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Dokumentenidentifikation DE10252993A1 03.06.2004
Titel Druckerfassungsvorrichtung
Anmelder Pierburg GmbH, 41460 Neuss, DE
Erfinder Bürger, Frank, 52355 Düren, DE;
Ludwig, Norbert, 41379 Brüggen, DE
Vertreter Patentanwälte von Kreisler, Selting, Werner et col., 50667 Köln
DE-Anmeldedatum 14.11.2002
DE-Aktenzeichen 10252993
Offenlegungstag 03.06.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.06.2004
IPC-Hauptklasse G01L 9/14
Zusammenfassung Eine Druckerfassungsvorrichtung weist einen Magnetfelderzeuger (32) und einen Magnetfeldaufnehmer (34) zur Detektion einer Magnetfeldänderung auf. Hierbei bewirkt eine Druckänderung in einer der beiden Druckkammern (16, 18) eine Bewegung des Magnetfelderzeugers (32) relativ zu dem Magnetfeldaufnehmer (34). Die Abstandsänderung wird von dem Magnetfeldaufnehmer (34), bei dem es sich beispielsweise um einen Hallsensor handeln kann, detektiert.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Druckerfassungsvorrichtung, die insbesondere für den Einsatz im Automobilbereich geeignet ist.

Bei bekannten Druckerfassungsvorrichtungen erfolgt die Druckerfassung resistiv oder kapazitiv. Insbesondere im Automobilbereich weisen derartige Druckerfassungsvorrichtungen den Nachteil auf, dass sie relativ anfällig gegenüber Fremdeinflüssen sind. Ferner weisen derartige Druckerfassungsvorrichtungen den Nachteil auf, dass kein direkter Zusammenhang zwischen der Druckänderung und dem von der Druckerfassungsvorrichtung abgegebenen Signal besteht, so dass eine geeignete Signalverarbeitung bzw. Signalumwandlung erfolgen muss, um die tatsächliche Druckveränderung bestimmen zu können.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Druckerfassungsvorrichtung für den Automobilbereich zu schaffen, die robust gegen Fremdeinflüsse ist.

Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1.

Die erfindungsgemäße Druckerfassungsvorrichtung weist einen Magnetfelderzeuger, wie beispielsweise einen Magneten, insbesondere einen Dauermagneten, auf. Ferner ist ein Magnetfeldaufnehmer, insbesondere ein Hallsensor, zur Detektion einer Magnetfeldänderung vorgesehen. Der Magnetfelderzeuger und der Magnetfeldaufnehmer sind in der Druckerfassungsvorrichtung derart angeordnet, dass sich der Abstand zwischen dem Magnetfelderzeuger und dem Magnetfeldaufnehmer bei einer Druckänderung verändert. Diese Abstandsänderung wird von dem Magnetfeldaufnehmer detektiert. Da es sich bei dem Magnetfeldaufnehmer vorzugsweise um einen Hallsensor handelt, wird von dem Hallsensor ein elektrisches Signal abgegeben, das insbesondere direkt proportional zur Druckänderung ist. Hierbei kann es sich um ein analoges oder ein PWM-Signal handeln. Die insbesondere direkte Proportionalität zwischen der Druckänderung und dem Ausgangssignal des Magnetfeldaufnehmers kann durch eine derartige Ausgestaltung der Druckerfassungsvorrichtung realisiert werden, dass Fremdeinflüsse beispielsweise auf Grund einer Halterung zum Halten des beispielsweise bewegbaren Magnetfelderzeugers innerhalb des Messbereichs keinen oder einen vernachlässigbar geringen Einfluss haben. Zusätzlich ist es möglich, einen programmierbaren Hallsensor zu verwenden, so dass die äußeren Einflüsse, wie beispielsweise die Einflüsse einer Halterung, durch eine geeignete Programmierung ausgeglichen werden können.

Vorzugsweise ist der Magnetfelderzeuger oder der Magnetfeldaufnehmer mit einem elastischen Halteelement verbunden. Eine Druckänderung bewirkt somit eine Bewegung des Magnetfelderzeugers oder des Magnetfeldaufnehmers in Richtung des jeweils anderen Elements. Auf Grund der Elastizität des Halteelements gelangt der Magnetfeldaufnehmer bzw. der Magnetfelderzeuger, wenn der Druck wieder auf den vorherigen Druck zurück geht, automatisch in die Ausgangslage. Als elastisches Halteelement ist vorzugsweise eine Membran bzw. ein membranartiges Bauteil vorgesehen. Besonders bevorzugt ist es hierbei, den Magnetfelderzeuger oder den Magnetfeldaufnehmer innerhalb des Halteelements anzuordnen. Bei einem beispielsweise aus einem Kunststoffmaterial hergestellten Halteelement kann der Magnetfelderzeuger oder der Magnetfeldaufnehmer innerhalb eines vorzugsweise zweilagigen Halteelements eingeschweißt sein. Dies hat den Vorteil, dass beispielsweise ein Verschmutzen des Magnetfelderzeugers oder des Magnetfeldaufnehmers, durch das eine Signalveränderung hervorgerufen würde, vermieden ist.

Die erfindungsgemäße Druckerfassungsvorrichtung eignet sich insbesondere zur Druckmessung in Saugrohren von Verbrennungsmotoren. Hierbei ist es auf Grund der efindungsgemäßen Ausgestaltung der Druckerfassungsvorrichtung möglich, auch bei Temperaturen von bis zu 150°C über lange Zeiträume von ggf. mehreren Stunden Druck in der erforderlichen Genauigkeit zu messen. Ferner weist die erfindungsgemäße Druckerfassungsvorrichtung den Vorteil auf, dass sie frei programmierbar ist. Hierdurch ist es möglich, ein und denselben Sensor in unterschiedlichen Druckbereichen zu verwenden.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer bevorzugten Ausführungsform unter Bezugnahme auf die anliegende Zeichnung näher erläutert.

Die Figur zeigt einen Längsschnitt einer erfindungsgemäßen Magnetfelderfassungsvorrichtung.

Die dargestellte bevorzugte Ausführungsform der Magnetfelderfassungsvorrichtung ist rotationssymmetrisch, so dass das Gehäuse im Wesentlichen zylindrisch ausgebildet ist. Das Gehäuse weist eine erste Gehäusehälfte 10 sowie eine zweite Gehäusehälfte 12 auf. Die erste Gehäusehälfte 10 weist eine Öffnung bzw. einen Druckanschluss 14 auf. Durch die erste Gehäusehälfte 10 ist eine erste Druckkammer 16 ausgebildet.

Durch die zweite Gehäusehälfte 12 ist eine zweite Druckkammer 18 ausgebildet. Die beiden Druckkammern 16, 18 sind durch ein im dargestellten Ausführungsbeispiel als Membran ausgebildetes elastisches Halteelement 20 voneinander getrennt. Die Membran 20 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel zwischen zwei nach innen weisenden kreisringförmigen Ansätzen 22, 24 der ersten Gehäusehälfte 10 bzw. der zweiten Gehäusehälfte 12 eingeklemmt.

Die Membran 20 weist zwei Lagen 26, 28 auf, die in ihrem zentralen Bereich eine Tasche 30 ausbilden. Innerhalb der Tasche 30 ist als Magnetfelderzeuger ein Dauermagnet 32 angeordnet. Der Dauermagnet 32 weist vorzugsweise eine zylindrische Form auf.

Gegenüber dem Magnetfelderzeuger 32 ist der Magnetfeldaufnehmer 34 angeordnet. Der vorzugsweise als Hallsensor ausgebildete Magnetfeldaufnehmer 34 ist in den Boden bzw. eine Wand 36 der vorzugsweise aus Kunststoff bestehenden Gehäusehälfte 12 eingegossen. Der Hallsensor 34 ist mit elektrischen Leitungen 38 verbunden, die beispielsweise zu einem Stecker führen um an eine Auswerteeinrichtung oder Steuerung angeschlossen werden zu können.

Im Bereich des Magnetfeldaufnehmers 34 ist ferner ein Feldverstärkungselement 40 vorgesehen. Bei dem Feldverstärkungselement 40 handelt es sich vorzugsweise um ein Eisen- oder Metallplättchen, das vorzugsweise auf der Rückseite des Hallsensors 34 angeordnet ist. Bei der Rückseite des Hallsensors 34 handelt es sich um die vom Magneten 32 abgewandte Seite.

Beispielsweise bewirkt eine Erhöhung des Drucks in der ersten Druckkammer 16 ein Bewegen des Magneten 32 in Richtung des Hallsensors 34, wobei in der zweiten Druckkammer 18 beispielsweise Umgebungsdruck herrscht. Hierdurch verändert sich der Abstand zwischen dem Magneten 32 und dem Hallsensor 34. Dies führt zu einer Magnetfeldverstärkung im Bereich des Hallsensors 34 und somit zu einer Spannungserhöhung im Hallsensor. Das von dem Hallsensor 34 abgegebene Signal ist hierbei direkt proportional zur Abstandsänderung zwischen dem Magneten 32 und dem Hallsensor 34. Diese Abstandsänderung ist im Messbereich direkt proportional zur Druckänderung zwischen den beiden Druckkammern 16, 18.

Das elastische Halteelement 20, das insbesondere als Membran ausgebildet ist, und die erste Druckkammer 16 von der zweiten Druckkammer 18 trennt, ist vorzugsweise derart angeordnet, dass die Membran 20 im Wesentlichen parallel zur Oberfläche des Hallsensors 34 verläuft, wenn in den beiden Kammern 16, 18 der gleiche Druck herrscht. Dies hat zur Folge, dass sich bei einer Druckänderung der Magnet 32 bei Überdruck in Richtung des Hallsensors 34 und bei Unterdruck in entgegengesetzte Richtung bewegt. Ein in der Figur seitliches Verschieben zwischen dem Magneten 32 und dem Hallsensor 34 ist hierbei ausgeschlossen bzw. innerhalb der geforderten Messgenauigkeit unerheblich.


Anspruch[de]
  1. Druckerfassungsvorrichtung, mit

    einem Magnetfelderzeuger (32) und

    einem Magnetfeldaufnehmer (34) zur Detektion einer Magnetfeldänderung,

    wobei eine Druckänderung eine Abstandsänderung zwischen dem Magnetfelderzeuger (32) und dem Magnetfeldaufnehmer (34) bewirkt, die von dem Magnetfeldaufnehmer detektierbar ist.
  2. Druckerfassungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetfeldaufnehmer (34) ein elektrisches Signal erzeugt, das insbesondere direkt proportional zur Druckänderung ist.
  3. Druckerfassungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetfelderzeuger (32) und/ oder der Magnetfeldaufnehmer (34) zur Abstandsänderung beweglich gehalten ist.
  4. Druckerfassungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 – 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetfelderzeuger (32) oder der Magnetfeldaufnehmer (34) mit einem elastischen Halteelement (20) verbunden ist.
  5. Druckerfassungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (20) eine Membran ist.
  6. Druckerfassungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 – 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetfelderzeuger (32) oder der Magnetfeldaufnehmer (34) zwischen einer ersten Druckkammer (16) und einer zweiten Druckkammer (18) beweglich angeordnet ist.
  7. Druckerfassungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (20) die erste Druckkammer (16) von der zweiten Druckkammer (18) abtrennt.
  8. Druckerfassungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 – 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetfelderzeuger (32) oder der Magnetfeldaufnehmer (34) innerhalb des Halteelements (20) angeordnet ist.
  9. Druckerfassungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 – 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetfeldaufnehmer (34) mit einem Feldverstärkungselement (40) verbunden ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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