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Dokumentenidentifikation DE202004003573U1 17.06.2004
Titel Geschichtete Decksohle zur inneren Belüftung und zur Kontrolle des Mikroklimas eines Schuhes
Anmelder Calzaturificio Corilus S.r.l., Treviso, IT
Vertreter RA u. PA Volkmar Tetzner; PA Michael Tetzner; RA Thomas Tetzner, 81479 München
DE-Aktenzeichen 202004003573
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 17.06.2004
Registration date 13.05.2004
Application date from patent application 08.03.2004
IPC-Hauptklasse A43B 7/06
IPC-Nebenklasse A43B 17/08   A43B 13/02   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung hat zum Gegenstand eine geschichtete Decksohle zur inneren Belüftung und zur Kontrolle des Mikroklimas eines Schuhes.

Anwendungsgebiet

Die Innovation findet besondere, wenn auch nicht ausschließliche, Anwendung auf dem Gebiet der Produktion und Vermarktung von Sportschuhen.

Im Prinzip besteht ein konventioneller Schuh aus einem Schaft, oder besser einer Außenverkleidung, und einer Sohle, mit der der Schaft verbunden wird. Dieser Schritt muss den Einsatz einer Decksohle vorsehen können, an dessen Umfang der Zipfel des Schafts gewendet und danach stabil befestigt wird, zum Beispiel mittels Klebung. Traditionelle Decksohlen können zum Beispiel starr oder weich sein und bestehen aus einer ebenen Fläche, die in einigen Fällen anatomisch geformt ist, auf jeden Fall aus einer Aufnahmestruktur, die am Rand die Form der Fußsohle nachvollzieht.

Im Fall eines Sportschuhs dagegen kann im allgemeinen auch keine starre Decksohle verwendet werden, sondern nur eine Materialzwischenschicht – Sohlenplatte – oder Fußbett, mit Stoff überzogen, der im Innern des Aufnahme einer entlang des Umfangs mit einer Wand ausgestatteten Sohle zu positionieren ist, als Alternative die Integration in die Sohle einer Schicht aus weichem Material der An shock absorber, um dann schließlich den Schaft mittels gewöhnlicher Techniken mit der Sohle zu verbinden.

Bekannt ist es auch, Schuhwaren herzustellen die eine geschichtete Sohle oder Sohlenplatte vorsehen, erhalten durch Vereinigen einzelner Materialschichten übereinander, oft mit verschiedenen technischen Merkmalen. Derselbe Anmelder schlug eine erste Lehre vor, die eine auf den Schaft genähte oder abnehmbare Decksohle zum Gegenstand hatte. Wie der Patentinhaber berichtet, besteht der Vorschlag im wesentlichen aus der Kopplung von drei Decksohlen (Sohlenplatten), von denen die erste aus gummiartigem elastischem Material ist, die zweite aus speziellem Material mit hoher Elastizität und Speicherkapazität, und schließlich die dritte aus Leder. Die so angefertigte geschichtete Decksohle dient hauptsächlich als integrierendes Element eines normalen leichten Schuhs, bei dem die Lederschicht die Sohle bildet und direkt an den Schaft genäht ist. Unter den Anwendungen gibt es eine Sohlenplatte mit hoher Elastizität und hohem Komfort, die in einen normalen Schuh einzusetzen ist, oder als Alternative als direkt an den Schaft zu nähende Sohlenplatte für leichte Schuhe, Hausschuhe, Sportschuhe oder solche zum Autofahren.

Zu den bekanntesten Nachteilen der konventionellen Schuhe gehört die Tatsache, dass es keine gute Klimatisierung gibt, vor allem im Auflagebereich der Fußsohle. Dieser Umstand führt, wie bekannt, zu einer übermäßigen Schweißabsonderung mit häufiger Entstehung von unangenehmen Gerüchen. Man darf auch die Tatsache nicht vergessen, dass die schlechte Belüftung des Fußes, zusammen mit der Schweißabsonderung, die Vermehrung von Mikrobakterien und Pilzen nach sich zieht, ein oft wiederkehrendes und nicht leicht zu lösendes Problem. Schließlich bedeutet die mangelnde Belüftung auch einen ungenügenden Komfort, der das Phänomen des steamchill erzeugt.

Die Betriebe des Sektors suchen daher seit längerer Zeit nach innovativen Lösungen und technischen Verbesserungen im Vergleich zu früher.

Stand der Technik

IT1288658 (Basso) schlägt einen Schuh vor, der eine klimatisierte technische Sohlenstruktur umfasst, worin der Schaft nach Dazwischenlegen einer geschichteten Decksohle mit einer Sohle verbunden wird, wobei mindestens eine Schicht mit Anti-Schimmel- und Anti-Bakterien-Hygieneprodukten behandelt wird und die Decksohle durch Verbindung einer ersten Schicht von thermoplastischem Material, dessen Form Kanäle aufweist, mit einer Kokosnussfaserschicht erhalten wird, mit als drittem Element einer Lederform; und wobei die Sohle, in logischer Entsprechung, Außenlöcher vorsieht, was den Luftkreislauf durch die besagte Decksohle erleichtert.

Eine belüftete Decksohle ist auch in GB2250417 beschrieben (Chao). Der Vorschlag sieht eine obere Schicht und eine untere Schicht aus geschäumtem Material vor, wobei die untere Schicht und die obere Schicht durch Klebstoff miteinander verbunden und gemäß der Form eines Schuhes geschnitten sind. Die Klebfläche weist an der unteren Schicht Längs und Querfurchen auf, zur Verbindung und Belüftung, die sich vom Rand der unteren Schicht bis zum hinteren Teil der unteren Schicht erstrecken.

Am Ende der Furchen der geschichteten Decksohle befinden sich Aushöhlungen, um die Verstopfung der Enden der Furchen durch den Kontakt mit dem Rand der Innenwand der Sohle zu vermeiden, so dass eine korrekte Abfuhr der Luft gewährleistet ist. Der hintere Teil der Decksohle ist verlängert und liegt nahe der Öffnung des Schuhes, so dass die Verstopfung von seiten der inneren Wände des Schuhes vermieden wird, was die Belüftungswirkung sichert. Die obere Schicht kann mit eine Reihe kreisförmiger Bohrungen an den darrunterliegenden Furchen der unteren Schicht versehen sein, um das Belüftungssystem effizienter zu machen.

Auch US6305100 (Komarnycky et. al.), schlägt einen belüfteten Schuh vor. In diesem Fall wird die Belüftung des inneren Bereichs des Schuhes und von dessen Umgebung erleichtert. Ein Lufthohlraum sorgt dafür, dass die Wärme und die Feuchtigkeit aus dem dem Fuß nächsten Bereich entweichen und in einem freien offenen Raum abgelassen werden kann. Eine geschichtete Sohle mit zwei Schichten, die derart integriert wird, dass ein Lufthohlraum entsteht, mit dem es es einen Austausch gibt. Eine Reihe von Öffnungen und Aushöhlungen nach außen sind vorgesehen, um die Belüftung des Fußes zu erleichtern und den Feuchtigkeitsfluss abzulassen. Eine Vielzahl von Zugängen werden ebenfalls verwendet, um den bidirektionalen Austausch und den Umlauf zu erleichtern.

Die folgende Patentanmeldung DE19715097 (Usui et al.) sieht Sohlenelemente aus Kopolymer-Blöcken gemäß der Sequenz A–B–A vor, wobei A Styren ist.

Das amerikanische Patent US6408541 (Polegato) beschreibt eine Sohle für Schuh mit Mikrobelüftung. Die Struktur der Sohle sieht eine äußere Sohle vor, einen starrer Einsatz und gekoppelte Schichten mit Löchern. Die Löcher der zweiten Schicht sind in exakter Verbindung mit den Kanälen der äußeren Sohle. Das Dokument zeigt keinerlei Kanal.

Die englische Patentanmeldung GB2247391 (Clive) beschreibt eine Sohle für Schuh mit Mikrobelüftung. Auch in diesem Fall sieht der Bau der Sohle eine äußere Sohle, einen starren Einsatz und gekoppelte Schichten mit Löchern vor. Die Löcher der zweiten Schicht sind in exakter Verbindung mit den Kanälen der äußeren Sohle. Das Dokument veranschaulicht keinen starren Einsatz.

Nachteile

Die oben erwähnten Lösungen sind zwar bedeutend unter dem Gesichtspunkt der Verbesserung des allgemeinen Komforts des Schuhes, lösen aber nach Ansicht des Anmelders nicht optimal das Problem der Belüftung. Andererseits wird scheinbar auch die isolierende Funktion vernachlässigt, da man nicht speziell die Frage des Mikroklimas angeht, das die einfache Belüftung verändert.

Im einzelnen scheint die IT1288658 (Basso), die eine geschichtete Decksohle mit einer ersten Schicht aus thermoplastischem Material vorsieht, mit Längskanälen an einer Vorderseite, da sie eine obere Schicht aus Kokosnussfaser vorsieht, nicht korrekt den Luftstrom in der Länge zu fördern, der jeden Kanal bestreicht. In der Praxis scheint es, dass die Ursache die Kokosnussfaserschicht ist, die mit der Zeit dazu neigt, sich abzulösen, indem sie im unteren Teil nachgibt, was die Lüftungskanäle in der unteren Schicht aus thermoplastischem Material zu verschließen scheint. Auf diese Weise scheint der Luftkreislauf gefährdet zu werden. Zweitens, wegen dieser zweiten Materialschicht aus Kokosnussfaser, die andererseits nicht nicht einmal besonders förderlich für die Hygiene ist, sondern eine gute Bakterienbrutstätte darstellt, schafft es der Luftstrom nicht, eine solche Geschwindigkeit zu haben, dass er angemessen in Richtung auf die Fußsohle getragen wird, sondern er neigt dazu, sich zu sehr zu zerstreuen, da er die ganze Fläche der zweiten Schicht betreffen würde.

Die in GB2250417 (Chao) vorgeschlagene Decksohle scheint keine gute isolierende Funktion zu haben, da die Fußsohle in direktem Kontakt mit der Schicht von wärmegeformtem Material steht, die die Löcher aufweist, durch die die Luft zirkuliert. Die Fußsohle kühlt auf diese Weise zu sehr ab, vor allem unter ungünstigen klimatischen Bedingungen, wie niedrige Temperaturen, Regen und Feuchtigkeit. Dies wird als unangenehm empfunden, so dass der Schuh im wesentlichen, unter dem Gesichtspunkt des Komforts, insgesamt negativ beurteilt wird.

US6305100 (Komarnycky et. al.), schlägt einen belüfteten Schuh vor, der vor allem an der Sohle eine spezielle Bearbeitung erfordert. In der Praxis erweist sich der Aufbau als recht aufwendig, auf wenige Schuharten beschränkt, und er scheint die gute Belüftung des Fußes zu gefährden, weil die entlang des Umfangs herausgearbeiteten Öffnungen zur Sohle aufgrund der Nähe mit der Auflagefläche verstopfen können. Noch ein negativer Aspekt ist die Tatsache, dass im Innern des zentralen Hohlraums, an der Oberseite der Sohle, das Luftkissen, das sich bildet, wenn auch nur zeitweise, aufgrund des Vorhandenseins von Wasserteilchen, einen guten Leiter darstellt, indem es die klimatischen Veränderungen auf die darüberliegende Fläche der Fußsohle überträgt. Dass nur die Decksohle Löcher aufweist, scheint in der Tat nicht zu genügen, um eine gute isolierende Funktion zu ermöglichen.

Daher ist es notwendig, bessere Lösungen als der Stand der Technik aufzufinden.

Ziel der vorliegenden Erfindung ist es auch, die obenerwähnten Nachteile zu beheben.

Kurze Beschreibung der Erfindung

Dieses und andere Ziele werden mit Hilfe der vorliegenden Erfindung erreicht gemäß den aus den anhängenden Patentansprüchen hervorgehenden Merkmalen, mittels einer geschichteten Decksohle zur inneren Belüftung und Kontrolle des Mikroklimas eines Schuhes mit einer Sohle, eventuell ausgestattet mit ins Innere des Schuhes führenden Löchern, mit deren Innenseite eine geschichtete und belüftete Decksohle verbunden ist, die aus mindestens einer Schicht von thermoplastischem Material besteht, deren Oberseite eine Vielzahl von Kanälen aufweist, und weiter oben aus einer Schicht atmungsaktiven Materials zum Tragen der Fußsohle; wobei die am Rand gemäß der Form der Fußsohle geformte Decksohle erhalten wird, indem man übereinander die folgenden Materialschichten anordnet:

  • – eine erste untere Stützschicht aus starrem oder halbstarrem und atmungsaktivem Material;
  • – eine zweite Schicht darüber aus Isoliermaterial, das an der Oberseite eine Vielzahl von Kanälen aufweist, die sich in Längsrichtung von dem vorderen Teil zu dem hinteren Teil der besagten Schicht erstrecken, eventuell mit Querverbindungskanälen;
  • – eine dritte Schicht über der zweiten Schicht, aus Isoliermaterial mit einer Vielzahl von Kanälen an der Oberseite, die mindestens teilweise mit den Kanälen längs der zweiten Schicht zusammenfallen, die sich in Längsrichtung von dem vorderen Teil zu dem hinteren Teil der besagten Schicht erstrecken, eventuell mit Querverbindungskanälen, wobei die Kanäle der dritten Schicht mit den Kanälen der darrunterliegenden Schicht in Verbindung stehen;
  • – eine vierte Schicht aus atmungsaktivem Material, die mit der dritten Schicht verbunden ist.
Zwecke

Auf diese Weise, durch den bemerkenswerten kreativen Beitrag, dessen Wirkung einen unmittelbaren technischen Fortschritt darstellt, werden die folgenden Ziele erreicht, die alle im wesentlichen dazu dienen, den Komfort zu steigern.

Ein erstes Ziel bestand darin, die Belüftung des Bereichs zu verbessern, wo der Fuß untergebracht ist, vor allem in Bezug auf die Fußsohle, die, aufgrund einer korrekten Verteilung des Luftstroms, von einer Reduzierung des Schwitzens profitiert, mit geringerer Vermehrung von Bakterien und eine deutliche Verringerung der Wahrscheinlichkeit des Entstehens von unangenehmen Gerüchen.

Ein zweites Ziel war die Erreichung und Beibehaltung des idealen Mikroklimas für den Fuß im Innern des Schuhes. Dieses Ziel konnte erreicht werden dank der Schichten aus Isoliermaterial in der Decksohle, die es erlauben, den Bereich über der Sohle thermisch zu isolieren, während die Belüftung dazu beiträgt, die Bildung von Kondenswasser abzuführen.

Als Fazit wurde es möglich, ein hochwertiges Produkt zu erhalten, mit gutem technologischem Inhalt, für das Unternehmen, so dass das Angebot auf dem Markt deutlich verbessert wird, mit moderaten Herstellungskosten.

Diese, und andere Vorteile gehen aus der folgenden detaillierten Beschreibung einer Vorzugslösung mit Hilfe der beigefügten schematischen Zeichnungen hervor, deren Ausführungseinzelheiten nicht als einschränkend zu verstehen sind, sondern nur als Beispiele.

Inhalt der Zeichnungen

1 stellt einen Querschnitt der geschichteten Decksohle dar, die Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist, in einen Schuh integriert.

2 stellt einen Grundriss der zur Herstellung der geschichteten Decksohle darrüberzulegenden und zu verbindenden Materialschichten dar.

3 stellt einen Querschnitt einer ersten geschichteten Decksohlenlösung dar.

4 stellt einen Querschnitt einer Variante der geschichteten Decksohle dar.

5, stellt einen Grundriss einer Schicht der geschichteten Decksohle dar.

6 stellt einen Grundriss der über die Schicht von 5 zu legenden Schicht dar.

Schließlich ist 7 eine Variante der Schicht von 5.

Beschreibung von praktischen Ausführungsbeispielen

Unter Bezug auch auf die Figuren zeigt sich, dass ein Schuh eine Sohle 1 aufweist, zum Beispiel aus thermoplastischem Material, Polyuräthan, Gummi oder EVA (Äthylenvinylacetat), oder auch Leder, wobei in diesem Fall das Oberteil von einer Umfangswand 10 begrenzt ist, so dass eine Aufnahme für eine geschichtete Decksohle A oder B entsteht. Die Sohle 1 sieht eventuell Löcher 11 vor, die das Innere des Schuhs mit dem Äußeren verbinden. In einer Variante ist es möglich, nur auf die Fläche mit den Löchern 11 eine Membran zu legen, die atmungsaktiv ist, aber durch die kein Wasser dringen kann.

Die Decksohle A, die parallel an der inneren Vorderseite der Sohle 1 liegt, kann anatomisch geformt und geschichtet sein, und sie kann als Halbfabrikat erhalten werden, indem man vorher die verschiedenen Materialien zusammensetzt, durch Bördeln, Nähen oder Kleben oder einfach durch Aufeinanderlegen der einzelnen Schichten. Bei einer Lösung, ausgehend von der Unterseite, siehe Zeichnung 3, weist die Decksohle A eine erste atmungsaktive Schicht auf, bestehend aus einer starren oder halbstarren Stütze 2, die entlang des Umfangs gemäß der Fußsohle geformt ist. Die erste Stütze 2 kann aus Kunststoff, aber auch Naturmaterialien wie Filzkarton, Kork und alles andere sein. Mit der starren oder halbstarren Stütze 2, wird, an der Oberseite, eine zweite Schicht 3 mit nicht wärmeleitendem Material verbunden. Auch in diesem Fall handelt es sich um ein entlang des Umfangs gemäß der Fußsohle geformtes Element, das aus einer Verbindung auf der Grundlage von SEBS-Kopolymer-Blöcken (Styren-Äthylen-Butadien-Styren) besteht, wie zum Beispiel von Bergaflex. Die zweite Schicht 3 weist, mindestens an der Oberseite, einige Kanälen 30 auf, die parallel und abstandsgleich voneinander sind und sich in Längsrichtung von der Ferse bis zur Spitze des Fußes erstrecken. Die Unterseite der Schicht 3 ist im wesentlichen flach, um an der Oberseite der ersten atmungsaktiven Schicht 2 anzuliegen, die herkömmlicherweise ebenfalls eben ist.

In einer Variante, siehe 7 und 4, hat die Decksohle, statt der zweiten Materialschicht 3 nur mit den Längskanälen 30 zusätzlich zu diesen auch lotrechte Kanäle 31, also orthogonal, orientiert, quer die ersten schneidend, dichter an der Ferse und der Belüftet, während sie in der Nähe des Mittelteils seltener sind.

Mit besagter zweiter Materialschicht 3 ist, an der Oberseite, wo die Kanäle 30 und/oder 31 liegen, eine dritte Schicht 4 aus demselben Material der zweiten 3 verbunden, z B. von Bergaflex. Bei dieser dritten Schicht 4 ist die Unterseite, die an die Oberseite der zweiten Schicht 3 anliegt, eben, während die Oberseite ebenfalls eine Vielzahl von Kanälen aufweist, 40, die sich parallel und abstandsgleich in Längsrichtung von dem Bereich der Ferse bis zu dem der Spitze des Fußes erstrecken.

In diesem Fall liegen im Innern der besagten Kanäle 40 Löcher 41, die durchgehend sind und so die Kanäle 30 und/oder 31 der darunterliegenden zweiten Schicht 3 mit den Kanälen 40 der dritten Materialschicht verbinden. Auf diese Weise wird die Ausbreitung der Luft der zweiten Schicht 3 zu der dritten Schicht 4 erleichtert. Die stabile Verbindung zwischen der zweiten und der dritten Schicht, 3 und 4, ist derart ausgeführt, dass die Löcher 41 der dritten Schicht 4 mindestens teilweise und exakt mit der Position der Kanäle 30 und/oder 31 der darunterliegenden zweiten Schicht 3 übereinstimmen. In diesem Fall ist die Lage und die Zahl der Längskanäle 30 längs der zweiten Schicht 3 mindestens teilweise gleich der der Kanäle 40 auf der dritten Schicht 4.

Sowohl in der zweiten Schicht 3 als auch in der dritten Materialschicht 4 erzeugen die Kanäle 30 und 40 eine Vielzahl von Längsrippen 301, 401, die jeden Kanal 30 und 40 von dem angrenzenden trennen. Daraus folgt, dass die flache und untere Seite der dritten Schicht 4 an die Oberseite jeder Rippe 301 der zweiten unteren Schicht 3 anliegt. Ebenso liegt eine vierte Schicht aus atmungsaktivem Material 5, wie zum Beispiel Leder, mit der Unterseite an die Oberseite jeder Rippe 401 der dritten Materialschicht 4 an.


Anspruch[de]
  1. Geschichtete Decksohle für Schuh mit einer Sohle, die eventuell mit ins Innere des Schuhes führenden Löchern ausgestattet ist, und mit deren Innenseite eine geschichtete und belüftete Decksohle verbunden ist, die aus mindestens einer Schicht von thermoplastischem Material besteht, deren Oberseite eine Vielzahl von Kanälen aufweist, und weiter oben au einer Schicht atmungsaktiven Materials zum Tragen der Fußsohle; wobei die Decksohle am Rand gemäß der Form der Fußsohle geformt ist, dadurch gekennzeichnet, dass sie durch Übereinanderlegen der folgenden Materialschichten erhalten wird:

    q eine erste untere Stützschicht aus atmungsaktivem Material;

    q eine zweite Schicht über der ersten aus Isoliermaterial, die an der Oberseite eine Vielzahl von Kanälen aufweist;

    q eine dritte Schicht über der zweiten Schicht, aus Isoliermaterial mit einer Vielzahl von Kanälen an der Oberseite, die mindestens teilweise mit den Kanälen längs der zweiten Schicht zusammenfallen und mit den Kanälen der darrunterliegenden zweiten Schicht in Verbindung stehen;

    q eine vierte Schicht aus atmungsaktivem Material, die mit der dritten Schicht verbunden ist.
  2. Geschichtete Decksohle für Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Schicht an der Oberseite über Kanäle verfügt, die sich von dem vorderen Teil, das dem Bereich der Zehenkappe der Decksohle entspricht, bis zum hinterem Teil der Materialschicht erstrecken, der dem Bereich der Ferse entspricht.
  3. Geschichtete Decksohle für Schuh nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Schicht an der Oberseite über Kanäle verfügt, die sich in Längsrichtung von dem vorderen Teil bis zum hinteren Teil der Materialschicht entwickeln und dass jeder der Kanäle in Längsrichtung mit Bohrungen zur Verbindung zwischen den besagten Kanälen und den Kanäle der zweiten darrunterliegenden Schicht ausgestattet ist.
  4. Geschichtete Decksohle für Schuh nach den vorherigen Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Schicht Kanäle vorsieht, die die Längskanäle an der Oberseite der zweiten Materialschicht überschneiden, und dass diese weiteren Kanäle im Bereich der Ferse und der Belüftet dichter sind, während sie im Mittelteil seltener sind.
  5. Geschichtete Decksohle für Schuh nach den vorherigen Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die zweite Schicht aus Isoliermaterial aus einer Verbindung auf der Grundlage von SEBS (Styren-Äthylen-Butadien-Styren)-Kopolymer-Blöcken besteht.
  6. Geschichtete Decksohle für Schuh nach den vorherigen Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass auch die dritte Schicht aus Isoliermaterial, die mit der zweiten verbunden ist, aus einer Verbindung auf der Grundlage von SEBS (Styren-Äthylen-Butadien-Styren)-Kopolymer-Blöcken besteht.
  7. Geschichtete Decksohle für Schuh nach den vorherigen Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die Position und die Zahl der Längskanäle längs der zweiten Schicht logisch mit den Kanälen auf der dritten Schicht zusammenfällt.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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