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Dokumentenidentifikation DE69815985T2 27.05.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000908706
Titel Wägeeinrichtung zur Erzeugung einer automatischen Regelung eines Filters
Anmelder Ishida Co., Ltd., Kyoto, JP
Erfinder Tokutsu, Harunori, Ritto-cho, Shiga 520-3026, JP
Vertreter Tiedtke, Bühling, Kinne & Partner GbR, 80336 München
DE-Aktenzeichen 69815985
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 05.10.1998
EP-Aktenzeichen 983080896
EP-Offenlegungsdatum 14.04.1999
EP date of grant 02.07.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.05.2004
IPC-Hauptklasse G01G 3/147
IPC-Nebenklasse G01G 23/10   G01G 3/14   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich im Allgemeinen auf eine Wägevorrichtung zur Messung des Gewichts von zu wiegenden Objekten und genauer auf die Anpassung eines Filters, das bei der Wägevorrichtung zur Beseitigung einer in einem Gewichtssignal enthaltenen Vibrationskomponente Verwendung findet.

Von den Wägevorrichtungen zum Messen des Gewichts von zu wiegenden Objekten ist eine Kombinations-Wägevorrichtung bekannt, bei der eine Kombinationsberechnung von jeweiligen Gewichten der zu wiegenden Objekte, die in eine Vielzahl von Wägetrichtern zugeführt wurde, durchgeführt wird, um ein Produkt mit einem vorbestimmten Gewicht zur Verfügung zu stellen. Da bei dieser Kombinations-Wägevorrichtung die Tendenz besteht, dass die auf einen Wägemechanismus mit einem zugehörigen Wägetrichter selbst zurückzuführende natürliche Vibration und eine hauptsächlich durch Vibration des Fußbodens hervorgerufene externe Vibration als eine Vibrationskomponente auf ein von jedem der Wägetrichter ausgegebenes Wägesignal überlagert werden, ist die Verwendung eines Filters (eines Tiefpassfilters) in Verbindung mit jedem der Wägetrichter erforderlich, um die Vibrationskomponente zu beseitigen, um eine Wägegenauigkeit sicherzustellen. Im Allgemeinen ist die Frequenz der natürlichen Vibration höher als die der externen Vibration.

In EP-A-756158 wird ein Verfahren zur Kompensation der externen (Fußboden-) Vibration vorgeschlagen, wodurch die Wägegenauigkeit verbessert wird. Dies wird erzielt, indem über ein digitales Filter das Fußbodenvibrationssignal erfasst und ausgegeben wird, und es von dem Wägesignal subtrahiert wird. Die Erfindung ist gekennzeichnet durch die Verwendung einer Phasenkorrektureinrichtung, die ermöglicht, dass sowohl die Fußboden- als auch die Wägesignale während der Kompensationsprozedur in Gleichklang sind.

Das Filter, der zuvor beschriebenen Art ist derart ausgestaltet, dass sobald die von den Filtercharakteristiken (Grenzfrequenz und/oder Dämpfungscharakteristik) bestimmbare Filterkonstante bestimmt ist, eine Filteransprechzeit fixiert werden kann. Mit anderen Worten kann die Ansprechzeit erhöht werden, falls die Leistungsfähigkeit bzw. Fähigkeit von Dämpfungsvibrationen durch Verringerung der Grenzfrequenz erhöht werden kann, jedoch kann die Ansprechzeit reduziert werden, falls die Fähigkeit der Dämpfungsvibrationen durch Erhöhen der Grenzfrequenz verringert wird. Im Hinblick darauf ist es erforderlich, dass das bei der Wägevorrichtung der zuvor erwähnten Art einsetzbare Filter von einem Typ mit einer derartigen Filtercharakteristik ist, die in der Lage ist, die Vibrationskomponente auf einen Pegel herunterzudämpfen, der die Wägegenauigkeit nicht länger beeinflussen wird und auch eine kurze Ansprechzeit aufweist.

Jedoch ist, da die Vibrationskomponente des Gewichtssignals abhängig von Wägebedingungen der Wägevorrichtung und/oder Bedingungen variiert, unter denen die Wägevorrichtung installiert ist, die hierzu unternommene Lösung der Gestalt, dass die Wägevorrichtung bei einem Installationsort installiert wird, um eine Reihe von Tests durch Versuch und Irrtum durchzuführen, wobei die Filtercharakteristik verändert wird, während zu wiegende Objekte tatsächlich der Wägevorrichtung zugeführt werden, und um abschließend ein Filter auszuwählen, das eine zur Sicherstellung der Wägegenauigkeit effektive Vibrationsdämpfungsfähigkeit aufweist und außerdem eine kurze Filteransprechzeit aufweist. Dementsprechend war eine Anpassung des Filters eine zeitaufwendige Arbeit. Da die Kombinations-Wägevorrichtung die Verwendung einer Vielzahl von Wägemechanismen erfordert, ist eine Anpassung des Filters für jeden der Wägemechanismen erforderlich, was in extrem zeitaufwendigen und komplizierten Prozeduren resultiert.

Die Erfindung wurde erdacht, um im Wesentlichen die zuvor diskutierten Probleme zu beseitigen, und die Erfindung ist bestrebt eine verbesserte Wägevorrichtung mit automatischer Filteranpassung zur Verfügung zu stellen, die zur Sicherstellung einer Wägegenauigkeit effektiv ist, und wobei die Filtercharakteristik des Filters mit einer kurzen Ansprechzeit in einer kurzen Zeit angepasst werden kann.

Um diese Aufgabe zu lösen, stellt ein Aspekt der Erfindung eine Wägevorrichtung mit automatischer Filteranpassung zur Verfügung, mit:

einer oder mehr Wägezellen zum Ausgeben eines Gewichtssignals, das ein Gewicht eines darauf geladenen zu wiegenden Objekts angibt, gekennzeichnet durch

ein variables Filter mit einer vorbestimmten Filtercharakteristik zum Filtern des oder jedes Gewichtssignals, um ein entsprechendes gefilteres Gewichtssignal zur Verfügung zu stellen; und

einer Filteranpasseinrichtung zum Anpassen der Filtercharakteristik des variablen Filters auf die vorbestimmte Filtercharakteristik, wobei die Filteranpassungseinrichtung umfasst:

eine Vibrationskomponenten-Erfassungseinrichtung zur Erfassung einer Vibrationskomponente von dem(n) gefilterten Gewichtssignal(en);

eine Pegeleinstelleinrichtung zum Einstellen eines zulässigen Pegels der Vibrationskomponente von dem oder jedem gefilterten Gewichtssignal;

eine Vergleichseinrichtung zum Vergleichen der Vibrationskomponente von dem oder jedem gefilterten Gewichtssignal mit dem zulässigen Pegel; und

eine Filtercharakteristik-Änderungseinrichtung, die auf der Grundlage eines Ergebnisses eines von der Vergleichseinrichtung durchgeführten Vergleichs betreibbar ist, um die Filtercharakteristik des variablen Filters anzupassen, um zu ermöglichen, dass die Vibrationskomponente eine Größe annähernd gleich dem zulässigen Pegel, jedoch den zulässigen Pegel nicht überschreitend, erreicht.

Mit dieser Wägevorrichtung wird die Filtercharakteristik auf der Grundlage eines Ergebnisses eines Vergleichs der Vibrationskomponente des gefilterten Gewichtssignals mit einem zulässigen Pegel der Vibrationskomponenten automatisch angepasst, so dass die Vibrationskomponente des gefilterten Gewichtssignals einen den zulässigen Pegel annähernden Wert erreichen kann, jedoch den zulässigen Wert nicht überschreitet. Auf diese Weise kann durch Herunterdämpfen der Vibrationskomponente auf einen Wert innerhalb des zulässigen Pegels die Wägegenauigkeit sichergestellt werden, und andererseits kann durch Herunterdämpfen der Vibrationskomponente auf einen dem zulässigen Pegel angenäherten Wert die Filtercharakteristik, bei der die Ansprechzeit auf so kurz wie möglich reduziert ist, in einer kurzen Zeit schnell erlangt werden.

Vorzugsweise umfasst die Erfindung eine Wägevorrichtung mit einer Vielzahl von Wägezellen zur Ausgabe von jeweiligen Gewichtssignalen, die Gewichte von darauf geladenen zu wiegenden Objekten anzeigen; und einer Kombinations-Berechnungseinrichtung zum Auswählen einer Kombination der zu wiegenden Objekte auf der Grundlage der jeweiligen gefilterten Gewichtssignale, die von dem variablen Filter ausgegeben werden, um dadurch die Kombination zu berechnen, die sich einem Zielwert innerhalb einer vorbestimmten Toleranz annähert.

Mit dieser Anordnung wird die Filtercharakteristik auf der Grundlage eines Ergebnisses eines Vergleichs der jeweiligen Vibrationskomponenten von gefilterten Gewichtssignalen mit einem zulässigen Pegel der Vibrationskomponenten automatisch angepasst, so dass die jeweiligen Vibrationskomponenten der gefilterten Gewichtssignale einen den zulässigen Pegel annähernden Wert erreichen können, jedoch den zulässigen Pegel nicht überschreiten. Auf diese Weise kann durch Herunterdämpfen der Vibrationskomponenten auf einen Wert innerhalb des zulässigen Pegels die Wägegenauigkeit sichergestellt werden, und andererseits kann durch Herunterdämpfen der Vibrationskomponenten auf einen den zulässigen Pegel annähernden Wert die Filtercharakteristik, bei der die Ansprechzeit auf so kurz als möglich reduziert ist, in einer kurzen Zeit schnell erlangt werden.

Die Erfindung stellt zudem eine Wägevorrichtung zur Verfügung, wobei das variable Filter eine Vielzahl von variablen Filtern umfasst, die jeweils eine vorbestimmte Filtercharakteristik zur Filterung der Gewichtssignale aufweisen, um entsprechende gefilterte Gewichtssignale zur Verfügung zu stellen, wobei die variablen Filter in eine oder mehr Gruppen unterteilt sind; und

wobei die Vibrationskomponenten-Erfassungseinrichtung eine Vibrationskomponente von dem gefilterten Gewichtssignal erfasst, das von einem oder mehr der variablen Filter jeder Gruppe ausgegeben wird, und wobei die Filtercharakteristik-Änderungseinrichtung auf der Grundlage eines Ergebnisses eines von der Vergleichseinrichtung durchgeführten Vergleichs betreibbar ist, um die jeweiligen Filtercharakteristiken von allen variablen Filtern von jeder Gruppe auf die selbe Filtercharakteristik anzupassen, um zu ermöglichen, dass die Vibrationskomponente eine Größe annähernd gleich dem zulässigen Pegel, jedoch den zulässigen Pegel nicht überschreitend, erreicht.

Bei der so beschriebenen Wägevorrichtung werden nur einige der gefilterten Gewichtssignale innerhalb der Gruppe verwendet, um die Filtercharakteristiken von allen der variablen Filter einer derartigen Gruppe anzupassen, und daher kann die Anpassung des variablen Filters vereinfacht werden, während die Filteranpasseinrichtung einen vereinfachten Aufbau aufweisen kann.

Vorzugsweise kann die Filtercharakteristik-Änderungseinrichtung so gestaltet sein, um stufenweise von der Filtercharakteristik, bei der die Fähigkeit zum Dämpfen der Vibration mit der kürzesten Ansprechzeit am niedrigsten ist, auf die Filtercharakteristik zu ändern, bei der die Fähigkeit zum Dämpfen der Vibration mit der längsten Ansprechzeit am höchsten ist, und dann die Filtercharakteristik einzustellen, die vorgewiesen wird, wenn die Vibrationskomponente innerhalb den zulässigen Pegel fällt.

Alternativ kann die Filtercharakteristik-Änderungseinrichtung so gestaltet sein, um stufenweise von der Filtercharakteristik, bei der eine Fähigkeit zum Dämpfen der Vibration mit der längsten Ansprechzeit am höchsten ist, auf die Filtercharakteristik zu ändern, bei der die Fähigkeit zum Dämpfen der Vibration mit der kürzesten Ansprechzeit am niedrigsten ist, und dann die Filtercharakteristik einzustellen, die unmittelbar, bevor die Vibrationskomponente den zulässigen Pegel überschritten hat, vorgewiesen wird.

Außerdem kann die Filtercharakteristik-Änderungseinrichtung verwendet werden, um die jeweiligen Filtercharakteristiken der variablen Filter auf die selbe Filtercharakteristik anzupassen. Mit anderen Worten, können auf der Grundlage eines Ergebnisses eines von der Vergleichseinrichtung durchgeführten Vergleichs alle variablen Filter auf die selbe Filtercharakteristik angepasst werden, um dadurch einer beliebigen der Vibrationskomponenten zu ermöglichen, einen den zulässigen Pegel annähernden Wert anzunehmen, der jedoch den zulässigen Pegel nicht überschreitet. Auch in diesem Fall kann die Anpassung der variablen Filter vereinfacht werden, begleitet von einer Vereinfachung des Aufbaus der Filteranpasseinrichtung.

In jedem Fall wird die Erfindung aus der folgenden Beschreibung ihrer bevorzugten Ausführungsbeispiele in Verbindung mit der beiliegenden Zeichnung besser verstanden. Jedoch dienen die Ausführungsbeispiele und die Zeichnung nur dem Zwecke der Veranschaulichung und Erläuterung und sind nicht als Beschränkung des Geltungsbereichs der Erfindung in irgendeiner Weise wie auch immer zu verstehen, deren Geltungsbereich durch die angehängten Ansprüche bestimmt wird. In der beigefügten Zeichnung finden ähnliche Bezugszeichen Verwendung, um ähnliche Teile durch verschiedene Ansichten hindurch zu bezeichnen. Es zeigen:

1 ein Schaltungs-Blockschaltbild, das eine Kombinations-Wägevorrichtung mit automatischer Filteranpassung gemäß einem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung aufweist;

2 eine schematische Seitenansicht, die die Kombinations-Wägevorrichtung zeigt;

3 ein Flussdiagramm, das die Operationsabfolge bzw. den Arbeitsablauf der Kombinations-Wägevorrichtung darstellt;

4 ein Schaltungs-Blockschaltbild, das die Kombinations-Berechnungsvorrichtung mit automatischer Filteranpassung gemäß einem zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung darstellt; und

5 ein Schaltungs-Blockschaltbild, das die Kombinations-Wägevorrichtung mit automatischer Filteranpassung gemäß dem dritten bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung darstellt.

Nun werden einige bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung beschrieben.

Bezugnehmend zuerst auf 1, ist dort eine Kombinations-Wägevorrichtung mit einer automatischen Filteranpassung gemäß dem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt. Die darin gezeigte Kombinations-Wägevorrichtung umfasst eine Vielzahl von Wägezellen (Lastzellen bzw. Ladezellen) 2-1, 2-2, 2-3,...2-(n-1) und 2-n zur Messung jeweiliger Gewichte von zu wiegenden Objekten, die in eine Vielzahl von Wägetrichtern 28-1, 28-2, 28-3,...28-(n-1) und 28-n zugeführt worden sind (vgl. 2), und außerdem zum Ausgeben von Gewichtssignalen W1, W2, W3,... W(n-1) und Wn, die die jeweiligen Gewichte der zu wiegenden Objekte anzeigen; Verstärker 3-1, 3-2, 3-3,...3-(n-1) und 3-n zur Verstärkung der jeweiligen Gewichtssignale W1, W2, W3,... W(n-1) und Wn; Analog-zu-digital-Wandler (A/D-Wandler) 4-1, 4-2, 4-3,...4-(n-1) und 4-n zum Abtasten der verstärkten Gewichtssignale W1, W2, W3,...W(n-1) und Wn jeweils mit einer vorbestimmten Abtastfrequenz, und Umwandeln derselben in jeweilige digitale Gewichtssignale; variable digitale Filter 6-1, 6-2, 6-3, ...6-(n-1) und 6-n mit jeweiligen vorbestimmten Filtercharakteristiken und betreibbar, um die zugehörigen digitalen Gewichtssignale W1, W2, W3,...W(n-1) und Wn zu filtern, um zugehörige gefilterte Gewichtssignale FW1, FW2, FW3,...FW(n-1) und FWn auszugeben; und eine Kombinations-Berechnungseinrichtung 8 zum ausgewählten Kombinieren der gefilterten Gewichtssignale FWl bis FWn zur Berechnung einer Kombination derjenigen gefilterten Gewichtssignale FWl bis FWn, die ungefähr gleich einem Zielwert innerhalb einer vorbestimmten Toleranzspanne sind, und zum Ausgeben von ÖFFNUNGS-Signalen OS zum Öffnen von jeweiligen Toren von einigen oder allen der Wägetrichter 28-1, 28-2, 28-3,...28-(n-1) und 28-n, die ausgewählt wurden.

In 2 ist eine schematische Seitenansicht der zuvor beschriebenen Kombinations-Wägevorrichtung dargestellt. Bei dieser Kombinations-Wägevorrichtung werden die zu wiegenden Objekte M von einer (nicht abgebildeten) Zuführtransporteinrichtung durch einen Zuführschacht 21 auf einen Verteiltisch 22 zugeführt. Die zu wiegenden Objekte M, die auf den Verteiltisch 22 zugeführt worden sind, werden von dem Verteiltisch 22 radial nach außen verteilt und werden dann durch zugehörige radiale Rinnen 24-1, 24-2, 24-3,...24-(n-1) und 24-n Aufbewahrungstrichtern 26-1, 26-2, 26-3,...26-(n-1) und 26n zugeführt, wo die zu wiegenden Objekte M zeitweise aufbewahrt werden, bevor sie schließlich den Wägetrichtern 28-1 bis 28-n zugeführt werden. Die so in die Wägetrichter 28-1 bis 28-n zugeführten zu wiegenden Objekte M werden von den Wägezellen (Lastzellen) 2-1 bis 2-n gewogen, die jeweils an dem entsprechenden Wägetrichter 28-1 bis 28-n angehängt sind, und werden auf der Grundlage der gefilterten Gewichtssignale FW1 bis FWn kombinationsberechnet. Nach der Kombinatiortsberechnung der jeweiligen Gewichte der Objekte M werden einige oder alle der Tore der Wägetrichter 28-1 bis 28-n ansprechend auf die zugehörigen ÖFFNUNGS-Signale 0S geöffnet, um zu ermöglichen, dass die Objekte M in entsprechende Sammelschächte 30 ausgestoßen werden. Die Objekte M, die gewogen wurden und in die Sammelschächte 30 ausgestoßen wurden, werden nachfolgend durch eine Verpackungsmaschine 32 verpackt, um ein eingetütetes Produkt mit einem Gewicht zur Verfügung zu stellen, das gleich oder im Wesentlichen gleich dem Zielgewicht ist.

Wie in 1 gezeigt, umfasst die darin gezeigte Kombinations-Wägevorrichtung außerdem Filteranpasseinrichtungen 10-1, 10-2, 10-3,...10-(n-1) und 10-n, die jeweils betreibbar sind, um die Filtercharakteristik der entsprechenden variablen digitalen Filter 6-1 bis 6-n anzupassen, um sie auf eine vorbestimmte Filtercharakteristik einzustellen.

Jede der Filteranpasseinrichtungen 10-1 bis 10-n umfasst eine Vibrationskomponenten-Erfassungseinrichtung 12-1, 12-2, 12-3,...,12-(n-1) bis 12-n zur Erfassung einer Vibrationskomponente U aus dem jeweiligen gefilterten Gewichtssignal FWl bis FWn. Diese Vibrationskomponenten-Erfassungseinrichtungen 12-1 bis 12-n von jeder der Filteranpasseinrichtungen 10-1 bis 10-n ist, nachdem das jeweilige Gewichtssignal W1 bis Wn von dem zugehörigen A/D-Wandler 4-1 bis 4-n für eine vorbestimmte Zeit (festgelegte Zeit) abgetastet wurde, nachdem die entsprechenden Wägetrichter 28-1 bis 28-n mit den zu wiegenden Objekten M gefüllt wurden, betreibbar, um die Vibrationskomponente U im Hinblick auf die Differenz zwischen Maximum- und Minimumwerten der jeweiligen gefilterten Gewichtssignale FW1 bis FWn zu erfassen, die zu der Zeit erlangt werden.

Jede der Filteranpasseinrichtungen 10-1 bis 10-n umfasst auch eine Pegeleinstelleinrichtung 13-1, 13-2, 13-3,... 13-(n-1) und 13-n zum Einstellen eines zulässigen Pegels US der Vibrationskomponente des jeweiligen gefilterten Gewichtssignals FWl bis FWn, eine Vergleichseinrichtung 14-1, 14-2, 14-3,... 14-(n-1) und 14-n zum Vergleichen der Vibrationskomponente U des jeweiligen gefilterten Gewichtssignals FW1 bis FWn mit dem zugehörigen zulässigen Pegel US und eine Filtercharakteristik-Änderungs- und Einstelleinrichtung 16-1, 16-2, 16-3,... 16-(n-1) und 16-n zur Anpassung der Filtercharakteristik des zugehörigen variablen digitalen Filters 6-1 bis 6-n, um zu ermöglichen, dass die Vibrationskomponente U einen relativ großen Wert annähernd gleich dem zulässigen Pegel US aufweist, jedoch den zulässigen Pegel US nicht überschreitet.

Jede der Filtercharakteristik-Änderungs- und Einstelleinrichtungen 16-1 bis 16-n umfasst eine Filterkonstanten-Änderungseinrichtung 17-1, 17-2, 17-3, ...17-(n-1) und 17-n und eine Filterkonstanten-Auswähleinrichtung 18-1, 18-2, 18-3,...18-(n-1) und 18-n. Die Filterkonstanten-Änderungseinrichtung 17-1 bis 17-n ist betreibbar, um die Filterkonstante des entsprechenden variablen digitalen Filters 6-1 bis 6-n zu ändern, um fortgesetzt die Filtercharakteristik von der höchsten Grenzfrequenz (die Filtercharakteristik mit der niedrigsten Vibrationsdämpfungsfähigkeit und der kürzesten Ansprechzeit) Schritt für Schritt (Schritt nach unten) herunter auf die niedrigste Grenzfrequenz (die Filtercharakteristik mit der höchsten Vibrationsdämpfungsfähigkeit und der längsten Ansprechzeit) zu variieren. Eine Änderung der Filterkonstante wird, wenn das Filtern beispielsweise durch eine bekannte Ausdünnungsberechnung ausgeführt wird, durch Änderung der Anzahl von Ausdünnungen erzielt. Ist die Anzahl von Ausdünnungen klein, kann eine starke Filtercharakteristik mit einer niedrigen Grenzfrequenz erlangt werden. Die Anzahl von Schritten, durch die die Filtercharakteristik geändert wird, wird unter Berücksichtigung von Entwurfsparametern und/oder anderen Bedingungen des entsprechenden digitalen Filters bestimmt. Jede der Filterkonstanten-Auswähleinrichtungen 18-1 bis 18-n ist betreibbar, um eine Filterkonstante auszuwählen, die veranlassen würde, dass die Vibrationskomponente U des entsprechenden gefilterten Gewichtssignals FW1 bis FWn das erste Mal innerhalb den zulässigen Pegel US fällt, das heisst, die verursachen würde, dass die Vibrationskomponente U des entsprechenden gefilterten Gewichtssignal FWl bis FWn eine Größe erzielt, die dem zulässigen Pegel US am nächsten liegt, jedoch den zulässigen Pegel US nicht überschreitet, um dadurch das entsprechende variable digitale Filter 6-1 bis 6-n auf eine derartige Filtercharakteristik einzustellen.

Nun wird die Operation bzw. Arbeitsweise der Kombinations-Wägevorrichtung des in 1 gezeigten Schaltungsentwurfs unter Bezugnahme auf das in 3 gezeigte Flussdiagramm beschrieben.

Die in 1 gezeigte Kombinations-Wägeeinrichtung weist eine automatische Anpassbetriebsart auf, bei der die Filteranpasseinrichtungen 10-1 bis 10-n gemäß einer Änderung von Wägebedingungen und/oder Bedingungen, unter denen die Kombinations-Wägevorrichtung installiert ist, aktiviert werden, um dadurch eine automatische Anpassung der variablen digitalen Filter auszuführen. Diese automatische Anpassbetriebsart kann eingeschaltet werden, indem ein (nicht gezeigter) Betriebsartschalter betätigt wird. Es wird eine Anpassung für jedes der variablen digitalen Filter 6-1 bis 6-n durchgeführt, die mit den jeweiligen Wägezellen 2-1 bis 2-n in Zusammenhang stehen, und es sei angenommen, dass diese Anpassung mit dem variablen digitalen Filter 6-1 starten wird.

Angenommen, dass die automatische Anpassbetriebsart eingeschaltet ist, wird bei Schritt S1 die Filteranpasseinrichtung 10-1 aktiviert. Das variable digitale Filter 6-1 weist die Filtercharakteristik auf, die bei Schritt S2 auf einen Anfangswert eingestellt wird, der die Filterkonstante der höchsten Grenzfrequenz darstellt (die niedrigste Vibrationsdämpfungsfähigkeit und die kürzeste Ansprechzeit).

Die zu wiegenden Objekte M werden nachfolgend bei Schritt S3 dem zugehörigen Wägetrichter 28-1 zugeführt, um den entsprechenden Wägemechanismus zu veranlassen, eine natürliche Vibration zu erzeugen. Nach Verstreichen einer Ansprechzeit des zugehörigen variablen digitalen Filters 6-1, das durch die ausgewählte Filterkonstante bestimmt ist, vergleicht die zugehörige Vergleichseinrichtung 14-1 bei Schritt S4 die durch die entsprechende Vibrationskomponenten-Erfassungseinrichtung 12-1 erfasste Vibrationskomponente U des gefilterten Gewichtssignals FW1, mit dem zulässigen Pegel US, der von der entsprechenden Pegeleinstelleinrichtung 13-1 eingestellt wird. Es sei erwähnt, dass die Schritte S3 und S4 mehrere Male ausgeführt werden können, so dass der Durchschnittswert der Vibrationskomponenten U verglichen werden kann.

Wenn bei Schritt S5, als ein Ergebnis des Vergleichs bei Schritt S4, bestimmt wird, dass die Dämpfung der Vibration unzureichend ist und die Vibrationskomponente U den zulässigen Pegel überschreitet, wird die Filtercharakteristik bei Schritt S6 durch die entsprechende Filterkonstanten-Änderungseinrichtung 17-1 auf die Filtercharakteristik einer niedrigeren Grenzfrequenz (eine höhere Vibrationsdämpfungsfähigkeit und eine längere Ansprechzeit) heruntergeführt, bevor das Programm zu Schritt S3 zurückkehrt. In einem derartigen Fall wird die Filtercharakteristik fortgesetzt Schritt für Schritt geändert, d. h., heruntergeführt, indem der Programfluss der Schritte S3 bis S6 wiederholt wird, bis die Vibrationskomponente U einen Wert erzielt, der innerhalb des zulässigen Pegels US liegt.

Erreicht die Vibrationskomponente U keinen Wert innerhalb des zulässigen Pegels US, auch wenn die Grenzfrequenz eines jedes der variablen digitalen Filter 6-1 bis 6-n auf den niedrigsten Wert (mit der längsten Ansprechzeit) eingestellt ist, wird an eine Bedienperson eine Warnung abgegeben, die ihre Aufmerksamkeit auf die Tatsache richtet, dass mit einem derartigen variablen digitalen Filter die erforderliche bzw. verlangte Genauigkeit nicht erzielt werden kann.

Wird bei Schritt S5 bestimmt, dass die Vibrationskomponente U des gefilterten Gewichtssignals FWl zum ersten Mal innerhalb den zulässigen Pegel US gefallen ist, wird die Filterkonstanten-Auswähleinrichtung 18-1 aktiviert, so dass die Filtercharakteristik bei diesem Punkt bei Schritt S7 eingesetzt werden kann. Auf diese Weise wird das variable digitale Filter 6-1 auf die Filtercharakteristik eingestellt, die es ermöglicht, dass die Vibrationskomponente U einen den zulässigen Pegel US annähernden Wert annimmt, jedoch den zulässigen Pegel US nicht überschreitet.

In Bezug auf jedes der verbleibenden variablen digitalen Filter 6-2 bis 6-n kann die Filtercharakteristik auf eine ähnliche Weise zu der, die in Verbindung mit dem variablen digitalen Filter 6-1 zuvor beschrieben wurde, automatisch angepasst werden, indem der Programmfluss von Schritt S1 bis S7 ausgeführt wird. Die automatische Anpassbetriebsart ist beendet, wenn die Filtercharakteristik des letzten variablen digitalen Filters 6-n angepasst worden ist, was durch ein Starten einer von der Kombinations-Wägevorrichtung durchgeführten Kombinationswägung gefolgt wird.

Folglich kann bei der Kombinations-Wägevorrichtung die Filtercharakteristik jedes der variablen digitalen Filter so ausgewählt werden, dass die Wägegenauigkeit, die sichergestellt werden kann, indem die Vibrationskomponente U auf einen Wert innerhalb des zulässigen Pegels US gedämpft wird, und die Ansprechzeit auf einen so kurz wie möglichen Wert reduziert wird, indem die Vibrationskomponente U auf eine Größe gedämpft wird, die dem zulässigen Pegel US am nächsten angenähert ist. Da diese Anpassserie bzw. -reihe automatisch durchgeführt wird, kann die Filteranpassung in einer kurzen Zeit bewerkstelligt werden.

Es ist zu beachten, dass, falls die Wägebedingungen des Wägemechanismus und/oder die Bedingung, unter denen die Kombinations-Wägevorrichtung installiert ist, die selben bleiben, indem die Filtercharakteristik von einem der variablen digitalen Filter 6-1 bis 6-n, beispielsweise die des variablen digitalen Filters 6-1, bestimmt wird, die Filtercharakteristik jedes der verbleibenden variablen digitalen Filter 6-2 bis 6-n angepasst werden kann, so dass es die selbe Filtercharakteristik vorweist, wie die des variablen digitalen Filters 6-1.

Bei dem vorangehenden ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die natürliche Vibration von jedem der Wägemechanismen unbekannt. Jedoch kann, wenn die natürliche Vibration der jeweiligen Wägemechanismen bekannt ist, die Operation zum Zuführen der zu wiegenden Objekte M in die entsprechenden Wägetrichter 28-1 bis 28-n , die veranlasst, dass die zugehörigen Wägemechanismen die natürliche Vibration erzeugen, bei dem in 3 gezeigten Schritt S3 damit fertig werden, so dass nur die durch eine externe Vibration hervorgerufene Vibrationskomponente durch die zugehörige Vibrationskomponenten-Erfassungseinrichtung 12-1 bis 12-n erfasst werden kann. Außerdem kann bei dem in 3 gezeigten Schritt S2 als der Anfangswert die Frequenz der bekannten natürlichen Vibration als ein Bezug zu der Grenzfrequenz eingesetzt werden. Im Allgemeinen ist jedoch, da die Frequenz der natürlichen Vibration höher als die Frequenz der externen Vibration ist, die Grenzfrequenz, bei der die externe Vibration geschwächt werden kann, nichtsdestotrotz effektiv, um die natürliche Vibration abzuschwächen. Außerdem kann, da die Filtercharakteristik mit einer Grenzfrequenz, die niedriger (mit höherer Abschwächungsfähigkeit) als die Frequenz der bekannten natürlichen Vibration ist, für den Anfangswert verwendet wird, im Vergleich zu 3, bei der der Anfangswert durch Herunterführen von der höchsten Grenzfrequenz ausgewählt wird, die Anzahl der zu wiederholenden Schritte (S3 bis S6) reduziert werden, was ermöglicht, dass die Filteranpassung in einer kürzeren Zeit bewerkstelligt wird.

In einem derartigen Fall kann, wenn die entsprechenden Zeitpunkte, bei denen die Vibrationskomponenten von der zugehörigen Vibrationskomponenten-Erfassungseinrichtung 12-1 bis 12-n erfasst werden, auf den Zeitpunkt gesetzt werden, bei dem die Vibration, die von den den Wägetrichtern 28-1 bis 28-n zugeführten zu wiegenden Objekten M resultiert, eingependelt ist, nur die durch die externe Vibration hervorgerufene Vibrationskomponente erfasst werden, ohne dass sie durch die natürliche Vibration nachteilig beeinflusst wird, ungeachtet davon, ob die Wägetrichter 28-1 bis 28-n, in denen die nachfolgend zu wiegenden Objekte M zugeführt werden, eingesetzt werden oder, ob die Wägetrichter 28-1 bis 28-n eingesetzt werden, die versagen die gewogenen Objekte M auszustoßen.

Es ist zu beachten, dass auf eine im Wesentlichen umgekehrte Art zu dem vorangehenden ersten Ausführungsbeispiel die Filterkonstante der niedrigsten Grenzfrequenz (die höchste Vibrationsdämpfungsfähigkeit und die längste Ansprechzeit) als ein Anfangswert der Filtercharakteristik ausgewählt werden kann, und die ausgewählte Grenzfrequenz kann dann fortgesetzt Schritt für Schritt (d. h. heraufgeführt) auf einen höheren Wert (die niedrigere Vibrationsdämpfungsfähigkeit und die kürzere Ansprechzeit) geändert werden. In einem derartigen Fall wird von der Filterkonstanten-Auswähleinrichtung 18-1 bis 18-n die Filtercharakteristik eingesetzt, die innerhalb des zulässigen Pegels der Filtercharakteristik einen Schritt vorausgeht, die den zulässigen Pegel US für das erste Mal überschritten hat.

Nachfolgend wird ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem nur ein Analog-zu-digital-Wandler für die vielzähligen variablen digitalen Filter eingesetzt wird, insbesondere unter Bezugnahme auf 4 diskutiert.

Bezugnehmend nun auf 4 werden bei der Kombinations-Wägevorrichtung mit der automatischen Filteranpassung gemäß dem zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung die von den jeweiligen Wägezellen (Lastzellen) 2-1 bis 2-n ausgegebenen Gewichtssignale W1 bis Wn, die die jeweiligen Gewichte der zu wiegenden Objekte M anzeigen, nachdem sie von dem zugehörigen Verstärker 3-1 bis 3-n verstärkt wurden, einem Multiplexer 5 zugeführt. Die Gewichtssignale W1 bis Wn werden eins nach dem anderen von dem Multiplexer 5 ausgewählt, der ansprechend auf ein von einer Schaltschaltung 7 ihm zugeführten Schaltsignal c angesteuert wird, und werden dann eins nach dem anderen einem einzigen Analog-zu-digital-Wandler (A/D-Wandler) 4 zur Umwandlung in entsprechende digitale Gewichtssignale zugeführt. Die sukzessive aus dem A/D-Wandler 4 austretenden digitalen Gewichtssignale werden wiederum der Schaltschaltung 7 zugeführt. Danach werden, wie dies der Fall bei dem zuvor beschriebenen ersten Ausführungsbeispiel ist, die aus der Schaltschaltung 7 austretenden digitalen Gewichtssignale W1 bis Wn von den zugehörigen variablen digitalen Filtern 6-1 bis 6-n gefiltert, die jeweils eine darauf voreingestellte vorbestimmte Filtercharakteristik aufweisen, um die zugehörigen gefilterten Gewichtssignale FW1 bis FWn zur Verfügung zu stellen. Die gefilterten Gewichtssignale FW1 bis FWn werden nachfolgend von der Kombinations-Berechnungseinrichtung 8 zur Berechnung der Kombination von solchen gefilterten Gewichtssignalen FW1 bis FWn kombiniert, um einen kombinierten Wert auszuwählen, der annähernd gleich dem Zielwert innerhalb der vorbestimmten Toleranzspanne ist, um dadurch die ÖFFNUNGS-Signale OS auszugeben, die wiederum einer Kombination der ausgewählten Wägetrichter 28-1 bis 28-n zugeführt werden, um die entsprechenden Tore von solchen ausgewählten Wägetrichtern 28-1 bis 28-n zu öffnen, so dass ermöglicht wird, dass die Objekte M in die zugehörigen Sammelschächte 30 ausgestoßen werden.

Jedes der bei der Kombinations-Wägevorrichtung gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung eingesetzten variablen digitalen Filter 6-1 bis 6-n liegt in der Form eines einzigen variablen digitalen Filters 6 vor, das als eine Vielzahl von parallel verbundenen Filtern auf einer Zeitteilungstechnik funktioniert. Außerdem wird eine einzige Filteranpasseinrichtung 10 eingesetzt, die betreibbar ist, um die jeweiligen Filtercharakteristiken der variablen digitalen Filter 6-1 bis 6-n auf dieselbe Filtercharakteristik einzustellen.

Wenn die Kombinations-Wägevorrichtung gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel auf die Anpassbetriebsart eingestellt wird, werden die jeweiligen Filtercharakteristiken der variablen digitalen Filter 6-1 bis 6-n alle gleichzeitig geändert, um die Filteranpassung auszuführen. Mit anderen Worten werden, wenn die Filterkonstante der niedrigsten Grenzfrequenz als ein Anfangswert der Filtercharakteristik ausgewählt wird und die Grenzfrequenz fortgesetzt Schritt für Schritt auf einen höheren Wert geändert (d. h. heraufgeführt) wird, die in den zugehörigen Ausgaben der variablen digitalen Filter 6-1 bis 6-n enthaltenen jeweiligen Vibrationskomponenten von der entsprechenden Vibrationskomponenten-Erfassungseinrichtung 12-1 bis 12-n in der Filteranpasseinrichtung 10 erfasst, und die erfassten Vibrationskomponenten werden von den jeweiligen Vergleichseinrichtungen 14-1 bis 14-n mit dem zulässigen Pegel US verglichen, der von einer einzigen Pegeleinstelleinrichtung 13 eingestellt wird. Dann kann die Filtercharakteristik innerhalb des zulässigen Pegels US, die der Filtercharakteristik um einen Schritt vorausgeht, bei der eine der n Vibrationskomponenten für das erste Mal den zulässigen Pegel US überschritten hat, als eine gemeinsame Filtercharakteristik eingesetzt werden. Werden zu dieser Zeit alle variablen digitalen Filter 6-1 bis 6-n auf diese gemeinsame Filtercharakteristik eingestellt, ist es klar, dass die jeweiligen Filtercharakteristiken der variablen digitalen Filter 6-1 bis 6-n innerhalb den zulässigen Pegel US fallen.

Umgekehrt wird, wenn die Filtercharakteristik fortgesetzt Schritt für Schritt geändert wird, d. h. von der mit der höchsten Grenzfrequenz zu der mit der niedrigsten Grenzfrequenz heruntergeführt wird, die Filtercharakteristik eingesetzt, die zu der Zeit vorgewiesen wird, bei der die variablen digitalen Filter 6-1 bis 6-n dazu gekommen sind, dass sie die jeweiligen Filtercharakteristiken innerhalb des zulässigen Pegels US vorweisen. Auf diese Weise kann, auch wenn der gemeinsame A/D-Wandler eingesetzt wird, die Filtercharakteristik für die variablen digitalen Filter 6-1 bis 6-n mit einer kurzen Ansprechzeit in einer kurzen Zeit angepasst werden, während die Wägegenauigkeit aufrechterhalten bleibt.

Es ist ein in 5 gezeigtes drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung anwendbar, bei dem die Wäge- und Installationsbedingungen der jeweiligen Wägemechanismen im Wesentlichen die gleichen bleiben. Die Kombinations-Wägevorrichtung gemäß diesem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist derartig gestaltet und derartig konfiguriert, dass während der Anpassbetriebsart auf der Grundlage von den von nur einigen, beispielsweise, nur einer der Wägezellen ausgegebenen Gewichtssignale alle Filtercharakteristiken festgelegt werden können und dann alle variablen digitalen Filter 6-1 bis 6-n auf derartige Filtercharakteristiken angepasst werden können. Anhand eines Beispiels auf der Grundlage des gefilterten Gewichtssignals FW1, das von dem mit der Wägezelle 2-1 gekoppelten variablen digitalen Filter 6-1 ausgegeben wird, wird die Filtercharakteristik Schritt für Schritt auf eine ähnliche Weise zu der in Verbindung mit dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung beschriebenen angepasst, um die Filtercharakteristik zu bestimmen, mit der das innerhalb den zulässigen Pegel US fallende gefilterte Gewichtssignal FW1 erlangt werden kann, und die verbleibenden variablen digitalen Filter 6-2 bis 6-n werden dann an eine derartig bestimmte Filtercharakteristik angepasst. Auf diese Weise kann die Filtercharakteristik für die variablen digitalen Filter 6-1 bis 6-n mit einer kurzen Ansprechzeit in einer kurzen Zeit angepasst werden, während die Wägegenauigkeit aufrechterhalten bleibt.

Ungleich diesem Ausführungsbeispiel kann eine Anordnung vorgenommen werden, dass, auf der Grundlage von gefilterten Gewichtssignalen, die jeweils von zwei oder mehr der variablen digitalen Filter zugeführt werden, alle variablen digitalen Filter an dieselbe Filtercharakteristik angepasst werden können, so dass eine der Vibrationskomponenten einen Wert annähernd gleich dem zulässigen Pegel aufweisen kann, jedoch den zulässigen Pegel nicht überschreitet. Außerdem kann, da eine Vielzahl von Wägeköpfen eingesetzt wird, die die Wägetrichter, die zu dem jeweiligen Wägetrichter zugehörigen Wägezellen und das variable digitale Filter umfassen, eine Anordnung in Betracht gezogen werden, bei der die Wägeköpfe in eine Vielzahl von Gruppen unterteilt werden, und auf der Grundlage des gefilterten Gewichtssignals, das von einem Teil von beispielsweise einem variablen digitalen Filter für jede Gruppe zugeführt wird, alle variablen digitalen Filter einer derartigen Gruppe unter Verwendung der zuvor beschriebenen Technik an dieselbe Filtercharakteristik angepasst werden.

Auch wenn bei dem vorangehenden Ausführungsbeispiel die variablen Filter in der Form eines variablen digitalen Filters eingesetzt wurden, kann auch die Verwendung eines variablen analogen Filters in Betracht gezogen werden.

Zusätzlich ist, auch wenn die Erfindung die automatische Anpassbetriebsart, die sich von der normalen Wägebetriebsart unterscheidet, zur Anpassung der jeweiligen Filtercharakteristiken der variablen digitalen Filter 6-1 bis 6-n verwendet, die Verwendung der automatischen Anpassbetriebsart nicht immer wesentlich bzw. unverzichtbar und die automatische Anpassung der Filtercharakteristik, wie beispielsweise durch den in 3 gezeigten Fluss von Schritt S2 bis S7 repräsentiert, kann durch die Verwendung von Wägedaten bewerkstelligt werden, die von einigen der Wägetrichter 28-1 bis 28-n erlangt werden, von denen die Objekte M während der Operation der Kombinations-Wägevorrichtung nicht ausgestoßen wurden.

Es sei erwähnt, dass die Erfindung nicht nur auf die hier diskutierte Kombinations-Wägevorrichtung angewendet werden kann, sondern auch auf eine automatische Wägevorrichtung mit einem einzigen Wägetisch, auf dem zu wiegende Objekte angeordnet sind, und eine Wägezelle zur Messung der Last auf dem Wägetisch und zum nachfolgenden Ausgeben eines das Gewicht der zu wiegenden Objekte angebenden Gewichtssignals.


Anspruch[de]
  1. Wägevorrichtung mit automatischer Filteranpassung, mit:

    einer oder mehr Wägezellen (2) zum Ausgeben eines Gewichtssignals (W), das ein Gewicht eines darauf geladenen zu wiegenden Objekts (M) angibt,

    gekennzeichnet durch

    ein variables Filter (6) mit einer vorbestimmten Filtercharakteristik zum Filtern des oder jedes Gewichtssignals (W), um ein entsprechendes gefilteres Gewichtssignal (FW) zur Verfügung zu stellen; und

    einer Filteranpasseinrichtung (10) zum Anpassen der Filtercharakteristik des variablen Filters (6) auf die vorbestimmte Filtercharakteristik, wobei die Filteranpassungseinrichtung (10) umfasst:

    eine Vibrationskomponenten-Erfassungseinrichtung (12) zur Erfassung einer Vibrationskomponente (U) von dem(n) gefilterten Gewichtssignal(en) (FW);

    eine Pegeleinstelleinrichtung (13) zum Einstellen eines zulässigen Pegels (US) der Vibrationskomponente (U) von dem oder jedem gefilterten Gewichtssignal (FW);

    eine Vergleichseinrichtung (14) zum Vergleichen der Vibrationskomponente (U) von dem oder jedem gefilterten Gewichtssignal (FW) mit dem zulässigen Pegel (US); und

    eine Filtercharakteristik-Änderungseinrichtung (16), die auf der Grundlage eines Ergebnisses eines von der Vergleichseinrichtung (14) durchgeführten Vergleichs betreibbar ist, um die Filtercharakteristik des variablen Filters (6) anzupassen, um zu ermöglichen, dass die Vibrationskomponente (U) eine Größe annähernd gleich dem zulässigen Pegel (US), jedoch den zulässigen Pegel (US) nicht überschreitend, erreicht.
  2. Wägevorrichtung nach Anspruch 1, mit

    einer Vielzahl von Wägezellen zur Ausgabe von jeweiligen Gewichtssignalen (W), die Gewichte von darauf geladenen zu wiegenden Objekten (M) anzeigen; und

    einer Kombinationsberechnungseinrichtung (8) zum Auswählen einer Kombination der zu wiegenden Objekte (M) auf der Grundlage der jeweiligen gefilterten Gewichtssignale (FW), die von dem variablen Filter (6) ausgegeben werden, um dadurch die Kombination zu berechnen, die sich einem Zielwert innerhalb einer vorbestimmten Zulässigkeit annähert.
  3. Wägevorrichtung nach Anspruch 2, wobei der variable Filter (6) eine Vielzahl von variablen Filtern (6) umfasst, die jeweils eine vorbestimmte Filtercharakteristik zur Filterung der Gewichtssignale (W) aufweisen, um entsprechende gefilterte Gewichtssignale (FW) zur Verfügung zu stellen, wobei die variablen Filter (6) in eine oder mehr Gruppen unterteilt sind; und

    wobei die Vibrationskomponenten-Erfassungseinrichtung (12) eine Vibrationskomponente (U) von dem gefilterten Gewichtssignal (FW) erfasst, das von einem oder mehr der variablen Filter (6) jeder Gruppe ausgegeben wird, und wobei die Filtercharakteristik-Änderungseinrichtung (17) auf der Grundlage eines Ergebnisses eines von der Vergleichseinrichtung (14) durchgeführten Vergleichs betreibbar ist, um die jeweiligen Filtercharakteristiken von allen variablen Filtern (6) von jeder Gruppe auf die selbe Filtercharakteristik anzupassen, um zu ermöglichen, dass die Vibrationskomponente (U) eine Größe annähernd gleich dem zulässigen Pegel (US), jedoch den zulässigen Pegel (US) nicht überschreitend, erreicht.
  4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Filtercharakteristik-Änderungseinrichtung (17) betreibbar ist, um stufenweise von der Filtercharakteristik, bei der die Fähigkeit zum Dämpfen der Vibration mit der kürzesten Ansprechzeit am niedrigsten ist, auf die Filtercharakteristik zu ändern, bei der die Fähigkeit zum Dämpfen der Vibration mit der längsten Ansprechzeit am höchsten ist, und dann die Filtercharakteristik einzustellen, die vorgewiesen wird, wenn die Vibrationskomponente (U) innerhalb den zulässigen Pegel (US) fällt.
  5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Filtercharakteristik-Änderungseinrichtung (17) betreibbar ist, um stufenweise von der Filtercharakteristik, bei der die Fähigkeit zum Dämpfen der Vibration mit der längsten Ansprechzeit am höchsten ist, auf die Filtercharakteristik zu ändern, bei der die Fähigkeit zum Dämpfen der Vibration mit der kürzesten Ansprechzeit am niedrigsten ist, und dann die Filtercharakteristik einzustellen, die unmittelbar bevor die Vibrationskomponente (U) den zulässigen Pegel (US) überschritten hat vorgewiesen wird.
  6. Vorrichtung nach zumindest Anspruch 2, wobei die Filtercharakteristik-Änderungseinrichtung (17) auf der Grundlage eines Ergebnisses eines von der Vergleichseinrichtung (14) durchgeführten Vergleichs betreibbar ist, um alle variablen Filter (6) auf die selbe Filtercharakteristik anzupassen, um dadurch einer beliebigen der Vibrationskomponenten (U) zu ermöglichen, einen den zulässigen Pegel (US) annähernden Wert anzunehmen, der jedoch den zulässigen Pegel (US) nicht überschreitet.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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