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Dokumentenidentifikation DE60007261T2 27.05.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0001095564
Titel Herbizide Suspensionskonzentrate
Anmelder Dow AgroSciences LLC, Indianapolis, Ind., US
Erfinder Patel, Chhotubhai Dahyabhai, Lansdale, Pennsylvania 19446, US
Vertreter Weickmann & Weickmann, 81679 München
DE-Aktenzeichen 60007261
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 17.10.2000
EP-Aktenzeichen 003091501
EP-Offenlegungsdatum 02.05.2001
EP date of grant 17.12.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.05.2004
IPC-Hauptklasse A01N 25/04
IPC-Nebenklasse A01N 57/20   A01N 33/22   A01N 39/02   A01N 37/02   A01N 37/40   A01N 43/40   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft Suspensionskonzentrate von Herbizidmischungen, wobei ein Herbizid in der Mischung eine hohe Wasserlöslichkeit besitzt und ein Herbizid in der Mischung eine sehr niedrige Wasserlöslichkeit besitzt.

Herbizide besitzen typischerweise ein begrenztes Spektrum an Aktivität, das bedeutet eine begrenzte Anzahl an Unkrautarten die das Herbizid kontrolliert. Als ein Ergebnis davon werden typischerweise mehrere Herbizide angewendet, um Kontrolle über ein gemischtes Spektrum an Unkrautarten zu erhalten. Dies kann ausgeführt werden durch Anwendung verschiedener Herbizide in einer Reihe von Anwendungen oder häufiger durch Anwendung einer Mischung von Herbiziden in einer Anwendung. Solche Mischungen werden hergestellt durch Mischen der einzelnen Herbizide in einem Sprühtank direkt vor der Anwendung oder durch Kombinieren der einzelnen Herbizide in eine einzige Formulierung, die danach in dem Sprühtank vor der Anwendung verdünnt wird.

Das Problem beim Mischen von Herbiziden mit deutlich unterschiedlichen physikalischen/chemischen Eigenschaften ist, dass sie oft inkompatibel miteinander sind. Solche Inkompatibilität kann zur Trennung der Herbizide in eine oder mehrere Schichten, Kristallisation von einem oder beiden der Herbizide unter Bildung einer unlöslichen oder nicht suspendierbaren Masse entweder in einem Sprühtank oder, im Fall einer Formulierung, im Behälter führen. Dieses, Problem ist besonders akut, wenn die Zusammensetzung Oxyfluorfen und Glyphosat enthält und die Formulierung eher auf Wasserbasis ist als auf Lösungsmittelbasis und das eine der Herbizide eine hohe Löslichkeit in Wasser und das andere eine niedrige Löslichkeit in Wasser aufweist. Es ist noch akuter, wenn das wenig wasserlösliche Material eine kleine Partikelgröße aufweist. Formulierungen auf Wasserbasis werden gegenüber Formulierungen auf Lösungsmittelbasis wegen ihrer weniger ungünstigen Umweltwirkung aufgrund ihres geringeren Inhalts an flüchtigen organischen Komponenten bevorzugt.

Mikroemulsionen oder Emulsionen in Wasser können bei geringeren Herbizidkonzentrationen (z.B. weniger als 2 Prozent für das wenig lösliche Herbizid) funktionieren aber bei höheren Konzentrationen tritt häufig Kristallwachstum in der Formulierung und/oder beim Verdünnen mit Wasser für das Sprühen auf.

Aus EP 0 357 553 A2 sind wässrige Suspensionskonzentrate von Herbizidmischungen bekannt, welche N-Phosphonomethylglycin und ein Triazin-Herbizid enthalten. Das Problem der Herstellung von Oxyfluorfen und Glyphosat als ein stabiles Suspensionskonzentrat ist darin weder erwähnt, noch wird eine Lösung für dieses Problem dadurch offensichtlich gemacht.

Aus EP 0 268 574 A1 ist eine Kombination von Simazin und Diuron ebenso wie Glyphosat bekannt, aus JP 07089817 eine Kombination aus Diuron und Gluphosinat, aus EP 0 402 769 A1 eine Kombination von Linuron und einem wasserlöslichen Herbizid wie beispielsweise Glyphosat und aus US 4,075,002 Kombinationen aus Paraquat und Herbiziden, die eine geringe Wasserlöslichkeit aufweisen. Keine dieser Kombinationen löst jedoch das Problem, ein Oxyfluorfen/Glyphosat-Suspensionskonzentrat bereitzustellen.

Ich habe eine einzigartige Kombination von Komponenten entdeckt die, wenn sie mit Oxyfluorfen als ein Herbizid mit geringerer Wasserlöslichkeit als 1 Gewichtsprozent und Glyphosat als ein Herbizid mit größerer Wasserlöslichkeit als 50 Gewichtsprozent bei Raumtemperatur (ca. 25°C) kombiniert ist eine stabile Suspensionskonzentrat-Herbizidformulierung ergibt. Das stabile Suspensionskonzentrat ist eine Zusammensetzung umfassend:

  • a) Oxyfluorfen als erstes Herbizid;
  • b) Glyphosat als zweites Herbizid;
  • c) Ein Verdickungsmittel umfassend:
  • i) pyrogene Kieselsäure und
  • ii) Gelierton oder Polysaccharidgummi;
  • d) Alkylarylsulfonate als Tensid; und
  • e) Wasser;

wobei:

die Partikelgröße des ersten Herbizids kleiner ist als 25 Microns („&mgr;") in der Größe, bevorzugt kleiner als 10 &mgr;, mehr bevorzugt kleiner als 5 &mgr;, am meisten bevorzugt von 1 bis 2 &mgr;;

die Viskosität der Zusammensetzung von 200 bis 1500 Centipoise bei 25°C beträgt; und

die Zusammensetzung wasserlöslich ist.

Für die Zwecke dieser Erfindung sind alle hierin erwähnten Prozentangaben, wenn nicht anders erwähnt, Gewichtsprozent.

Diese Zusammensetzung überwindet die Probleme der Trennung besonders wenn die wässrige Lösung eine hohe Elektrolytkonzentration aufweist. Die Zusammensetzung der Erfindung ist eine stabile Suspensionskonzentratformulierung zusammengesetzt aus Partikeln des ersten Herbizids, die kleiner als 25 &mgr; sind. Da die Effizienz von Pestiziden oft im Verhältnis zur Größe des Pestizidpartikels steht, versichern kleine Partikelgrößen, dass sich die biologische Aktivität des ersten Herbizids der eines lösungsmittelbasierten emulgierbaren Konzentrats des Herbizids annähert. Aus diesem Grund besteht ein Bedürfnis, Pestizidformulierungen herzustellen, in denen das Pestizid eine kleine Partikelgröße aufweist. Wenn Wasser als das Lösungsmittel verwendet wird, besteht ein zusätzlicher Vorteil darin, organische Lösungsmittel zu entfernen. Kleine Partikelgrößen versichern auch hohe Suspendierbarkeit des Feststoffs in dem Lösungskonzentrat, typischerweise höher als 90%. Für die Zwecke dieser Erfindung wird die Partikelgröße als das Volumenmittel der Partikelgröße berechnet, entweder optisch mit einem Elektronenscanmikroskop oder unter Verwendung eines kommerziellen Partikelgrößenbestimmers wie beispielsweise eines Coulter LSTM Partikelgrößenbestimmers (Coulter Instruments) bestimmt.

Das erste Herbizid mit kleiner Partikelgröße kann durch Mahlen von größeren Partikeln hergestellt werden unter Verwendung einer oder mehrerer konventioneller Mahlverfahren so wie zum Beispiel Luftmahlen, Hammermahlen, Schroten (Kiefer, Kreiselkegel, Walze, Schlag), Schlagmahlen (stationäre Platten), Trommelmahlen mit Mahlkörper (Kugeln, Stäbe), Walzenmahlen (Zuführung durch einen kleinen Spalt), Stiftmahlen, Luftstrahlmahlen (spiralartig, entgegengesetzt, fluidisiert). Für Oxyfluorfen wird ein kontinuierliches Schmelzemulgierungs-Kristallisationsverfahren bevorzugt.

Das erste Herbizid umfasst bevorzugt von 0,1 bis 50 Prozent der Zusammensetzung; mehr bevorzugt 1 bis 25 Prozent, noch mehr bevorzugt 1 bis 5 Prozent, am meisten bevorzugt 1 bis 3 Prozent.

Das zweite Herbizid weist eine hohe Wasserlöslichkeit auf. Bevorzugt ist das zweite Herbizid ein wasserlösliches Salz von Glyphosat. Bevorzugt ist das Salz ein Natrium, Kalium, Ammonium, Monoalkylammonium oder Dialkylammoniumsalz. Für den Zweck dieser Erfindung bedeutet „Alkyl" C1-C4 gerade oder verzweigtkettiges Alkyl. Mehr bevorzugt ist das Salz ein Natrium oder Alkylammoniumsalz.

Am meisten bevorzugt ist das zweite Herbizid das Isopropylammoniumsalz von Glyphosat. Bevorzugt umfasst das zweite Herbizid von 0,1 bis 70 Prozent der Zusammensetzung; mehr bevorzugt von 5 bis 60 Prozent; noch mehr bevorzugt von 25 bis 60 Prozent; am meisten bevorzugt von 40 bis 60 Prozent.

Ich habe entdeckt, dass um sicher zu gehen, dass das erste Herbizid sich nicht von dem Suspensionskonzentrat trennt, ein Verdicken welcher die Kombination von pyrogener Kieselsäure (amorphes Siliziumdioxid) und einem Geliermittel ausgewählt aus Gelierton oder einem Polysacchridgummi erforderlich ist. Bevorzugte Geliermittel sind Bentonittone. Bevorzugt umfasst die pyrogene Kieselsäure von 0,1 bis 3,5 Prozent der Zusammensetzung; mehr bevorzugt 0,5 bis 2 Prozent; am meisten bevorzugt 0,8 bis 1 Prozent. Bevorzugt umfasst das Geliermittel von 0,1 bis 3,5 Prozent der Zusammensetzung; mehr bevorzugt 0,5 bis 2 Prozent; am meisten bevorzugt 0,8 bis 1 Prozent. Das Verhältnis von pyrogener Kieselsäure zu Geliermittel ist von 1:12,5 bis 12,5:1 pro Gewicht; bevorzugt 1:5 bis 5:1; mehr bevorzugt 2:1 bis 1:2; am meisten bevorzugt annähernd 1:1. Da das erste Herbizid kleine Partikel umfasst, kann es auch als ein Verdicken wirken. Aus diesem Grund kann mit steigender Menge des ersten Herbizids in der Zusammensetzung die Menge des Verdickers gesenkt werden. Das ungefähre Verhältnis des ersten Herbizids zu dem Verdicken in der Zusammensetzung wird so eingestellt, dass die Viskosität der Zusammensetzung von 150 bis 1500 Centipoise bei Raumtemperatur (ungefähr 25°C) beträgt, gemessen unter Verwendung eines Standardviskosimeters wie beispielsweise eines Brookfield Viskosimeters mit einer #2 oder #3 Spindel bei 30 rpm. Bevorzugt beträgt die Viskosität der Zusammensetzung von 1500 bis 1000 Centipoise, mehr bevorzugt von 300 bis 400 Centipoise.

Zusätzlich zu dem Verdicken muss die Zusammensetzung ein Salz eines Alkylarylsulfonats als Tensid enthalten. Das Tensid wirkt als Benetzungsmittel um die Verträglichkeit des ersten Herbizids mit dem zweiten Herbizid und dem Verdicken zu steigern. Bevorzugt ist das Tensid ein Salz von Dodekylbenzylsulfonat; am meisten bevorzugt Natriumdodekylbenzylsulfonat. Das Tensid umfasst von 0,2 bis 5 Prozent der Zusammensetzung; bevorzugt von 0,5 bis 3 Prozent; mehr bevorzugt von 1 bis 2 Prozent.

Wahlweise können zusätzliche Zusätze in die Zusammensetzung eingebaut werden beinhaltend zum Beispiel zusätzliche Benetzungsmittel (z.B. Tenside), Verteilungsmittel, Dispergiermittel, Kleber, Haftmittel, Verarbeitungshilfsstoffe (z.B. Antischaummittel), Frostschutzmittel (z.B. Glykole wie Ethylen-, Propylen- und Dipropylenglycol), Puffer und Stabilisatoren (z.B. anorganische Salze). Solche üblicherweise im Stand der Technik verwendeten Zusätze können in McCutcheon's Emulsifiers and Detergents, McCutcheon's Emulsifiers and Dertergents/Functional Materials and McCutcheon's Functional Materials gefunden werden, die alle jährlich von McCutcheon Division von MC Publishing Company (New Jersey, USA) veröffentlicht werden oder in Detergents and Emulsifiers, Annual, (Allured Publishing Company, Ridgewood, New Jersey, USA). Wenn vorhanden, können Frostschutzmittel bis zu 15 Prozent der Zusammensetzung umfassen; bevorzugt von 2 bis 10 Prozent; mehr bevorzugt 4 bis 5 Prozent. Wenn vorhanden, können Verarbeitungshilfsstoffe bis zu 2 Prozent der Zusammensetzung umfassen; bevorzugt von 0,1 bis 1 Prozent, mehr bevorzugt 0,1 bis 0,2 Prozent. Wenn vorhanden können Stabilisatoren bis zu 3 Prozent der Zusammensetzung umfassen; bevorzugt 0,1 bis 2 Prozent.

Ein Vorteil der Zusammensetzungen dieser Erfindung ist, dass sie nicht nur selbst stabil sind, sondern, wenn sie mit Wasser verdünnt werden, zum Beispiel in einem Sprühtank, sie eine stabile wässrige Mischung bilden. Das ist wichtig, da viele Herbizidmischungen nicht stabil sind, wenn sie mit Wasser verdünnt sind. Stattdessen bilden sie Gele, unlösliche Feststoffe, klebrige Massen und/oder Schäume, was es unmöglich macht, die verdünnte Mischung an den Unkräutern anzuwenden weil die Spritzvorrichtung verstopft wird.

Unter gewissen Bedingungen können die Zusammensetzungen der Erfindung vor dem Pflanzen einer Feldfrucht in den Boden oder andere Wachstumsmedien eingebaut werden. Dieser Einbau kann mit beliebigen üblichen Mitteln erfolgen, beinhaltend Vermischen mit dem Boden, Anwenden der Zusammensetzungen an der Oberfläche des Bodens und dann Scheibenpflügen oder in den Boden Ziehen bis zu der gewünschten Tiefe, oder durch Anwenden eines flüssigen Trägers.

Es ist oft wünschenswert, insbesondere im Fall von Laubsprühanwendungen, in dem Sprühtank eine oder mehrere Sprühzusätze zu beinhalten, die noch nicht in die Formulierung eingebaut sind, wie zum Beispiel Benetzungsmittel, Verteilungsmittel, Dispergiermittel, Kleber, Haftmittel und Emulgiermittel gemäß landwirtschaftlichen Praktiken. Solche üblicherweise im Stand der Technik verwendeten Zusätze findet man in den oben beschriebenen John W. McCutcheon, Inc. Veröffentlichungen.

Für manche Anwendungen können eine oder mehrere zusätzliche Herbizide zu den Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung dazugegeben werden, wodurch zusätzliche Vorteile und Effektivität bereitgestellt wird. Wenn zusätzliche Herbizide verwendet werden, wird das verwendete relative Verhältnis von der relativen Effizienz und Selektivität des ersten und zweiten Herbizids in der Zusammensetzung ebenso abhängen wie von der relativen Effizienz und Selektivität des zusätzlichen Herbizids oder der zusätzlichen Herbizide.

Um die Zusammensetzung zuzubereiten, brauchen die Komponenten nicht in irgendeiner bestimmten Reihenfolge kombiniert zu werden. Um jedoch unerwünschte Trennung von Komponenten zu verhindern und für die leichtere Herstellung wird die folgende allgemeine Abfolge bevorzugt:

  • 1) Bereite ein Suspensionskonzentrat oder eine Aufschlämmung des ersten Herbizids in Wasser zu;
  • 2) Bereite eine Lösung des zweiten Herbizids in Wasser zu;
  • 3) Bestimme die Menge der ersten Herbizidssuspension oder Aufschlämmung und die Menge der Lösung des zweiten Herbizids, die benötigt wird, um die jeweils gewünschte Konzentration in der endgültigen Zusammensetzung bereitzustellen und die Menge des Wassers die jeweils enthalten ist;
  • 4) Bestimme die Menge von jeder der verbleibenden Komponenten, die in der endgültigen Zusammensetzung benötigt wird;
  • 5) Nimm die benötigte Menge an Wasser die in der endgültigen Zusammensetzung benötigt wird (abzüglich der oben in Schritt 3 bestimmten Menge) und gib dazu das Tensid und wasserlösliche wahlweise Komponenten (z.B. Frostschutzmittel und Verarbeitungshilfsstoffe), und vermische bis zur Einheitlichkeit;
  • 6) Gib den Verdicken als einzelne Komponenten oder als eine Vormischung hinzu und beliebige wasserunlösliche wahlweise Komponenten, und vermische bis eine einheitliche Paste oder Aufschlämmung gebildet wird;
  • 7) Gib die erste Herbizidsuspension oder Aufschlämmung dazu und vermische nochmals bis eine einheitliche Paste oder Aufschlämmung gebildet wird; und
  • 8) Gib die zweite Herbizidlösung dazu und vermische bis das einheitliche Suspensionskonzentrat gebildet hat wird.

Ein Fachmann wird erkennen, dass beliebige von einer Vielzahl an Vorrichtungen verwendet werden können, um die Mischungsschritte auszuführen, beinhaltend zum Beispiel Kolloidmühlen, Sandmühlen, Rotor/Stator-Homogenisieren, in-line Emulgierer, stationäre Mischer, Kolbenhomogenisierer, Ultraschallhomogenisierer und Hochgeschwindigkeitsstrahler oder Düsen. Bevorzugt werden Kolloidmühlen, Rotor/Stator-Mischer wie beispielsweise die von Tekmar oder Arde Burinco Companies erhältlichen, oder ein Mischer wie beispielsweise ein Cowless®Löser.

Die Herbizidlösungskonzentrat-Zusammensetzungen dieser Erfindung können verdünnt werden oder wie sie sind auf das Laub von Pflanzen und/oder den Boden angewendet werden als wässrige Sprays mit üblicherweise verwendeten Methoden, wie beispielsweise konventionelle Hochvolumenhydrauliksprays; Niedrigvolumensprays, Pressluft, und Luftsprays. Die Verdünnung und Anwendungsrate werden von der Art der angewendeten Ausrüstung, dem Verfahren und der gewünschten Anwendungshäufigkeit, der Herbizidanwendungsrate und den Unkrautarten, die kontrolliert werden sollen, abhängen. Die Zusammensetzungen können mit Düngern oder Düngemitteln vor ihrer Anwendung gemischt werden. Die Zusammensetzungen können als einziges Pestizid verwendet werden oder sie können in Verbindung mit anderen Pestiziden wie zum Beispiel Microbiziden, Fungiziden, anderen Herbiziden, Insektiziden und Milbenbekämpfungsmitteln angewendet werden.

Die folgenden Beispiele veranschaulichen verschiedene Gesichtspunkte dieser Erfindung:

Beispiel 1 – Zubereitung eines Oxyfluorfen/Glyphosat-Suspensionskonzentrats

Unter Verwendung des oben skizzierten allgemeinen Verfahrens wurde ein Suspensionskonzentrat wie folgt hergestellt (alle Teile sind als Gewichtsteile ausgedrückt):

  • 1) Wasser (19 Teile), Frostschutzmittel (Propylenglykol, 5 Teile), und Verarbeitungshilfsstoff (AntifoamTM, C, Dow Chemical Co., 0,1 Teile) werden kombiniert und bis zur Einheitlichkeit vermischt;
  • 2) Tensid (Natriumdodekylbenzylsulfonat (NacconolTM 90G Tensid, Stepan Co.), 1,0 Teile) wird zugegeben und die Mischung bis zur Einheitlichkeit vermischt;
  • 3) Verdicken (1:1 Mischung von pyrogener Kieselsäure (Cab-O-SilTM M-5 Kieselsäure, Cabot Co.) und Gelierton (Min U GelTM 400 Ton, Floridin Co.), 1,4 Teile) werden vermischt bis sich eine einheitliche Paste bildet;
  • 4) Oxyfluorfensuspensionskonzentrat (6,5 Teile) das wie folgt hergestellt wurde:

    Achtzig Gramm Oxyfluorfenherbizid (72% technisch, Schmelzpunkt 75°C) wurden mit 6,4 g (8 Gewichts-%, bezogen auf Oxyfluorfen) von SpontoTM 234T Tensid (Witco Chemical Co.) in einem 250 ml Rundkolben geschmolzen. Die Temperatur wurde bei 105°C gehalten. Die Oxyfluorfenschmelze wurde durch begleitgeheizte Röhren gepumpt und mit einem Wasserstrom von bei 25°C direkt vor dem Eintreten in einen inline Homogenisierer (IKA Ultra TurrayTM Homogenisieren mit einer feinen Homogenisierdüse) der mit 24000 rpm arbeitete, fusioniert. Die Flussrate des Oxyfluorfenstroms betrug 15 ml/min und die Flussrate des wässrigen Stroms war 40 ml/min. Die resultierende Suspension, die aus dem Homogenisieren austrat, war zu 28 Prozent Feststoffe. Diese Suspension wurde auf 41,7 Prozent Oxyfluorfen konzentriert;

    wird in die Paste gemischt und die resultierende Mischung wird erneut vermischt bis eine zweite einheitliche Paste entsteht; und
  • 5) Glyphosat-Isopropylammoniumsalzlösung (62 Prozent Glyphosat-Isopropylamin, Monsanto Co., 67 Teile) wird zugegeben und die resultierende Mischung wird in einem Homogenisieren vermischt bis sich das endgültige einheitliche Suspensionskonzentrat bildet.

Dieses Suspensionskonzentrat blieb beim Stehen bei Raumtemperatur stabil. Eine vergleichbare Zusammensetzung wurde ohne die Verdickermischung zubereitet. Beim Stehen trennte sich die vergleichbare Zusammensetzung rasch in zwei Phasen; eine klare flüssige Phase, die das Glyphosat-isopropylammoniumsalz enthält und eine wässrige Suspensionsphase, die das Oxyfluorfen enthält. Ähnliche Ergebnisse wurden mit vergleichbaren Zusammensetzungen erhalten, die nur eine der beiden Verdickerkomponenten enthielt.

Beispiel 2 – Zubereitung eines Oxyfluorfen/Glyphosat-Suspensionskonzentrats

Unter Verwendung desselben allgemeinen Verfahrens wie in Beispiel 1 wurde ein zweites Suspensionskonzentrat zubereitet mit den folgenden Anteilen der Komponenten:

Dieses Suspensionskonzentrat blieb beim Stehen bei Raumtemperatur stabil. Beim Vergleich mit vergleichbaren Zusammensetzungen ohne die Verdicken waren die Ergebnisse ähnlich denen, die mit Beispiel 1 gefunden wurden.

Biologische Testverfahren

Unkrautsamen und Feldfruchtsamen wurden in einem herkömmlich bestellten Feld unter Verwendung eines Doppelscheibenpflanzers in 18 Zentimeter entfernten Reihengepflanzt. Behandlungen wurden nach dem Pflanzenaufgang angewendet, nachdem die Pflanzen auf eine Höhe von ungefähr 3 bis 12 Zentimetern aufgegangen waren. Alle Behandlungen wurden mit einem Fahrradsprühen angewendet, der mit fünf 8002LP Düsen im Abstand von 51 cm ausgerüstet war, mit einer Bodengeschwindigkeit von 6,4 Kilometern pro Stunde, wodurch sich ein Sprühvolumen von 280 Litern pro Hektar ergab. Der Test wurde in einem völlig zufälligen Stückdesign mit 4 Wiederholungen ausgelegt. Einzelne Stückdimensionen waren 2,5 mal 6 Meter. Zusammengesetzte Vormischungen und Tankmischungen wurden mit Wasser in einer 2 Liter Flasche verdünnt und unter Verwendung von komprimiertem CO2 als Treibmittel gesprüht. Alle Stücke wurden für die Prozentkontrolle 7 und 33 Tage nach der Behandlung unter Verwendung einer Skala von 0–100 beurteilt, mit 0 = keine Kontrolle und 100 = alle Pflanzen tot.

Diese Daten deuten darauf hin, dass es keinen entscheidenden Unterschied zwischen der biologischen Aktivität der Zusammensetzung dieser Erfindung und der biologischen Aktivität derselben in einem Tank gemischten Materialien gibt.


Anspruch[de]
  1. Eine Herbizid-Zusammensetzung in Form eines Suspensionskonzentrats umfassend:

    a) Oxyfluorfen als erstes Herbizid;

    b) Glyphosat als zweites Herbizid;

    c) einen Verdicken umfassend:

    i) pyrogene Kieselsäure; und

    ii) Gelierton oder Polysaccharidgummi;

    d) ein Salz eines Alkyl-Aryl-Sulfonats als Benetzungsmittel; und

    e) Wasser;

    worin:

    die Partikelgröße des ersten Herbizids kleiner ist als 25 Micron;

    die Viskosität der Zusammensetzung bei 25°C 150 bis 1500 Centipoise beträgt; und

    die Zusammensetzung mit Wasser verdünnt werden kann.
  2. Herbizidzusammensetzung nach Anspruch 1 ferner umfassend ein drittes Herbizid.
  3. Herbizidzusammensetzung nach Anspruch 1, worin der Gelierton ein Bentonitton ist.
  4. Herbizidzusammensetzung nach Anspruch 1, worin das erste Herbizid von 0,1 bis 50 Gewichts% der Zusammensetzung umfasst und das zweite Herbizid von 0,1 bis 70 Gewichts% der Zusammensetzung umfasst.
  5. Herbizidzusammensetzung nach Anspruch 1, worin der Verdicken 0,1 bis 3,5 Gewichts% an pyrogener Kieselsäure und 0.1 bis 3,5 Gewichts% an Gelierton oder Polysaccharidgummi umfasst.
  6. Herbizidzusammensetzung nach Anspruch 1, ferner umfassend ein Frostschutzmittel und einen Verarbeitungshilfsstoff.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






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