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Dokumentenidentifikation DE202004001330U1 13.05.2004
Titel Luftleitglied, enthaltend mindestens eine Halte- und/oder Führvorrichtung, sowie Gargerät, umfassend dieses Luftleitglied
Anmelder Rational AG, 86899 Landsberg, DE
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 28209 Bremen
DE-Aktenzeichen 202004001330
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.05.2004
Registration date 08.04.2004
Application date from patent application 29.01.2004
IPC-Hauptklasse F24C 15/32
IPC-Nebenklasse F24C 1/00   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Luftleitglied für ein Gargerät zur Anordnung zwischen einem Gebläseraum, enthaltend ein Mittel zum Umwälzen von Fluid, und einem Garinnenraum, mit mindestens einer zumindest bereichsweise dem Garinnenraum zuwendbaren Vorderfläche, mindestens einer zumindest bereichsweise dem Garinnenraum abwendbaren und dem Gebläseraum zuwendbaren Rückfläche, und zumindest einen Randbereich, wobei im Bereich des Luftleitglieds zwischen dem Gebläseraum und dem Garinnenraum zumindest eine erste Ansaugöffnung und/oder eine zweite Ausblasöffnung bereitgestellt ist bzw. sind. Ferner betrifft die Erfindung ein Gargerät zum Wärmebehandeln von Gargut, umfassend zumindest einen verschließbaren Garinnenraum, mindestens eine Heizeinrichtung, mindestens ein Mittel zum Umwälzen von Fluid zumindest im Garinnenraum sowie mindestens ein Luftleitglied.

Gargeräte zum Wärmebehandeln von Gargut sind dem Fachmann hinlänglich bekannt. Insbesondere in Großküchen und Restaurants zum Einsatz kommende Gargeräte, aber auch vermehrt hochpreisige Haushaltsgargeräte sind regelmäßig mit einem Garprozessfühler ausgestattet. Garprozessfühler sind z.B. aus der DE 299 23 215.8 oder der DE 102 11 643.1 bekannt. Gemäß dem letztgenannten Dokument kann der Garprozessfühler beispielsweise über ein Leitungskabel unverlierbar mit dem Gargerät verbunden sein und in einer an der Garrauminnenwandung befindlichen Aufnahmevorrichtung vorliegen, wenn er nicht in einem Gargut eingesteckt ist. Aus Platzgründen ist das Kabel als spiralförmig gedrehtes Kabel, wie von Telefonkabeln bekannt, ausgeführt. Ähnlich wie bei Telefonkabeln kommt es bei der Benutzung häufig vor, dass sich einzelne Kabelstränge verdrillen und nicht ohne weiteres wieder entwirrt werden können. Dieses ist insbesondere während des Betriebs des Gargeräts äußerst hinderlich und stellt eine Gefahrenquelle für das Bedienpersonal dar, das sich z.B. Verbrennungen bei Berührung mit der Garrauminnenwandung oder der Aufnahmevorrichtung zuziehen kann.

In der WO 03/069232 wird eine Sensorpositioniervorrichtung für gattungsgemäße Garprozessfühler offenbart, die zwecks Positionierung eines Sensors in einem Gargut mit zumindest einem Rotationsfreiheitsgrad und zumindest zwei Translationsfreiheitsgraden ausgestattet ist, so dass z.B. eine Anbringung zwischen einer Vielzahl von Schienen eines Einhängeleiters in einem Garraum möglich ist. Diese Sensorpositioniervorrichtung verfügt über mindestens einen Drehknopf mit mindestens einer Aufnahmeöffnung für den Sensor, in der der Sensor entlang seiner Länge verstellbar positionierbar ist. Ferner verfügt diese Positioniervorrichtung über mindestens einen Arm, an dessen einem Ende sich der Drehknopf befindet und dessen anderes Ende mit dem Zubehör des Garraums verbindbar ist. Dieser schwenkbare Arm kann zudem teleskopartig ausgebildet sein und zwischen einer Sensorposition und einer Parkposition wechseln. Diese Konstruktion gestattet zwar eine beträchtliche Anwendungsbreite, ist jedoch konstruktiv sehr aufwendig und auf die Anwesenheit von Zubehör im Garinnenraum angewiesen. Zwar sieht die Vorrichtung gemäß der WO 03/069232 A1 eine Haltevorrichtung für einen Garprozessfühler vor, macht jedoch keine Angaben über die Anbringung bzw. Fixierung von mit diesem Garprozessfühler verbundenen Leitungskabeln.

Gargeräte, die über ein Gebläse in Form eines Lüfterrades verfügen, sind häufig auch mit einem Luftleitglied, z.B. einem Luftleitblech, ausgestattet, das den Gebläseraum von dem Garinnenraum zumindest bereichsweise trennt. Neben einer in der Regel koaxial zur Gebläseachse liegenden Ansaugöffnung verfügen diese Luftleitglieder zur Optimierung des Ansaug- und insbesondere des Ausblasverhaltens über weitere zweite und/oder dritte Öffnungen. Außerdem wird zur Bildung eines Luftstroms in dem Garraum mindestens ein Ausblasspalt zwischen der Innenwand des Gargeräts und dem Außenumfang des Luftleitglieds vorgesehen. Solche Luftleitglieder sind z.B. aus dem noch nicht veröffentlichten Gebrauchsmuster mit dem Aktenzeichen 203 14 818.5 sowie der DE 40 13 596 C2 zu entnehmen. Die aus dem Stand der Technik bekannten Luftleitglieder lassen hinsichtlich der Erzielung einer möglichst gleichmäßigen Luftströmung noch Wünsche offen.

Der vorliegenden Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, ein Luftleitglied verfügbar zu machen, das nicht mit den Nachteilen des Stands der Technik behaftet ist und insbesondere eine möglichst gleichmäßige Luftströmung zulässt. Der Erfindung lag ferner die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zur Verfügung zu stellen, mit der Garprozessfühler bzw. deren Leitungskabel auf konstruktiv einfache Weise zugänglich sind und die dauerhaft zuverlässig funktioniert und mit der ein möglichst geringes Verletzungspotential einhergeht.

Demgemäß wurde gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung ein Luftleitglied, z.B. in Form eines Luftleitbleches, gefunden, bei dem an mindestens einem Randbereich mindestens eine Halte- und/oder Führvorrichtung für mindestens ein Kabel angebracht oder anbringbar ist.

Durch die Anbringung der Halte- und/oder Führvorrichtung an einem Randbereich des Luftleitglieds lassen sich Kabel für insbesondere Garprozessfühler sicher und platzsparend im Garinnenraum verstauen und hindern weder das Bedienen des Luftleitglieds noch die Bestückung des Garinnenraums mit Gargut bzw. Zubehör wie Hordengestellwagen.

Dabei kann vorgesehen sein, dass der Randbereich, enthaltend die Halte- und/oder Führvorrichtung, ausgewählt ist aus sich gegenüberliegenden ersten und/oder zweiten, insbesondere seitlichen, Randbereichen und/oder sich gegenüberliegenden dritten und/oder vierten, insbesondere oberen und unteren, Randbereichen.

In einer Ausführungsform kann es sich beispielsweise um ein im wesentlichen quadratisch oder rechteckig ausgebildetes Luftleitglied handeln. Solche Luftleidglieder, aber auch Lufleitglieder mit einer abweichenden Geometrie, gestatten regelmäßig die Zuordnung von gegenüberliegenden seitlichen sowie gegenüberliegenden oberen und unteren Randbereichen, wenn die Orientierung des im Garraum installierten Luftleitglieds als Bezugspunkt genommen wird. Vorzugsweise wird mindestens eine Halte- und/oder Führvorrichtung an bzw. im Bereich mindestens eines seitlichen Randbereichs angebracht.

Dabei hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, dass die Halte- und/oder Führvorrichtung an demjenigen, insbesondere vertikalen, Randbereich, insbesondere der Vorderfläche dieses Randbereichs, der näher an einer Garraumtür eines Gargerätes anordbar ist, angebracht ist.

In einer weiteren Ausgestaltung kann dabei vorgesehen sein, dass die Halte- und/oder Führvorrichtung und/oder mindestens ein Randbereich, insbesondere der Randbereich, enthaltend die Halte- und/oder Führvorrichtung, mindestens ein Griffelement enthält bzw. enthalten und/oder zumindest bereichsweise mit einer Grifffunktion ausgestattet ist bzw. sind.

Luftleitglieder sind häufig bewegbar und/oder herausnehmbar in einem Garraum installiert. Beispielsweise wird über ein Aufklappen des Luftleitglieds in Richtung auf das Innere des Garinnenraums der hinter dem Luftleitglied liegende Gebläseraum freigegeben. Auf diese Weise gelingt regelmäßig unproblematisch ein Reinigen oder Instandsetzen des Gebläseraums. Die Halte- und/oder Führvorrichtung für Kabel kann gemäß dieser Ausführungsform auch als Bediengriff für das Luftleitglied verwendet werden. Selbstverständlich ist es ebenfalls möglich, nicht nur die Halte- und/oder Führvorrichtung, sondern ebenfalls den Randbereich derart zu gestalten, dass eine Grifffunktion integraler Bestandteil desselben ist. Alternativ oder parallel hierzu können Halte- und/oder Führvorrichtung sowie der Randbereich auch mit separaten Griffelementen versehen sein.

Als besonders zweckmäßig hat sich erwiesen, dass die Halte- und/oder Führvorrchtung und/oder das Griffelement entlang des Randbereichs bewegbar ist bzw. sind.

Ferner verfügen die erfindungsgemäßen Luftleiglieder in einer weiteren Ausführungsform über mindestens ein Scharnier oder Scharnierbauteil, das insbesondere benachbart zu oder im Bereich eines Randbereichs bereitgestellt wird, der dem Randbereich, enthaltend die Halte- und/oder Führvorrichtung, gegenüberliegt.

Eine zweckmäßige Weiterentwicklung zeichnet sich auch dadurch aus, dass die Halte- und/oder Führvorrichtung eine unter Eigen- und/oder Federspannung stehende Klemm- oder Klippvorrichtung zur temporären Halterung mindestens eines Kabels umfasst.

Von Vorteil ist weiterhin, wenn die Halte- und/oder Führvorrichtung ein Einführende für die Einführung des zu haltenden Kabels und einen Befestigungsabschnitt für die Anbringung an dem Randbereich des Luftleitglieds aufweist, wobei das Einführende der vertikalen Mittelachse des Luftleitglieds zuwendbar ist.

Ist der Randbereich, enthaltend die Halte- und/oder Führvorrichtung, der Garraumtür zugewandt angeordnet, ist die Orientierung des Einführendes in Richtung auf die vertikale Mittelachse des Luftleitglieds auch deshalb von Vorteil, als das Kabel für z.B. den Garprozessfühler durch eine einfache Bewegung in die Halte- und/oder Führvorrichtung eingeführt werden kann, ohne dass irgendwelche Arbeitsgänge innerhalb des Garinnerraums durchgeführt werden müssen.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung sieht ferner Luftleitglieder vor, bei denen die Vorderfläche mindestens eines Randbereichs, insbesondere mindestens des ersten und/oder zweiten Randbereichs und/oder dritten und/oder vierten Randbereichs, zumindest bereichsweise hinter der durch die Umrandung der ersten und/oder zweiten Öffnung aufgespannten Fläche vorliegt bzw. vorliegen, wobei die erste und/oder zweite Öffnung vorzugsweise in dem Luftleitglied angeordnet ist bzw. sind.

Indem die Vorderfläche eines Randbereichs bzw. der Randbereich als solcher zumindest bereichsweise in Richtung auf den Gebläseraum geführt wird, stellt sich der Vorteil ein, dass die Halte- und/oder Führvorrichtung in der Weise an diesen Randbereich angebracht werden kann, dass sie selber nicht oder nur geringfügig über die von der Umrandung der ersten und/oder zweiten aufgespannten Fläche hinausragt. Auf diese Weise wird durch die Halte- und/oder Führvorrichtung kein zusätzlicher Raum im Garinnenraum benötigt, der dann nicht mehr für Zubehör, z.B. Hordengestelle, zur Verfügung stehen würde. Denn häufig sind Luftleitglieder derart gestaltet, dass die durch die Umrandung von erster und/oder zweiter Öffnung aufgespannten Flächen im wesentlichen in der Fläche einer Basisplatte liegen oder geringfügig zu dieser beabstandet sind. Diese Basisplatte, die z.B. über erste, zweite, dritte und/oder vierte Randbereiche verfügen kann, bildet regelmäßig eine Begrenzungsfläche zum Garinnenraum und legt damit auch den für Zubehör zur Verfügung stehenden Raum mit fest.

Außerdem kann vorgesehen sein, dass mindestens der Randbereich, enthaltend die Halte- und/oder Führvorrichtung, sich im wesentlichen entlang der gesamten Länge oder Breite des Luftleitglieds erstreckt.

Eine weitere Ausgestaltung sieht ferner vor, dass die Vorderfläche mindestens eines Randbereichs in Richtung auf die Außenkante des Luftleitglieds zumindest bereichsweise kontinuierlich oder stufenweise hinter die von der Umrandung der ersten und/oder zweiten Öffnung aufgespannte Fläche zurückgeht.

Beispielsweise kann ein Randbereich, z.B. eine Basisfläche, abgeschrägt nach hinten verlaufen und damit kontinuierlich hinter die durch die erste und/oder zweite Öffnung aufgespannte Fläche zurückgehen. Des weiteren kann dieser Randbereich auch abrupt, d.h. stufenweise hinter diese aufgespannte Fläche zurücktreten. Kombinationen dieser beiden Varianten sind innerhalb eines Randbereichs ebenfalls möglich.

Eine Weiterentwicklung des erfindungsgemäßen Luftleitgliedes berücksichtigt ferner, dass die Vorderfläche mindestens eines Randbereichs zunächst in Richtung auf die Außenkante des Luftleitglieds zumindest bereichsweise zurückgeht und sich anschließend zumindest bereichsweise in Richtung auf die Außenkante zumindest abschnittsweise kontinuierlich oder stufenweise der von der Umrandung der ersten und/oder zweiten Öffnung aufgespannten Fläche wieder annähert, insbesondere ohne diese zu schneiden.

Zum Beispiel kann ein zunächst hinter die durch die Umrandung der ersten und/oder zweiten Öffnung aufgespannte Fläche zurücktretender Randbereichsabschnitt unter Ausbildung einer Knickkante oder -furche seine Orientierung in Richtung auf die Außenkante ändern und beispielsweise bei Erreichen der Außenkante wieder in der Fläche, die durch die Umrandung der ersten und/oder zweiten Öffnung aufgespannt wird, vorliegen. Auf diese Weise erhält man z.B. eine Einbuchtung bzw. eine Rinne, die besonders wirksam auch die Halte- und/oder Führvorrichtung aufnehmen kann.

Ferner kann vorgesehen sein, dass mindestens eine zweite Öffnung, insbesondere eine Vielzahl an zweiten Öffnungen, zumindest bereichsweise in mindestens einem Randbereich angeordnet ist bzw. sind. Durch die Anbringung von zweiten Öffnungen bzw. Ausblasöffnungen in mindestens einem Randbereich kann das Strömungsverhalten in dem Garinnenraum nochmals verbessert bzw. auf die spezifischen Garbelange eingestellt werden.

Zweckmäßigerweise ist ferner vorgesehen, dass die erste Öffnung im wesentlichen konzentrisch zur Rotationsachse des Mittels zum Umwälzen von Fluid, insbesondere umfassend ein Lüfterrad, anordbar ist.

Überdies kann vorgesehen sein, dass das zu haltende Kabel mit einem Garprozessfühler verbunden oder verbindbar ist.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Gargerät zur Verfügung gestellt, umfassend mindestens ein erfindungsgemäßes Luftleitglied. Zweckmäßigerweise liegt in dem Gargerät mindestens ein Kabel für ein Garprozessfühler und gegebenenfalls auch bereits dieser Garprozessfühler, vorzugsweise verbunden mit dem Kabel vor.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist es ebenfalls möglich, das Ende des Kabels mit einer Anschlussvorrichtung, insbesondere einer Anschlussbuchse, zu versehen, über die ein Garprozessfühler reversibel angeschlossen werden kann. Hierdurch wird ermöglicht, dass ein Garprozessfühler nicht permanent mit einem Gargerät verbunden zu sein hat, sondern bei Bedarf mit dem Kabel verbunden und zur Bestimmung von Gargutparametern eingesetzt werden kann.

Ferner kann vorgesehen sein, dass das Kabel durch eine zweite Öffnung oder durch einen Spalt zwischen einer, insbesondere seitlichen, Außenkante, des Luftleitglieds und einer Wandung des Garinnenraums aus dem Garinnenraum in den Gebläseraum führbar ist.

Hierbei kommt ebenfalls in Betracht, dass das Kabel durch den Gebläseraum in den Technikraum führbar ist.

Der vorliegenden Erfindung lag die überraschende Erkenntnis zugrunde, dass sich insbesondere der seitliche Randbereich eines Luftleitglieds, der der Garraumtür am nächsten ist, dafür eignet mit einer Halte- und/oder Führvorrichtung für ein Leiterkabel eines Garprozessfühlers ausgestattet zu werden. Mit dieser Haltevorrichtung kann nicht nur das Leiterkabel, sondern ebenfalls über das eingeklemmte Leiterkabel der zugehörige Garprozessfühler fixiert werden. Entlang dieses Längsrandes lassen sich ohne weiteres eine Vielzahl an Haltevorrichtungen auf jeweils unterschiedlicher Höhe vorsehen, so dass ein Leiterkabel z.B. mehrfach eingeklemmt und damit besonders sicher angebracht werden kann. Außerdem gelingt es auf diese Weise, nur stets soviel freies Kabel im Garraum vorliegen zu haben, wie erforderlich ist, um den Garprozessfühler unabhängig von der Höhe, auf der sich das Gargut in dem Garinnenraum befindet, in dasselbe einstecken zu können. Die Haltevorrichtungen des erfindungsgemäßen Luftleitgliedes sind einfach zugänglich und damit gefahrlos zu bedienen. Zudem ist man für die Anbringung bzw. Fixierung des Leiterkabels und/oder des Garprozessfühlers nicht auf die Wandungen des Garinnenraums oder Zubehörteile angewiesen, weshalb es ebenfalls möglich ist, herkömmliche Gargeräte mit dem erfindungsgemäßen Luftleitglied auszustatten.

Die erfindungsgemäßen Luftleitglieder zeichnen sich in einer weiteren Ausführungsform dadurch aus, dass sie eine gleichmäßige Luftströmung ermöglichen, so dass auf gleichbleibend zuverlässige Weise sich der Garerfolg reproduzieren lässt. Auch diese vorteilhafte Wirkung lässt sich auf konstruktiv einfache Weise durch Manipulation des Luftleitgliedes selber erzielen, wodurch wiederum die Nachrüstung herkömmlicher Gargeräte möglich ist.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung, in der bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung beispielhaft anhand schematischer Zeichnungen im einzelnen erläutert sind. Dabei zeigt:

1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Luftleitgliedes;

2 eine perspektivische Vorderseitenansicht einer alternativen Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Luftleitgliedes;

3 eine Querschnittsansicht des Luftleitgliedes gemäß 1; und

4 eine Querschnittsansicht eines alternativen Luftleitglieds.

1 zeigt ein in einem Gargerät 100 vorliegendes Luftleitblech 1. Das Luftleitblech 1 trennt den Garinnenraum 102 von dem Gebläseraum 104. Der Gebläseraum beherbergt eine Heizung bzw. Heizrohre 106 und ein von den Heizrohren umgebenes Lüfterrad 108. Das Luftleitblech 1 weist im Bereich des Lüfterrades 108 eine kreisförmige erste Öffnung 2, auch Ansaugöffnung genannt, die mit einem Schutzgitter 4 versehen ist, auf. Die erste Öffnung 2 befindet sich im wesentlichen im Zentrum des Luftleitblechs 1. Entlang der sich gegenüberliegenden seitlichen ersten und zweiten Randbereiche 6 und 8 des Luftleitblechs 1 liegen jeweils eine Vielzahl an gleichmäßig beabstandeten zweiten Öffnungen 10 bzw. 12 vor. An der Außenkante 14 des der Garraumöffnung zugewandten Randbereichs 6 des Luftleitblechs 1 ist eine Haltevorrichtung 16 für ein Leiterkabel 110 eines Garprozessfühlers (nicht abgebildet) vorgesehen. Die Haltevorrichtung 16 stellt eine gebogene Metallplatte dar, die unter Eigenspannung steht und zumindest bereichsweise gegen die Vorderseite 32 des Randbereichs 6 eine Klemmkraft ausübt. Vorzugsweise verfügt die Haltevorrichtung 16 an Ihrer Klemm- bzw. Einführöffnung über eine Zunge 18, die von der Vorderseite des Randbereichs 6 beabstandet ist. Auf diese Weise kann das Leiterkabel 110 über eine einfache Bewegung in Richtung auf die Garraumöffnung in die Haltevorrichtung eingeführt werden. Das Leiterkabel 110 wird auf diese Weise sicher und zuverlässig fixiert und liegt in einem Bereich des Garinnenraums vor, in dem es weder die Behandlung von Gargut noch die Bedienung von Zubehörteilen stört oder hindert. Diese Art der Anbringung der Haltevorrichtung an dem Randbereich 6 des Luftleitblechs 1 hat zudem den Vorteil, dass das Leiterkabel 110 direkt, unkompliziert und konstruktiv einfach über den Gebläseraum 104 in den dahinter liegenden Technikraum geführt werden kann. Eine bislang erforderlich gewesene umfangreiche Verkabelung des Gargerätes entfällt damit. Auch lassen sich Scharnierbauteile 34 und 36 ohne weiteres an z.B. dem seitlichen Randbereich 8 anbringen.

Das in 1 abgebildete Luftleitblech 1 verkörpert des weiteren den zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung, nämlich die Verbesserung der Luftströmungseigenschaften durch Manipulation der seitlichen Randbereiche 6 und 8 des Luftleitblechs 1. Das Luftleitblech 1 lässt sich grob unterteilen in eine Basisfläche 20, in der auch die erste Öffnung 2 vorliegt und die sich von dem unteren Rand 22 bis zu dem oberen Rand 24 des Luftleitblechs 1 erstreckt, sowie sich gegenüberliegende seitliche Randabschnitte 6 und 8, die, wie bereits geschildert, jeweils mit einer Reihe an zweiten Öffnungen 10 bzw. 12 ausgestattet sind. Diese Randbereiche 6 und 8 bzw. deren Vorderseiten liegen nicht mehr in der Ebene, die durch die Umrandung der ersten Öffnung 2 bzw. die Basisfläche 20 aufgespannt wird, sondern liegen hinter dieser Fläche. Bei dem Luftleitblech 1 gemäß 1 sind die Randbereiche 6 und 8 im wesentlichen eben ausgestaltet, wobei diese ebenen Randbereiche in einem Winkel von der Basisfläche 20 nach hinten abstehen. Bei der vorliegenden Ausführungsform sind die zweiten Öffnungen 10 bzw. 12 entlang der im wesentlichen vertikalen Außenkanten 14 und 26 angebracht und nicht entlang der Übergangskanten 28 und 30 zwischen Basisfläche 20 und erstem Randbereich 6 bzw. zweitem Randbereich 8. Auch die Scharnierbauteile 34 und 36 liegen an dem zurückgezogenen Randbereich 8 vor und ragen daher auch nicht merklich in den Garraum 102 hinein.

Eine alternative Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Luftleitblechs 1' ist in 2 abgebildet. Bei diesem Luftleitblech fehlt es an den zweiten Öffnungen im Bereich der Außenkanten der vertikalen Randbereiche 6' und 8'. Allerdings ist 2 eindeutig zu entnehmen, dass die Vorderseiten der Randbereiche 6' und 8' jeweils beginnend an den Kanten 28' und 30' in Bezug auf die Basisfläche 20' nach hinten abfallen. Diese Konstruktion eines erfindungsgemäßen Luftleitblechs ist besonders deutlich auch der in 3 abgebildeten Querschnittsansicht des Luftleitblechs 1 gemäß 1 entlang der Linie A-A zu entnehmen. In einer weiteren alternativen Ausführungsform kann ein erfindungsgemäßes Luftleitglied 1 auch eine Querschnittsform, wie in 4 abgebildet, aufweisen. Die ersten und zweiten Randbereiche 6 und 8 verlaufen zunächst ausgehend von der Basisfläche 20, wie in 3 abgebildet. Bei Erreichen einer Knickkante 40 kehrt sich der Verlauf bzw. die Orientierung des Randbereichs 6 in Richtung auf die Außenkante 14 des Randbereichs 6 um. Im vorliegenden Fall liegt die Außenkante 14 unterhalb der Fläche, die durch die Basisfläche 20 bzw. die Umrandung der ersten Öffnung 2 in dem Luftleitglied 1 aufgespannt wird. Der Randbereich 6 weist somit eine Einbuchtung auf, die geeignet ist, sowohl die Halte- und/oder Führvorrichtung als auch das Kabel sowie gegebenenfalls auch den Garprozessfühler aufzunehmen. Besonders bevorzugt ist es dabei, diese Einbuchtung in Richtung auf den Gebläseraum zumindest bereichsweise derart zu gestalten, dass der Garprozessfühler vollständig oder nahezu vollständig aufgenommen werden kann und in dieser Position nicht mehr oder nur geringfügig über die durch die Basisplatte 20 bzw. die Umrandung der ersten Öffnung 2 aufgespannte Fläche hinausragt. In einer solchen Warteposition schränkt auch der Garprozessfühler den nutzbaren Garraum nicht mehr ein und kann bei der Konstruktion von Zubehörmaterial, z.B. Hordengestellwagen, unberücksichtigt bleiben.

Die in der vorstehenden Beschreibung, in den Zeichnungen sowie in den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in jeder beliebigen Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.

1 Luftleitglied 2 erste Ansaugöffnung 4 Schutzgitter 6, 6' erster Randbereich 8, 8' zweiter Randbereich 10 zweite Öffnung 12 zweite Öffnung 14 Außenkante des Luftleitglieds 16 Halte- und/oder Führvorrichtung 18 Einführende 20 Basisfläche des Luftleitglieds 22 dritter Randbereich 24 vierter Randbereich 26 Außenkante 28 Übergangskante 30 Übergangskante 32 Vorderfläche 34 Scharnierbauteil 36 Scharnierbauteil 40 Knickkante 42 Knickkante 100 Gargerät 102 Garinnenraum 104 Gebläseraum 106 Heizeinrichtung 108 Mittel zum Umwälzen von Fluid 110 Kabel

Anspruch[de]
  1. Luftleitglied (1) für ein Gargerät zur Anordnung zwischen einem Gebläseraum, enthaltend ein Mittel zum Umwälzen von Fluid, und einem Garinnenraum, mit mindestens einer zumindest bereichsweise dem Garinnenraum zuwendbaren Vorderfläche (32), mindestens einer zumindest bereichsweise dem Garinnenraum abwendbaren und dem Gebläseraum zuwendbaren Rückfläche, und zumindest einem Randbereich (6, 6', 8, 8', 22, 24), wobei im Bereich des Luftleitglieds (1) zwischen dem Gebläseraum und dem Garinnenraum zumindest eine erste Ansaugöffnung (2) und/oder eine zweite Ausblasöffnung (10, 12) bereitgestellt ist bzw. sind, dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens einem Randbereich (6, 6', 8, 8', 22, 24) mindestens eine Halte- und/oder Führvorrichtung (16) für mindestens ein Kabel angebracht oder anbringbar ist.
  2. Luftleitglied (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Randbereich, enthaltend die Halte- und/oder Führvorrichtung (16), ausgewählt ist aus sich gegenüberliegenden ersten und/oder zweiten, insbesondere seitlichen, Randbereichen (6, 6', 8, 8')und/oder sich gegenüberliegenden dritten und/oder vierten, insbesondere oberen und unteren, Randbereichen (22, 24).
  3. Luftleitglied (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Halte- und/oder Führvorrichtung (16) an demjenigen, insbesondere vertikalen, Randbereich (6, 6', 8, 8'), insbesondere der Vorderfläche (32) dieses Randbereichs, der näher an einer Garraumtür eines Gargerätes anordbar ist, angebracht ist.
  4. Luftleitglied (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halte- und/oder Führvorrichtung (16) und/oder mindestens ein Randbereich (6, 6', 8, 8', 22, 24), insbesondere der Randbereich, enthaltend die Halte- und/oder Führvorrichtung, mindestens ein Griffelement enthält bzw. enthalten und/oder zumindest bereichsweise mit einer Grifffunktion ausgestattet ist bzw. sind.
  5. Luftleitglied (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halte- und/oder Führvorrichtung (16) und/oder das Griffelement entlang des Randbereichs (6, 6', 8, 8', 22, 24) bewegbar ist bzw. sind.
  6. Luftleitglied (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens ein Scharnier oder Scharnierbauteil (34, 36), das insbesondere benachbart zu oder im Bereich eines Randbereichs (8, 8') bereitgestellt wird, der dem Randbereich (6, 6'), enthaltend die Halte- und/oder Führvorrichtung (16), gegenüberliegt.
  7. Luftleitglied (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halte- und/oder Führvorrichtung (16) eine unter Eigen- und/oder Federspannung stehende Klemm- oder Klippvorrichtung zur temporären Halterung mindestens eines Kabels umfasst.
  8. Luftleitglied (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halte- und/oder Führvorrichtung (16) ein Einführende (18) für die Einführung des zu haltenden Kabels und einen Befestigungsabschnitt für die Anbringung an dem Randbereich (6, 6', 8, 8', 22, 24) des Luftleitglieds aufweist, wobei das Einführende (18) der vertikalen Mittelachse des Luftleitglieds zuwendbar ist.
  9. Luftleitglied (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderfläche (32) mindestens eines Randbereichs, insbesondere mindestens des ersten und/oder zweiten Randbereichs (6, 6', 8, 8') und/oder dritten und/oder vierten Randbereichs (22, 24), zumindest bereichsweise hinter der durch die Umrandung der ersten und/oder zweiten Öffnung (2, 10, 12) aufgespannten Fläche vorliegt bzw. vorliegen, wobei die erste und/oder zweite Öffnung (2, 10, 12) vorzugsweise in dem Luftleitglied (1) angeordnet ist bzw. sind.
  10. Luftleitglied (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens der Randbereich (6, 6'), enthaltend die Halte- und/oder Führvorrichtung, sich im wesentlichen entlang der gesamten Länge oder Breite des Luftleitglieds (1) erstreckt.
  11. Luftleitglied (1) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderfläche (32) mindestens eines Randbereichs (6, 6', 8, 8') in Richtung auf die Außenkante des Luftleitglieds zumindest bereichsweise kontinuierlich oder stufenweise hinter die von der Umrandung der ersten und/oder zweiten Öffnung (2, 10, 12) aufgespannte Fläche zurückgeht.
  12. Luftleitglied (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderfläche (32) mindestens eines Randbereichs zunächst in Richtung auf die Außenkante (14, 26) des Luftleitglieds (1) zumindest bereichsweise zurückgeht und sich anschließend zumindest bereichsweise in Richtung auf die Außenkante (14, 26) zumindest abschnittsweise kontinuierlich oder stufenweise der von der Umrandung der ersten und/oder zweiten Öffnung (2, 10, 12) aufgespannten Fläche wieder annähert, insbesondere ohne diese zu schneiden.
  13. Luftleitglied (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine zweite Öffnung (10, 12), insbesondere eine Vielzahl an zweiten Öffnungen, zumindest bereichsweise in mindestens einem Randbereich (6, 8) angeordnet ist bzw. sind.
  14. Luftleitglied (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Öffnung (2) im wesentlichen konzentrisch zur Rotationsachse des Mittels zum Umwälzen von Fluid, insbesondere umfassend ein Lüfterrad, anordbar ist.
  15. Luftleitglied (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zu haltende Kabel mit einem Garprozessfühler verbunden oder verbindbar ist.
  16. Gargerät (100) zum Wärmebehandeln von Gargut, umfassend zumindest einen verschließbaren Garinnenraum(102), einen Gebläseraum (104) und einen Technikraum, mindestens eine Heizeinrichtung (106) und mindestens ein Mittel zum Umwälzen von Fluid (108) zumindest im Garinnenraum, ferner umfassend mindestens ein Luftleitglied (1) gemäß einem der vorangehenden Ansprüche.
  17. Gargerät (100) nach Anspruch 16, ferner umfassend mindestens ein Kabel (110) für einen Garprozessfühler.
  18. Gargerät (100) nach Anspruch 16 oder 17, ferner umfassend einen mit dem Kabel (110) verbundenen Garprozessfühler.
  19. Gargerät (100) nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Kabel (110) durch eine zweite Öffnung (10, 12) oder durch einen Spalt zwischen einer, insbesondere seitlichen, Außenkante (14) des Luftleitglieds (1) und einer Wandung des Garinnenraums (102) aus dem Garinnenraum (102) in den Gebläseraum (104) führbar ist.
  20. Gargerät (100) nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Kabel (110) durch den Gebläseraum (104) in den Technikraum führbar ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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