PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10254967A1 09.06.2004
Titel Läufer eines Elektromotors
Anmelder Danfoss Compressors GmbH, 24939 Flensburg, DE
Erfinder Weihrauch, Niels Christian, 24980 Nordhackstedt, DE
Vertreter Patentanwälte Knoblauch und Knoblauch, 60322 Frankfurt
DE-Anmeldedatum 26.11.2002
DE-Aktenzeichen 10254967
Offenlegungstag 09.06.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.06.2004
IPC-Hauptklasse H02K 17/16
IPC-Nebenklasse H02K 17/26   H02K 21/46   
Zusammenfassung Der Läufer eines Elektromotors hat in einem Kern (1) aus einem Stapel magnetisch leitender Bleche (2, 2a) Stäbe (S1, S2) eines Kurzschlußkäfigs (4) und Dauermagnete (10), und das in einem axialen Endabschnitt (9) des Kerns (1) liegende Ende jedes Stabes (S1, S2) ist gegenüber dem in einem anderen axialen Endabschnitt (9) des Kerns (1) liegenden Ende desselben Stabes (S1, S2) in Umfangsrichtung des Läufers versetzt. Um bei einem solchen Läufer das Drehmoment gleichförmiger auszubilden, insbesondere beim Anlauf des Motors, ist dafür gesorgt, daß in einem mittleren Kernabschnitt (8) zwischen den beiden Abschnitten (9) des Kerns (1) verlaufende Zwischenabschnitte (12) der Stäbe (S1, S2) schräg zur Drehachse des Läufers und zu den sich an die Zwischenabschnitte (12) der Stäbe (S1, S2) anschließenden Endabschnitten (5, 6) der Stäbe (S1, S2) verlaufen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Elektromotor-Läufer, der in einem Kern aus einem Stapel magnetisch leitender Bleche Stäbe eines Kurzschlußkäfigs und Dauermagnete aufweist, wobei das in einem axialen Abschnitt des Kerns liegende Ende jedes Stabes gegenüber dem in einem anderen axialen Abschnitt des Kerns liegenden Ende desselben Stabes in Umfangsrichtung des Läufers versetzt ist.

Ein Elektromotor mit einem Läufer dieser Art (WO 00/01058) läuft durch Anlegen einer Wechselspannung asynchron an und schließlich synchron mit der Frequenz der Wechselspannung. Solche Motoren sind unter dem Begriff "Line Start Motoren" bekannt. Der Synchronlauf wird durch die Dauermagnete erreicht. Die Stäbe des Käfigs erstrecken sich mit einem einen großen Querschnitt aufweisenden Hauptteil über ihre gesamte Länge axial und sind an von ihrer axialen Mitte ausgehenden Endabschnitten mit im wesentlichen dem Läuferumfang (dem Luftspalt) zugewandten, sich über die gesamte Länge der Entabschitte und unter einem spitzen Winkel voneinander weg erstreckenden Vorsprüngen versehen. Die effektive sogenannte "Schrägung" der Stäbe ist daher sehr klein. Diese sogenannte "Schrägung" der Stäbe dient der Dämpfung von Oberwellen des Magnetfeldes, die ein ungleichmäßiges Drehmoment, insbesondere beim Anlaufen des Motors, bewirken. Das ungleichmäßige Drehmoment entsteht dadurch, daß die Wicklungen im Ständer diskret in Nuten und nicht kontinuierlich sinusförmig verteilt angeordnet sind. Eine Schrägung nur durch Vorsprünge der Endabschnitte, wie bei der WO 00/01058, ist jedoch nur begrenzt wirksam. Sie bewirkt keine ausreichende Gleichmäßigkeit des Drehmoments.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Läufer der eingangs genannten Art anzugeben, bei dem das Drehmoment gleichförmiger ist, insbesondere beim Anlauf des Elektromotors.

Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe dadurch gelöst, daß in einem mittleren Kernabschnitt zwischen den beiden Abschnitten des Kerns verlaufende Zwischenabschnitte der Stäbe schräg zur Drehachse des Läufers und zu den sich an die Zwischenabschnitte der Stäbe anschließenden Endabschnitten der Stäbe verlaufen.

Bei dieser Ausbildung liegen die schrägen Zwischenabschnitte der Stäbe des Kurzschlußkäfigs zentral in bezug auf die axiale Länge des Läufers. Dementsprechend fließt auch der Strom in den schrägen Zwischenabschnitten schräg zur Drehachse des Läufers. In dieser zentralen Lage des schrägen Stromflußpfades ist das Drehmoment am gleichmäßigsten, insbesondere wenn die Endabschnitte der Stäbe parallel zur Drehachse des Läufers sind. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß in dem mittleren Kernabschnitt der effektive Schrägungswinkel (der in Drehrichtung des Läufers gemessene Winkel der durch die schrägen Zwischenabschnitte der Stäbe bewirkten Versetzung der Endabschnitte jedes Stabes) beliebig groß gewählt werden kann, d.h. so groß, daß eine optimale Absenkung der harmonischen Frequenzen erreicht wird. Ferner kann der Winkel der Schrägung frei und unabhängig vom Stanzwerkzeug der Bleche gewählt werden.

Vorzugsweise ist dafür gesorgt, daß die Stäbe in Ausschnitten der Bleche liegen, daß die Bleche in dem einen Abschnitt des Kerns so übereinandergestapelt sind, daß ihre jeweils den einen Endabschnitt eines Stabes aufweisenden Ausschnitte miteinander fluchten, daß die Bleche im anderen Abschnitt des Kerns so übereinandergestapelt sind, daß ihre den anderen Endabschnitt des einen Stabes aufweisenden Ausschnitte miteinander fluchten und entsprechend der Versetzung der Enden dieses Stabes gegenüber den den einen Endabschnitt des Stabes aufweisenden Ausschnitten in Umfangsrichtung des Läufers versetzt sind und daß im mittleren Kernabschnitt die Bleche , deren Ausschnitte jeweils einen der schrägen Zwischenabschnitte der Stäbe aufweisen, entsprechend der Schräge der Zwischenabschnitte der Stäbe von Blech zu Blech in Umfangsrichtung des Läufers gegeneinander versetzt sind. Diese Ausbildung hat den Vorteil, daß zumindest einige Bleche und ihre Ausschnitte in einem Arbeitsgang gestanzt werden können, aber dennoch schräg verlaufende Kanäle im mittleren Kernabschnitt zur Aufnahme der schrägen Stababschnitte auf einfache Weise gebildet werden.

Die Ausschnitte sind vorzugsweise Löcher, deren Ränder eine Kontur aufweisen, die der Querschnittskontur der Stäbe entspricht. Dadurch werden die durch die Bleche gebildeten magnetischen Pfade – im Gegensatz zu einseitig offenen Kanälen (Nuten) am Umfang des Läufers – um die Stäbe herum geschlossen, um Verluste in den Stäben zu vermeiden, die von hochfrequenten Harmonischen des im Luftspalt herrschenden Magnetfelds erzeugt werden.

Ferner ist es günstig, wenn das Stabmaterial im geschmolzenen Zustand in die durch die Lochränder begrenzten Kanäle des Blechstapels eingegossen und ausgehärtet ist. Der Vorteil dieser Ausbildung besteht darin, daß zum einen die Löcher in den Blechen des mittleren Kernabschnitts nicht schräg gestanzt werden müssen und zum anderen die Stäbe nicht separat hergestellt zu werden brauchen. Ihre Form wird gleichzeitig an die der Löcher angepaßt.

Vorzugsweise ist dafür gesorgt, daß die beiden Abschnitte des Kerns dessen Endabschnitte sind und der eine Endabschnitt des Kerns in zur Läuferachse parallelen, in Umfangsrichtung des Kerns verteilt angeordneten Lochreihen die eine Hälfte der Anzahl der Dauermagnete und der andere Endabschnitt des Kerns ebenfalls zur Läuferachse parallele, die andere Hälfte der Anzahl der Dauermagnete aufweisende Lochreihen aufweist, die gegenüber den Lochreihen in dem einen Endabschnitt in Umfangsrichtung des Läufers versetzt sind. Dies hat zum einen den Vorteil, daß die Dauermagnete von Endabschnitt zu Endabschnitt ebenfalls versetzt, aber in Achsrichtung des Läufers hintereinanderliegen, um das Drehmoment zu glätten, das durch eine andernfalls ruckweise Drehung des Läufers von Pol zu Pol des Ständers bewirkt würde, durch die bei jedem Ruck ein Strom in den Käfigstäben und den Ständerwicklungen induziert würde, der ein entgegengesetztes Drehmoment und damit eine geringere Beschleunigung bewirken würde. Zum anderen hat diese Ausbildung den Vorteil, daß herkömmliche rechteckige Dauermagnete anstelle gekrümmter und damit kostspieliger Dauermagnete verwendet werden können. Ferner wird zwischen den Seiten der einander zugekehrten Enden der Dauermagnete und den diesen Seiten gegenüberliegenden Blechen ein Luftspalt vermieden, der den magnetischen Widerstand für das Magnetfeld der Dauermagnete vergrößern und damit das Drehmoment des Motors verringern würde.

Vorteilhafterweise sind die Stabenden auf jeder Stirnseite des Kerns durch jeweils einen Verbindungsring verbunden, der jeweils einen der axialen Abschnitte des Kerns abschließt und eine Öffnung für zwei oder mehr Dauermagnete aufweist. Diese Ausbildung hat den Vorteil, daß es fertigungstechnisch einfacher ist, die Verbindungsringe zu gießen, wenn die Verbindungsringe keine schmalen Stege aufweisen, wie dies der Fall wäre, wenn für jeden Dauermagneten ein eigenes Loch im Verbindungsring ausgebildet würde.

Auch ist es günstig, daß die Dauermagnete in dem einen Abschnitt des Kerns gegenüber dem im andern Kernabschnitt liegenden im wesentlichen um denselben Umfangswinkelbetrag des Läufers versetzt sind wie die Enden jedes Zwischenabschnitts. Dadurch wir zum einen die Fertigung des Läufers vereinfacht und zum anderen eine durch diese doppelte Schrägung bewirkte Verminderung des Drehmoments auf ein Minimum reduziert. Alternativ wäre eine größere Schrägung mit einem Winkel möglich, der zusätzlich zum Schrägungswinkel auch den Winkel zwischen zwei Stäben beinhaltet. Dies würde aber das Drehmoment noch weiter absenken.

Bevorzugterweise enthält der mittlere Kernabschnitt Magnetflußbarrieren, die einen magnetischen Kurzschluß der Dauermagnete verhindern. Der Vorteil liegt darin, daß nicht überdimensionierte Dauermagnete verwendet werden müßten, um einen magnetischen Kurzschuß, der örtlich im Kernabschnitt aufträte, zu kompensieren.

Die Erfindung wird nachstehend anhand der beigefügten Zeichnungen eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher beschrieben. Darin stellen dar:

1 eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Läufer,

2 den Axialschnitt II-II der 1,

3 den Querschnitt III-III der 2,

4 einen vergrößerten Ausschnitt des Querschnitts IV-IV der 2,

5 einen vergrößerten Ausschnitt eines Querschnitts durch die in 2 obere oder untere Hälfte des Läufers,

6 eine Draufsicht auf ein Blech eines Blechstapels, der den magnetisch leitenden Kern des Läufers bildet,

Fig. 7 eine perspektivische Draufsicht auf den Läufer,

8 eine teilweise in Axialrichtung auseinandergezogene Darstellung des Läufers, ohne die Stäbe des Kurzschlußkäfigs,

9 einen teilweisen Axialschnitt durch den Läufer in perspektivischer Darstellung, ebenfalls ohne die Stäbe des Kurzschlußkäfigs, und

10 eine perspektivische Darstellung eines Teils des Kurzschlußkäfigs in vergrößertem Maßstab.

Der in den Fig. dargestellte Läufer eines Elektromotors hat einen lamellierten Kern 1 aus einem Stapel magnetisch leitender Bleche 2, 2a mit einer axialen Bohrung 3 zur Aufnahme der (nicht dargestellten) Welle des Elektromotors.

Der Läufer hat ferner einen Kurzschlußkäfig 4 aus elektrisch leitendem Material, vorzugsweise Aluminium oder Kupfer, mit den Kern 1 durchsetzenden Stäben S1 und S2, deren Enden durch Verbindungsringe 7 verbunden sind und die Endabschnitte 5, 6 und Zwischenabschnitte 12 aufweisen.

Die sich von einem mittleren Abschnitt 8 bis zu den Enden des Kerns 1 erstreckenden Abschnitte 9 enthalten jeweils vier rechtwinklige Dauermagnete 10 in der Kontur der Dauermagnete angepaßten rechtwinkligen Löchern 11 der Bleche 2. Die in dem einen Abschnitt 9 des Kerns 1 eingesetzten Dauermagnete 10 schließen am einen Ende einen spitzen Winkel und am anderen Ende einen stumpfen Winkel ein. Die im anderen Abschnitt 9 eingesetzten Dauermagnete 10 sind gegenüber den in dem einen Abschnitt 9 angeordneten Dauermagneten 10 um 15° bis 18° in Umfangsrichtung des Kerns 1 versetzt angeordnet und haben die gleiche Form und relative Winkellage wie die Dauermagnete 10 in dem einen Abschnitt 9. Der mittlere Abschnitt 8 des Kerns 1 ist mithin frei von Dauermagneten.

Wie 10 zeigt, ist das in dem einen axialen Abschnitt 9 des Kerns liegende Ende jedes Stabes S1, S2 des Kurzschlußkäfigs 4 gegenüber dem im anderen axialen Abschnitt 9 des Kerns 1 liegenden Ende desselben Stabes S1, S2 in Umfangsrichtung des Läufers versetzt. Die im mittleren Abschnitt 8 zwischen den beiden Abschnitten 9 des Kerns 1 verlaufenden Zwischenabschnitte 12 der Stäbe S1, S2 verlaufen schräg zur Drehachse des Läufers und zu den sich an die Zwischenabschnitte 12 der Stäbe S2, S1 anschließenden Endabschnitten 5, 6 der Stäbe S1, S2. Die Endabschnitte 5, 6 der Stäbe S1, S2 verlaufen dagegen parallel zur Drehachse des Läufers.

Die Stäbe S1, S2 liegen in Ausschnitten 13, 14 der Bleche 2, 2a, wobei die Bleche 2 in dem einen Abschnitt 9 des Kerns 1 so übereinandergestapelt sind, daß ihre jeweils den einen Endabschnitt 5, 6 eines Stabes S1, S2 aufweisenden Ausschnitte 13, 14 miteinander fluchten. Die Bleche 2 im anderen Abschnitt 9 des Kerns 1 sind ebenfalls so übereinandergestapelt, daß ihre den anderen Endabschnitt 5, 6 des einen Stabes S1, S2 aufweisenden Ausschnitte 13, 14 miteinander fluchten und entsprechend der Versetzung der Enden dieses Stabes S1, S2 gegenüber den den einen Endabschnitt 5, 6 des Stabes S1, S2 aufweisenden Ausschnitten 13, 14 in Umfangsrichtung des Läufers versetzt sind. Im mittleren Kernabschnitt 8 sind die Bleche 2a, deren Ausschnitte 14 jeweils einen der schrägen Zwischenabschnitte 12 der Stäbe S1, S2 aufweisen, entsprechend der Schräge der Zwischenabschnitte 12 von Blech 2a zu Blech 2a in Umfangsrichtung des Läufers gegeneinander versetzt.

Des Kerns Abschnitt 8 verhält sich im Betrieb und beim Anlaufen während des Starts wie ein gewöhnlicher Asynchronmotor, während sich die Abschnitte 9 "hybrid" verhalten. Der mittlere Abschnitt 8 trägt somit zur Erhöhung des Anlaufmoments bei. Andererseits ist es wünschenswert, den mittleren Abschnitt 8 so kurz wie möglich zu halten, da die Dauermagnete 10 nicht im Abschnitt 8 angeordnet sind und nicht zum Drehmoment in der Synchronphase des Motors beitragen. Durch die schrägen Zwischenabschnitte 12 der Stäbe S1 und S2 sind die zur Läuferdrehachse parallelen Mittelachsen der Endabschnitte 5 bzw. 6 jedes Stabes S1 bzw. S2 in Umfangsrichtung des Läufers vorzugsweise um etwa 15° bis 18° gegeneinander versetzt. Bei dieser Schrägung werden insbesondere die eine hohe Amplitude aufweisenden 5. und 7. Harmonischen der Grundwelle des magnetischen Flusses im Luftspalt gedämpft. Der Winkel der Schrägung bestimmt die Dämpfung.

Die Ausschnitte 13, 14 sind Löcher, deren Ränder eine Kontur aufweisen, die der Querschnittskontur der Stäbe S1, S2 entspricht. Die Kontur der Löcher 13, 14 und dementsprechend die Querschnittskontur der sie durchsetzenden Stäbe S1, S2 ist so gewählt, daß sie sich zu den äußeren Umfangsrändern hin verjüngt. Die Löcher 13 bzw. die Querschnitte der Endabschnitte 6 sind größer als die anderen Löcher 14 und Endabschnitt 5, weil die Endabschnitte 6 als Magnetflußbarriere dienen. Die Endabschnitte 6 verhindern, daß das Magnetfeld der Dauermagnete 10 zwischen zwei Dauermagneten (10) kurzgeschlossen wird. In einer besonderen Ausführung (die nicht dargestellt ist) haben auch die Löcher 14 im mittleren Kernabschnitt eine radiale Abmessung, die der der Endabschnitte 6 entspricht. Die Löcher im mittleren Kernabschnitt 8 unterscheiden sich somit von denen der Abschnitte 9. Die radiale Erstreckung der Löcher im Kernabschnitt 8 sollte so gewählt sein, daß ein magnetischer Kurzschluß zwischen benachbarten Dauermagneten 10 verhindert wird. Ein magnetischer Kurzschluß wird in den Abschnitten 9 auch durch die Löcher 13 verhindert, aber ein magnetischer Kurzschluß des einzelnen Magneten ist über dem Kernabschnitt möglich, falls keine Gegenmaßnahmen getroffen werden. Längere Löcher im mittleren Kernabschnitt 8 haben den Vorteil, daß die Magnetisierung im Blech verstärkt wird, was letztlich zu einer besseren Synchronisierung führt.

Das Stabmaterial wird im geschmolzenen Zustand in die durch die Lochränder begrenzten Kanäle des Blechstapels eingegossen und ausgehärtet.

Die beiden Abschnitte 9 des Kerns 1 sind dessen Endabschnitte. Der eine Endabschnitt 9 des Kerns 1 weist in zur Läuferachse parallelen, in Umfangsrichtung des Kerns 1 gleichmäßig verteilt angeordneten Lochreihen 11 die eine Hälfte der Anzahl der Dauermagnete 10 auf. Der andere Endabschnitt 9 des Kerns enthält ebenfalls zur Läuferachse parallele, die andere Hälfte der Anzahl der Dauermagnete 10 aufweisende Lochreihen 11, die gegenüber den Lochreihen 11 in dem einen Endabschnitt 9 in Umfangsrichtung des Läufers um 15° bis 18° versetzt sind.

Die schrägen Zwischenabschnitte 12 der Stäbe S1, S2 des Kurzschlußkäfigs 4 liegen bei dieser Ausbildung zentral in Bezug auf die axiale Länge des Läufers. Dementsprechend fließt auch der Strom in den schrägen Zwischenabschnitten 12 schräg zur Drehachse des Läufers. In dieser zentralen Lage des schrägen Stromflußpfades ist das Drehmoment des Motors am gleichmäßigsten, insbesondere weil die Endabschnitte 5, 6 der Stäbe 51, S2 parallel zur Drehachse des Läufers sind.

Zumindest einige der Bleche 2, 2a und ihre Ausschnitte 13, 14 können in einem Arbeitsgang gestanzt werden, wobei die Bleche 2a im mittleren Abschnitt 8 des Kerns 1 aufgrund der relativen Versetzung der Bleche 2a nicht schräg gestanzt werden müssen. Dennoch ergeben sich durch die relative Versetzung der Bleche 2a im mittleren Abschnitt 8 auf einfache Weise schräg verlaufende Kanäle zur Aufnahme der schrägen Zwischenabschnitte 12.

Durch die Ausbildung der Ausschnitte 13, 14 in Form von Löchern sind die durch die Bleche 2, 2a gebildeten magnetischen Pfade – im Gegensatz zu einseitig am Umfang des Läufers offenen Kanälen (Nuten) – um die Stäbe herum geschlossen, um Verluste in den Stäben zu vermeiden, die von hochfrequenten Harmonischen des im Luftspalt herrschenden Magnetfelds erzeugt werden.

Das Stabmaterial wird im geschmolzenen Zustand in die durch die Lochränder begrenzten Kanäle des Blechstapels eingegossen und ausgehärtet. Dadurch brauchen die Stäbe S1, S2 nicht separat hergestellt zu werden, wobei ihre Form gleichzeitig an die der Löcher angepaßt wird.

Durch die in Umfangsrichtung versetzte Anordnung der achsparallelen Reihen von Löchern 11 in dem einen Abschnitt 9 relativ zum anderen Abschnitt 9 sind auch die Dauermagnete 10 in dem einen Abschnitt 9 relativ zu den im anderen Abschnitt 9 angeordneten Dauermagneten 10 versetzt und relativ zur Achsrichtung des Läufers schräg hintereinander angeordnet, was zur Steigerung des Drehmoments des Motors beiträgt, das andernfalls durch eine ruckweise Drehung des Läufers von Pol zu Pol des Ständers abgebremst würde, da bei jedem Ruck ein Strom in den Käfigstäben und den Ständerwicklungen induziert würde, der ein entgegengesetztes Drehmoment bewirken würde. Ferner wird zwischen den Rändern der Löcher 11 und den diesen Rändern zugekehrten Seiten der Dauermagnete aufgrund der Rechteckform der Dauermagnete 10 und der Löcher 11 ein Luftspalt vermieden, der den magnetischen Widerstand für das Magnetfeld der Dauermagnete 10 vergrößert und damit das Drehmoment des Motors ebenfalls verringern würde.


Anspruch[de]
  1. Elektromotor-Läufer, der in einem Kern (1) aus einem Stapel magnetisch leitender Bleche (2, 2a) Stäbe (S1, S2) eines Kurzschlußkäfigs (4) und Dauermagnete (10) aufweist, wobei das in einem axialen Abschnitt (9) des Kerns (1) liegende Ende jedes Stabes (S1, S2) gegenüber dem in einem anderen axialen Abschnitt (9) des Kerns (1) liegenden Ende desselben Stabes (S1, S2) in Umfangsrichtung des Läufers versetzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß in einem mittleren Kernabschnitt (8) zwischen den beiden Abschnitten (9) des Kerns (1) verlaufende Zwischenabschnitte (12) der Stäbe (S1, S2) schräg zur Drehachse des Läufers und zu den sich an die Zwischenabschnitte (12) der Stäbe (S1, S2) anschließenden Endabschnitten (5, 6) der Stäbe (S1, S2) verlaufen.
  2. Läufer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Endabschnitte (5, 6) der Stäbe (S1, S2) parallel zur Drehachse des Läufers sind.
  3. Läufer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stäbe (S1, S2) in Ausschnitten (13, 14) der Bleche (2, 2a) liegen, daß die Bleche (2) in dem einen Abschnitt (9) des Kerns (1) so übereinandergestapelt sind, daß ihre jeweils den einen Endabschnitt (5, 6) eines Stabes (S1, S2) aufweisenden Ausschnitte (13, 14) miteinander fluchten, daß die Bleche (2) im anderen Abschnitt (9) des Kerns (1) so übereinandergestapelt sind, daß ihre den anderen Endabschnitt (5, 6) des einen Stabes (S1, S2) aufweisenden Ausschnitte (13, 14) miteinander fluchten und entsprechend der Versetzung der Enden dieses Stabes (S1, S2) gegenüber den den einen Endabschnitt des Stabes (S1, S2) aufweisenden Ausschnitten (13, 14) in Umfangsrichtung des Läufers versetzt sind und daß im mittleren Kernabschnitt (8) die Bleche (2a), deren Ausschnitte (14) jeweils einen der schrägen Zwischenabschnitte (12) der Stäbe (S1, S2) aufweisen, entsprechend der Schräge der Zwischenabschnitte (12) der Stäbe (S1, S2) von Blech (2a) zu Blech (2a) in Umfangsrichtung des Läufers gegeneinander versetzt sind.
  4. Läufer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausschnitte (13, 14) Löcher sind, deren Ränder eine Kontur aufweisen, die der Querschnittskontur der Stäbe (S1, S2) entspricht.
  5. Läufer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Stabmaterial in geschmolzenem Zustand in die durch die Lochränder begrenzten Kanäle des Blechstapels eingegossen und ausgehärtet ist.
  6. Läufer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Abschnitte (9) des Kerns (1) dessen Endabschnitte sind und der eine Endabschnitt (9) des Kerns (1) in zur Läuferachse parallelen, in Umfangsrichtung des Kerns (1) verteilt angeordneten Lochreihen (11) die eine Hälfte der Anzahl der Dauermagnete (10) und der andere Endabschnitt (9) des Kerns (1) ebenfalls zur Läuferachse parallele, die andere Hälfte der Anzahl der Dauermagnete (10) aufweisende Lochreihen (11) aufweist, die gegenüber den Lochreihen (11) in dem einen Endabschnitt (9) in Umfangsrichtung des Läufers versetzt sind.
  7. Läufer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stabenden auf jeder Stirnseite des Kerns (1) durch jeweils einen Verbindungsring (7) verbunden sind, der jeweils einen der axialen Abschnitte (9) des Kerns (1) abschließt und eine Öffnung für zwei oder mehr Dauermagneten (10) aufweist.
  8. Läufer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Dauermagnete (10) in dem einen Abschnitt (9) des Kerns (1) gegenüber den im anderen Kernabschnitt (9) liegenden im wesentlichen um denselben Umfangswinkelbetrag des Läufers versetzt sind wie die Enden jedes Zwischenabschnitts (12).
  9. Läufer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mittlere Kernabschnitt (8) Magnetflußbarrieren enthält, die einen magnetischen Kurzschluß der Dauermagnete (10) verhindern.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com