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Dokumentenidentifikation DE20304846U1 09.06.2004
Titel Anordnung zur Enteisenung von Brauchwasser
Anmelder Pöhling, Albert, 33442 Herzebrock-Clarholz, DE
Vertreter Patentanwälte Meldau - Strauß - Flötotto, 33330 Gütersloh
DE-Aktenzeichen 20304846
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 09.06.2004
Registration date 06.05.2004
Application date from patent application 26.03.2003
IPC-Hauptklasse C02F 1/64

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Enteisenung von Brauchwasser, umfassend ein im Brauchwasserzulauf angeordnetes Behältnis mit Filterkies, durch das das Brauchwasser strömt und wobei sich das Eisen an dem Kies ablagert.

Aus dem Stand der Technik sind hinreichend Enteisenungsanlagen bekannt, die im Wesentlichen aus einem rohrförmigen Behältnis bestehen, in dem eine Kiesschüttung vorgehalten wird. Das zur Brauchwasserversorgung beispielsweise aus dem Erdreich gepumpte Wasser durchströmt, bevor es in das Hauswasserleitungsnetz eingespeist wird, einen sogenannten Enteisenungsfilter. Dieser Filter besteht im Wesentlichen aus einem Rohr, in dem eine Kiesschüttung vorgehalten wird. Infolge der dichten Kiesschüttung in dem Rohr, das auch eine entsprechende Querschnittserweiterung aufweist, wird die Strömungsgeschwindigkeit reduziert, so dass eine Ablagerung des im Wasser vorhandenen Eisens begünstigt wird.

Bei einer derart nach dem Stand der Technik bekannten Anordnung zur Enteisenung von Brauchwasser ergibt sich das Problem, dass insbesondere bei eisenreichhaltigem Wasser, die Kiesschüttung schnell mit Eisen gesättigt ist, so dass man nicht umhin kommt, in kürzeren Abständen die Kiesschüttung zu reinigen oder entsprechend den Filter auszuwechseln.

Hieraus ergibt sich die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe, eine Anordnung zur Enteisenung von Brauchwasser dahingehend zu verbessern, die wesentlich wartungsfreier arbeitet.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass dem Filter ein Auslassventil vorgeschaltet ist, welches mit einem an einem nachgeschalteten Druckbehälter angeordneten Druckschalter zusammenwirkt, der das Auslassventil zur zeitlich begrenzten Rückströmung öffnet. Aufgrund dieser Anordnung wird erreicht, dass das Filter einer ständigen Reinigung unterliegt, so dass die Gesamtanlage wartungsfrei arbeiten kann. Denn steigt in dem Boiler der Druck bis zu einer gewissen Grenze, wird im vorgeschalteten Bereich des Filters das Auslassventil geöffnet, so dass infolge des sich im Boiler vorhandenen Druckes das Wasser durch den Filter zurückströmt und durch den Auslass ausgetragen wird. Bei dieser Rückströmung wird insbesondere die Kiesschüttung aufgelockert, wobei infolge der Rückströmung die einzelnen Kiesel sich gegeneinander reiben, so dass sich der Kies von dem abgelagerten Eisen wieder befreit. Das abgelöste Eisen wird dann über den Ausguss ausgetragen. Ein wartungsfreies Arbeiten der Filteranordnung wird dadurch erreicht.

In Weiterbildung der Erfindung umfasst das Behältnis für den Filterkies ein schlankes Rohr, welches bis zu zwei Dritteln seines Volumens mit Kies gefüllt ist. Aufgrund dieser geometrischen Auslegung wird eine hohe Strömungsgeschwindigkeit in dem Filter erreicht, so dass dies begünstigend ist für den Rücklauf, wobei die Masse des Kieses in dem schlanken Rohr etwa der Masse an Kies üblicher Filteranordnungen entspricht.

In Weiterbildung der Erfindung weist dabei das Filterrohr vorzugsweise einen Durchmesser von 90 bis 100 mm auf, wobei dessen Länge vorzugsweise etwa 1.400 mm umfasst.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der einzigen Figur näher erläutert.

Die einzige Figur zeigt in einer schematischen Darstellung eine Anordnung 1 zur Enteisenung von Brauchwasser. Die Anordnung 1 umfasst dabei im Brauchwasserzulauf 2, der im Wesentlichen durch eine Pumpe 3 gespeist wird, ein Behältnis 4, in dem Filterkies 5 vorgehalten wird. Entsprechend der Pfeile 6 ist die Strömungsrichtung des Brauchwassers angedeutet. Dabei ist dem Filter 5 ein Auslassventil 7 vorgeschaltet, welches mit einem an einem nachgeschalteten Boiler 8 angeordneten Druckschalter 9 zusammenwirkt. Der am Boiler 8 angeordnete Druckschalter 9 ist dabei derart gesteuert, dass, wenn sich beispielsweise in dem Boiler 8 ein Druck von wenigsten 4bar einstellt, dann der Druckschalter 9 reagiert, und das Auslassventil 7 ansteuert, so dass es öffnet und das mit Eisen behaftete Wasser ausströmen kann. Dies geschieht in zeitlichen Frequenzen, so dass eine ständige Reinigung der in dem Behältnis 4 vorgesehenen Kiesschüttung 5 vorgenommen wird.

Wie aus der Figur zu erkennen ist, bildet sich ein interner Kreislauf, der mit Doppelpfeilrichtung 10 angedeutet ist, so dass eine Vorwärtsund eine Rückwärtsströmung erzielt werden kann, insbesondere im Bereich des Kieses 5. Es versteht sich von selbst, gemäß der gestrichelten Darstellung, dass auch mit dem Druckschalter 9 über eine Schaltanordnung 11 beim Rückströmvorgang die Pumpe 3 abgeschaltet wird, so dass das im Boiler 8 vorgehaltene Wasser unter dem sich in dem Boiler einstellenden Druck zurückströmen kann. Dabei wird das mit Eisen behaftete Wasser durch das Auslassventil 7 ausgetragen.

Zur Reinigung, insbesondere des Kieses 5, von abgelagerten Eisenpartikelchen, wird es als äußerst begünstigend angesehen, dass das Behältnis 4 für den Filterkies 5 ein schlankes Rohr 12 umfasst, welches bis zu zwei Drittel seines Volumens mit Kies 5 gefüllt ist. Um insbeson dere einerseits eine hohe Strömungsgeschwindigkeit zu erreichen, aber auch um eine effektive Reinigung des Brauchwassers zu erzielen, weist dabei das Filterrohr vorzugsweise einen Durchmesser von 90 bis 100 mm auf, wobei dessen Länge vorzugsweise etwa 1.400 mm umfasst.


Anspruch[de]
  1. Anordnung zur Enteisenung von Brauchwasser, umfassend ein im Brauchwasserzulauf angeordnetes Behältnis mit Filterkies, durch das das Brauchwasser strömt, und wobei sich das Eisen an dem Kies ablagert, dadurch gekennzeichnet, dass dem Filter (4) ein Auslassventil (7) vorgeschaltet ist, welches mit einem an einem nachgeschalteten Boiler (8) angeordnetem Druckschalter (9) zusammenwirkt, der das Auslassventil (7) zur zeitlich begrenzten Rückströmung öffnet.
  2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Behältnis (4) für den Filterkies (5) ein schlankes Rohr (12) umfasst, welches bis zu zwei Drittel seines Volumens mit Kies (5) gefüllt ist.
  3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Filterrohr (12) vorzugsweise einen Durchmesser von 90 bis 100 mm aufweist, wobei dessen Länge vorzugsweise etwa 1400 mm aufweist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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