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Dokumentenidentifikation DE69816717T2 03.06.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000884262
Titel Weichenvorrichtung in einem Förderer für plattenförmige Gegenstände
Anmelder Bobst S.A., Lausanne, CH
Erfinder Borel, Edouard, 1374 Corcelles/Chavornay, CH
Vertreter Weickmann & Weickmann, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69816717
Vertragsstaaten AT, BE, DE, DK, ES, FR, GB, IT, LU, NL, SE
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 06.06.1998
EP-Aktenzeichen 981103799
EP-Offenlegungsdatum 16.12.1998
EP date of grant 30.07.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.06.2004
IPC-Hauptklasse B65H 29/62

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Aussortierungsvorrichtung in einem Förderer von plattenförmigen Elementen und insbesondere auf eine Aussortierungsvorrichtung in einem Förderband, das zwischen dem Ausgang einer Maschine zur Verarbeitung von aufeinanderfolgenden Papierbogen oder Kartonplatten und einer Stapelstation angeordnet ist, um die Bogen oder Platten von ungenügender Verarbeitungsqualität in einen Auffangbereich auszuwerfen.

Die Verarbeitungsmaschinen können Stanzmaschinen von Zuschnitten und/oder Druckmaschinen von einer oder mehreren Farben oder metallisierten Mustern auf die Zuschnitte und/oder Faltmaschinen der Zuschnitte in flache Schachteln sein. Mögliche Defekte können also fehlerhafte Farbenüberdeckung, Leimflecken oder ungenaues Falten sein, wobei diese Defekte durch automatische Qualitätskontrollvorrichtungen erfasst werden, nach Abtasten durch Fotozellen, welche in der Durchlaufbahn der Elemente angeordnet sind. Die als mangelhaft erkannten Endelemente werden durch Aussortierungsvorrichtungen, auch Auswerfer genannt, kurz vor dem Stapeln in Lieferlose, aus der Kette genommen.

Ein bekannter Rotationsauswerfer arbeitet entlang einer vertikalen Drehachse, die es erlaubt, den auszuwerfenden Bogen in den Bändern des Förderers zu drehen. Jedoch sind die Geschwindigkeit und das Höchstformat der Bogen, welche ausgeworfen werden können, beschränkt. Außerdem kann die dem ausgeworfenen Bogen auferlegte Drehbewegung den Fluss der fehlerfreien Bogen beeinträchtigen oder sogar einen Stau verursachen.

Ein ebenfalls bekannter linearer Auswerfer bewegt den auszuwerfenden Bogen in einem Winkel von 45° oder 60°. Dieser Auswerfer weist den Vorteil auf, den Fluss der korrekten Bogen nicht zu beeinträchtigen. Doch ist auch hier das Mindest- und Höchstformat der zu verarbeitenden Bogen begrenzt. Zudem benötigen diese Auswerfer eine genaue Einstellung der Bogendicke und sind verhältnismäßig teuer.

Außerdem muss bei den zwei vorerwähnten Auswerfern ein Band des Förderers angehoben sein, um den rationellen Auswurf sicherzustellen, was den Transport der anderen Bogen beeinträchtigen kann. Des Weiteren kann der Auswurf mit hoher Geschwindigkeit eine Gefahr für Personen, die sich in der Nähe befinden, darstellen.

Dokument EP 045 713 beschreibt eine Aussortierungsvorrichtung für flach gefaltete Kartonschachteln, die auf einem Zwischenteil des unteren Förderbands basiert, welcher in einem Rahmen angebracht ist, der durch einen Pneumatikzylinder gekippt werden kann, welch letzterer um die Achse seiner hinteren Endtrommel dreht, so dass seine gesenkte vordere Endtrommel eine Auswurfspur für die von einer Fotozelle erfassten verschmierten Schachteln nach unten öffnet.

Dokument US 4 324 522 veröffentlicht eine Vorrichtung derselben Art zum Sortieren von Metallplatten in verschiedene Stapel, wobei der Auswahlteil des kippenden Förderers das vordere Ende eines langen Zufuhrförderers ist. Das hintere Ende des folgenden Förderers kann eine Ablenkplatte umfassen, die sich gleichzeitig mit dem Senken des angrenzenden Auswahlteils hebt, um die Abwärtsbewegung der auszuwerfenden Platten zu bestätigen.

Diese Aussortierungsart setzt jedoch vorwiegend voluminöse und schwere Bestandteile von großer Trägheit ein, was leistungsfähige und somit teure Antriebsmittel erfordert. Außerdem beansprucht diese Aussortierungsart beträchtlichen Platz in der Maschine. Im zweiten Beispiel sollte darüber hinaus ein Mechanismus zum Beibehalten der Spannung in den Bändern des ersten Zufuhrförderers mit kippendem Vorderende vorgesehen werden.

Dokument DE 1 223 682 beschreibt eine Transportvorrichtung von Papier- oder Kartonbogen, die zwischen zwei flexiblen Bändern, einem oberen und einem unteren transportiert werden, die sich mit gleicher Geschwindigkeit bewegen. Diese Vorrichtung ist mit einem Makulaturauswerfer ausgestattet, der die beschädigten oder fehlerhaften Bogen nach unten auswirft. Zu diesem Zweck befindet sich gegenüber und etwas unterhalb der Strecke der Bogen, vor einer Walze des unteren Bandes, eine Ablenkungsecke, die dieses Band nach unten entlang einer Seite der Ablenkungsecke ablenkt. Die Aussortierung der Bogen wird durch einen Schuh gesteuert, der, sobald er durch einen mit einem Elektromagneten gekoppelten Aktuatorarm betätigt wird, einen Druck auf das obere Band in Richtung besagter Ablenkwalze des unteren Bandes ausübt.

Dokument US 3 417 989 beschreibt eine Vorrichtung zum Kontrollieren von Papierbogen und Trennen der fehlerfreien von den fehlerhaften Bogen. Die Bogen werden von einem Förderer auf einer Ansaugfläche mit verstellbarer effektiver Breite vor Detektoren bewegt. Sie werden in zwei mögliche Spuren durch das Kippen von einem Paar Walzen, um welches ein Endlosriemen dreht, aussortiert. Dieses drehende Organ ist über der Ablenkwalze des Förderers angeordnet. Die Aussortierung wird durch eine Ablenkungsecke vervollständigt, die sich gegenüber und etwas unterhalb der Walze des Förderers befindet.

In allen vorerwähnten Vorrichtungen werden die ausgeworfenen plattenförmigen Elemente, insbesondere die Kartonschachteln, nicht immer genügend gesteuert, d. h. sie werden entlang ihrer Ablenkungs- und anschließender Auswurfstrecke weder gehalten noch angetrieben, was an bestimmten Stellen zu Anhäufungen oder sogar Stau führen kann und einen Maschinenstopp erfordert.

Dokument FR 2 688 493 veröffentlicht eine Vorrichtung zum Schneiden und Richtungswechsel von einem nicht konformen Teil eines kontinuierlich verarbeiteten Bandes. Diese Vorrichtung umfasst, zwischen zwei vertikalen Walzenpaaren zum Antreiben des Bandes entlang einer normalen horizontalen Strecke, eine schräge nach vorne und abwärts gerichtete Ablenkplatte, deren oberer Rand etwas unterhalb der normalen Strecke angeordnet und wie ein Amboss geformt ist. Eine untere Klappe mit Trennklinge, normalerweise in hoher Position, führt das Band über der Platte. Sobald ein fehlerhafter Bandteil erfasst wird, senkt sich die untere Klappe, und eine obere Trennklappe, die eine Klingenkante umfasst, senkt sich drehend gegen den Amboss, um das Band zu durchtrennen und entlang der Platte zu einer Auswurfstrecke zu leiten, wohin es von Zugrollen gezogen wird. Bei der Ankunft eines neuen konformen Bandteils, hebt sich die obere Trennklappe wieder und die untere Klappe schlägt den Amboss, um das Band erneut durchzuschneiden und den neuen Vorderrand des Bandes in Richtung der normalen Strecke zu lenken.

Diese Vorrichtung für die Verarbeitung eines Endlosbandes ist jedoch ungeeignet und zu komplex, folglich zu teuer, um aufeinanderfolgende plattenförmige Elemente zu verarbeiten, welche nicht geschnitten werden müssen und welche, vorzugsweise, praktisch ständig entweder von einem Förderband oder von einem Förderer mit nahe beieinanderliegenden parallelen Walzen angetrieben werden sollten.

Ziel der vorliegenden Erfindung ist eine Aussortierungsvorrichtung in einem Förderer von plattenförmigen Elementen, die besonders zuverlässig ist, d. h. fähig, die Richtung des Elements so präzise zu ändern, dass dieses nicht mit einem mechanischen Organ zusammenstoßen kann. Falls erforderlich, soll die Vorrichtung das Element, so schwer es auch sein mag, bei seiner Aussortierung wirksam in die neue Richtung biegen können.

Diese Vorrichtung soll ferner die Staugefahr auf ein Minimum beschränken, indem sie insbesondere weniger Platz in der Durchlaufrichtung der Elemente einnimmt, so dass diese Elemente im wesentlichen von Vorwärtsantriebselementen gesteuert werden, ob sie in Richtung der normalen oder der Auswurfstrecke geleitet werden.

Außerdem soll diese Vorrichtung besonders dynamisch sein, d. h. sehr schnell kippen können, um den hohen Produktionsgeschwindigkeiten zu folgen. Vorzugsweise sollte die Anzahl der beweglichen Organe zum Aussortieren auf ein Minimum beschränkt sein und jeweils geringe Masse und/oder Trägheit aufweisen. Vorzugsweise sollte der Betrieb dieser Vorrichtung auch verhältnismäßig wenig mechanische Energie verbrauchen.

Schließlich sollte diese Aussortierungsvorrichtung so wenig Raum wie möglich einnehmen, um Platz für einen Auffangbehälter, für Antriebsmittel auf der Auswurfstrecke sowie zum Manövrieren von in Wartung oder Reparatur befindlichen Maschinenteilen zu lassen.

Diese Ziele werden mit einer Aussortierungsvorrichtung in einem Förderer von plattenförmigen Elementen gemäß Patentanspruch 1 erreicht.

"Vorne" und "hinten" beziehen sich auf die Durchlaufrichtung der Elemente, d. h. stromabwärts bzw. stromaufwärts der Zufuhr der plattenförmigen Elemente. Die "Länge" eines Elements ist ebenfalls in der Durchlaufrichtung zu verstehen, wobei die "Breite" in einer horizontalen Ebene quer dazu liegt.

Der untere Förderer kann ein oder mehrere Bänder aufweisen, die in der Durchlaufrichtung der Elemente angeordnet sind und gemäß einer oberen Strecke über Rollen verlaufen und an den Enden von Riemenscheiben in eine untere Rückstrecke zurückgelenkt werden, wobei eine Riemenscheibe beispielsweise motorisiert ist. Oder der untere Förderer kann aus einer Anzahl von parallelen Walzen bestehen, die quer zur Durchlaufrrichtung des Bandes und hintereinander angeordnet sind, wobei alle Walzen an einem gemeinsamen Ende von demselben Riemen angetrieben werden.

Das Mittel zum Pressen der plattenförmigen Elemente auf die unteren Förderer kann ein unter Pressrollen verlaufendes Förderband sein oder eine Reihe von Pressrollen, welche hintereinander in der Durchlaufrichtung der Elemente angebracht sind.

Mit anderen Worten macht sich die Erfindung die konvexe Form der vorderen halbzylindrischen Peripherie der letzten vorderen Rolle oder Walze des ersten unteren hinteren Förderers zunutze, um mit Hilfe eines Ablenksmittels ein plattenförmiges Element zu biegen, das durch seine Mindesteigensteifigkeit normalerweise auf seiner normalen Strecke entlang der ersten Seite des Aussortierungsmittels und dann des zweiten unteren vorderen Förderers geblieben wäre, wobei dieses Biegen das Element in eine zweite sogenannte Auswurfstrecke lenkt, die durch die zweite schräge Seite der Aussortierungsmittel schnell bestätigt wird.

Insbesondere ist diese Aussortierungsvorrichtung noch wirksamer, da mindestens ein Bestandteil, d. h. diese letzte Rolle oder Walze des ersten Förderers drehend angetrieben wird und so das plattenförmige Element in die eine oder andere Richtung antreibt.

Die Ablenkungsmittel bestehen aus einem Band, das unter der unteren vorderen Peripherie einer vorderen Endrolle oder -walze verläuft, die zum vorderen Ende eines hinteren Teils eines einzigen oberen, gemäss einer oberen Schlaufe verlaufenden Förderbandes gehört.

Dieses Ablenkungsmittel ist ebenfalls besonders wirksam, da das plattenförmige Element, außer abgelenkt zu werden, zusätzlich auch vorwärts angetrieben wird.

Vorzugsweise umfassen die Ablenkungsmittel zwei Ablenkschuhe, welche auf beiden Seiten der Rolle angeordnet sind und das Biegen auf der ganzen Breite des Vorderrandes des plattenförmigen Elements sicherstellen.

Der Auswurfförderer beginnt mit einem Paar motorisierter, einander gegenüber angebrachter Walzen und ist hinter der schrägen Seite der Aussortierungsmittel angeordnet, falls gewünscht, ist eine oder beide Walzen der Anfang eines Förderbandes.

Dieser direkt hinter den Aussortierungsmitteln angeordnete Auswurfförderer vermeidet jegliches Staurisiko der abgelenkten plattenförmigen Elemente, da sie insbesondere mit einer Geschwindigkeit angetrieben werden können, die höher ist als die der Normalstrecke.

Vorzugsweise ist der Abstand zwischen dem Paar Rollen oder Walzen, welche das Ende des ersten unteren hinteren Förderers bestimmen, und entweder dem Paar Rollen oder Walzen, welche den Anfang des zweiten unteren vorderen Förderers bestimmen, oder dem Paar Rollen oder Walzen, welche den Anfang des Auswurfförderers bestimmen, kürzer als die Mindestlänge eines plattenförmigen Elements.

Auf diese Weise werden die plattenförmigen Elemente dauernd durch Antriebsmittel, welche diese Elemente in der einen oder anderen Richtung vorwärts antreiben, gesteuert.

Nützlicherweise ist der zweite untere vordere Förderer auf einem Rahmen angebracht, der nach vorne kippbar ist, um den Zugang zu den Aussortierungsmitteln, den Ablenkungsmitteln sowie zum Auswurfförderer für die Wartung und Reparatur zu erleichtern.

Besser verständlich wird die Erfindung bei der Prüfung einer Ausführungsform, die als keineswegs beschränkendes Beispiel angeführt und durch die beigelegten Zeichnungen dargestellt wird, in welchen:

1 eine schematische Seitenansicht eines Förderers mit einer Aussortierungsvorrichtung gemäß der Erfindung ist,

2 eine schematische Seitenansicht des Aussortierungsabschnitts des Förderers von 1 ist,

3 eine vergrösserte schematische Ansicht der Aussortierung von 1 und 2 ist, und

4 eine schematische Draufsicht der Aussortierung der vorherigen Zeichnungen ist.

In all diesen Zeichnungen werden identische Bestandteile mit der gleichen Referenznummer bezeichnet.

In 1 stellt eine Gesamtansicht eines Förderbandes dar, das zu einer Trennstation gehört. In einer solchen Station wird eine Mehrzahl von Nutzen gelöst, die in einem Kartonbogen nebeneinander in Richtung der Breite und gemäß mehreren aufeinanderfolgenden Linien der Länge nach durch verschiedene hinten, d. h. auf der rechten Seite von 1, angeordnete Rotations- oder Tiegelstanz- und -druckstationen bedruckt und gestanzt worden sind. Diese Trennstation umfasst also mehrere Förderbänder, die nebeneinander fächerförmig so angeordnet sind, dass sie die Nutzen der Breite nach trennen, wobei diese Förderer eine höhere Vorschubgeschwindigkeit aufweisen als die vorherigen Stationen, um diese Nutzen ebenfalls der Länge nach zu trennen.

Jedes dieser Förderbänder befördert die Nutzen entlang einer im wesentlichen horizontalen Strecke Tn zu einer entsprechenden Nutzenstapelstation, die vorne, d. h. auf der linken Seite von 1 angeordnet ist, und umfasst ebenfalls eine Aussortierungsvorrichtung 26, 32, 42, 60, besser ersichtlich in 2, welche den Vorderteil dieses Förderers vergrößert darstellt. Die Aussortierungsvorrichtung sortiert Nutzen von ungenügender Qualität gemäß einer Strecke Te aus hin zu einem Auffangbecken 79. Zu diesem Zweck kommt jeder Nutzen einzeln unter einem Abtastbereich durch, welcher beispielsweise eine Kamera und/oder Abtastzellen zum Erfassen von Druckfehlern, zum Beispiel fehlerhafte Farbenüberdeckung, Leimflecken oder -spuren oder sogar ungenaues Falten, umfasst, wobei dieser Abtastbereich mit elektronischen und/oder Datenverarbeitungsmitteln verbunden ist, welche das Kippen der Aussortierung auslöst, sobald der Durchlauf des hinteren Randes des letzten fehlerfreien Nutzen durch eine andere, nahe hinter der Aussortierungsvorrichtung angeordnete Fotozelle abgetastet wird.

Wie in 1 besser zu sehen ist, umfasst dieses Förderband zuerst ein erstes unteres Förderband 40, das sich entlang einer oberen horizontalen Stecke über eine Mehrzahl von Stützrollen 44 bewegt, bis es bei einer letzten Vorderrolle 42 ankommt, die diesen Riemen entlang einer unteren Strecke zurückschickt (umlenkt), wo er sich über einen Spannmechanismus und eine untere Antriebswelle bewegt, bevor er verdreht und in Richtung seiner oberen horizontalen Strecke zurückgeschickt wird. Die Führ- und Stützrollen 42, 44 des Förderers 40 sind auf einer unteren vertikalen Stützplatte 41 angeordnet, welche an ihrem hinteren Rand auf einem mit dem Rahmen der Trennstation fest verbundenen Gelenk 39 schwenkend angebracht ist.

Zusätzlich zur Aussortierungsvorrichtung umfasst dieser Förderer einen zweiten unteren vorderen Förderer 50, dessen Riemen seine obere horizontale Strecke bei einer ersten hinteren Rolle 52 beginnt, über Stützrollen 54 weitergeht, wobei dieser Riemen zu seiner unteren Umkehrstrecke durch seine vordere Endrolle 59 zurückgeschickt wird. Insbesondere sind diese Stütz- und Führrollen 52, 54, 59 des Bandes 50 auf einer vertikalen Stützplatte 58 angebracht, welche, falls notwendig, für den Zugang zur Aussortierungsvorrichtung nach vorne gekippt werden kann.

Zu diesem Zweck, wie in 2 besser ersichtlich ist, ist diese Platte 58 mittels eines Drehzapfens 48 an einem Plattenbügel 51 angebracht, dessen Position entlang einem Querbalken 53 der Trennstation eingestellt werden kann. Dieser Balken 53 wird auf beiden Seiten des Rahmens der Station von zwei kippenden T-förmigen Seitenplatten 55, eine rechts, eine links, die jeweils um ihren Drehzapfen 57 drehen, getragen. Auf beiden Seiten der Station kann die T-förmige Platte 55 durch ihren Zylinder 49 gekippt werden, welcher zwischen einem festen Punkt des Rahmens und seinem hinteren Arm wirkt. So können die Position und die Orientierung von jeder vertikalen Stützplatte 58 des unteren vorderen Förderers 50 eingestellt werden, um mit der unteren vertikalen Stützplatte 41 des ersten unteren Förderers 40 ausgerichtet zu sein.

Insbesondere gemäß der Erfindung und wie in 1 und 2 dargestellt, umfasst dieser Förderer einen einzigen oberen Förderer 30, welcher eine untere im wesentlichen horizontale Strecke zurücklegt, die unter Stützrollen 35 verläuft, und zwar entsprechend den oberen Strecken der unteren Förderer. Dieser obere Förderer wird anschließend entlang einer oberen Umkehrstrecke zurückgeschickt, geführt von Rollen 38, wobei er über verschiedene Spannvorrichtungen und eine obere hintere Antriebswelle verläuft, bevor er auf seine untere Antriebsstrecke zurückkehrt.

Insbesondere und wie in 2 besser zu sehen ist, beschreibt die untere Strecke dieses Riemens 30 eine auf der Höhe der Aussortierungsvorrichtung 60 nach oben gerichtete Schlaufe, nacheinander geführt von der vorderen Endrolle 32 des hinteren Teils des oberen Förderers, dann von zwei oberen Rollen 34, 34' und anschließend zurückgeschickt von einer hinteren Endrolle 36 des zweiten vorderen Teils dieses oberen Förderers. Diese Ablenkschlaufe ist im wesentlichen T-förmig, d.h. der Riemen 30 rollt sich einerseits mindestens um die vordere Hälfte der Peripherie der Rolle 32, hinter welcher die Rolle 34 angeordnet ist, und rollt sich andererseits mindestens um die hintere Hälfte der Peripherie der Rolle 36, wobei die Rolle 34' vor dieser Rolle 36 angeordnet ist.

Alle Stützrollen 35 der unteren Strecke, die Führungsrollen 38 der oberen Umkehrstrecke sowie die zwei Schlaufenrollen 34 und 34' sind auf einer vertikalen Stützplatte in zwei Teilen 31 und 31' angebracht, die miteinander fest verbunden sind und durch ein Gelenk 37 auf dem Rahmen der Trennstation so angebracht sind, dass sie mit der Stützplatte 41 zusammentreffen. Die zwei Rollen 32 des vorderen Endes des hinteren Teils und 36 des hinteren Endes des vorderen Teils sind dagegen beide auf einem Hebel 20 angebracht, der zur Aussortierungsvorrichtung gehört.

Wie in 2 und 3 besser zu sehen ist, umfasst die Aussortierungsvorrichtung gemäß der Erfindung zuerst einen Aussortierungswinkel 60, der unter der normalen Strecke Tn, zwischen der vorderen Endrolle 42 des hinteren unteren Förderers 40 und der hinteren Endrolle 52 des vorderen unteren Förderers 50 eingefügt ist. Dieser Umlenkwinkel ist ein maschinell bearbeitetes Teil, das einen nach hinten gerichteten Winkelquerschnitt aufweist. Die Oberfläche 62 dieses maschinengefertigten Teils bildet die erste Seite des Winkels zum Erreichen der normalen Strecke Tn und ist gebildet aus einer horizontalen hinteren Ebene, gefolgt von einer nach oben schrägen Zwischenebene und endet in einer dritten vorderen ebenfalls horizontalen Ebene. Die hintere untere Fläche 64 bildet die zweite Seite des Winkels zum Führen der Auswurfstrecke Te und ist aus einer nach unten schrägen Ebene in einem Winkel von ungefähr 60° in Bezug auf die Horizontale gebildet.

Dieses maschinell gefertigte Teil wird mittels Bolzen durch zwei Seitenplatten gehalten, deren hintere schräge Ränder die zweite schräge Ablenkseite 64 verlängern. Zwischen diesen Seitenplatten, etwas unter dem maschinell gefertigten Teil ist eine erste Rolle 73 eines Auswurfriemens 74 angeordnet, welcher über eine untere Riemenscheibe 76 verläuft, die durch eine nicht dargestellte elastische Vorrichtung beweglich ist, um den Riemen zu spannen. Auf der Höhe dieser oberen Rolle 73 des Riemens 74 ist eine motorisierte Hauptrolle 72 angeordnet, welche mit höherer Umfangsgeschwindigkeit dreht als die der Förderer, um die fehlerhaften Elemente sehr rasch auszuwerfen.

Der Klemmpunkt 70, wo der Auswurfantrieb zwischen den Rollen 72 und 73 wieder aufgenommen wird, befindet sich in kurzem Abstand zur oberen Zeugelinie der vorderen Endrolle 42 des unteren Förderers 40, insbesondere weniger als 80 mm, was der Minimallänge der Nutzen zum Verarbeiten durch diese Trennstation entspricht. Es sollte beachtet werden, dass der Abstand des Wiederaufnahmepunkts 56 des vorderen Förderers auf der normalen Strecke Tn, gebildet aus den zwei oberen 36 und unteren Rollen 52, ebenfalls kurz ist, in der Größenordnung von 80 mm zur oberen Zeugelinie der Rolle 42, wo der Nutzen von den hinteren Förderern Iosgelassen wird.

Wie in 1 und 2 besser zu sehen ist, lenkt der Auswurfriemen 74 die ausgeworfenen Nutzen in einen Kanal, gebildet durch die Führungsschienen 77 und 78, welcher die ausgeworfenen Nutzen in ein Auffangbecken 79 bringt.

Die Aussortierungsvorrichtung enthält außerdem einen Hebel 20, welcher in 3 und 4 besser zu sehen ist. Dieser Hebel umfasst einerseits einen kurzen Arm 24, der im wesentlichen horizontal und etwas oberhalb des Aussortierungswinkels 60 und der Rolle 42 angeordnet ist, und andererseits einen vertikalen langen Arm 22, der im wesentlichen schräg nach vorne gerichtet ist. Dieser Hebel 20 dreht um eine von einem Lager 36' der oberen Stützplatte 31' getragene Achse, wobei diese Achse ebenfalls die Rolle 36 des hinteren Endes des zweiten vorderen Teils des oberen Förderers 30 trägt.

Wie in 3 und 4 besser zu sehen ist, trägt der kurze Arm 24 im wesentlichen in seiner Mitte die vordere Endrolle 32 des hinteren Teils des Förderers 30 und, in an seinem hinteren Ende einen vertikalen Bügel 25, welcher zwei Schuhe 26 auf beiden Seiten der Rolle 32 trägt. Diese Schuhe weisen die Form von Platten auf, die in Bezug auf die Horizontale leicht schräg sind, und haben eine Breite, die im wesentlichen der zu erwartenden Breite der Nutzen entspricht. Es sollte beachtet werden, dass die Rolle 32 auf dem kurzen Arm 24 so angeordnet ist, dass sich ihre hintere Hälfte auf der gleichen Höhe wie die vordere Hälfte der Endrolle 42 befindet. Auf ähnliche Weise befindet sich die vordere Hälfte der Schuhe 26 ebenfalls auf der Höhe der vorderen Hälfte der Rolle 42, wobei diese Hälfte eine untere nach unten gebogene Fläche aufweist, beispielsweise eine halbzylinderförmige Fläche mit einem Spitzenwinkel zwischen 10° und 30°.

Wie in 3 dargestellt, kann der Hebel 20 zwei Positionen einnehmen. In der ersten Position befindet sich der kurze Arm 24 in einer hohen Position, so dass der Riemen 30, geführt durch die Rolle 32 und den Schuh 26 die normale Strecke Tn der Nutzen nicht behindert. In der zweiten Position, Referenznummer 26', befindet sich der kurze Arm 24 in einer tiefen Position, wo der hintere Teil der Schuhe 26 und der Riemen 30, geführt von der Rolle 32, einen Teil der vorderen oberen Peripherie der Endrolle 42 derart umgeben, dass die Nutzen nach unten gebogen werden. Diese Biegung ist so, dass der Vorderrand des Nutzen unter die schräge Ablenkseite 64 des Aussortierungswinkels 60 gezwungen wird.

Mit anderen Worten bildet die vordere Endrolle 42 des hinteren Förderers 40 eine Biegerolle, auf welcher ein Nutzen nach vorne und nach unten gebogen wird, und zwar durch ein von den Schuhen 26 und dem unter der gesenkten Ablenkrolle 32 verlaufenden riemen 30 gemeinsam auferlegte Ablenkung. Diese auferlegte Biegung zwischen der vorderen unteren Biegeendrolle 42 einerseits und der Verbindung der Schuhe 26 und der vorderen oberen Ablenkendrolle 32 andererseits erfolgt noch besser, insofern die unteren 40 und oberen 30 Riemen den Nutzen sogar unter diesem Zwang vorwärtsbewegen.

Insbesondere wird die Bewegung der Schuhe/Ablenkrollen zwischen der nicht behindernden Position 26 und der unteren Ablenkposition 26' noch besser auferlegt, insofern der andere Hebelarm 22 lang ist. Dieser lange Hebelarm 22 wird vom Ende der Betätigungsstange des pneumatischen Zylinders 28 gesteuert, dessen Körperhinterseite von einer vertikalen Verlängerung 31" am Ende der oberen vertikalen Stützplatte 31' getragen wird. Somit kann die Aussortierungsvorrichtung sehr schnell in eine und dann in die andere Richtung gekippt werden und kann so den besonders hohen Transportgeschwindigkeiten, beispielsweise in der Größenordnung von 500 Meter pro Minute, folgen.

Insbesondere sollte beachtet werden, dass die einzigen Teile in Bewegung die Zylinderstange 28, der Hebel 20, die Ablenkrolle 32 mit seinem Riementeil 30 und die Schuhe 26 sind. Diese Einheit weist eine wesentlich kleinere Massenträgheit auf als ein ganzer Teil des unteren Förderers gemäß dem Stand der Technik.

Außerdem sollte beachtet werden, dass die Länge der Schlaufe, welche vom um die Ablenkrolle 32 verlaufenden Band 30 gebildet wird, zwischen der hohen Position und der tiefen Position dieser Rolle in der Konfiguration dieser Aussortierung praktisch unverändert bleibt, so dass kein zusätzliches Mittel zum Nachstellen der Streckenlänge dieses Riemens 30 notwendig ist. Außerdem kann durch die Anordnung dieser Ablenkschlaufe aufwärts mittels der Rollen 34 und 34' derselbe Riemen 30 für den hinteren und vorderen Teil des oberen Förderers, welche die Aussortierungsvorrichtung umgibt, verwendet werden. So kann dieser obere Förderer einfach eingestellt und betrieben werden.

Wie anhand der obigen Beschreibung festzustellen ist, kann die Aussortierungsvorrichtung gemäß der Erfindung in einem schmalen Förderer integriert werden, könnte aber ohne Schwierigkeiten an eine Aussortierungsvorrichtung für einen breiteren Förderer angepasst werden, indem die ursprünglichen Schuhe durch breitere ersetzt werden. Als Alternative sind auch mehrere Förderer Seite an Seite mit ihren verbundenen Ablenkvorrichtungen möglich, welche somit gleichzeitig betätigt würden.


Anspruch[de]
  1. Aussortierungsvorrichtung in einem Förderer von plattenförmigen Elementen, umfassend

    – einen ersten unteren hinteren Förderer (40), der an einer drehangetriebenen vorderen Rolle oder Walze (42) endet,

    – einen zweiten unteren vorderen Förderer (50), der dem ersten nachgeordnet ist und bei einer drehangetriebenen hinteren Rolle oder Walze (52) beginnt,

    – Mittel (30, 35) zum Pressen der plattenförmigen Elemente auf die unteren Förderer,

    – ein Aussortierungsmittel (60), das zwischen der vorderen Rolle oder Walze (42) des ersten Förderers (40) und der hinteren Rolle oder Walze (52) des zweiten Förderers (50) angeordnet ist, wobei dieses Mittel im Querschnitt einen nach hinten gerichteten Winkel mit einer ersten Seite (62), die nach der Normalstrecke (Tn) ausgerichtet ist und sich etwas unterhalb derselben befindet, und eine zweite schräge Seite (64), die nach einer zwischen den ersten und zweiten unteren Förderern verlaufenden Auswurfstrecke (Te) ausgerichtet ist, aufweist,

    – Ablenkmittel (26, 32), die etwas oberhalb der vorderen Hälfte der vorderen Rolle oder Walze (42) des ersten Förderers (40) angeordnet sind und in der Hochstellung die Normalstrecke (Tn) der Elemente entlang der ersten Seite (62) des Aussortierungsmittels nicht behindern und in der Tiefstellung eine gegen die vordere Peripherie der vorderen Rolle oder Walze (42) gebogene Auswurfstrecke (Te) erzwingen, so dass sich die Auswurfstrecke unter der Schrägseite (64) des Aussortierungsmittels (60) fortsetzt, dadurch gekennzeichnet, dass

    – ein Wurfförderer (74), der mit einem Paar von motorisierten einander gegenüberliegend angebrachten Walzen (72, 73) beginnt, hinter der Schrägseite (64) des Aussortierungsmittels (60) angeordnet ist, wobei eine oder beide Walzen gegebenenfalls der Anfang eines Bandförderers (74) sind, und

    – die Ablenkmittel ein Band (30) sind, das unter der unteren vorderen Peripherie einer vorderen Endrolle oder -walze (32) verläuft, die zum vorderen Ende eines hinteren Teils eines einzigen oberen entsprechend einer oberen Schlaufe (34, 34', 36) verlaufenden Bandförderers gehört.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablenkmittel zwei Ablenkschuhe (26) umfassen, die beiderseits der Rolle (32) angebracht sind.
  3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen dem das Ende des ersten unteren hinteren Förderers (40) definierenden Rollenpaar (32, 42) und entweder dem den Anfang des zweiten unteren vorderen Förderers (50) definierenden Rollenpaar (36, 52) oder dem den Anfang des Wurfförderers (74) definierenden Rollenpaar (72, 73) geringer ist als die Mindestlänge eines plattenförmigen Elements.
  4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite untere vordere Förderer (50) auf einem nach vorne kippbaren Rahmen (58) angebracht ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite untere vordere Förderer (50) in freier Drehung um einen Zapfen (48) derart aufgehängt ist, dass er sich in Bezug auf den Winkkel um den Zapfen (48) automatisch nach den Pressmitteln (30) ausrichtet.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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