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Dokumentenidentifikation DE69909053T2 06.05.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0001051303
Titel AMPHIBISCHE WOHNWAGEN
Anmelder Dolhay, Balázs, Budapest, HU
Erfinder Dolhay, Balázs, 1037 Budapest, HU
Vertreter Uexküll & Stolberg, 22607 Hamburg
DE-Aktenzeichen 69909053
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 25.01.1999
EP-Aktenzeichen 999010713
WO-Anmeldetag 25.01.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/HU99/00006
WO-Veröffentlichungsnummer 0099037493
WO-Veröffentlichungsdatum 29.07.1999
EP-Offenlegungsdatum 15.11.2000
EP date of grant 25.06.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.05.2004
IPC-Hauptklasse B60F 3/00
IPC-Nebenklasse B63H 21/175   

Beschreibung[de]
Technisches Fachgebiet

Gegenstand der Erfindung ist ein Amphibiencaravan gemäß den Merkmalen des Oberbegriffs des unabhängigen Anspruchs 1. Der erfindungsgemäße Caravan weist ein schwimmendes Chassis mit Rädern und mit mindestens einer Kabine mit einem Teil zum Wohnen auf. Der Caravan weist weiterhin ein Fahrzeugdeck auf, das ein ziehendes Fahrzeug aufnimmt. Das Chassis weist ein Vortriebsmittel auf, das zur Bewegung im Wasser geeignet ist.

Stand der Technik

Aus der Patentliteratur sind mehrere Lösungen bekannt, die sich auf Amphibiencaravans des vorher beschriebenen Typs beziehen. Unter anderem offenbart FR 2 645 498 A1 einen Amphibiencaravan, der durch Schwimmpontons ergänzt werden kann. Diese Pontons sind dazu ausgestaltet, das ziehende Fahrzeug zu tragen. Das ziehende Fahrzeug dient gleichzeitig als Quelle der Antriebsenergie der gesamten schwimmenden Einheit. Die Antriebsenergie des ziehenden Fahrzeugs wird durch einen Förderbandmechanismus zu den Schaufelrädern übertragen. Ein Nachteil dieser bekannten Lösung ist der, dass der wasserdichte Körper des schwimmenden Chassis von den Pontons getrennt ist, die das Fahrzeug tragen. Dadurch kann die Antriebsenergie des Fahrzeugmotors nicht zu dem hinteren Teil des Chassis übertragen werden oder sie kann lediglich über einen komplizierten Mechanismus übertragen werden, wobei die Antriebseinrichtung wirksam ausgeführt sein könnte, zum Beispiel durch eine Schiffsschraube. Dafür muß das sehr uneffektive Schaufelrad benutzt werden.

Eine große Anzahl bekannter Lösungen widmet sich Amphibiencaravans mit Eigenvortrieb, d. h. Caravans ohne ein ziehendes Fahrzeug. Solche Lösungen sind in den Dokumenten EP 0 085 384 A2, DE-OS 2 238 786 und DE 30 49 833 A1 offenbart. Diese bekannten Lösungen versuchen einen relativ kleinen rollenden Caravan, der auf dem trockenen Land relativ wenig Platz einnimmt, auf dem Wasser zu vergrößern, indem er auseinander geklappt wird und mehr Platz bietet. In dieser Hinsicht ist zu bemerken, dass ein in einen Caravan eingebauter unabhängiger Motor ziemlich kostspielig ist. Die bekannten Caravans mit Eigenantrieb (motorisiertes Haus, Wohnmobil) tendieren dazu, das Doppelte zu kosten, wie ein herkömmlicher Caravan (Wohnwagen) mit gleicher Größe und Ausrüstung. Diese zusätzlichen Kosten amortisieren sich sehr langsam oder überhaupt nicht, weil ein Caravan normalerweise nicht soviel genutzt wird, dass die relativ geringen Einsparungen durch Verzicht auf ein ziehendes Kraftfahrzeug die zusätzlichen Kosten für einen permanenten Motor und die in dem Caravan dafür erforderlichen Bauteile rechtfertigen.

Wenn der Amphibiencaravan keine unabhängige Vortriebseinrichtung aufweist, ist das ziehende Fahrzeug auf alle Fälle erforderlich. Die bekannten Caravans mit der "Klapp"-Vergrößerung erlauben jedoch nicht den Wassertransport des ziehenden Fahrzeugs und gleichzeitig finden diese auseinanderklappbaren Caravans an Land nur begrenzte Anwendung. Daher muss der Caravan entweder zu dem ziehenden Fahrzeug zurückkehren oder es muss ein anderes ziehendes Fahrzeug gefunden werden, wenn der Caravan nicht zu seinem ursprünglichen Startpunkt zurückkehrt. In jedem Fall ist die Bewegungsfreiheit des Benutzers eingeschränkt. Daneben sind diese bekannten Amphibiencaravans relativ sperrig, groß und auch schwer. Oft sind diese Caravans so groß, dass nur sehr leistungsstarke ziehende Fahrzeuge für ihren Transport an Land verwendet werden können.

Allgemein ist ein gemeinsamer Nachteil dieser bekannten Lösungen der, dass das schwimmende Chassis der Caravans für durchschnittliche Fahrer mit einem Durchschnitts-Kraftfahrzeug nicht klein genug ist, um es zu ziehen. Wenn der Caravan mit einem schwimmenden Chassis so klein ist, dass er bequem gezogen werden kann, ist auf dem Deck nicht genug Platz für das ziehende Fahrzeug.

Das Dokument DE-OS 1 926 726 beinhaltet ein schwimmendes Fahrzeug mit einem schwimmenden Chassis und einem Deck zum Aufnehmen des ziehenden Fahrzeugs. Das schwimmende Chassis wird durch das Fahrzeug auf dem Deck über einen geeigneten Getriebemechanismus angetrieben. Das schwimmende Chassis ist weiterhin mit Raupenketten für die Bewegung an Land versehen, die ebenfalls durch das ziehende Fahrzeug auf dem Deck angetrieben werden, d. h. das schwimmende Chassis hat keinen eigenen Motor. Die Beschreibung bezieht sich auf einen überdachten Raum auf dem Deck, der zum Wohnen geeignet ist, enthält jedoch keine Einzelheiten hinsichtlich der Struktur dieses Wohnraums. Somit betrifft diese Offenbarung keinen Amphibiencaravan, der einen bequemen Wohnraum bereitstellen würde, gleichzeitig aber klein genug ist, um an Land bequem transportierbar zu sein und gleichzeitig groß genug ist, um in der Lage zu sein, sein eigenes ziehendes Fahrzeug auf dem Wasser zu transportieren.

WO-97/04973 offenbart einen Amphibiencaravan gemäß den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1.

Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Amphibiencaravan mit einem einfachen mechanischen Aufbau zur Verfügung zu stellen, der einerseits in der Lage ist, sein eigenes ziehendes Fahrzeug auf dem Wasser zu transportieren und der andererseits eine ausreichend große und bequeme Wohnzelle aufweist und dessen rollendes Chassis ausreichend klein ist, so dass es auf der Straße bequem durch einen Durchschnittskraftwagen der Mittelklasse gezogen werden kann. Eine weitere Aufgabe ist, einen ziehbaren Amphibiencaravan zur Verfügung zu stellen, der für verschiedene Arten von ziehenden Fahrzeugen (Vorder- oder Hinterradantrieb, Front- oder Heckmotor) gut ausbalanciert ist und es dem ziehenden Fahrzeug immer erlaubt in Richtung auf den Bug des schwimmenden Chassis zu schauen. Eine weitere Aufgabe ist, einen Amphibiencaravan zur Verfügung zu stellen, der im Wasser und an Land ausreichend stabil ist, beim Ziehen gute Straßeneigenschaften hat, einfach im Aufbau ist und der keine speziellen Materialien oder spezielle technische Lösungen erforderlich macht. Insbesondere ist danach getrachtet worden, das rollende und schwimmende Chassis des Caravans in einer festen, unitären Struktur bereitzustellen. Das erlaubt einen stabilen Aufbau und das wasserdichte Abdichten des schwimmenden Chassis, das grundlegend als ein Schiffskörper im Wasser funktioniert, ebenfalls viel leichter zu realisieren. Ferner wurde versucht, einen Caravan zu schaffen, der im Allgemeinen bequem zu handhaben ist.

Zusammenfassung der Erfindung

Gemäß der Erfindung werden die vorher angeführten Ziele mit einem Amphibiencaravan erreicht, der ein schwimmendes Chassis und mindestens eine Kabine mit einem Teil zum Wohnen und ferner ein Fahrzeugdeck, das ein ziehendes Fahrzeug aufnimmt, umfasst, wobei das Fahrzeugdeck benachbart zu der Kabine angeordnet ist, und ferner ein Vortriebsmittel aufweist, das zur Bewegung im Wasser geeignet ist, insbesondere eine Schiffsschraube. Gemäß der Erfindung ist mindestens eine Kabine parallel zu der Längsachse des Chassis bewegbar, so das die Länge des Decks, welches das Fahrzeug aufnimmt, variabel ist. Bei dieser Lösung ist gesichert, dass der Caravan an Land eine relativ kurze, kompakte Einheit darstellt, er jedoch auf dem Wasser "gestreckt" wird und Platz auf dem Deck für das ziehende Fahrzeug zur Verfügung stellt. Weil die Kabine mit dem Teil zum wohnen eine Einheit mit einem Gewicht darstellt, die mit dem Gewicht des ziehenden Fahrzeugs vereinbar ist und sie in Bezug auf das Chassis bewegbar ist, kann gleichzeitig eine optimale Balance des Chassis erreicht werden. Diese optimale Balance wird durch geringfügiges Verlagern der Kabine erreicht und im Ergebnis dessen schwimmt die gesamte schwimmende Einheit in einer horizontalen Position und das auch mit Kraftfahrzeugen verschiedener Größe und mit verschiedenem Gewicht. Wenn die Kabine sich in einer feststehenden Position hinten auf dem Chassis befinden würde, wie es bei den bekannten Lösungen der Fall ist, müsste die Balance mit anderen Methoden hergestellt werden, wie zum Beispiel durch Ballastwasser oder Ähnliches. Das würde eine zusätzliche, komplizierte und teure mechanische Vorrichtung in dem Chassis erfordern. Dagegen erfordert der erfindungsgemäße Caravan keine komplizierten Strukturelemente. Insbesondere muss das schwimmende Chassis nicht aus Einzelteilen zusammengesetzt werden, wodurch Abdichtungsprobleme eliminiert werden. Das schwimmende Chassis kann als eine einzige Einheit hergestellt werden, die mit den bekannten Herstellungsverfahren ausreichend steif und fest ausgestaltet werden kann. Auch die Einheit, welche den Wohnbereich enthält, braucht nicht zerlegt werden, so dass die Wohnquartiere des Benutzers während des Zuwasserlassens oder während des Anlandens nicht störend betroffen sind. Dadurch kann der ursprüngliche Zweck des Caravans, nämlich Ruhe und Erholung für die Benutzer, ungestört erreicht werden. Es muss betont werden, dass das Versetzen der Kabine in Längsrichtung nicht nur dazu dient, den Platz auf dem Deck zu vergrößern, sondern auch dazu, ein Gegengewicht darzustellen, um die optimale Balance der gesamten schwimmenden Einheit auf dem Wasser herzustellen. Das ist besonders bei modernen Kraftfahrzeugen mit Vorderradantrieb vorteilhaft, bei denen sich der Motor normalerweise vorn befindet. Im Ergebnis dessen befindet sich auch der Massenmittelpunkt des Kraftfahrzeugs auch näher an der Vorderseite, wodurch die Balance des Chassis negativ beeinflusst wird, wenn das ziehende Kraftfahrzeug auf dem Deck angeordnet ist. Die Kraftfahrzeuge müssen vor der Kabine und mit der Vorderseite in Richtung zu dem Bug angeordnet sein, wenn der Amphibiencaravan von dem Kraftfahrzeug angetrieben wird. Dieser negative Effekt kann gut, praktisch vollkommen, kompensiert werden, indem die Kabine zurückgeschoben wird. Dadurch können alle Kraftfahrzeugtypen vor der Kabine, mit der Vorderseite zum Bug zeigend angeordnet werden und der Amphibiencaravan kann zweckdienlich und sicher von dem Sitz des Kraftfahrzeugs aus gefahren werden. Bei einer bevorzugten Ausführung ist der Caravan der Erfindung mit einen Antriebsmechanismus ausgerüstet, der mit dem Unterwagen des ziehenden Fahrzeugs zusammenwirkt, um die Antriebsenergie des Motors des ziehenden Fahrzeugs auszunutzen. Bei dieser Lösung ist kein unabhängiger Motor in dem Caravan erforderlich und es werden Kosten und Gewicht gespart. Vorteilhafterweise kann der Antriebsmechanismus entlang der Längsachse des Chassis verschoben werden und ist somit an die Größe und die Antriebsart des antreibenden Fahrzeugs anpassbar. Auf diese Weise kann das ziehende Fahrzeug hinsichtlich der Balance und des Massenzentrums der schwimmenden Einheit als gut bezeichnet werden. Daher kann das ziehende Fahrzeug immer in einer nach vorn zeigenden Position auf dem schwimmenden Chassis angeordnet werden. Das erleichtert den Betrieb des Motors, die Veränderung der Drehzahl usw. und die Verwendung anderer Navigations- und Komfortausrüstung, die in dem ziehenden Fahrzeug installiert ist. Die komplette schwimmende Einheit kann von dem Sitz des Fahrers des Kraftfahrzeuges aus gefahren werden. Sogar das Steuern der schwimmenden Einheit kann mit dem Lenkrad des Kraftfahrzeugs erfolgen.

Es ist jedoch auch möglich, einen separaten Motor in dem Chassis vorzusehen. In diesem Fall kommt ein Elektromotor mit relativ geringer Leistung in Frage, der durch Akkumulatoren und/oder Solarzellen angetrieben wird. Benzin- oder Gas-Verbrennungsmotoren können ebenfalls zur Anwendung kommen. Diese Motoren können dabei hilfreich sein, den Hafen zu erreichen, selbst wenn das sich auf dem Deck befindliche Fahrzeug unbrauchbar ist oder wenn sich das ziehende Fahrzeug nicht an Bord befindet. Ein kleiner Elektromotor ist zum Beispiel leicht in dem Chassis zu installieren und das kompliziertere und weniger effektive mechanische Getriebe zwischen dem Kraftfahrzeug und der Vortriebseinrichtung kann entfallen.

In einer besonders vorteilhaften Ausführung weist das Chassis einen ziehenden Mechanismus auf, der sich von dem Chassis erstreckt, und die Kabine ist entlang einem Schienensystem bewegbar, welches den ziehenden Mechanismus trägt. Das Schienensystem weist eine stabile Abstützung für die Kabine in der versetzten Position auf und erleichtert das bequeme Versetzen und die Wiederanordnung der Kabine selbst. Vorzugsweise wird die Kabine mit selbstjustierenden Rollenpaaren entlang dem Schienensystem geführt. Diese Lösung sichert eine spiel- und spannungsfreie stabile Verbindung zwischen der Kabine und dem Führungsschienensystem. Die Verspannungskraft ist dem Gewicht der Kabine proportional. In einer besonders vorteilhaften Ausführung ist die versetzte Kabine flexibel und einstellbar auf dem Zug-Dreieckslenker abgestützt, z. B. durch das hochgeschwenkte Stützrad. Das Kippen der Kabine wird durch Ketten verhindert, die am Boden der Kabine und am Zug-Dreieckelenker befestigt sind.

In einer weiteren bevorzugten Ausführung weist das Deck seitlich ausfahrbare Ausleger auf. Das stellt ein zweckmäßiges Laufdeck an beiden Seiten des Fahrzeugs zur Verfügung und erhöht die Seitenwände des schwimmenden Chassis, wodurch seine Sicherheit erhöht wird. Dieselben entfernbaren Ausleger können für die Anbordnahme des ziehenden Fahrzeugs verwendet werden oder sie erleichtern das Anlanden oder Zuwasserbringen des Amphibiencaravans auf sumpfigem, moorigem Untergrund oder am Strand.

Obwohl die Kabine durch menschliche Kraft bewegt werden kann, kann es vorteilhaft sein, ein hydraulisches oder durch Federwirkung betätigbares Zylinder-Kolben-Paar zur Erleichterung der Bewegung der Kabine vorzusehen. Alternativ kann die Kabine durch einen elektrischen Zusatzmotor bewegt werden. wahlweise sind die Räder des Chassis zumindest teilweise in das Chassis zurückziehbar. Die hydrodynamischen Parameter können auf diese Weise wesentlich verbessert werden. Alternativ können die Räder des Chassis für die Fahrt im Wasser demontiert werden.

Eine weitere bevorzugte Ausführung des Caravans weist ein zurückziehbares und ausfahrbares Stützrad zum leichteren an Land fahren und/oder ins Wasser bringen des Caravans auf. Eine weitere Möglichkeit ist das Vorsehen eines stabilisierenden Stützbeins für das Stabilisieren des Caravans an Land, vorzugweise auf der Decksseite des Chassis. Das Stützrad kann als Reserverad des Kraftfahrzeugs oder des schwimmenden Chassis dienen. Die Aufgabe des Stützrades ist, das Gewicht des ziehenden Fahrzeugs während des Rollens (oder Ziehens) auf das Deck des Amphibiencaravans zu tragen und um auf weichen, sumpfigen Böden einen Teil des Gewichts aufzunehmen sowie das an Land fahren und ins Wasser bringen der kompletten schwimmenden Einheit zu erleichtern. Diese Stützräder können auch dazu dienen, das Chassis gegen Stöße und Kollisionen von vorn oder von der Seite zu schützen.

Es ist weiterhin bevorzugt, die Schiffsschraube und das Ruder in dem schwimmenden Körper in einem geschützten und umschlossenen Wasserkanal anzuordnen. Dadurch sind die empfindlichen Teile während des Ziehens, Anlandens oder Zuwasserbringens oder während der Bewegung im Wasser leichter zu schützen.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Eine Ausführung der Erfindung wird nun lediglich in Form eines Beispiels unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, die zeigen in

1a bis b schematische Ansichten des Amphibiencaravans der Erfindung, zusammen mit dem ziehenden Landfahrzeug an Land und im Wasser,

2a bis b weitere Einzelheiten des Amphibiencaravans gemäß 1a bis b, dargestellt als Querschnitt entlang der Linie A-A in 1a,

3a bis b eine andere modifizierte Einzelheit des Amphibiencaravans der Erfindung, speziell das Positionieren des Zylinder-Kolben-Paars für das Erleichtern der Kabinenbewegung, dargestellt in der vorderen und hinteren Position der Kabine,

4 die Struktur der selbstjustierenden Rollenpaare zum Abstützen der Kabine,

5 die Verwendung der Rollenpaare gemäß 4, montiert unter der Kabine, und

6a schematisch das Prinzip des Antriebs-Getriebes in dem schwimmenden Chassis für den Vortrieb des Amphibiencaravans,

6b bis c eine Seiten- und Vorderansicht einer Einzelheit des Antriebs-Getriebes von 6a und schließlich die

7a bis b eine andere Ausführung des Kabinen-Schienen-Stützsystems und das Zylinder-Kolben-Paar zum Erleichtern der Kabinenbewegung in einer Seitenansicht, ähnlich der der 3a bis b.

Beste Ausführungsart der Erfindung

1a zeigt den Amphibiencaravan 10, der von dem Fahrzeug 1 gezogen werden kann, wobei der letzte ein Personenkraftwagen der Mittelklasse ist. Der Caravan 10 ist ein Amphibiencaravan, der technisch verwirklich ist, indem eine Kabine 30 auf einem schwimmenden Chassis 20 angeordnet ist. Die Kabine 30 dient als Wohnzelle. Neben der Kabine 30 weist das Chassis 20 weiterhin ein im Wesentlichen ebenes Deck 27 auf. Das Deck 27 ergänzt teilweise die nutzbare Wohnfläche der Kabine 30, z. B. dadurch, dass es auf dem Wasser oder an Land als Sonnendeck dient. Der Hauptzweck des Decks 27 ist jedoch das Aufnehmen des ziehenden Fahrzeugs 1, wenn sich der Caravan 10 auf dem Wasser befindet. Gemäß einer bevorzugten Ausführung dient das Fahrzeug 1 auch als Antriebsenergiequelle für den Caravan 10. Dazu wird die Antriebsleistung des Motors des Fahrzeugs 1 über ein Antriebssystem oder einen Getriebemechanismus 80 zu dem Caravan 10 übertragen, wie es ausführlicher in 6a bis c dargestellt ist. Zu diesem Zweck ist das Getriebe 80 dicht unter dem Deck 27 auf dem Chassis 20 positioniert.

Die Kabine 30 ist mit Fenstern 31 und einem Vordach 32 sowie mit einer Tür (nicht dargestellt) versehen, die sich zu dem Deck 27 hin öffnet. Daneben ist die Kabine 30 mit der üblichen Ausstattung versehen, die in Caravans zu finden sind, wie Schlafmöbel, Küchengeräte, Kocheinrichtung, Dusche, Toilette, usw.

Am Vorderteil des Chassis 20 befindet sich ein Zugmechanismus 21, der für die Befestigung des Caravans 10 an dem ziehenden Fahrzeug 1 geeignet ist. Es ist zu bemerken, dass bei der dargestellten Ausführung der "Vorderteil" des Caravans 10 für die Verwendung an Land und im Wasser unterschiedlich ist, wie später aufgezeigt wird. Daher befindet sich der Zugmechanismus 21 am Vorderteil des Caravans 10, wenn der letztere an Land gezogen wird, befindet sich jedoch tatsächlich am Heck des schwimmenden Chassis 20, wenn die schwimmende Einheit, bestehend aus dem Chassis 20 und der Kabine 30 sich auf dem Wasser befindet. In einer bekannten Art und Weise hat der Zugmechanismus 21 von oben gesehen eine Dreieckform. Daher wird er auch als Zug-Dreiecklenker bezeichnet.

In der dargestellten Ausführung wird das Chassis 20 von zwei Paar Rädern 22 auf zwei Achsen, zusammen vier Rädern 22, getragen. Wahlweise können die Räder 22 durch einen an sich bekannten Mechanismus angehoben und abgesenkt werden, so dass sie in den Körper des Chassis 20 zurückgezogen werden können und dadurch ein geringerer Wasserwiderstand vorhanden ist. Um Ölverschmutzung in Naturgewässern zu vermeiden, ist es auch möglich, die Radkästen vollständig mit einem Abdeckelement (nicht dargestellt) entweder durch Demontage der Räder 22 oder durch ihr vollständiges Zurückziehen abzudecken. Offensichtlich kann das Chassis mehr oder weniger Achsen als zwei aufweisen. Vorzugsweise ist das Chassis 20 auch mit einem weiteren Paar von Stützrädern 23 versehen. Diese Stützräder 23 finden vorwiegend beim Anlanden oder Zuwasserlassen des Chassis 20 Anwendung. Wahlweise können die Stützräder 23 auch einstellbar sein und können mit einem bekannten Mechanismus angehoben oder abgesenkt werden, oder sie können nach der Seite oder nach vorn ausgefahren werden.

Über dem Zugmechanismus 21 erstreckt sich ein Schienensystem 26, das an dem Chassis 20 befestigt ist. Die Kabine 30 kann in einem bestimmten Ausmaß entlang der Längsachse des Chassis 20 auf dem Schienensystem 26, im Wesentlichen parallel zu der Längsachse des Chassis, verschoben werden. Das Deck 27 vergrößert sich wesentlich, wenn die Kabine 30 weggeschoben wird. In einem praktischen Beispiel kann zum Beispiel das Chassis 20 des Caravans 10 sechs Meter lang und 2,5 bis 3 Meter breit sein, wobei die Kabine 30 drei Meter lang ist. Daher beträgt, wenn die Kabine 30 eingeschoben ist (d. h. auf das Deck 27 geschoben), die freie Länge des Decks 27 ebenfalls 3 Meter. An dem Chassis 20 ist ein etwa 2 Meter langer Zugmechanismus 21 befestigt, wobei sich das Schienensystem 26 etwa 1,5 Meter über dem Zugmechanismus 21 erstreckt. Am Ende des Zugmechanismus 21 befindet sich eine Kupplungseinrichtung 24 für das Ankoppeln des Zugmechanismus 21 an den Schlepphaken des Fahrzeugs 1. Die Kabine 30 kann auf dem Schienensystem 26 etwa 2 Meter herausgeschoben werden, so dass sie sich nur 0,5 Meter über das Schienensystem 26 hinaus erstreckt. Dadurch ist die Kabine 30 in einer im Wesentlichen stabilen Position abgestützt. Durch das Herausschieben über 2 Meter beträgt die Deckslänge etwa 5 Meter und bietet ausreichend Platz für das ziehende Fahrzeug 1. Offensichtlich können jedoch auch andere Abmessungen und Proportionen verwendet werden.

Um eine ausreichende Stabilität zu erreichen, ist das Schienensystem 26 durch die Steifen 25 auf dem Zugmechanismus 21 abgestützt. Auf dem trockenen Land ist der Zugmechanismus 21 auch durch das einstellbare Stützrad 28 abgestützt. Die bewegbare Kabine 30 und das erweiterbare Deck 27 sind nicht nur auf dem Wasser, sondern auch an Land nützlich, wenn der Caravan 10 in einem nassen, schlammigen Bereich geparkt ist. In diesem Fall ist das angehobene und trockene Deck 27 für die bequeme Anordnung von Stühlen und einem Tisch geeignet.

1b zeigt den Caravan 10 in seinem Zustand auf dem Wasser. Wenn man 1b und 1a vergleicht, wird deutlich, dass die Kabine 30 in einem hohen Maße nach hinten geschoben ist (tatsächlich relativ zu dem gezogenen Zustand nach vorn). Das Stützrad 28 ist durch das Ruder 40 ersetzt und die Schiffsschraube 41 erstreckt sich aus dem Chassis 20 heraus. Die Räder 22 sind fast vollständig in das Chassis 20 zurückgezogen und sie stehen nur in einem Maße vor, dass das Anlanden und das Zuwasserlassen des Caravans 10 an einem flachen Strand zu unterstützt wird.

Wie aus 1a und 1b zu erkennen ist, hat das Herausschieben der Kabine 30 das Deck 27 wesentlich vergrößert und reichlich Platz für das ziehende Fahrzeug 1 geschaffen. Es ist zu erkennen, dass anstelle der Schiffsschraube 41 auch andere Vortriebsmittel für die Bewegung auf dem Wasser verwendet werden können. Das Chassis 20 kann auf dem Wasser durch ein Schaufelrad oder einen Wasserstrahl angetrieben werden. Das Ruder 40 ist von der Kabine 30 aus, oder, vorteilhafterweise, von einer Steuervorrichtung aus (nicht dargestellt), die an dem Armaturenbrett oder am Lenkrad des Fahrzeugs 1 befestigt ist, und die das Ruder 40 elektrisch oder elektronisch über Servomotoren steuert, betätigbar. Zweckmäßigerweise wird der Caravan 10 auf dem Wasser ebenfalls von dort gesteuert und daher ist es praktisch, das Ruder vom Fahrersitz aus zu betätigen.

2a und 2b zeigen eine verbesserte Einzelheit des erfindungsgemäßen Caravans. Die 2a und 2b stellen einen teilweisen Querschnitt, geschnitten entlang der Linie A-A in 1b, dar. Um zusätzlichen Platz auf dem Deck 27 zu gewinnen, ist das Chassis 20 mit Auslegern 50 versehen, die zu den Seiten hin ausfahrbar sind und daher die Breite des Decks 27 vergrößern.

Unter Berücksichtigung der Beschränkungen, die durch den Straßentransport auferlegt werden, nämlich dass der Caravan 10 und das Chassis 20 nicht viel breiter sein dürfen als das ziehende Fahrzeug 1, bedeutet das praktisch, dass das letztere das Deck 27 vollständig einnimmt. Dadurch können die Türen des Fahrzeugs 1 nicht geöffnet werden und auf dem Deck 27 ist kein Platz vorhanden, um bequem am Fahrzeug 1 entlang zu laufen.

Um die Situation gemäß der Erfindung zu verbessern, wird vorgeschlagen, Ausleger 50 mit einem im Wesentlichen L-förmigen Querschnitt zu verwenden, die zur Seite hin geschoben werden können und dadurch die Breite des Decks 27 vergrößern. Die vertikalen Wände 53 der Ausleger 50 vergrößern die Höhe der Seiten des Chassis 20. Die horizontalen Platten 54 der Ausleger 50 befinden sich in derselben Ebene wie der Fußboden 51. Nachdem die Ausleger 50 ausgefahren sind, werden die Lücken hinter den horizontalen Platten 54 durch Abdeckplatten 52 abgedeckt, die mittels Scharnieren 55 an dem Fußboden 51 befestigt sind. Vorzugsweise sind die Ausleger 50 (oder wahlweise die Abdeckplatten 52) abnehmbar und können als Rampe für das Anbordnehmen des Fahrzeugs 1 verwendet werden.

Die 3a und 3b zeigen eine mögliche Ausführung des Schiebemechanismus 60, um das Versetzen der Kabine 30 zu unterstützen. Der Schiebemechanismus 60 umfasst die Zylinder 61 und den damit zusammenwirkenden Kolben 62, die an der Kabine 30 und an dem Chassis 20 in einer ersten Verbindung 63 bzw. einer zweiten Verbindung 64 befestigt sind. Die Verbindungen sind praktisch Drehzapfen. Die Zylinder 61 weisen eine Feder auf (nicht dargestellt), welche aus dem Kolben 62 heraus Druck ausübt und dadurch die Kabine 30 in einer der Endpositionen hält. Wenn die Kabine 30 in Richtung auf ihre andere Endposition geschoben wird, wird die Feder zuerst zusammengedrückt und nach dem Passieren des Totpunkts irgendwo zwischen den beiden Endpositionen der Kabine dehnt sich die Feder erneut aus und unterstützt nun das Verschieben der Kabine 30 in Richtung auf ihre andere Endposition. Bei richtiger Einstellung der Federkraft reicht anfangs eine kleine Kraft aus, um die Feder zusammenzudrücken und den stärkeren Federkräften rund um den Totpunkt herum wird leichter durch die Trägheit der sich bewegenden Kabine entgegengewirkt. In einer weiteren vorteilhaften Ausführung werden die Länge und die Kraft der Feder so gewählt, dass sie in den Endpositionen der Kabine 30 geringfügig ausgedehnt ist und anfangs zum Versetzen der Kabine 30 beiträgt. Die Feder ist nur später in einer teilweise versetzten Position der Kabine 30 zusammengedrückt.

Von einem Fachmann sind jedoch auch andere Lösungen zum Bewegen der Kabine 30 erkennbar. So kann zum Beispiel das Versetzen der Kabine 30 entlang dem Schienensystem 26 mit einem Hydraulik-Zylinder-Kolben-Paar oder mit einem Elektromotor über ein bekanntes Umlauf-Linear-Getriebe, wie zum Beispiel über eine Spindel oder ein Kettenrad-Kette-System bewirkt werden.

3a zeigt weiterhin ein Stützbein 42, das angehoben oder abgesenkt oder hochgeklappt werden kann und das dazu dient, den Caravan 10 über einen längen Zeitraum, beim Camping an Land oder wenn das Fahrzeug 1 auf das Deck 27 genommen wird, oder wenn es jemals erforderlich ist, ähnlich wie mit dem Stützrad 28, zu stabilisieren.

4 und 5 zeigen eine mögliche Einrichtung zum Befestigen und Führen der Kabine 30 entlang dem Schienensystem 26. In vorliegenden Fall, sind Stützbleche 75 an dem Boden 74 der Kabine 30 befestigt und ein Stützarm 71 ist drehbar an dem Stützblech 75 befestigt. Der Stützarm 71 weist die Rollen 72 und 73 auf, die gegen die untere Schiene 76 bzw. gegen die obere Schiene 77 der Schiene 70 in dem Schienensystem 26 gedrückt werden. Auf diese Art und Weise stellen die Rollen 72 und 73 ein selbstjustierendes Rollenpaar dar. Wie aus 4 ersichtlich ist, wirkt der Stützarm 71 als zweiarmiger Hebel mit der Rolle 72 als Drehpunkt, während die beiden Arme durch das Stützblech 75 und die Rolle 73 unter Druck gesetzt sind. 5 zeigt, dass ein Stützblech 75 am vorderen und hinteren Ende der Kabine 30 an beiden Seiten vorhanden ist, so dass zusammen vier selbstjustierende Rollenpaare die Kabine 30 auf dem Schienensystem 26 stabilisieren. Es ist zu erkennen, dass andere Führungsmittel ebenfalls gut anwendbar sind. Es können nicht nur Roll- sondern auch Führungseinrichtungen mit gleitendem Betrieb, die aus geeigneten Materialien hergestellt sind, verwendet werden. Vorzugsweise ist die Kabine 30 in den beiden Endpositionen durch eine geeignete Vorrichtung (nicht dargestellt) festgestellt, um jede unerwünschte Verschiebung der Kabine 30 entweder an Land oder auf dem Wasser zu vermeiden.

6a bis c zeigen verschiedene Einzelheiten einer möglichen Ausführung des Antriebsmechanismus des Caravans 10. In der vorliegenden Ausführung weist der Antriebsmechanismus ein Getriebe 80 auf, das dazu ausgestaltet ist, die Antriebsenergie von dem Motor des Fahrzeugs 1 zu dem Caravan 10 zu übertragen. Das Getriebe 80 weist Rollenpaare auf, die aus den Rollen 81 und 82 bestehen. Die angetriebenen Räder 84 des Fahrzeugs 1 rollen auf den Rollenpaaren und drehen dadurch die Rollen 81 und 82. Die Drehung der Rollenpaare wird über das Zahnradgetriebe 85 auf die Antriebsachse 83 übertragen. Gemäß einer weiteren Verbesserung der Erfindung ist das Getriebe 80 so in das Chassis 20 eingebaut, dass es entlang der Längsachse des Chassis 20 bewegbar ist. Das Getriebe 80 kann zumindest in einem Ausmaß bewegt werden, um die Rollen 81 und 82 exakt unter den angetriebenen Rädern 84 des Fahrzeugs 1 anzuordnen. Wie zum Beispiel in 6a dargestellt ist, ist das Getriebe entlang einer Antriebsachse 83 gleitend verschiebbar, wobei sich die Achse 83 parallel zu der Längsachse des Chassis 20 erstreckt. Die Mittellinie der Achse 83 ist durch die gestrichelte Linie T gekennzeichnet. Das Getriebe 80 kann entlang der Achse 83 nach vorn und nach hinten gleiten, wie es durch den Doppelpfeil N gekennzeichnet ist und die antreibende mechanische Verbindung zwischen dem Zahnradgetriebe 85 und der Achse 83 wird an der korrekten Position mit einem geeigneten Kupplungsmechanismus hergestellt. 6a zeigt das, indem das Getriebe 80 in zwei verschiedenen Positionen dargestellt ist. Auf diese Weise kann das Fahrzeug 1 immer, unabhängig von dem Antriebssystem des Fahrzeugs, mit seiner Vorderseite in Richtung auf den Bug des Chassis 20 gerichtet, an Bord des schwimmenden Chassis aufgenommen werden, d. h. unabhängig davon ob das Fahrzeug 1 einen Vorderradantrieb oder einen Hinterradantrieb aufweist. Ferner kann das Fahrzeug 1 vollständig im vorderen Teil des Decks 27 angeordnet werden, so dass ein bestimmter nutzbarer Platz auf dem Deck 27 zwischen der Kabine 30 und dem Fahrzeug 1 unter dem Vordach 32 übrig bleibt.

Ansonsten weist das Getriebe 80 eine bekannte Struktur auf und umfasst mechanische, elektrische, hydraulische oder ähnliche Elemente und Teile. Auch die Antriebsenergie wird in bekannter Art und Weise von der Antriebsachse 83 auf die Schiffsschraube 41 übertragen. Dadurch bildet das Chassis 20 ein vollkommen funktionales Fahrzeug mit Eigenantrieb.

Wahlweise können die nicht antreibenden Rollen 81 des Getriebes verwendet werden, um ein Gebläse anzutreiben, um den Motor des Fahrzeugs 1 zu kühlen, weil das schwimmende Chassis 20 sich offensichtlich im Wasser nicht schnell genug bewegen kann, um einen ausreichenden Luftstrom zum Kühlen des Motors zu erzeugen. Weiterhin können die Rollen 81 auch eine bekannte Pumpe betätigen, die verwendet wird, um das Wasser aus dem Chassis 20 zu entfernen, das sich durch kleinere unfallbedingte kleinere Lecks oder im Ergebnis dessen, dass gröbere Wellen über die Seite des Chassis 20 spülen, angesammelt hat.

7a und 7b zeigen eine geringfügig modifizierte Version der in den 3a und 3b dargestellten Strukturelemente. Hier ist die Kabine 30 durch das nach oben geschwenkte Stützrad 28 abgestützt. Der Schiebemechanismus 60 ist weiter vorn (in Richtung auf den Bug) angeordnet und trägt daher besser zu der Stabilisierung der Kabine 30 bei, ohne die Fenster der Kabine 30 zu verdecken. Der Vortrieb der schwimmenden Einheit wird anstelle der Schiffsschraube 41 durch ein Wasserstrahl-Antriebssystem (nicht dargestellt) bewirkt, der sich in dem Chassis 20 befindet.

Durch den erfindungsgemäßen Caravan 10 wird nicht nur das Deck 27 durch das Bewegen der Kabine 30 nach hinten vergrößert, sondern als ein weiterer Vorteil ist zu verzeichnen, dass eine mögliche Verschiebung des Massenmittelpunkt durch das Fahrzeug 1 vollständig kompensiert werden kann. Das ist besonders wichtig, wenn sich das Chassis 20 im schwimmenden Zustand befindet, weil diese Maßnahme effektiv zu einer erhöhten Sicherheit der gesamten schwimmenden Einheit beiträgt. Der Massenmittelpunkt kann besonders gut eingestellt werden, wenn auch das Getriebe 80 entlang der Länge des Chassis 20 bewegbar ist, weil in diesem Fall das Fahrzeug 1 optimal auf dem Deck 27 positioniert werden kann.

Wahlweise kann das Verschieben der Kabine 30 kontinuierlich und dynamisch durch eine computergesteuerte oder andere intelligente Einheit bewirkt werden, welche kontinuierlich die momentane Position und die Balance des Chassis 20 und auch ihr statistisches Verhalten analysiert.

Im Allgemeinen ist der erfindungsgemäße Caravan eine relativ leichte und kurze Einheit, die auf der Straße leicht gezogen und durch einen durchschnittlichen Personenkraftwagen bequem transportiert werden kann. Gleichzeitig ist, wenn er zu Wasser gebracht ist, das Deck wesentlich vergrößert und bietet genug Platz, um das ziehende Fahrzeug zu transportieren. Daher garantiert dieser Caravantyp dem Benutzer vollständige Bewegungsfreiheit. Als ein weiterer Vorteil ist zu verzeichnen, dass sich die Gesamtbalance des schwimmenden Caravans stark verbessert, weil der Massenmittelpunkt durch das Verschieben der Kabine einstellbar ist. Auf diese Weise befindet sich das Chassis auf dem Wasser immer in der optimalen horizontalen Position.

Fachleute können erkennen, dass der erfindungsgemäße Caravan, wie er beansprucht ist, in anderen Ausführungen realisiert werden kann, als es in den Zeichnungen dargestellt ist. Es steht zum Beispiel nichts im Wege, eine unabhängige Antriebsenergiequelle in dem Caravan vorzusehen und in diesem Fall kann das Getriebe 80 entfallen. Statt dessen kann der Caravan von der Kabine aus gelenkt werden und die Schiffsschraube und das Ruder können am anderen Ende des Chassis angeordnet sein. Als eine alternative Ausführung können nicht eine Kabine, sondern zwei Kabinen auf dem Chassis vorgesehen werden. Die beiden Kabinen können nach vorn und nach hinten gleiten und eine freie Decksfläche zwischen ihnen übrig lassen. Andererseits könnte das Deck vollständig von den beiden Kabinen überdeckt sein, wenn der Caravan auf dem Land gezogen wird. So könnte zum Beispiel ein 8 Meter langer Caravan mit zwei, je 4 Meter langen, Kabinen ausgerüstet sein. Durch Zurückschieben dieser Kabinen um 2 und 3 Meter wird ein 5 Meter langes, freies Deck zwischen ihnen erzeugt.


Anspruch[de]
  1. Amphibiencaravan mit einem schwimmenden Chassis (20) mit Rädern (22) und mit mindestens einer Kabine (30) mit einem Teil zum Wohnen, und ferner mit einem Fahrzeugdeck (27), das ein ziehendes Fahrzeug (1) aufnimmt, wobei das Fahrzeugdeck (27) benachbart zu der Kabine angeordnet ist, und ferner mit einem Vortriebsmittel, das zur Bewegung im Wasser geeignet ist, insbesondere einer Schiffsschraube (41), dadurch ge kennzeichnet, dass die mindestens eine Kabine (30) im Wesentlichen parallel zur Längsachse des Chassis (20) bewegbar ist, so dass die Länge des Decks (27), die das Fahrzeug (1) aufnimmt, variabel ist.
  2. Caravan nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Antriebsmechanismus, vorzugsweise ein Getriebe (80), das mit dem Unterwagen zusammenarbeitet, insbesondere mit den Rädern (84) des ziehenden Fahrzeugs (1) zur Ausnutzung der Antriebsenergie des Motors des ziehenden Fahrzeugs (1).
  3. Caravan nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmechanismus (80) entlang der Längsachse des Chassis (20) verschoben werden kann und dadurch an die Größe und die Antriebsart des antreibenden Fahrzeugs (1) anpassbar ist.
  4. Caravan nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Antriebsmotor in dem Chassis vorgesehen ist.
  5. Caravan nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Chassis (20) einen ziehenden Mechanismus (21) aufweist, der sich von dem Chassis (20) erstreckt, und dass die Kabine (30) entlang einem Schienensystem (26) bewegbar ist, welches den ziehenden Mechanismus (21) trägt.
  6. Caravan nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Deck (27) seitlich ausfahrbare Ausleger (50) aufweist.
  7. Caravan nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch ein hydraulisches oder durch Federwirkung betätigbares Zylinder-Kolben-Paar (60) zur Erleichterung der Bewegung der Kabine (30) aufweist.
  8. Caravan nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kabine (30) mit einem zusätzlichen Motor bewegbar ist, vorzugsweise einem Elektromotor.
  9. Caravan nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Räder (22) des Chassis (20) zumindest teilweise in das Chassis (20) zurückziehbar sind.
  10. Caravan nach einem der Ansprüche 1 bis 9, weiter gekennzeichnet durch ein zurückziehbares und ausfahrbares Stützrad (23) zum leichteren an Land fahren und/oder ins Wasser bringen des Caravans.
  11. Caravan nach einem der Ansprüche 1 bis 10, ferner gekennzeichnet durch ein faltbares und/oder ausfahrbares Stützbein (42) zum Stabilisieren des Caravans (10) an Land.
  12. Caravan nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Kabine (30) entlang dem Schienensystem (26) mit einem selbstadjustierenden Rollenpaar (72, 73) geführt ist.
Es folgen 7 Blatt Zeichnungen






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