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Dokumentenidentifikation DE69909586T2 27.05.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0001016374
Titel Arthroskopische Messvorrichtung
Anmelder DePuy Orthopaedics, Inc., Warsaw, Ind., US
Erfinder Matthews, Leslie, Lutherville, US;
Hubbard, Eric, Modesto, US;
Enzerink, Robert-Jan, Tracy, US
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 80336 München
DE-Aktenzeichen 69909586
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 23.12.1999
EP-Aktenzeichen 993105485
EP-Offenlegungsdatum 05.07.2000
EP date of grant 16.07.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.05.2004
IPC-Hauptklasse A61B 5/107

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Messen von Abständen, Längen und Breiten, und insbesondere auf eine Vorrichtung zum Messen von Abständen zwischen zwei Punkten in einer chirurgischen Anordnung.

Eine Vorrichtung zum Messen von Abständen zwischen zwei Punkten in Hohlorganen, z. B. dem uterinen Hohlraum, ist bekannt aus US-A-4204548.

Bei vielen chirurgischen Anordnungen ist es für den Chirurgen oft notwendig, Messungen vorzunehmen. Aufgrund der beschränkten Räume bei arthroskopischer Chirurgie ist es oft ziemlich schwierig, Abstände zu messen, insbesondere, wenn die erforderliche Messung einen größeren Raum beansprucht als die Größe der Inzision hergibt oder die Messung senkrecht zu der Richtung des Verlaufs der arthroskopischen Instrumente erfolgen soll. Viele solcher Situationen treten im Bereich der arthroskopischen Kniechirurgie auf. Z. B. kann es hilfreich sein, wenn ein Chirurg die Größe eines Defektes in der Kondyle eines Knies messen könnte, um die Wahl des geeigneten Verfahrens, um den Defekt zu reparieren, zu erleichtern.

Die vorliegende Erfindung umfaßt eine Vorrichtung, wie in Anspruch 1 definiert und ausgelegt, um Messungen zwischen zwei Punkten in beschränkten Räumen vorzunehmen, wie z. B. in einem Operationsbereich bei einer arthroskopischen Chirurgie. Die Vorrichtung kann bevorzugt verwendet werden, um Messungen vorzunehmen, die nicht nur größer sind als die Inzision, sondern ebenso senkrecht zu der Richtung des Verlaufes der arthroskopischen Instrumente verlaufen.

Die Vorrichtung der vorliegenden Erfindung ist ein Instrument mit einer Erweiterung zum Verlauf durch eine Inzision, mit einer Spitze zum Eindringen in die Inzision und einem Handstück zum Verbleib außerhalb des Körpers. Die Spitze umfaßt ein Paar von Meßenden, die Meßenden weisen untereinander einen vorbestimmten Winkel auf und mindestens eines der Meßenden ist relativ zu der Spitze bewegbar. Ein Betätigungselement an dem Handstück bewegt mindestens eines der Meßenden relativ zu der Spitze.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist ein Paar von länglichen Röhren bereitgestellt, um ein Paar von Drähten aufzunehmen. Die Drähte verlaufen von einem Handstück zu einer Meßspitze. Ein Betätigungselement, das einen Knopf der in dem Handstück angeordnet ist, umfaßt, ist mit den Drähten verbunden. Wenn die Vorrichtung bedient wird, stehen die Drähte aus der Spitze unter einem vorbestimmten Winkel hervor. Kalibrierungen sind auf dem Handstück angebracht, die dem Abstand zwischen den Spitzen der Drähte entsprechen. Daher können Abstände, die senkrecht zu der Richtung des Schaftes verlaufen, schnell und einfach gemessen werden, wenn die Spitze in eine Inzision eingebracht ist.

Bevorzugt wird das Ausfahren und Einfahren der Meßdrähte durch einen Knopf gesteuert, der auf dem Handstück der Vorrichtung angebracht ist. Furchen bzw. Wülste auf dem Knopf ermöglichen es dem Bediener, die Vorrichtung zu steuern, während er die Vorrichtung auf eine komfortable Weise hält. In einer alternativen Ausführungsform werden die Drähte durch ein Betätigungselement gesteuert, das einen Kolbenmechanismus umfaßt, in dem der Bediener die Kolben in das Handstück hineindrückt, was wiederum das Ausfahren und Zurückziehen der Drähte steuert. Andere Anordnungen innerhalb des Bereichs dieser Erfindung sind möglich.

Weitere Merkmale der vorliegenden Erfindung werden dem Fachmann beim Betrachten der folgenden, detaillierten Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen augenscheinlich, die beispielhaft den besten Weg zum Ausführen der Erfindung nach momentanem Stand darlegen.

Die Erfindung wird folgend beispielhaft unter Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben, in denen

1 eine perspektivische Ansicht einer Meßvorrichtung entsprechend dieser Erfindung ist, mit einem Handstück, einem Paar von Röhren, das sich distaler Richtung des Handstückes erstreckt und in einer Spitze endet, einem Knopf, der im Handstück angeordnet ist, und einem Paar von Drähten, die aus der Spitze hervorstehen;

2 eine Draufsicht auf die Spitze der Meßvorrichtung der 1 ist;

3 ähnlich 2 ist, bis auf die Tatsache, daß Einteilungen für kleine Meßabstände gezeigt sind;

4 ähnlich 2 ist, bis auf die Tatsache, daß eine alternative Ausführungsform mit einer abgerundeten, vorderen Oberfläche gezeigt ist;

5 ähnlich 2 ist, bis auf die Tatsache, daß eine alternative Ausführungsform mir einem Abstand zwischen den Drähten an der Spitze gezeigt ist;

6 ähnlich 2 ist, bis auf die Tatsache, daß eine alternative Ausführungsform mit einem Draht gezeigt ist;

7 eine perspektivische Ansicht des Knopfes der 1 ist, die Drähte zeigt, die in distaler Richtung von diesem verlaufen;

8 eine Draufsicht auf das Handstück der 1 ist, die den Knopf und Kalibrierungen zeigt;

9 eine seitliche Querschnittsansicht des Handstückes der 1 ist, die den Knopf in einer proximalen Stellung zeigt;

10 ähnlich 9 ist, bis auf die Tatsache, daß der Knopf in einer distalen Stellung gezeigt ist;

11 ähnlich 9 ist, bis auf die Tatsache, daß zusätzlich eine Feder angeordnet ist, um den Knopf in die proximale Stellung vorzuspannen;

12 eine perspektivische Ansicht einer alternativen Ausführungsform einer Meßvorrichtung entsprechend dieser Erfindung ist; und

13 eine Draufsicht auf die Spitze der Meßvorrichtung der 12 ist.

Unter Bezug auf die Zeichnungen zeigt die 1 eine im ganzen mit 10 bezeichnete Meßvorrichtung entsprechend dieser Erfindung. Die Vorrichtung 10 weist ein Handstück 36 auf, eine Erweiterung 23, die in distaler Richtung des Handstückes 36 angeordnet ist, und einen Knopf 30, der entlang einer oberen Fläche 39 des Handstückes 36 gleitet. Das Handstück 36 hat ein proximales Ende 37, ein distales Ende 38 und einen axialen Hohlraum 35, der sich zwischen den Enden erstreckt. Ein Schlitz 34 verläuft ebenso proximal-distal entlang des Handstückes 36 und steht in Verbindung mit dem axialen Hohlraum 35. Ein Gleitabschnitt 64 des Knopfes 30 gleitet entlang der oberen Fläche 39 und ein Stangenabschnitt 66 des Knopfes 30 gleitet in dem axialen Hohlraum 35. Der Gleitabschnitt 64 ist mit dem Stangenabschnitt 66 mittels eines Blockes 60 (in 7 dargestellt) verbunden, der in dem Schlitz 34 gleitet. Die Erweiterung 23 umfaßt ein Paar von Röhren 20, 22. Die Röhren 20, 22 weisen ein distales Ende 25 und ein proximales Ende 24 auf. Die Röhren 20, 22 verlaufen in distaler Richtung des Handstückes 36, wobei das proximale Ende 24 der Röhren 20, 22 an dem distalen Ende 38 des Handstückes 36 befestigt ist. Wie in 2 am besten dargestellt, weisen die Röhren 20, 22 ein Paar von Durchgängen 54, 55 auf die distal in einem Paar von Öffnungen 26, 28 enden. Proximal stehen die Durchgänge 54, 55 in Verbindung mit dem axialen Hohlraum 35. Unter Bezug auf die 1 und 2 verläuft ein Paar von Drähten 40, 42 in distaler Richtung des Stangenabschnittes 66. Die Drähte 40, 42 verlaufen von dem Stangenabschnitt 66 durch Durchgänge 54, 55 in Röhren 20, 22 zu einer Spitze 16 an dem distalen Ende 25 der Röhren 20, 22.

Im Betrieb kann der Bediener den Knopf 30 nach distal verschieben oder den Knopf 30 nach proximal ziehen. Wenn der Knopf 30 in dem Handstück 36 nach distal verschoben wird, in die Richtung, die durch den in 1 gezeigten Pfeil gezeigt ist, werden die Drähte 40, 42 ebenso nach distal verschoben und verlaufen durch die Öffnungen 26, 28 an der Spitze 16. Je weiter der Knopf 30 distal verschoben wird, desto mehr stehen die Drähte 40, 42 aus der Spitze 16 hervor und desto größer ist ein Abstand 48 (in 2 dargestellt) zwischen einem Paar von Meßenden 44, 46. Eine Anzahl von Kalibrierungen 72 nahe des Knopfes 30 auf der oberen Fläche 39 des Knopfes 30 entspricht dem Abstand 48 zwischen den Meßenden 44 und 46. Somit können Abstände mit den Meßenden 44 und 46 gemessen werden, und solche Abstände können proximal an den Kalibrierungen 72 des Handstückes 36 abgelesen werden.

Wie in 2 dargestellt stehen die Drähte 40 und 42 aus den Öffnungen 26, 28 unter einem vorbestimmten Winkel 50 hervor, z. B. 20°. Wenn der Abstand von der Spitze 16 zu den Meßenden 44 und 46 ansteigt, bleibt der Winkel 50 gleich, jedoch der senkrecht dazu verlaufende Abstand 48 zwischen den Enden 44 und 46 steigt an. Somit können Kalibrierungen 72 für jeden vorgegebenen Winkel 50 bereitgestellt werden. Instrumente mit verschiedenen Winkeln 50 zur Verwendung in einer Vielzahl von Anwendungen können bereitgestellt sein, selbst mir Winkeln bis zu 180°, für Messungen, die wirklich quer bzw. senkrecht zu der Inzision sind. Ähnlich kann die Länge der Röhren 20, 22 abhängig von der Anwendung variieren.

Unter Bezug auf 3 sind die Meßenden 44 und 46 gezeig, die nur etwas aus den Öffnungen 26, 28 hervorstehen. In dieser Position weisen die Meßenden 44 und 46 schon einen Abstand auf der etwas größer ist als die Breite der Spitze 16, wie durch den Abstand 49 gezeigt. Da die Drähte 40, 42 aus den Öffnungen 26, 28 in einer voneinander beabstandeten Anordnung hervorstehen, beginnen die Kalibrierungen 72 (in 1 gezeigt) auf dem Handstück 36 mit einer Messung, die größer als Null ist. Eine Anzahl von Einteilungen 52 auf einer vorderen Oberfläche 21 der Spitze 16 ermöglicht Messungen, die kleiner sind als die kleinsten Kalibrierungen 72. Bei arthroskopischen Anwendungen können solche Einteilungen 52 durch Verwendung einer arthroskopischen Kamera dargestellt werden. Daher kann die Vorrichtung 10 der vorliegenden Erfindung die kontinuierliche Messung von Null bis zu dem größten kalibrierten Meßwert 72 ermöglichen Wie in 3 dargestellt, weist die vordere Oberfläche 21 z. B. vier Einteilungen 52 auf die Messungen von 1 bis 4 mm entsprechen könnten, und Kalibrierungen 72, die bei 5 mm beginnen, die dem Abstand zwischen den Meßenden 44 und 46 entsprechend würden, wenn diese beginnen, von der Spitze 16 hervorzustehen, wie durch den Abstand 49 in 3 gezeigt.

Jedoch sind die oben beschriebenen Messungen lediglich exemplarisch. Die. Anzahl und Größe der Einteilungen 52 kann mit der Anwendung variieren.

Die 4 bis 6 zeigen alternative Ausführungsformen der Spitze 16. In 4 ist die vordere Oberfläche 21 abgerundet, um ein einfacheres Einbringen in einen Operationsbereich zu ermöglichen. Da die vordere Oberfläche 21 abgerundet ist, kann es schwieriger sein, Einteilungen auf der vorderen Oberfläche 21 bereitzustellen. Anstelle dessen kann es bevorzugt sein, die Einteilungen auf einer geraderen Oberfläche bereitzustellen, wie einer seitlichen Oberfläche 15 (Einteilungen nicht dargestellt).

Die Ausführungsform der 5 entspricht in etwa der in den 3 und 4 gezeigten Ausführungsform. Im Gegensatz zu den in den 3 und 4 gezeigten Ausführungsformen gibt es keine vordere Oberfläche, die die Röhren 20, 22 verbindet. Statt dessen weisen die Röhren 20, 22 in dieser Ausführungsform eine Einkerbung 47 auf. Wie dargestellt, ermöglichen drei Einteilungen 52, die Messungen zwischen 1 und 3 mm entsprechen, die Messungen kleiner Abstände. Eine Breite 14 eines absolut distalen Endpunktes 12 entspricht einer Messung von 4 mm, und Kalibrierungen können mit 5 mm beginnen, wodurch kontinuierliche Messungen möglich sind. Jedoch kann die Anzahl und Größe der Einteilungen 52 mit der Anwendung variieren, wie bei der in 3 gezeigten Ausführungsform.

Eine alternative Ausführungsform für eine Spitze 16' ist es, in einem einzigen, festen Punkt 46' zu enden, wie in 6 gezeigt Eine Meßvorrichtung dieser Ausführungsform würde nur eine einzige Röhre 20' und einen einzigen Draht 40' zum Ausfahren aus und Einziehen in eine Röhre 54' an einer Öffnung 28' aufweisen. Der einzelne Draht 40' wäre versetzt zu dem Punkt unter einem vorbestimmten Winkel 50'. Messungen würden vorgenommen als ein Abstand 48' von dem festen Punkt 46' zu dem Meßende 44' des Drahtes 40'. Wie bei den anderen Ausführungsformen kann der Winkel 50' mit der Anwendung variieren und kann Winkel von 0° bis 180° einschließen. Wie bei der dargestellten Ausführungsform kann ein Fachmann die geeigneten Kalibrierungen leicht bestimmen.

7 ist eine perspektivische Ansicht des Knopfes 30, wie er sich getrennt von dem Handstück 36 darstellt. Der Knopf 30 weist einen Gleitabschnitt 64, einen Stangenabschnitt 66 und einen Block 60 auf. Der Stangenabschnitt 66 ist so positioniert und von der Größe her angelegt, daß er in proximaler-distaler Richtung in dem axialen Hohlraum 35 des Handstückes 30 gleiten kann. Der Gleitabschnitt 64 ist so ausgelegt, daß er weitgehend oder vollständig außerhalb der oberen Fläche 39 des Handstückes 30 liegt. Der Block 60 verbindet den Stangenabschnitt 66 mit dem Gleitabschnitt 64 und der Block 60 ist so ausgelegt, daß er innerhalb des Schlitzes 34 gleitet. Die Drähte 40, 42 stehen distal aus einer distalen Fläche 62 des Stangenabschnittes 66 hervor. Wie gezeigt, sind die Drähte 40, 42 in die distale Fläche 62 des Blockes 66 mittels eines Paares von Öfnnungen 56, 57, eingebettet. Es sind jedoch andere Befestigungsanordnungen möglich und diese sollten als innerhalb des Bereiches dieser Erfindung liegend betrachtet werden.

Unter Bezug auf 8 hat der Gleitabschnitt 64 des Knopfes 30 ein proximales Ende 31, ein distales Ende 33 und eine Vielzahl von Wülsten 68, 69, 70, 71 zwischen dem proximalen Ende 31 und dem distalen Ende 33. Der Knopf 30 ist in einer proximalen Stellung gezeigt, in der das proximale Ende 31 des Gleitabschnittes 64 nahe dem proximalen Ende 37 des Handstückes 36 ist Wenn sich der Knopf 30 in dieser Stellung befindet, sind die Drähte 40, 42 bevorzugt vollständig in die Röhren 20, 22 zurückgezogen und stehen nicht aus den Öffnungen 26, 28 an der Spitze 16 (nicht dargestellt) hervor. Der Bediener kann irgendeine oder mehrere der Wülste 68, 69, 70, 71 verwenden, um den Knopf 30 nach distal zu verschieben. Wenn der Knopf 30 nach distal bewegt wird, wird sich das distale Ende 33 des Gleitabschnittes 64 entlang der Kalibrierungen 72 bewegen. Wenn das distale Ende 33 des Gleitabschnittes 64 eine aus einer Vielzahl von Kalibrierungslinien 74 erreicht, zeigt eine entsprechende Kalibrierungsmarkierung 80 den Abstand 48 zwischen den Meßenden 44 und 46 (in 2 dargestellt) an. Wenn das distale Ende 33 des Gleitabschnittes 64 eine erste Kalibrierungslinie 78 berührt, so würde der Abstand 48 zwischen den Meßenden 44 und 46 dem Abstand entsprechen, der beispielsweise durch die erste Kalibrierungsmarkierung 82 angezeigt ist In dem dargestellten Beispiel wäre dies 5 mm und die Lage der Drähte 40, 42 an der Spitze 16 kann so sein, wie in 3 dargestellt Die in 1 gezeigte Stellung zeigt den Knopf 30 in einer mehr dazwischen liegenden Stellung.

Wie aus 1 ersichtlich, weist die dargestellte Ausführungsform der Meßvorrichtung 10 einen Schlitz 34 in dem Handstück 36 auf, der, wie dargestellt, nahe dem proximalen Rand 31 und nahe dem distalen Rand 33 des Knopfes 30 ist Das Handstück 36 weist ebenso einen axialen Hohlraum 35 auf. Wie dargestellt verläuft der axiale Hohlraum 35 durch den größten Teil des Handstückes 36. Die 9 und 10 zeigen die Vorrichtung 10 so konfiguriert, daß der axiale Hohlraum 35 und der Schlitz 34 eine exzessive proximate-distale Bewegung des Knopfes 30 verhindern, wodurch der Knopf 30 und die Drähte 40, 42 auf eine vorbestimmte Verschiebelänge eingeschränkt sind. Die 9 zeigt das Handstück 36 mit dem Knopf 30 in der proximalsten Stellung. In dieser Stellung ist ein proximales Ende 58 des Blockes 60 in Kontakt mit einem proximalen Ende 86 des Schlitzes 34. Eine proximale Fläche 63 des Stangenabschnittes 66 ist ebenso in Kontakt mit einem proximalen Ende 84 des axialen Hohlraumes 35. Daher ist eine weitere proximale Bewegung des Knopfes 30 unmöglich. Die 10 zeigt den Knopf 30 in der distalsten Position. Ein distales Ende 59 des Blockes 60 ist in Kontakt mit einem distalen Ende 87 des Schlitzes 34. In der dargestellten Ausführungsform verläuft der axiale Hohlraum 35 über die gesamte Länge bis zu dem distalen Ende 38 des Handstückes 36, um einen Durchgang für die Drähte 40, 42 zu schaffen, damit sie zu den Röhren 20, 22 verlaufen. Daher berührt die distale Fläche 62 des Stangenabschnittes 66 nicht das absolut distalste Ende 85 des axialen Hohlraumes 35. Jedoch verjüngt sich der axiale Hohlraum 35 in einem Übergangsbereich 88, was zu einer zusätzlichen Beschränkung führt. Alternativ kann der axiale Hohlraum 35 den gleichen Durchmesser über die Länge des Handstückes 36 aufweisen, da das proximale Ende 86 und das distale Ende 87 des Schlitzes 34 Anschläge für den Knopf 30 bilden. Zusätzliche Stabilität wird durch den Block 60 und den Schlitz 34 erreicht, die ein Verdrehen des Knopfes 30 relativ zu dem Handstück 36 verhindern und ein Verdrehen der Drähte 40, 42 in dem Handstück 36 verhindern. Andere Verfahren zum Verhindern von unerwünschten Bewegungen sind jedoch im Bereich dieser Erfindung. Es ist verständlich, daß eine Beschränkung gegen exzessive proximale-distale- und Verdrehbewegungen eine bevorzugte Ausführungsform ist. Andere Konfigurationen innerhalb des Bereiches der vorliegenden Erfindung sind möglich

Die dargestellte Ausführungsform wurde beschrieben mit einer direkten Verbindung des Knopfes 30 zu den Drähten 40, 42 in dem Handstück 36. Der Knopf 30 kann jedoch mit den Drähten 40, 42 durch eine Reihe von Zahnrädern oder Riemenscheiben oder durch verschiedene andere Mechanismen verbunden sein. Die dargestellten Ausführungsformen umfassen ebenso mechanische Kalibrierungen und Anzeigeelemente. Verschiedene andere Mechanismen zum Anzeigen von Messungen befinden sich innerhalb des Bereiches dieser Erfindung. Z. B. kann eine elektronische Displayanzeige mit digitalen Kalibrierungen verwendet werden. Diese und andere alternative Ausführungsformen sind in dem Bereich und des Gehaltes dieser Erfindung.

In einer Ausführungsform dieser Erfindung können der Stangenabschnitt 66 und der axiale Hohlraum 35 in einem hinreichenden Reibungskontakt stehen, daß der Knopf 30 fixiert in einer Stellung relativ zu dem Handstück 36 verbleibt, solange bis der Bediener den Knopf 30 verschiebt oder an dem Knopf zieht. Der Knopf 30 verbleibt sodann fest in seiner neuen Stellung, bis der Bediener erneut die Stellung verändert. In einer alternativen Ausführungsform dieser Erfindung, wie in 11 dargestellt, kann eine Feder 90 in dem Handstück 36 angeordnet sein. Wie in 11 gezeigt, ist die Feder 90 in dem axialen Hohlraum 35 zwischen dem Stangenabschnitt 66 und dem Übergangsbereich 88 des axialen Hohlraums 35 angeordnet. Die Feder 90 liegt an dem Übergangsbereich 88 und der distalen Fläche 62 des Stangenabschnittes 66 an und die Feder 90 spannt den Stangenabschnitt 66 gegen das proximale Ende 84 des axialen Hohlraumes 35 vor. In dieser Stellung wären die Drähte 40, 42 bevorzugt vollständig in die Röhren 20, 22 zurückgezogen. Ein distaler Druck auf den Knopf 30 würde den Knopf 30 nach distal verschieben, was die Drähte 40, 42 aus den Öffnungen 26, 28 schieben würde. Jedoch in dem Moment, in dem der Druck nachgelassen wird, würde die Feder 90 automatisch ein Zurückziehen der Drähte 40, 42 in ihre Ausgangsposition hervorrufen, wie in 11 gezeigt.

Die Meßvorrichtung der 1 kann verwendet werden durch Einbringen der Spitze 16 und eines Abschnittes der Erweiterung 23 in eine kleine Inzision eines Patienten. Der Knopf 30 wird sodann verwendet, um die Drähte 40, 42 durch die Öffnungen 26, 28 zu schieben, bis die Meßenden 44, 46 den zu messenden Abstand aufspannen. Das Handstück 36 verbleibt außerhalb des Patientenkörpers, und der Abstand zwischen den Meßenden 44, 46 kann auf dem Handstück 36 abgelesen werden durch die dann angezeigte Kalibrierung 72.

Die 12 und 13 zeigen eine alternative Ausführungsform 110 der vorliegenden Erfindung. Die 12 zeigt allgemein die Meßvorrichtung 110. Die Vorrichtung 110 weist eine Hülse 120 und einen Kolben 130 auf. Die Hülse 120 ist bevorzugt länglich. Die Hülse 120 weist eine Spitze 122 an einem distalen Ende 118 und einen Kopf 124 an einem proximalen Ende 119 auf. Der Kolben 130 ist in der Hülse 120 am Kopf 124 teleskopierbar. Wird der Kolben 130 in die Hülse 120 geschoben, so wird ein Paar von Drähten 140, 142 aus einem Paar von Öffnungen 126, 128 an der Spitze 122 geschoben. Je weiter der Kolben 130 in die Hülse 120 geschoben wird, desto weiter stehen die Drähte 140, 142 aus der Spitze 122 hervor und desto größer ist ein Abstand 148 zwischen einem Paar von Meßenden 144 und 146. Eine Anzahl von Kalibrierungen 132 auf dem Kolben 130 entspricht der Entfernung 148 zwischen den Meßenden 144 und 146.

Wie in 13 dargestellt, sind die Drähte 140, 142 durch einen vorbestimmten Winkel 150, z. B. 20°, getrennt. Wenn der Abstand von der vorderen Oberfläche 121 zu den Meßenden 144, 146 ansteigt, bleibt der Winkel 150 der gleiche, jedoch der Abstand 148 (in 12 gezeigt) zwischen den Meßenden 144, 146 steigt an. Daher könnte, wie bei der Vorrichtung 10, ein Fachmann einfach die geeigneten Kalibrierungen 132 für einen gegebenen Winkel 150 berechnen Instrumente mit verschiedenen Winkeln 150 könnten bereitgestellt werden zur Verwendung in einer Vielzahl von Anwendungen.

Wie in den 12 und 13 am besten zu sehen ist, stehen die Drähte 140, 142 durch Öffnungen 126, 128 hervor. Wie dargestellt, sind die Öffnungen 126, 128 in seitlichen Oberflächen 127, 129 angeordnet, nahe der vorderen Oberfläche 121 der Spitze 122. Daher weisen, wenn die Drähte 140 142 durch die Öffnungen 126, 128 hervorstehen, diese durch die Breite der Spitze 122 bereits einen Abstand voneinander auf. Wie in 13 dargestellt, ermöglicht eine Anzahl von Einteilungen 152 an der vorderen Oberfläche 121 Messungen für Bereiche, die kleiner sind als die ersten Kalibrierungen 132. Wie dargestellt, weist die vordere Oberfläche 121 vier Einteilungen 152 auf, die Messungen zwischen 0 und 4 mm entsprechen. könnten, die Breite der Spitze 122 könnte 5 mm entsprechen und die Kalibrierungen 132 könnten mit 6 mm beginnen. Jedoch können, wie bei dem Winkel 150, die Anzahl und Größe der Einteilungen mit der Anwendung varrieren.

Unter erneutem Bezug auf 12 kann der Abstand 148 zwischen den Meßenden 144, 146 als spezifische Kalibrierungsmarkierung 132 gelesen werden, die nahe einer Öffnung 134 in einem Hülsenkopf 124 ist. In einer alternativen Ausführungsform kann ein Fenster in der Hülse 120 vorgesehen sein, in dem die Kalibrierung erscheinen würde, die dem Abstand 148 entspricht.

Wie dargestellt, weist die Meßvorrichtung 110 ein Paar von Fingerringen 138, 139 auf der Hülse 120 und einen Daumenring 136 auf dem Kolben 130 auf. Diese Anordnung ermöglicht es dem Benutzer, relativ leicht den Kolben 130 sowohl zu schieben wie auch an diesem zu ziehen. Jedoch sind eine Vielzahl von anderen Griffanordnungen möglich.

Die dargestellte Ausführungsform weist einen Schlitz 162 in der Hülse 120 auf. Ein Zapfen 160, der an einem Abschnitt des Kolbens 130 in der Hülse 120 befestigt ist, wirkt mit dem Schlitz 162 zusammen. Das proximale Ende 164 und das distale Ende 166 des Schlitzes 162 beschränken den Zapfen 160 und verhindern eine exzessive Bewegung beim Schieben oder Ziehen des Kolbens 130. Ebenso verhindern der Zapfen 160 und der Schlitz 162, daß der Kolben 130 und die Drähte 140, 142 sich in der Hülse 120 verdrehen. Andere Anordnungen innerhalb des Bereiches der vorliegenden Erfindung sind möglich

Es ist verständlich, daß die arthroskopische Meßvorrichtung dieser Erfindung im wesentlichen gerade und starr sein kann, um Abstände zu messen, die senkrecht zu der geraden Längsachse der Vorrichtung verlaufen. Es ist ebenso einsichtig, daß die Röhren und Drähte gekrümmt sein können für arthroskopische Anwendungen, für die ein gerades Instrument nicht zweckmäßig wäre. Letztlich können die Röhren und Drähte aus im wesentlichen flexiblen Materialien hergestellt sein, die so gebogen werden können, wie es in der arthoskopischer Chirurgie erforderlich ist.


Anspruch[de]
  1. Arthroskopische Messvorrichtung (10) zur Messung des Abstandes (48) zwischen zwei Punkten innerhalb eines Körpers eines Patienten, umfassend:

    eine Erweiterung (23) zum Einführen in den Körper durch eine Inzision, wobei die Erweiterung eine distale Spitze (16) zum Einbringen in den Körper und ein proximales Handstück (36) zum Verbleib außerhalb des Körpers aufweist;

    einen ersten Meßdraht (40) und einen zweiten Meßdraht (42), die von der distalen Spitze der Erweiterung in einem vorbestimmten festen Winkel (50) ausgehen und einen Abstand (48) zwischen diesen festlegen, wobei der erste und zweite Meßdraht (40, 42) relativ zu der distalen Spitze bewegbar ist, und wobei der Querschnitt der Meßdrähte (40, 42) über ihre Länge von der distalen Spitze (16) der Erweiterung (23) bis zu ihren entfernten Enden im wesentlichen konstant ist und an ihren entfernten Enden (44, 46) abnimmt, so daß die Drähte (40, 42) abgerundete Enden haben, von der Seite gesehen; und

    ein Betätigungselement (30), das an dem proximalen Handstück (36) angeordnet ist, um die ersten und zweiten Meßdrähte (40, 42) relativ zu der distalen Spitze (16) zu bewegen, und zum Ausfahren und Zurückziehen der Meßdrähte (40, 42) unter dem festen Winkel (50), wodurch der festgelegte Abstand (48) geändert wird.
  2. Meßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Meßdraht (40) ein mit dem Betätigungselement (30) verbundenes proximales Ende und der zweite Meßdraht (42) ein mit dem Betätigungselement (30) verbundenes proximales Ende aufweist.
  3. Meßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement (30) einen Knopf (30) umfaßt, der relativ zu dem Handstück (36) bewegbar ist.
  4. Meßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Handstück (36) einen axialen Hohlraum (35) aufweist und das Betätigungselement (30) einen Kolben (66) umfaßt, der mindestens teilweise in dem axialen Hohlraum (35) zur Bewegung in demselben angeordnet ist.
  5. Meßvorrichtung nach Anspruch 1, ferner umfassend eine Anzahl von Kalibrierungen (72) und ein Anzeigeelement, wobei durch eine Bewegung des Betätigungselementes (30) eine Bewegung des ersten und zweiten Meßdrahtes (40, 42) relativ zu der distalen Spitze (16) und eine entsprechende Bewegung des Anzeigeelementes relativ zu der Anzahl von Kalibrierungen (72) hervorgerufen wird.
  6. Meßvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigeelement auf dem Handstück (36) angeordnet ist.
  7. Meßvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl von Kalibrierungen (72) auf dem Handstück (36) und das Anzeigeelement auf dem Betätigungselement angeordnet ist, wobei eine Bewegung des Betätigungselementes (30) das Anzeigeelement dazu veranlaßt, die Kalibrierung (74) zu wählen, die dem Abstand (48) zwischen dem ersten und zweiten Meßdraht (40, 42) entspricht.
  8. Meßvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigeelement einen distalen Rand (33) des Knopfes (30) umfaßt.
  9. Meßvorrichtung nach Anspruch 7, ferner umfassend eine Anzahl von Einteilungen (52) an der distalen Spitze (16) zur Messung von Abständen (49), die kleiner sind als die, die von der Anzahl von Kalibrierungen (72) angezeigt werden.
  10. Meßvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl von Kalibrierungen (72) auf dem Betätigungselement (30) und das Anzeigeelement auf dem Handstück (36) angeordnet sind, wobei eine Bewegung des Betätigungselementes (30) (wie A. 7) das Anzeigelement dazu veranlaßt, die Kalibrierung (74) zu wählen, die dem Abstand (48) zwischen dem ersten und zweiten Meßdraht (40, 42) entspricht.
  11. Meßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Erweiterung (23) mindestens einen Durchgang (54) umfaßt;

    die distale Spitze (16) ferner ein Paar von Öffnungen (26, 28) aufweist,

    das Betätigungselement (30) einen Knopf (30) umfaßt, der mit dem proximalen Handstück (36) verschieblich zusammenwirkt; und

    der erste und zweite Meßdraht (40, 42) an den Knopf (30) gekoppelt sind und durch den mindestens einen Durchgang (54) zu dem Paar von Öffnungen (26, 28) verlaufen,

    wobei der Knopf (30) die Drähte (40, 42) bewegt und die Drähte (40, 42) durch das Paar von Öffnungen (26, 28) unter dem festen Winkel (50) ausfährt.
  12. Meßvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der vorbestimmte Winkel (50) etwa 20° beträgt.
  13. Meßvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Erweiterung (23) ein Paar von Durchgängen (54, 55) umfaßt, von denen jeder einen von dem Paar von Drähten (40, 42) aufnimmt.
  14. Meßvorrichtung nach Anspruch 11 ferner umfassend einen axialen Hohlraum (35) in dem Handstück (36) und eine Feder (90), die in dem axialen Hohlraum (35) angeordnet ist, wobei die Feder (90) mit einer distalen Oberfläche des Knopfes (30) verbunden ist und den Knopf (30) proximal vorspannt.
  15. Meßvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Draht (40) ein mit dem Knopf (30) fest verbundenes proximales Ende und der zweite Draht (42) ein mit dem Knopf (30) fest verbundenes Ende aufweist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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