PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202004001553U1 01.07.2004
Titel Mondkalender in Kombination mit dem gregorianischen Kalender
Anmelder Wesseler, Jürgen, Dr., 24113 Kiel, DE
DE-Aktenzeichen 202004001553
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 01.07.2004
Registration date 27.05.2004
Application date from patent application 03.02.2004
IPC-Hauptklasse G09D 3/02

Beschreibung[de]
A) Stand der Technik

Die meisten im Handel erhältlichen Mondkalender gliedern sich nach den Monaten des gregorianischen Kalenders und enthalten als Zusatzinformation die Mondphase. Es gibt im wesentlichen in zwei Ausführungen:

  • 1) normaler, nach Monaten oder Wochen gegliederter gregorianischer Kalender mit zusätzlicher Information über den Stand des Mondes und eventuell seiner Wirkung,
  • 2) tabellarische Jahresübersicht nach Monaten und Tagen mit einer Abbildung der Mondphase für jeden Tag des Jahres.

Des weiteren gibt es Mondkalender, die nach Tierkreiszeichen in denen der Mond steht und Mondphasen gegliedert sind. Ein Kalenderblatt enthält dabei z.B. alle Tage, in denen der Mond im Widder steht und an denen die Mondphase zunehmend ist. Da sich der Mond nur 2 – 3 Tage innerhalb eines Tierkreiszeichens befindet, muss man alle 2 – 3 Tage vor- oder zurückblättern.

Eine weitere Form eines Mondkalenders stellt das Gebrauchsmuster DE29802577U1 dar. Hier kann der Benutzer die Mondphase einstellen, die Mondphase selbst geht jedoch nicht aus dieser Erfindung hervor. Der Benutzer muss die aktuelle Mondphase zunächst in einem anderen Kalenderwerk nachschlagen.

Als eine Art mechanischen, zyklischen Mondkalender kann man Uhren auffassen, die sowohl eine Datumsanzeige als auch eine Anzeige der Mondphase besitzen ( z. B. DE 2944747A1). Die Anzeige der Mondphase geschieht dort in einem zentralen Fenster. Solche mechanischen Uhren gehen von einer konstanten Mondbewegung aus. Der Zeitraum von Neumond bis Vollmond wird mit näherungsweise 14,77 Tagen angezeigt. Das ist der langjährige Durchschnitt dieses Zeitraumes. Von Monat zu Monat schwankt aber der Zeitraum von Neumond bis Vollmond im Bereich von 13,5–16 Tagen (z.B. im Jahr 1982). Diese Schwankungen, die ihre Ursache in der etwas elliptischen Bahn des Mondes um die Erde haben, werden von mechanischen Uhren nicht angezeigt, Es kommt also zu Fehlanzeigen von bis zu einem Tag. Auch in Patent DE 3918647C2 ist die Mondphasenanzeige durch ein festes Zahnradverhältnis (57, 59) gelöst. Schwankungen des Zeitraumes von Neumond zu Vollmond werden nicht dargestellt. Es sei hier daraufhingewiesen, dass die Schwankungen des Zeitraumes von Neumond bis Neumond viel geringer sind. Ein Mondzyklus dauert also relativ konstant 29,53 Tage.

B) Problem

Mondkalender teilen die Zeit nach den Mondphasen ein. Der bei uns übliche gregorianische Kalender richtet sich nach dem Sonnenjahr. Die Mondphasen werden vom gregorianischen Kalender nicht berücksichtigt. Ein Problem liegt also darin, einen Kalender, der nach dem Hauptzyklus der Mondphasen gegliedert ist, mit dem gregorianischen Kalender zu kombinieren.

Der Mond bewegt sich auf einer kreisähnlichen (leicht elliptischen) Bahn um die Erde. Entsprechend dieser Bewegung sollte ein Mondkalender radiärsymmetrisch aufgebaut sein: der Winkel von Neumond über Vollmond zu Neumond sollte 360 Grad entsprechen.

Der Zeitraum von Neumond bis Vollmond sowie der Zeitraum von Vollmond bis Neumond ist von Monat zu Monat unterschiedlich lang. Von einem Mondkalender ist eine exakte Darstellung dieses Zeitraumes zu erwarten.

C) Lösung

Zyklische Ereignisse, wie der Wechsel der Mondphasen, lassen sich auf radiärsymmetrischen Skalen abbilden. Für die zyklische Darstellung der Mondphasen eines Jahres werden im vorliegenden Gebrauchsmuster die beiden Kalenderzyklen – Mondphasen und Monate – miteinander kombiniert, so dass nun der aktuelle Tag des Monats (gregorianischer Kalender) direkt auf die Mondphase verweist. Das ist mittels einer äußeren Skala M (vgl. Zeichnung) und einer inneren Skala G realisiert. Auf beiden Skalen ist die Stellung des Mondes relativ zur Achse Sonne/Erde abgebildet (synodische Darstellung). Die Skalen unterscheiden sich jedoch in Ihrer Einteilung:

  • Skala M: Der Hauptzyklus der Mondphasen befindet sich auf der äußeren Skala. Hier sind die Winkel vom Mond zur Achse Sonne/Erde während bestimmter Mondphasen dargestellt: Neumond = 0 Grad, Vollmond = 180 Grad.
  • Skala G: Der Zyklus der Monate ist auf der inneren Skala abgebildet. Dargestellt ist für jeden Tageswechsel (Mitternacht) des gregorianischen Kalenders der Winkel, in dem sich der Mond zur Achse Sonne/Erde befindet. Diese Skala hat also eine Tageseinteilung, wobei sich bei genauer Berechnung der täglichen Position des Mondes für jeden Tageswechsel des Jahres ein anderer Winkel ergibt. Auf dieser Skala wird die Transformation zu den Zeiträumen hergestellt: die Winkelveränderung des Mondes (synodisch) von Tag zu Tag. Nach dem Durchlaufen eines Mondzyklus kommt es zu Überschneidungen der Winkel (vgl. Zeichnung., 1ter und 31ter Januar). Die Tageswechselwinkel sind für jeden Monat auf ein Blatt aufgetragen. Deshalb gibt es für jeden Monat des Jahres ein eigenes Kalenderblatt, dass winkeltreu zur der äußeren Skala M der Mondphasen angebracht ist.
D) Erreichte Vorteile

Mit Hilfe zweier radiärsymmetrischer Skalen, die aufeinander verweisen, ist es gelungen, den nach dem Jahresgang der Sonne ausgerichteten gregorianischen Kalender auf den Zyklus der Mondphasen zu beziehen. Dabei ist der Zyklus der Mondphasen als Kreis abgebildet. Dadurch ist der Kalender sehr anschaulich.

Die Monate des gregorianischen Kalenders sind, wie üblich, auf abreißbaren Kalenderblättern aufgetragen. Das gewohnte monatliche Abreißen eines Kalenderblattes bleibt erhalten.

Es wurde erreicht, dass die Schwankungen des Zeitraumes von Neumond bis Vollmond sowie des Zeitraumes von Vollmond bis Neumond exakt abgebildet sind.

E) Weitere Ausgestaltung

In dem zyklischen Mondkalender ist ein drehbarer Tageszeiger aus Papier in einer Weise installiert, wie es in dem US-Patent 3,103,080 von 1963 erwähnt ist. Darüber hinaus wird der Stand des Mondes im Himmelsäquator dargestellt. Üblicherweise wird der Himmelsäquator in Tierkreiszeichen mit je 30 Grad eingeteilt. Diese Einteilung ist, synodisch transformiert mit 27,76 Grad, in den Mondkalender übernommen.

F) Ausführungsbeispiel

Auf einer festen Pappe P ist im äußeren Bereich die Skala der Mondphasen M aufgetragen. Der Neumond ist unten dargestellt, der Vollmond oben. Auf die Pappe ist ein Block mit 12 abreißbaren Kalenderblättern K aufgeklebt. Auf jedem dieser Kalenderblätter befindet sich eine Skala G mit einzelnen Tageswechselwinkeln T der Mondstellung relativ zur Achse Sonne/Erde. Die Winkeldifferenz zwischen zwei Tageswechseln bezeichnet also den Winkel, den der Mond innerhalb des Tages relativ zur Achse Sonne/Erde zurücklegt. Die Tage sind auf dem Kalenderblatt jeweils mit Datum und Wochentag des gregorianischen Kalenders bezeichnet. Die Kalenderblätter besitzen in der Mitte einen kreisrunden Ausschnitt A. In der Pappe P ist ein Zeiger Z drehbar gelagert. Das Einstellen des Zeigers auf das aktuelle Datum muss per Hand durchgeführt werden.


Anspruch[de]
  1. Mondkalender in Kombination mit dem gregorianischen Kalender, dadurch gekennzeichnet, dass auf monatlichen Kalenderblättern für jeden Tageswechsel des Monats folgender Winkel aufgetragen ist: Winkel des Mondes relativ zur Achse Sonne/Erde. Dieser Schutzanspruch erstreckt sich auch auf eine Winkeldarstellung in entgegengesetzter Drehrichtung.
  2. Mondkalender in Kombination mit dem gregorianischen Kalender, dadurch gekennzeichnet, dass die Kalenderblätter nach Schutzanspruch 1 auf einer Pappe befestigt sind, auf der sich eine Skala der Mondphasen mit folgender Winkeleinteilung befindet: Neumond – Vollmond 180 Grad, Vollmond – Neumond 180 Grad.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com