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Dokumentenidentifikation DE69818247T2 01.07.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000977646
Titel WINKELEINSTELLBARES ANFASWERKZEUG
Anmelder Kennametal Inc., Latrobe, Pa., US
Erfinder FOWLER, L., Jeremy, Hickory, US;
ADCOCK, S., Craig, Knightdale, US;
HARTSHORN, E., Jeffrey, Greensburg, US;
VOGEL, C., Laura, Raleigh, US
Vertreter Prinz und Partner GbR, 81241 München
DE-Aktenzeichen 69818247
Vertragsstaaten DE, ES, GB, IT, NL, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 07.04.1998
EP-Aktenzeichen 989145651
WO-Anmeldetag 07.04.1998
PCT-Aktenzeichen PCT/US98/06886
WO-Veröffentlichungsnummer 0098047654
WO-Veröffentlichungsdatum 29.10.1998
EP-Offenlegungsdatum 09.02.2000
EP date of grant 17.09.2003
Veröffentlichungstag der Übersetzung europäischer Ansprüche 17.08.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.07.2004
IPC-Hauptklasse B23B 51/10
IPC-Nebenklasse B23C 5/10   B23C 5/24   B23B 27/16   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Diese Erfindung betrifft allgemein Werkzeughalter mit einer Anordnung zum Verstellen des Anstellwinkels einer Schneideinsatzkante mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1.

Anfasschaftfräser sind im Stand der Technik bekannt. Solche Schaftfräser umfassen allgemein einen drehbaren Schaft, einen Schaftfräserkörper mit einer radial ausgerichteten Wand und einen Schneideinsatz, der in einer Tasche in der radial ausgerichteten Wand gesichert ist. Der Schaftfräserkörper kann in einem kegelstumpfförmigen Abschluß enden, und der Schneideinsatz kann eine gerade Schneidkante haben, die knapp über den kegelstumpfförmigen Abschluß des Schaftfräserkörpers hinausragt. Die Schneidkante des Einsatzes ist um einen gewünschten Anfaswinkel bezüglich der Rotationsachse des Schaftfräsers geneigt, der zum Beispiel 45° sein kann. Solche Anfasschaftfräser werden benutzt, um die Kanten von Bohrungen, Ecken oder andere scharfe Oberflächen anzufasen, die im Verlauf eines Bearbeitungsverfahrens erzeugt wurden.

Die Montage des Schneideinsatzes in solchen Anfasschaftfräsern nach dem Stand der Technik begrenzt sie beim Anfasen der Kanten eines Werkstücks auf nur einen einzigen Anfaswinkel. Bearbeitungsverfahren erfordern jedoch oft das Schneiden von Fasen verschiedener Winkel. Falls das Werkstück zum Beispiel eine Ablaufplatte mit mehreren kreisförmigen Ablauflöchern ist, wäre der Anfaswinkel um die Kanten jedes Lochs vorzugsweise 30°, um das Ablaufen zu unterstützen. Im Gegensatz dazu wäre in dem Fall, in dem die Fase dazu genutzt wird, ein Maschinenteil in ein knapp passendes Loch oder eine Öffnung zu führen, ein Anfaswinkel von ungefähr 60° nützlich, um eine schnelle Ausrichtung und Zusammenpassung der zwei Maschinenbauteile zu erleichtern.

In der Vergangenheit erforderte der Bedarf zur Herstellung von Anfasschnitten verschiedener Winkel den Einsatz von unterschiedlichen Schaftfräsern. Für kleine mechanische Werkstätten führt die Notwendigkeit des Kaufs und des Vorhaltens einer Vielzahl von verschiedenen Schaftfräsern, um Fasen von 30°, 45°, 60° etc. herzustellen, zu einer unerwünschten Belastung der finanziellen Ressourcen solcher Werkstätten. Sie erfordert weiter den Wechsel des Anfasschaftfräsers immer dann, wenn der Bediener der Maschine Fasen verschiedenen Winkels schneiden möchte, wodurch die Zeit und der Aufwand erhöht werden, die notwendig sind, um eine bestimmte Abfolge von Bearbeitungsverfahren abzuschließen.

Die DE 44 36 779 A, die als nächstkommender Stand der Technik angesehen wird und mit dem Oberbegriff von Anspruch 1 übereinstimmt, offenbart einen Werkzeughalter mit einem Schneideinsatz, der in einem Halter montiert ist, der sich entlang eines bogenförmigen Wegs bewegt, der durch eine Schwalbenschwanzführung und ein passendes Fußstück am Halter definiert ist. Der Halter ist jedoch nur an einem Ende gesichert, indem zwei Platten, von denen jede einen Teil der Schwalbenschwanzführung bildet, über dem Fußstück festgeklemmt werden. Außerdem ist die Schwalbenschwanzführung schwierig herzustellen.

Es besteht offensichtlich Bedarf für einen einzigen Anfasschaftfräser, der einfach herzustellen und dazu in der Lage ist, verschiedene Anfasschnitte bei einer Vielzahl von Winkeln auszuführen, um die Notwendigkeit zum Vorhalten je eines separaten Frässchneiders für jeden Anfasschnittwinkel zu beseitigen. Idealerweise könnte ein solcher Frässchneider eingestellt werden, um Fasen mit verschiedenen Winkeln schnell und leicht zu schneiden, um so die Zeit und den Aufwand zu minimieren, die erforderlich sind, um die Bearbeitungsverfahren abzuschließen. Schließlich sollte ein solcher Frässchneider dazu in der Lage sein, seinen Schneidansatz bei verschiedenen Anfaswinkeln genau und fest zu halten, um genaue und hochwertige Anfasschnitte zu erzeugen.

Zusammenfassung der Erfindung

Im weitesten Sinne ist die Erfindung ein Werkzeughalter, wie ein Schaftfräser, mit einem schwenkbar gelagerten Schneideinsatz, der dazu in der Lage ist, ein Werkstück bei irgendeinem von mehreren diskreten Winkeln zu schneiden, mit den Merkmalen, die im Anspruch 1 gezeigt sind. Der Schaftfräser der Erfindung umfaßt allgemein einen drehbaren Schaft, einen Schaftfräserkörper, der mit einem Ende des Schafts verbunden ist und eine im wesentlichen radial ausgerichtete Wand hat, einen Schneideinsatz mit mindestens einer geraden Schneidkante und einer Befestigungsbaugruppe zur schwenkbaren Lagerung des Einsatzes an der radial ausgerichteten Wand des Schaftfräserkörpers. Eine Feststellschraube sichert die Befestigungsbaugruppe in einer ausgewählten Schwenkstellung, um die gerade Schneidkante des Einsatzes in einen gewünschten Anfaswinkel zu bringen.

Die Befestigungsbaugruppe umfaßt einen plattenförmigen Einsatzhalter, der an einem Ende eine Tasche zur Aufnahme eines Schneideinsatzes hat. Ein Verbindungsstück verbindet den Einsatzhalter schwenkbar mit der radial ausgerichteten Wand des Schaftfräserkörpers. Eine Feststellschraube sichert das plattenförmige Element in einer gewünschten Winkelausrichtung bezüglich der Wand des Schaftfräserkörpers. Zur weiteren Stabilität ist das Ende des plattenförmigen Elements gegenüber dem Einsatz verschiebbar in einer Nut des Schaftfräserkörpers angeordnet. In der bevorzugten Ausführungsform definiert die radial ausgerichtete Wand eine Seite eines Ausschnitts zum Spanauswurf, der im Schaftfräserkörper ausgebildet ist.

Das Verbindungsstück, das den plattenförmigen Einsatzhalter schwenkbar lagert, kann eine von zwei Formen annehmen. In der ersten Ausführungsform umfaßt das Verbindungsstück einen Stift, der sich von einer Seite des plattenförmigen Einsatzelements erstreckt und in einer glatten Bohrung in der radial ausgerichteten Wand aufgenommen werden kann. Eine den Einsatz sichernde Schraube erstreckt sich durch eine Öffnung in der Mitte des Einsatzes. Der Gewindeschaft der Einsatzschraube greift in die Gewindebohrung ein, die sich in Ausrichtung mit dem Schwenkstift durch den plattenförmigen Einsatzhalter erstreckt. In einer zweiten Ausführungsform der Erfindung umfaßt das Verbindungsstück eine erste Schraube, die sich durch eine Bohrung in der Tasche des plattenförmigen Einsatzhalters erstrecken kann. Die erste Schraube hat ein Ende, das in Gewindeeingriff mit einer Bohrung gelangen kann, die sich in der radial ausgerichteten Wand des Schaftfräserkörpers befindet. Die Bohrung in dem plattenförmigen Element ist versenkt, so daß der Kopf der ersten Schraube plan im Boden oder unterhalb des Bodens der Einsatztasche liegt. Das Verbindungsstück umfaßt weiter eine zweite Schraube, die sich durch eine Öffnung in dem Einsatz erstrecken kann und deren Gewindeende in eine Gewindebohrung eingreifen kann, die sich in Richtung der Rotationsachse der ersten Schraube erstreckt. Während das Verbindungsstück der zweiten Ausführungsform erfordern kann, daß die erste Schraube gelöst wird, bevor der plattenförmige Einsatzhalter schwenkbar zu der radial ausgerichteten Wand eingestellt werden kann, sichert es den plattenförmigen Einsatzhalter fester in einer gewünschten Winkelausrichtung bezüglich der Wand. In beiden Ausführungsformen kann sich die Feststellschraube, die den plattenförmigen Einsatzhalter örtlich sichert, durch jede der drei Schraubenlöcher in dem Halter erstrecken, die jeweils zu einem Anfaswinkel von 30°, 45° und 60° gehören.

Im Betrieb wird die Feststellschraube herausgenommen und der plattenförmige Einsatzhalter in einen der drei gewünschten Anfaswinkel geschwenkt, indem eine der drei Öffnungen in der Platte mit der sich deckenden Gewindebohrung in der sich radial erstreckenden Wand des Schaftfräserkörpers ausgerichtet wird. In der zweiten Ausführungsform der Erfindung wird die erste Schraube vor und nach der Schwenkeinstellung gelöst bzw. festgezogen. Die Feststellschraube wird dann durch die Bohrungen eingeführt und festgezogen.

Während die Erfindung besonderen Nutzen findet, wenn sie auf einen Schaftfräser angewandt wird, ist sie ganz allgemein für Werkzeughalter nützlich. Sie kann zum Beispiel in Verbindung mit einem stationären Vierkantschaftwerkzeughalter benutzt werden, um Schnitte mit verschiedenen Winkeln herzustellen.

Kurze Beschreibung der Figuren

1 ist eine perspektivische Ansicht eines Schaftfräsers, der die Erfindung umfaßt;

2 ist eine teilweise Seitenansicht des Schaftfräsers von 1 entlang der Linie 2-2;

3 ist eine Explosionsansicht des Schaftfräsers von 1, der insbesondere die Bauteile des schwenkbaren Verbindungsstücks, wie sie in der ersten Ausführungsform benutzt werden, zeigt;

4 ist eine Querschnittsansicht des Schaftfräsers von 1 entlang der Linie 4-4, die die Details des schwenkbaren Verbindungsstücks und der Feststellschraube zeigt;

5 ist eine Explosionsansicht einer zweiten Ausführungsform des Schaftfräsers der Erfindung, der eine alternative Form eines „Schraube-in-Schraube"-Verbindungsstücks zeigt, das dazu benutzt werden kann, den plattenförmigen Einsatzhalter schwenkbar mit dem Schaftfräserkörper zu verbinden;

6 ist eine Querschnittsansicht des Schaftfräsers von 5 in einem vollständig zusammengebauten Zustand entlang der Linie 6-6, die die Details des Verbindungsstücks und der Feststellschraube darstellt, und

7 ist eine Aufsicht der Erfindung in der Anwendung eines stationären Vierkantschaftwerkzeughalters.

Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

Unter Bezug auf 1 kann die Erfindung die Form eines Schaftfräsers mit verstellbarem Anstellwinkel annehmen, der einen drehbaren Schaft 3 umfaßt, der an einem Ende mit einem zylindrischen Schaftfräserkörper 5 verbunden ist. Im oberen Teil des Körpers 5 ist ein Ausschnitt 7 zum Spanauswurf angeordnet und auf einer Seite durch eine ebene, radial ausgerichtete Wand 9 definiert. Der Schaftfräserkörper 5 endet, wie dargestellt, in einem Kegelstumpfende 10.

Es wird eine Befestigungsbaugruppe 11 für einen Schneideinsatz 18 bereitgestellt, die einen plattenförmigen Einsatzhalter 13 umfaßt, der über ein Verbindungsstück 21a schwenkbar an der radial ausgerichteten Wand 9 gelagert ist. Der Einsatzhalter 13 hat ein distales Ende 14, das eine Tasche 15 zur Aufnahme des Einsatzes 18 umfaßt. Der Einsatzhalter 13 umfaßt auch ein abgerundetes proximales Ende 16, das verschiebbar in einer Führungsnut 17 angeordnet ist, die zwischen der Wand 9 und dem Ausschnitt 7 zum Spanauswurf festgelegt ist. Der Einsatz 18 mit einer geraden Schneidkante 19 ist in der Tasche 15 montiert. Die gerade Schneidkante 19 ist knapp oberhalb des kegelstumpfförmigen Endes 10 des Schaftfräserkörpers 5 angeordnet. Im Mittelpunkt des Einsatzes 18 befindet sich eine Bohrung 20, um eine Einsatzsicherungsschraube 38 des schwenkbaren Verbindungsstücks 21a einzuführen. Der Zweck des Verbindungsstücks 21a ist, den plattenförmigen Einsatzhalter 13 schwenkbar an der radial ausgerichteten Wand 9 zu lagern, während der Einsatz 18 in der komplementär geformten Tasche 15 gesichert wird.

Unter Bezug auf die 1, 2 und 3 ist eine Feststellschraube 23 gegenüber dem Einsatz 18 auf dem plattenförmigen Einsatzhalter 13 angeordnet, um den plattenförmigen Einsatzhalter 13 in einer gewünschten Winkelstellung zu sichern. Die Feststellschraube 23 umfaßt einen Gewindeschaft 25, der sich durch eine von drei kreisförmigen Öffnungen 31a–c in der Platte 13 erstreckt, um in eine Gewindebohrung 27 einzugreifen, die in der radial ausgerichteten Wand 9 angeordnet ist. Die Feststellschraube 23 umfaßt ferner einen Kopf 29, der in einen Abschnitt der Oberfläche des plattenförmigen Einsatzhalters 13 eingreift, der eine der drei Öffnungen 31a–c umgibt. In der Mitte des Kopfes 23 befindet sich eine Aussparung 30 zur Aufnahme eines Schraubenschlüssels oder Schraubenziehers.

Unter Bezugnahme auf die 3 und 4 umfaßt das schwenkbare Verbindungsstück 21a der ersten Ausführungsform der Erfindung einen Stift 34, der sich aus der Rückseite des plattenförmigen Einsatzhalters 13 heraus erstreckt. Der Stift 34 wird in einer gut passenden glatten Bohrung 36 aufgenommen, die sich im Schneidkörper 5 befindet. Vorzugsweise ist der Stift 34 integral mit dem plattenförmigen Element 13 ausgebildet. Der Stift 34 erlaubt dem plattenförmigen Element 13, bezüglich der radial ausgerichteten Wand 9 schwenkbar zu rotieren, so daß der Anstellwinkel der geraden Schneidkante 19 des Einsatzes 18 eingestellt werden kann. Trotz der Schwenkbeweglichkeit, die Stift 34 erfordert, ist sein dichter Sitz in der glatten Bohrung 36 in Verbindung mit der Anzugskraft, die die Feststellschraube 23 auf den Einsatzhalter 13 ausübt, ausreichend, um den Halter 13 während eines Schneidvorgangs zu sichern, da die Kräfte, die über den Einsatz 18 auf den Halter ausgeübt werden, dazu führen, daß der Stift 34 in die Bohrung 36 gedrückt wird. Das Verbindungsstück 21a umfaßt ferner die vorher erwähnte den Einsatz sichernde Schraube 38. Die Schraube 38 hat einen Gewindeschaft 40, der sich durch die Bohrung 20 des Einsatzes 18 erstrecken und in eine Gewindebohrung 42 in dem plattenförmigen Element 13 eingreifen kann. Die den Einsatz sichernde Schraube 38 umfaßt weiter einen Schraubenkopf 44, der von einer versenkten Aussparung 46 im Körper des Einsatzes 18 aufgenommen wird.

Unter Bezug auf die 5 und 6 benutzt das schwenkbare Verbindungsstück 21b der zweiten Ausführungsform der Erfindung eine Schwenkschraube 51 anstatt des vorher beschriebenen Schwenkstifts 34. Die Schwenkschraube 51 umfaßt ein Gewindeende 53, das in ein Schraubenloch 55 in dem Schaftfräserkörper 5 eingreifen kann. Im Kopf 58 der Schwenkschraube 51 befindet sich eine Aussparung 57, die hexagonal sein kann, so daß ein Schraubenschlüssel dazu benutzt werden kann, den plattenförmigen Einsatzhalter 13 gegen die radial ausgerichtete Wand 9 festzuziehen. Auf der Rotationsachse des Schafts ist, wie angegeben, eine Gewindebohrung 59 der Schwenkschraube 51 bereitgestellt. Wie das vorher beschriebene schwenkbare Verbindungsstück 21a umfaßt das Verbindungsstück 21b eine den Einsatz sichernde Schraube 61, die einen Gewindeschaft 63 hat, der sich durch eine Bohrung 20 erstreckt, die sich in der Mitte des Einsatzes 18 befindet und die in die vorher beschriebene Gewindebohrung 59 eingreifen kann. Desgleichen umfaßt die Schraube 61 einen Schraubenkopf 65, der von einer versenkten Aussparung 67 aufgenommen werden kann, die sich im Körper des Einsatzes 18 befindet.

Während des Betriebs wird der Anstellwinkel der geraden Schneidkante 19 des Einsatzes 18 verstellt, indem die Feststellschraube 23 entfernt wird und der plattenförmige Einsatzhalter 13 in irgendeine der drei Positionen verschwenkt wird, in der eine der Öffnungen 31a–c mit der Gewindebohrung 27 in der Wand 9 ausgerichtet ist. Falls das schwenkbare Verbindungsstück 21b der zweiten Ausführungsform benutzt wird, ist es notwendig, die Schwenkschraube 51 zu lösen, bevor der Einsatzhalter 13 verschwenkt werden kann. In beiden Ausführungsformen wird die Feststellschraube 23 wieder angebracht und festgezogen, sobald der Einsatzhalter in die gewünschte Position verschwenkt ist. In der bevorzugten Ausführungsform liegen die Mittelpunkte der drei Öffnungen 31a–c, wie gezeigt, auf einem Kreisbogen. Wie insbesondere in 2 gezeigt, befindet sich die Schneidkante 19 des Einsatzes 18 im Winkel „a", der 45° entspricht, wenn die Feststellschraube 23 in der mittleren Öffnung 31b angebracht ist. Falls jedoch ein Anfaswinkel von 30° oder 60° gewünscht wird, wird die Feststellschraube 23 entweder in die Öffnung 31a oder 31c eingesetzt, um den Winkel der geraden Schneidkante 19 entweder auf den Winkel „c" oder den Winkel „b" einzustellen. Während bisher drei Ausrichtungswinkel diskutiert wurden, sollte klar sein, daß weniger oder mehr Ausrichtungswinkel möglich sind, indem weniger oder mehr Öffnungen 31a31c in dem plattenförmigen Einsatzhalter 13 bereitgestellt werden. Darüber hinaus können, während bisher die Winkel 30°, 45° und 60° diskutiert wurden, die Öffnungen angebracht werden, beliebige Winkel innerhalb des Rotationsbereichs des plattenförmigen Einsatzhalters 13 bereitzustellen.

Wie sich aus der vorhergehenden Beschreibung ergibt, kann der Anstellwinkel der Schneidkante 19 schnell und einfach durch die einzige Feststellschraube 23 verstellt werden. Darüber hinaus ist im Hinblick auf die Sicherungskraft, die auf den plattenförmigen Einsatzhalter 13 entweder über eine der beiden schwenkbaren Verbindungsstücke 21a, b, die Feststellschraube 23 oder die Führungsnut 17 ausgeübt wird, der Einsatz 18 ausreichend fest an dem zylindrischen Schaftfräserkörper 5 gesichert, um so eine glatte und genaue Fase in einem Werkstück zu erzeugen.

Die Erfindung kann auch auf einen stationären Werkzeughalter angewandt werden, und ein Beispiel für eine solche Werkzeughalterausführungsform 70 ist in 7 dargestellt. In dieser Ausführungsform 70 bleiben die schwenkbare Befestigungsbaugruppe 11 und alle ihre Bauteile dieselben, während der einzige Unterschied darin besteht, daß die Baugruppe 11 in einer ausgesparten Wand 9 des Vierkantschafts, der den Werkzeughalterkörper 71 bildet, angeordnet ist. Während das schwenkbare Verbindungsstück 21a dasselbe ist, wie es in der zuerst beschriebenen Ausführungsform der Erfindung benutzt wird, kann es genauso einfach das Verbindungsstück 21b sein, wie es in der zweiten Ausführungsform benutzt wird. Wie in der zuvor beschriebenen Ausführungsform 1 erlaubt die schwenkbare Befestigungsbaugruppe 11, daß die gerade Schneidkante 19 des Einsatzes 18 in irgendeinem der drei spezifischen Winkel bezüglich der oberen Kante des Körpers 71 des Werkzeughalters angeordnet ist.

Während diese Erfindung in Bezug auf zwei Ausführungsformen beschrieben wurde, werden Fachleuten verschiedene Äquivalente, Ergänzungen, Modifikationen und Überarbeitungen offensichtlich werden. Alle diese Äquivalente, Modifikationen, Überarbeitungen und Ergänzungen sollen im Rahmen dieses Patents liegen, das nur durch die beigefügten Ansprüche begrenzt ist.


Anspruch[de]
  1. Werkzeughalter (1) mit verstellbarem Anstellwinkel, mit:

    einem Werkzeughalterkörper (5) mit einer im wesentlichen ebenen Wand (9);

    einem Schneideinsatz (18) mit einem Körper mit einer geraden Schneidkante (19);

    Befestigungsmitteln einschließlich eines diskreten Einsatzhalters (13) in dem Werkzeughalterkörper (5);

    und Mitteln zur Sicherung des Einsatzes (18) in einer ausgewählten Schwenkstellung, so daß die gerade Schneidkante (19) in Bezug auf die Begrenzung des Werkzeughalterkörpers (5) in einem gewünschten Winkel (a-c) verläuft,

    wobei die Befestigungsmittel den Einsatz an der Wand (9) des Werkzeughalterkörpers (5) schwenkbar lagern, so daß der Anstellwinkel (a-c) der geraden Schneidkante (19) in bezug auf eine äußere Begrenzung des Werkzeughalterkörpers (5) winkelmäßig verstellbar ist,

    dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatzhalter (13) auf einer Seite eine Tasche (15) hat, die den Einsatzkörper (18) aufnimmt,

    und daß die Befestigungsmittel weiter ein Verbindungsstück (34,51) umfassen, das in einer Bohrung (36, 55) der Wand (9) des Werkzeughalterkörpers (5) aufgenommen ist, um den Einsatz (18) und den Einsatzhalter (13) mit der Wand (9) des Körpers (5) schwenkbar zu verbinden.
  2. Werkzeughalter (1) mit verstellbarem Anstellwinkel nach Anspruch 1, wobei das Verbindungsstück einen Stift (34) umfaßt, der in einer glatten Bohrung (36) in der Wand (9) aufgenommen ist, und eine Schraube (21a), um den Einsatz (18) in der Tasche (15) des Einsatzhalters (13) zu sichern.
  3. Werkzeughalter (1) mit verstellbarem Anstellwinkel nach Anspruch 1, wobei das Verbindungsstück eine erste Schraube (51) mit einem Gewindeende umfaßt, das in eine Gewindebohrung (55) in der Wand (9) eingreifen kann, um den Einsatzhalter (13) schwenkbar zu lagern, und eine zweite Schraube (61) mit einem Gewindeende (63), das in eine Gewindebohrung (59) in der ersten Schraube (51) eingreifen kann, um den Einsatz (18) in der Tasche (15) des Einsatzhalters (13) zu sichern.
  4. Werkzeughalter (1) mit verstellbarem Anstellwinkel nach Anspruch 1, wobei der Werkzeughalterkörper (5) eine an die Wand (9) angrenzende Nut (17) umfaßt, um eine Kante des Einsatzhalters (13) verschiebbar aufzunehmen.
  5. Werkzeughalter (1) mit verstellbarem Anstellwinkel nach Anspruch 1, wobei das Sicherungsmittel eine Feststellschraube (23) umfaßt, die sich durch eine Öffnung (31a31c) im Einsatzhalter (13) erstreckt.
  6. Werkzeughalter (1) mit verstellbarem Anstellwinkel nach Anspruch 5, wobei das Sicherungsmittel mehrere Öffnungen (31a31c) im Einsatzhalter (13) umfaßt, um den Einsatzhalter (13) in mehreren diskreten Schwenkstellungen zu sichern, wobei jede von diesen zu einem unterschiedlichen Anstellwinkel (a-c) der geraden Schneidkante (19) des Einsatzes (18) führt.
  7. Werkzeughalter (1) mit verstellbarem Anstellwinkel nach Anspruch 1, wobei der Werkzeughalterkörper (5) ein drehbarer, zylindrischer Schaftfräserkörper (5) ist und die Wand (9) in bezug auf den zylindrischen Körper (5) radial ausgerichtet ist.
  8. Werkzeughalter (1) mit verstellbarem Anstellwinkel nach Anspruch 4, wobei der Werkzeughalterkörper (71) ein stationärer Schaft ist und wobei die Wand (9) radial ausgerichtet und mit einer oberen Fläche des Schafts koplanar ist.
  9. Werkzeughalter (1) mit verstellbarem Anstellwinkel nach Anspruch 1, mit einem drehbaren Schaft (3), wobei der Werkzeughalterkörper ein Schaftfräserkörper (5) ist und mit einem Ende des Schafts (3) verbunden ist.
  10. Werkzeughalter (1) mit verstellbarem Anstellwinkel nach Anspruch 1, mit einer Feststellschraube (23), um den Einsatzhalter (13) in einer ausgewählten Schwenkstellung zu sichern, so daß die gerade Schneidkante (19) des Einsatzes (18) eine gewünschte Winkelstellung (a-c) in bezug auf die äußere Begrenzung des Werkzeughalterkörpers (5) annimmt.
  11. Werkzeughalter (1) mit verstellbarem Anstellwinkel nach Anspruch 10, wobei sowohl der Einsatzkörper als auch der Einsatzhalter (13) Bohrungen (20, 59) umfassen, die sich decken, wenn der Einsatz (18) in der Tasche (15) aufgenommen ist, und wobei das Befestigungsstück weiter eine Schraube (61) umfaßt, die sich durch die Bohrungen erstreckt, um den Einsatz (18) in der Tasche (15) des Einsatzhalters (13) zu sichern.
  12. Werkzeughalter (1) mit verstellbarem Anstellwinkel nach Anspruch 11, wobei das Befestigungsstück einen Stift (34) umfaßt, der sich in die glatte Bohrung (36) in der Wand (9) erstreckt.
  13. Werkzeughalter (1) mit verstellbarem Anstellwinkel nach Anspruch 11, wobei das Befestigungsstück eine erste Schraube (51) mit einem Gewindeende umfaßt, das in eine Gewindebohrung (55) in der Wand (9) eingreifen kann, um den Einsatzhalter (18) schwenkbar zu lagern, und eine zweite Schraube (61) mit einem Gewindeende (63), das in eine Gewindebohrung (59) in der ersten Schraube (51) eingreifen kann, um den Einsatz (18) in der Tasche (15) des Einsatzhalters (13) zu sichern.
  14. Werkzeughalter (1) mit verstellbarem Anstellwinkel nach Anspruch 10, wobei der Einsatzhalter (13) aus einem plattenförmigen Teil (13) gebildet ist, mit zwei entgegengesetzten flachen Seiten, wovon eine verschiebbar an der ebenen Wand (9) des Werkzeughalterkörpers (5) angreift.
  15. Werkzeughalter (1) mit verstellbarem Anstellwinkel nach Anspruch 14, wobei der Werkzeughalterkörper (5) eine an der Wand (9) angrenzende Nut (17) umfaßt, um eine Kante des Einsatzhalters (13) verschiebbar aufzunehmen, die entgegengesetzt zur geraden Schneidkante (19) des Einsatzes (18), der in der Tasche (15) angeordnet ist, liegt.
  16. Werkzeughalter (1) mit verstellbarem Anstellwinkel nach Anspruch 10, wobei der Körper (5) einen drehbaren, zylindrischen Schaftfräserkörper (5) mit einem an die Wand (9) angrenzenden Ausschnitt (7) zum Spanauswurf umfaßt, und wobei die Wand (9) radial ausgerichtet ist.
  17. Werkzeughalter (1) mit verstellbarem Anstellwinkel nach Anspruch 10, wobei sich die Feststellschraube (23) durch eine Öffnung im Einsatzhalter (13) erstreckt und im Gewindeeingriff mit einem Loch (27) steht, das sich in der Wand (9) des Körpers (5) befindet.
  18. Werkzeughalter (1) mit verstellbarem Anstellwinkel nach Anspruch 17, wobei der Einsatzhalter (13) mehrere Öffnungen (31a31c) umfaßt, um die Feststellschraube (23) aufzunehmen.
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