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Dokumentenidentifikation DE202004000246U1 22.04.2004
Titel Rollgabelschlüssel
Anmelder Hsien, Chih-Ching, Feng Yuan, Taichung, TW
Vertreter PAe Reinhard, Skuhra, Weise & Partner GbR, 80801 München
DE-Aktenzeichen 202004000246
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 22.04.2004
Registration date 18.03.2004
Application date from patent application 09.01.2004
IPC-Hauptklasse B25B 13/14
IPC-Nebenklasse B25B 13/46   

Beschreibung[de]
Stand der Technik

Der Schraubenschlüssel ist das breitest verwendete Handwerkzeug und dient zum Drehen von Schrauben und Muttern. Der Rollgabelschlüssel ist durch ein verstellbares Maul gekennzeichnet und gestattet somit eine Anpassung an die Größe der Schrauben und Muttern. Der Rollgabelschlüssel weist üblicherweise eine bewegliche und feststehende Backe, deren Innenseiten parallel zueinander verlaufen. Dieser Rollgabelschlüssel kann zwar eine Sechskantschraube reibungslos drehen, ist jedoch nicht für eine verschlissene Schraube geeignet.

Ein Gabelschlüssel, dessen Backen an der Innenseite jeweils mit konvexer oder konkaver Fläche versehen sind, um die Klemmkraft zu erhöhen, ist bekannt.

Ein Rollgabelschlüssel, der Mittel zur Erhöhung der Klemmkraft verwendet, liegt bislang nicht vor.

Aufgabe der Erfindung

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Rollgabelschlüssel zu schaffen, der eine normale und verschlissene Schraube in zwei Richtungen drehen kann und die Größe der Schraube messen kann.

Diese Aufgabe wird durch den erfindungsgemäßen Rollgabelschlüssel gelöst, der aus einem Handgriff und einer Antriebseinheit besteht, wobei die Antriebseinheit eine bewegliche Backe und eine feststehende Backe umfaßt, die ein Maul bilden, dessen Breite von innen nach außen vergrößert wird, wobei die bewegliche Backe an der Innenseite eine Verwölbung aufweist und die feststehende Backe an der Innenseite einen abgerundeten Zahn und darunter eine konvexe Fläche bildet, wobei der abgerundete Zahn, die Verwölbung und die Unterseite des Mauls jeweils mit einer Skale versehen sind, um die Größe der Schraube zu messen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

1 zeigt einen Grundriß der Erfindung,

2 zeigt eine perspektivische Darstellung der Erfindung,

3 zeigt eine Darstellung der Erfindung beim Einsatz für eine normale Schraube,

4 zeigt eine Darstellung der Erfindung, wobei die Schraube gegen den Uhrzeigersinn gedreht,

5 zeigt eine Darstellung der Erfindung, wobei die Schraube im Uhrzeigersinn gedreht wird,

6 bis 8 zeigen die Darstellungen der Erfindung beim Einsatz für Schrauben unterschiedlicher Größe,

9 zeigt eine Darstellung der Erfindung beim Einsatz für eine verschlissene Schraube,

10 zeigt das zweite Ausführungsbeispiel der Erfindung,

11 zeigt das dritte Ausführungsbeispiel der Erfindung.

Wege zur Ausführung der Erfindung

Bezugnehmend auf 1 bis 3 besteht die erfindungsgemäße Rollgabelschlüssel (10) im wesentlichen aus einem Handgriff (20) und einer Antriebseinheit (30). Die Antriebseinheit (30) umfaßt eine bewegliche Backe (31) und eine feststehende Backe (32), die ein Maul (33) bilden. Die Breite des Mauls (33) wird von innen nach außen vergrößert. Die bewegliche Backe (31) weist an der Innenseite eine verwölbte Bogenfläche (311) auf. Die feststehende Backe (32) bildet an der Innenseite einen abgerundeten Zahn (321) und darunter eine konvexe Fläche (322). Der abgerundete Zahn (321), die verwölbte Bogenfläche (311) und die Unterseite des Mauls ist jeweils mit einer Skale (34) versehen. Die Lage der verwölbten Bogenfläche (311) der beweglichen Backe (31) ist je nach der Länge der beweglichen Backe (31) unterschiedlich. D.h. wenn die bewegliche Backe länger ist, befindet sich die verwölbte Bogenfläche (311) etwa in der Mitte der beweglichen Backe, und wenn die bewegliche Backe kürzer ist, wird die verwölbte Bogenfläche (311) nach außen gerückt.

Beim Einsatz der Erfindung wird die Schraube von der Antriebseinheit (30) des Rollgabelschlüssels (10) umschloßen, wie in 4 und 5 dargestellt ist. Wenn der Rollgabelschlüssel gegen den Uhrzeigersinn gedreht wird, wie in 4 dargestellt ist, wird die Sechskantschraube (40) gedreht. Dabei stoßen zwei Ecken der Sechskantschraube (40) gegen die konvexe Fläche (322) und die verwölbte Bogenfläche (311) und liegt der abgerundete Zahn (321) an einer Kante der Sechskantschraube (40) an, wodurch eine Dreipunktauflage für die Sechskantschraube (40) erreicht wird. Wenn der Rollgabelschlüssel im Uhrzeigersinn gedreht wird, wie in 5 dargestellt ist, tritt die Sechskantschraube (40) zwar in eine andere Stellung ein, kann aber auch gedreht werden. Dabei liegen der abgerundete Zahn (321) und die verwölbte Bogenfläche (311) an zwei gegenüberliegenden Kanten der Sechskantschraube (40) an.

Wie aus 6 bis 8 ersichtlich ist, können die Skalen (34) an der beweglichen Backe, der feststehenden Backe und der Unterseite des Mauls zur Messung der Größe der Schraube verwendet werden. In 6 liegt eine größere Schraube vor, die den vierten Strich der Skalen (34) erreicht.

In 7 und 8 liegen zwei kleinere Schrauben vor, die die anderen Striche der Skalen (34) erreichen.

Zum Drehen einer Schraube wird zunächst die bewegliche Backe verschoben, um die Schraube zu umschließen. Danach können die bewegliche und feststehende Backe in drei Punkten, nämlich an der Stelle des abgerundeten Zahnes (321), der konvexen Fläche (322) und der verwölbten Bogenfläche (311), die Schraube (40) festklemmen.

In 9 wird die Erfindung auf eine verschlissene Schraube verwendet, wobei die bewegliche und feststehende Backe an der Stelle des abgerundeten Zahnes (321), der konvexen Fläche (322) und der verwölbten Bogenfläche (311) die verschlissene Schraube festklemmen, wodurch eine Dreipunktauflage erreicht wird. Diese Dreipunktauflage wird nicht von dem Maß des Verschleißes der Schraube beeinflußt.

Wegen der Zusammenwirkung der verwölbten Bogenfläche (311), des abgerundeten Zahnes (321) und der konvexen Fläche (322) kann eine normale oder verschlissene Schraube sowohl im Uhrzeigersinn als auch gegen den Uhrzeigersinn gedreht werden.

Ferner kann die verwölbte Bogenfläche (311) der beweglichen Backe mit kleinen Zähnen versehen sein, um die Klemmkraft zu erhöhen.

In 10 ist das zweite Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt, bei dem die bewegliche Backe an der Innenseite eine erhöhte Planfläche (312) besitzt.

In 11 ist das dritte Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt, bei dem die bewegliche Backe an der Innenseite eine Verzahnung (313) besitzt.

Die vorstehende Beschreibung stellt nur die bevorzugten Ausführungsbeispiele der Erfindung dar und soll nicht als Definition der Grenzen und des Bereiches der Erfindung dienen. Alle gleichwertige Änderungen und Modifikationen gehören zum Schutzbereich dieser Erfindung.


Anspruch[de]
  1. Rollgabelschlüssel, der im wesentlichen aus einem Handgriff (20) und einer Antriebseinheit (30) besteht, wobei die Antriebseinheit (30) eine bewegliche Backe (31) und eine feststehende Backe (32) umfaßt, die ein Maul (33) bilden, dessen Breite von innen nach außen vergrößert wird, wobei die bewegliche Backe (31) an der Innenseite eine Verwölbung (311) aufweist und die feststehende Backe (32) an der Innenseite einen abgerundeten Zahn (321) und darunter eine konvexe Fläche (322) bildet, wobei der abgerundete Zahn (321), die Verwölbung (311) und die Unterseite des Mauls jeweils mit einer Skale (34) versehen ist, um die Größe der Schraube zu messen.
  2. Rollgabelschlüssel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verwölbung (311) eine Bogenfläche ist.
  3. Rollgabelschlüssel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bogenfläche mit kleinen Zähnen versehen ist.
  4. Rollgabelschlüssel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verwölbung (311) durch eine erhöhte Planfläche (312) ersetzt wird.
  5. Rollgabelschlüssel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die erhöhte Planfläche (312) durch eine Verzahnung (313) ersetzt wird.
Es folgen 7 Blatt Zeichnungen






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