PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69531466T2 17.06.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000666363
Titel Verfahren zur Färbung von Leder
Anmelder Canon K.K., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Kuwabara, Nobuyuki, Ohta-ku, Tokyo 146, JP;
Ohta, Tokuya, Ohta-ku, Tokyo 146, JP;
Takatori, Yasushi, Ohta-ku, Tokyo 146, JP;
Sugama, Sadayuki, Ohta-ku, Tokyo 146, JP;
Hirabayashi, Hiromitsu, Ohta-ku, Tokyo 146, JP;
Akiyama, Yuji, Ohta-ku, Tokyo 146, JP;
Fujita, Miyuki, Ohta-ku, Tokyo 146, JP
Vertreter Tiedtke, Bühling, Kinne & Partner GbR, 80336 München
DE-Aktenzeichen 69531466
Vertragsstaaten CH, DE, ES, FR, GB, IT, LI, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 03.02.1995
EP-Aktenzeichen 951014752
EP-Offenlegungsdatum 09.08.1995
EP date of grant 13.08.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.06.2004
IPC-Hauptklasse D06P 3/32
IPC-Nebenklasse D06P 1/00   C14C 3/00   B41M 1/38   D06P 5/00   B41J 2/21   B01D 3/00   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung bezieht sich auf ein Tintenstrahldruckverfahren zum Bedrucken eines Leders.

Leder werden herkömmlicherweise gemäß den folgenden Verfahren hergestellt. Zunächst wird ein rohes Fell oder eine rohe Haut, erhalten durch Häuten von Tieren, einem vorhergehenden Wasserhausverfahren unterzogen bestehend aus Einweichen, Entfleischen, Enthaaren, Kalken, Spalten, Entborsten (Scudding), Waschen, Rückkalken, Entkalken und Ätzen, nachfolgend zu einem Gerbverfahren zum Gerben unter Verwendung eines Gerbmittels von verschiedenen Sorten, wie etwa Chromverbindungen und pflanzliches Tannin, um dem Fell oder der Haut Weichheit und thermische Beständigkeit zu verleihen, und danach Färben und Flüssigfetten (oder Schmieren), schließlich gefolgt von einem Fertigstellungsverfahren bestehend aus Abwelken, Ausrecken, Trocknen, Konditionieren, Stollen, Strecktrocknen, Narbenkorrektur, Beschichten und Messen, wobei Beständigkeit, Festigkeit und ähnliches verbessert werden. Durch diese Verfahren werden Lederprodukte als Endprodukte erhalten.

Lederprodukte werden in einer Vielzahl von Bereichen verwendet, welche das Beste aus der Handhabbarkeit (oder der Griffigkeit) machen, welche dem Leder eigen ist. Zum Beispiel werden sie in einem weiten Bereich der Fußbekleidung, wie etwa Schuhe, Bekleidung, persönliche Accessoires, wie etwa Handschuhe und Gürtel, Reisegüter, wie etwa Taschen, Truhen (oder Koffer) und Börsen, industrielle Teile, wie etwa Gürtel oder Dichtungen, und Möbel, wie etwa Stühle und Automobilsitzbespannung, als auch Pferdesattel, Musikinstrumente, Kendo- (Fechten nach japanischem Stil) Artikel und so weiter. In den entsprechenden Gebieten werden das Fell oder die Haut von verschiedenen Tieren und verschiedene Gerbverfahren verwendet. Für derartige Verwendungen werden bisher zusätzlich zum Färben davon in einer bestimmten Farbe in seiner Gesamtheit im Fertigstellungsschritt, vielfältige Oberflächenformen, wie etwa Lederprägungen und Rauleder zu Verfügung gestellt, um eine Sortierung von Lederprodukten überflüssig zu machen und ein hochgradiges Anfühlen aufzuweisen.

Unter derartigen Umständen wird die Färbung auf Leder durch herkömmliches Färben oder Beschichten unter Verwendung von Farbstoffen oder Pigmenten durchgeführt. Nahezu alle dieser färbenden Materialien sind diejenigen angewendet von Farbstoffen oder Pigmenten, welche bisher bei der Färbung von Textilien verwendet wurden, und Färbeverfahren wurden gemäß der Art des Rohleders oder der Haut, der Art und Weise des Gerbens und der Verwendung entsprechend für die Verwendung ausgewählt. Zum Beispiel gibt es Verfahren wie etwa Batiken, Tauchfärben und Textildrucken.

Unter den derzeitigen Umständen hängt jedoch, da das Leder verschiedene Eigenschaften auf Grund seiner Eigenarten hat, die Verarbeitung stark von der Erfahrung ab. Selbst wenn das Leder einfarbig gefärbt wird, benötigt die Färbung einiger Ledersorten lange Zeit für ihre Bearbeitung, erfordert komplizierte Verarbeitungsschritte oder macht es notwendig, den gleichen Schritt vielfach zu wiederholen. Folglich war es sehr schwierig, gefärbte Produkte der gleichen Gestaltung in Massen zu produzieren oder Leder zu färben, um sehr feine Abbildungen oder vielfarbige Abbildungen zu erzeugen.

Außerdem hat die Oberfläche des Leders, insbesondere was die Narbenseite des natürlichen Leders genannt wird, Unregelmäßigkeiten oder starke Vertiefungen auf Grund der Follikelöffnungen (Poren der Haut) oder verschiedene Falten, die ursprünglich im Rohleder der Haut vorhanden waren. Wenn das Leder in diesem Zustand gefärbt wird, können die Färbemittel sich deutlich an diesen Teil anhäufen, um stark gefärbte Abschnitte zu verursachen. Selbst falls das Leder nachdem es geglättet wurde gefärbt wird, um Unregelmäßigkeiten oder starke Vertiefungen in den Behandlungsschritten zu entfernen, ist es schwierig die Oberfläche vollständig zu glätten, so dass das Leder im ersten Verarbeitungsschritt nicht gleichmäßig oder nicht gefärbt sein kann. Um derartige Nachteile zu überwinden, ist es oftmals notwendig verschiedene Schritte neu zu gestalten oder den Vorgang des Färbens und Waschens mehrere Male zu wiederholen. Es ist nämlich schwierig, den gewünschten Zustand des Färbens und die gewünschten Farbtöne zu erhalten. Als ein Ergebnis wird leicht dazu geneigt, nur Lederprodukte mit variierten Farbtönen zur Verfügung zu stellen.

Im Gegensatz dazu können in dem allgemeinen Trend der Nachfrage nach Produkten von hoher Qualität von Gütern des täglichen Lebens und Accessoires, können Lederprodukte ebenfalls durch ihre im Leder begründeten hohe Qualität die Sinne begeistern, wenn Produkte mit sehr feinen auf der Oberfläche gebildeten Bildern einfach erhalten werden können, und wenn es ebenfalls möglich ist, eine Anwendung von Lederprodukten in einem weiteren Bereich zu beabsichtigen, wenn es möglich wird vielfarbige Bilder zu erzeugen oder teilweises Drucken auf Ledern mit Leichtigkeit durchzuführen.

Jedoch erfordern, wie vorher erwähnt, die bisher bekannten Färbe- und Beschichtungsvorgänge eine große Anzahl von Schritten und erfordern von daher eine lange Zeit für ihre Durchführung, um Farbdichte und Beständigkeit zu erhalten. Überdies werden Leder bisher hauptsächlich einfarbig gefärbt und folglich war es notwendig, um vielfarbige Bilder auf Leder darzustellen, Blatt für Blatt einer Vielzahl von in verschiedenen Farben gefärbten Ledern zu sticken oder zusammenzunähen. Es gab dort ebenfalls eine Begrenzung der Anzahl, selbst wenn einige Farbsorten auf dem gleichen Leder dargestellt werden können. Auf jeden Fall kann die Art und Weise des Färbens oder der Beschichtung oftmals für jede Farbe unterschiedlich sein, und ebenfalls hat das Färben oder Beschichten in vielen Fällen manuell zu erfolgen, so dass nicht verhindert werden kann, dass die Erfahrung ein großer Faktor ist. Folglich war in der Vergangenheit das Färben von Leder am meisten vom Know-how abhängig und es war schwierig es zu automatisieren, was in hohen Kosten resultierte.

Folglich wird es kompliziert bei der Verarbeitung und erfordert hohe Kosten, um feine Abbildungen und vielfarbige Bilder zu erzeugen und ferner eine teilweise Abbildungserzeugung nur durch Verbesserung der herkömmlichen Färbemethoden zu erzielen.

Die Möglichkeit des Tintenstrahldruckens auf Leder wird zum Beispiel durch US-A-4 680 058 und EP-A-0 655 527 vorgeschlagen, wobei beide sich auf Tintenzusammensetzung für die Verwendung beim Tintenstrahldrucken beziehen.

JP-A-48008901 offenbart ein Fertigstellungsvorgang für gegerbtes Leder unter Verwendung von Flüssigfetten.

Die vorliegende Erfindung wurde unter Berücksichtigung der vorherigen Probleme des Stands der Technik gemacht. Eine Aufgabe davon ist ein Verfahren zur Verfügung zu stellen, das es möglich macht auf Ledern bei geringen Kosten und ebenfalls durch einfache Schritte zu färben, und hochfeine Abbildungen, vielfarbige Abbildungen oder teilweise Färbungen und ähnliches auf Ledern zu erzeugen.

Eine wie in Anspruch 1 definiertes Tintenstrahlverfahren wird daher vorgeschlagen.

Was mit „Färben" (Lederfärben) gemeint ist, umfasst im Allgemeinen Begriffe wie etwa Einfärben, Beschichten und Färben in Einzelfarben und Mehrfachfarben, wie sie bisher herkömmlicherweise als technische Begriffe verwendet werden. Folglich umfasst es alle Arbeitsweisen, wie etwa eine Arbeitsweise, in der, nach dem Lederfärben, die Färbematerialien als Farbquellen in das Innere des Leders gedrungen sind, eine Arbeitsweise, in der sie daran anhaften oder teilweise darin eindringen; nur die Oberflächenschicht des Leders oder in der Nähe davon, und eine Arbeitsweise, in der sie in Schichten auf der Lederoberfläche gelegt werden.

Ein erfindungsgemäß zu verwendendes Tintenstrahlsystem stellt eine Abbildungserzeugung mit der Integration von Punkten durch eine Bewegung eines Tintenstrahlkopfs, gemäß einem erwünschten Abbildungssignal integral mit einer Mehrzahl von Öffnungen angeordnet, und durch Ausstoßen einer Tinte als Tröpfchen, die ein Färbematerial enthalten, aus den Öffnungen zur Verfügung. Demgemäss ist es zur Erreichung der Ziele des Erhalts von hoch präzisen Abbildungen, Mehrfarbabbildungen und Teilfärbungen sehr wirkungsvoll, eine dichte Anordnung von Öffnungen zum Ausstoß von Tinten verschiedener Farben von einer Mehrzahl von Tintenstrahlköpfen anzuordnen. Jedoch wurde es in dem Verlauf einer Untersuchung über das Erzielen einer hochgradigen Abbildung klar, das einige weitere spezielle technische Aufgaben bei einer Kombination von einer Leder- und einer Tintenstrahlfärbung mit dem Tintenstrahlsystem auftraten.

Der Erste dieser besonderen technischen Gegenstände ist, das eine Wasserbeständigkeit in hohem Ausmaß erforderlich ist. Selbst in einem Fall der Durchführung einer Tintenstrahlfärbung von Leder ist eine hohe Beständigkeit für nachfolgende Schritte erforderlich und außerdem ist ein herkömmlicher Fertigstellungsschritt ebenfalls notwendig. Der Fertigstellungsschritt hat die Aufgabe des Schutzes einer Lederoberfläche, als auch um ein schönes Erscheinungsbild zu verbessern. Unter ihnen werden insbesondere imprägnierende und filmbildende Materialien unter Verwendung von Wasser als ein Lösungsmittel oder als ein Dispersionsmittel oftmals in einem Vorbehandlungsschritt zur Beschichtung und als Basis zwischen Beschichtungsschritten verwendet. Konsequenterweise werden nach der Bildung von vielfarbigen Abbildungen durch ein Tintenstrahlfärben viele Gelegenheiten des direkten Kontakts der Abbildung mit Wasser auftreten, selbst wenn es einen Flüssigfettungsschritt gibt. In einem herkömmlichen Verfahren gibt es Vorgänge, ein vollständiges Leder in einen Farbstoff und Wasser enthaltenden Färbebad einzutauchen, um einmalig eine größere Menge des Farbstoffs im Leder als eine Farbstoffmenge zu halten die das Leder halten kann, und dann den nicht einfärbenden Farbstoff mittels eines Waschschritts auszuwaschen, wodurch keine Behinderung in einem Beschichtungsfertigstellungsschritt auftrat. Im Gegenteil, in dem Fall einer Durchführung eines Tintenstrahlfärbens auf Leder ist es, aufgrund des Ausblutens zwischen Farben, einem Gleichgewicht der Farbdichte und ähnlichem, schwierig ein Färbematerial über eine erforderliche Menge hinaus zu verwenden und einen nicht einfärbenden Farbstoff auszuwaschen. Obwohl ein Einfärbebeschleunigungsmittel herkömmlicherweise verwendet wurde, war es in diesem Fall nicht wirkungsvoll, da es hauptsächlich dafür geeignet ist eine Anfärbbarkeit nach dem Waschen zu erhalten. Daher wird bei der Bildung einer hochpräzisen und mehrfarbigen Abbildung eine technische Aufgabe, das ein Färbematerial in einer erzeugten Abbildung in Wasser in einer Beschichtungsfertigstellungslösung gelöst wird, auftreten, und eine Abbildungsqualität in dem Fall der Nutzung eines herkömmlichen Fertigstellungsschritts verschlechtern, es sei denn eine Wasserbeständigkeit unter Berücksichtigung eines davon bisher unterschiedlichen Punktes wird hinzugefügt.

Die vorher erwähnte Aufgabe kann durch die vorliegende Erfindung erzielt werden.

Die vorliegende Erfindung stellt im Wesentlichen ein Lederfärbeverfahren zum Färben auf einem natürlichen Leder oder einem entfetteten natürlichen Leder zur Verfügung, wobei das Verfahren den Schritt des Tintenstrahlfärbens auf wenigstens einem Teilbereich des natürlichen Leders umfasst, wie ansonsten in Anspruch 1 definiert.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die 1 veranschaulicht ein Vorgehen zur Lederbehandlung, durchgeführt im Beispiel 1 der vorliegenden Erfindung.

Die 2 veranschaulicht den Gesamtaufbau eines Tintenstrahllederfärbegerätes, verwendet im Beispiel 1 der vorliegenden Erfindung.

Die 3 veranschaulicht den Aufbau eines Tintenstrahlkopfes.

Die 4 veranschaulicht den Aufbau eines Farbtintenstrahlkopfes.

Die Erfindung ist ein Lederfärbeverfahren mit dem Schritt des Tintenstrahlfärbens auf einem natürlichen Leder, welches teilweise entfettet oder zu einem geringen Grad entfettet ist, wobei ein Bereich teilweise entfettet wurde. Erfindungsgemäß gibt das den Vorteil, dass das Tintenstrahlfärben mit einer hohen Wirksamkeit durchgeführt werden kann.

In einer weiteren Arbeitsweise der vorliegenden Erfindung umfasst das Verfahren den Schritt des Tintenstrahlfärbens auf einem natürlichen Leder, welches teilweise entfettet wurde, an seinem teilweise entfetteten Bereich, nach dem eine tintenempfangende Schicht gebildet wurde. Erfindungsgemäß ermöglicht die Anwesenheit der tintenempfangenden Schicht das vollständige Färben des Leders selbst und die Einfärbung in einer hohen Dichte und die tintenempfangende Schicht selbst kann an dem Leder fixiert werden. Folglich kann das gesamte Leder mit einer höheren Qualität erzeugt werden. Als eine noch weitere typische Arbeitsweise des ersten Ausführungsbeispiels hat die vorliegende Erfindung ein derartig kennzeichnendes Merkmal eines Lederfärbeverfahrens zum Färben auf einem natürlichen Leder oder einem entfetteten natürlichen Leder, wobei das Verfahren den Schritt des Tintenstrahlfärbens auf einem Teilbereich des natürlichen Leders umfasst, in welchem eine tintenempfangende Schicht gebildet wurde. Das Vorsehen eines natürlichen Leders auf dem die tintenempfangende Schicht gebildet wurde, ist nämlich selbst bevorzugter als die vorliegende Erfindung. Ein derartiges Lederfärbeverfahren ist eine mehr praktische Erfindung.

Als eine fortgeschrittenere Arbeitsweise der vorliegenden Erfindung, umfasst das Verfahren den Schritt des Tintenstrahlfärbens auf natürlichem Leder, welches auf eine Temperatur von 60°C oder darunter erwärmt wurde. Erfindungsgemäß kann die Lederfärbung mit einer guten Wirksamkeit ohne Verursachung einer Verschlechterung des Leders selbst durch Wärme sein. In diesem Fall kann das Tintenstrahlfärben durch das „Bubble-Jet" System, vorgeschlagen durch Canon Inc., durchgeführt werden, welches das Filmsieden nutzt, in dem, obwohl die Tinte erwärmt wird, die Tinte das Leder in einen Zustand von 60°C oder darunter (57°C bis 58°C) erreicht und folglich das Lederfärben in einem verbesserten Zustand sein kann.

Das Leder, auf das in der vorliegenden Erfindung Bezug genommen wird, meint hauptsächlich natürliche Leder, erhalten durch Enthaaren eines Rohleders oder einer Haut, gefolgt durch Gerben. Die als Ausgangsmaterialien dienenden Rohleder oder Häute werden als Nebenprodukte genutzt, nachdem Tiere für die Fleischerzeugung genutzt wurden, und deutlich sind herkömmlicherweise in einer großen Menge erhältliche Leder oder Häute von Säugetieren, wie etwa Wiederkäuern, Schweinen, Pferden, Ziegen, Schafen und Rehen. Daneben werden Häute von Vögeln, wie etwa Straußen, und von Reptilien, wie etwa Seeschildkröte, Riesenechsen, Pythons und Krokodilen ebenfalls als Leder verwendet. Die vorliegende Erfindung ist durch nichts auf diese beschränkt. Mit Bezug auf das Gerbverfahren gibt es unter den bisher verwendeten ebenfalls verschiedene Verfahren, von denen geeignete Gerbverfahren gemäß der Form und dem Zweck der als Endlederprodukte erhaltenen Produkte ausgewählt werden. Als Gerbverfahren sind zur Zeit Chromgerben und Pflanzliches Gerben vorherrschend. Zusätzlich zu diesen sind verschiedene Verfahren verfügbar, wie im Folgenden beschrieben.

Diese Gerbverfahren werden zunächst grob in Verfahren eingeteilt, welche mineralische Gerbemittel vom anorganischen Typ verwenden, wie durch Chromgerben typifiziert, Verfahren, die pflanzliche oder synthetische Gerbemittel vom organischen Typ verwenden, wie durch das Pflanzliche Gerben typifiziert, und Verfahren, die Gerbemittel vom Fett- oder Öltyp verwenden. Daneben gibt es kombiniertes Gerben, durchgeführt durch Kombination von einigen dieser häufig zur Zeit verwendeten Gerbverfahren.

Unter den vorherigen Gerbverfahren schließen die Verfahren unter Verwendung von mineralischen Gerbmitteln das Chromgerben, das Aluminiumgerben, das Zirkoniumgerben, Titangerben und das Eisensalzgerben ein. Die Verfahren, die Färbemittel vom organischen Typ verwenden, schließen Pflanzliches Gerben und Aldehydgerben ein. Die Verfahren enthalten ebenfalls Gerbverfahren, welche synthetische Gerbemittel verwenden, wie etwa synthetische Gerbemittel vom Naphtalentyp, synthetische Gerbemittel vom Phenoltyp und Harzgerbmittel und Fett- und Ölgerben, wie durch Chamoisleder typifiziert.

Nun werden in dem Tintenstrahlsystem, verwendet als die Tintenstrahleinrichtung der vorliegenden Erfindung, Abbildungen bestehend aus Punkten dicht aufgeteilt in 300 dpi, 360 dpi oder viel mehr als 600 dpi erzeugt, und diese einzelnen Punkte können dazu veranlasst werden gegen das als ein Medium dienendes natürliches Leder in der Form von Farbtröpfchen ausgestoßen von feinen Düsen zu prallen, und folglich kann ein Färben pro Punkt scharf durchgeführt werden. Überdies kann ein gleichmäßiger Farbton erhalten werden, und folglich ist es möglich insgesamt gleichmäßige Abbildung zu erhalten. Da ebenfalls das Tintenstrahlfärbesystem ein Färbesystem zur Durchführung des Färbens ohne Kontakt mit dem Medium ist, ist es nicht immer notwendig eine strenge Gleichmäßigkeit der Glätte der Oberfläche des Leders und in der Unterlage auf der Rückseite des Leders zu erhalten, und ebenfalls können mehrere farbige Tröpfchen in einem Schritt angeheftet werden, so dass die Zeit für die nachfolgende Lederbehandlung ebenfalls sehr stark gekürzt werden kann.

In dem Tintenstrahlfärbesystem wird das Lederfärben durchgeführt, während eine Mehrzahl von Düsenanordnungen der Tintenstrahleinrichtung in einer Weise relativ bezogen auf das Leder zu der gleichen Zeit mit dem Tintenstrahl bewegt werden, wobei die Punktdichte erhöht werden und die Schärfe der gefärbten Lederbereiche verbessert werden kann. Überdies können erfindungsgemäß in Abhängigkeit von dem Tintenstrahlsystem, die in einfarbigen oder in zusammengesetzten Farben zu erzeugenden Abbildungen oder Markierungen in spezifische Farben nur in spezifischen Teilbereichen auf der Lederoberfläche erzeugt werden, und folglich können die spezifischen Teilbereiche als hervorgehobene Bereiche oder farberweichte Bereiche ausgebildet werden. Insbesondere kann der nur auf spezifische Detailbereiche angewendete Vorbehandlungsschritt unter Verwendung einer Maske oder ähnlichem differenziert werden, wobei die tintenstrahlgefärbten Lederbereiche mehr hervorgehoben werden können. Als ein zusätzlicher Vorteil in dem Tintenstrahllederfärben auf der Lederoberfläche kann, selbst wenn nicht glatte Bereiche, wie etwa Follikelöffnungen und Falten auf der Lederoberfläche vorhanden sind, die Intensität des Tintenstrahls nur an diesen Bereichen so geregelt werden, dass weder ungleiches Färben noch Nichtfärben in Bezug zu anderen Bereichen (glatte Bereiche oder Randbereiche) auftreten kann. Wenn auf der anderen Seite die Lederoberfläche gleichmäßig ist, kann die abgegebene Tintenmenge durch Programmierung oder Bildverarbeitung auf einem in das System integrierten Computer eingestellt oder geändert werden, wodurch die erwünschte Dichteverteilung oder Abstufung erhalten werden kann und die Nachteile beim herkömmlichen Lederdruck alle eliminiert werden können.

Das vorher erwähnte Tintenstrahlsystem beabsichtigt bisher grundsätzlich die Aufzeichnung auf einem glatten Papier. Doch ist, falls Aufzeichnung oder Verwendung von glattem Papier durchgeführt wird, die maximale eingeschossene Tintenmenge in Bezug auf eine Abnahme der Auflösung, dem Ausbluten (zwischen Farben), dem Durchschlagen, dem Anstieg der Fixierzeit usw. begrenzt. Daher wird gewöhnlicherweise die maximale Einschussmenge so eingestellt, das sie innerhalb eines Bereiches von 16 bis 28 nl/mm2 in dem Fall von Tinten auf Wasserbasis ist. Jedoch kann in dem Fall des Lederfärbeverfahrens, wie in der vorliegenden Erfindung, es einen bevorzugten Fall geben, Tinte in einer größeren Menge abzugeben, in Abhängigkeit der Art des Ursprungstiers oder der Gerbbedingungen. Mengenmäßig angegeben, ist die eingeschossene Tintenmenge zweifach oder mehr als in herkömmlichen Fällen und etwa 16 bis 50 nl/mm2. Falls die tintenempfangende Schicht vorhanden ist, kann das Lederfärben in höherer Qualität und stabiler erfolgen. Mehr Verbesserungen können insbesondere erzielt werden, falls hochdichtes Drucken bei einer niedrigeren Druckgeschwindigkeit als die Druckgeschwindigkeit entsprechend zu der Frequenz in dem Drucken als Lederfärben durchgeführt wird, d. h. doppeltdichtes Drucken wird bei einer Färbegeschwindigkeit von ½ durchgeführt, falls das Drucken übereinanderliegend auf den gleichen Aufzeichnungsbereichen durch wiederholtes Aufzeichnungsabtasten mehrere Male durchgeführt wird, oder falls die Ansteuerung eines Tintenstrahlkopfes so gesteuert wird, dass er die Tintenausstoßmenge erhöht.

Zusätzlich zu dem Vorhergehenden umfasst das erfindungsgemäße Verfahren den Schritt des Flüssigfettens (um dem Leder Weichheit durch die Absorption eines Öls zu verleihen) ausgeführt durch Tintenstrahleinrichtungen. In einem derartigen erfindungsgemäßen Verfahren, welches ferner den Schritt des Flüssigfettens umfasst, können die gefärbten Abschnitte mit einer höheren Dichte und einer höheren Beständigkeit erzeugt werden, und folglich kann eine Festigkeit vergleichbar zu der durch herkömmliches Färben erzielbaren ebenfalls erzielt werden. Dieses Flüssigfetten wird oftmals unter Verwendung eines Pflanzenöls durchgeführt, und eine Behandlungslösung für dieses Flüssigfetten kann durch die Tintenstrahleinrichtung abgegeben werden, so dass die Zeit für diese Behandlung ebenfalls stark verkürzt werden kann.

In Tintenstrahlfärbesystemen verwendete Tinten werden bisher für Papier verwendet und enthalten herkömmlicherweise Wasser in einer großen Menge. In der vorliegenden Erfindung sind Tinten nicht auf derartige Tinten beschränkt und können geeigneterweise Tinten sein mit geeigneten Bestandteilen, einschließlich Tinten, die ein nicht flüchtiges Lösungsmittel gemäß der Lederart und den Eigenschaften davon enthalten, variiert in Abhängigkeit von der vor dem Färben durchgeführten Behandlung. Als das Tintenstrahlsystem kann jedes vom gesteuerten Ausstoßtyp, ein Strahlfärbesystem unter Verwendung einer piezoelektrischen Vorrichtung und ein Strahlsystem unter Verwendung einer exothermen Vorrichtung verwendet werden. Unter diesen ist ein Strahlsystem unter Verwendung einer exothermen Vorrichtung bevorzugt, da der Färbekopf sehr kompakt aufgebaut werden kann.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung kann das Verfahren oder die Vorrichtung weiterhin den Aufbau, die Schritte oder Einrichtung zur Beschleunigung der Fixierung der Tinte im Leder umfassen. Insbesondere ist zu erwähnen, dass die Lederoberfläche mit einer niedrigeren Benetzbarkeit versehen, die Lederfärbebereiche zu einem höheren Grad entfettet oder eine tintenempfangende Schicht hinzugefügt werden können. Eine von diesen, oder Kombinationen von einigen von diesen ermöglichen eine Verbesserung in der Lederfärbewirksamkeit. Als Materialien für die tintenempfangene Schicht sind wasserlösliche Harze, wie etwa Polyvinylalkohol, Polyvinylpyrrolidon und Zellulose in dem Fall bevorzugt, falls Tintenlösungsmittel vom wäßrigen Typ verwendet werden. Eine derartige tintenempfangende Schicht kann aus einem einzelnen Material oder einer Mischung aus zwei oder mehreren Materialien gebildet werden oder kann in einer einzelnen Schicht oder in zwei oder mehreren Schichten vorgesehen werden. Die tintenempfangende Schicht kann durch verschiedene Verfahren vorgesehen werden, wie etwa ein Verfahren, welches eine wässrige Lösung davon mittels eines Stapelbeschichters eines Rollbeschichters oder einer Rakel o. ä. beschichtet wird, einem Verfahren des Siebfärbens und ein Verfahren, in welchem jedes der in einem Film gebildeten Materialien Kontakt gebunden wird.

Um die Lederoberfläche mit einer niedrigeren Benetzbarkeit zu versehen, wird bevorzugt eine Heizeinrichtung vorgesehen. In dem Fall der vorliegenden Erfindung ist ein Niedertemperaturerwärmen bevorzugt, um den Abbau der Bestandteile, wie etwa des Lederproteins, zu verhindern. Insbesondere der Abbau von Kollagen, das dem Leder eine hohe Qualität verleiht, neigt dazu ein Schrumpfen, eine Änderung in den Eigenschaften und eine Herabsetzung der Textur zu verursachen, was es notwendig macht, die Produkte in nachfolgenden Schritten zu behandeln, um die Eigenschaften des Leders zu verbessern. Folglich wird in der vorherigen Erfindung beim Erwärmen das Leder so erwärmt, dass das Leder selbst bei einer Temperatur von 60°C oder darunter und bevorzugt bei maximal etwa 50°C vor und nach dem Tintenstrahllederfärben oder im Verlauf des Lederfärbens gehalten wird. Als die in der vorliegenden Erfindung verwendete Heizeinrichtung ist es möglich ein Verfahren zu verwenden, in welchem das Leder mit einer Heizplatte von der gegenüberliegenden Seite auf der das Lederfärben durchgeführt wird (die Lederfärbeseite) zu erwärmen, ein Verfahren in welchem das Leder mit einer Heizrolle von der Lederfärbeseite erwärmt wird, oder ein Heizverfahren, versehen mit einem Luftgebläse mit einer Temperatursteuerungsfunktion, das die vorher eingestellte Temperatur erhalten kann.

In der vorliegenden Erfindung kann eine Schutzschicht auf der gefärbten Oberfläche des dem erfindungsgemäßen Tintenstrahllederfärben unterzogenen Leders gebildet werden. Als ein Material dafür wird herkömmlicherweise Polyamid als eine Oberbeschichtung verwendet. Dies ist ebenfalls in der vorliegenden Erfindung bevorzugt. Es ist bevorzugt eine Schutzschicht vorzusehen, die ein Färbematerial der Tinte daran hindern kann zu wandern, und welches bevorzugt Lichtechtheit und Korrosionsbeständigkeit aufweist.

Als Färbematerialien für das Färben können herkömmlicherweise erhältliche Farbstoffe und Pigmente verwendet werden. Unter diesen wurden Pigmente öfter herkömmlicherweise und ebenfalls wirkungsvoll in einem Fertigstellungsschritt des herkömmlichen Färbens von Ledern verwendet. In dem Fall des durch das Tintenstrahlfärbesystem durchgeführten Lederfärbens, sind die Färbematerialien nicht notwendigerweise entweder auf Farbstoffe oder Pigmente begrenzt. Da jedoch Pigmente gewöhnlicherweise unlöslich in Lösungsmitteln sind und keine Färbeeigenschaften gegenüber Leder selbst haben, können sie bevorzugt in Dispersion in der Form von Emulsionen mit synthetischen Harzen gebracht werden, falls sie verwendet werden. Auf der anderen Seite sind in dem Falle von Farbstoffen die meisten von ihnen leicht in Wasser oder Alkohol löslich und können einfach verwendet werden. Verwendbare Farbstoffe enthalten verschiedene Typen und können relativ mit Leichtigkeit verwendet werden, solange sie weithin für Proteinphasen verwendete Farbstoffe sind. Zum Beispiel werden Säurefarbstoffe, Metallkomplexsalz Farbstoffe, basische Farbstoffe, Beizenfarbstoffe, saure Beizenfarbstoffe und lösliche Küppenfarbstoffe vielfältig ebenfalls bei einem herkömmlichen Färben von Ledern verwendet. Neben diesen ist es ebenfalls möglich Direktfarbstoffe, kationische Farbstoffe, Schwefelfarbstoffe, Naphtolfarbstoffe, Oxidationsfarbstoffe, Dispersionsfarbstoffe und reaktive Farbstoffe, hauptsächlich verwendet für Zellulosefasern oder Polyestertypen, zu verwenden. Falls jedoch diese bei der Färbung von Ledern verwendet werden, muss die Aufmerksamkeit auf die Eigenschaften, wie etwa Wasserbeständigkeit, Schweißbeständigkeit, Lösungsmittelbeständigkeit und Sonnenlichtbeständigkeit gerichtet werden. Folglich sind von diesen Farbstoffen Metallkomplexsalzfarbstoffe insbesondere bevorzugt. Für andere Farbstoffe kann, um diese Eigenschaften zu erfüllen, eine Farbstofffixierungsbehandlung nach dem Färben angewendet werden, oder eine Behandlung zur Senkung der Farbstoffaktivität kann hinzu gefügt werden. Ebenfalls können zum Erzielen dieser Eigenschaften Farbstoffe und Pigmente in Kombination verwendet werden.

Beispiel 1 (nicht gemäß der beanspruchten Erfindung)

Die 1 veranschaulicht ein in dem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung angewendetes Beispiel des Verfahrens zur Lederbehandlung, welches in einem Verfahren umfasst ist, wobei das Rohleder oder die Haut einem Einweichvorgang, einem Gerbvorgang, einem Färbevorgang und einem Fertigstellungsvorgang unterzogen wird bis ein Lederprodukt erhalten wird. Die 2 veranschaulicht den Grundaufbau einer Lederfärbeeinrichtung in einem beim Tintenstrahllederfärben verwendeten Gerät. Das Lederfärben der vorliegenden Erfindung wird mit Bezug auf die 1 und 2 beschrieben, welches gemäß dem folgenden Verfahren durchgeführt wird.

Bei der Herstellung eines als Färbmedium verwendeten Leders wird es durch einen herkömmlich durchgeführten Gerbvorgang vorbereitet. Die Schritte bis zu diesem Stadium können Übersichtsweise wie folgt beschrieben werden: Zunächst wird ein Ausgangsrohleder oder Haut von Tieren wie etwa Rindern, Pferden und Schweinen behandelt um Schmutz, subkutanes Bindegewebe und Haare zu entfernen, und dann einem Aufspalten unterzogen, um das Fell oder die Haut in die gewünschte Stärke aufzuspalten, gefolgt durch Entfernen (Scudding) von schmieriger und pigmentierter Substanz und danach Waschen mit Wasser, um das Fell zu reinigen. Einem derartig durchgeführten Einweichvorgang folgt danach ein Gerbvorgang, in dem das Leder oder die Haut nach dem Entfernen des Kalks (Entkalken) und Waschen mit Wasser und ebenfalls nach Einweichen in einem schwach saurem wäßrigen Medium gegerbt wird. Gerbverfahren werden grob in das Chromgerben und das Pflanzliche Gerben eingeteilt, welche verschiedene Affinitäten für Farbstoffe gemäß ihrer ionischen Eigenschaften zur Verfügung stellen. Im Allgemeinen hat in dem Fall, wenn Chromgerben durchgeführt wurde, das behandelte Produkt eine Affinität zu anionischen Farbstoffe, und in dem Fall, wenn Pflanzliches Gerben durchgeführt wird, eine Affinität zu kationischen Farbstoffen. Diese Gerbarten können geeigneterweise gemäß dem Zustand des fertiggestellten Leders und der in der Färbung verwendeten Farbstoffsorten ausgewählt werden.

In dem vorliegenden Beispiel wurde Pferdehaut als ein Rohleder verwendet. Das Leder wurde dem vorherigen Einweichvorgang unterzogen und danach durch Chromgerben behandelt, gefolgt durch eine Färbevorbehandlung mit Entwässern, Rasieren und entpickelnder Neutralisation, um eine Haut zum Färben zu erhalten. Um die Affinität eines Färbematerials in dem nachfolgenden Tintenstrahlfärben sicher zu stellen, wurde die Haut weiterhin einer Füllbehandlung unter Verwendung einer Harnstofflösung von Kasein unterzogen. Ein in diesem Schritt verwendeter Füllstoff war eine herkömmlicherweise bei der Lederfärbung verwendete Lösung. Es ist ebenfalls möglich eine Lösung von Acrylat oder Urethan zu verwenden. Das derartig behandelte Leder wurde durch in Stücke schneiden aufgeteilt, um Abmessungen entsprechend den langen Seiten der A3-Größe zu haben und wurde danach in ein Leder 1 ausgebildet, um so ausgeformt zu sein, das es durch ein Farbmediumtransportweg eines Tintenstrahllederfärbegeräts 3 gehen kann.

Das nachfolgend auf dem derart erhaltenen Leder durchgeführte Lederfärben wird hier beschrieben. Das wie vorher beschrieben geschnittene Leder wird auf der Stromaufwärtsseite der Transportrichtung von paarweisen Transportrollen (einer Transportantriebsrolle 23 und einer Transportfolgerolle 24 gesetzt), welche als eine Einrichtung zum Transport des Lederfärbemediums in dem Tintenstrahllederfärbegerät 2 dienen. Nachdem das Tintenstrahllederfärben fertig gemacht wurde und der Färbeschritt beginnt, wird zunächst die Transportantriebsrolle 23 und die Transportfolgerolle 24, die der Ersten in der Rotation zu folgen beginnt, und das mit der Transportantriebsrolle 23 Ende an Ende gesetzte Leder 1 wird in den Druckkontaktabschnitt der rotierenden paarweisen Transportrollen gezogen, so dass das Leder 1 automatisch an die Transporteinrichtung angepasst wird. Dann wird gleichzeitig mit dem Transport des Leders 1 eine Tintenstrahlfärbeanordnung 22, vorgesehen auf dem Transportpfad, betrieben, um das Färben auf dem Leder 1 gemäß der Abbildungsdaten durchzuführen. Das gefärbte Leder 1 wird aus dem Tintenstrahllederfärbegerät nach Abschluss des Färbens abgegeben und wird natürlich getrocknet. Das durch diese Schritte gefärbte Leder wird danach Flüssigfetten unter Verwendung von Fett und Öl, wie etwa Fischöl oder Pflanzenöl unterzogen, wonach der Gerbschritt abgeschlossen ist. Der hier durchgeführte Schritt des Flüssigfettens kann von jedem herkömmlichen Verfahren gefolgt werden. In dem vorliegenden Beispiel wurde das Flüssigfetten bei 55°C für 30 Minuten unter Verwendung einer Trommel, mit einer durch Mischen von Olivenöl erzeugten Lösung durchgeführt. So wurde ein mit Weichheit und Festigkeit ausgestattetes Leder erhalten.

Das auf diese Art und Weise erzeugte gefärbte Leder wird weiter zu einem Fertigstellungsvorgang mit Ausrecken, Trimmen und Glätten transportiert, gefolgt durch für verschiedene Zwecke notwendige Verarbeitung, um ein Lederprodukt zu erhalten.

Das in der vorliegenden Erfindung verwendete Tintenstrahllederfärbegerät 2 wird im Folgenden beschrieben.

Die 2 veranschaulicht die Hauptteile eines Beispiels des Aufbaus des in dem vorliegenden Beispiel verwendeten Tintenstrahllederfärbegeräts. In der 2 ist ein Schlitten 26 mit einer integrale Färbekopfkartusche 22 verbunden, integral erzeugt mit vier Tintenbehältern 21 entsprechend gefüllt mit Schwarz, Zyan, Magenta und Gelb, vier Farbtinten und vier Tintenstrahlfärbeköpfen 3, zum entsprechenden Ausstoß der vier Farbtinten. Diese Tintenbehälter sind mit den im Folgenden gezeigten Tinten (A) bis (D) gefüllt. Im Folgenden steht „%" für „Gew.-%", falls nicht anders angegeben.

Zusammensetzung der Tinte (A): Säurefarbstoff (C. I. Säurebraun 13) 2% Säurefarbstoff (C. I. Säureorange 67) 1,5% Säurefarbstoff (C. I. Säureblau 92) 0,5% Thiodiglycol 5% Isopropylalkohol 3% Kaliumsulfat 0,01% Natriummetasilicat 0,001% Eisen(III)-sulfat 0,0005% Nickelsulfat 0,0003% Zinksulfat 0,0003% Wasser Rest

Alle vorhergehenden Bestandteile wurden gemischt und die erhaltene Mischung wurde mit Natriumhydroxid auf pH 8,2 eingestellt und dann für 2 Stunden gerührt, gefolgt durch Filtration unter Verwendung eines Fluoroporfilters FP-100 (Handelsname; erhältlich von Sumitomo Electric Industries, Ltd., dieser ist im Folgenden der gleiche), um die Tintenstrahllederfärbetinte (A) zu erhalten.

Zusammensetzung der Tinte (B): Säurefarbstoff (C. I. Säureblau) 9% Thiodiglycol 23% Triethylenglycolmonomethylether 6% Kaliumchlorid 0,05% Natriummetasilicat 0,001% Eisen(III)-chlorid 0,0005% Zinkchlorid 0,0003% Wasser Rest

Alle vorhergehenden Bestandteile wurden gemischt und die erhaltene Mischung wurde mit Natriumhydroxid auf pH 8,3 eingestellt und dann für 2 Stunden gerührt, gefolgt durch Filtration unter Verwendung eines Fluoroporfilters FP-100, um die Tintenstrahllederfärbetinte (B) zu erhalten.

Zusammensetzung der Tinte (C): Säurefarbstoff (C. I. Säurerot 266) 7% Thiodiglycol 15% Diethylenglycol 10% Tetraethylenglycoldimethylether 5% Kaliumchlorid 0,04% Natriumsulfat 0,01% Natriummetasilicat 0,001% Eisen(III)-chlorid 0,0005% Nickelchlorid 0,0002% Wasser Rest

Alle vorhergehenden Bestandteile wurden gemischt und die erhaltene Mischung wurde mit Natriumhydroxid auf pH 7,9 eingestellt und dann für 2 Stunden gerührt, gefolgt durch Filtration unter Verwendung eines Fluoroporfilters FP-100, um die Tintenstrahllederfärbetinte (C) zu erhalten.

Zusammensetzung der Tinte (D): Säurefarbstoff (C. I. Säure gelb 110) 7% Thiodiglycol 24% Diethylenglycol 11% Kaliumchlorid 0,004% Natriumsulfat 0,002% Natriummetasilicat 0,001% Eisen(III)-chlorid 0,0005% Wasser Rest

Alle vorhergehenden Bestandteile wurden gemischt und die erhaltene Mischung wurde mit Natriumhydroxid auf pH 8,4 eingestellt und dann für 2 Stunden gerührt, gefolgt durch Filtration unter Verwendung eines Fluoroporfilters FP-100 um die Tintenstrahllederfärbetinte (D) zu erhalten.

Das Tintenstrahllederfärbegerät des vorliegenden Beispiels wird wie im Folgenden beschrieben betrieben. In dem vorliegenden Beispiel wird, wie in der 2 gezeigt, um stabil den Tintenstrahlfärbebereich des Leders 1 zuzuführen, welches gegerbt und in die angegebene Größe geschnitten wurde, ein geneigtes Zufuhrfach 25 vorgesehen, so dass es gerade zwischen der Transportantriebsrolle 23 und der Transportfolgerolle 24 eingefügt wird. In diesem Zustand, da die Transportantriebsrolle 23 rotierend in die Richtung eines Pfeils A angetrieben wird, wird das Leder 1 durch den Druckkontaktabschnitt der paarweisen Transportrollen geführt und schrittweise zu dem Tintenstrahllederfärbebereich geführt. Der Schlitten 26 ist so ausgelegt, dass er in der Ausgangsposition (nicht gezeigt) sich befindet, falls ein Färben durchgeführt oder der Tintenstrahlfärbekopf für seine Instandsetzung betrieben wird.

Bevor das Färben beginnt, bewegt sich der Schlitten 26, der sich bei der in der Zeichnung gezeigten Position (Ausgangsposition) befindet, entlang eines Schlittenführungsschafts 27 durch Anordnung des Färbebeginns, währenddessen die vier Farbtinten aus mehreren Düsen des Tintenstrahlfärbekopfs in Übereinstimmung mit Färbesignalen ausgestoßen werden, während sie auf der Grundlage von Lesesignalen eines linearen Impulsgebers getaktet werden. Folglich wird ein Druck in einer Färbebreite d auf der Färbeoberfläche erzeugt. Bei dem Färbeabtasten treffen Tinten auf die Färbeoberfläche in der Reihenfolge schwarze Tinte, zyanfarbene Tinte, magentafarbene Tinte und gelbe Tinte auf, um Punkte zu bilden. Nachdem einmal die Tintenabgabe aufgrund der Abbildungsdaten zu dem Ende der Färbeoberfläche beendet wurde, kehrt der Schlitten 26 in die Ausgangsposition zurück und der Tintenausstoß wird auf einer nächsten Linie wieder durchgeführt. Nachdem dieses erste Färben vollständig ist und bevor das zweite Färben beginnt, dreht sich die Transportantriebsrolle 23, um das Leder 1 mit der Färbebreite d zu transportieren. Auf diese Weise wird das Färben durch den Tintenstrahlfärbekopf in der Färbebreite d für jede Abtastung des Schlittens und der Transport des Leders wiederholt bis die Abbildungserzeugung auf der Färbeoberfläche vollständig ist. Zum Zeitpunkt des Abschluß des Färbens wird das gefärbte Leder durch die Transporteinrichtung ausgegeben und zu dem selben Zeitpunkt wird eine Platte 28, die eine glatte Färbeoberfläche während des Färbens bildete, in der Richtung der Ausgabe geneigt, so dass sie zu der Ausgabe an dem hinteren Ende des Geräts beiträgt. Um diese Ausgabe zu unterstützen kann eine Einrichtung wie etwa Stirnrollen an der Seite stromabwärts des Färbebereiches vorgesehen werden.

In dem Falle von Ledern kann ihre Dicke in Abhängigkeit von der Sorte der Rohhaut und der Art und Weise der Durchführung des Einweichvorgangs und des Gerbvorgangs schwanken. Folglich ist es wirkungsvoller einen Mechanismus vorzusehen, der den Abstand zwischen der Tintenausstoßfläche der integrierten Kopfkartusche 22 und der Platte 28 in Übereinstimmung mit der Stärke des Leders auf dem das Färben durchzuführen ist, variabel festsetzt.

Die 3 veranschaulicht den Aufbau des Tintenstrahlkopfs 3, von dem die Tinten ausgestoßen werden. Ein Ende eines Verdrahtungssubstrats 30 wird mit dem Verdrahtungsabschnitt eines Heizbretts 31 wechselseitig verbunden. An einem anderen Ende des Verdrahtungssubstrats 30 werden eine Mehrzahl von Belägen vorgesehen, welche mit elektrischen Energie-Wärmeenergieumwandlern für den Empfang von elektrischen Signalen, ausgesendet von dem Hauptkörpergerät, korrespondieren. Folglich können die von dem Hauptkörpergerät ausgesendeten elektrischen Signale zu den entsprechenden elektrischen Energie-Wärmeenergieumwandlern zugeführt werden. Eine aus Metall erzeugte Stütze 32, zum Stützen der Rückseite des Verdrahtungssubstrats 30 auf der Ebene, dient als eine Bodenplatte für die Tintenstrahlfärbeeinheit. Eine Pressfeder 33 hat i) ein Element gebildet um eine im Wesentlichen U-förmige Biegung in seinem Querschnitt zu haben, um linear elastisch den Bereich neben einem Tintenausstoßauslass einer mit Nuten versehenen genuteten Kopfplatte 34 zu pressen, um eine innere Wand der Düse zu werden, ii) hakenförmige Krallen, die Relieflöcher vorgesehen in der aus Metall erzeugten Stütze 32 nutzen, und iii) ein Paar hinterer Beine für die Aufnahme der auf die Feder wirkenden Kraft auf die Metallstütze 32.

Aufgrund der Kraft dieser Feder wird das Verdrahtungssubstrat 30 in Druckkontakt mit der genuteten Kopfplatte 34 befestigt. An die Stütze wird das Verdrahtungssubstrat 30 durch Verbinden von ihnen mit einem Klebstoff oder ähnlichem befestigt.

An dem Ende eines Tintenzufuhrrohrs 35 wird ein Filter 36 vorgesehen. Ein Tintenzufuhrelement 37 wird durch Ausformen erzeugt und die genutete Kopfplatte 34 wird integral mit Fließpfaden versehen, die zu einer Ausflussöffnungsplatte 341 und Tintenzufuhröffnungen führen. Das Tintenzufuhrelement 37 kann einfach an die Stütze 32 durch Erzeugen von zwei Stiften (nicht gezeigt) durch zwei Löcher 38 bzw. 39 der Stütze 32 ragen und durch thermisches Verschmelzen von ihnen fixiert werden. Wenn sie fixiert sind, wird der Spalt zwischen der Ausflussöffnungsplatte 341 und dem Tintenzufuhrelement 37 versiegelt, und ebenfalls wird der Spalt zwischen der Ausflussöffnungsplatte 341 und dem Vorderende der Stütze 32 durch in der Stütze 32 vorgesehene Nuten 321 vollständig versiegelt.

Die 4 zeigt die Struktur einer vierköpfigen integralen Tintenstrahlkartusche 22 in dem Zustand, dass ihre Tintenbehälter entfernt wurden, wobei die oberen vier Köpfe 3, die entsprechend die schwarze, zyanfarbene, magentafarbene und gelben vier Tinten ausstoßen können, integral mit einem Rahmen 50 zusammengesetzt sind. Die vier Köpfe werden in dem Rahmen 50 in gegebenen Abständen eingepasst und ebenfalls in dem Zustand fixiert, in dem ihre Positionen in der Düsenanordnungsrichtung eingestellt wurden. In dem vorliegenden Beispiel werden ihre Positionen unter Verwendung einer mechanischen Standardebene des Kopfes eingestellt, so dass wechselseitige Tintentröpfchenauftreffpositionen der entsprechenden Farben in einer verbesserten Genauigkeit sein können. Um die Genauigkeit weiter zu verbessern, können die wechselseitigen Tintentröpfchenauftreffpositionen für die entsprechenden Farben direkt auf der Basis der durch Messung der Tintentröpfchenauftreffpositionen erhaltenen Daten eingestellt werden, während in dem Zustand gerade Tinten ausgestoßen werden, wobei die Köpfe provisorisch in den Rahmen eingepaßt sind. Das Bezugszeichen 51 bezeichnet eine Abdeckung des Rahmens; und 53 Verbindungsstücke zur Verbindung der auf dem Verdrahtungssubstrat 30 vorgesehenen Unterlagen mit den elektrischen Signalen, ausgesendet von dem Hauptkörperfärbegerät. Der integrale Zusammenbau der vier Köpfe ist nicht nur vorteilhaft in der Handhabung, sondern ebenfalls wirkungsvoll zur Verbesserung der wechselseitigen Tintentröpfchenauftreffpositionen der Köpfe, wie vorher angegeben, und ist ebenfalls sehr wirkungsvoll für den Abbau der Anzahl der Signallinienverbindungen mit dem Hauptkörperfärbegerät. Zum Beispiel können Signalleitungen, wie etwa GND-Leitungen, die den vier Köpfen gemeinsam sind, auf einem Verbindungssubstrat 52 gemeinsam erzeugt werden, um direkt die Anzahl der Leitungen zu senken. Ebenfalls können Färbesignalleitungen gemeinsam erzeugt werden, wenn ein integriertes Schaltkreissubstrat vorgesehen wird, so dass die Köpfe zeitunterteilt für jeden Kopf gesteuert werden. Eine derartige Abnahme in der Anzahl der elektrischen Verbindungen ist wirkungsvoll in einem Gerät mit vielen Signalleitungen, wie in Färbemaschinen oder Kochgeschwindigkeitsfärbemaschinen mit mehreren Düsen.

Wie vorher beschrieben, wird der herkömmliche Schritt des Färbens unter Verwendung des Tintenstrahllederfärbegeräts durchgeführt, so dass das Färben, das die meiste Zeit bei dem Färbe- und Flüssigfettvorgang, einschließlich Entwässern, Rasieren und entpickelnder Neutralisation in einer herkömmlichen Art und Weise in Anspruch nimmt, welches bisher nahe zu einen Tag benötigte, kann nun in wenigen zehn Minuten abgeschlossen werden, und ebenfalls wurde eine vielfarbige Fertigstellung ohne Verwendung von Platten möglich.

Beispiel 2

Dieses Beispiel veranschaulicht ein Verfahren, in dem das Flüssigfetten nach dem Lederfärben ebenfalls durch Anwendung der vorliegenden Erfindung unter Verwendung eines Tintenstrahlfärbegerätes durchgeführt wird. Hierbei sind die Schritte bis zum Schritt vor dem Färben, d. h. dem Einweichvorgang, der Gerbvorgang und das Entwässern, das Rasieren und die entpickelnde Neutralisation, die gleichen wie im Beispiel 1 und auf die Beschreibung davon wird verzichtet. Das Leder für das Färben wurde bis zur entlakenden Neutralisation behandelt, wird in A3-Größe geschnitten und wird zu einem Lederfärbebereich geführt, wo das Färben durch Tintenstrahlfärben durchgeführt wird. Das Tintenstrahlfärben in diesem Lederfärbebereich kann unter Verwendung des gleichen Geräts wie dem in Beispiel 1 verwendeten durchgeführt werden. Das dem Färben unter Verwendung des Tintenstrahllederfärbegeräts unterzogene und daraus abgegebene Leder wird nachfolgend in einen Trockner geführt und dort für 50°C für 1 Minute getrocknet, um eine Fixierung der durch das Färben erzeugten Abbildung durchzuführen.

Danach wird das Leder zu einer Flüssigfettvorrichtung transportiert und einem Flüssigfetten unterzogen. Falls hier Tintenstrahlen verwendet wird, müssen Fette und Öle dazu gebracht werden zu fliegen und die Punktdichte muss nicht feiner eingestellt werden als in dem Fall, falls Abbildungen erzeugt werden. Auf Grund dieser Punkte ist ein Tintenstrahlsystem, welches einen elektrischen Energie-Wärmeenergieumwandler einsetzt bevorzugt, d. h. ein Tintenstrahlsystem, in dem Tintentröpfchen mittels einer piezoelektrischen Vorrichtung zum Fliegen gebracht werden, für das Tintenstrahlfärbegerät unter Verwendung eines elektrischen Energie-Wärmeenergieumwandlers, beschrieben in dem vorhergehenden Färben. In dieser Flüssigfettenvorrichtung wird die Trommelbehandlung nach dem Aufbringen von Fetten und Ölen durchgeführt. Gemäß dem vorliegenden Beispiel können die in diesem Flüssigfetten verwendeten Lösungen bevorzugt diejenigen mit einer relativ niedrigen Viskosität sein, unter Berücksichtigung der Leistung beim Ausstoßen. In diesem Beispiel wurde Kastoröl mit einer Viskosität von 100 cP bei 25°C verwendet. Das diesem Flüssigfetten unterzogene Leder wird nachfolgend zu dem Fertigstellungsvorgang geführt und folglich wird ein Lederprodukt erhalten.

Wie vorher beschrieben, da die Vorgänge des Färbens und Flüssigfettens unter Verwendung eines Tintenstrahl-Lederfärbegerätes durchgeführt wird, kann natürlich die für das Färben und Flüssigfetten erforderliche Zeit verkürzt und die das Färben betreffenden Schritte können mit Leichtigkeit als ein kontinuierlicher Ablauf automatisiert werden, um eine Verringerung der Verarbeitungskosten zu ergeben.

Durch Kombination derartiger Behandlungsschritte wurde es weiterhin möglich, Abbildungen auf Leder in einer guten Effizienz zu erzeugen und ebenfalls die Schritte bis zu der Fertigstellung zu automatisieren. Derartig ergaben die Kombinationen der Behandlungsschritte ebenfalls die Vorteile, dass die Behandlung von vielen Sorten in kleinen Mengen und die Darstellung von vielfarbigen und hochfeinen Abbildungen selbstverständlich erzeugt werden können und ebenfalls kann das Problem einer Entsorgung von überschüssigen Behandlungslösungen geklärt werden.

Folglich können Lederprodukte mit hoher Abbildungsqualität und einer hohen Produktqualität ohne irgendeine Begrenzung auf die Verwendung von herkömmlichen Ledern und ohne einem großen Anstieg in den Produktionskosten und dem Zeitverbrauch erhalten werden.


Anspruch[de]
  1. Lederfärbeverfahren zur Durchführung der Färbung eines natürlichen Leders mit den Schritten:

    (i) Vorsehen eines natürlichen Leders;

    (ii) Entfetten nur eines Teilbereichs des natürlichen Leders, auf welchem Tintenstrahlfärben durchzuführen ist;

    (iii) Durchführen von Tintenstrahlfärben auf der entfetteten Fläche des natürlichen Leders; wobei das Verfahren ferner die Schritte umfasst:

    (iv) Flüssigfetten der entfetteten und tintenstrahlgefärbten Fläche des aus dem Schritt (iii) resultierenden natürlichen Leders mit einer Tintenstrahleinrichtung.
  2. Lederfärbeverfahren nach Anspruch 1, wobei das natürliche Leder eine tintenempfangende Schicht in dem entfetteten Bereich hat, wobei die tintenempfangende Schicht die Fixierung einer darauf im Schritt (iii) aufgebrachten Tinte beschleunigt.
  3. Lederfärbeverfahren nach Anspruch 1, welches ferner einen Schritt des Erwärmens des natürlichen Leders auf eine Temperatur von nicht mehr als 60°C umfasst, um so die Fixierung einer auf das natürliche Leder im Schritt (iii) aufgebrachten Tinte zu beschleunigen.
  4. Lederfärbeverfahren nach Anspruch 3, wobei der Schritt des Erwärmens während des Verlaufs des Lederfärbens durchgeführt wird.
  5. Lederfärbeverfahren nach Anspruch 3, wobei der Schritt des Erwärmens nach der Lederfärbung durchgeführt wird.
  6. Lederfärbeverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, welches ferner einen Schritt des Übertragens eines Färbematerialfixierungsmittels auf den gefärbten Bereich des Leders umfasst, und der Schritt des Übertragens eines Färbematerialfixierungsmittels vor dem Schritt des Flüssigfettens durchgeführt wird.
  7. Lederfärbeverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Schritt (iii) einen Unterschritt des Aufbringens einer wässrigen Tintenstrahltinte auf das Leder des Schritts (i) umfasst.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com