
EP date of grant 16.07.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.04.2004
IPC-Hauptklasse C03C 17/34
IPC-Nebenklasse C03C 27/04   C03C 17/00   B32B 17/10   B44F 1/06   B44C 5/04   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Platte mit einer transparenten oder transluzenten Abdeckung, wobei die Rückseite einer auf der Abdeckung aufgebrachten transparenten Schicht aus wärmehärtbarem Material mit einer oder mehreren Abbildungen bedruckt wird und der Druck mit einer zweiten Schicht aus wärmehärtbarem Material bedeckt wird.

Ein Verfahren der oben spezifizierten Art ist aus der US-A-5 019 440 bekannt, in welchem die transparente Schicht als Harzgrundierungsschicht auf einer Glasabdeckplatte gebildet wird. Das Harz wird ausgehärtet und dann wird eine Abbildung, die durch die Glasplatte und die transparente Schicht zu betrachten ist, auf die Rückseite der Schicht im Umdruckverfahren aufgedruckt. Eine zweite Schicht aus gehärtetem Harz wird auf der im Umdruckverfahren aufgedruckten Abbildung gebildet, um sie zu verstärken und die Haltbarkeit der Dekorbauplatte zu verbessern.

Die Haltbarkeit der mit dem bekannten Verfahren hergestellten Dekorbauplatte hängt sehr von der Verbindung der zweiten Harzschicht mit der im Umdruckverfahren aufgedruckten Abbildung und auch von der Verbindung der Druckfarbe mit der Rückseite der Grundierungsschicht aus gehärtetem Harz ab. Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung einer Platte der oben spezifizierten Art bereitzustellen, das ermöglicht, innerhalb der Platte eine verbesserte Verbindung zu erzielen.

Gemäß der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung einer Platte der oben spezifizierten Art, die eine transparente oder transluzente Abdeckung hat, dadurch gekennzeichnet, daß die transparente Schicht in Form einer Polyesterpulverlage niedergebracht wird, die zum Verschmelzen des Pulvers nur so weit erhitzt wird, daß die Schicht nicht vollständig aushärtet; daß die Abbildung(en) auf die Rückseite der teilgehärteten transparenten Schicht aufgedruckt werden; daß Polyesterpulver zur Ausbildung der zweiten Schicht auf dem Druck auf der Rückseite der teilgehärteten transparenten Schicht aufgebracht wird; und daß Hitze beaufschlagt wird, um dieses Pulver aufzuschmelzen und gleichzeitig so auszuhärten, daß am Ende der Aushärtung der transparenten Schicht die beiden Schichten miteinander verbunden sind.

Die teilgehärtete transparente Schicht kann vor dem Bedrucken im wesentlichen bis auf lediglich 70% ihres voll ausgehärteten Zustands gehärtet werden und das Pulvermaterial der zweiten Schicht kann Farbmittel enthalten, um den Druck mit einem farbigen Hintergrund zu versehen.

Der Druck, der im Halbton- oder Zeilendruck erfolgen kann, kann mit einer Farbe mit ultraviolett- und wärmetrocknenden Eigenschaften erfolgen. In diesem Fall kann UV-Licht verwendet werden, um die eine oder die mehreren Druckabbildung(en) vor dem Niederbringen des Polyesterpulvers der zweiten Schicht zu härten. Insbesondere kann ein Farbauszugdruckverfahren verwendet werden, wobei nach jedem Verfahrensschritt UV-Licht verwendet wird, um die während dieses Schritts aufgebrachte Farbe zu trocknen.

Eine Platte und ein Verfahren zu deren Herstellung, beides gemäß der vorliegenden Erfindung, werden nun beispielhaft mit Bezug auf die beiliegende Zeichnung beschrieben, die eine Seitenansicht der Platte im Querschnitt zeigt.

Mit Bezug auf die Zeichnung ist die Platte mit einer Klarglasplatte 1 bedeckt, die eine Polyesterschicht 2 trägt, die unter Verwendung eines Silan-Haftungsaktivators an eine hintere Oberfläche 3 des Glases gebunden ist. Die hintere Oberfläche 4 der Schicht 2 ist mit einer oder mit mehreren Abbildung en) aus Farbe 5 bedruckt und die gesamte bedruckte Oberfläche 4 ist mit einer weiteren weißen oder andersfarbigen Polyesterschicht 6 bedeckt. Die Schicht 6, die den Hintergrund bereitstellt, gegen welchen die eine oder die mehreren Abbildung en) auf der Oberfläche 4 durch das Glas betrachtet werden kann/können, ist mit einer Folie 7 aus Aluminium (oder einem anderen Metall) verstärkt.

Bei der Herstellung der in der Zeichnung gezeigten Platte wird die Oberfläche 3 der Glasplatte 1 gereinigt und mit einer dünnen Schicht (nicht gezeigt) Silan-Haftungsaktivator überzogen. Ein Beschichtungsmaterial aus Polyesterpulver wird dann auf die silan-vorbereitete Oberfläche 3 niedergebracht und erwärmt, um es zu schmelzen und es in eine im wesentlichen harte, aber nicht vollständig vernetzte Endform der Schicht 2 zu bringen, wobei es ungefähr 70% ausgehärtet ist. Eine oder mehrere Abbildungen in der Farbe 5 werden nun unter Verwendung eines Siebdruck-, Bläschenstrahl- oder Laserdruck-Verfahrens auf die hintere Oberfläche 4 der Schicht 2 in ihrem teilausgehärteten Zustand gedruckt.

Der Druck kann im Halbton- oder Zeilendruck erfolgen und wird, wenn farbig, als Farbauszug-Druckabbildung aufgetragen. Die verwendete Farbe ist in dem Maße hybrid, daß sie ultraviolett- und wärmetrocknende Eigenschaften hat. Die ultraviolett-trocknende Eigenschaft wird zwischen zwei aufeinanderfolgenden Schritten in dem Farbauszugdruckprozeß verwendet, um die Farbe nach jedem Farbauftrag in dem Maße zu trocknen, daß sich der Druck berühren läßt, ohne zu verschmieren, und nicht zerläuft, aber immer noch weich ist; wünschenswert enthält die Farbe ein reaktives Agens, das UV-Licht eine hohe Härtungsrate verleiht. Der Druck wird in entgegengesetzter Reihenfolge zur herkömmlichen aufgetragen, da die Abbildung durch die Glasplatte 1 und die durchsichtige Schicht 2 zu betrachten ist.

Nach Auftragen der Druckabbildung en) wird ein Beschichtungsmaterial aus Polyesterpulver, das geeignete Pigmente enthält, um der gedruckten Abbildung en) die weiße oder andere Farbe für den Hintergrund zu liefern, auf die gedruckte Oberfläche 4 niedergebracht. Wärme wird nun verwendet, um das Pulver in eine gehärtete Schicht 6 auszuhärten und gleichzeitig die Aushärtung der Schicht 2 und der Farbe 5 zu vervollständigen. Das Wärmeaushärtungsagens der Farbe stellt sicher, daß der Druck in die Schichten 2 und 6 hineinschmilzt, wenn sie ganz zu einer Schicht härten. Wenn während des Erwärmens das Pulver der Schicht 6 in der geschmolzenen Form ist, wird die Aluminiumfolie 7 in Kontakt mit der Schmelze gebracht, um fest mit der Schicht 6 in der vollständig gehärteten und fertigen Platte verbunden zu werden.

Es hat sich herausgestellt, daß in die Polyester-Schichten 2 und 6 Feuchtigkeit eintritt, wenn sie dicker als 80 &mgr;m sind. Wenn sie eine Dicke von 80 &mgr;m oder weniger haben, wirkt ihre Verschiedenartigkeit, obgleich sie aus dem gleichen Grundmaterial sind, als Feuchtigkeitsbarriere, die einen durch Kapillarwirkung hervorgerufenen Eintritt von Feuchtigkeit Widerstand entgegensetzt.

Die Aluminiumfolie 7 wirkt als Feuchtigkeitsbarriere, aber selbst wenn sie weggelassen wird, sind die molekularen Eigenschaften der Polyesterfarben ausreichend verschieden, um eine wirkungsvolle Barriere zwischen den zwei Polyesterpulverschichten 2 und 6 unter Verbesserung der Wasserwiderstandsfähigkeit bereitzustellen.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Herstellung einer Platte mit einer transparenten bzw. transluzenten Abdeckung (1), bei dem die Rückseite (4) einer auf die Abdeckung (1) aufgebrachten transparenten Schicht (2) aus hitzehärtbarem Material mit einer oder mehreren Abbildungen (5) bedruckt ist und der Druck mit einer zweiten Schicht (6) aus hitzehärtbarem Material abgedeckt sind,

    dadurch gekennzeichnet, dass die transparente Schicht (2) in Form einer Polyesterpulverlage niedergebracht wird, die zum Verschmelzen des Pulvers nur so weit erhitzt wird, dass die Schicht nicht vollständig aushärtet; dass die Abbildung (en) (5) auf die Rückseite (4) der teilgehärteten transparenten Schicht (2) aufgedruckt werden; dass Polyesterpulver zur Ausbildung der zweiten Schicht (6) auf dem Druck auf der Rückseite (4) der teilgehärteten transparenten Schicht (2) aufgebracht wird und dass Hitze beaufschlagt wird, um dieses Pulver aufzuschmelzen und gleichzeitig so auszuhärten, dass am Ende der Aushärtung der transparenten Schicht (2) die beiden Schichten (2, 6) miteinander verbunden sind.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die teilgehärtete transparente Schicht (2) vor dem Bedrucken im Wesentlichen bis auf lediglich 70% ihres voll ausgehärteten Zustands gehärtet wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Pulvermaterial für die zweite Schicht (2) Farbmittel enthält.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Druck im Halbton- oder Zeilendruck erfolgt.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Druck mittels einer Farbe mit ultraviolett- und wärmetrocknenden Eigenschaften erfolgt und UV-Licht aufgebracht wird, um die eine oder mehreren Druckabbildung en) (5) vor dem Niederbringen des Polyesterpulvers für die zweite Schicht (6) zu härten.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei die eine oder mehreren Druckabbildung(en) (5) durch aufeinanderfolgende Schritte eines Farbauszugdruckverfahrens hergestellt werden und das UV-Licht nach jedem Verfahrensschritt zum Härten der in diesem Schritt aufgebrachten Farbe aufgebracht wird.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei eine Metallfolie (7) in Kontakt mit der Rückseite des Pulvers für die zweite Schicht (6) gebracht wird, während sich das Pulver im Schmelzzustand befindet, so dass die Folie (7) mit der gehärteten zweiten Schicht (6) verklebt wird.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die transparente Schicht (2) eine Dicke von höchstens 80 &mgr;m aufweist.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die zweite Schicht (6) eine Dicke von höchstens 80 &mgr;m aufweist.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei das gleiche Polyester für das Pulver für die zweite Schicht (6) verwendet wird wie es für die transparente Schicht (2) verwendet wird.
  11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Abdeckung (1) aus Glas besteht.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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