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Dokumentenidentifikation DE202004000225U1 22.04.2004
Titel Taschenlampe
Anmelder Zweibrüder Optoelectronics GmbH, 42699 Solingen, DE
Vertreter Vomberg, F., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 42653 Solingen
DE-Aktenzeichen 202004000225
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 22.04.2004
Registration date 18.03.2004
Application date from patent application 08.01.2004
IPC-Hauptklasse F21L 4/02
IPC-Nebenklasse F21V 23/04   
IPC additional class // F21Y 101:02  

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine stabförmige Taschenlampe mit einem zumindest im wesentlichen zylinderförmigen Gehäuse und mit einer Leuchtdiode als Lichtquelle, die über einen am Gehäuse angeordneten Schalter ein- und ausschaltbar ist und deren Licht durch eine Lichtaustrittsöffnung im Gehäuse abgestrahlt wird.

Die Vorteile von Taschenlampen, die mit einer Leuchtdiode anstelle einer Glühbirne ausgestattet sind, liegen insbesondere im geringeren Stromverbrauch als auch in einer wesentlich längeren Standzeit der Leuchtdiode. Die geringe Baugröße einer Leuchtdiode in Verbindung mit Kleinstbatterien hat auch dazu geführt, dass Taschenlampen in miniaturisierter Bauweise hergestellt werden können. Die Größe der Taschenlampe wird im wesentlichen durch das für die Batterien benötigte Batterieschubfach sowie die auf einer Platine befestigte Diode bestimmt.

Sämtliche nach dem Stand der Technik bekannten stabförmigen Taschenlampen besitzen an der vorderen Stirnseite eine Lichtaustrittsöffnung, so dass die Achse des abgestrahlten Lichtkegels deckungsgleich mit der Taschenlampenlängsachse ist.

Es sind auch bereits Lampen bekannt, die einen flexibel ausrichtbaren Arm besitzen, an dessen Ende der Lampenkopf befestigt ist. Solche Lampen ermöglichen in Verbindung mit einem am Lampengehäuse befestigten Clip unabhängig von der Lampengehäusebefestigung eine Ausrichtung des Lampenkopfes.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine alternative Taschenlampenkonstruktion zu schaffen, mit der eine andersgerichtete Abstrahlung des Lichtes als in längsaxialer Richtung möglich ist.

Diese Aufgabe wird durch die Taschenlampe nach Anspruch 1 gelöst. Erfindungsgemäß ist die Lichtaustrittsöffnung im Zylindermantel des Gehäuses angeordnet, so dass das Licht radial abgestrahlt wird. Insbesondere mit einem an dem im wesentlichen zylinderförmigen Gehäuse befestigten Clip, der vorzugsweise ausrichtbar ist, ergibt sich hierdurch die Möglichkeit, dass die Lampe an einem Gürtel, Revers, Hemd- oder Hosentasche aufgesteckt werden kann, so dass bei eingeschalteter Taschenlampe eine Lichtabstrahlung vertikal zur Lampengehäuselängsachse und damit vertikal zum Anbringungsort der Taschenlampe mittels des Clips erfolgt. Solche Vorteile sind insbesondere in der Dunkelheit für Fußgänger, Jogger oder auch Radfahrer, die mit einem unbeleuchteten Fahrrad, z.B. einem Mountainbike unterwegs sind, nutzbar. Auf diese Weise können Beleuchtungen am Körper getragen werden, so dass die hilfsweise Montage einer Behelfslampe am Sattel oder an der Fahrradgabel entfällt. Darüber hinaus ist eine solche Taschenlampe nicht nur als passive Sicherheitseinrichtung für Verkehrsteilnehmer nutzbar, sondern auch in der üblichen Taschenlampenfunktion, nämlich zum Ausleuchten von Wegen, unbeleuchteten Flächen wie Türklingeln, Türschlösser oder ähnlichem.

Nach einer weiteren vorzugsweisen Ausgestaltung ist der Ein-/Ausschalter an der Stirnseite des Gehäuses befestigt, was in Verbindung mit einem Clip den Vorteil schafft, dass die Lampe auch in einem an einem Kleidungsstück aufgesteckten Zustand ohne weiteres betätigbar ist. Auch verhindert eine solche Schalteranordnung ein versehentliches Betätigen durch unbeabsichtigte Druckeinwirkung auf die Zylindermanteifiäche.

Nach einer weiteren vorzugsweisen Ausgestaltung ist die LED in einem Hohlreflektor angeordnet, womit die gerichtete Strahlungsleistung erhöht werden kann, da ein Verlust des ursprünglich nicht in die gewünschte Richtung abgestrahlten Lichtes durch Reflektionen vermieden wird.

Vorzugsweise wird eine LED mit rotem Lichtemissionsspektrum verwendet, die im Verkehr eine passive Sicherheit schafft.

Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist es auch möglich, die Taschenlampe mit mehreren Leuchtdioden auszustatten, von denen jede durch eine im Zylindermantel angeordnete Lichtaustrittsöffnung in radialer Richtung bzw. vertikal zur Längsrichtung des stabförmigen Gehäuses Licht abstrahlt. Bei einer solchen Ausführungsform kann beispielsweise eine weißes Licht abstrahlende Diode sowie eine rotes Licht abstrahlende andere Diode verwendet werden, die alternativ (z.B. über einen Wechselschalter) schaltbar sind, so dass wahlweise rotes oder weißes Licht ausgesandt werden kann, was insbesondere für Verkehrsteilnehmer erhebliche Gebrauchsvorteile der Lampe schafft.

Ein Ausführungsbeispiel der Lampe ist in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigen 1 und 2 jeweils unterschiedliche Querschnittsansichten einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Taschenlampe.

Die dargestellte Taschenlampe besteht aus einem zylinderförmigen Gehäuse mit einem Batterieschubfach, in dem eine Batterie 11 oder eine Batteriegruppe angeordnet ist bzw. sind, die in üblicher Weise über entsprechende Federkontakte 12, 13 den Stromkreis öffnen oder schließen lassen. Teil des im Prinzip nach dem Stand der Technik bekannten Schaltkreises ist eine Leuchtdiode 14, die von einem Hohlreflektor 15 umgeben und auf einer Platine 16 mit einem integrierten Schaltkreis angeordnet ist. Zur Ein-/Ausschaltung der Leuchtdiode 14 ist ein Schalter 17 vorgesehen, der über einen Schaltknopf 18 betätigt wird. Vorzugsweise und nur in 2 angedeutet ist ein Clip längsaxial und über die Zylindermantelfläche drehbar befestigt, mit dem die Taschenlampe beispielsweise an einer Hosen- oder Hemdtasche befestigt werden kann.

Die Leuchtdiode 14 ist derart in der Taschenlampe angeordnet, dass deren Licht senkrecht zur Taschenlampenlängsachse 20 in radialer Richtung über die Lichtaustrittsöffnung 21 abgestrahlt wird. Demgemäß ist auch die Diodenlängsachse 22 vertikal zur genannten Taschenlampenlängsachse 20 ausgerichtet. Bei Verwendung einer Diode mit einem „roten Emissionsspektrum" kann die Taschenlampe insbesondere im Straßenverkehr als beleuchteter Rückstrahler verwendet werden. Hierbei können auch solche Schaltkreise in der Lampe vorgesehen sein, die eine kontinuierliche oder intermittierende Lichtstrahlung ermöglichen. Nach einer weiteren, nicht dargestellten Ausführungsform ist es auch möglich, in der Lampe zwei oder mehr Leuchtdioden anzuordnen, beispielsweise in der Weise, dass zwei Leuchtdioden vorgesehen sind, die in diametral entgegengesetzter Richtung radial Licht abstrahlen. Hierbei können auch Leuchtdioden mit unterschiedlichen Emissionsspektren, insbesondere rotem und weißem Licht, verwendet werden.


Anspruch[de]
  1. Stabförmige Taschenlampe mit einem zumindest im wesentlichen zylinderförmigen Gehäuse (10) und mit einer Leuchtdiode (14) als Lichtquelle, die über einen am Gehäuse (10) angeordneten Schalter (18) ein- und ausschaltbar ist und deren Licht durch eine Lichtaustrittsöffnung im Gehäuse abgestrahlt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtaustrittsöffnung (21) im Zylindermantel des Gehäuses (10) angeordnet ist, so dass das Licht radial abgestrahlt wird.
  2. Taschenlampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Lampengehäuse (10) ein Clip (19) befestigt ist.
  3. Taschenlampe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (18) an einer Stirnseite des Gehäuses befestigt ist.
  4. Taschenlampe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtdiode (14) in einem Hohlreflektor (15) angeordnet ist.
  5. Taschenlampe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Leuchtdiode (14) mit einem roten Lichtemissionsspektrum verwendet wird.
  6. Taschenlampe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Leuchtdioden, deren Licht radial abgestrahlt wird, vorgesehen sind.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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