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Dokumentenidentifikation DE10254045A1 17.06.2004
Titel Kältemittelverdichteranordnung
Anmelder Danfoss Compressors GmbH, 24939 Flensburg, DE
Erfinder Frøslev, Peter, Ing., Sydals, DK;
Iversen, Frank Holm, Ing., Padborg, DK
Vertreter Patentanwälte Knoblauch und Knoblauch, 60322 Frankfurt
DE-Anmeldedatum 20.11.2002
DE-Aktenzeichen 10254045
Offenlegungstag 17.06.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.06.2004
IPC-Hauptklasse F25B 31/02
IPC-Nebenklasse F04B 39/12   
Zusammenfassung Es wird eine Kältemittelverdichteranordnung (1) angegeben mit einem Gehäuse (3) und einem Verdichter (16), der einen Zylinder (17) aufweist, in dem ein Kolben (18) bewegbar ist, der von einem Motor (2) angetrieben ist, der in dem Gehäuse (3) angeordnet ist.
Man möchte den Aufbau der Verdichteranordnung vereinfachen.
Hierzu ist vorgesehen, daß das Gehäuse (3) zu der Seite des Motors (2) hin, an der der Verdichter (16) angeordnet ist, offen ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Kältemittelverdichteranordnung mit einem Gehäuse und einem Verdichter, der einen Zylinder aufweist, in dem in Kolben bewegbar ist, der von einem Motor angetrieben ist, der in dem Gehäuse angeordnet ist.

Eine derartige Kältemittelverdichteranordnung wird beispielsweise in Haushaltskühlgeräten verwendet. Die Anordnung ist dabei in einer hermetisch geschlossenen Kapsel mit Saug- und Druckanschlüssen angeordnet. Solche Verdichter sind seit langer Zeit bekannt und werden in großer Stückzahl hergestellt. Dabei gibt es eine Reihe von Anforderungen an derartige Kältemittelverdichter. Zum einen müssen sie im Hinblick auf den Energieverbrauch im Betrieb optimiert werden. Zum anderen ist es wünschenswert, den Verdichter bei gegebener Kälteleistung möglichst platzsparend zu bauen, damit für den Nutzer des Kühlgeräts möglichst viel Nutzraum zur Verfügung steht. Gleichzeitig sollen die Herstellungskosten so gering wie möglich gehalten werden, ohne daß sich andere Parameter, die für den Komfort des Nutzers oder für den Energieverbrauch wichtig sind, verschlechtern.

DE 195 16 811 C2 beschreibt eine Kältemittelverdichteranordnung der eingangs genannten Art, bei der auf der Oberseite des Motors ein massiver gegossener Verdichterblock angeordnet ist. In dem Verdichterblock sind der Zylinder, Lager für die Antriebswelle und gegebenenfalls Hohlräume zur Bildung von Dämpfungseinrichtugnen ausgebildet. Ein derartiger Verdichterblock erfordert zahlreiche Bearbeitungsschritte und ist daher kostenaufwendig in der Herstellung. Darüber hinaus weist er ein relativ großes Gewicht auf und erfordert eine gewisse Bauhöhe innerhalb der Gehäusekapsel.

EP 0 507 091 B1 beseitigt einige dieser Probleme dadurch, daß der Verdichterblock durch ein Bauteil aus tiefgezogenem Stahlblech ersetzt ist, das sich auf dem Stator des Motors abstützt. In diesem Bauteil sind Durchbrüche zur Aufnahme eines Lagerelements und eines Zylinderrohres vorgesehen. Der Zylinder ist über einen Rohrflansch mit dem Blechteil verbunden.

US 6 095 768 zeigt einen weiteren Verdichter mit einem topfförmigen Blechgehäuse, das den Antriebsmotor aufnimmt und auf seiner Oberseite durch eine Stahlschiene überbrückt und weitgehend verschlossen ist. Die Stahlschiene ist mit dem Gehäuse verschweißt. Im Boden des Gehäuses und in der Schiene sind Öffnungen zur Aufnahme von selbstzentrierenden Lagerelementen für die Antriebswelle vorgesehen. Ein Zylinderrohr mit seitlichen Flanschen ist an einem Ende der Schiene aufgelegt und festgeschweißt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Aufbau der Verdichteranordnung zu vereinfachen.

Diese Aufgabe wird bei einer Kältemittelverdichteranordnung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß das Gehäuse zu der Seite des Motors hin, an der der Verdichter angeordnet ist, offen ist.

Damit wird zunächst die Montage vereinfacht. Man kann den Motor einfach von oben in das Gehäuse einsetzen, ohne daß weitere Schritte erforderlich sind, um das Gehäuse zu schließen. Der Motor ist "frei", ohne Störungen durch das Gehäuse mit dem Verdichter verbunden zu werden. Man muß keine Durchführungen durch einen Gehäusedeckel mehr vorsehen, die zusätzliche Bearbeitungsschritte erfordern. Dadurch, daß das Gehäuse an seiner Oberseite offen ist, kann man das Gehäuse mit einem relativ geringen Gewicht ausbilden. Zusätzlicher Bauraum für einen Verschluß der Oberseite des Gehäuses ist nicht erforderlich.

Vorzugsweise weist der Motor einen Stator auf, und das Gehäuse weist über mehr als die Hälfte seines Umfangs eine Bauhöhe auf, die kleiner ist als die axiale Länge des Stators. Damit trägt man der Tatsache Rechnung, daß der Stator des Motors in der Regel stabil genug ist, um eine ausreichende Abstützung für weitere Bauelemente der Verdichteranordnung bieten zu können. Es reicht daher aus, den Motor in beschränktem Umfang mit dem Gehäuse zu verbinden. Erforderlich ist lediglich, daß die Zuordnung von Motor und Gehäuse relativ zueinander aufrecht erhalten werden kann.

Hierbei ist bevorzugt, daß der Stator ein Blechpaket aufweist und die Bauhöhe größer ist als die axiale Länge des Blechpakets. Das Blechpaket des Stators ist der mechanisch stabile Teil des Stators. Das Gehäuse umfaßt also diesen mechanisch stabilen Teil vollständig. Dies ergibt eine ausreichende Verbindungsmöglichkeit zwischen dem Motor und dem Gehäuse.

Vorzugsweise steht eine Seitenwand des Gehäuses in Axialrichtung über den Stator über und bildet eine Abstützung für den Verdichter. Dies ist eine relativ einfache Ausgestaltung. Man verlängert eine Seitenwand des Gehäuses einfach so, daß der darin befestigte Verdichter oberhalb des Motors angeordnet ist, wie dies bei herkömmlichen Kältemittelverdichtern auch der Fall ist. Allerdings kann der Verdichter ohne Zwischenschaltung eines Gehäusedeckels mit dem Motor in Verbindung stehen, was Bauhöhe einspart und die Kosten bei der Herstellung verringert.

Bevorzugterweise weist die Seitenwand einen Durchbruch auf, durch den ein Zylinderrohr gesteckt ist. Das Zylinderrohr bildet dann den Zylinder des Verdichters, in dem der Koben bewegbar ist. Ein Zylinderrohr kann einfach hergestellt werden. Es weist ein geringes Gewicht auf. Dadurch werden auch die Kräfte, die die Seitenwand aufnehmen muß, klein gehalten.

Bevorzugterweise weist das Zylinderrohr an einem Ende einen radialen Flansch auf, der an der Seitenwand anliegt und der mit der Seitenwand verbunden ist. Dies ist eine einfache Möglichkeit, eine stabile Verbindung zwischen dem Zylinderrohr und der Seitenwand herzustellen. Der Flansch ist einstöckig mit dem Zylinderrohr verbunden. Dadurch, daß er an der Gehäusewand anliegt, ist eine flächige Verbindung zwischen dem Flansch und der Gehäusewand möglich. Vorzugsweise ist das Zylinderrohr von außen, d.h. der dem Motor abgewandten Seite, durch die Gehäusewand gesteckt. Der Flansch kann dann mit Bolzen an der Gehäusewand festgespannt werden, ohne daß Verspannungen im Zylinderrohr auftreten, die die Zylindergeometrie verändern könnten.

Bevorzugterweise ist die Seitenwand auf ihrer Außenseite als Auflagefläche für eine Ansaug- und/oder Ausstoßanordnung ausgebildet. Die Seitenwand bildet dann sozusagen die Basis für einen Zylinderkopf, der eine Saug- und Druckventilanordnung, einen Saugschalldämpfer sowie einen Zylinderkopfdeckel enthält. Dadurch läßt sich die Zylinderkopfanordnung stabil mit dem Verdichter verbinden. Geräusche, die durch Vibrationen entstehen können, werden klein gehalten.

Bevorzugterweise ist die Auflagefläche eben ausgebildet. Dies ermöglicht eine relativ einfache Fertigung. Eine ebene Fläche kann mit hoher Güte beispielsweise durch Planschleifen oder -fräsen hergestellt werden. Die Anpassung an den Zylinderkopf ist einfach.

Vorzugsweise weist das Gehäuse eine Innenseite auf, die an die Außenkontur des Motors angepaßt ist. Die Position des Motors im Gehäuse ist dann bereits durch die Anpassung der Innenseite an die Außenkontur festgelegt. Wenn beispielsweise der Motor einen rechteckigen Querschnitt aufweist, dann ist er verdrehfest im Gehäuse gehalten.

Bevorzugterweise weist das Gehäuse eine Stufe auf, auf der das Blechpaket des Stators aufliegt, wobei im Bereich der Stufe Ausnehmungen vorgesehen sind. Damit wird der Motor in Schwerkraftrichtung im Gehäuse mit den Teilen abgestützt, die mechanisch am stabilsten sind, nämlich mit dem Blechpaket des Stators. Die Ausnehmungen sparen einerseits Gewicht. Sie erlauben andererseits, daß die Statorwicklungen durch das Gehäuse nach außen ragen können. Die Abfuhr von Wärme, die sich möglicherweise in den Statorwicklungen entwickelt, ist damit verbessert.

Bevorzugt ist der Motor in Richtung auf einen Boden des Gehäuses durch Federelemente gespannt, die im Bereich des offenen Endes des Gehäuses in das Gehäuse eingesetzt sind. Diese Federelemente drücken das Blechpaket des Stators in Axialrichtung zusammen und gegen die Stufe des Gehäuses. Damit wird zweierlei erreicht. Zum einen wird der Motor auf einfache Weise zuverlässig im Gehäuse fixiert. Zum anderen wird das Blechpaket des Stators zusammengehalten, so daß unter Umständen Spannelemente entfallen können, die ansonsten für das Blechpaket vorgesehen sein müssen, beispielsweise Bolzen, die durch das Blechpaket geführt sind.

Vorzugsweise weist das Gehäuse am offenen Ende mehrere Vorsprünge auf, unter die die Federelemente greifen. Im Gehäuse sind also bereits Widerlager vorgesehen, an denen sich die Federelemente abstützen können. Dies erlaubt eine relativ einfache Montage.

Hierbei ist besonders bevorzugt, daß in den Vorsprüngen schlitzartige Vertiefungen angeordnet sind, in die die Federelemente eingesetzt sind. Die Federelemente sind also länglich ausgebildet. Sie erstrecken sich über etwa die Breite der Seite des Gehäuses. Sie werden einfach von oben in die Schlitze eingesetzt und dann hinter Vorsprüngen verrastet. Damit ist der Stator zuverlässig im Gehäuse befestigt.

Vorzugsweise weist das Gehäuse eine feststehende Rotorwelle auf, auf der ein Rotor des Motors drehbar gelagert ist. Die Welle kann zusammen mit dem Gehäuse hergestellt werden, beispielsweise einstückig mit dem Gehäuse ausgebildet sein, was sich günstig auf die Herstellungskosten auswirkt. Durch die Entkopplung von Rotor und Welle vermeidet man einen relativ aufwendigen Montageprozeß, bei dem der Rotor üblicherweise erwärmt und auf die Welle aufgeschrumpft wird. Darüber hinaus wird die bewegte Masse des Rotors vermindert, weil sich die Antriebswelle nicht mehr mitdrehen muß. Dadurch verringert sich die Leistungsaufnahme des Motors.

Vorzugsweise ist der Rotor am offenen Ende des Gehäuses mit einer Grundplatte verbunden, die eine Basis für einen Kurbeltrieb für den Kolben bildet. Da die Welle nicht mehr zur Übertragung der Drehbewegung auf den Kurbeltrieb, der letztendlich den Kolbenantrieb treibt, zur Verfügung steht, verwendet man einfach eine Grundplatte, die mit dem Rotor verbunden ist. Die Grundplatte kann mit vergleichsweise schwachen Verbindungselementen mit dem Rotor verbunden werden, weil die Verbindungen zwischen dem Rotor und der Grundplatte radial relativ weit außen erfolgen können. Durch die Verbindung einer Platte ist man bei der Positionierung des Kurbeltriebs relativ frei.

Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung näher beschrieben. Hierin zeigen:

1 eine Kältemittelverdichteranordnung im Längsschnitt I-I nach 2,

2 eine Querschnittsansicht II-II nach 1 und

3 eine perspektivische Explosionsdarstellung der Verdichteranordnung.

Eine Verdichteranordnung 1 weist einen Motor 2 auf, der in einem Gehäuse 3 angeordnet ist. Der Motor 2 weist einen Stator 4 mit einem Statorblechpaket 5 und Statorwicklungen 6 auf. Innerhalb des Stators 4 ist ein Rotor 7 angeordnet. Der Rotor 7 ist drehbar auf einer Rotorwelle 8 gelagert, die fest mit dem Gehäuse 3 verbunden ist. Im vorliegenden Fall ist die Rotorwelle 8 einstückig mit dem Gehäuse 3 ausgebildet, beispielsweise als Gußteil.

Wie aus 3 zu erkennen ist, weist der Stator 4 eine praktisch rechteckige Außenform auf. Dementsprechend weist das Gehäuse 3 eine Innenkontur auf, die an die Form des Stators 4 angepaßt ist. Die Innenkontur ist also ebenfalls rechteckförmig ausgebildet. Wenn der Stator 4 in das Gehäuse 3 eingesetzt ist, dann ist er dort drehfest gelagert.

Durch die im wesentlichen rechteckige Form des Gehäuses 3 ergeben sich in Umfangsrichtung gesehen vier Wände, von denen drei eine Bauhöhe aufweisen, die zwar das Blechpaket 5 des Stators 4 überragen, aber nicht über die Statorwicklung 6 am oberen Ende hinausragen. An dem über das Blechpaket 5 überstehenden Teil weisen diese Wände Vorsprünge 9 auf. Diese Wände weisen darüber hinaus Durchbrüche 10 auf, die an ihrem oberen Rand durch Stege 11 begrenzt sind, die die Vorsprünge 9 miteinander verbinden.

Das Gehäuse 3 weist eine Bodenplatte 12 auf, die über eine Stufe 13 in die Wände übergeht. Im Bereich der Stufe sind Ausnehmungen 14 vorgesehen, durch die Teile der Statorwicklung 6 nach außen ragen können.

Eine Seitenwand 15 ist etwas stabiler ausgebildet als die übrigen Seitenwände. Diese Seitenwand 15 steht in Axialrichtung des Motors 2 über diesen über. Diese Seitenwand 15 bildet eine Abstützung für einen Verdichter 16, der einen Zylinder 17 aufweist, in dem ein Kolben 18 bewegbar ist. Der Kolben 18 wiederum wird, wie weiter unten erläutert, vom Motor 2 hin und herbewegt, um das Volumen des Zylinders 17 zu verkleinern und zu vergrößern.

Der Zylinder 17 ist in einem Zylinderrohr 19 ausgebildet, das einen umlaufenden Flansch 20 an einem Ende aufweist. Das Zylinderrohr 19 ist von der Außenseite, d.h. der dem Motor 2 abgewandten Seite her, durch die Öffnung 21 hindurchgesteckt, so daß der Flansch 20 an der Außenseite der Seitenwand 15 befestigt werden kann. In der Seitenwand 15 sind hierbei Befestigungsöffnungen 22 vorgesehen, in die Gewindebolzen eingeschraubt werden können, die durch entsprechende Ausnehmungen 23 am Flansch 20 des Zylinderrohrs 19 geführt sind.

Die Außenseite der Seitenwand 15 ist eben. Sie dient als Auflagefläche für eine Ansaug- und Ausstoßvorrichtung 24, die ein Ventilplattenpaket 25 mit Saug- und Druckventilen und einen Saugschalldämpfer 26 aufweist.

Der Motor 2 ist mit Hilfe von Federelementen 27 (in 1 nur gestrichelt dargestellt) im Gehäuse 3 befestigt. Hierzu weist das Gehäuse im Bereich der Vorsprünge 9 schlitzförmige Öffnungen 28 auf, in die die Federelemente 27 eingesteckt werden können. Die Federelemente 27 rasten dann unter den Stegen 11 ein (siehe 2) und spannen das Blechpaket 4 gegen die Stufe 13, auf der das Blechpaket 4 aufliegt. Die sonst üblichen Bolzen oder Schweißverbindungen zum Zusammenhalten des Statorblechpakets 4 können dadurch entfallen, und man verbessert den Wirkungsgrad des Motors durch die Reduktion der Wirbelstromverluste.

Das Gehäuse 3 ist an seiner Oberseite, d.h. der dem Verdichter 16 zugewandten Seite, offen. Das Zylinderrohr 19 ist ausschließlich an der Seitenwand 15 befestigt. Es kann, wie man in 1 und 3 erkennen kann, auch in einer in die Statorwicklung 6 eingeprägten Vertiefung angeordnet sein. Dadurch kann die Bauhöhe verringert werden.

Der Rotor 7 ist über eine Nietverbindung 29 drehfest mit einer Grundplatte 30 verbunden, die sich mit dem Rotor 7 dreht. In der Längsschnittansicht der 1 ist nur eine Nietverbindung 29 erkennbar. In Umfangsrichtung verteilt sind aber mehrere entsprechende Nietverbindungen 29 vorgesehen, vorzugsweise mindestens drei. Die Nietverbindung wird durch Nietzapfen gebildet, die durch Öffnungen 56 in der Grundplatte 30 geführt sind. Die Öffnungen 56 weiten sich nach oben auf. Wenn die Nietzapfen 57 verformt werden, entsteht eine formschlüssige Verbindung.

Zwischen der Grundplatte 30 und der Rotorwelle 8 ist ein Axialdrucklager 31 ausgebildet. Zwischen der Welle 8 und dem Rotor 7 ist ansonsten ein Gleitlager 32 vorgesehen.

An der Oberseite der Grundplatte 30 ist ein Ausgleichsgewicht 33 angeordnet, das auf praktisch beliebige Art mit der Grundplatte 30 verbunden sein kann. beispielsweise durch Nieten, Schrauben, Kleben oder Schweißen.

Ein Kurbelzapfen 34 ist mit einem Montageflansch 35 ausgebildet, der auf der Grundplatte 30 aufliegt. Der Montageflansch 35 weist einen Zapfen 36 auf, der in eine Bohrung 37 der Grundplatte 3 eingesteckt ist. Der Montageflansch 35 wird über Befestigungsschrauben 41 (3) mit der Grundplatte 30 verbunden. Alternativ kann natürlich der Zapfen 36 auch in die Grundplatte 30 eingepreßt werden.

Auf dem Kurbelzapfen 34 ist ein Pleuellager 38 einer Pleuelstange 39 gelagert, die über ein Kolbenlager 40 mit dem Kolben 18 verbunden ist. Mit Hilfe der Pleuelstange 39 wird die Rotationsbewegung der Grundplatte 30 in eine translatorische Bewegung des Kolbens 18 umgesetzt.

Wie insbesondere aus 1 zu erkennen ist, ist der Kurbelzapfen 34 exzentrisch zum Zapfen 36 angeordnet. Durch ein Verdrehen des Kurbelzapfens 34 gegenüber der Grundplatte 30 läßt sich die Hublänge des Kolbens 18 verändern und der verbleibende Totraum, wenn sich der Kolben im oberen Totpunkt befindet, einstellen. Je nach dem, unter welchem Drehwinkel der Montageflansch 35 auf der Grundplatte 30 befestigt wird, ergibt sich eine andere Exzentrizität des Kurbelzapfens 34 in Verhältnis zur Drehachse des Rotors 7.

Durch den dargestellten Aufbau kann man neben dem eigentlichen Verdichterblock der herkömmlichen Kältemittelverdichter auch die sonst erforderlichen Vorrichtungen zu dessen Befestigung am Stator, etwa mit Hilfe von Montagebolzen, die im Statorblechpaket befestigt werden, ersetzten. Man spart also das aufwendige und schwere Verdichterblockbauteil über dem Motor sowie dessen Befestigung am Stator ein. Vielmehr ist der "Verdichterblock" nunmehr als Teil des Statorgehäuses ausgebildet. Man kann sich daher auf solche Teile beschränken, die für den Betrieb des Verdichters 16 erforderlich sind. Zusätzliche Befestigungsmaßnahmen können weitgehend entfallen.


Anspruch[de]
  1. Kältemittelverdichteranordnung mit einem Gehäuse und einen Verdichter, der einen Zylinder aufweist, in dem ein Kolben bewegbar ist, der von einem Motor angetrieben ist, der in dem Gehäuse angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (2) zu der Seite des Motors (3) hin, an der der Verdichter (16) angeordnet ist, offen ist.
  2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor (2) einen Stator (4) aufweist und das Gehäuse (3) über mehr als die Hälfte seines Umfangs einer Bauhöhe aufweist, die kleiner ist als die axiale Länge des Stators (4).
  3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stator (4) ein Blechpaket (5) aufweist und die Bauhöhe größer ist als die axiale Länge des Blechpakets (5).
  4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Seitenwand (15) des Gehäuses (3) in Axialrichtung über der Stator (4) übersteht und eine Abstützung für den Verdichter (16) bildet.
  5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwand (15) einen Durchbruch (21) aufweist, durch den ein Zylinderrohr (19) gesteckt ist.
  6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Zylinderrohr (19) an einem Ende einen radialen Flansch (20) aufweist, der an der Seitenwand (15) anliegt und der mit der Seitenwand (15) verbunden ist.
  7. Anordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwand (15) auf ihrer Außenseite als Auflagefläche für eine Ansaug- und/oder aus Ausstoßanordnung (24) ausgebildet ist.
  8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagefläche eben ausgebildet ist.
  9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (3) eine Innenseite aufweist, die an die Außenkontur des Motors (2) angepaßt ist.
  10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (3) eine Stufe (13) aufweist, auf der das Blechpaket (5) des Stators (4) aufliegt, wobei im Bereich der Stufe (13) Ausnehmungen (14) im vorgesehen sind.
  11. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor (2) in Richtung auf einen Boden (12) des Gehäuses (3) durch Federelemente (27) gespannt ist, die im Bereich des offenen Endes des Gehäuses (3) in das Gehäuse (3) eingesetzt sind.
  12. Anordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (3) am offenen Ende mehrere Vorsprünge (9) aufweist, unter die die Federelemente (27) greifen.
  13. Anordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß in den Vorsprüngen (9) schlitzartige Vertiefungen (28) angeordnet sind, in die die Federelemente (27) eingesetzt sind.
  14. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (3) eine feststehende Rotorwelle (8) aufweist, auf der ein Rotor (7) des Motors (2) drehbar gelagert ist.
  15. Anordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Rotor (7) am offenen Ende des Gehäuses (3) mit einer Grundplatte (30) verbunden ist, die eine Basis für einen Kurbeltrieb des Kolbens (18) bildet.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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